Schweiz
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Der Lokführer schaut nur zu: Erster selbstfahrender SBB-Zug ist durch die Schweiz gebraust

05.12.17, 07:10 05.12.17, 07:32


Premiere auf dem Schweizer Schienennetz. Auf der Neubaustrecke Bern-Olten haben die SBB und Stadler Rail in der Nacht erstmals einen selbstfahrenden Intercity getestet.

Wie die SBB auf Twitter schreiben, wurde der Doppelstöcker dabei durch ein neuartiges Zug-Steuerungssystem automatisch gebremst und beschleunigt. Der Lokführer schaute dabei zu und überwachte die Systeme. 

Das Video von der Testfahrt. 

Ganz ohne Zugführer wird es aber auch in Zukunft nicht gehen. «Weiter automatisieren: Ja. Unbegleitet fahren: Nein», twitterte SBB-Chef Andreas Meyer dazu. Die Bahnbranche automatisiere die Bahntechnik weiter, um mehr aus der Infrastruktur herauszuholen.

Good News für Pendler also. Dank der neuen Technik sollen mehr Züge verkehren können, was die Passagierkapazität um bis zu 30 Prozent erhöhen könnte. (amü)

Daren werden auch automatische Züge nichts ändern: 

Video: watson/Pascal Scherrer, Emily Engkent

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Brikne, 20.7.2017
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52
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    Alle Leser-Kommentare
  • Tropfnase 05.12.2017 12:28
    Highlight Wenn mit selbstfahrenden Zügen ein Unglück passiert, wer ist schuld? Hersteller, Betreiber, der arbeitslose Lokführer, die Putzfrau oder stufen die Versicherung dass nachher als elementarschaden ein? Oder gar als unvorhersehbares Ereinis welches nicht abgedeckt ist wie ein Vulkanausbruch?
    6 3 Melden
  • derEchteElch 05.12.2017 12:28
    Highlight Und bei einem Softwarefehler und daraus resultierendem Unfall mit vielen Toten und Schwerverletzten, wer haftet da?

    Die Softwarefirma wegen Mängel?
    Der Betreiber weil nicht kontrolliert?
    Der Staat, weil das System zugelassen wurde?
    Der mögliche Hacker?

    Das selbe bei selbstfahrenden Autos, der Mensch verliert Kontrolle und verliert die Verantwortung. Das darf nicht sein.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass alle Computer grundsätzlich dumm sind und nur der Mensch situativ richtig und v.a. spontan entscheiden kann.
    7 8 Melden
  • Str ant (Darkling) 05.12.2017 10:50
    Highlight Mit der technischen Entwicklung enstehen neue Berufsfelder oder sie ändern sich um sich der Entwicklung anzupassen!

    Bestimmte Berufe fallen weg anderen enstehen es wird Zeit das der technischen Entwicklung nicht künstlich Knüppel in die Beine geworfen werden!
    5 4 Melden
  • zettie94 05.12.2017 10:30
    Highlight Ohne Zugführer geht es bereits heute, der hat nämlich nichts mit dem Fahren des Zuges zu tun, sondern ist u. a. für die Billetkontrolle zuständig (die Bezeichnung ist in der Schweiz allerdings nicht gebräuchlich). Gemeint ist der Lokführer...
    18 2 Melden
  • MM 05.12.2017 10:24
    Highlight Ironisch finde ich den Link im Tweet, der zum Job-Portal der SBB führt... "Übernehmen Sie [als Lokführer] die Spitze des Zuges."
    15 2 Melden
  • Knut Knallmann 05.12.2017 09:28
    Highlight Nette Spielerei. Ich sehe jedoch beim besten Willen den praktischen Nutzen nicht. Nur auf der mit ETCS Level 2 ausgerüsteten Neubaustrecke zwischen Rothrist und Mattstetten funktioniert das System. Das Problem: Die NBS an sich ist nicht Kapazitätsbestimmend. Das saubere gleichmässige Ein- und Ausfädeln der Züge auf den Zulaufstrecken und insbesondere die beiden Knoten Olten und Bern sind das Problem. Dort funktioniert das System aber nicht. Bis nicht das gesamte Netz mit ETCS Level 2 ausgerüstet ist (verbunden mit Milliardenkosten), bleibt das ganze meiner Meinung eine Spielerei...
    10 5 Melden
    • purpletrain 05.12.2017 11:59
      Highlight Laut Medienmitteilungen kostet der netzweite ETCS Ausbau infrastrukturseitig rund 10Mia CHF. Keine Ahnung wer das bezahlen will
      3 2 Melden
    • Ton 05.12.2017 15:10
      Highlight Wenn man damit nacher dutzende Milliarden an Löhnen einsparen kann, ist es vielleicht ein Schnäppchen. ;-)
      3 1 Melden
    • purpletrain 05.12.2017 20:31
      Highlight @Ton kannst gerne ausrechnen wie lange es dauert bis die Ausgaben amortisiert sind. Das Problem aber ist folgendes: Die Nutzniesser der Investition sind EVU, diejenigen die die Ausgaben haben Infrastrukturbetreiber.
      4 0 Melden
  • c_meier 05.12.2017 09:25
    Highlight Passagierkapazität erhöhen...

