Schweiz
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Dieser Flyer wurde an der Fasnacht in Mümliswil verteilt. bild: az

Rassistisches Flugblatt an Schweizer Fasnacht verteilt – ist das noch Narrenfreiheit?

«Ihr effizienter Partner für eine saubere Schweiz»: Ein fremdenfeindliches Flugblatt im Solothurnischen ist mehr als geschmacklos. Wo liegt die Grenze des närrischen Humors?

Sven Altermatt / az



Es ist ein Satz, der nicht nur bei Verfechtern des ehrlichen Wortes beliebt ist: «Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.» An der Fasnacht ist dieses Credo erst recht nicht wegzudenken. Das närrische Treiben bietet eine Ventilfunktion, um auf Sorgen der Bevölkerung hinzuweisen. Die Übergänge zwischen beissender Satire, banaler Geschmacklosigkeit und blanker Diskriminierung sind oft fliessend.

Aber wo hat der Humor seine Grenze? Ein aktueller Fall aus dem solothurnischen Mümliswil zeigt, wie mancherorts die Hemmschwelle gesunken ist, sich öffentlich gegen die Menschenwürde zu äussern. Am Wochenende sorgte hier das Flugblatt einer Clique für Empörung. Junge Männer zogen maskiert und als Putzmänner verkleidet durch die Fasnachtshochburg im Guldental. Die Gruppe nannte sich «Spastrim-Clean», Zeugen zufolge zählte sie sechs bis acht Mitglieder.

Das Motto der Clique: «Ihr effizienter Partner für eine saubere Schweiz.» Was das heisst, verdeutlicht der Flyer, den die Mitglieder vor den Fasnachtslokalen verteilten. Auf dem Papier ist die Rede von «Hauptkrankheiten»: «Syritis» etwa sei «häufig in Booten» anzutreffen, und «wegen Stacheldraht» seien die Kleider der Betroffenen meist zerschnitten. «Gefahren: Wollen Geld für ihre Anwesenheit.» Derweil sei «Negritis» («sehr grosser Lümmel») gefährlich, «da in der Nacht unsichtbar». Was tun dagegen? «Spastrim-Clean» verspricht Abhilfe: «Falls Sie so ein Exemplar sichten, bitte sofort bei uns melden.»

Verurteilung wegen Fasnachtsblatt

Das Guldentaler Fasnachtskomitee (GFK) organisiert die Feierlichkeiten im Mümliswil. Auf Anfrage der «Nordwestschweiz» betonen die Verantwortlichen: Man habe von der Verteilung des Flugblattes nichts mitbekommen, hätte die Aktion aber nicht toleriert. Zu den Urhebern ist dem GFK nichts bekannt.

Es gehört zur Fasnacht, mit Klischees zu spielen. Stereotype Kostüme haben Tradition. Verkleidungen im Stil von vermeintlich exotischen Völkern sind oft harmlos und zeugen eher von Fantasielosigkeit. Xenophobe Parolen wie auf den Flugblättern in Mümliswil gehen aus Sicht von Fachleuten allerdings zu weit.

Für Dominic Pugatsch von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus ist klar: «Eine gewisse Narrenfreiheit besteht. Eine solche Aktion aber ist geschmacklos und hässlich.» Die Fasnacht biete vielen ein Ventil, um ein Unbehagen auszudrücken. Aber dieses dürfe man nicht ausnützen, um Menschen zu diffamieren. Erst recht nicht, weil das Flugblatt «alte und dumpfe Klischees» bediene.

Umfrage

Ist das noch Narrenfreiheit?

  • Abstimmen

4,435 Votes zu: Ist das noch Narrenfreiheit?

  • 24%Ja, das geht schon.
  • 76%Nein, da wurde die Grenze überschritten.

Felix Rudolf von Rohr hat sich wohl wie kein zweiter in der Schweiz mit der Narrenfreiheit und ihren Schranken beschäftigt. Der ehemalige Obmann des Fasnachts-Comités in Basel sagt, plumpe Beleidigungen und primitive Witze seien verpönt. Die Kernaufgabe der Fasnacht sei die Hofnarren-Rolle: «Sie muss auf politische Entwicklungen reagieren, persiflieren und den Spiegel vorhalten.»

