Schweiz

Einsprache teilweise gutgeheissen

Verbotenes Kinderspielhaus: Tennis-Superstar Roger Federer verletzt Hochbauverbot

29.07.14, 16:01
Die beiden im Rohbau fertiggestellten Doppelvillen "Bellavista A und Bellavista B" des Schweizer Tennisstars Roger Federer hinter hohen Sichtschutzzeunen in Lenzerheide-Valbella, aufgenommen am Donnerstag, 15. November 2012. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Auf ihrem 8000 Quadratmeter Grundstück bauten sich die Federers zwei Häuser – und ein drei Meter hohes Kinderspielhaus mit Rutsche. Das ging den Nachbaren zu weit.  Bild: KEYSTONE

Tennis-Superstar Roger Federer und seine Frau Mirka haben es mit der Platzierung eines Spielhauses und einer Rutschbahn am Feriendomizil in Lenzerheide-Valbella GR offenbar nicht so genau genommen: Sie haben ein Hochbauverbot missachtet.

Wegen dieses Verstosses gegen das Hochbauverbot hat die Gemeinde Vaz/Obervaz eine Einsprache der Nachbarschaft gegen die Federers teilweise gutgeheissen. Der Anwalt der Nachbarn, Andrea Bianchi, teilte am Dienstag mit, seine Mandanten hätten nichts gegen das über drei Meter hohe Spielhaus und die Rutsche an sich. Die Geräte müssten jedoch ausserhalb der Hochbauverbotszone erstellt werden.

Sicht auf die Villen der Federers: «Bellavista A» und «Bellavista B». Bild: KEYSTONE

Der Zwist ist aber noch nicht völlig beigelegt: Umstritten bleibt, ob die Errichtung eines zwei Meter hohen Maschendrahtzauns mit Lebhag sowie das Pflanzen von hochstämmigen Bäumen in der Zone des Hochbauverbotes zulässig ist. Das entsprechende Baugesuch von Roger und Mirka Federer ist von der Gemeine bewilligt worden.

Die Nachbarschaft der Federers hat nun bis Mitte September Zeit, den strittigen Punkt mit dem Zaun und den Bäumen mit einer Beschwerde vom Bündner Verwaltungsgericht klären zu lassen. Vorgängig soll versucht werden, mit den Rechtsanwälten der Federers eine gütliche Einigung zu finden, wie Bianchi schreibt.

Zwei neue Häuser und eine tolle Aussicht

Die Federers hatten das 8000 Quadratmeter grosse Grundstück an bester Lage in Lenzerheide-Valbella im Jahr 2008 gekauft. Die Villa, die damals auf dem Land stand, wurde inzwischen abgerissen. Die Federers liessen zwei neue Häuser mit den Namen «Bellavista A» und «Bellavista B» bauen.

Tatsächlich haben die Federers vom Grundstück aus eine herrliche Aussicht auf das Hochtal mit seiner idyllischen Berglandschaft und auf den Heidsee. Roger Federer pflegt seit seiner Kindheit eine Beziehung zu Valbella. Er verbrachte dort als Bub die Skiferien. (rar/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Albi Gabriel 30.07.2014 08:12
    Highlight Das witztigste daran ist, dass die Nachbarn sich als Zweitwohnungsbesitzer vom Supersozi Andrea Bianchi vertreten lassen, bzw. dass Andrea Bianchi einen Zweitwohnungsbesitzer, der nicht mehr eine freie Aussicht hat, gegen einen anderen Zweitwohnungsbesitzer vertritt...
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  • Schneider Alex 30.07.2014 06:46
    Highlight Dass diese Protzerei die SchweizerInnen anwidert sollte Federer eigentlich wissen.
    3 5 Melden
    • f303 30.07.2014 09:11
      Highlight Missgunst und Neid sind in der Schweiz gepflegtes Kulturgut.
      Besonders auf dem Lande.
      2 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.07.2014 10:17
      Highlight Ich sehe dies anders. Solange Federer im Tennis Weltklasse ist und einen Haufen Geld verdient ist alles OK.
      Sobald er einmal einen Teil seines Verdienten ausgibt, kommt bei vielen der blanke Neid auf. Unsere Gesellschaft wird immer mehr zur Neidgesellschaft. Obwohl es den meisten Schweizern hervorragend geht - im Vergleich zu einigen unserer Nachbarn - kommt Neid und Missgunst auf.
      2 1 Melden

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