Schweiz
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«Die Schweiz gilt als Konzertparadies» – 8 Fragen und Antworten zum Neonazi-Aufmarsch

17.10.16, 10:06 17.10.16, 16:11


6000 Rechtsextreme versammeln sich im beschaulichen Toggenburg und feiern ungestört ein Festival. Wie konnte das passieren? Und was bedeutet das? Der Schweizer Journalist und Szenekenner Fabian Eberhard beantwortet die wichtigsten Fragen. 

Warum ist der Anlass eine neue Dimension?

Es gab in der Schweiz immer mal wieder Konzerte mit wenigen hundert Teilnehmern. Doch 6000 Rechtsextreme, das ist eine völlig neue Dimension. Das gab es in der Schweiz noch nie. Auch in Europa kann ich mich in den letzten Jahren nicht an Neonazi-Konzerte dieser Grössenordnung erinnern. Die Teilnehmer reisten aus Deutschland, Tschechien, den Niederlanden, Russland und weiteren Ländern an. 

Was bedeutet es, wenn Events mit solchen Besucherzahlen durchgeführt werden können?

Solche internationalen Anlässe sind für die Vernetzung der Szene enorm wichtig. Die Konzerte werden zum Austausch genutzt und um neue Anhänger zu rekrutieren. Sie fördern das Gemeinschaftsgefühl und stärken die Szene. Dass ein solch riesiges Konzert von den Behörden geduldet wird, gibt den Extremisten zudem das Gefühl, dass ihre Ansichten legitim sind.

Fabian Eberhard 

Der Schweizer Fabian Eberhard ist Journalist und Szenenkenner. Er befasst sich schon seit langem mit dem Thema. Eberhard schreibt für die Sonntagszeitung und ist Autor bei Zeit Online. (feb) 

Weshalb haben die Organisatoren die Schweiz ausgewählt? 

Die Schweiz gilt in der Szene als Konzertparadies. In Deutschland handhaben die Behörden solche Anlässe deutlich restriktiver. Die Schweizer belassen es meist beim Beobachten von Aussen.

Warum sind ländliche Gebiete so beliebt für diese Art von Konzerte?

In ländlichen Gegenden gibt es eher Vermieter, die Hand für solche Anlässe bieten. Zudem wollen die Rechtsextremen unter sich bleiben. Ohne ein Grossaufgebot der Polizei und ohne linke Gegenproteste.

Wie eng ist die Zusammenarbeit in der Szene zwischen der Schweiz und Deutschland?

Es gibt eine punktuelle Zusammenarbeit. Das meiste läuft über freundschaftliche Kontakte. Insbesondere zwischen Schweizer und deutschen Aktivisten von Blood and Honour, die den Anlass organisierten und in Deutschland verboten sind, bestehen enge Verbindungen.

Die Polizei redet von einem Rockkonzert und bestätigt nicht, dass Neonazis in Unterwasser gewesen sind. Was für Leute waren wirklich anwesend? 

Zumindest Rechtsextreme. Der Veranstaltungsort war bis zuletzt geheim. Nur Leute, die stark im rechtsextremen Milieu vernetzt sind, hatten Kenntnis vom Konzert. Die Bands stammen allesamt aus der militanten Neonazi-Szene. Bilder zeigen zudem einschlägiges Klientel.

Wie könnte man in Zukunft geschickter umgehen mit solchen Zusammenkünften?

Das Problem ist, dass die Gemeinde den Anlass bewilligte. Das darf nicht passieren. Die Polizei beobachtete dann nur. Ins Innere der Halle ging sie nicht. Kein Wunder also, dass keine Verstösse gegen die Rassismusstrafnorm festgestellt wurden. Die Bands hetzen in ihren Songs offen gegen Ausländer und Linke und rufen zur Gewalt gegen Andersdenkende auf. Das passierte sicher auch in Unterwasser.

Hat die Schweiz die Szene im Griff?

