Schweiz
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Internet-Zensur an der Uni Fribourg? Warum dir ein «Ständer» zum Verhängnis werden kann

Wer auf dem Netz der Uni Fribourg auf den falschen Seiten surft, macht sich verdächtig. Das Rektorat der Hochschule setzt auf einen neuen Software-Filter, der gewisse Webseiten blockiert. Dabei geraten nicht nur pornographische Inhalte ins Visier, sondern auch politischer Extremismus oder Copyright-Verletzungen.



Vergangenen Freitag loggt sich Daniel in der Aula der Universität Fribourg ins Uni-interne WLAN ein. Der Politikwissenschaftsstudent forscht im Rahmen eines Seminars zu Aufständen in autokratischen Regimes. Dafür will er das bekannte Tor-Netzwerk nutzen, eine Software zur Verschlüsselung digitaler Kommunikation. Der Zugriff auf die Website wird ihm jedoch verweigert – Torproject wird von der Uni Fribourg als sicherheitsgefährdend eingestuft.

Am gleichen Abend geht Daniel zuhause über das VPN der Universität ins Netz. Er will sein Fahrrad reparieren lassen und sucht nach einer Velowerkstatt. Als er die URL fahrraddoktor.ch ins Suchfeld eingibt, erscheint die gleiche Meldung:

«Access to the web page you were trying to visit has been blocked in accordance with UniFr policy.»

Image

bild: zvg

Die Website wird als «adult» eingestuft – pornografisch. Ein hinreichend absurder Vorwurf, handelt es sich doch tatsächlich um eine – wenn auch noch in der Entstehung begriffene – Webseite eines Velo-Mechanikers. 

Von Malware bis Extremismus

Den Beschluss, gewisse Zugangsbeschränkungen im Uni-Netz zu installieren, fasste das Rektorat der Uni Fribourg vor mehr als einem Jahr. Eine Firewall der «neuen Generation» erlaube die Blockierung von gewissen Webseiten, schreibt Rektorin Astrid Epiney im Dezember 2015 in einem Communiqué an die Studierenden und Mitarbeiter der Universität. Damit soll der «Datenverkehr, der Malware enthält (z. B. kontaminierte Webseiten) sowie der Zugang zu Webseiten von spezifischen Kategorien» verunmöglicht werden. Neben Malware, also Schadprogrammen, die Computerviren übertragen, filtert die Uni nach mindestens fünf weiteren Kategorien:

- Adult (Pornographie)
- Hacking
- Proxy-avoiders-and-anonymizers
- Copyright-Infringement
- Extremism

Gleichzeitig werden Informationen über die User gespeichert, darunter die angesteuerte URL, das Datum, IP-Adressen, sowie je nach Fall der Benutzername. Nach sechs Monaten werden die Daten vernichtet.

Der Politikwissenschaftsstudent Daniel ist fiktiv, Beispiele und Konsequenzen sind real. Wer an der Uni Fribourg gewisse Webseiten ansteuert, steht schnell vor einer Schranke. Bis hierhin und nicht weiter.

Der Fall weckt Erinnerungen an den Sommer 2014. Damals wurde bekannt, dass die Universität Zürich auf ihrem Netz einen sogenannten Pornofilter einsetzt. Der Filter beliess es aber nicht bei pornographischen Websites, sondern setzte etwa auch den Mamablog des «Tages-Anzeiger» auf den Index. Nach wütenden Protesten der Studentenschaft und kritischen Artikeln in der Presse krebste die Universität schliesslich zurück.

Zensurvorwurf gegen die Universität

Aus der Ecke der kritischen Jurist*innen ertönen nun happige Vorwürfe an die Adresse der Uni-Leitung: Die Universität Fribourg betreibe eine «Netzzensur nach saudischen und chinesischen Massstäben», schreibt die linksgerichtete Hochschulgruppe in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit dem Chaos Computer Club. Die Zugangsbeschränkungen der Universität würden mutmasslich Grundrechte wie etwa den Schutz der Privatsphäre oder die Meinungs- und Informationsfreiheit verletzen.

«Eine Sperrung des Zugangs zu Webseiten ist grundsätzlich eine Zensurmassnahme und geeignet, die Kommunikationsgrundrechte zu verletzen.»

Anwalt und MAZ-Dozent Andreas Meili

Florian Dietschi von den kritischen Jurist*innen Fribourg/Bern sieht in der Massnahme der Uni-Leitung eine klare Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit: «Es geht nicht an, dass der Staat mit Hilfe privater Unternehmen vorschreibt, auf welchen Seiten geforscht werden darf und auf welchen nicht.» Zudem sieht er die Gefahr einer Nonchalance beim Surfen: «Wenn die Uni Seiten wie Torproject sperrt, die zu sicherem Surfen anleiten, dann torpediert sie jegliche Bemühungen um Netzsicherheit. Das Argument der Universität, mit den Zugangsbeschränkungen mehr Sicherheit zu gewährleisten, wird so ad absurdum geführt.»

Medienrechtsanwalt und MAZ-Dozent Andreas Meili beurteilt die Zugangsbeschränkungen der Uni Fribourg kritisch: «Eine Sperrung des Zugangs zu Webseiten ist grundsätzlich eine Zensurmassnahme und geeignet, die Kommunikationsgrundrechte zu verletzen». Allerdings gelten die Zensurmassnahmen nicht absolut. Ob der Zugriff auf eine Website, die nicht gegen strafrechtliche Bestimmungen verstösst, blockiert werden soll, sei im Einzelfall zu prüfen.