Rassismus ist auch an der Fasnacht tabu. Zu diesem Schluss kam im Jahr 2003 das Baselbieter Strafgericht, als es die Macher einer Fasnachtszeitung wegen Verletzung der Anti-Rassismus-Strafnorm verurteilte. Über Asylsuchende war darin unter anderem zu lesen, sie kämen aus dem Dschungel. Der Text verletze so die Menschenwürde, fanden die Richter. Ein wegweisendes Urteil für Fasnächtler im ganzen Land. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fraggle 01.03.2017 10:15
    Highlight Highlight Rassistischen Idioten nimmt man am Besten mit intelligentem Humor den Wind aus den Segeln

    http://egora.uni-muenster.de/FmG/fremdenfeindlichkeit/bindata/f_s04_1_broesel.gif
  • gondwana 01.03.2017 04:35
    Highlight Highlight wie oft muss man das noch wiederholen, in der Schweiz gibts KEIN Rassismus, hier gibts nur "Meinungsfreiheit". Auch ist ein Idiot der am 1. May aus lauter Blödheit ein Stein in die Fensterscheibe eines Ladens schmeisst ,ist für die CH tausend mal gefährlicher als ein vorsich hin siechendes 50 Jahre altes KKW oder die zersetzende Kraft der vereinigten Rechten dieses Landes. Schwiizer Logik gäu
  • baba_schwiiz 01.03.2017 01:42
    Highlight Highlight Bin Ausländer und musste lachen.
    Und nebenbei : Es gibt viel schlimmere Formen von Rassismus & "patriotischer Stolz" in Form v. Gesten und Verhalten als das Blättchen da. Aber Mann kann sich die Welt auch ziemliche schön reden...
  • Mia_san_mia 28.02.2017 22:57
    Highlight Highlight Auch an der Fasnacht gibt es Grenzen. So etwas geht gar nicht!
  • Kurt Bucher 28.02.2017 17:23
    Highlight Highlight Darüber regen sich nur die Linksextremen Hausbesetzer auf...
    • pamayer 28.02.2017 18:06
      Highlight Highlight Und was, wenn sich nicht nur Hausbesetzer darüber aufregen? Und wenn zu diesem Thema sogar ein gültiges Gerichtsurteil vorliegt?


      Manchmal kann etwas Denkvermögen vorher nicht schaden.
    • mike2s 28.02.2017 19:17
      Highlight Highlight Ich zahle Miete und rege mich auch auf.
    • Gohts? 28.02.2017 20:24
      Highlight Highlight Seh ich auch so. Btw: Leute als Rassisten zu bezeichnen ist genauso rassistisch. Und solche noch ausrotten zu wollen, macht es bei Weitem nicht besser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasylon 28.02.2017 16:51
    Highlight Highlight "Ein fremdenfeindliches Flugblatt im Solothurnischen ist mehr als geschmacklos."
    @Watson aber selber dieses Flugblatt abbilden und ein Teil im Artikel nachschreiben. Also ist Watson mitverbreiter rassistische Texte.
    • pamayer 28.02.2017 18:04
      Highlight Highlight Das ist Journalismus.
    • Mia_san_mia 28.02.2017 23:00
      Highlight Highlight @wasylon: Ach komm schon, willst Du einfach ein bisschen provozieren? Du weisst doch selber, dass Deine Aussage nicht wahr ist 😉
    • wasylon 01.03.2017 00:19
      Highlight Highlight @Stern des Südens überhaupt nicht. Warum verbreitet man diesen rassistischen Wisch weiter?
      So hat er 1000x mehr Aufmerksamkeit erhalten als wenn er direkt im Müll gelandet wäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The oder ich 28.02.2017 16:03
    Highlight Highlight Mümliswil ist nicht China, und nur dank @watson wird dieser lokale Ausrutscher "News"


