Schweiz
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SRG-Freunde und -Gegner geben auf Social Media alles.

Sendeschluss-Blues vs Fake-Filmtitel: Der Billag-Streit wird immer schräger



Noch dauert es fast vier Monate, bis das Schweizer Stimmvolk über die Initiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» befinden kann. Auf Social-Media tobt der Abstimmungskampf aber bereits so heftig, als stünde der Urnengang unmittelbar bevor. 

Von Alarmismus über Beschimpfungen bis hin zu Ironie versuchten die beiden Lager schon fast alles, um ihre Positionen zu verdeutlichen. Nun schalten Gegner und Befürworter nochmals einen Gang höher. Das Gebot der Stunde lautet dabei: Kreativität.

So üben sich die Billag-Gegner unter dem Hashtag #srgfilme in der Kunst, ihre Botschaft in Fake-Filmtiteln zu verpacken. «Die Tribute von Leutschenbach», «No Country For Old Abzocker» oder «Der Club der toten Sender» sind nur ein paar Beispiele für die kreativen Ergüsse der SRG-Kritiker.

Doch auch die SRG-Freunde lassen sich nicht lumpen. Seit kurzem kursiert in den sozialen Medien der «Sändeschluss-Blues». Urheber ist der Kommunikationsberater und Bluesmusiker Ronny Kummer. 

«Säg Nei, säg Nei zum Sändeschluss – Säg Nei zu dem No-Billag-Stuss», reimt Kummer im Video auf Schweizerdeutsch. Und warnt: «Die Pseudopatriote, es isch kei Witz, versänked es Programm für die ganzi Schwiiz.»

Der Song sei nicht Teil der offiziellen Gegenkampagne, sondern aus privater Initiative entstanden, sagt Kummer zu watson. Die Schweizer Medienvielfalt liege ihm am Herzen. «Es wäre nicht gut für die Schweizer Demokratie, wenn die No-Billag-Initiative der SRG sowie 34 privaten Sendern den Garaus machen würde», fasst er seine Beweggründe zusammen, die er im Abspann des Videos detailliert erläutert.

Das Video sei ein Versuch, «mit einfachen Worten» vor der No-Billag-Initiative zu warnen – und sich damit von der «oft eher intellektuellen Argumentation» auf dem politischen Parkett abzuheben. «Die Botschaft ist klar: Bei einer Annahme der Initiative geht es ans Läbige.»

(jbu)

Doris Leuthard über die neue Billag-Gebühr

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Video: undefined/SDA

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Luki 12.11.2017 08:52
    Highlight Highlight Roger de Weck war bis September 2017 Präsident der SRG. Wird Zeit, dass die Gegner ihre Karikaturen anpassen!
  • Realitäter 11.11.2017 23:55
    Highlight Highlight Mal ehrlich... Haben wir es in der Schweiz wirklich nötig "trump'sche" Sprüche zu klopfen?
  • Hugo Wottaupott 11.11.2017 20:47
    Highlight Highlight Wills du Schweizer Fussball schauen brauchs du Teleclub. Wills du Schweizer Eishockey schauen brauchs du UPC. Wills du beides schauen kannsu geht net! Brauchs du Nerven sehr sehr viel!
  • P. Meier 11.11.2017 20:43
    Highlight Highlight Was ich am Ganzen sehr bedenklich finde ist, dass vor allem die Gegner immer nur auf das Fernsehen zielen (diese Sendung interessiert nicht, ist zu teuer, kein Service Public usw.) Dass das Radio ebenfalls über die Gebühren finanziert wird, scheint nicht relevant zu sein. Oder kann man bei den Radiosendungen (Schnabelweid, Echo, Rendevous usw) weniger gut mit Stammtischphrasen argumentieren?
    • jjjj 11.11.2017 21:14
      Highlight Highlight Du hast jeder rappen zählt vergessen. Und die hitparade. Undundund...
      sternstunden des service publique!
    • Driver7 11.11.2017 21:14
      Highlight Highlight Ok wenn du unbedingt willst: auf TV kann ich gut verzichten, Radio verabscheue ich sogar!!
    • Maragia 11.11.2017 21:58
      Highlight Highlight Wer hört denn heutzutage noch Radio? Ich weiss nicht mal wie ich Radio hören könnte... Habe in den lezten 30 Jahren noch nie absichtlich Radio gehört!
    Weitere Antworten anzeigen
  • jjjj 11.11.2017 20:32
    Highlight Highlight Die linken Medien hetzen ja auf allen Kanälen...
    • P. Meier 11.11.2017 22:14
      Highlight Highlight Die linken Medien hetzen? Aus welcher politischen Ausrichtung stammt der Initiant? Eventuell die gleiche, wie die Person , die zur Zeit Medien "rettet" und einen eigene TV-Sendung hat?
  • ströfzgi 11.11.2017 19:56
    Highlight Highlight Und was ist jetzt die Message dieses Artikels? Geht der irgendwo weiter und ich habe es nicht gesehen?
    • jjjj 11.11.2017 21:31
      Highlight Highlight Mimimimimi

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

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