Schweiz
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IZRS Praesident Nicolas Blancho schweigt an der Medienkonferenz des Islamischen Zentralrats Schweiz IZRS, am Freitag, 28. April 2017, im Hotel Continental in Zuerich. Anfang Mai wollte der Islamische Zentralrat (IZRS) im World Trade Center in Zuerich Nord eine Konferenz unter dem Motto

Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz.  Bild: SIGGI BUCHER

Dumm gelaufen – türkische Polizei stellt dem IZRS den Strom ab



Die Empörung beim Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) war gross. Vor wenigen Wochen wurde der Organisation verboten, eine Konferenz im Oerliker World Trade Center zu organisieren. Das selbsternannte Zentralorgan der Schweizer Salafisten sprach danach von einer zunehmenden Islamophobie in der Schweiz.

Als Konsequenz kehrte der IZRS der Schweiz den Rücken zu – und verlegte die Konferenz nach Istanbul. Doch die Organisatoren machten einen entscheidenden Fehler, wie der Tages-Anzeiger heute berichtet. Sie verpassten es, eine Bewilligung einzuholen.

Auf Boot ausgewichen

Die Konferenz hätte in einem Hotel stattfinden sollen, doch die türkische Polizei drehte den Veranstaltern offenbar den Strom ab. Das war verheerend, weil den schweizerischen IZRS-Mitgliedern, die nicht nach Istanbul reisen konnten, eine Live-Übertragung im Internet versprochen wurde. 

Ein amerikanischer Komiker, der einen Auftritt für den IZRS gehabt hätte, schreibt auf Facebook, dass man noch versucht habe, beim türkischen Innenministerium zu intervenieren. Jedoch ohne Erfolg.

Dennoch erzählte der amerikanische Komiker ein paar Witze für die anwesenden Gäste. Doch die Polizei stoppte ihn und drohte mit einer Verhaftung. Der Komiker wollte darauf die Show nach draussen, vor die berühmte Blaue Moschee verlegen, doch die Polizei verhinderte auch dies. Öffentliche Aktionen des Islamrats seien in der Türkei nicht erlaubt, so die Begründung. 

Janina Rashidi, Pressesprecherin des IZRS, meint gegenüber dem Tages-Anzeiger: «Ein bisschen mehr Flexibilität hätten wir von den türkischen Behörden sehr wohl erwartet.» Ein Teil der Veranstaltungen fand dann aber doch noch statt – auf einem extra gemieteten Boot, mit dem die Teilnehmer über den Bosporus tuckerten. (cma)

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44
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    Alle Leser-Kommentare
  • Maragia 12.05.2017 13:42
    Highlight Highlight Herrlich! Vorallem die Aussage: "Janina Rashidi, Pressesprecherin des IZRS, meint gegenüber dem Tages-Anzeiger: «Ein bisschen mehr Flexibilität hätten wir von den türkischen Behörden sehr wohl erwartet.»"

    Wäre das in der Schweiz passiert, hätten sich das bestimmt anderst angehörtt :)
  • Hillbilly 12.05.2017 13:40
    Highlight Highlight Allahahahaha 🤣
  • Flughund 12.05.2017 11:05
    Highlight Highlight Bitte die Klebe-Ettikette über den angeklebten Sackhaaren gleich für immer drauf lassen !
  • Rabbi Jussuf 12.05.2017 10:52
    Highlight Highlight Wie ich schon vermutet hatte, will die Türkei den Spassverein auch nicht bei sich haben.
    Aber nicht wegen dem Islam, den sie vertreten, sondern wegen der Deutungshoheit über den Islam und natürlich aus Machtkalkül.
  • Digichr 12.05.2017 10:15
    Highlight Highlight Wie lange es wohl geht, bis Frau Illi "Isalmophobie!" twittert?
    • Wehrli 12.05.2017 17:00
      Highlight Highlight Gurkenilli mit dem Jutensack auf dem Gesicht?
  • DocM 12.05.2017 09:44
    Highlight Highlight Wenn eine Organisation von einem Staat mit gleicher Religion nicht akzeptiert wird, warum lassen wir besagte Organisation zu?