    #daswärejetztnichtnötiggewesen
    User ImagePlay Icon
    • Mia_san_mia 28.02.2017 23:01
      Highlight Highlight Bei 20minuten gibts auch einen Artikel drüber...
  • AltimKing 28.02.2017 14:45
    Highlight Highlight Ich hab geshmunzelt... auch wenn es voll daneben ist muss man darüber stehen können. Der flyer spielt auf Stereotypen an und zeigt damit die geselschaftlichen probleme auf
    • Meitschi 28.02.2017 17:08
      Highlight Highlight Ok, dann sollen sie aber bei der nächsten "Säuberungsaktion" noch die Typen "Herrliberg-Verherrlicher" oder "Bünzlitis" dazunehmen. Ansonsten zeigt diese Aktion nur ein gesellschaftliches Problem auf: Rassismus.
    • AskLee 28.02.2017 19:04
      Highlight Highlight Man schmunzelt bis es einen selbst trifft
    • buenavista62 28.02.2017 21:53
      Highlight Highlight Es zeigt gesellschaftliche Probleme auf? Grosser Lümmel, BMW M3 und Unsichtbarkeit in der Nacht sind Gesellschaftsprobleme?🙂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Makatitom 28.02.2017 14:24
    Highlight Highlight Mümliswil? Habe gehört, dort soll der Stammbaum ein Kreis sein.
    • Nonqi 28.02.2017 17:46
      Highlight Highlight In Mümliswil wird die Ex auch gerne mal Cousine genannt...
    • henkos 01.03.2017 11:16
      Highlight Highlight Onkel Papi und ich freuen uns sehr auf unseren Cousohn.
  • Asalato 28.02.2017 12:45
    Highlight Highlight Das Flugblatt selbst schockiert mich jetzt weniger als die Umfrage! Ein Viertel aller Watson-Leser findet, das geht schon ok??!!! 😱😩
    • Mia_san_mia 28.02.2017 23:05
      Highlight Highlight 3/4 findens nicht Ok, siehs positiv 😉
  • Kilian Fischer 28.02.2017 12:22
    Highlight Highlight Was für ein läppisches Volk lebt den in Mümriswil, dass diese Dumpfbacken nicht gleich die Quittung auf der Strasse gekriegt haben? In Luzern käme solch rassistisches Gesocks mit hetzenden Flugblättern keine 3 Gassen weit.
    • Mia_san_mia 28.02.2017 23:05
      Highlight Highlight Wird irgend so ein Hinerwàldlerkaff sein...
    • nordring13 01.03.2017 11:01
      Highlight Highlight dacht ich mir auch gleich... hätte ich so ein blatt in die finger gedrückt bekommen häts dafür promt die quittung mit ner flachen rechten hand gegeben
  • Asmodeus 28.02.2017 12:04
    Highlight Highlight Die Fasnacht dient dazu nach oben zu treten und nicht nach unten.

    Das haben diese Rassisten nicht kapiert.
    • Firefly 28.02.2017 16:33
      Highlight Highlight Richtig, doch nach unten treten scheint en vogue zu sein und kennt viele Vorbilder diesertage.
    • SJ_California 28.02.2017 17:32
      Highlight Highlight Genau. Kommt dazu, dass der Text übeehaupt nicht lustig ist. BMW ok, aber der Rest?!?
  • trio 28.02.2017 11:54
    Highlight Highlight Wenn mans noch erweitert hätte mit: "wer diesen Flyer lustig findet gehört zur gefährlichsten Hauptkrankheit, die braune Seuche. Erkennbar am Mundgeruch, Glatze und Sünneli. Gegenmassnahmen: Bildung fördern!"

