Schweiz
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Gras, Koks und beinahe ein Toter: Tessiner WEF-Soldaten treiben es in Davos etwas zu bunt

22.01.16, 10:33


epa05109220 A Swiss Army soldier patrols outside the Congress Center two days before the opening of the 46th Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, 18 January 2016. The overarching theme of the Meeting, which will take place from from 20 to 23 January, is 'Mastering the Fourth Industrial Revolution.'  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Bild: EPA/KEYSTONE

Am vergangenen Dienstag wurden die 600 bis 700 Soldaten des Gebirgsinfanterie-Battaillons 30, welches für die Sicherheit am WEF in Davos sorgen soll, in die Mangel genommen.

Die Tessiner Soldaten wurden auf Drogen getestet. Und das Resultat war nicht sonderlich positiv – weil eben in einigen Fällen positiv. Wie der Corriere del Ticino berichtet, seien zwölf Angehörige der Armee durch den Test gerasselt. Sieben wurde Cannabis im Blut nachgewiesen, fünf Cannabis und Kokain. Einer der Männer habe gar drei Gramm des weissen Pulvers auf sich getragen.

Zudem sei es gemäss dem Bericht zu einem beinahe tödlichen Vorfall gekommen. Aus dem Sturmgewehr 90 eines der Soldaten habe sich ein Schuss gelöst, unabsichtlich. Die Kugel sei in unmittelbarer Nähe eines anderen Soldaten eingeschlagen und habe diesen zwar nicht verletzt, aber ihm einen Schock zugefügt und Hörprobleme bei ihm verursacht.

Die Armee untersucht die Vorfälle. Über mögliche Konsequenzen ist derzeit nichts bekannt. (aeg)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Marc W aus B 22.01.2016 19:17
    Highlight Da wir eine Milizarmee haben ist das nichts weiter als ein Spiegel der Gesellschaft. 12 von 7000 Soldaten ist aber auch nicht ganz so tragisch, kommt wohl auch darauf an wo diese eingesetzt wurden. Küchenmannschaft und Rückwertiges wohl nicht so schlimm wie bewaffnete Wache. Immer diese Entrüstung bei Armeethemen ohne fundierten Hintergrund.
    8 4 Melden
  • JasCar 22.01.2016 19:04
    Highlight Jungs, wenn ich da so einige Kommentare gegen die Ticinesi und die Romands lese, frag ich mich, ob ihr die schweizer Grenzen nicht am Gotthard und am Röschtigraben grad auch schliessen wollt?
    7 2 Melden
  • Gutelaunetyp 22.01.2016 17:45
    Highlight Wir haben eben die Beste Armee der Welt - NIIICHTT 😅
    9 6 Melden
  • sägsali 22.01.2016 17:41
    Highlight Sie sollten andere Schützen, aber können sich nicht mal selber schützen. 😃
    10 1 Melden
  • Spooky 22.01.2016 16:06
    Highlight Wenn schon, sollten nicht nur die Soldaten, sondern auch die WEF-Teilnehmer auf Drogen getestet werden. Alles andere ist unfair.
    38 6 Melden
  • gänseblüemli 22.01.2016 13:43
    Highlight Ach die sind doch sowieso alle auf Koks dort oben. Da fallen ein paar bekokste Ada's nicht weiter ins Gewicht.
    44 10 Melden
  • Fendant Rüpel 22.01.2016 12:20
    Highlight nächste Schlagzeile:

    SKANDAL, WK-Soldaten schnupfen anwesenden Promis und Politikern das Kokain weg...

    Habt ihr evtl. bereits daran gedacht dass die Armeeangehörige direkt aus dem Zivilleben in den WK kommen? Die Armee ist somit nicht mehr und nicht weniger als ein Spiegel der Bevölkerung
    137 8 Melden
  • Sapere Aude 22.01.2016 12:07
    Highlight Keine grosse Sache, die Drogenkonsumenten wurden bei einer Routinekontrolle gefasst, die Schussabgabe bei einer Entladekontrolle. Aber Hauptsache Blick und Co bauschen die Sache auf.
    80 16 Melden
    • maxi 22.01.2016 12:19
      Highlight Wenn dies so ist, ist der Soldat mit dem Hörschaden selbst schuld. Pamir ist auf beim entladen und der entladekontrolle!
      45 6 Melden
    • trio 22.01.2016 12:29
      Highlight Wenn es bei der Entladekontrolle passierte, bestand bei richtiger Handhabung in der Tat keine Lebensgefahr. Aber das sich ein Schuss gelöst hat, zeigt ja schon das etwas schief lief.
      34 0 Melden
    • Sapere Aude 22.01.2016 12:35
      Highlight Totha, beim Soldat bei dem sich der Schuss gelöst hatte, war nicht unter Drogeneinfluss. Sind zwei unterschiedliche Erreignisse, die von der Presse verbunden wird. Ausserdem sind keine Hörschäden vorhanden.
      35 2 Melden
  • Marnost 22.01.2016 12:05
    Highlight Soldaten haben nichts, worauf sie sich freuen können, was Geduld zu einer einfachen Tugend macht, und manchmal ist es noch nicht einmal eine Tugend, sondern ein Wettstreit der Gleichgültigkeit.

