Schweiz

Der Nachtzuschlag kostet in den meisten Tarifverbunden zwischen 2 und 10 Franken. Bild: KEYSTONE

Dem Nachtzuschlag gehts an den Kragen – und Uber ist daran nicht ganz unschuldig

In mehreren Kantonen steht der Nachtzuschlag auf der Kippe. Die veränderten Gewohnheiten der 24-Stunden-Gesellschaft und die Konkurrenz durch den Fahrdienst Uber zwingen die Tarifverbunde zum Handeln.

15.11.17, 06:14 15.11.17, 22:54

Bündner Nachtschwärmer kommen bald günstiger vom Ausgang nach Hause. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wird der Nachtzuschlag im ganzen Kanton abgeschafft. So würden alle Passagiere gleich behandelt und das Angebot attraktiver, begründete der Kanton den Schritt.

Nicht nur im Bündnerland sind die Tage des Nachtzuschlags gezählt. Auch in Zürich steht die Extra-Gebühr auf dem Prüfstand. Der Zürcher Verkehrsverbund ZVV denkt darüber nach, sein Nachtnetz von Grund auf neu zu konzipieren, berichtete «20 Minuten». Künftig sollen die Züge und Busse an Wochenenden in der Nacht ähnlich regelmässig verkehren wie am späten Abend.

Kantonsrat muss grünes Licht geben

In der Konsequenz müsste auch die Finanzierung des Nachtangebots überdacht werden, bestätigt ZVV-Sprecher Caspar Frey auf Anfrage von watson. «Wenn die Grenzen zwischen dem Tages- und dem Nachtangebot verschwimmen, muss man sich auch über andere Rahmenbedingungen wie beispielsweise den Nachtzuschlag Gedanken machen.» 

In seinem Strategiebericht 2020-2023 schlägt der ZVV deshalb vor, «die Finanzierung des Nachtangebots neu zu beurteilen». Nächstes Jahr berät der Kantonsrat über das Papier.

Heute muss das Zürcher Nachtnetz kostendeckend betrieben werden. Sollte der Kantonsrat diese Bestimmung kippen und grünes Licht für eine Abschaffung des Nachtzuschlags geben, dürfte dies eine Kettenreaktion in Gang setzen. Denn die angrenzenden Verkehrsverbünde beobachten die Entwicklung aufmerksam.

«Sollte sich Zürich vom Nachtzuschlag verabschieden, müssten auch wir nochmals über die Bücher.»

Martin Osuna, der Geschäftsführer des Tarifverbunds A-Welle

So etwa in den Kantonen Aargau und Solothurn: Martin Osuna, der Geschäftsführer des Tarifverbunds A-Welle, bestätigt: «Sollte sich Zürich vom Nachtzuschlag verabschieden, müssten auch wir nochmals über die Bücher.» Man habe bereits einmal vor der Entscheidung gestanden – 2011, als der benachbarte Tarifverbund in Basel den Zuschlag aufhob.

«Damals kamen wir zum Schluss, dass wir nachziehen würden, falls Zürich eines Tages ebenfalls auf die Extra-Gebühr verzichten sollte», so Osuna. Die damaligen Berechnungen hatten ergeben, dass alle Billettpreise um 0,7 Prozent angehoben werden müssten, um den Einnahmeausfall zu kompensieren. «Inzwischen fiele der Aufschlag wohl moderater aus, weil das Tagesnetz im Vergleich mehr Umsatz generiert.»

Umfrage

Soll der Nachtzuschlag abgeschafft werden?

  • Abstimmen

2,675 Votes zu: Soll der Nachtzuschlag abgeschafft werden?

  • 49%Ja, dieser Zuschlag ist nicht mehr zeitgemäss.
  • 33%Nur, wenn die übrigen Billette dadurch nicht teurer werden.
  • 16%Nein, wer das Angebot nutzen will, soll auch angemessen dafür zahlen.
  • 3%In meinem Kanton gibt es keinen Nachtzuschlag.

Konkurrenz durch Fahrdienst Uber

In den meisten Regionen kostet der Nachtzuschlag zwischen 2 und 10 Franken. In den letzten Jahren stagnierten die Einnahmen allerdings – ein weiterer Grund, warum die Tarifverbünde verstärkt über die Zukunft das Finanzierungsmodell nachdenken. So hat die Gesellschaft Nachtzuschlag, in der neben der A-Welle und dem ZVV auch die Tarifverbunde Ostwind, FlexTax, Schwyz, und Zug organisiert sind, unlängst ein Positionspapier zu möglichen Ursachen erarbeitet.