    Ich empfehle dem IZRS seine nächste Veranstaltung im Gebiet des IS zu planen, mal sehen wie viele zurückkommen....
  • Chrigi-B 12.05.2017 09:17
    Highlight Highlight 😁
  • ezclips 12.05.2017 09:16
    Highlight Highlight Gibt diesen Leuten keinen Freiraum. Die Türkei als Vorbild. Wer hätte das gedacht. Unterstützt liberale Islamkritiker und Reformer wie z.B. Herrn Hamed Abdel-Samad oder Frau Ayaan Hirsi Ali
  • Rabbi Jussuf 12.05.2017 08:59
    Highlight Highlight Das hab ich doch vermutet, dass die Türken diesen Spassverein auch nicht mögen.
    Aber aufgepasst! Der IZRS wurde dort nicht wegen dem Islam/Islamismus behindert, sondern weil er nicht linientreu zum türkischen Islam ist. Oder anders gesagt: es geht um eine Machtfrage und die Deutungshoheit.
    • Saraina 12.05.2017 12:11
      Highlight Highlight Natürlich. Wieso sollten die mehrheitlich muslimischen Türken islamophob sein?
      Den Salafisten geht es um nicht anderes als um die Deutungshoheit über den Islam. Deswegen hat auch Marokko vor kurzem den Import von Burkas und Nikabs aus dem Ausland verboten.
      Interessant ist, dass der Westen den Salafisten nicht nur 90% Aufmerksamkeit in der Presse widmet, obwohl sie eine Minderheit sind, sondern westliche Regierungen die salafistischen Länder wie Saudi Arabien politisch und militärisch stark unterstützt.
    • Rabbi Jussuf 15.05.2017 12:37
      Highlight Highlight Stimmt zwar, aber hier ist es genau umgekehrt: Die Türken wollen die Deutungshoheit über den Islam - wenigstens in der Türkei, darum wehren sie sich gegen ausländische, dazu noch arabisch beeinflusste Elemente.
      Inhaltlich unterscheiden sich die verschiedenen islamischen Gruppen kaum. Es geht nur darum, wer das Sagen hat.
    • Saraina 15.05.2017 15:55
      Highlight Highlight Die Türkei will politisch! Deutungshoheit haben. Die hanafitische Rechtsschule gibt es schon, und sie ist in der Türkei, Syrien, Irak, Palästina und Ägypten vorherrschend. Inhaltlich unterscheidet sich der Salafismus gravierend von den 4. Rechtsschulen, über die es ja keine Deutungshoheit braucht. Der Salafismus ist der Versuch einer Reformation des Islam, inklusive dem Versuch, dessen Vielfalt an Meinungen und Erscheinungsformen zu einer einzigen, rigiden, unter dem Einfluss der Anhänger Abdal Wahabs stehenden Religion umzuformen. Aber das weisst du ja bestimmt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Against all odds 12.05.2017 08:53
    Highlight Highlight Ich würde so gerne einen Witz des amerikanischen Komikers hören. Wusste gar nicht, dass der IZRS Humor hat...
    • Wehrli 12.05.2017 17:00
      Highlight Highlight "Achmed the dead terrorist" von Jeff Dunham. Unbedingt schauen.
  • Wehrli 12.05.2017 08:50
    Highlight Highlight Schamhaarblanco ... danke! Die Häme hat mir den Morgen versüsst.
  • My Senf 12.05.2017 08:50
    Highlight Highlight Da kommt einem ja nur gurkentruppe in den Mund? Bringen die ausser provozieren nichts auf die Reihe? Und dass soll sich Zentralrat nennen?
  • Fulehung1950 12.05.2017 08:42
    Highlight Highlight Ich lach mir einen Ast! Die ganze Organisation ist etwa so durchdacht, wie Illi's roter Bart Wachstumspausen hat: lückenhaft!
  • ogi 12.05.2017 08:38
    Highlight Highlight Allahu Snackbar!
  • Alnothur 12.05.2017 08:30
    Highlight Highlight Kann man nicht endlich aufhören, über diesen Witzverein mit seinen zwanzig Mitgliedern zu berichten, der nichts ausser sich selbst vertritt?