    Ja dann wäre es ev. lustig gewesen.
    • reho 28.02.2017 13:27
      Highlight Highlight Sie denken also, man könne den Persönlichkeitstrait Offenheit mit Bildung verstärken? Interessante Hypothese!
    • Gelegentlicher Kommentar 28.02.2017 14:38
      Highlight Highlight Reho:
      http://www.taz.de/!364502/

    • trio 28.02.2017 14:48
      Highlight Highlight Haha, die Hypothese ging im Fasnachtstrubel unter. Aber vielen Dank für den Lacher 😂😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • zsalizäme 28.02.2017 11:48
    Highlight Highlight Humor hat keine Grenzen. Oder zumindest keine allgemeine. Jede Person zieht seine eigene Grenze. Für manche geht der Blondinen-Witz schon zu weit, andere wiederum können gar nicht genug kriegen. Versteht mich nicht falsch, ich finde den Flyer auch unterste Schublade und überhaupt nicht witzig. Aber die Frage, wo der Humor seine Grenzen hat, kann man nie beantworten.
    • Fabio74 28.02.2017 19:55
      Highlight Highlight Es hört dort auf wo man andere beleidigt und attackiert. Und wird dumm wo man auf Minderheiten und Leuten aus unteren Schichten diese Sprüche macht, die man hier verteidigt, aber sobald man selber betroffen ist, dann stinksauer ist.
    • JasCar 28.02.2017 23:06
      Highlight Highlight Fabio74
      Ausnahmsweise bin ich nicht ganz deiner Meinung.
      Ich liebe schwarzen Humor. Auch diese Witze über zbsp behinderte Menschen, wo einem das Lachen kurz im Hals kratzt, aber nicht ganz stecken bleibt. Den Blackdump fand ich fantastisch, wenn auch oft Grenzwertig...
      Meiner Meinung nach darf man über Alle und Alles Witze machen, solange keine Boshaftigkeit oder Abwertung dahintersteckt.
      Und darin sehe ich das Problem dieses Flyers: es ist witzig geschrieben, aber im Grunde Ernst gemeint. Und deshalb gehört es nicht in die Kathegorie "Narrenfreiheit".
  • reho 28.02.2017 11:43
    Highlight Highlight Trotzdem dürfte es letztendlich ein Hilferuf sein. Zu gierig hat sich der Kapitalismus in Afrika bedient, jetzt kommt die Retourkutsche. Es braucht einen Marshallplan für Afrika.
    • nordring13 01.03.2017 11:06
      Highlight Highlight eigentlich eher für mehr oder weniger alle staaten, die in der kette des wirtschaftsglobalismus nicht oben stehen... osteuropa, asien, naher osten, afrika, südamerika... alles orte, die unter dem konsumwahn und der rücksichtslosigekeit unserer westlichen welt leiden. und trotzdem schreib ich diesen kommentar von einem mac book aus - wenigstens fühl ich mich grade schlecht dafür
    • Sted 01.03.2017 21:38
      Highlight Highlight Genau, einen "Marshallplan" für Afrika. Am Besten gleich einen aufgezwungenen, geplant von den Industrienationen, denn die haben bereits Erfahrung darin.
  • baBIELon 28.02.2017 10:58
    Highlight Highlight Hoffentlich kommt das Spastrim Clean nach Biel an den Fasnachtsumzug... Da können die was erleben
    • Mia_san_mia 28.02.2017 23:06
      Highlight Highlight Das sind 100% Angsthasen, die sich nur in ihrem Kaff so aufführen...
  • piedone lo sbirro 28.02.2017 10:58
    Highlight Highlight wenn wir heute verlogene brandstifter wie glarner, wobmann und köppel im parlament haben, muss es ja auch eine breite basis in unserem land geben die solche demagogen wählen.
    • stamm 28.02.2017 21:56
      Highlight Highlight Ey, du bist vom Thema abgewichen. Aber ja, stimmt! Weisst du auch warum? Und dann gibt es noch Brandstifter in Bern. Auch etwas in den Medien gelesen?
    • Mia_san_mia 28.02.2017 23:07
      Highlight Highlight @Stamm: Ja zu denen kann man die Jungs mit ihrem Flyer auch gleich bringen. Sind genau gleich hohl in der Birne...
    • nordring13 01.03.2017 11:11
      Highlight Highlight nun, die "brandstifter" (das auto wurde durch eine tränengasgranate der polizei in brand gesetzt und danach mit böllern beworfen, warum auch immer man darin noch notwenigkeit gesehen hat...) aus bern haben zwar moralisch verwerflich gehandelt, mit ihrer fragwürdigen protestaktion allerdings ein zeichen gegen die vorgehensweise von polizisten und behörden gegenüber der hausbesitzerszene gesetzt. denke kaum das die vor einer woche noch räumungsbedrohte "fabrikool" wegen dem solifest mit pizzaofen jetzt gehör bei den offiziellen stellen findet...
  • Pasch 28.02.2017 10:44
    Highlight Highlight Da ist null Humor dahinter... man kann die gleichen Dinge zum Ausdruck bringen mit z.B. Versen ohne das man einfach nur "Dumm" ist. Aber ja dazu brauchts Kreativität, ist aber wohl beim Kopfrasieren verloren gegangen.
    Das hat nichts mit Narrenfreiheit zutun.
  • DerHans 28.02.2017 10:38
    Highlight Highlight Bin mir nicht sicher wer dümmer ist, der Verfasser dieses Fötzels mit dem er vielleicht ein paar Nasen erreicht hätte, oder aber Watson die es ins WWW stellt.🤔
    • River 28.02.2017 15:01
      Highlight Highlight Tiefste Weisheit spricht aus deinem Kommentar. Respect
  • Sted 28.02.2017 10:21
    Highlight Highlight So funktioniert die Medienwirtschaft: Ich bastle mir ein Flugblatt mit Word, mache ein Foto davon und sende es an ein grosses Medienhaus. Dazu lege ich noch ein Schreiben, in dem ich mich über den Inhalt des Flugblattes beschwere.... Und schon bin ich mit meinem rassistischen Blödsinn deutschschweizweit bekannt. Billigere Werbung gibt es nicht.
    Das wiederspiegelt perfekt die Newsgeilheit: Hauptsache alles in 20 Minuten gelesen, aber von Tuuten und Blasen trotzdem keine Ahnung.
  • Stachanowist 28.02.2017 09:55
    Highlight Highlight Das Verfassen des Flugblatts war wahrscheinlich der intellektuelle Jahreshöhepunkt dieser Vollhirsen.
    • purzelifyable 28.02.2017 10:05
      Highlight Highlight Bitte beleidige das wunderbare Getreide Hirse nicht!
  • Nuuuu7p 28.02.2017 09:19
    Highlight Highlight Also bitte, jeder der halbwegs die Sprüche liest versteht das sie nicht ernst zu nehmend sind. Der Schwarze ist Nachts unsichtbar also bitte, als Erdogan als Ziegenficker betitelt wurde habens alle gefeiert da es schwarzer Humor/Satire war, aber hier heult man rum?
    • Roterriese 28.02.2017 09:51
      Highlight Highlight Hier lautet das Stichwort linke Doppelmoral.
    • Deathinteresse 28.02.2017 09:55
      Highlight Highlight Kennst du das Prinzip von punching up/down?
      Witze über Staatmänner sind eben nicht das Gleiche wie Witze über Minderheiten.