    ~Steven Erikson

    30 1 Melden
  • Yolo 22.01.2016 11:47
    Highlight Das klingt doch nach einem ganz normalen WK...
    128 3 Melden
  • E7#9 22.01.2016 11:30
    Highlight Es verwundert mich nicht. Wer von den WK's die Botschaftsbewachung noch kennt erinnert sich. Je nach Turnus stand man noch etwas beschwipst mit der Waffe in der Hand vor einer Botschaft.
    62 3 Melden
    • maxi 22.01.2016 11:34
      Highlight kommt auf den test an, bei urin tests kann gras nur kurz nachgewisen werden...
      10 10 Melden
  • 7immi 22.01.2016 11:29
    Highlight von 600-700 soldaten fiel der test bei 12 personen positiv aus. das heisst, dass sie in den letzten drei monaten drogen zu sich genommen haben. nicht mehr und nicht weniger. man kann also nicht feststellen ob vor oder während dem wk...
    72 10 Melden
    • E7#9 22.01.2016 11:45
      Highlight Doch. Generell gilt Blut=Gegenwart, Urin=Vergangenheit (in der Regel 2-3 Tage). Cannabis bildet eine Ausnahme weil dort nicht der Wirkstoff THC sondern Abbauprodukte gemessen werden (das ist viel länger erkennbar).
      30 2 Melden
    • Mafi 22.01.2016 11:46
      Highlight Die die Kokain auf sich hatten, bei denen ist der Fall jedoch klar :>
      36 0 Melden
  • Yves Steiner 22.01.2016 10:49
    Highlight Ich habe bis Anhin immer viel von den Berichten von Watson gehalten. Jetzt muss ich nun doch etwas loswerden. Wenn ein Schuss aus lauter Dummheit (kann man nicht anders sagen) in den Boden geht kann man nun wirklich nicht von "beinahe ein Toter" sprechen.

    Bitte noch einmal richtig und vor allem SELBER recherchieren.

    Die Gründe für diesen Mini-Skandal rund um das Tessiner Gebirgs-Infanterie Bataillon sind vielseitig. Aber der Hauptgrund ist, dass der Milizdienst nicht mehr ernst genommen wird - wie auch, wenn die Medien und die Bevölkerung das Militär nicht mehr ernst nehmen...
    64 58 Melden
    • Against all odds 22.01.2016 11:03
      Highlight Und woher wissen Sie, dass der Schuss in den Boden ging? Wohl selber recherchiert...
      31 21 Melden
    • Yves Steiner 22.01.2016 11:08
      Highlight Korrekt. Ich habe die Infos aus erster Hand

      Zudem muss ich Ihnen sagen, dass ich mein Geld auch nicht mit dem Publizieren von Nachrichteninhalten verdiene.
      68 13 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 22.01.2016 11:20
      Highlight Scheissegal wo ein Schuss schlussendlich hingeht, jede unkontrollierte, unbeabsichtigte Schussabgabe ist ein potentieller Todesfall.

      Also Yves Steiner, was ist denn genau passiert?
      52 19 Melden
    • Matrixx 22.01.2016 11:25
      Highlight Es gab auch schon Tote durch Schüsse "in den Boden".
      Vorallem wenns eisig ist, kann er abprallen...
      20 21 Melden
    • trio 22.01.2016 11:52
      Highlight Bei einem unbeabsichtigtem Schuss ist diese Schlagzeile durchaus berechtigt, schon ein Abpraller kann schliesslich tödlich sein. Und von wegen Militär ernst nehmen, viele hier waren selber im Militärdienst, wissen also wie es dort läuft.
      23 5 Melden
    • Mnemonic 22.01.2016 12:05
      Highlight tut mir leid aber die CH Armee ist nunmal nicht ernstzunehmen...
      28 26 Melden
    • giguu 22.01.2016 12:23
      Highlight Sorry, ich finde deine Aussage falsch formuliert. Das Militär kann ich eher nicht ernst nehmen... Die Führung in meinen WKs strotzt nur so von Feigheit und Inkompetenz, die gesteckten Ziele zu erreichen. Dafür wird dann einer auf ultra-streng gemacht, weil es die eigene Inkompetenz zu verstecken gilt.
      25 4 Melden
    • Donald 22.01.2016 13:26
      Highlight Alles kann tödlich sein! Damit ein Schuss tödlich ist, muss er schon ganz spezielle Stellen treffen. Daher ist diese Boulevard-Schlagzeile einfach übertrieben.

