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Dieses Bild bot sich den beiden KV-Angestellten in ihrer Unterkunft in Miami Beach. bild: screenshot srf/kassensturz

Dreck, Schimmel und Käfer: Dieser Sprachaufenthalt endete im Desaster



Viele junge Menschen sparen monatelang, manchmal auch Jahre dafür: Einen Sprachaufenthalt. So auch die beiden Freundinnen Ivana und Vanessa. Sie planten einen Sprachaufenthalt in den USA. Organisiert wurde ihre vierwöchige Reise von der internationalen Sprachschule «Education First» (EF). 

Doch was Ivana und Vanessa in Miami Beach vorfanden, liess ihren Traum vom perfekten Sprachaufenthalt platzen. Denn beim Blick in die Unterkunft, die sie von EF zur Verfügung gestellt bekamen, traf die beiden KV-Angestellten fast der Schlag. «Das Zimmer war total dreckig, verschimmelt, es hatte Käfer am Boden», sagte Vanessa gegenüber der SRF-Sendung Kassensturz. Sie hätte keine Luxusunterkunft erwartet, so Vanessa weiter, «aber einigermassen bewohnbar darf sie für den Preis durchaus sein.» Bezahlt haben die beiden Frauen für Unterkunft und Schule laut eigenen Angaben mehr als 3000 Franken. 

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EF bezeichnet sich als grösste Sprachschule weltweit.  bild: wikimedia

Noch am selben Abend der Anreise versuchten die beiden Frauen den Ansprechpartner von EF Schweiz zu kontaktieren, um ihn über den Zustand der Unterkunft zu informieren. Doch dieser reagierte nicht. Erst vier Tage später, nachdem Vanessa und Ivana bereits in ein Hotel gezogen waren, offerierte ihnen EF verschiedene Alternativen. Darunter ein anderes Zimmer in derselben Unterkunft. Doch auch da bot sich den beiden KV-Angestellten das gleiche Bild: Schmutz, fleckige Matratzen und Schimmel. 

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Nebst Dreck und Schimmel floss auch kein warmes Wasser in der Unterkunft.  bild: screenshot/srf

Vanessa und Ivana entscheiden sich dafür, den Sprachaufenthalt abzubrechen und teilen dies EF mit. «Darauf kam keine Reaktion. Mir kam es so vor, als käme es tagtäglich vor, dass jemand abbricht», erzählte Vanessa. 

Ähnliches zu berichten hatte auch Nadja. Sie buchte über EF einen mehrwöchigen Sprachaufenthalt in New York und zahlte dafür über 10'000 Franken. In ihrer Unterkunft funktionieren die Heizungen nicht, die Wände sind kaum isoliert und in der Wohnung ist es extrem laut. Nach sechs Wochen brach auch Nadja ab. 

Als Entschädigung erhielt Nadja 1500 Franken. Auch die beiden Freundinnen Vanessa und Ivana erhielten lediglich 500 Franken rückerstattet. Gegenüber «Kassensturz» sagte EF, dass sie laut AGB nicht verpflichtet gewesen wären, eine Rückvergütung zu gewähren. Die 500 Franken seien eine «Geste der Kulanz» gewesen. (ohe)

Nico bekam keine Rückvergütung:

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • blueberrymuffin92 18.05.2018 08:33
    Highlight Highlight Schade, dass EF nicht besser reagierte oder mehr Kulanz zeigte.
    Für meine beiden Sprachaufenthalte in Kapstadt und Neuseeland habe ich mich für PRO LINUIS entschieden, da ich nur positives gehört habe. Beides Mal war die Organisation sowie der Aufenthalt vor Ort supercool, daher kann ich Pro Linguis nur weiterempfehlen :)
  • WhatsOnNow 16.05.2018 18:18
    Highlight Highlight Die Erfahrung mit EF des Sohnes von Freunden war gleich. Wir haben grausige Bilder aus seiner ersten Unterkunft von den ersten Tagen in den USA gesehen.
  • Oh Dae-su 16.05.2018 16:59
    Highlight Highlight Ist doch allgemein das Problem bei diesen Gastfamilien. Viele machen es halt einfach wegen des Geldes. Häufig sind es ja sogar selbst Immigrantenfamilien, die nicht all zu gut die Landessprache beherrschen. Das muss nicht per se schlecht sein, aber als Grundvoraussetzung ist es halt nicht ideal.
    Wobei bei der im Artikel genannten Unterkunft scheint es sich ja eher um eine Art Wohnheim zu handeln.
    Mein Sprachaufenthalt mit Boalingua in Vancouver war übrigens top.
  • jimknopf 16.05.2018 16:59
    Highlight Highlight Wir hatten das selbe in Cambridge. Zuerst war unser Gastvater nicht zu Hause, so warteten wir 4h Stunden vor der Wohnung. Lieber wäre er gar nicht gekommen denn in der Küche hatte es ohne zu übertreiben ca. 15 ungewaschene Pfannen gestapelt und an die die 50 ungewaschene Teller und Besteck. Abfallsäcke und Krabbeltiere im ganzen Haus, von der 3cm dicken Schimmelschicht im Bad ganz zu schweigen.
  • MikaWild 16.05.2018 16:14
    Highlight Highlight Habe einen Sprachaufenthalt in Australien gemacht, EF wollte rund 4000.- mehr inkl 1000.- Aufpreis wegen "Hochsaison" zudem war die Unterkunft fast 2h von der Schule entfernt und schlecht erreichbar. Habe mich dann für Boa Lingua entschieden, super Unterkunft, tolle Schule und fairer Preis
    • SJ_California 16.05.2018 17:11
      Highlight Highlight Habe mich vor Jahren schon wegen negativer Erfahrungsberichte gegen EF entschieden und habe mit Boa Lingua gebucht. Schule, Unterkunft, Service war alles ausgezeichnet.
  • Chualee 16.05.2018 15:31
    Highlight Highlight Da habe ich ein ganz andere Erfahrung gemacht mit EF. Ich habe ein Austauschjahr in Indiana angetreten. Vom Flug in die Staaten über die Auswahl der Familie bis zu den regelmässigen Ausflügen mit EF war alles super geplant. Ich habe nach 2 Jahren immer noch Kontakt mit der Familie und wenn mal etwas nicht sehr gut klappte hatte ich mehrere Nummern, wo ich mich melden und die Probleme zu EF schildern konnte.

    Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass bei einem solch grossen Unternehmen einige katastrophale Erlebnisse gab. Was dann bei diesem extrem hohen Preis nicht gerade ok ist.
  • Bijouxly 16.05.2018 15:14
    Highlight Highlight Nie mehr EF!! Ich war in Neuseeland und die Betreuung war unter aller S...
    Mit linguista war ich in Frankreich und das war toll - immer wieder!
  • woman 16.05.2018 14:42
    Highlight Highlight Ich hatte mit EF leider auch so einen schrecklichen Aufenthalt in Nizza. Ebenfalls haben wir dann vesucht höflich Kontakt mit EF aufzunehmen, wir wurden jedoch nur sehr unhöflich abgewiesen und nicht ernst genommen. Die Preise sind überteuert und die Leute von EF inkompetent.
  • Paraflüger 16.05.2018 14:31
    Highlight Highlight Gibt zum Glück auch Non-Profit Organisationen (YFU, AFS,...) welche günstiger und besser sind, da die Gastfamilien in aller Regel nicht bezaht werden, um einen Austauschschüler aufzunehmen.
  • Don Alejandro 16.05.2018 14:27
    Highlight Highlight Hat EF eine PR-Abteilung? Arbeitet die evtl. auch in verschmutzten, vergammelten und vor Schimmel starrenden Büros? MF wäre die bessere Bezeichnung: Money First...
    • dä dingsbums 16.05.2018 18:11
      Highlight Highlight Die Büros von EF in Zürich sind an bester Lage, gleich eine Strasse hinter dem Paradeplatz.
      Sicher nicht vergammelt...
    • El Pepedente 17.05.2018 02:44
      Highlight Highlight ja dingsbums irgendswo muss ja das geld hin^^
  • The Destiny // Team Telegram 16.05.2018 11:41
    Highlight Highlight Kann Boa Lingua empfehlen, es empfiehlt sich auch für englisch mehr nach Irland zu gehen als England, da die Gastfamilien meistens besser sind und das ganze auch etwas günstiger ist als London/Manchester.
    • Daenerys Targaryen 16.05.2018 20:38
      Highlight Highlight Habe auch meinen Sprachaufenthalt in Südafrika über boalingua gebucht- hammer! Die Schule war zwar nicht so schickimicki wie die von EF, aber hatte Herz und Seele! Werde die Zeit dort nie mehr vergessen! ☺
  • Alterssturheit 16.05.2018 11:21
    Highlight Highlight Es lohnt sich im Vorfeld - wenn immer möglich - Referenzen von ehemaligen Schülern einzuholen. Will man solche nicht angeben, ist das eh schon verdächtig.
    Aber es braucht auch immer noch ein Quentchen Glück. Ich fand damals in England DIE Gastfamilie, nahm von Anfang an am Familienleben teil (Hochzeiten, Beerdigungen, Feste aller Art), war voll integriert, wurde später Götti des 2. Kindes und wir besuchen uns noch heute gegenseitig - schön.
  • Aussensicht 16.05.2018 11:17
    Highlight Highlight Diese EF macht sich im Moment keinen guten Namen bei mir. Grad gestern auf FB (Werbung) gesehen, dass man für einen kurzen Online Sprachen-Check alle seine Personalien angeben muss bevor man überhaupt mit etwas beginnen kann.
    Einer hat dann noch in die Kommentare geschrieben, dass er obwohl er alle Fragen richtig beantwortet hatte, nur 80% Ergebnis erreichte.
  • King_Cone 16.05.2018 11:14
    Highlight Highlight das ist ja an Tragik kaum zu überbieten.
  • lucasm 16.05.2018 10:56
    Highlight Highlight EF ist einfach nur mies. Ungefragt hinzugefügte Versicherungen (in Höhe von mehr als 200 Franken für einen Sprachaufenthalt in Frankreich) wurden erst entfernt, nachdem man eine Bestätigung der Kranken und Reiseversicherung eingereicht hatte, welche die genügende Deckung bestätigte.
    • loquito 16.05.2018 12:03
      Highlight Highlight Ja nein, was ist denn das für ein Vorgehen. Da versichern die Ihre Kunden bis diese zeigen, dass sie bereits versichert sind. Unfassbar.... (Ironie? Sarkasmus? ja ich weiss auch nicht...)
  • hello world 16.05.2018 10:38
    Highlight Highlight Auch hier zeigt sich wieder: lieber auf kleine Unternehmen/Sprachschulen setzten anstatt auf die grossen Fische im Business. Die Kleinen können sich schlechte Publicity gar nicht leisten und geben sich deshalb besonders Mühe...
    • hello world 16.05.2018 21:28
      Highlight Highlight www.immersionenglish.org kann ich sonst sehr empfehlen, klein aber fein! Und super ausgebildetes Personal, auch für Englisch auf C2 Niveau.
  • govolbeat 16.05.2018 10:30
    Highlight Highlight Scheint bei EF System zu sein...dreckige und lausige Unterkünfte bei unfreundlichen Gastfamilien zu überteuerten Preisen anbieten....unser Sohn hatte über EF einen Sprachaufenthalt in Manchester gebucht...Im Zimmer hatte es nicht mal einen Schrank für die Kleider, die Küche war im Keller und die Mäuse, Käfer und sonstiges Ungeziffer sagten einem guten Morgen...Die Gastfamilie wollte möglichst nichts zu tun haben und hat sich abeschottet...auf unsere Reklamation hin wurde erst nicht reagiert...und dann mit einem lächerlichen Schreiben...Einmal aber nie mehr EF....
  • Evan 16.05.2018 10:16
    Highlight Highlight Zusammengefasst ist man wohl gut beraten darin, EF zu meiden wenn die mit solchen Ausreden kommen und null Service bieten.

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