Schweiz

SRG-Freunde und -Gegner geben auf Social Media alles.

Sendeschluss-Blues vs Fake-Filmtitel: Der Billag-Streit wird immer schräger

11.11.17, 18:40

Noch dauert es fast vier Monate, bis das Schweizer Stimmvolk über die Initiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» befinden kann. Auf Social-Media tobt der Abstimmungskampf aber bereits so heftig, als stünde der Urnengang unmittelbar bevor. 

Von Alarmismus über Beschimpfungen bis hin zu Ironie versuchten die beiden Lager schon fast alles, um ihre Positionen zu verdeutlichen. Nun schalten Gegner und Befürworter nochmals einen Gang höher. Das Gebot der Stunde lautet dabei: Kreativität.

So üben sich die Billag-Gegner unter dem Hashtag #srgfilme in der Kunst, ihre Botschaft in Fake-Filmtiteln zu verpacken. «Die Tribute von Leutschenbach», «No Country For Old Abzocker» oder «Der Club der toten Sender» sind nur ein paar Beispiele für die kreativen Ergüsse der SRG-Kritiker.

Doch auch die SRG-Freunde lassen sich nicht lumpen. Seit kurzem kursiert in den sozialen Medien der «Sändeschluss-Blues». Urheber ist der Kommunikationsberater und Bluesmusiker Ronny Kummer. 

«Säg Nei, säg Nei zum Sändeschluss – Säg Nei zu dem No-Billag-Stuss», reimt Kummer im Video auf Schweizerdeutsch. Und warnt: «Die Pseudopatriote, es isch kei Witz, versänked es Programm für die ganzi Schwiiz.»

Der Song sei nicht Teil der offiziellen Gegenkampagne, sondern aus privater Initiative entstanden, sagt Kummer zu watson. Die Schweizer Medienvielfalt liege ihm am Herzen. «Es wäre nicht gut für die Schweizer Demokratie, wenn die No-Billag-Initiative der SRG sowie 34 privaten Sendern den Garaus machen würde», fasst er seine Beweggründe zusammen, die er im Abspann des Videos detailliert erläutert.

Das Video sei ein Versuch, «mit einfachen Worten» vor der No-Billag-Initiative zu warnen – und sich damit von der «oft eher intellektuellen Argumentation» auf dem politischen Parkett abzuheben. «Die Botschaft ist klar: Bei einer Annahme der Initiative geht es ans Läbige.»

(jbu)

Doris Leuthard über die neue Billag-Gebühr

1m 32s

Doris Leuthard über die neue Billag-Gebühr

Video: undefined/SDA

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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25
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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Luki 12.11.2017 08:52
    Highlight Roger de Weck war bis September 2017 Präsident der SRG. Wird Zeit, dass die Gegner ihre Karikaturen anpassen!
    6 4 Melden
  • Realitäter 11.11.2017 23:55
    Highlight Mal ehrlich... Haben wir es in der Schweiz wirklich nötig "trump'sche" Sprüche zu klopfen?
    5 4 Melden
  • G. Schlecht 11.11.2017 21:34
    Highlight Was genau spricht denn dagegen, dass die Billag abgeschafft wird und sich das SRF, dank den vielen Fans, mit Pay per View den sehr gehobenen Standart weiterhin leisten kann? Hier bitte: 5.- für Wilder, 10.- für die Tagesschau und das Replay aka 10vor10 pro Monat und noch je 2.- für Arena, Sternstunde und Fussball. Das SRF schafft das und wenn nicht, dann ist das eben zu teuer und muss ander gemacht werden. Dachte immer die machen Werbung mit Creative Suisse. Also los, mal denken und leisten. Nicht nur sich selbst feiern.
    24 60 Melden
    • ricardo 12.11.2017 00:12
      Highlight An besten liest du einfach mal diesen Text hier von Matthias Zehnder:

      http://www.matthiaszehnder.ch/wochenkommentar/nuechtern-betrachtet-die-folgen-einer-billag-abschaffung/

      Ganz nüchtern zeigt er auf, warum die von dir aufgeführte Finanzierung als Pay-TV völlig unrealistisch ist.