Die Universität Fribourg weist den Zensur-Vorwurf von sich. Als staatliche Institution habe man Fürsorgepflichten zum Schutze ihrer Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit zu wahren, sagt Marius Widmer, Leiter der Medienstelle. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden dabei respektiert. Auch die «Einzelfälle» habe man im Blick, versichert die Universität Fribourg. «Alle NutzerInnen können jederzeit eine Neubeurteilung verlangen, wenn ihrer Meinung nach eine Seite fälschlicherweise blockiert wird», betont Mediensprecher Widmer.

Ob es sich dabei wirklich nur um Einzelfälle handelt, ist unklar. Wie die Beispiele des Torproject und der Fahrrad-Reparatur zeigen, ist der Software-Filter der Uni fehleranfällig. Auch andere unverdächtige Webseiten bleiben im Filter hängen, darunter etwa die Seite eines Jung-Branchenverbands im Raum Basel oder das Portal einer Barfuss-Community. 

In der Fehleranfälligkeit der Filtersoftware sieht Medienrechtsanwalt Martin Steiger das Hauptproblem. Es sei durchaus möglich, einen solchen Filter rechtskonform auszugestalten. «Das heisst aber noch lange nicht, dass er den beabsichtigten Zweck erfüllt.» Die Massnahme der Universität zeige vielmehr die Hilflosigkeit im Umgang mit kritischen Informationen und Schadsoftware im Netz.

Weiter als die anderen

Mit der Einführung der Netzsperre geht die Uni Fribourg einen Schritt weiter als andere Schweizer Hochschulen. «Die Universität Basel nutzt wie andere Schweizer Hochschulen die Kobik-Filterliste gegen Kinderpornografie», schreibt die Uni Basel auf Anfrage. Weitere Massnahmen seien weder aktiv noch geplant. Bei der Uni Bern tönt es ähnlich: «Aktuell kategorisiert oder blockiert die Universität Bern keine Webseiten». Es seien auch keine solchen Schritte geplant.

Auch die Uni Zürich beabsichtigt keine über die Kobik-Filterliste hinausgehenden Beschränkungen – der Shitstorm nach der Einführung des Pornofilters sitzt der Uni wohl noch immer tief in den Knochen. Einzig die Universität Luzern wendet ein ähnliches System an: «Wir blockieren spezifische IP-Adressen, wenn wir wissen, dass von diesen aus Malware verteilt wird», gibt die Medienstelle Auskunft. Eigene Filter werden hingegen nicht eingesetzt.

Zur Praxis der Uni Fribourg will keine der angeschriebenen Universitäten Stellung nehmen. Man äussere sich nicht zum Vorgehen anderer Hochschulen, heisst es unisono.

Software einer US-Firma?

Welche Software die Universität Fribourg zur Filtrierung einsetzt, ist nicht klar. Hernani Marques, Computerlinguist und Mitbegründer des Chaos Computer Clubs Schweiz, vermutet ein Programm der auf Cyber-Security spezialisierten US-Firma Palo-Alto-Networks. Entsprechende Tests hätten das mit «99-prozentiger Wahrscheinlichkeit» ergeben. Die Universität Fribourg liess eine entsprechende Anfrage unbeantwortet.

Auch auf die Frage, ob die Firewall der Universität gegen die Richtlinien des internationalen Hochschulnetzwerkes Eduroam verstösst, will die Universität keine Antwort geben. Eduroam ist ein internationales Hochschulprojekt, das Studenten ermöglicht, das WLAN von Partneruniversitäten kostenfrei zu nutzen. Die Uni Fribourg ist Teil des Eduroam-Netzwerkes.

«Es gibt verhältnismässigere Mittel, um die Sicherheit im Netz zu gewährleisten.»

Medienrechtsanwalt Martin Steiger

Regeln anstatt Blockade

Für Hernani Marques steht fest: Der regulierte Internetzugang an der Uni Fribourg beeinträchtigt nicht nur die Forschungsfreiheit, er öffnet auch dem Missbrauch Tür und Tor: «Mit der Überwachung der Internetuser wendet die Uni eine Methode an, die sonst nur in autoritären Staaten praktiziert wird». Der Chaos Computer Club fordere deshalb die Abschaffung der Blockade.

Anstatt gewisse Seiten zu blockieren, plädieren Steiger und Marques für eine Art Gentleman's Agreement zwischen der Uni und den Studenten: «Es gibt verhältnismässigere Mittel, um die Sicherheit im Netz zu gewährleisten.» Steiger verweist auf die üblicherweise vorhandenen Richtlinien, die die BenutzerInnen des Uni-Netzes auf gewisse Regeln verpflichten. «Wird dagegen verstossen, so kann die Uni die betreffenden BenutzerInnen zur Verantwortung ziehen.»

The Big Picture

Die Offensive der Netzaktivisten kommt nicht von ungefähr. Bei der Verhandlung des neuen Geldspielgesetzes entschied das Parlament vergangene Woche, zum ersten Mal überhaupt eine schweizweite Netzsperre einzuführen. Damit soll der Zugang zu ausländischen Casinos blockiert werden. Und weitere Sperren sind in Planung: Noch in diesem Jahr will der Bundesrat über Anpassungen des Urheberrechts und des Fernmeldegesetzes entscheiden.