      Wobei beim Blick wird wohl stehen: "Schiesserei bei Drogenkrieg am WEF: Ist den Soldaten-Junkies noch zu trauen?" xD
      17 2 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 22.01.2016 15:59
      Highlight @Donald: An welcher Stelle von deinem Körper, findest du es akzeptabel von einem Schuss getroffen zu werden? Fuss, Hand, Bein, oder sogar Arm?
      Den Vorfall mit "Alles kann tödlich sein" herunterzuspielen finde ich verwerflicher als zu sagen, es hätte beinahe einen Toten gegeben.
      @Yves Steiner: wir warten noch auf die Story.....
      5 9 Melden
    • Donald 22.01.2016 16:44
      Highlight Die Munition des Sturmgewehrs hat einen sehr geringen Durchmesser und durchschiesst praktisch alles sauber ohne grossen Schaden zu hinterlassen.

      Natürlich wünsche ich das keinem. Aber nur weil es am WEF ist, muss man nicht so eine riesen Drama-Story daraus machen. Das kommt nämlich öfter vor, als man denkt...

      Warum gibt es keine Schlagzeilen, dass einem Fussgänger auf dem Zebrastreifen, der Vortritt genommen wurde? Das ist statistisch vermutlich viel tödlicher!
      10 3 Melden
  • glüngi 22.01.2016 10:49
    Highlight Business as usual.
    Wer schonmal im WK war weiss das dies nichts besonderes ist, es zeigt einfach wie egal es den Soldaten ist und wie ernst sie das ganze nehmen. Ein Kollege von mir war auch schonmal am WEF Stationiert, ausser saufen, kiffen passiert da nichts, eigentlich wird dort nur Party gemacht.

    Ein weiterer Beweis das eine Milizarmee keinen Sinn ergibt.
    77 27 Melden
  • Rukfash 22.01.2016 10:47
    Highlight Es wird sicher nid Kiffet ir Armee :P..hahah
    101 3 Melden
  • azoui 22.01.2016 10:47
    Highlight Den gleichen Drogentest könnte man doch mal in einer Chef Etage durchführen, z.B. bei der CS oder UBS. Wäre sicher auch interessant. Wobei sich dort vermutlich die Delinquenten weniger mit billigem Hanf vergnügen. - Ist natürlich alles rein theoritisch.
    116 4 Melden
  • Mnemonic 22.01.2016 10:46
    Highlight Wie war das noch gleich mit Ueli's "bester Armee der Welt"?
    63 19 Melden
    • trio 22.01.2016 11:54
      Highlight Die hatten einfach #käluscht....
      41 2 Melden
  • Andi Amo 22.01.2016 10:45
    Highlight Wie wurde denn getestet? Je nach Test sind diese Substanzen noch über Monate oder Jahre nachweisbar, wurden also vlt. gar nicht im WK eingenommen.

    Und nur 12 von ca. 650 waren postitiv? Das wären ja gerade mal 1.85 Prozent? Ich hätte gedacht, es wären sicher einige mehr... :-)
    78 9 Melden
    • maxi 22.01.2016 11:08
      Highlight als ich in abverdienen musste warens 42/167 in unsere kompanie... naja mir wars egal, soll jeder machen was er für richtig hält
      29 3 Melden
  • MacB 22.01.2016 10:44
    Highlight Die Ticinesi haben es schon immer etwas lockerer genommen. Das ist wohl in jeder RS so. Manchmal täte uns (Deutschschweizern) ein wenig mehr Gelassenheit auch gut. Aber bei ernsthaften Anlässen täte ihnen wohl etwas mehr Deutschschweizer Mentalität gut. Sind wir froh, ist nichts passiert!
    47 9 Melden
  • Andi Amo 22.01.2016 10:41
    Highlight Armeeabschaff-Befürworte in 3, 2, 1....

    Bitte bedenkt einfach; Wir haben eine Milizarmee und diese ist lediglich der Spiegel der Gesellschaft..
    65 15 Melden
    • Andi Amo 22.01.2016 11:11
      Highlight Bei mir in der RS hatten wir keine Ticinesi, dafür gingen bei uns im Ausgang die Romands bekifft ins Puff, während die Deutschschweizer normal in die Beiz gingen.
      Da merkt man schon gewisse Mentalitätsunterschiede.. :-)
      25 17 Melden
    • maxi 22.01.2016 11:13
      Highlight ist leider so... selten so viele minder bemittelte gesehn wie bei der ticino kompanie.... was für eine katastrophe!
      11 43 Melden
    • trio 22.01.2016 12:02
      Highlight stimmt, ich bin grundsätzlich für eine Milizarmee. Allerdings sollte der Auftrag, die Schweiz zu beschützen weiter gefasst werden. Dann gehört auch auch Abfall im Wald einsammeln, Asylanten unsere Gepflogenheiten erklären etc. dazu. So findet jeder eine Arbeit die zu ihm passt und der militärische Drill wäre auch nicht überall nötig.
      11 18 Melden

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