      Übrigens hat "Standard" nichts mit stehender Kunst zu tun.
      7 3 Melden
    • Herbert Anneler 12.11.2017 00:17
      Highlight @ Schlecht: Schlechter Rundumschlag ohne Sachverstand! Gehen Sie doch einmal einn Tag zu Radio BEO, Rottu, Schwyz, Canal3 oder sehen Sie sich doch einmal in der Redaktion eines Rendez-vous am Mittag oder eines Echos der Zeit um, um zu sehen, wie da täglich die Späne fliegen - Sie kommen mir mit Ihrem flapsigen Kommentar vor wie ein fauler Coach Potatoe, so ganz nach dem Motto: „Wissen ist Macht, aber Nichtswissen macht auch nichts!“ Und: Hätten Sie Ihre Ausbildung bezahlen können, wenn alle Kinderlosen sagen würden, für die Bildung zahlen wir nichts, wir brauchen keine mehr?!? Wohl kaum...
      5 6 Melden
    • trio 12.11.2017 07:30
      Highlight Tja, dummerweise wäre die Tagesschau fürs Tessin auf Italienisch dann 30.- und auf rätoromanisch 50.-
      6 3 Melden
    • Alle haben bessere Namen als ich. 12.11.2017 10:06
      Highlight Warum sollte ich jemand der 10vor10 für die Wiederholung der Tagesschau hält in solchen Belangen ernstnehmen?
      8 4 Melden
    • G. Schlecht 12.11.2017 18:34
      Highlight Wie auch immer, ich finde diese "Rüär mis SRF nid a und ich zahl gern Billag" Leute herzig. Was das SRF mit Neutralität oder Bildung zu tun hat, erschliesst sich mir zwar nicht, aber gut. Darf ich trotzdem der Meinung sein, dass ich nicht für ein linkslastiges, werbegeflutetes Staatsfernsehen zahlen will, welches ich wirklich nie konsumiere? Es spricht nichts gegen ein Pay per View, wenn das Programm so attraktiv ist, wie hier gerne posaunt wird. Bei 500 000 Tagesschaukonsumenten, welchen das 15 Rappen wert ist, sind wir bei bei Fr 75 000.- je Sendung, Ohne Werbung.
      4 7 Melden
  • Radiochopf 11.11.2017 21:18
    Highlight Es artet wirklich aus, sogar bei den Kommentare. Echo der Zeit meinte in einem Artikel zur Russland-Wahlen, dass ich SRG abschaffen möchte obwohl ich mich noch gar nie zu Nobillag geäussert habe.. wtf? Ich gehöre zu denen, die mehr Netflix konsumieren als Kabel TV.. trotzdem bin ich gerne bereit 365.- CHF zu zahlen, denn die SRG ist gut und darf nicht verschwinden und muss neutral bleiben... es sollte jedoch auch Geld in guten/wichtigen Privatsender wie Tele M1 und Tele Bern fliessen.. die Billag AG braucht es nicht mehr, das Geld soll direkt per Steuer bezahlt werden..


    50 27 Melden
    • Roaming212 11.11.2017 22:30
      Highlight Dafür muss es aber im Gesetz angepasst werden, die SRG darf sich nicht per Steuern finanzieren sondern muss über eine Gebühr gehen. Meinte ich jedenfalls, ich lass mich gerne belehren.
      14 2 Melden
    • ströfzgi 11.11.2017 22:35
      Highlight Schön wenn Du gerne zahlst. Zahle doch grad noch für die, die nicht gerne zahlen.

      Stell Dir den Aufschrei der Studenten vor, wenn diese plötzlich 20 x mehr Steuern zahlen müssten and bisher. 😱
      12 35 Melden
    • tomdance 11.11.2017 22:36
      Highlight Tele M1 und Tele Bern erhalten auch Geld aus der Billag. Schon seit Jahren.
      23 2 Melden
    • jjjj 12.11.2017 07:52
      Highlight @ströfzgi: 20x Chf 0.- gibt immer noch null....
      4 2 Melden
    • ströfzgi 12.11.2017 10:00
      Highlight @jjj ich dachte an die ca 20 stutz Kopfsteuer
      4 1 Melden
  • Hugo Wottaupott 11.11.2017 20:47
    Highlight Wills du Schweizer Fussball schauen brauchs du Teleclub. Wills du Schweizer Eishockey schauen brauchs du UPC. Wills du beides schauen kannsu geht net! Brauchs du Nerven sehr sehr viel!
    35 18 Melden
  • P. Meier 11.11.2017 20:43
    Highlight Was ich am Ganzen sehr bedenklich finde ist, dass vor allem die Gegner immer nur auf das Fernsehen zielen (diese Sendung interessiert nicht, ist zu teuer, kein Service Public usw.) Dass das Radio ebenfalls über die Gebühren finanziert wird, scheint nicht relevant zu sein. Oder kann man bei den Radiosendungen (Schnabelweid, Echo, Rendevous usw) weniger gut mit Stammtischphrasen argumentieren?
    56 37 Melden
    • jjjj 11.11.2017 21:14
      Highlight Du hast jeder rappen zählt vergessen. Und die hitparade. Undundund...
      sternstunden des service publique!
      23 27 Melden
    • Driver7 11.11.2017 21:14
      Highlight Ok wenn du unbedingt willst: auf TV kann ich gut verzichten, Radio verabscheue ich sogar!!
      31 35 Melden
    • Maragia 11.11.2017 21:58
      Highlight Wer hört denn heutzutage noch Radio? Ich weiss nicht mal wie ich Radio hören könnte... Habe in den lezten 30 Jahren noch nie absichtlich Radio gehört!
      14 48 Melden
    • roterriese {gender fluid; AH-64} 11.11.2017 22:20
      Highlight @P. Meier, ich hör auch keinen Radio. Im Auto hör ich ne CD oder verbinde mein Smartphone mit dem Autoradio.
      13 15 Melden
  • jjjj 11.11.2017 20:32
    Highlight Die linken Medien hetzen ja auf allen Kanälen...
    39 49 Melden
    • P. Meier 11.11.2017 22:14
      Highlight Die linken Medien hetzen? Aus welcher politischen Ausrichtung stammt der Initiant? Eventuell die gleiche, wie die Person , die zur Zeit Medien "rettet" und einen eigene TV-Sendung hat?
      20 17 Melden
  • ströfzgi 11.11.2017 19:56
    Highlight Und was ist jetzt die Message dieses Artikels? Geht der irgendwo weiter und ich habe es nicht gesehen?
    72 9 Melden
    • Informant 11.11.2017 21:16
      Highlight Die Message lautet folgendermassen: Die Billag-Gegner sondern "Ergüsse" ab während den Befürwortern die Schweizer Medienvielfalt am Herzen liege.
      31 16 Melden
    • jjjj 11.11.2017 21:31
      Highlight Mimimimimi
      8 12 Melden

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