    Die ist aus meiner Sicht schon hoch, aber nicht so gut verteilt:
    Ich war sehr überrascht als ich letzten Donnerstag von Bern nach Zürich (ohne Halt) um 17.11h gefahren bin statt um 17.02h.
    Ich war vielleicht mit 8-9 anderen Personen im Wagen, sonst hatte es noch massenhaft Platz. Mein Kollege ist im Zug um 17.02h nach Zürich gefahren und meine es war pumpenvoll...
    7 0 Melden
    • purpletrain 05.12.2017 12:01
      Highlight In Ihrem Beispiel sind das dann aber eher die Passagiere die sich nicht so gut verteilen und nicht die Passagierkapazität.
      3 1 Melden
  • Der_kleine_Teufel 05.12.2017 09:20
    Highlight Ich habe eine wirklich ernst gemeinte Frage: Es wird dauernd davon berichtet, dass es zu wenig Lokführer gibt. Nun soll die Kapazität laut Artikel um 30% erhöht werden. Wie soll das gehen, und wer will den Beruf noch machen, wenn man nur noch Überwacher der Technik ist?
    5 5 Melden
    • Ton 05.12.2017 15:13
      Highlight In der Fliegerei ist das heute schon üblich. Auf einem 10h Flug wird ca. 4 Minuten von Hand geflogen, der Rest ist Programmierung und Überwachung.
      2 0 Melden
  • Markus Kappeler 05.12.2017 08:53
    Highlight Das gleiche gibt's doch schon lange bei Autos, Flugzeugen und Schiffen (Autopilot), also nichts neues. Das Problem: Der Automat übernimmt keine Verantwortung, geht's schief ist der Lokführer voll verantwortlich. Gab übrigens erst gerade ein Gerichtsurteil über solche Systeme: einhttps://www.blick.ch/news/schweiz/das-fahr-assistenz-system-soll-schuld-am-crash-sein-tesla-lenker-fordert-mildernde-umstaende-id7650500.html .In diesem Sinne schaute der Lokführer nicht nur zu, sondern ist auch weiterhin verantwortlich und somit Kommandant des Fahrzeuges. Nettes und teures Gadget ohne Nutzen.
    9 1 Melden
    • ands 05.12.2017 14:19
      Highlight Ich würde 30% Kapazitätssteigerung nicht als "keinen Nutzen" bezeichnen.
      1 0 Melden
  • andrew1 05.12.2017 08:13
    Highlight Wow. Da sieht man wiedermal den unterschied zwischen privatwirtschaft und staat. Die Privatwirtschaft ist viel Innovativer. Autos mit 4 freiheitsgraden, verschiedensten strassen, fussgänger, fahrrädern,.... Fahren schon fast selbständig und beim zug wo das autonome fahren höchst trivial ist mit nur 2 freiheitsgraden ist man noch nicht gerade weit. Gibt wirklich nichts einfacheres als mit digitaler bilderkennung die orangen und roten signale zu erkennen um reagieren zu können und als doppelte sicherheit das ganze noch per gps.
    14 103 Melden
    • Tsunami90 05.12.2017 08:39
      Highlight Sie haben echt keinen Plan von Bahntechnik und den Herausforderungen die mit dem Dichten Fahrplan mit sich kommen. Beim Ects wird in Zukunft zum Beispiel auf klassische Signale verzichtet. Dabei müssen die Systeme Europaweit harmonosiert werden.
      58 2 Melden
    • Fabio74 05.12.2017 08:39
      Highlight Nur dumm ist dass es keine Aussensugnale mehr gibt auf Schnellfahrstrecken. Dass ein Zug mit 200km/h einen wesentlich längeren Bremsweg hat, dass auch kein einziges Auto kommerziell genutzt werden kann. Sprich Marktreife weit weg ist
      43 5 Melden
    • demokrit 05.12.2017 08:42
      Highlight Stadler Rail ist ein privates Unternehmen...
      40 1 Melden
    • ands 05.12.2017 08:54
      Highlight Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die Automobilindustrie führt autonomes Fahren als cooles Feature für ihre Kunden ein. Die SBB will damit eine Kapazitätssteigerung von 30% erreichen.
      Wäre es dir lieber, die SBB hätte vor 10 Jahren autonom fahrende Züge eingeführt, weil das ein cooles Feature für ihre Lokführer ohne Mehrwert für den Kunden wäre?
      11 1 Melden
    • khargor 05.12.2017 09:33
      Highlight Jösses andrew1, wo soll ich nur anfangen.

