Schweiz
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Band Mordkommando. Screenshot: Youtube

Auf dem Album «Schwarze Liste» droht die Band Mordkommando Juden mit Mord. screenshot: youtube

«Bomben auf Wiedikon» – Israelitischer Gemeindebund zeigt Neonazi-Band an

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) hat eine Anzeige wegen Rassendiskriminierung eingereicht. Im Fokus stehen Songs der Band Mordkommando.



Vergangene Woche machte die «Schweiz am Sonntag» publik, dass die Schweizer Band Mordkommando in ihren Songs gegen Schweizer Prominente – aber auch gegen Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Zürich hetzt. Jetzt hat der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) bei der Zürcher Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Rassendiskriminierung eingereicht, wie der «Tages Anzeiger» schreibt. Dies gegen Unbekannt – bislang ist unklar, wer hinter der Band Mordkommando steckt.

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Explizit antisemitisch ist das Lied «Bomben auf Wiedikon» aus dem Jahr 2014. Es handelt von der Zerstörung des Zürcher Quartiers, in dem viele orthodoxe Juden leben. Ein weiterer Song widmet sich dem Zürcher Anwalt und SIG-Präsidenten Herbert Winter. «Du Judensau sollst endlich sterben», schreit ein Unbekannter ins Mikrofon. Er sei «einer von vielen, die bald auf der Schlachtbank liegen» würden. Daraufhin ist zu hören, wie weitere Exponenten der SIG bedroht werden.

Herbert Winter, SIG-Präsident. Foto: Keystone

Die Band will, dass der SIG-Präsident Herbert Winter stirbt. foto: keystone

Der SIG-Generalsekretär Jonathan Kreutner betont gegenüber dem «Tages Anzeiger»: «Wir sind uns bewusst, dass die Neonazis die Medienpräsenz, die mit ihren Provokationen einhergeht, für ihre Zwecke nutzen wollen.» Doch habe sich die Band mit ihrer Hetze und den Morddrohungen gegenüber Exponenten des SIG strafbar gemacht. (rwy)

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