Die Erotik der Fahrradreparatur

Wieso die Filtersoftware der Uni Fribourg die Website fahrraddoktor.ch in die Schmuddelecke versorgt hat, darüber kann nur spekuliert werden. Möglicherweise wurde dem Mechaniker die semantische Nähe zwischen Fahrrad- und Porno-Vokabular zum Verhängnis: «Montageständer» tönt für einen Software-Algorithmus offenbar eher nach erigiertem Glied als nach Reparaturwerkzeug – ein Schreibfehler («Lust» anstatt «Luft») liess bei der Filtersoftware die Porno-Alarmglocken wohl endgültig schellen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • http://bit.ly/2mQDTjX 20.03.2017 10:59
    Highlight Highlight Während der CCC-CH mit falschem Zensur-Alarmismus herum tobt, beschäftigen sich richtige Netzpolitik-Aktivsten an der Uni Konstanz und ETHZ nüchtern und sachlich mit realer Zensur. Ohne infantilen Radau werfen sie Licht auf die staatliche Unterdrückung der Opposition:

    "Weltweit versperren Regierungen politischen Gegnern den Internet-Zugang."
    https://www.technologyreview.com/s/602310/governments-around-the-world-deny-internet-access-to-political-opponents/

    Ein Beispiel von vielen echten Internet-Problemen, die der CCC-CH schlicht ausblendet oder sogar negiert, bzw. einfach "weggebasht".
  • http://bit.ly/2mQDTjX 18.03.2017 16:57
    Highlight Highlight Kann Hernani begreifen, was ich an seiner Propaganda kritisiere? Nebst den unlauteren Methoden:

    1. Berechtigte Sicherheitsbedürfnisse und Schutzinteressen werden ausgeblendet, ja sogar negiert.

    2. CCC gaukelt vor, sich für Freiheit im Internet einzusetzen, aber meckert bloss rum (http://bit.ly/2ntpuGV); kümmert sich weder um Netz-Sicherheit noch um Anwenderschutz.
    Dadurch bringt der CCC diese Freiheiten in Gefahr!

    3. Viel Trariitraraa wegen Konfigurationsfehler, die ganz normal sind, wenn man neue IT-Infrastruktur einführt.

    Der CCC bewirtschaftet Probleme, die er gar nicht lösen will.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 19.03.2017 10:38
      Highlight Highlight Uii... heute Nacht wurde der Kommentar anscheinend 250 mal gelesen und fleissig geblitzt. Ich meine, der Scheint trügt. Mehr als drei Leser waren es kaum.

      Hernâni bestreitet die unlautere Methodik nicht. Er behauptet nur, dass dahinter der CIA stecke, oder "4chan-, krautchan-Bilderboard, Chinesen, Russen und ganz allgemein Zensurgegner".

      Hernâni hat ein seltsames Verständnis von Zensur und Zensurgegnern. Nach seiner Ansicht ist da eine Verschwörung am Werk.

      Hauptsache Aufmerksamkeit. Egal wie abstrus und infantil die Theorien des Chaos Computer Clubs sind. Glaubwürdig sind sie nicht.
  • http://bit.ly/2mQDTjX 17.03.2017 14:37
    Highlight Highlight Zur Unglaubwürdigkeit des CCC-CH:

    "Wegen Werbungsblah: wir wollen weder gewählt werden noch erhalten wir Geld für unser Engagement."

    Das ist gelogen. Die vom CCC-CH verwendete Lügen- und Manipulationstechnik nennt sich Astroturfing (http://bit.ly/2n5Meix).

    Es ist jämmerlich, dass (ausgerechnet!) der Chaos Computer Club heuchlerisch vorgaukelt, sich gegen chinesisch/arabische/nordkoreanische Zustände zu wehren, aber sich dann solcher unlauterer Propaganda und Meinungsmanipulation bedient.

    Das ist ein politisch inkorrektes und fragwürdiges Verhalten! Für wie blöd hält uns der CCC?
    • Hernani Marques 18.03.2017 13:32
      Highlight Highlight Merkst du eigentlich noch, dass du im argumentativen Sinkflug befindlich bist?

      Du hast gefällgist Beweise für deine Tatsachenbehauptungen zu erbringen.

      Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass der CCC-CH Besseres zu tun hat als sich in watson-Kommentarspalten herumzutreiben.

      Aktionen, wie du sie beschreibst, können genauso gut vom 4chan-, krautchan-Bilderboard, von Amerikanern, Chinesen, Russen und ganz allgemein von Zensurgegner ausgehen, die hier legitim mitlesen.

      Der einzigen Glaubwürdigkeit, der du schadest, ist deiner: du beweist ein beschränktes Technikverständnis.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 18.03.2017 15:04
      Highlight Highlight Genau das meine ich, Hernani:

      "Aktionen, wie du sie beschreibst, können genauso gut vom 4chan-, krautchan-Bilderboard, von Amerikanern, Chinesen, Russen und ganz allgemein von Zensurgegner ausgehen, die hier legitim mitlesen."

      Tolle Ausrede! Du hälst uns wirklich für sehr blöd, eeh?

      Einfach nur lächerlich. ;))))

      Immerhin bestätigst du eindrücklich, dass sich der Chaos Computer Club im gleichen Werkzeugkasten wie 4chan, Breitbart, Chinesen, Russen usw. bedient, um die öffentliche Meinung zu seinen Gunsten zu manipulieren. Ziemlich gewagt, diese Propagandisten als Zensurgegner zu bezeichnen.
    • Hernani Marques 18.03.2017 15:32
      Highlight Highlight Ich muss dich enttäuschen: ich habe Besseres zu tun, entsprechend: FAIL.

      Wir haben im CCC-CH allgemein weitaus wichtigere Projekte, wie hier rumzuhängen, etwa: Datenschutzgesetzrevision, Vernehmlassung Ausführungsverordnungen NDG, Umsetzung Elektronisches Patientendossier, Referendum Geldspielgesetz, Hardware-/Softwareprojekte usw.

      Du kannst ja gerne nachfragen, z. B. auf der swiss-chaos@-ML, ob sich jemand hier irgendwelcher amerikanisch-chinesisch-russicher Methoden bedient hat, oder was auch immer.

      Der Zusammenhang zu denen ist nicht eben vorhanden: es ist nur bei solchen Gruppen belegt.
  • http://bit.ly/2mQDTjX 16.03.2017 03:59
    Highlight Highlight Der Chaos Computer Club und ein paar Jus-Studis liefern ein beachtliches Tohuwabohu.

