Schweiz

Trauerfeier und Flugformation für verunglückten F/A-18-Piloten

12.09.16, 17:45

Der Ende August im Sustengebiet verunglückte F/A-18-Pilot ist am Montag in Payerne VD beerdigt worden. Auch der Kommandant der Luftwaffe nahm an der Trauerfeier teil.

Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt und die Trauerfeier «würdig und bewegend», wie Armee-Mediensprecher Daniel Reist auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Neben der Familie und den Angehörigen waren auch Aldo Schellenberg, Kommandant der Luftwaffe, sowie viele Piloten und weitere Armee-Kader anwesend.

Nach der Trauerfeier erwies die Luftwaffe dem Piloten mit einer Flugformation die letzte Ehre. Zwei F/A-18 überflogen den Flugplatz Payerne, wobei einer die Formation verliess und direkt in den Himmel stieg. Mit dem leeren Platz in der Formation wurde dem verlorenen Piloten gedacht.

Der Kampfjet war am 29. August im Sustengebiet während eines Trainingsfluges abgestürzt. Er war um 16.01 Uhr in Meiringen BE gestartet, vier Minuten später verlor die Einsatzzentrale den Kontakt zum Piloten.

Zu tiefe Flughöhe

Die F/A-18 zerschellte auf einer Höhe von rund 3300 Meter über Meer in der Nähe des Gipfels Hinter Tierberg. Der Pilot - ein 27-jähriger Waadtländer - verlor dabei sein Leben. Vergangene Woche hatte die Militärjustiz erste Erkenntnisse zum Unfallhergang vorgelegt.

Die Flugsicherung Skyguide ordnete für das Flugzeug eine zu tiefe Flughöhe von 10'000 Fuss (rund 3050 Meter über Meer) an, wie die Militärjustiz am Dienstag mitteilte. Sie ermittelt nun weiter, ob die Flughöhe Grund für den Absturz war. Für den Flugverkehrsleiter gilt die Unschuldsvermutung. (sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 12.09.2016 23:09
    Highlight An die Beileid heuchelnden Armeefans:
    Der junge Pilot ist definitiv UNNÖTIG gestorben:

    1. Er hatte sehr wenig Erfahrung ab Meiringen! (Und es gibt nicht mehrere Alpenflugplätze der CH-Armee.)
    Würden neue Piloten zuerst 10x in jede der beiden Richtungen bei Schönwetter starten, dann hätte er auswendig gewusst, dass die Höhenangabe falsch war.

    2. Bei der aktuellen Bedrohungslage, bei Schlechtwetter Luftkampf F/A-18 gegen F-5 zu üben, ist völlig übertrieben. Training bei Schönwetter würde ausreichen.

    Der junge Pilot ist Opfer der möchtegern-Top-Gun-Mentalität einer Sinnfreien Luftwafffää.

    10 39 Melden
    • 7immi 13.09.2016 00:13
      Highlight tode sind generell unnötig...

      1. stell dir vor, die luftwaffe hat ein ausbildungsprogramm,wobei man zuerst auf doppelsitzern fliegt und dann auf einsitzer umsteigt. vorher fliegen die piloten mit dem PC21 diverse flugstunden und kennen die alpenflugplätze.
      2. und wenns dann schlechtes wetter ist kann man nicht starten, da es nicht trainiert wurde,und dann machen sich wieder alle darüber lustig.das wetter war in ordnung, lediglich die berge waren in den wolken.also normales VFR wetter.
      sinnfrei ist lediglich der inhalt deines kommentars, der die absolute unwissenheit deinerseits unterstreicht.
      30 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.09.2016 09:02
      Highlight "absolute Unwissenheit" unterstellen geht ganz einfach: Man braucht es nur hintrollen.

      Schwieriger wird es beim erkundigen, wieviele Alpenmilitärflugplätze die CH-Luftwaffe betreibt: Es ist einer (1): Meiringen.

      Zu Meiringen sollte ein Pilot zwei (2) Zahlen kennen: Bei Start nach Westen auf 3000m steigen. Bei Start nach Osten auf 4500m steigen.