    (Man könnte mit der freigewordenen Kapazität ja mal einen Bericht über meine akademische Verbindung mit 180 Mitgliedern machen ^^)
  • Stichelei 12.05.2017 08:30
    Highlight Highlight Ist ja zum totlachen! Ausweichen zu den befreundeten Islamisten (dorthin bewegt sich die Türkei gegenwärtig) und dann eine Live-Lektion in Sachen Toleranz des Islam erhalten.
  • MaskedGaijin 12.05.2017 08:27
    Highlight Highlight Nächstes mal vielleicht von anfang an in Riad planen.
  • Olaf! 12.05.2017 08:00
    Highlight Highlight "Salafisten sprach danach von einer zunehmenden Radikaleidiotenphobie in der Schweiz."
  • Keine grösseren Probleme...? 12.05.2017 07:57
    Highlight Highlight Was lernen die Schweizer von den Türken?? Strom abstellen! Und ich meine hinzu: Wasser abstellen, keine Aufenthaltsbewilligungen oder andere Bewilligungen ausstellen, Ausbürgern und ausweisen der Typen.
    • Mantarochen 12.05.2017 21:39
      Highlight Highlight Bringt doch nichts, solange es keine Zollkontrollen gibt, kommen solche Idioten immer wieder rein.
  • Firefly 12.05.2017 07:41
    Highlight Highlight Von wem wirde dieser Zentralrat eigentlich finanziert?
  • "let's dance" 12.05.2017 07:35
    Highlight Highlight 😂 Hatte die Türkische Armee keinen Torpedo übrig, wenn ich dieses Face Nicolas sehe, so löschts mir ab 😁😁😂
  • rodolofo 12.05.2017 06:55
    Highlight Highlight Islamisten, die "mehr Flexibilität" erwarten...
    Wirklich äusserst kurios.
    Aber für einmal hat der Autoritäre Türkische Staat auch etwas richtig gemacht!
    Nun sollte dieser Türkische AKP-Staat konsequent weiter machen und endlich entschlossen gegen den Islamischen Staat vorgehen und nicht immer nur gegen Kurden und gegen Europa-freundliche Demokraten!
    Und wenn das möglich sein sollte, könnte sich auch das Verhältnis zwischen der Türkei und einem grossen Teil von Europa (ausser Ungarn) wieder entspannen.
  • pamayer 12.05.2017 06:43
    Highlight Highlight Erdogan stellt dem ISZR den Strom ab. Schöner könnte es kein Komiker erfinden.
    • Saraina 12.05.2017 09:15
      Highlight Highlight Macht doch völlig Sinn, die Türken sind traditionell der Hanafitischen Rechtsschule angegliedert, und haben mit Salafisten rein gar nichts am Hut. Propaganda-Aktionen von Salafisten dürften dort nie auf Gegenliebe stossen.
    • Maracuja 12.05.2017 15:09
      Highlight Highlight Saraina: die Türken sind traditionell der Hanafitischen Rechtsschule angegliedert, und haben mit Salafisten rein gar nichts am Hut.

      War die Türkei unter Erdogan nicht lange bequemes Hinterland für die Salafisten von Daesh (u.a. Behandlung von IS-Verletzten in türkischen Spitälern/Arztpraxen, Offenhalten von Nachschubwegen für Waren und Terroristen, Abnehmer von Gütern wie Erdöl)? Nur aus Habgier (wie der Westen mit den Saudis) oder doch etwas am Hut mit denen?
    • Saraina 12.05.2017 22:47
      Highlight Highlight Nein Maracuja, das stimmt so nicht. Die Türkei hat versucht, sich mit dem IS realpolitisch zu arrangieren. Nicht zuletzt, um die syrischen Kurden, die der PKK einen Rückzugsort bieten, im Schach zu halten. Es wurden auch verletzte IS und andere islamistische Kämpfer in Israel behandelt, und nicht, weil Israel etwas mit deren Ideologie am Hut hätte, sondern weil sie die Hizbollah und iranischen Einheiten bekämpften. Es wäre interessant zu sehen, wie die Schweiz reagieren würde, wenn ein solcher Krieg in unserem Nachbarland toben würde...
      Erdogan neigt ideologisch eher den Muslimbrüdern zu.
  • mister_michael 12.05.2017 06:31
    Highlight Highlight Richtig so! Danke an die türkischen Behörden (alles ist nicht gut in der Türkei, aber hier wurde alles richtig gemacht). Nun muss man diesen Verein nur noch verbieten.
    • rauchzeichen 12.05.2017 09:45
      Highlight Highlight verbeten find ich auch ne schöne wortschöpfung ;)
  • amRhein 12.05.2017 06:04
    Highlight Highlight Ich lach micht kaputt - wenn das stimmt.

    Was für ein dilettantischer Verein - in der Schweiz neue Mitglieder anwerben wollen, und dann den Anlass in die Türkei verlegen, um es dort nicht mal anständig hinzukriegen. Und das laut eigenen Aussagen «der grössten islamischen Organisation der Schweiz!». Was für eine lächerliche Hobbytruppe.
  • Z&Z 12.05.2017 05:59
    Highlight Highlight Made my day :D Ob sie jetzt wohl gelernt haben, dass sie es in der Schweiz eigentlich ganz gut hätten?
  • Telomerase 12.05.2017 05:50
    Highlight Highlight Schieben die's in der Türkei auch auf die "zunehmende Islamophobie"?
    • Freddie 12.05.2017 09:38
      Highlight Highlight Haha das ist mal ein gutes Argument 😂

      Oder vielleicht sind sie der Türkei zu wenig extrem? 🤔
    • Stachanowist 12.05.2017 09:40
      Highlight Highlight 😂😂😂
  • Raembe 12.05.2017 05:32
    Highlight Highlight Henau, wenn ich keine Bewilligung einhole und die Polizei dann interveniert, sind die Behôrden unflexibel.....

    Mir scheint es als sei der IZRS nie selbst schuld...

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