    Derweil spricht der Erfinder des WWWs Klartext.

    http://bit.ly/2mxrXQu

    Tim Berners Lee benennt die echten Probleme:

    1. Wir haben die Kontrolle über unsere persönlichen Daten verloren.

    2. Es ist zu einfach, Desinformation zu verbreiten.

    Und das schreibt euch hinter die Ohren, lieber CCC:

    3. Politische Werbung soll transparent und als solche erkennbar sein!

    Der CCC-CH macht sich mit dieser lächerlichen Astroturfing-Mimimi-Kampagne gegen die Uni Fribourg komplett unglaubwürdig.

    Hackerethik geht anders!
    • Hernani Marques 16.03.2017 10:09
      Highlight Highlight Keine Ahnung, wer oder was dich reitet bzw. was gerade dein Lebensinhalt ist, um ständig die gleichen Posts zu machen, aber die Netzzensur an der Uni Zürich wurde durch unsere Analysen und Intervention abgeschafft.

      Ohne uns wäre die Zensur an der Uni Zürich wohl noch da und ggfs. auch schon auf mehr Unis rübergeschwappt.

      Dass wir über die Netzzensur an der Uni Fribourg überhaupt diskutieren, geht nicht von der Uni Fribourg aus.

      Wegen Werbungsblah: wir wollen weder gewählt werden noch erhalten wir Geld für unser Engagement.

      Wir sind Aktivisten und da musst du mit direkter Aktion rechnen.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.03.2017 11:57
      Highlight Highlight "Keine Ahnung, wer oder was dich reitet"

      Eben, Hernani. Das ist genau euer Problem: Ihr habt keine Ahnung!

      Die Antwort wäre nämlich ganz einfach, Hernani: Wer oder was reitet denn dich, eeh?

      Vielleicht bin ich wie du auch einfach nur ein Netz-Aktivist.

      Hast du schon memal daran gedacht, dass du und deine Kunstrasen-Meute nicht die einzigen sind?

      Es gibt auch Netzaktivisten, die ihre durchaus ernst gemeinten Aktivitäten durch das kindische Geschrei des CCCs nicht zum ersten Mal sabotiert sehen.

      Denk einmal darüber nach. Und zwar bevor du beginnst, über Hackerethik zu referieren. Danke.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.03.2017 14:48
      Highlight Highlight Zu den Blitzen, Herzchen und so:

      Ihr tut euer Möglichstes, Hernani. Aber es ist unlauter!

      Ihr bedient euch nordkoreanischen/chinesischen/arabischen Meinungsmanipulations-Methoden.

      Glaubt ihr, wir seien so dumm?

      Bei meinem Kommentar ging es um Geburtstagsglückwünsche von Tim Berners-Lee, dem Erfinder des WWW. Denn das WWW wurde 28.

      Tim sprach wichtige Probleme an, die er zum kommenden dreissigsten Jubiläum hoffentlich nicht mehr ansprechen muss.

      Meinst du wirklich, es sei klug, wenn du mit deinen zwei, drei Mitstreitern diesen Kommentar mit 130 Blitzen "verdammt"? Ich finde es dumm!
  • So en Ueli 15.03.2017 23:33
    Highlight Highlight Kam her um die Kommentare zu lesen. Die Schreiberlinge der Uni Fr machen mir eher den Eindruck von Kindergärtnern, als von erwachsenen Studenten. Stäpfele und trötzle bis zum Davonlaufen Solch ein Verhalten zeugt nicht von Reife.
  • ubu 15.03.2017 13:29
    Highlight Highlight Ich versuch's nochmal mit einem neuen Post, die Frage wird weiter unten irgendwie überlesen. @Hernani/CCC/UniFR_ZensurNon:

    Wenn Ihr gute Argumente habt (wovon ich übrigens überzeugt bin), warum macht Ihr dann medialen Radau, anstatt das Gespräch mit der Uni zu suchen? Immerhin kritisiert ihr kein diktatorisches Regime, sondern eine Schweizer Hochschule. Die sind für Argumente durchaus empfänglich.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 14:20
      Highlight Highlight Ich habe unten fünf Forderungen vorgeschlagen, die bei den unifr-IT-Verantwortlichen vermutlich ohne weiteres auf offene Ohren stossen würden.

      Die lapidare Antwort von Hernani: "Ich will hier gar keinen Kompromiss: die Netzzensur muss ganz weg."

      Tja... ich glaube inzwischen, dass es dem CCC-CH nicht um die Sache sondern nur um Aufmerksamkeit geht.

      ich finde das sehr Schade um die Sache! :/
    • ubu 15.03.2017 14:59
      Highlight Highlight @Lorent: Genau dasselbe denke ich inzwischen auch. Schade!
    • Hernani Marques 15.03.2017 15:57
      Highlight Highlight Es gibt hier keinen Kompromiss zu erreichen: gefordert ist das zu machen, was anderswo in der Schweiz üblich ist: der freie Zugang zum Internet, d. h. die mässig revolutionäre Forderung ist die Wiederherstellung des Normalbetriebs. Jetzt herrscht ein veritabler Ausnahmezustand.

      Mit Herrn Widmer haben sowohl Florian als auch ich unabhängig und länger telefoniert. Schon am Freitag.

      Es gab auch Kontakt zu jemand mehr der Kommunikationsabteilung.

      Beide sagen, das Internet nicht ganz zu verstehen.

      Der Entscheid ist zudem Top-Down gefallen (Unileitung): sie haben damit nichts zu schaffen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasch 15.03.2017 10:04
    Highlight Highlight Barfuss-Community??? Jetzt bin ich neugierig 😂😂😂
    • Hernani Marques 15.03.2017 11:05
      Highlight Highlight http://www.barfuss.ch ist an der Uni Fribourg Porno, vermutlich wegen einer gewissen Nacktheit, wenn auch insbesondere und deutlich unterhalb der Gürtellinie

      In wichtigster Hinsicht hats da ein Forum.