Ja. Aber bei all dem Fokus auf den Islamismus wäre es wichtig, die rechtsextreme Szene nicht aus den Augen zu verlieren. Insbesondere in den umliegenden Ländern erstarkt die rechtsextreme Szene seit Jahren. In Deutschland brennen mittlerweile täglich Asylunterkünfte. Auch in der Schweiz gibt es rund 1000 gewaltbereite Rechtsextremisten. Die Stimmung kann schnell kippen.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • zigi97 18.10.2016 12:45
    Highlight Ganz ehrlich: ich sehe das Problem nicht. Es war ein friedliches Konzert, niemand wurde verletzt oder angegriffen.

    Entweder es gibt Meinungsfreiheit oder es gibt keine. Wenn man Meinungsfreiheit haben will, dann sollen alle ihre Meinung äussern, auch wenn sie noch so dumm und uninformiert oder deutsch gesagt scheisse ist (was auf fie neonazis durchaus zutrifft). Meinungsfreiheit ist die Freiheit gerade auch solche Meinungen äussern zu dürfen, sonst ist sie wertlos.
    2 4 Melden
  • MaxHeiri 17.10.2016 23:58
    Highlight Entweder man verbietet alles das mit Gewalt gegen Andere aufruft (Nazis, Islamisten, Marxisten) oder man lässt es sein. Diese Frage wird unsere Generation beschäftigen.
    Mein Vorschlag ist, dass solche die Kinder nach Syrien schicken, Migranten jagen oder das Eigentum von anderen zerstören auch bestraft werden sollten.
    9 5 Melden
    • Fabio74 18.10.2016 08:20
      Highlight Tut hier aber nichts zur Sache. Thema sind Nazis
      6 4 Melden
  • Muster Mustermann 17.10.2016 22:19
    Highlight Nach dem Konzert zieht die Karawane weiter zur Albisgüetli-Tagung.
    10 14 Melden
    • Roterriese 18.10.2016 13:00
      Highlight jo wie die Linksextremen in Bern nach dem Verwüsten der Stadt noch schnell in der Reithalle ein Bier trinken gehen und danach an den SP und JUSO Parteitag gehen.
      2 2 Melden
    • Muster Mustermann 20.10.2016 07:53
      Highlight Ok, sonst kein besseres Argument gefunden? Wieso der Vergleich mit der SP? Vorurteile? Erinnert mich stark an die Antworten der SVP. Die argumentieren auch wie Kindergärtner.
      1 0 Melden
  • -woe- 17.10.2016 16:06
    Highlight Ist Gölä eigentlich auch in Unterwasser aufgetreten?
    67 14 Melden
    • Mia_san_mia 17.10.2016 17:20
      Highlight @-woe-: Das Thema iat echt nicht lustig, es ist schlimm das es bei uns in der Schweiz einen solchen Anlass gegeben hat. Was Gölä erzählt ist auch nicht gut, aber den muss man jetzt auch nicht bringen.
      8 23 Melden
    • Sillum 18.10.2016 11:13
      Highlight Das ist wieder ganz typisch. Alles was nicht ultralinke daherkommt wird mit der Nazikeule gebodigt
      6 6 Melden
    • Fabio74 18.10.2016 12:48
      Highlight @Sillum: alles was Nazis sind (siehe Unterwasser) sind als Nazis zu bezeichnen.
      Hätte auch andere Begriffe dafür. Denke nicht, dass mein Kommentar erscheinen würde
      3 0 Melden
  • Sillum 17.10.2016 14:49
    Highlight Beim Koch-Areal wird jeder Gesetzesbruch toleriert. Hier herrschen jedoch ganz andere Massstäbe. Warum nur, Gesetz ist doch ganz einfach Gesetz.
    28 71 Melden
    • Fabio74 17.10.2016 16:18
      Highlight Weil Aufruf zu Mord und Verherrlichubng von Gewalt und Vernichtung eine andere Dimension haben als Lärm und Sachbeschädigungen von Idioten
      48 11 Melden
  • Lowend 17.10.2016 13:47
    Highlight Es waren die Mitläufer, die einen Hitler an die Macht brachten und genau diese Mitläufer, die sich nicht glasklar gegen diese braune Pest stellen, sondern diese Mörder und Rassisten verharmlosen und verniedlichen, indem sie Whataboutism in Reinkultur betreiben und über die Linken diskutieren, sind die eigentliche Gefahr, denn durch solche Gesellen werden Rechtsextreme salonfähig, weil hier Mitglieder der Gesellschaft ganz offen Sympathie und Mitgefühl für ihre lieben Nazis von nebenan bekunden.
    106 17 Melden
  • Denk nach 17.10.2016 13:22
    Highlight Mir ist es ehrlich gesagt lieber, die machen das irgendwo auf dem Land, in einer Industriehalle und bleiben unter sich, als das sie plötzlich an open-air oder anderen Konzerten zu hundertschaften auftauchen. Das würde dann zu den obligatorischen Massenschlägereien, Polizeieinsatz, und Demonstrationen von den ach so friedlichen Linken führen.... Und mir so ziemlich das Konzert versauen.

