Schweiz

Ausgebrannter Stall beim IENA. Bild: KEYSTONE

War es Brandstiftung? Etwa 20 Pferde verenden bei Brand in Avenches

15.07.17, 15:24 15.07.17, 17:31

Im Broyebezirk und in der Region Vully hat es in der Nacht auf Samstag nicht weniger als sieben Mal gebrannt. Einem der Feuer sind rund 20 Pferde und Ponys zum Opfer gefallen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei ermittelt, ob es sich um Brandstiftung handelt.

Das erste Feuer brach gegen 0.30 Uhr auf zwei Gerstenfeldern bei St.Aubin und Domdidier im Kanton Freiburg aus, wie die Waadtländer und die Freiburger Kantonspolizei in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten. Während sie noch löschten, bemerkten die Feuerwehrleute Flammen beim privaten Institut Equestre National d'Avenches (IENA).

Auch eine an den Stall angrenzende Wohnung brannte ab. Bild: KEYSTONE

Auf diesem Areal wurden ein Stall und eine Scheune, die zum IENA gehören, ein Raub der Flammen. Rund 30 Pferde und Ponys waren dort eingestallt. Rund 20 dieser Tiere kamen im Feuer um. Sie gehörten Privatpersonen.

Abgebrannt ist auch eine an den Stall angrenzende Wohnung. Die Familie, die darin lebt, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die anderen Gebäude auf dem Gelände konnte die Feuerwehr schützen.

Innert einer Stunde kam es noch zu weiteren Bränden in unmittelbarer Nähe: In Villars-le-Grand VD brannte landwirtschaftliches Gerät, zwischen Salavaux VD und Avenches Strohballen und in Avenches ein Gerstenfeld. Die meisten waren rasch eingedämmt; das grösste Feuer in den Pferdeställen war am frühen Morgen unter Kontrolle.

Das private IENA liegt in direkter Nachbarschaft zum Schweizer Nationalgestüt Avenches.  Bild: KEYSTONE

Sieben Brandherde ermittelt

Ermittlungen führten laut Polizeiangaben zu insgesamt sieben Brandherden. Feuerwehren aus mehreren Gemeinden waren aufgeboten worden. Auch Ambulanzteams und zwei Tierärzte standen im Einsatz. Für die Polizei steht ein krimineller Hintergrund im Vordergrund. Spezialisten nahmen Ermittlungen auf.

Das private IENA liegt in direkter Nachbarschaft zum Schweizer Nationalgestüt Avenches, wurde im Zuge von dessen Teilprivatisierung gegründet und nahm 1999 seine Aktivitäten auf. Es führt nach Angaben auf seiner Webseite jährlich rund 30 Reitsport-Veranstaltungen aller Disziplinen durch. Rund 200 Boxen vermietet es Pferdebesitzern.

(sda)

Der Bundeszoo: Diese Tiere stehen im Dienst des Staates

Das könnte dich auch interessieren:

Dem Nachtzuschlag gehts an den Kragen – und Uber ist daran nicht ganz unschuldig

Für 27 Franken nach Berlin? So teuer müsste dein Flug eigentlich sein

Diese Feministin will die SVP aus Debatten (und Taxis) verbannen

Erwachsensein – wie du es dir vorgestellt hast, und wie es wirklich ist

Poisson prallte gegen einen Baum: «Als wir am Unfallort ankamen, war er bereits tot»

Wie lit bist du, du sozialtoter Bruh? Wir suchen die Jugendwörter vergangener Jahre

Erfolg für Facebook-Schreck Max Schrems: Datenschutz-Aktivist kann Facebook verklagen

5 Grafiken, die man im No-Billag-Nahkampf kennen muss

Diese 6 Grafiken zeigen, in welchem Kanton du für die Autoprüfung am meisten zahlst

Nico Hischier ist in seiner ersten NHL-Saison besser unterwegs als Auston Matthews

«Cookies»-Backen in der Schweiz – ein Drama in 5 Akten

10 Vorteile, die nur sehr langsame Leute kennen

Gesichtserkennung beim iPhone X angeblich überlistet

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Baba 15.07.2017 21:56
    Highlight Einfach nur traurig sowas... Wenn hier tatsächlich Brandstifter am Werk waren: wie pervers muss jemand drauf sein, Stallungen mit Tieren drin anzuzünden??? 😢😢😢
    8 0 Melden
    • pamayer 16.07.2017 21:42
      Highlight Tönt leider sehr nach Brandstiftung... Irgendwelche Sadisten.
      0 0 Melden

Snowboarder stirbt in Lawine bei Engelberg – Reanimationsversuche bleiben erfolglos

Ein Varianten-Snowboarder aus der Zentralschweiz ist am Dienstag im Titlisgebiet bei Engelberg OW bei einem Lawinenabgang getötet worden. Er wurde von seinen Kollegen aus dem Kegel geborgen und reanimiert, starb aber noch am Unglücksort.

Das Unglück passierte am Dienstag um 13 Uhr im Gebiet Laub, einem bei Variantenfahrern beliebten Hang ausserhalb der markierten Pisten. Die Lawine habe sich im oberen Teil des steilen Hanges gelöst, sagte Marco Niederberger, Pikettoffizier der Kantonspolizei …

Artikel lesen