      Das zeigt genau auf, wohin die Reise geht.
    • Pasch 15.03.2017 12:22
      Highlight Highlight Ohne Registrierung geht aber nicht viel, hätte mich jetzt schon noch intressiert was es da zu diskutieren gibt 😂
      Seit 2012 scheint aber auch niemand mehr barfuss zu gehen 😂😂😂
  • Capitan 15.03.2017 09:33
    Highlight Highlight Die Uni ganz auf Sicherheit erpicht,
    Übersieht: Zensur hilft da ja nicht.
    Trojaner, Würmer, Viren so bös,
    tanzen eben auch wo's scheint seriös.
    Darum hier nun folglich der Befund:
    Das Rektorat meint zu sein Vormund.
    Es dünkt mich besser wär zu bauen,
    auf in die Studenten Vertrauen.
    Freiburg folge dies'm roten Faden!
    Blutte Füdli niemandem schaden.
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 10:38
      Highlight Highlight love this :)
  • Barracuda 15.03.2017 09:11
    Highlight Highlight Was Studenten halt so beschäftigt... Unglaublich! Fast jede größere Firma hat solche Filter. Muss man gleich einen so großen Aufschrei machen, weil dieser in einem von tausend Fällen mal nicht wie erwartet funktioniert?
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 10:40
      Highlight Highlight ja. Mit Grundrechten ist nicht zu spassen. Ich habe meine Arbeitskraft nicht der Unifribourg verkauft, wie Lohnabhängige bei privaten Unternehmen. Die Unifribourg ist ein öffentlicher Ort im Geiste der Freiheit und der Demokratie.
      Private profitorientierte Unternehmen sind das nicht, aber das ist ein anderes Problem und führt zum Kapitalismus vs Demokratie Widerspruch.
    • Hernani Marques 15.03.2017 11:06
      Highlight Highlight In einem von Tausend? Wir können gerne mit zensierten Zeitungsartikel anfangen, wo eine gewisse Nacktheit, Körperlichkeit oder Tendenz zur sexuellen Aufklärung manifest wird.
    • Calmy 15.03.2017 11:09
      Highlight Highlight Eine Firma ist keine staatliche Instutition.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Omega 15.03.2017 07:48
    Highlight Highlight Finde ich nicht mal so verkehrt, schliesslich ist die uni auch wie ein Arbeitsgeber und auf der Arbeit setzen sie auch filter ein.
    • Hernani Marques 15.03.2017 11:07
      Highlight Highlight Die Uni ist vor allem aber eine Lehr- und Forschungsanstalt, wo Stoppschilder als potenzielle Quellen nicht eben hilfreich sind.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 12:09
      Highlight Highlight Die Uni ist ein Kinderspielplatz. ;))

      Kinder muss man schützen. Vorallem vor den bösen Männern. ;)

      Bitte liebe unifr: Gebt diesen Kindern ihren Sandkasten! Weil lärmende Kinder können ganz schön auf den Sack gehen. ;)
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 15:20
      Highlight Highlight hmm... böserMann: ich weiss jetzt nicht recht, ob du allenfalls die Smileys nicht gesehen oder nicht verstanden hast. Egal. Das war ein Witz. Satire darf alles! ;) <-- eehm...das war wieder ein Witz!

      Zurück zu deinen grundsätzlichen Fragen: Artikel 2 der Bundesverfassung lautet:

      Zweck der Eidgenossenschaft:

      "Die Schweiz SCHÜTZT..." (http://bit.ly/2lZNvII)

      Der ganze Rest von Schutzhaft und so entspringt deiner Fantasie.

      Die Bitte nach dem Sandkasten war mein ernst (vgl. unten). Eine gewisses Mass kindlicher Naivität ist an Unis nicht fehl am Platz und der Forschung eher förderlich.
  • Passierschein A38 15.03.2017 07:41
    Highlight Highlight Warum muss man erst via VPN ins Uni-Netz, um die Website eines Velomechs aufzurufen?
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 10:42
      Highlight Highlight Wie manche freiwillig Freiheit aufgeben wollen und deswegen die plakative komische Dimension von Zensur nicht als solche verstehen.
  • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 01:20
    Highlight Highlight <<Marcel Waldvogel, Professor für IT-Sicherheit an der Uni Konstanz, findet es heikel, wenn Hochschulen in den Datenverkehr eingreifen: «Hochschulen sind nicht dafür da, Zugang zu Pornoseiten zu ermöglichen. Das Überwachen der User ist aber auch nicht ihr Auftrag.» Was beispielsweise als pornografisch deklariert werden soll, sei gemäss Waldvogel schliesslich auch immer Auslegungssache und kulturabhängig.>>
    http://www.computerworld.ch/…/internetzensur-an-der-univer…/
  • ubu 15.03.2017 00:50
    Highlight Highlight Der erste Tweet ist noch keine Woche alt und schon ist das Ganze in den Medien. Wozu auch das konstruktive Gespräch mit der Uni suchen, wenn man shitstormen kann?

    Und wenn Leute behaupten, die Uni Fribourg würde von China und den Saudis gesponsert (was, surprise surprise, Fake News ist), denke ich ehrlich gesagt nicht über weniger, sondern über mehr Zensur nach.
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 01:12
      Highlight Highlight Sie verwaschen den Begriff "Fake News" aufs Unkenntlichste. Zwischen pointierter Kritik an Zensur - um den Verantwortlichen den Spiegel vorzuhalten - und ihrer Behauptung liegen Welten.

      Zensur bleibt Zensur. Zensur löst keine Probleme. Zensur ist ein Problem.
    • ubu 15.03.2017 01:31
      Highlight Highlight Zensur ist Zensur und haltloser Quatsch ist haltloser Quatsch.

