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ZUM COUNTDOWN VON 30 TAGEN BIS ZUR OFFIZIELLEN EROEFFNUNG DES GOTTHARD-BASISTUNNELS AM SONNTAG, 1. MAI 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG. AM MITTWOCH, 1. JUNI 2016, 17 JAHRE NACH DER ERSTEN SPRENGUNG IM HAUPTSTOLLEN, BEGINNEN MIT DER EROEFFNUNGSZEREMONIE DIE FEIERLICHKEITEN. -    Swiss Federal councillor Moritz Leuenberger, right, director of the Federal Department of the Environment, Transport, Energy and Communications (DETEC), is congratuled by Former Swiss Federal councillor Adolf Ogi, left, after the tunnel drilling machine

Freude über den Gotthard-Durchstich: Adolf Ogi und Moritz Leuenberger.
Bild: KEYSTONE

Abt Werlen und die Reformierten streiten, wer den Gotthard einweihen darf



Es waren einmal ein Katholik, ein Imam und ein Rabbi. Die machten sich am 1. Juni 2016 auf zu den Feierlichkeiten der Basistunnel-Eröffnung am Gotthard. Dort wollten sie dem Jahrhundertbauwerk ihren göttlichen Segen erteilen. Nur der Reformierte musste zuhause bleiben und verfolgte die Zeremonie mit viel Groll im Bauch zuhause vor dem Fernseher. 

Was beginnt, wie ein schlechter Witz, könnte sich in rund zwei Wochen tatsächlich so zutragen. Neun Millionen Franken hat der Bund budgetiert, um die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels zu feiern. Neben einem Volksfest und Reden von Bundesräten steht auch die Segnung der Röhre durch einen Rabbi, einen Imam und einen Vertreter der Christen auf dem Programm. 

Seit sechs Monaten sei dieser Teil der Zeremonie in Planung, sagt Pater Martin Werlen gegenüber der «Luzerner Zeitung». Der Katholik soll an den Feierlichkeiten sowohl die Reformierte als auch die Katholische Kirche vertreten. 

Der ehemalige Abt Martin Werlen waehrend dem Umzug der Schweizer Gardisten durch Einsiedeln am Sonntag, 23. August 2015. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Pater Martin Werlen wird bei der Tunneleröffnung die christlichen Religionen vertreten. 
Bild: KEYSTONE

Reformierte wollen auch dabei sein

Doch nun sind die Planungen auf einmal ins Stocken geraten. Denn seitens der Reformierten Kirche regt sich Widerstand gegenüber der geplanten Segnung. «An die Eröffnung des Gotthards gehört eine Vertretung der evangelisch-reformierten Kirche», fordert Anne Durrer, Sprecherin des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK), gegenüber der «Luzerner Zeitung». Entsprechende Gespräche mit dem UVEK seien bereits im Gange. 

Dies wiederum stösst dem früheren Abt von Einsiedeln Martin Werlen sauer auf. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, in der auch die Reformierten vertreten sind, hat nämlich vorgängig beschlossen, dass Werlen beide christlichen Religionen vertreten soll. «Wenn der SEK nun eine zweite Person schicken möchte, passt das nicht in das Konzept», so Werlen.

Für den Katholiken geht es vor allem darum ein Zeichen zu setzen: «Es ist das erste Mal, dass alle Getauften einen gemeinsamen Vertreter schicken, was ich sehr progressiv finde.» Würde nun kurz vor Abschluss der Planungen doch noch ein Vertreter der Reformierten Kirche hinzustossen, würde Werlen das gar nicht begrüssen. «Das widerspricht dem, was wir zum Ausdruck bringen wollen.» (cma)

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  • Die Reformierten sollen sich beruhigen. Werlen wird das schon okay machen.28%
  • Wenn die Reformierten jetzt auch dabei sein wollen, dann soll Werlen nicht so schwierig tun. Ist doch kein Problem.32%
  • Ich verstehe sowieso nicht, weshalb der Tunnel einen Segen braucht. 40%

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Seppeli 18.05.2016 14:10
    Highlight Highlight Die Konfessionslosen sind die 3. grösste Glaubensgemeinschaft, der Islam ist praktisch unbedeutend und kann trotzdem einen Pfaffen schicken? Hat er dem Abt ein paar Kinder versprochen?
    http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/05/blank/key/religionen.html
    • Fumo 18.05.2016 15:43
      Highlight Highlight Die konfessionslosen werden statistisch zusammen erfasst, gehören aber einzeln keiner Gemeinschaft an und sind deswegen nur als individuelle Subjekte zu betrachten. Also sind die konfessionslosen die kleinste Glaubensgemeinschaft weil jeder seine eigene Gemeinschaft ist.
  • andersen 18.05.2016 10:52
    Highlight Highlight Im Norden bauen wir Brücken.
    • jeanette_mueller 18.05.2016 11:41
      Highlight Highlight Bei uns nennt man diese nicht Brücken sondern Joints.
  • andersen 18.05.2016 10:48
    Highlight Highlight Freude Herrscht (Ogi).