    Verstossen sie gegen das Gesetz, einfach anzeigen.

    Verhindern wird wohl nicht möglich sein, ansonsten gibt's dann illegale Partys in der Öffentlichkeit oder in besetzen Häusern. Auch nicht gut!
    21 87 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 17.10.2016 13:35
      Highlight Ich gebe dir recht! Allerdings werden genau solche Veranstaltungen genutzt um Netzwerke zu bilden und sich zu organisieren, was bei Schlägereien auf einem öffentlichen Festival kaum möglich wäre. Auch wenn ich solche Schlägereien schlimm fände, hätten sie wenigstens den positiven Effekt, dass sie zu einem Aufschrei führen. Bei den ruhigen Veranstaltungen auf dem Land heisst es lange "die tun ja niemandem was" und plötzlich sind sie ein riesiges, organisiertes Netzwerk, weil niemand hinschaut. Die Langzeit folgen wären also vielleicht schlimmer.
      48 5 Melden
    • Denk nach 17.10.2016 13:54
      Highlight Richtig, es ist meines Erachtens einfach fraglich, ob Repression zielführend ist. Oftmals hat es doch einen gegenteilige Effekt. Meines Erachtens hilft hier nur Bildung und Aufklärung.
      20 1 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 17.10.2016 14:29
      Highlight Genau. Bildung und Aufklärung ist aber schwierig, wenn betroffene Gemeinde sowie die Öffentlichkeit das Ausmass eines solchen Anlasses erst dann erkennen, wenn er bereits begonnen hat. Hier wäre mehr Wissen im Voraus nötig.
      18 3 Melden
    • MLISlC 17.10.2016 16:45
      Highlight Ich glaub's nicht....
      Jahrzehnte lang wird mit Repression gegen die Linken vorgegangen, mit immer grösseren Gewaltausbrüchen. Und Ihren Aussagen entnehme ich keine Entkriminalisierung linker Gruppen.
      Aber bei Neo-Nazis, Menschen die Ihren politischen Gegner den Tod androhen, sollte man umsichtiger sein? Geht's noch?
      Verhindern ist meist möglich, die Antifa macht's vor
      16 7 Melden
    • Denk nach 17.10.2016 17:54
      Highlight Ich kann Ihnen nicht folgen. Einfach zum klarstellen:

      1. Ich bin grundsätzlich gegen jegliche Art von Extremismus und Gewalt.

      2. Will ich Versammlungen von Extremisten und kann man diese verhindern? Nein....

      3. Soll ich wählen zwischen einer geheimen Versammlung im knowwhere oder öffentlich in der Stadt, nehme ich das knowwhere... Da gewaltfrei und nachher nicht die halbe Stadt brennt.

      PS: Für die schwarzen Block Verehrer hier drin, wischt vor der eigenen Haustüre. Verbrechen ist Verbrechen.

      http://m.srf.ch/news/international/der-begriff-linksextreme-wird-nur-ganz-selten-gebraucht

      8 9 Melden
    • Fabio74 17.10.2016 18:15
      Highlight Aber man kann jede Veranstaltung stören. Kontrollen machen. Bis die genug haben
      7 3 Melden
  • Hierundjetzt 17.10.2016 13:19
    Highlight Hoffentlich kommt das nicht mehr vor. Versagen des Staates auf der ganzen Linie.