      Diese beiden Zahlen kannte der junge Pilot, mangels Erfahrung, nicht auswendig.

      Wenn D und F ihre Botschafter aus Bern abziehen, und Italien an der Grenze mobil macht, dann kann man Schlechtwetterstarts üben. Ansonsten ist es (tödlicher) Unsinn.

      2 15 Melden
    • 7immi 13.09.2016 10:34
      Highlight ich wusste nicht, dass sion im flachland liegt... ausserdem fliegen die piloten in der grundausbildung auch saanen, st stephan und samedan an (pc7/21).
      dies ist noch nicht klar und teil laufender ermittlung. die ausbildung bei der luftwaffe hat aber einen ausgezeichneten ruf und ist weit bekannt. es sind aber 3000 und 3500, wobei aber auch 3200 möglich sind.

      zu deinem letzten punkt: der auftrag ist mehr als nur krieg. luftraumkontrolle und luftpolizei sind auch teil des auftrags, und diese zwischenfälle passieren wetterunabhängig.
      informier dich bitte, bevor du hier den klugen raushängst.
      11 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.09.2016 10:56
      Highlight Sion habe ich im Kommentar aus Platzgründen weggelassen. Wird aber dieses Jahr aufgegeben.

      Saanen, St Stephan, Samedan und PC-7/21 haben mit dem Thema nichts zu tun.

      Die Familie des toten Piloten ist bestimmt froh darum, dass die Ausbildung bei der CH-Luftwaffe einen sehr guten Ruf hat.

      Luftpolizeidienst ist ein Nebenschauplatz, mit dem die Armeeheinis ihre Kampf-Luftwaffe berechtigen möchten. Dieser Luftpolizeidienst kann aber sehr wohl durch D, F, It durchgeführt werden. Die Schweizer machen das nicht besser, weil sie Schweizer sind. Letzteres scheint aber in vielen Köpfen rumzuschwirren.
      0 12 Melden
    • Fumo 13.09.2016 11:46
      Highlight Wer so tut als hätte er Ahnung von was er da von sich gibt, dann aber mit Angaben in Metern kommt manövriert sich selbst ins Abseits.
      Danke dass du dich als GSOA Anhänger outest Benot, wir nehmen deinen Einwand zur Kenntnis, aber nicht ernst.
      4 1 Melden
    • 7immi 13.09.2016 12:27
      Highlight aaha

      das haben sie. sie sind deutlich schwieriger anzufliegen. und es widerlegt deine theorie von zu wenig erfahrung auf alpinen flugplätzen.

      dieser "nebenschauplatz" ist derzeit eine der wichtigsten aufträge der luftwaffe. sie ist die verkehrspolizei in der luft und trägt zum sicheren betrieb unserer landesflughäfen bei.

      natürlich könnte man sie outsourcen. aber was wären die vorteile? es wäre nicht günstiger, wir wären abhängig und unser geld und know-how fliesst ab. ausserdem wäre dies gegen die verfassung...
      4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.09.2016 13:20
      Highlight @7immi:

      Dein Kommentar enthält einen sehr groben Fehler bez. outsourcen der Luftpolizei: "es wäre nicht günstiger".

      D, F und It für den Luftpolizeidienst über der Schweiz zu bezahlen, würde nur einen MINIMEN BRUCHTEIL dessen kosten, was das Aufrechterhalten neutraler schweizerischer Luftstreitkräfte im Herzen Europas verschlingt.
      0 4 Melden
    • Fumo 13.09.2016 13:23
      Highlight "dann würdet ihr ARGUMENTIEREN, worin der Sinn und Zweck lag, einen F/A-18 Frischling bei Schlechtwetter ab Meiringen starten zu lassen."

