Schweiz
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Mutmasslich Wucherpreise: Polizei durchsucht in der Zürcher Innenstadt drei Mehrfamilienhäuser – Eigentümer verhaftet

Schlag gegen Miet-Wucher: In einer gemeinsamen Grossaktion gegen Mietzins-Wucher hat die Kantonspolizei Zürich zusammen mit der Stadtpolizei Zürich am Dienstagmorgen in Zürich in drei Mehrfamilienhäusern gegen 120 Bewohner befragt, die mutmasslich deutlich überteuerte Mietzinse zu zahlen haben, heisst in einer gemeinsamen Medienmitteilung der beiden Polizeien. Bei den Bewohnern handelt es sich um Personen aus sozial schwächeren Schichten, die teilweise ihren Lebensunterhalt bzw. die Wohnkosten mit Geldern der öffentlichen Hand bestreiten.

Vier Personen wurden verhaftet. Bei den Festgenommenen handelt es sich um den Eigentümer der Liegenschaften sowie um drei Personen, die im Dienste der Liegenschaftsverwaltung stehen. Die drei Männer und eine Frau sind zwischen 39 und 56 Jahre alt und stammen aus der Schweiz und dem Libanon.

Langstrasse / Neufrankengasse Gammelwohnung, Bewohner Ljubisa Grulovic

In diesen beiden Häusern an der Neufrankengasse 6 und 14 fand eine Razzia statt.
Bild: Roman Rey

Über tausend Franken für ein kleines Zimmer

Der Aktion gegen mutmasslichen Miet-Wucher waren umfangreiche Abklärungen vorausgegangen. Die Behörden deckten in drei Mietshäusern an der Neufrankengasse und der Magnusstrasse zum Teil desolate Zustände auf. Auf engstem Raum, teils ohne funktionierende Wasser-, Strom- oder Wärmeversorgung, hausen mindestens 120 Menschen zu überteuerten Preisen.

Sanitäre Anlagen beschränken sich in einem Wohnhaus auf Etagentoiletten, welche nur zum Teil funktionsfähig sind. Für ein Zimmer mit rund 10 bis 20 Quadratmeter wurden Mietzinse von über tausend Franken pro Monat verlangt. 

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat hat ein Strafverfahren wegen Wuchers eröffnet. Es gilt die Unschuldsvermutung. (whr)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tropfnase 20.10.2015 11:38
    • R&B 20.10.2015 12:45
      Highlight Highlight done! 😊
    • Max Heiri 20.10.2015 13:11
      Highlight Highlight Aufgepasst mit solchen Initiativen. Genf hat beispielsweise einen sehr stark regulierten Mietmarkt. Dafür zahlen sie dort Preise, welche in Zürich sogar unverschämt wären.
  • Wilhelm Dingo 20.10.2015 11:25
    Highlight Highlight Die Wohnungen sehen Grauenhaft aus, sowohl der Zustand der Infrastruktur als auch die Pflege durch die Mieter: zu 50% ist der Vermieter Profitsüchtig, zu 50% sind die Mieter Mega-Grüsel.
  • dnsd 20.10.2015 11:08
    Highlight Highlight Den Markt überreglementieren und sich dann wundern, wenn er nicht mehr funktioniert! Wir haben dutzende Mieter im Haus, die nur die Hälfte meiner Miete zahlen, diese Wohnungen kamen seit 15 Jahren nie mehr auf den Markt und genau hier liegt das Problem! Es kommt nur ein kleiner Teil der Wohnungen auf den Markt, ergo ein kleines Angebot dass einer gewaltigen Nachfrage gegenübersteht! Düfte man die Preise anpassen, würden sich die Preise ausbalancieren! Und nein, nicht alle werden sauteuer... weil: nicht alle können/wollen sich eine teure Wohnung leisten! "Nicht nur für wenige - für alle!"
    • R&B 20.10.2015 11:35
      Highlight Highlight Wirklich freie Marktwirtschaft funktioniert nicht, sonst hätte der Kommunismus nie entstehen können, der aber eine hilfreiche Bedrohung war, weswegen in Europa all die Sozialversicherungen aufgebaut wurden.
      Die meisten Vermieter suchen nach Schlupflöchern, um noch mehr Profit zu machen. Unnötige Renovationen zur Mieterhöhung und immer mehr Betriebskosten, die auf die Nebenkosten abgewälzt werden. Reglementierung ist nie perfekt, aber hier dringend nötig.
  • stadtzuercher 20.10.2015 10:23
    Highlight Highlight die linksregierung handelt. unter einer bürgerlichen regierung würden diese wucherer als 'clevere unternehmer' und wohltätige hauseigentümer bejubelt.
    hier sieht man auch den vorteil, wenn die öffentliche hand oder verantwortungsvolle wohnbaugenossenschaften die sozialwohnungen selbst anbieten, anstatt sozialhilfe zu privatisieren: die sozialindustrie (d.h. abzockervermieter) wird weniger befeuert.

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