    Das wir aber auch eine Unterdeckung an Polizeipersonal haben, ist Tatsache. Doofe Konzerte oder Überfälle auf Polizeiposten (Bern), beides lässt sich mit dieser Tatsache begründen.

    Ich will kein Polizeistaat aber auch keine braunen Konzerte mehr
    34 17 Melden
  • pamayer 17.10.2016 13:08
    Highlight war nicht in einem watson artikel die rede davon, dass die kapo st gallen detailliertere unterlagen über den anlass erhalten haben soll?
    18 5 Melden
  • Lowend 17.10.2016 13:07
    Highlight Wenn man liest, wie salonfähig diese braune Pest in der Schweiz ist, muss man den rechtsnationalen Populisten fast schon dazu gratulieren, dass sie durch ihre tägliche Dauerpropaganda den braunen Boden derart kräftig durchgepflügt hat, dass die Saat des Rechtsextremismus in der Schweiz offensichtlich prächtig gedeiht!
    100 21 Melden
  • andrew1 17.10.2016 13:00
    Highlight Was ist das Problem? Es war ein Rockkonzert, die Besucher waren friedlich. Ihre recht Einstellung hat also zu keinen Vorkommnissen geführt, wo die Polizei hätte eingreifen müssen. Das ganz im Gegensatz zu den linken Randalierern in Zürich und in Bern. In der Berner Linken-Szene bei der Reitschule darf ja die Polizei nicht einmal einem schwerverletzt auf dem Platz liegenden Mann helfen, ohne angepöbelt und mit Knallköpern und Flaschen beworfen werden. Rechtsextreme und linksextreme sind beide schlecht. Aber die linksextremen keinen deut besser oder weniger gefährlich.
    37 120 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 17.10.2016 13:08
      Highlight Grundsätzlich hast du recht, bedenklich jedoch ist, dass in der Halle scheinbar wiederholt gegen das Rassismusgesetz verstossen wurde.
      Dass diese Stimmung fröhlich in der Halle vor sich hinbrodeön kann macht mir sorge. Es wäre gut gewesen, wenn wenigstens etwas mehr Aufmerlsamkeit den Parolen in der Halle gegeben worden wären, damit wir jetzt wenigstens wüssten, womot wir es gebau zu tun haben. Hätten Behörden und Vermieter etwas besser hingeschaut, wäre dies VIELLEOCHT möglich gewesen.
      38 8 Melden
    • Rendel 17.10.2016 13:14
      Highlight Die rechtsextreme Einstellung führt täglich zu Vorkommnissen. Es war auch bestimmt nicht einfach ein Rockkonzert.
      Vielleicht lesen sie den Artikel noch, da wird geschrieben, wozu diese Treffen dienen. Wenn sie meinen, dass man solchen Leuten eine Plattform dazu geben muss, dann sind sie mitverantwortlich, wenn es immer mehr werden und noch schlimmeres passiert.
      50 15 Melden
    • BigE 17.10.2016 13:18
      Highlight @GK: wenn die Polizei mal in die Reithalle hinein käne, könnten VIELLEICHT auch dort Gesetzesverstösse aufgedeckt werden.