    "Der HERR segne dich und behüte dich, der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei die gnädig.
    Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir frieden"

    Moses.
    Also viel Spass ihr Schweizer mit der 2. Röhre bauen.
  • SylBattistuzzi 18.05.2016 10:40
    Highlight Highlight Let the games begin ...
    Benutzer Bild
  • 7immi 18.05.2016 10:38
    Highlight Highlight Ich kann das ganze nicht verstehen. Die sachlage ist klar. Katholiken (37%) und protestanten (23%) machen den hauptteil der bevölkerung aus. Moslems machen rund 5% aus und die juden mit 0.2%. Weshalb man also die juden überbewertet und die protestanten weglässt ist mir nicht klar. Es ist weder politisch korrekt noch statistisch nachvollziehbar... Q: wohnbevölkerung über 15 jahre, 2014
    • Seppeli 18.05.2016 14:11
      Highlight Highlight Politisch korrekt wäre, wenn der Muslim den Gotthard alleine segnen würde.
    • Max Muster (1) 18.05.2016 16:26
      Highlight Highlight Frauen (50%) machen die hälfte der Bevölkerung aus. Weshalb man die Männer so überbewertet ist dafür mir nicht so klar.
  • Wilhelm Dingo 18.05.2016 08:44
    Highlight Highlight Es fehlt der Segen der Gottlosen!
    • Menel 18.05.2016 09:17
      Highlight Highlight Die vertrauen auf die Tunnelbauer, Konstrukteure und den Werkstoff 😉
      Dafür braucht es keinen Segen.
    • andersen 18.05.2016 09:42
      Highlight Highlight Ja,Gott sei dank! :-)
  • jeanette_mueller 18.05.2016 08:32
    Highlight Highlight Biblisch gesehen ist es nonsens, Gegenstände oder solche Dinge wie Tunnels usw zu segnen.
  • Fumo 18.05.2016 08:30
    Highlight Highlight Wer sich erst abspaltet soll im Nachhinein nicht dazu gehören wollen.
    • Hierundjetzt 18.05.2016 09:32
      Highlight Highlight Was für ein hervorragender Steilpass für eine Reaktionäre Antwort. Gepflegt den letzen Bürgerkrieg verlieren, erst seid 2010 die volle juristische Gleichberechtigung aber eine grosse Klappe wie weis nicht was.
  • andersen 18.05.2016 08:30
    Highlight Highlight Die streiten wer der Gotthard Segen soll, ich frage lieber, WER soll der Gotthard bauen?

    Hoffentlich nur die Schweizer, dann ist vielleicht endlich Ruhe im Stall.
    • panaap 18.05.2016 09:10
      Highlight Highlight Denn Gotthard hat die afrikanische Kontinentalplatte gebaut. Mit Hilfe der eurasischen Platte, wobei die eher passiv war
    • Knut Atteslander 18.05.2016 09:53
      Highlight Highlight Und dann behauptet noch wer, wir werden nicht von Afrikanern überrannt ;D
  • -woe- 18.05.2016 08:22
    Highlight Highlight Was mich ärgert:
    Der katholische Priester darf Tunnels segnen. Darf Brücken segnen. Darf Motorräder segnen. Darf Kühe und Weiden segnen. Darf...

    Segnet er aber ein homosexuelles Paar, hat er den grossen Aerger aus Chur und Rom!
  • Menel 18.05.2016 08:03
    Highlight Highlight Kann man den ganzen Kindergarten nicht einfach weg lassen?
    Echt jetzt! Um so was zu streiten, manchen Menschen ist ihr Leben wohl einfach zu langweilig....
  • manhunt 18.05.2016 07:52
    Highlight Highlight und der imam, ist er sunnite oder shiite? er kann unmöglich für alle moslems sprechen. und was ist mit dem hindupriester? es leben doch nicht wenige hindus in der schweiz? und der buddhist?
  • goschi 18.05.2016 07:51
    Highlight Highlight Und wo ist mein Priester des Cthulhu? (immerhin ist es ein Tor durch die Tiefen der Unterwelt, da sollte man sich wappnen!)
    und von den Pastafari ganz zu schweigen, kein Nudelsieb dabei?