      Nehme ich sofort zurück, und mache zur Wiedergutmachung drei Purzelbäume wenn Quellen für das Sponsoring vorgelegt werden.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 01:49
      Highlight Highlight Ich befürchte auch, dass dieser Protest fehlgeleitet ist, und letztlich darauf hinauslaufen könnte, dass dann alle Studenten erst einen IT-Security-Kurs belegen müssen, bevor sie den Internet-Zugang der Uni benutzen dürfen.

      Ich finde auch seltsam, dass der CCC-CH offenbar jegliches Interesse an IT-Sicherheit verloren hat, und es stattdessen vorzieht, mit sachlich nicht begründetem Zensur- und Massenüberwachungs-Brimborium auf Konfrontationskurs zu gehen. Das scheint mir kontraproduktiv.

      Meines Erachtens untergräbt der CCC-CH damit seine eigene Glaubwürdigkeit. :/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grégory P. 15.03.2017 00:43
    Highlight Highlight Über "Zensur" zu schreiben in diesem Zusammenhang ist eine Ohrfeige an alle von Staat-Zensur betroffenen Menschen. Der Vergleich mit China ist gerade populistisch und total übertrieben.

    Übertriebe Infrastruktur-Schutz ist es allerdings, mehr nicht.
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 01:09
      Highlight Highlight «Eine Sperrung des Zugangs zu Webseiten ist grundsätzlich eine Zensurmassnahme und geeignet, die Kommunikationsgrundrechte zu verletzen»
      Anwalt und MAZ-Dozent Andreas Meili
    • fant 15.03.2017 07:49
      Highlight Highlight 'Übertrieben' finde ich in dem Zusammenhang schon sehr euphemistisch.

      Die in Kauf genommenen Kollateral-Schäden sind gross:

      1: https wurde entworfen, um für dem User 'end to end' Verschlüsselung zu garantieren. Dieses Vertrauen wird endgültig zerstört.

      2: Die Filterkriterien sind nicht transparent (wer überwacht die Überwacher?) und die Verantwortlichen der Uni schieben die Verantwortung an ein privates Unternehmen aus einem anderen Kulturkreis ab - man denke an die panische Angst von weiblichen Nippeln.

      Das ist allerhöchstens für Kinder bis max. 4. Klasse annehmbar...
    • EvilBetty 15.03.2017 08:28
      Highlight Highlight Es steht den Damen und Herren StudentInnen doch noch immer frei, sich einen eigenen Netzzugang zu holen, oder etwa nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Capitan 14.03.2017 21:42
    Highlight Highlight Die Bibliothek der Uni bietet alles zu Sado, Maso und Tortur.
    Im Internet der Uni wird dito zum Opfer der Zensur.
    Den Professorenhirnen schädlich war klar die Mensur.
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 00:53
      Highlight Highlight Wurde leicht abgeändert getweetet:
      https://twitter.com/UniFR_ZensurNon/status/841791138931585024
    • Alnothur 15.03.2017 01:32
      Highlight Highlight Ich bezweifle stark, dass ein Professor, der die Mensur bestritten hat, solcherlei Zensuraktionen begehen würde...
    • Capitan 15.03.2017 09:46
      Highlight Highlight @Alnothur:
      Wohl ich irrte mich, weil doch diffizil.
      Das Richt'ge nur dem Reim zum Opfer fiel.
      Das tut mir wahrlich nun ganz heftig leid,
      Weisst Du 'nen bess'ren Grund, dann sag' Bescheid!
  • Crecas 14.03.2017 21:03
    Highlight Highlight Ist in jedem grösseren Unternehmen Standard. Ist zwar mühsam, aber kein grosses Porblem, denn man kann ja die Seiten immer per Klick melden und eine Freischaltung verlangen. Dauert halt.

    Anyway, ich hab's gehasst. Aber ich sehe dies nicht als Zensur im Sinne staatlicher Zensur wie sie China betreibt.
    • toobitz 14.03.2017 21:44
      Highlight Highlight Eine Uni ist eben gerade nicht einfach ein grösseres Unternehmen.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 22:57
      Highlight Highlight Dennoch muss eine Uni seine IT-Infrastruktur schützen wie ein grösseres Unternehmen.
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 00:55
      Highlight Highlight Marcel Waldvogel, Professor für IT-Sicherheit an der Uni Konstanz:
      <<Die Prüfung von https-gesicherten Webseiten findet Marcel Waldvogel irreführend. Obwohl die Verbindung inzwischen aufgebrochen wurde, werde die Verbindung immer noch als gesichert deklariert. «Gleichzeitig verleitet das Nutzer so auch dazu, Browser-Warnungen weniger ernst zu nehmen und wegzuklicken, beispielsweise bei bösartigen Attacken auf ihren E-Banking-Zugang.»
    Weitere Antworten anzeigen
  • kaderschaufel 14.03.2017 20:59
    Highlight Highlight Gibt es vielleicht irgend einen guten rechtlichen Grund, warum das nötig ist? Würde die Uni Probleme bekommen, wenn zum Beispiel jemand Kinderpornos über das Netz herunterladen würde?
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 23:09
      Highlight Highlight Vermutlich nicht rechtlich begründet, aber technisch: Schutz der eigenen IT-Infrastruktur.

      Diesbezüglich bestehen Abhängigkeiten zu den (meist amerikanischen) Herstellern. Der Schutz wird an diese Firmen ausgelagert, weil das sonst kaum bezahlbar wäre. Die Hersteller liefern ihre Filter gleich mit (vgl. unten Kommentare von fant).