      Beide Szenen gehören gehören genaustens beobachtet!!!
      26 33 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 17.10.2016 13:28
      Highlight Bige, genau das habe ich gemeint als ich sagte, dass du grundsätzlich Recht hättest :)
      Interessant an deinem Vergleich ist trotzdem: um welche Gesetzesverstösse würde es sich den IN der Reithalle handeln? Randalieren wohl kaum, Gewalt in der Reithalle selbst kommt auch kaum vor, d.h. Es handelt sich wahrschinlich hauptsächlich um Drogendelikte. Diese werden am Nazifestival zweifellos auch vorhanden sein. Das heisst, dass bei dem Nazis im Vergleich zu den Linken zusätzlich der Verstoss gegen das Rassimusgesetz dazu kommt.
      35 5 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 17.10.2016 13:30
      Highlight Ausserdem habe ich gar nicht explizit von Beobachtung durch die Polizei gesprochen. Auch Medienberichte aus der Halle selber fehlen mir, denn nur so kann sich die Bevölkerung ein Bild machen, was dort tatsächlich Sache war. Doch der Anlass wurde unterschätzt und es waren kaum Beobachter vor Ort. Dies ist jedoch in der Reitschule gar kein Problem. Der Vergleich hinkt irgendwo ein bisschen.
      18 5 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 17.10.2016 15:02
      Highlight H.L. Mencken, was hat Ihr Kommentar mit dem Artikel zu tun? Das einzige, was die beiden gemeinsam haben, ist, dass zu Hass aufgerufen wird. Allerdings handelt es sich beim Koran keinesfalls um illegale Inhalte, Rassistische Aussagen hingegen sind es. Dazu kommt, dass Organe wie Polizei und Medien sehr wohl über die Lies! Aktionen informiert sind. Gerade in diesem Kommentar Thread geht es darum, dass diese Organe eben genau NICHT von genügend informiert sind. Der Vergleich hinkt also.
      20 4 Melden
  • Tatwort 17.10.2016 12:48
    Highlight Man muss nur die Begriffe "Neonazis" und "Rechtsextreme" durch "Islamisten" ersetzen, und dann sieht man, was all die Verharmloser sind: Willfährige, im besten Fall naive Unterstützer einer gewalttätigen, menschenverachtenden Ideologie.
    69 16 Melden
  • sanmiguel 17.10.2016 12:39
    Highlight Mehrere Busse, voll mit rechtem Gesindel, fallen an der Grenze gar nicht mehr auf... Das gibt mit gerade am meisten zu denken...
    84 17 Melden
    • Judge Dredd 17.10.2016 14:54
      Highlight Die Grenzen gelten nur noch für Güter. Seit Schengen und der PFZ hat die Schweiz einzig an den Flughäfen Grenzkontrollen.
      9 2 Melden
  • Gelegentlicher Kommentar 17.10.2016 12:26
    Highlight War eigentlich kein einziger Berichterstatter vor Ort? Muss ja nicht gleich eine gefährliche Undercoveraktion mitsamt Verkleidung sein, aber normalerweise sind ja auch bei viel kleineren Veranstaltung Journalisten vor Or.
    21 21 Melden
  • Hinkypunk 17.10.2016 12:25
    Highlight Wirklich erschreckend wie diese Neonazis in Kommentar-Feldern bei den gängigen Schweizer unterstützung erhalten und das ganze schön geredet wird. Und wenn man solche Kommentare lesen muss wird es einem einfach nur schlecht:

    "V.a. Deutschland braucht mal wieder einen starken Mann der aufräumt und Ordnung schafft! Auch viele Deutsche denken so, dürfen es aber noch nicht laut sagen...."

    Ich hoffe das sind nur ein paar ganz wenige frustrierte Menschen, die in ihrem Leben versagt haben und deshalb die Schuld bei wem anderem suchen und sonst nur die Faust im Sack machen.
    92 14 Melden
  • Fumo 17.10.2016 11:14
    Highlight Was ich mich frage ist: Wie können Menschen mit nationalistischen Gedankengut mit gleichdenkenden Menschen aus anderen Ländern klarkommen?
    Ich meine, wäre ich einen niederländiischen oder russischen Nazi, dann könnte ich doch nicht im selben Raum mit deutschen Nazis feiern. Sie wollten doch meine Nation einnehmen und meine Bevölkerung vernichten ("meine" steht immer noch in hypothetischer Sicht, da hier ja viele Trolle gerne Rhetorik anwenden ;) ).
    Und plötzlich sind alle Freunde?
    128 19 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 17.10.2016 11:32
      Highlight Das ist die neue Internazionale. Andererseits war es auch beim 3 Reich so das andere Länder aus Osteuropa sie unterstützten, Ungarn, Rumänien, Kroatien, Italien etc. nicht wirklich überraschend.
      68 3 Melden
    • stef2014 17.10.2016 11:34
      Highlight Das deutsche Reich wurde auch von einem Österreicher angeführt der selbst so gar nicht in das arische Idealbild passte. ;)
      73 4 Melden
    • Ano Nym 17.10.2016 11:35
      Highlight Dein fehler ist dass du logisvh denkst
      98 3 Melden
    • Hinkypunk 17.10.2016 12:40
      Highlight Die verbüdern sich solange solange man noch gemeinsame Feinde (Ausländer, Linke, etc) haben.