      Darin dass er es früher oder später sowieso zum ersten Mal tun muss. Er war ein Frischling in der F18 aber kein Anfänger Pilot. Es war durchaus zumutbar.
      3 0 Melden
    • 7immi 13.09.2016 14:27
      Highlight @benot
      nein, das ist sehr realistisch. die schweiz müsste auch dann wöchentliche trainingsflüge über der schweiz bezahlen und füt ausbildung, ersatz, unterhalt etc anteilmässig aufkommen. ausserdem gehört unsere luftwaffe zu den günstigsten, da man mit dem pc21 90% der kosten spart gegenüber anderen ausbildungskonzepten und der grossteil des personals milizpersonal ist und nur bei bedarf kostet. der knowhowverlust wäre auch immens und nicht bezahlbar...
      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.09.2016 14:39
      Highlight Nee, Fumo:

      Wäre der Frischling zuerst 10x bei Schönwetter nach Osten gestartet, hätte er beim ersten Schlechtwetterstart das mit den +13'000 Fuss auswendig gewusst und den Skyguide-Fehler bemerkt.

      Wieso ist der Leader (oder wie der heisst) nicht verunglückt? Hatte der eine andere Höhenangabe? Dann hätte aber der Fluglotse innert Sekunden zwei unterschiedliche Höhen durchgeben müssen. Ist Sache der Untersuchung.

      Der Pilot ist jedenfalls unnötig Opfer der unseriösen Top-Gun Mentalität.

      Bei null Sicht in einem Düsenjäger richtung Susten starten, ist wohl etwas vom riskantesten was gibt.
      0 2 Melden
    • 7immi 13.09.2016 18:28
      Highlight @benot
      du scheinst ja der absolute experte zu sein,obwohl du nicht einmal alle alpenflugplätze der schweiz kennst,die mindestflughöhe(4500 anstatt3500)falsch angibst und keine ahnung von der pilotenausbildung der LW hast.für dich gilt,dass alle armeeangehörigen dumm sind und die fliegertruppen unseriös sind und keine ahnung haben.du als aussenstehender hast aber die weisheit mit der schaufel gefressen und weisst alles besser und betitelst uns als besserwisser.dieses herumgetrolle widert mich an.die armee inklusive luftwaffe macht einen guten job. fehler passieren,das ist im zivilleben auch so.
      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.09.2016 20:16
      Highlight Ja 7immi, lass Deine Wut raus.

      Schau: Mein "Wissen" habe ich aus den Medienkonferenzen der Luftwaffää der letzten Wochen. Wenn diese Angaben Quatsch sind ...

      Flughöhe: Entnehme ich auch den Pressekonferenzen. Bei Start Richtung Osten sinds eben nicht 3'500m (...) sondern 4'500.

      Dass die Fliegertruppen pauschal unseriös seien, habe ich nie behauptet.

      Es geht hier nur um den einen Punkt: Dass man den Frischling hätte mehrfach bei Schönwetter Richtung Susten starten lassen können, bevor man ihn auf diesen Blindflug schickt.

      Die LW, wie auch Du, ist Selbstkritikresistent und Top-Gun geil.
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  • Rim 12.09.2016 18:17
    Highlight Kann Watson die Aussagen des VBS (Blick) bezüglich des Fernbleibens von Parmelin überprüfen? Sollten die nämlich zutreffen, müsste man Parmelin zum Rücktritt auffordern! Welch ein Zynismus!
    Also, Parmelins Abwesenheit wurde so kommentiert: Es sei eine Frage der Gerechtigkeit. Der VBS Chef könne schliesslich nicht bei jeder Beerdigung eines Soldaten anwesend sein.(Zum Glück sterben nicht allzuviele "Soldaten" bei der Ausübung ihres "Dienstes". Die meisten sterben im "Zivilleben" und im Alter! Parmelins Abwesenheit ist eine Ohrfeige für die Familie und alle aktiven Soldaten! ("Spinnt" der?)
    38 25 Melden
    • Sille 12.09.2016 18:36
      Highlight Rim unsere Bundesräte sind an Zynismus nicht mehr zu überbieten, abgehoben und fern von jeder Realität.
      Mich wundert absolut nichts mehr.
      22 23 Melden
    • Hölzig 12.09.2016 19:22
      Highlight Olso sooo überreagieren muss man nun auch wieder nicht🙊👀
      33 8 Melden
    • pamayer 12.09.2016 19:39
      Highlight Stimmt das, dass parmelin nicht anwesend war?? Das wäre mehr als Skandalös und taktlos!
      14 22 Melden

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