      Die (naturgemäss paranoiden) IT-Sicherheitsverantwortlichen machen meistens auf "besser zuviel als zuwenig" und aktivieren drum mal alles, was sie aktivieren können. Daher werden dann auch "explizite Inhalte" blockiert, die technisch aber kein Problem wären.
    • atomschlaf 14.03.2017 23:10
      Highlight Highlight @kaderschaufel: Ich gehe davon aus, dass man sich im Netz der Uni einloggen muss und dass somit allfällige Illegale Downloads eindeutig einer Person zugeordnet und diese strafrechtlich verfolgt werden könnte.
    • Hernani Marques 14.03.2017 23:22
      Highlight Highlight @Laurent:

      "proxy-avoiders-and-anonymizers", um mal bloss diese Kategorie zu diskutieren, hat 0.0 mit IT-Sicherheit zu tun, https-Aufbrechen schon gar nicht (das geht in den Negativbereich).

      Die Einzige Kategorie, die legitim ausschaut, ist "malware" und da verfangen sich vor allem normale Seiten.

      Bildung wäre sinnvoller als Zensur und Massenüberwachung, eben -- wie anderswo gesagt -- in Form von Medienkompetenz.

      Oder hast du bei dir auch eine Zensursoftware installiert zuhause?

      Eben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 14.03.2017 19:40
    Highlight Highlight "wenn der Schlauch wieder genügend lust hat den Regler wieder schliessen."
    Was unsere Fahrräder nicht alles treiben, wenn wir sie nicht gerade durch die Gegend hetzen.

    DAS wäre alleweil eine seriöse Studie Wert.
  • Caturix 14.03.2017 19:32
    Highlight Highlight Ich wohne in diesem Kanton und habe manchmal das Gefühl das es fast das gleiche ist wie in einer Bananenrepublik.
    Da wundert micht diese Zensur an der Uni nicht. Ein wunder das sie nicht das ganze Internet im Kanton Zensieren.
    • atomschlaf 14.03.2017 19:59
      Highlight Highlight Halt immer noch gut katholisch wie eh und je... 🙄
    • UniFR_ZensurNon 15.03.2017 00:56
      Highlight Highlight es erinnert schon stark an die guten alten katholischen Indexierungs-Zeiten.

      #uniFrail
    • pamayer 15.03.2017 06:49
      Highlight Highlight @Cautrix
      Stimmt sehr genau. Kann ich bestätigen.
      Ausser, dass sie die Bananen importieren müssen.
  • sevenmills 14.03.2017 19:16
    Highlight Highlight Ich will nicht schon wieder darauf rumhacken, aber das tut echt in den Augen weh: Freiburg in deutschen Texten Fribourg zu nennen ist in etwa gleich bescheuert wie wenn man Bienne statt Biel schreibt - und das zu tun kommt auch niemandem in den Sinn. Auch von der Eigenschreibweise der Universität her ist es falsch.

    Sorry für dieses Tüpfligschiss 😉
    • ulia 14.03.2017 19:30
      Highlight Highlight Sorry aber einfach nein. Ich studiere in Fribourg und absolut niemand hier (egal ob Welsch oder Deutschschweizer) spricht und schreibt von Freiburg. Da gruusets eim eifach...
    • Jolly Jumper 14.03.2017 19:38
      Highlight Highlight Dann müsste man aber Freiburg i. Ü schreiben, damits nicht mit dem Deutschen Freiburg verwechselt wird.

      Ich kann auch Tüpfligschiss! :-P
    • Makatitom 14.03.2017 19:40
      Highlight Highlight Bei Fribourg weiss man wenigstens gleich, dass Freiburg im Üechtland gemeint ist, und nicht Freiburg im Breisgau
    Weitere Antworten anzeigen
  • fant 14.03.2017 19:06
    Highlight Highlight Das klingt jetzt alles nach Paranoia - aber die Swisscom setzt zum Beispiel so etwas bei "Schulen ans Internet" ein...
    • Hernani Marques 14.03.2017 19:15
      Highlight Highlight Yep, dort brechen sie https ganz auf, weil die gefälschten Zertifikate auf den Schülerrechner schon akzeptiert sind. Damit kann man sie vollüberwachen. Auch eine grossartige Leistung. Dort kommt man, nicht jetzt bei der Zensur, aber im Bereich der Massenüberwachung China und Saudi-Arabien besonders nahe.
    • Madison Pierce 14.03.2017 19:34
      Highlight Highlight An Schulen ist die Filterung nachvollziehbar, da diese die Pflicht haben, die Kinder vor "bösen" Inhalten zu schützen. Stell Dir das Drama vor, wenn ein Kind durch Pornographie oder ein IS-Hinrichtungsvideo traumatisiert wird...

      An Unis sind die Nutzer volljährig, das ist etwas anderes.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 19:44
      Highlight Highlight Umgekehrt gefragt:

      Wie wollt ihr die Schüler vor Phishing-Webseiten und vor Malware (ja sogar auch Spyware!) schützen?

      Das geht doch nicht ohne TLS-Interception (bzw. Man-In-The-Middle-Attacke), oder?

      Es wäre doch auch wichtig, dass die Schüler relativ ungezwungen, spielerisch und ohne ständige Paranoia im Internet surfen können. Einen gewissen Schutz muss man ihnen daher schon bieten. Schliesslich sind es doch Kinder.

      Es bringt daher meines Erachtens nicht viel, nur wegen Zensur zu lästern, aber gleichzeitig die berechtigten Schutzinteressen völlig auszublenden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fant 14.03.2017 19:05
    Highlight Highlight (Fortsetzung) Noch schlimmer sind Lösungen, wo die Filterlisten nicht auf dem Filtergerät selber sind, sondern jeder Request wird online an den Hersteller des Geräts übermittelt und von dort kommt OK/NOTOK zurück. Damit kann der Hersteller das gesamte Surf-Verhalten mitverfolgen.