Neben der Vermutung, dass mehr Passagiere schwarzfahren, spielten vor allem gesellschaftliche Entwicklungen eine Rolle, so Osuna. «In Zeiten der 24-Stunden-Gesellschaft nimmt die Bereitschaft, für eine nächtliche Verbindung extra zu zahlen, möglicherweise ab.»

Auch könnten Fahrgemeinschaften oder Fahrdienste wie Uber dem ÖV-Angebot Konkurrenz machen. Dazu kommt, dass die nächtliche ÖV-Nutzung in kaum einem anderen Land extra kostet, was die Akzeptanz des Zuschlags zusätzlich schwächen dürfte.

«Beitrag zur Verkehrssicherheit»

«Ein solcher Zuschlag ist nicht mehr zeitgemäss», ist daher auch SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher überzeugt. Die Mobilität habe sich verändert, um 23 Uhr seien die Züge unter Umständen genauso voll wie mitten in der Nacht oder um 7 Uhr. Graf-Litscher forderte den Bundesrat darum bereits vor einigen Jahren dazu auf, über eine Aufhebung des Nachtzuschlags nachzudenken.

Eine Erhöhung der Ticketpreise sieht die Thurgauerin, die als Gewerkschaftssekretärin des Verkehrspersonals arbeitet, jedoch kritisch. Stattdessen schlägt sie vor, dass der Bund die Einnahmeausfälle deckt. «Dies wäre auch als Beitrag zur Verkehrssicherheit zu verstehen, da ein verbesserter Zugang zum Nachtnetz die Leute davon abhalten kann, nach dem Ausgang alkoholisiert ins Auto zu steigen.»

Der Bundesrat hatte für die Vorschläge der Sozialdemokratin allerdings kein Gehör. In seiner Antwort erinnerte er daran, dass Nachtangebote im Vergleich zu Tagesangeboten kostenintensiver sind. Die Finanzierung des Regionalen Personenverkehrs sei bereits heute nur mit grossen Anstrengungen möglich.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Markus Kappeler 15.11.2017 16:56
    Highlight Auch ich bin der Überzeugung, dass es kaum ein Land gibt, in der der ÖV in der Nacht extra kostet. In den meisten Ländern gibt es kaum ÖV und wenn, bestimmt nicht in der Nacht.
    2 2 Melden
  • slick 15.11.2017 12:41
    Highlight Wohnte in der Provinz und nach dem Nachtbus um 2.00 Uhr fuhr erst wieder um 6.30 der nächste Bus. Fuhr deshalb jahrelang betrunken nach Hause, wurde nur einmal erwischt, die Rechnung ist also aufgegangen. Der ÖV müsste aber ausgebaut und attraktiver gemacht werden, will die Gesellschaft Verhalten wie meines vermeiden. Wohne übrigens jetzt in einer Grossstadt (BKK).
    7 26 Melden
  • Dschungelpartei 15.11.2017 11:41
    Highlight Ich wohne in der Stadt Zürich und wenn ich mir nach dem Ausgang ein Uber mit meiner Freundin teile, zahlen wir gleich viel, wie wir für den Nachtzuschlag (zusätzlich zum Jahresabo) bezahlen würden. So fällt uns die Entscheidung leicht, was ich aus ökologischer Sicht bedauerlich finde.
    Gerade in einer Stadt wie Zürich, sollte es meiner Meinung nach rund um die Uhr ein günstiges, auf den Bedarf abgestimmtes öV Angebot geben.
    10 18 Melden
    • Fabio74 15.11.2017 16:35
      Highlight Gibt ja Abos. Und sollte der Nachtzuschlag fallen, ist das Problem gelöst
      0 0 Melden
    • spiox123 15.11.2017 18:47
      Highlight Gehen halt die Ticketpreise rauf. So werden wieder alle belastet. Nachtverbindungen sind halt teuer zu betreiben weil es ja auf fast jedem Zug auch Sicherheitspersonal hat.
      2 0 Melden
  • ThomasHiller 15.11.2017 10:53
    Highlight Jedes Land hat seine eigenen besonderen Regeln, zum Teil Vergünstigungen für die Bürger, zum Teil auch Preis-/Steuerzuschläge. Am Ende wird sich das gegeneinander abwiegen. Wer immer nur danach schaut, "was in anderen Ländern" günstiger ist wird am Ende feststellen, daß vielleicht nichts mehr etwas kostet, aber auch keine Geld mehr da ist, die ganzen Sachen zu erhalten.
    Die Schweiz ist das sicherste und wohlhabendste Land der Welt - hat dafür halt einen Nachtzuschlag im ÖPV. Den finde ich als Deutscher zwar absurd - aber wenn das allen Ernstes mein Problem wäre, ich wäre noch zufriedener.
    15 2 Melden
  • danmaster333 15.11.2017 10:50
    Highlight Werden dann die Intervalle für die Nachtbaustellen noch kürzer, wenn noch mehr S-Bahnen unterwegs sind? Dann wird es wohl mehr durchgehende Unterbrüche durch Baustellen am Tag geben (und dadurch mehr Unterbrüche). Je höher das Netz ausgelastet wird, desto mehr Gleis- und Bahnanlagenunterhalt wird benötigt.
    4 1 Melden
    • amIsanta 15.11.2017 12:34
      Highlight Die finden schon jetzt grösstenteils zwischen So und Do statt.
      3 0 Melden
  • Uslandschwiizer 15.11.2017 10:08
    Highlight So lange es kein mobility pricing gibt, sollte es auch keinen Nachtzuschlag geben. Nicht jede Strecke/jeder Zug der SBB zwischen 6 Uhr morgens und Mitternacht ist rentabel, trotzdem kosten sie gleich viel. Aber ab Mitternacht gibt es dann einen willkuerlichen Zuschlag?