      1. Selbstfahrende Züge gibt es schon lange. Bsp: Kopenhagen Metro, DLR London

      2. Nebst technischen Problemen werden solche Fortschritte auch von gewerkschaftlicher Seite öfters sabotiert (Angst vor Stellenabbau). Soll jetzt aber kein Vorwurf an die Gewerkschaften sein.

      3. Das Sicherheitsniveau auf der Bahn ist seit rund 100 Jahren dasselbe. Neue Systeme müssen mind. den bestehenden entsprechen. Auf der Strasse ist das leicht zu realisieren. Beim Schienenverkehr müssen die Systeme bombensicher sein, bevor es eine Zulassung gibt.
      8 2 Melden
    • Markus Kappeler 05.12.2017 11:15
      Highlight @khargor, Die DLR London fährt schon lange wieder mit Wagenführer, hat führerlos nicht funktioniert. Die Metros sind (bis auf Nürnberg) spurgeführte Busse auf Pneus. Führerlose Metros haben nichts, aber auch gar nicht mit Eisenbahn zu tun.
      1 1 Melden
    • Markus Kappeler 05.12.2017 17:23
      Highlight So sieht eine führerlose Metro aus: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/92/Lille_VAL_208.jpg ich würde das als führerlosen Bus bezeichnen.
      0 0 Melden
    • khargor 05.12.2017 17:34
      Highlight @Markus Kappeler: Achtung: Die DLR hat einen Zugbegleiter, der auch ab und zu Hand anlegt. Die Metro Kopenhagen ist ein vollwertiges Rad-Schiene-System.

      Metros sind keine Vollbahnen: Richtig.

      Vollautomatische Züge auf Vollbahnen haben sich vor allem wegen fehlenden Bahnsteigtüren (Sicherheit für Passagiere), unterschiedlichem Rollmaterial (Türabstand) und - wie gesagt - anderen Widerständen noch nicht durchgesetzt.