      Wäre dieser Feind besiegt, würden die sich untereinander selbst zerfleischen, weil jede Gruppe sich als Herrenrasse sieht.
      20 3 Melden
    • Slowslam 17.10.2016 22:48
      Highlight Verwechsle nicht den Nationalsozialismus mit dem Nationalismus, Ein Neonazi ist nicht zwingend Nationalist, sowie es auch umgekehrt nicht. Grundlegend ist z.B. die Haltung zur Demokratie, die lehnen übrigens extrem links wie auch extrem rechts ab. Beides sehr gefährlich...
      6 3 Melden
  • phreko 17.10.2016 10:56
    Highlight Parteitage der NSDAP waren auch friedlich.
    111 12 Melden
  • Paul_Partisan 17.10.2016 10:27
    Highlight Schade wusste mensch erst so spät über das "Festival" Bescheid. Mit gezielten Aktionen hätte der Anlass wohl problemlos verhindert werden können.
    53 59 Melden
    • Fumo 17.10.2016 10:42
      Highlight Was für "gezielte Aktionen" denn und wie "problemlos verhindern"?
      57 15 Melden
    • Maragia 17.10.2016 10:55
      Highlight Er meint wohl so blöde Aktionen von linken Faschos, nur damit diese dann genau gleich doof dastehen wie die Nazis!!
      Im Sinne von: "Komm wir bekämpfen etwas idiotisches mit etwas idiotischem"!
      100 57 Melden
    • Sapere Aude 17.10.2016 11:01
      Highlight Fumo, beispielsweise mittels Leserbriefe und Beschwerden an den Vermieter. Wenn das nicht funktioniert eine Demonstration organisieren, damit solche Events nicht unkommentiert bleiben.
      66 20 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 17.10.2016 11:06
      Highlight Nein, oft reicht nur schon öffentlicher Druck auf Vermieter / Behörden
      57 11 Melden
    • RomT 17.10.2016 11:07
      Highlight Linke Faschos?
      56 16 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 17.10.2016 11:27
      Highlight @kettcar, hätten die Behörden davon vorher gewusst wäre das eine Option gewesen.
      12 2 Melden
    • Divina Commedia 17.10.2016 11:43
      Highlight Gezielte Aktionen klingt gut -aber dafür musst du erst wissen dass ein solcher Anlass geplant ist.
      10 4 Melden
    • stef2014 17.10.2016 11:53
      Highlight Der Veranstaltungsort wurde offenbar erst ab 16.30h bekannt gegeben. Mit gutem Grund natürlich. Und ehrlich gesagt bin ich froh darüber. Gegenaktionen vor Ort hätten wohl zum totalen Chaos geführt. Gepatzt haben die Vermieter und die Gemeinde. Jetzt findet aber eine Auseinandersetzung damit statt, und das ist gut so. Erschreckend ist nur, wie viele Menschen in sämtlichen Online-Portalen diese Veranstaltung gutheissen.
      41 6 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 17.10.2016 12:28
      Highlight Fumo, nur schon eine bessere Berichterstattung der Medien wäre wünschenswert gewesen.
      11 3 Melden
    • Fumo 17.10.2016 12:40
      Highlight Davor? Sollen nun die Medien alle Events tracken und auf mögliche "Ungereimtheiten" prüfen?
      8 6 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 17.10.2016 13:01
      Highlight Fumo, nein, die Medien sollen einfach nur Bericht erstatten. Wenn normalerweise bei jedem noch so kleinen Festival ein Journalist vor Ort ist, der Besucher oder sogar Veranstalter interviewt, so wäre es bei dieser grossen Veranstaltung auch angebracht gewesen.
      Dies gäbe der Bevölkerung die Möglichkeit, sich ein Bild davon zu machen. Dass dies nicht geschehen ist zeugt davon, dass der Event unterschätzt wurde.
      7 4 Melden
    • stef2014 17.10.2016 13:30