    :-(
  • Sumsum 18.05.2016 07:30
    Highlight Highlight Als bekennender Jedi steht man über dem. "Be the Tunnel with you"
  • dracului 18.05.2016 06:56
    Highlight Highlight Pater Martin Werlen ist für mich ein sehr weltoffener Christ und ein bewundernswerter Mensch. Ich würde die Aufregung verstehen, wenn für diese Aufgabe ein katholischer Hardliner z.B. einer der Bischöfe von Chur oder Lichtenstein eingeladen worden wäre.
  • Hierundjetzt 18.05.2016 06:56
    Highlight Highlight Oder umgekehrt Werlen geht heim, Sieber kommt (als Beispiel)

    Ah geht ja nicht! Die Reformierten sind gemäss Rom vom richtigen Glauben abgefallen und pöse pöse.

    Keine Ahnung was sich der Vertreter der Reformierten dabei gedacht hat. Aber die grösste Glaubensgemeinschaft der Schweiz muss am Tunnel sein.

    • Hierundjetzt 18.05.2016 09:36
      Highlight Highlight Ja das mit den Zahlen hast Du heute nicht so, was? 29% sind Evangelisch, 38% Katholisch aber auch nur infolge der Deutschen Zuwanderung.

      Echt jetzt, was mich nervt, wenn wir schon so ein Brimborium um ein Loch im Berg veranstalten, soll jede wesentliche Religionsgemeinschaft vertreten sein.
    • Fumo 18.05.2016 10:03
      Highlight Highlight Selbst wenn wegen den Deutschen, was nicht möglich ist weil die auch viele Ref. haben.
      38% ist mehr als 29%, aber ausser Rosinenpicken können die Reformierten ja nicht viel.
    • Hierundjetzt 18.05.2016 19:05
      Highlight Highlight Genau, darum zahlen alle protestantisch geprägten Kantone in den NFA ein und alle katholischen beziehen das Geld. Es gibt zudem kein einziges protestantisches 3 Welt Land aber unzählige katholische.

      Wunderbare Vereinfachung, was? Sonst noch irgendeine schlaue Bemerkung? Jede Glaubensrichtung hat seine Vor- wie Nachteile. Beide brauchts. Keine ist besser.
  • Stichelei 18.05.2016 06:53
    Highlight Highlight Und falls mal etwas passieren sollte (was ich natürlich nicht hoffe), streiten sie sich dann, wessen Segen versagt hat?
  • Randy Orton 18.05.2016 06:38
    Highlight Highlight Passt doch. Für jede Religion 1 Vertreter. Die Moslems haben ja auch nicht einen Sunniten und einen Schiiten, sondern werden durch einen Imam vertreten. Macht doch darüber auch noch einen Artikel.
  • Yolo 18.05.2016 06:38
    Highlight Highlight Und wer vertritt die Atheisten? Ich fühle mich vom Bund zu tiefst diskriminiert...
    • Pingupongo 18.05.2016 07:07
      Highlight Highlight Nur so aus Neugier: Wie sähe denn der atheistische Segen aus? ;)
    • Fumo 18.05.2016 08:29
      Highlight Highlight Ich dachte ihr legt keinen Wert auf Segnungen, heult also nicht rum wenn es keinen gibt der für euch segnet.
  • URSS 18.05.2016 06:36
    Highlight Highlight Ich gehöre der Religion der jony hädenstif an... Wo bleiben wir?
  • dr.phibes 18.05.2016 06:36
    Highlight Highlight Ständig ärgern über den Twist zwischen den verschiedenen Islam Unterreligionen (sunnitisch, schiitisch..) ... aber selber wegen so einer Lappalie ein Fass aufmachen!?
  • Charlie Brown 18.05.2016 06:20
    Highlight Highlight Und wer vertritt die Pastafari?
  • Der kleine Finger 18.05.2016 06:12
    Highlight Highlight Darf ich auch meinen Vertreter, das fliegende Spaghetti-Monster auch schicken? Es würde auch reichen, wenn einer der drei symbolisch ein spaghetti-sieb für mich trägt.
  • Karl Müller 18.05.2016 06:10
    Highlight Highlight Also wenn ich als Reformierter mal durch diesen Tunnel muss, und dann fällt mir ein Stein auf den Kopf, weil da nicht anständig reformiert gesegnet wurde, dann mach ich dem UVEK aber richtig Ärger!

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