      Aber Humor ist ja bekanntlich Ansichtssache.
    • Fabio74 28.02.2017 10:10
      Highlight Highlight Man macht Witze gegen die Obrigkeit, das war der Sinn solcher Zeitungen aber man tritt nicht nach unten gegen Minderheiten.
      Haben Leute mit Anstand, Erziehung und Respekt mal gelernt
    Weitere Antworten anzeigen
  • ElendesPack 28.02.2017 08:53
    Highlight Highlight Mümliswil ist eine Gemeinde mit rund 2500 Einwohnern. Klar, der Witz der Fasnächtler ist eklig, aber wenn man ehrlich ist, ist es eigentlich recht egal, was eine Clique von vielleicht sechs Leuten in so einem Kaff hinter den Hügeln alles meint und denkt.
    Unsere Informationsflut schwemmt einfach jeden geistigen Rülpser noch des hintersten und letzten Deppen hoch und behandelt ihn so, als wäre er relevant.
    • GeorgOrwell 1984 28.02.2017 10:27
      Highlight Highlight Hmm, wenn wir wegen einzelne Unmenschen, ganze Religionen als gewalttätig und als Terroristen bezeichnen können, sollten wir auch solche niederwertige Menschen (auch wenn es "nur" 2500 sind) nicht als "egal" betrachten.
      MFG
    • Gelegentlicher Kommentar 28.02.2017 10:33
      Highlight Highlight Aber genau weil sich die Deppen in den Käffern irrelevant und ignoriert fühlen kommt es zu rechts Rutschen und Überraschungen wie Trump
    • ElendesPack 28.02.2017 10:46
      Highlight Highlight Orwell: Der Unterschied ist allerdings, dass die einen Idioten niemanden umgebracht haben. Ausserdem: Wo bezeichnen denn "wir" ganze Religionen als gewalttätig und Terroristen (Religionen können übrigens beides nicht sein).