      Highlight Plomaha, ich pflichte dir grundsätzlich bei. Aber hier muss ich etwas von meiner Linie abweichen. Neonazis kein Verbot aufzuerlegen ist für mich praktisch gleichbedeutend mit gutheissen, mind. aber mit akzeptieren. Auch wenn mir bewusst ist, dass eine solche s/w-Argumentation nicht ganz korrekt ist. Und auch wenn ich sonst gegen übermässiges Verbieten bin. In meiner Wahrnehmung erfüllt diese Szene, aber v.a. die Liedertexte, jede moralische Voraussetzung für ein Verbot, spät. ab dieser Grössenordnung. Mich schockiert die steigende Akzeptanz und Salonfähigkeit solch extremer Gesinnungen.
      13 2 Melden
    • stef2014 17.10.2016 14:11
      Highlight Moment. Ich bin nicht für ein Gedankenverbot, habe ich so nie gesagt. Aber wenn man gewisse Gedanken öffentlich propagiert wird's eine Frage des öffentlichen Interesses. Da liegt der Unterschied. Was ich meinte ist, dass unser Gesetzt wohl einfach nicht weit genug geht. Im Klartext: Wo Meinungsfreiheit aufhört ist nicht so eindeutig wie man hier sieht. *Für mich persönlich* hat sie in Unterwasser längst aufgehört. Für andere nicht. OK, reden wir darüber. Wenn z.B. 5 Glatzenkiddies in der Stube Mein Kampf lesen und HH skandieren, dann ist das traurig, aber keine Sache der Öffentlichkeit.
      5 0 Melden
    • Paul_Partisan 17.10.2016 15:38
      Highlight Gezielte Aktionen = Information an Vermieter, Hinweis an Medien etc. Und wenn das alles nichts genützt hätte, hätte man zu einer Demo vor Ort aufrufen können. Kein Fussbreit dem Faschismus! Wer nicht versteht warum, soll seine Grosseltern fragen!
      10 9 Melden
    • Fumo 17.10.2016 16:11
      Highlight Eine Gegendemo wäre zurecht niemals bewilligt worden und euren Style es trotzdem zu machen hätte die Situation eskalieren lassen, verstehst du das?
      Kein Fussbreit den Nationalismus (ich unterscheide da zum Faschismus), ja. Hirnlos AntiFa sein, NEIN! Und ein Gehirn ist definitiv dass was in beiden Lagern fehlt. Denn auch wenn ihr eigtl. für die gerechte Seite in dieser Angelegenheit kämpft, um Bildung schert ihr euch genau so wenig wie die Nazis. Lieber Häuser besetzen, in Parks rumhängen und Leute dumm anpöbeln die euch keinen Stutz geben wollen.
      6 2 Melden
    • Slowslam 17.10.2016 22:51
      1 0 Melden
    • Paul_Partisan 18.10.2016 08:37
      Highlight @DeusVult: Lass dir gesagt sein: als Anarchist verabscheue ich die Kommunisten wohl mehr als du selbst. In den Gulags und Gefängnissen der Kommunisten krepierten tausende Anarchisten. Begreife doch bitte, dass nicht jeder Linke ein Kommunist ist.
      Und noch ein kleines Detail am Rande: mit dem Verrat am spanischen Widerstand gegen das faschistische Franco Regime kooperierten ebendiese Kommunisten unter Stalins Einfluss mit dem Faschismus. Niemals werden wir diesen Verrat vergessen.
      4 2 Melden
    • stef2014 18.10.2016 09:10
      Highlight Plo, wenn es um Meinungsfreiheit geht, bin ich der erste, der sich dafür einsetzt. Bildung und Aufklärung ebenso. Aber ich bin vorsichtig geworden, gewisse Dinge zu romantisieren. Es gibt trotz Meinungsfreiheit Werte und Menschen, die geschützt gehören. Dafür sind Gesetze entstanden, dafür ist eine MRK entstanden (nach WW2). Ganz ohne Kontrollinstanzen geht es nicht. Und punktuell gilt es die Verhältnismässigkeit über eine absolute Anwendung von Gesetzen, aber auch Rechten zu stellen. Beides darf nicht statisch bleiben, sondern müssen sich entwickeln. 6K Neonazis sind so ein Fall. Für mich.
      2 0 Melden
    • stef2014 18.10.2016 13:25
      Highlight "Wer behauptet, Meinungsfreiheit höre irgendwo auf, der täuscht. Bei Taten ja, aber nicht bei Worten und Gedanken. "

