Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Vorfall in Genf: Äthiopischer Co-Pilot wegen Flugzeugentführung schuldig gesprochen

17.03.15, 17:50
epa04082849 Security forces stand next to a hijacked Ethiopian Airlines plane at the airport in Geneva, Switzerland, 17 February 2014. The hijacked aircraft travelling from Addis Ababa, Ethiopia, and directed to Rome, Italy, has landed at Geneva's international airport early 17 February. According to media reports, the plane was hijacked by the co-pilot, which Swiss authorities have arrested upon landing. All 200 passengers and crew members are in good health.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Bild: EPA/KEYSTONE

Rund 13 Monate nach der Entführung eines Passagierflugzeugs der Ethiopian Airlines nach Genf ist der Co-Pilot der Fluges von einem Gericht in Äthiopien der Luftpiraterie für schuldig befunden worden. Das Urteil wurde am späten Montagabend in Abwesenheit des Angeklagten gefällt.

Wie der äthiopische Nachrichtenkanal «Diretube» am Dienstag weiter berichtete, soll das Strafmass vermutlich am Freitag festgelegt werden.

Hailemedhin Abera Tegegne hatte im Februar 2014 die Gewalt über die Maschine an sich gerissen, als der Pilot gerade in der Bordtoilette war. Er hatte sich im Cockpit eingeschlossen und die Route in Richtung Schweiz geändert. Ursprünglich war die Maschine auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom. 

Tegegne selbst hatte kurz darauf das Notsignal für Flugzeugentführungen gesendet. Nach der Landung in Genf hatte sich der Mann aus dem Cockpitfenster abgeseilt und den Behörden gestellt. Wo der Pilot sich aufhält und ob Äthiopien seine Auslieferung beantragen wird, ist unklar.

Tegegne wollte in der Schweiz politisches Asyl beantragen. Er fühle sich in seiner Heimat bedroht, hatte er den Behörden mitgeteilt. Oppositionspolitiker und Menschenrechtler werfen der Regierung in Addis Abeba immer wieder vor, Andersdenkende zu unterdrücken. (aeg/sda/dpa)



Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Maudet lässt auch sein Amt als Präsident der Justiz- und Polizeidirektoren ruhen

Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet bleibt Präsident der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD), obwohl die Staatsanwaltschaft wegen einer umstrittenen Reise gegen ihn ermittelt. Maudet lässt das Amt aber bis auf Weiteres ruhen.

Über diesen Entscheid habe der 40-jährige FDP-Politiker den Vorstand der KKJPD im Rahmen einer Aussprache über die Hintergründe des Strafverfahrens in Genf informiert, teilte die Konferenz am Freitag mit.

Der Vorstand habe einstimmig entschieden, die …

Artikel lesen