Schweiz

Schweiz - Palästina

Schweiz - Palästina: Treffen auf höchster Ebene

09.03.15, 14:25

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat sich am Montag mit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zu Gesprächen in Bern getroffen. Im Zentrum von Abbas' Arbeitsbesuch standen die schwierige Situation im Nahen Osten und die Perspektiven des Friedensprozesses.

Sommaruga wie auch Abbas versicherten sich in ihren Gesprächen der gegenseitigen Bemühungen um die bilateralen Beziehungen der beiden Länder. Der palästinensische Präsident bedankte sich im Von-Wattenwyl-Haus vor den Medien bei der Schweizer Regierung für deren Bemühungen um Frieden im Nahost-Konflikt.

Zwei-Staaten-Lösung

Die Bundespräsidentin bestätigte Abbas, die Schweiz setze sich weiterhin für eine Zwei-Staaten-Lösung ein. Allerdings, so Sommaruga, sei die Anerkennung Palästinas als unabhängiger Staat durch die Schweiz nicht Thema der Gespräche am Montag gewesen.

Für Aufsehen sorgten gleichentags mutmassliche Aussagen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu: Der 65-Jährige dementierte Medienberichte, wonach seine Likud-Partei von den Plänen für einen unabhängigen Palästinenserstaat abgerückt sei.

Abbas trifft sich am Dienstag zu weiteren Gesprächen mit den beiden Schweizer Ratspräsidenten und den Vorstehern der Aussenpolitischen Kommissionen von National- und Ständerat.

Sein letzter Besuch in der Schweiz geht auf das Jahr 2012 zurück. Damals traf sich der Palästinenserpräsident im November mit Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf und Bundesrat Didier Burkhalter zu Gesprächen in Bern. Abbas brach seine Europareise wegen der damaligen Krise im Gaza-Streifen nach dem Besuch in der Schweiz ab. (whr/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 09.03.2015 17:10
    Highlight M. Abbas hatte genug Zeit das Problem mit durch jahrzehntelange hasserfüllte Bildung und Propaganda völlig verblendete religiöse Fanatiker in den Griff zu kriegen.
    Jetzt löst das Problem der Shin Bhet und die IDF. Der Schutz eigener Menschen ist damit auch in der besseren Hand.
    0 3 Melden

Tabubruch in Jerusalem – 6 Erkenntnisse nach Trumps historischer Rede

Donald Trump hat mit der jahrzehntelangen Nahostpolitik der USA radikal gebrochen und Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anerkannt.  Die Palästinenser rufen zum Generalstreik auf. 

Trump alleine gegen die ganze Welt. «Heute erkennen wir das Offensichtliche an – dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist.», erklärte US-Präsident Donald Trump seinen Entschluss. 

Offensichtlich ist aber auch, dass fast ausnahmslos alle Staaten der Welt für die Entscheidung Trumps nur Kopfschütteln übrig haben. 

Der US-Verbündete Saudi-Arabien rief die USA auf, die Entscheidung zurückzunehmen. Die Nato-Partner Frankreich und Grossbritannien als Vetomächte sowie weitere Mitglieder des …

Artikel lesen