    Dem Personal bezahlt die SBB zwischen 20-6 Uhr Wochentags und Samstags ab 18 Uhr eine Nachtzulage von 6.-/h. Sonntags 16.-/h. D.h. falls man mit hoeheren Personalkosten argumentieren moechte, sollte man bereits ab 20 Uhr einen Nachtzuschlag bezahlen und am Sonntag einen 3x groesseren Sonntagszuschlag...
    22 10 Melden
    • Hussain Bolt 15.11.2017 10:41
      Highlight Mobility Pricing ist Abzockerei!
      24 11 Melden
  • WalterWhiteDies 15.11.2017 09:58
    Highlight Nachtzuschlag ist eine Frechheit!! Vorallem wenn man ein GA hat (was nicht gerade billig ist) und dann noch 5.- Franken zu verlangen in der Nacht?! Typisch SBB Wucherpreise..
    23 60 Melden
    • Hierundjetzt 15.11.2017 10:37
      Highlight Chabis. Die Nachtzuschläge zahlen nur die Zielgruppe 20-30 jährige. Alle anderen bleiben zuhause oder haben Geld für ein Taxi. Und nein Deine Eltern brauchen das Angebot ganz bestimmt nicht regelmässig. Daher ist die Gebühr Verursachergerecht und fair.
      16 35 Melden
    • WalterWhiteDies 15.11.2017 11:40
      Highlight Ich fahre kein Auto, aber zahle für Strassen... Ich will das Militär nicht und die Kapfjets die sie kaufen wollen... Und trotzdem muss ich dafür auf kommen... Sollen es doch die bezahlen, wellche es brauchen!!
      11 11 Melden
    • Fabio74 15.11.2017 13:01
      Highlight Hierundjetzt Ernsthaft? Über 30 Jährige dürfen nicht mehr raus? Gehts dir und deiner Arroganz gut?
      9 4 Melden
    • Hierundjetzt 15.11.2017 16:10
      Highlight Fabio: das mit dem Leseverständnis üben wir noch, gäll. Die ZIELgruppe des Nachtzuschlags ist 20-30. Man möchte das die 20-30j. nicht besoffen Autofahren und bietet daher ein niederschwelliges Angebot an. Steht so im Konzept des ZVV und so in meinem Kommentar
      4 3 Melden
    • P. Meier 15.11.2017 16:32
      Highlight Was hat der Nachtzuschlag, welcher von den Tarifverbunden erhoben wird, direkt mit den SBB zu tun? Was hat der Billetpreis in einem Verkehrsverbund direkt mit den SBB zu tun? Die SBB sind eine der vom Tarifverbund beauftragte Transportfirma, welche für ihre Leistung durch den Verbund entschädigt wird.
      3 0 Melden
  • Dr. Atom 15.11.2017 09:33
    Highlight Der Nachtzuschlag ist nicht einfach eine Abzocke.
    Der Grund und die Schuld wesshalb es einen Nachtzuschlag gibt, ist, das die EVU (Eisenbahnunternehmen) diese Fahrt vom Kanton nicht bezahlt bekommt!
    Ja genau, der Kanton hat kein Interesse daran, sich zu beteiligen, er bestellt seit Jahren nur die normalen Verbindungen und die EVU muss selber schauen wie sie die Nachtzüge finanzieren!
    Desshalb hat man den Nachtzuschlag eingegührt.
    Salopp gesagt, der Kanton unterstützt die Nachtzüge nicht und ihm ist es egal wie die Menschen in der Nacht nach Hause kommen.
    Dies ist seit 15 Jahre so!
    31 1 Melden
    • P. Meier 15.11.2017 16:35
      Highlight Seit wann ist ein Busbetrieb ein EVU? Wieso wird der Nachtzuschlag auch für die Fahrt in den Nachtbussen erhoben? Der Nachtzuschlag wurde eingeführt um die Zusatzkosten der Transportanbieter im Verkehrsverbund zu entschädigen. Und wenn wir schon bei der Abzocke sind; ich fordere, dass die Getränkepreise in Clubs/Bars usw. in der Nacht gleich hoch sind wie am Tag.
      2 0 Melden
  • reamiado 15.11.2017 08:06
    Highlight Die Mehrheit der Jugendlichen bezahlt sowieso keinen Nachtzuschlag wegen ZKB Nachtschwärmer..
    67 19 Melden
    • phreko 15.11.2017 10:03
      Highlight Bist du schon mal aus Zürich rausgekommen?
      47 3 Melden
  • Madison Pierce 15.11.2017 08:02
    Highlight Der Nachtzuschlag war schon immer unfair. Der ÖV wird nach dem Solidaritätsprinzip bezahlt. Sonst wäre das Postauto ins Kaff wesentlich teurer als ein gut besetzter Zug in die nächste Stadt. Mit dem GA konnte man im ganzen Gültigkeitsbereich fahren, ohne sich Gedanken zu machen, bis der Nachtzuschlag eingeführt wurde.