      Mit dem deutschen LZB wären vollautomatische Bahnen schon lange technisch möglich.
      0 1 Melden
  • walsi 05.12.2017 08:00
    Highlight Das ist die Zukunft und nur eine Frage der Zeit bis es ohne jemanden im Führerstand geht. In ein paar Jahren sind Berufe wie Taxifahrer, Lokführer oder Chauffeur nur noch Geschichte.
    33 8 Melden
  • rummelsnuff 05.12.2017 07:57
    Highlight Coole Sache. Wird in Zukunft sicher noch einiges in diese Richtung gehen. Ich frage mich schon länger warum mann bei Autos soviel über autonomes Fahren hört und bei der Bahn so wenig. Da die Bahn Ihre Züge ja sowieso schon sehr genau überwacht sollte dies viel einfacher möglich sein als bei den PWs.
    22 9 Melden
    • Luzi Fair 05.12.2017 08:36
      Highlight Weil Staatsbahn! Kein Interesse an Innovation und Kostenreduktion da kein eigenes Geld im Spiel ist.
      5 87 Melden
    • Laut_bis_10 05.12.2017 08:39
      Highlight @Luzi: Die Züge werden aber von Privaten hergestellt, die müssten ja demnach Interesse daran haben.
      32 0 Melden
    • Laut_bis_10 05.12.2017 08:40
      Highlight Ausserdem fahren viele Züge bereits autonom, siehe Japan ;)
      9 7 Melden
    • Bits_and_More 05.12.2017 09:44
      Highlight Diverse U-Bahnen fahren schon längst autonom. Und auch die werden häufig vom Staat betrieben.
      Überland gibt es zudem anderen Herausforderungen. Aber die Bahnhersteller sind wiederum privat und haben natürlich zum Ziel, hier möglichst gute Lösungen zu bieten um sich vom Wettbewerb abheben zu können.
      4 1 Melden
    • zettie94 05.12.2017 10:33
      Highlight Auch in Japan fahren die Züge nicht autonom. Autonom fahrende Züge gibt es bisher erst in abgeschlossenen Systemen, wo nur ein Fahrzeugtyp pro Strecke eingesetzt wird (Metro).
      11 0 Melden
  • Lukas Figliuolo 05.12.2017 07:51
    Highlight Was für eine Mär. Wieso sollte die SBB selbstfahrende Züge testen, wenn sowieso Lokführer anwesend sein müssen. Natürlich ist das Ziel, diese früher oder später durch die Computerassistenten zu ersetzen.
    57 10 Melden
    • Tsunami90 05.12.2017 08:43
      Highlight In einem ersten Schritt geht es darum die Komposition exakter fahren zu lassen. Die Toleranzen für die optimalen Geschwindigkeiten liegen in der Schweiz bei einigen wenigen km/h. Durch ein solches System kann die Tolleranz gesenkt werden und es können mehr züge dichter hintereinander fahren. Aber Langfristig wird es den Lokführer nicht mehr benötigen.
      24 2 Melden
    • ands 05.12.2017 08:55
      Highlight 30% Kapazitätssteigerung?
      4 0 Melden
    • Markus Kappeler 05.12.2017 09:44
      Highlight Nur blöd, dass erstens die Lokführer schon seit Ewigkeiten auf 1-2 km/h genau fahren können, dass der Automat aber nicht in der Lage ist den Zug auf den Meter genau anhalten kann.
      5 6 Melden
    • Lord_Mort 05.12.2017 09:57
      Highlight Das ist dasselbe wie bei Coop und Migros mit dem Selfscanning. In 3 Jahren wird es niemanden mehr interessieren, ob wegen der Technologisierung in diesen Bereichen Stellen verschwinden. Ich habe nichts gegen die Technologiesierung, aber gleichzeitig müssten wir halt unser Arbeitssystem anpassen. D.h. weniger Arbeitsstunden, z.B. ein Grundeinkommen, mehr freie Zeit. Das würde zusätzlich viele andere Probleme bei der Arbeitslosigkeit, in der Kinder- und Altersbetreuung etc. lösen. Aber das ist leider wohl Wunschdenken. Zur Zeit profitieren wirtschaftlich nur Wenige von der Technologisierung.
      14 0 Melden
    • meine senf 05.12.2017 10:03
      Highlight Weil selbstfahrend geringere Zugabstände möglich sind, was zu mehr Streckenkapazität führt.
      2 1 Melden
    • Markus Kappeler 05.12.2017 11:09
      Highlight Die Behauptung, man könne die Effizienz mit diesem System erhöhen bzw. die Zugsabstände könnten verkürzt werden, gehört zu den besten fake news die ich je gelesen habe. Das Gegenteil ist richtig, die Sicherheitslimiten haben mit ETCS zugenommen. Die Zugsabstände sind durch das Stellwerk, bzw. durch die Infrastruktur vorgegeben, nennt sich Blockabstände. Die Blockabstände sind, ob manuell oder automatisch geführt, immer gleich gross. die eine Sekunde, die der Lokführer langsamer reagiert, macht keinen Unterschied.
      6 0 Melden
    • meine senf 05.12.2017 13:06
      Highlight Dann erzählen die SBB offenbar Fake News.

      Bei ETCS ohne feste Signale wäre es aber vergleichsweise einfacher, die Blockabstände zu verändern.
      0 0 Melden
  • swally 05.12.2017 07:50
    Highlight Die armen Lockführer..ist ja so interessant einfach nur zu schauen.
    15 8 Melden
    • grumpy_af 05.12.2017 09:15
      Highlight Ist auch jetzt nicht viel interessanter...
      2 4 Melden
    • ARoq 05.12.2017 10:34
      Highlight Damit lockt man keinen Nachwuchs hinter dem Ofen hervor.
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