      GK: Das sind doch nur Ausreden von den Deppen für deppenhaftes Verhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erarehumanumest 28.02.2017 08:39
    Highlight Highlight Ich finde es zwar nicht lustig, aber angebracht.
    • Mark84 28.02.2017 10:56
      Highlight Highlight Irren ist menschlich - Dummheit leider auch. Offensichtlich.
  • Lowend 28.02.2017 07:53
    Highlight Highlight Was müssen dass für widerliche Menschen sein, die so etwas lustig finden?

    Leider wurde aber in den letzten Jahren das Klima derart aufgeheizt, dass einige nun das Gefühl haben, dass es gut und richtig ist, gegen die zu treten, die noch weniger haben, als man selber.

    Die politische Fasnacht ist aber dazu da, die Herrschenden und oberen Zehntausend mit Spott und Häme zu überziehen und nicht dazu, gegen die zu treten und zu lästern, die am unteren Ende der Gesellschaft sind und wer solchen Müll verbreitet, oder ein Klima schürt, dass solchen Müll fördert, sollte sich in Grund und Boden schämen!
  • evand 28.02.2017 07:37
    Highlight Highlight Dieses Wochenende ist hier in Biel Fasnacht. Mal schauen, ob die sich trauen, diesen Zettel auch hier zu verteilen. 👀
    • baBIELon 28.02.2017 11:01
      Highlight Highlight Ich hoffe doch! Denen würde ein Denkzettel verpasst
  • Midnight 28.02.2017 07:33
    Highlight Highlight Naja, das ist jetzt auch nicht schlimmer als das, was manche Nationalräte das Jahr durch so rauslassen. Rassismus und Diskriminierung ist in der Schweiz leider wieder Salonfähig geworden... Es geht mir voll auf den Keks! Aber was soll man machen, wenn die Herren Nationalräte es vormachen und die Justiz keinen Finger krumm macht um jene Leute zu verurteilen?
  • inquisitio 28.02.2017 07:33
    Highlight Highlight Absolut daneben! Sollte man gar nicht weiterverteilen. Pfui!
  • Omega 28.02.2017 07:23
    Highlight Highlight Die Fastnacht hat schon seit längerem ihren Witz verloren.
    Was wir heute feiern, hat nur noch sehr wenig mit Tradition zu tun.
    • Narugami 28.02.2017 10:35
      Highlight Highlight ach ne... Fasnacht = Nacht vor der Fastenzeit
      wo ist hier die Tradition? es gab nie eine
  • sheimers 28.02.2017 06:50
    Highlight Highlight Rassismus an der Fasnacht ist nicht neu (in Basel kommen seit Jahrzehnten immer wieder die "Schwaben" dran), aber selten so unlustig wie im oben genannten Beispiel aus Mümliswil.
  • michiOW 28.02.2017 05:33
    Highlight Highlight Es ist viel zu plump formuliert und schiesst gegen zu viele Menschen. Die Sprüche sollten bissig sein, nicht wahllos Leute beleidigen.
  • Olf 28.02.2017 05:15
    Highlight Highlight was soll's? ist doch lustig und jeder weiß dass es Fasnacht ist.
    • Datsyuk * 28.02.2017 06:26
      Highlight Highlight Nein, es ist eher traurig als lustig.
    • Charlie Brown 28.02.2017 06:27
      Highlight Highlight Ja genau. Lustig.