    Also entweder den Nachtzuschlag abschaffen oder dann unterschiedliche Preise je nach Fahrziel einführen (was sich aber wohl niemand wünscht).

    Man muss sich aber schon überlegen, wie viele nächtliche Verbindungen der Service Public anbieten soll.
    126 42 Melden
    • E. Edward Grey 15.11.2017 09:14
      Highlight Das Solidaritätsprinzip gilt allgemein für das öffentliche Interesse. Ob das Nachtschwärmen dort hinzu zählt bleibt abzuwägen. Verkehrssicherheit zählt dort sicher hinzu, es gibt aber auch andere Meinungen welche eine Finanzierung des Party-Ausgangs für wenige durch alle ablehnen und die die Unterstützung von Clubs und Bars nicht als allgemein förderlich sehen.
      10 11 Melden
  • MrJS 15.11.2017 07:50
    Highlight Was ich immer toll finde an den linken Parteien: Möglichst alles den Bund zahlen lassen und so die Allgemeinheit belasten. Sollen doch die bezahlen, welche es nutzen!
    27 66 Melden
    • Plöder 15.11.2017 09:00
      Highlight Ja finde ich auch darum bauen wir ab Morgen überall im Land Mautstellen für die Autobahnen, sowie Innerstädtische Plaketten für Fussgänger, Radfahrer und motorisierten Verkehr.
      Die Feuerwehr zahlt auch nur der, der sie braucht. Also der dem das Haus gehört, dass abbrante.
      Ebenso bei Polizei, Stundensatz ist so um die 180 CHF.
      Ja und für jeden Stuhlgang auf einem Klo, dass nicht in der eigenen Wohnung steht, zahlt man 1.45CHF.
      Ey hör mir auf mit immer den Bund zahlen lassen, ich zahle auch für die Armee und brauche sie nicht!
      Eine gewisse Umverteilung ist i.O. aber m.M. i.O.
      63 5 Melden
    • Plöder 15.11.2017 09:01
      Highlight Aber nur die Linken als Staatsabzocker darzustellen ist ein wenig zu einfach gedacht MrJS...
      39 6 Melden
    • Plöder 15.11.2017 09:08
      Highlight Bo ich reg mich gad so auf!
      Das hat nichts, überhaupt nichts mit dem Thema zu tun!