    Auch beliebt: Damit auch der Inhalt von https-Seiten geprüft werden kann, werden diese "aufgebrochen", d.h. die Verschlüsselung wird mit einer "Man in the Middle" Attacke aufgebrochen. Der Benutzer sieht zwar noch eine Warnung, dass das Zertifikat ungültig sei, aber diese wird ja in der Regel weggeclickt...

    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 19:36
      Highlight Highlight Bei den meisten Firewalls mit SSL/TLS-Interception merkt der Benutzer genau nichts von diesem Man-In-The-Middle, weil sein Browser dem getürkten Firewall-Zertifikat ohne weiteres traut. Im Gegenteil: Die normalen Benutzer glauben in der Regel, ihre Verbindung sei (abhör-)sicher, weil der Browser ein gültiges Zertifikat erkennt. Die Warnung gibt's nur bei self-signed Zertifikaten.

      Ich meine, man kann sich über das alles gar nicht mehr wirklich gross aufregen. Bringt eh nichts. Diese Sicherheitslücken sind im Internet systembedingt. Etwas neues muss her!

      Reclaim the net!
  • fant 14.03.2017 18:59
    Highlight Highlight Dass man glaubt, ein soziales Problem mit technischen Mitteln lösen zu können, finde ich schon mal sehr naiv und für EntscheiderInnen an einer Uni geradezu peinlich.

    Was ich aber noch schlimmer finde: Die eigentlichen Filterlisten (seien es IP-Adressen oder -Ports, URLs oder Stichwörter) werden natürlich nicht von der Uni selber gepflegt, sondern von einem (in der Regel) US-Unternehmen mitgeliefert. Das heisst, die Moralvorstellungen von einem privaten Unternehmen entscheiden darüber, was einE Uni-StudentIn (oder MitarbeiterIn) sehen darf.
  • Hernani Marques 14.03.2017 18:50
    Highlight Highlight Was die Wahrscheinlichkeit betrifft, dass es sich bei der Software um die URL-Zensursoftware von Paloalto Networks handelt: bisher hat jede Einordnung, sei sie noch so Absurd, wie allgemeinpraxis.ch, 360fever.ch, mustang-import.ch als Porno, oder regionews.at als malware usw. immer schön zu dem gepasst, was der Zensurhersteller so zensiert.

    Auch die Kategorie gegen Sicherheits- und Anonymisierungssoftware wie I2P und Tor hat mit der genauen Bezeichnung nur Paloalto Networks.

    D.h. die Wahrscheinlichkeit liegt eher so bei 100%, dass es die US-amerikanische Paloalto Networks-Zensursoftware ist.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 19:25
      Highlight Highlight Es wäre doch egal, von wessen Hersteller das kommt. Praktisch jede Firewall bedient sich solcher externer Zensurlisten. Auch Bluecoat, Cisco, Zyxel, Barracuda, Juniper, NetGear usw. Es kommt überall immer aufs selbe heraus: moralische und rechtliche Fragen, die man aber nicht laut aussprechen darf. Irgendwie hilflos... :/
    • Hernani Marques 14.03.2017 20:34
      Highlight Highlight Wegen den kulturellen Feinheiten finde ich es eben nicht so egal: es werden werden z. B. keine "extremistischen" Seiten der Schweiz (frei nach dem NDB), wie aufbau.org oder pnos.ch, zensiert.

      Nur Dinge, die in den USA irgendwo "extremistisch" sein können (Seite zu Martin Luther King, Präsenz der Sozialistischen Partei Armeniens, pakistan-facts.com etc.) poppen auf oder andernfalls halt: grobe Schnitzer (False-Positives).

      Zu wissen, um welche Zensursoftware es sich handelt bzw. welcher Haltung sie entspringt, ist hilfreich, um Listen von Inhalten zu erstellen, die besonders gut anschlagen.
    • Hernani Marques 15.03.2017 00:29
      Highlight Highlight Mittlerweile hat das die Uni Fribourg bestätigt, dass es sich um Palo-Alto-Software handelt; steht bei Computerworld:

      http://www.computerworld.ch/news/security/artikel/internetzensur-an-der-universitaet-fribourg-71975/
    Weitere Antworten anzeigen
  • PhilippS 14.03.2017 18:42
    Highlight Highlight Wo hört das auf? Zuerst das NDG, dann das Büpf - ausländische Online-Casinos sollen auch illegal werden... Und jetzt eine Uni die Moralapostel spielt..!?!? Was soll das? Und immer wieder die gleiche Leier, man wolle "uns" schützen. Vor was genau? Und wer schützt uns vor unseren Beschützern?

    Wacht auf Leute! Unsere Freiheitsrechte werden mit Füssen getreten und eine Mehrheit nickts ab...

  • Gantii 14.03.2017 18:38
    Highlight Highlight die schweiz ist in 3-5 jahren die zensurhochburg europas.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.03.2017 19:13
      Highlight Highlight Das ist sie vermutlich jetzt schon. Denn während in Europa EU-Recht gilt, hat die Schweiz bei solchen Angelegenheiten stets ohne Murren amerikanische Recht (https://de.wikipedia.org/wiki/USA_PATRIOT_Act) übernommen, bzw. "autonom nachvollzogen" (zB. BÜPF, NDG, Al-Qaïda/IS-Gesetz).
  • Kuunib 14.03.2017 18:17
    Highlight Highlight Was soll das TOR zu verbieten?
    Warum blockiert man den freien Internetzugang einer Universität wo meinungsfreiheit und so am allerwichtigsten sind. Für mich macht das keinen Sinn, ich konnte auf dem Netzwerk meiner Schule Pornos schauen und verstehe nicht ganz weshalb man diese verbietet an einer Universität wo Schüler sowieso über 18 sind.

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