      Eben. Denn nach meiner Auffassung waren das eben nicht nur Worte und Gedanken, sondern Taten. Gewalt hat unterschiedliche Gesichter, nicht nur Fäuste und Waffen. Wenn eine Meute aufgestachelt wird mit teils verbotenen (!) Texten, sind das keine Meinungsäusserungen mehr, sondern Taten.
      1 0 Melden
  • stef2014 17.10.2016 10:25
    Highlight Nr. 2 ist die zentrale Frage in dieser ganzen Thematik. Die Leute, die sagen es sei nicht illegal gewesen, es sei friedlich geblieben etc. vergessen, dass sich auch in einem friedlichen Ambiente solche Ideologien verbreiten lassen und für Rekrutierungen genutzt werden können.
    87 12 Melden
    • Maragia 17.10.2016 10:56
      Highlight Ja, das ist aber bei vielen Sachen leider der Fall (vgl. z.B. die Lies-Aktionen!!)
      Aber wir müssen uns leider an die Schweizer Gesetze halte..
      15 25 Melden
    • Madison Pierce 17.10.2016 11:00
      Highlight Das ist leider richtig, aber da können die Behörden nichts dafür. Gefragt wäre der Gesetzgeber.

      Bei uns geht die Meinungsfreiheit sehr weit. Besonders im "privaten Rahmen" einer Veranstaltung kann man fast alles sagen.

      Sogar der Hitlergruss auf dem Rütli ist legal, solange man nur "seine Meinung äussert" und nicht versucht, den Nationalsozialismus zu verbreiten (siehe http://www.nzz.ch/schweiz/der-hitlergruss-ist-nicht-verboten-1.18306866).

      Die Neonazis sind nicht mehr so dumm, mit verbotenen Waffen aufzumarschieren und Krawall zu machen, deshalb sind der Polizei die Hände gebunden.
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    • stef2014 17.10.2016 12:02
      Highlight Na ja, erst kürzlich hat doch Schlieren ein Konzert gestrichen, weil der Sänger (Thompson oder so was ähnliches) faschistische Inhalte verbreitet. Hier hat man die Behörden vorsätzlich getäuscht ("Schweizer Nachwuchsbands") und Bands auftreten lassen, deren Texte sehr eindeutig sind.

      Unmöglich wäre es nicht. Man hätte es nur vorher wissen müssen. Wieso dann der Anlass trotz offensichtlicher Irreführung der Behörden trotzdem durchgeführt werden kann, bleibt offen. Vielleicht aber auch aus Angst vor einer Eskalation.
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  • Ingolmo 17.10.2016 10:12
    Highlight Was ich auch schrecklich finde, wie in den Kommentaren des Blicks, 20 min und auf der Homepage vom SRF die Nazis offen in Schutz genommen werden.
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    • w'ever 17.10.2016 11:03
      Highlight solche anlässe von irgendwelchen kleingeistern finden doch jede woche irgendwo statt. saubannerzug, marsch fürs läbe, diverse religiöse "feiern".
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    • stef2014 17.10.2016 12:06
      Highlight Du rechtfertigst einen Aufmarsch von 6000 Glatzen, die zu Faschotexten von einschlägigen Bands Hitler, Gewalt, Rassismus, Mord, Krieg und Totschlag gutheissen mit "Marsch fürs Läbe"??? Fehlt da das Ironie-Schild oder dein Ernst?
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    • sheimers 17.10.2016 12:10
      Highlight Blick und 20min sehen sich offenbar als Sprachrohr von diesem Pack, anders kann ich mich nicht erklären, dass dort solche Äusserungen geduldet werden. Ich lese deshalb diese Zeitungen auch kaum noch, zum Glück haben wir mit Watson nun eine gute Alternative.
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