      Hahaha.

      Ha.

      🙄
    • Pius C. Bünzli 28.02.2017 06:29
      Highlight Highlight Ja auch ich musste fast lachen..Kappa
    Weitere Antworten anzeigen
  • Silent_Revolution 28.02.2017 03:24
    Highlight Highlight Weder Satire noch die Meinungsfreiheit kennen Grenzen.

    Egal wie extrem, wie rassistisch oder beleidigend eine Meinung sein mag, sie darf als solches keinen Straftatbestand darstellen.

    Also sie darf schon, aber von Meinungsfreiheit kann dann nicht mehr gesprochen werden.
    Wenn Gedanken, Worte und Texte nicht mehr frei sind, dann sind wir es auch nicht mehr lange.
    • Charlie Brown 28.02.2017 06:31
      Highlight Highlight Weder das Universum noch die menschliche Dummheit kennen Grenzen.

      Für Satire und Redefreiheit halte ich es für gewöhnlich so: Die Freiheit des Einen hört da auf wo die des Anderen beginnt.
    • tabernac 28.02.2017 06:58
      Highlight Highlight ...wobei beim Universum bin ich mir nicht ganz so sicher...
    • Midnight 28.02.2017 07:35
      Highlight Highlight Dann ist gesunder Menschenverstand dafür wohl extrem beschränkt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Iriana 28.02.2017 02:55
    Highlight Highlight Die Fasnacht diente einst dazu sich straflos über die Obrigkeit lustig zu machen, also ein Treten nach oben, gegen Menschen, die normalerweise machttechnisch über einem stehen. Auf sozial schwächeren herumzutrampeln, hier gar auf Menschen, die oft alles in ihrem Leben verloren haben, ist aber einfach nur armselig und gefährlich.
    • Genital Motors 28.02.2017 08:28
      Highlight Highlight Jede Minderheit hat das recht auf ihre eigene Diskriminierung.
    • Citation Needed 28.02.2017 08:46
      Highlight Highlight Good point! Es ist nicht nur nicht lustig, es passt auch nicht zum Geist der Fasnacht.
  • lexi 28.02.2017 02:42
    Highlight Highlight 2009 gab es in Mümliswil mehr Kühe als Einwohner. Ich glaube das erklärt diese Blamage. Egerkingen heisst während dieser Zeit schliesslich auch "Negerchinge"...
    User Image
    • Genital Motors 28.02.2017 08:29
      Highlight Highlight Negerchinge ahha :D der ist aber super =)
    • Mark84 28.02.2017 11:00
      Highlight Highlight Was hat das jetzt mit den Kühen zu tun? Ja gut, den hornlosen wird eine gewisse Intoleranz nachgesagt, da hast du recht
    • lexi 28.02.2017 14:13
      Highlight Highlight Mark84, ich nahm an, dass der fehlende Kontakt zu Menschen aus anderen Kulturen, oder Menschen generell in diesem Fall, für das Verhalten verantwortlich ist.
    Weitere Antworten anzeigen

160'000 statt 6 Millionen Franken: Rheinauer Versuch mit Grundeinkommen scheitert am Geld

In der Zürcher Gemeinde Rheinau sieht es nicht gut aus für den Versuch mit dem bedingungslosen Grundeinkommen: Bis zur Geld-Sammel-Deadline am 4. Dezember 2018 um 14.26 Uhr sind lediglich rund 160'000 Franken gespendet worden, angestrebt wurden 6,1 Millionen Franken.

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