      Wieso gibt es die Nachtlinien, weil eine Nachfrage da ist, wenn es sich nicht lohnen würde - wären diese Angebote wieder fallen gelassen worden.
      31 5 Melden
    • Fabio74 15.11.2017 09:13
      Highlight Einfach mal über den Tellerrand schauen. Jede/r der nicht denÖV nimmt ist nachts nicht auf der Strasse
      26 2 Melden
    • E. Edward Grey 15.11.2017 09:15
      Highlight Sie reden von Schwarz und Weiss, in der Nacht sind aber alle Katzen grau.
      7 2 Melden
    • zzZüri 15.11.2017 09:16
      Highlight Falls du mal eine OP nötig hast, belaste die Allgemeinheit bitte nicht.
      21 4 Melden
    • WalterWhiteDies 15.11.2017 10:25
      Highlight Ich rege mich extremst über die Kampfjets auf welche gekauft wersen. Ich brauche die nicht! Soll sie doch jemand Zahlen der sie braucht.. Fahre auch kein Auto, trotzdem flissen Gelder von mir in das Strassenetzt ein.. Sollen doch die zahlen welche ein Auto haben..
      13 11 Melden
    • Bits_and_More 15.11.2017 12:20
      Highlight @WalterWhiteDies
      Gehört zwar ned zum Thema, doch wenn du wirklich keine Jets brauchst, müsstest du ab sofort auf Flugreisen und alle Produkte die auf dem Luftweg in die Schweiz kommen verzichten.
      2 7 Melden
    • The Destiny 15.11.2017 12:21
      Highlight @Walter, aber das ist doch so. Brauchen tut sie die Armee und bezahlen tut sie das auch noch.
      0 2 Melden
    • WalterWhiteDies 15.11.2017 15:00
      Highlight @TheDestiny Und wo bitte kommt das Geld her mit dem das bezahlt wird?!
      @Bits_and_more Die Schweiiz braucht SICHERLICH nicht 30 Jets damit der Luftraum "sicher" ist...
      3 1 Melden
    • The Destiny 15.11.2017 22:38
      Highlight Es fliegen auch nicht konstant 30 jets zu Bürozeiten, es sind auch nicht immer 30 Jets einsatztbereit. Die brauchen leider etwas mehr Pflege als dein Fixi.
      1 6 Melden
  • Chaose 15.11.2017 07:48
    Highlight Und was ist mit Libero (Bern, Biel, Solohurn)?
    15 2 Melden
    • Mutzli 15.11.2017 10:01
      Highlight Da gabs ja sowieso nie einen Nachtzuschlag. Oder meinen Sie jetzt den Moonliner?
      2 0 Melden
    • phreko 15.11.2017 10:02
      Highlight Geht nicht, Bern muss die höchsten Pfarrerlöhne der Schweiz aufrecht erhalten...
      7 3 Melden
  • NikolaiZH 15.11.2017 07:43
    Highlight Wenn man 6 kontrolleure aus meinem nachtzug heimschicken würde, könnte auch erheblich gesparrt werden
    25 59 Melden
    • Mimimi 15.11.2017 11:30
      Highlight Und wenn man den lockführer mitschickt noch mehr... dann brauchst du deinen nachtzuschlag auch nicht mehr.
      12 0 Melden
    • Fabio74 15.11.2017 13:02
      Highlight Gäbe es due notorischen Schwarzfahrer nicht, bräuchte es keine Kontrolleure
      8 0 Melden
  • The Host 15.11.2017 07:38
    Highlight Ausbau von Service Public? Unglaublich aber waro!
    7 9 Melden
  • Dan Rifter 15.11.2017 07:35
    Highlight Dagegen!

    Der Nachtzuschlag funktioniert wunderbar nach dem Verursacherprinzip:
    Wer die Extrawurst will, soll dafür zahlen.

    Ich behaupte: Der Anteil derer, die normalerweise keine ÖV benutzen, ist im Nachtzug um ein Vielfaches höher.

    Wieso sollen wir ÖV-Pendler den Luftverschmutzern den Heimweg aus dem Ausgang bezahlen?



    17 98 Melden
    • Sandro Lightwood 15.11.2017 08:15
      Highlight Habe kein Auto, bin ÖV-Benutzer, das Angebot benutze ich aber so gut wie nie. Trotdem macht es mir nichts aus, wenn der Nachtzuschlag fällt. Auch wenn ich dann etwas mehr bezahlen muss fürs Abo.
      30 7 Melden
    • Charlie Brown 15.11.2017 08:24
      Highlight Weil wir Solidarität als Grundwert verstehen?

      Du offensichtlich zwar nicht.
      31 3 Melden
  • Stan_the_man 15.11.2017 07:23
    Highlight Ich wünsche mir einen Nachtzuschlag in meinem Kanton.
    Hier bezahlt man, obwohl man bereits ein GA etc hat, Wucherpreise für ein neues Ticket (Bern, Moonliner).
    18 5 Melden
    • raydirty 15.11.2017 08:00
      Highlight Da kann der Moonliner leider nicht viel dafür, solange er sich selber finanzieren muss. Die Sponsorenbeiträge sind zu klein und wenn die Gemeinden noch mehr bezahlen müssten, würden wohl noch mehr Verbindungen weg fallen.
      22 2 Melden
  • airflow 15.11.2017 07:07
    Highlight ja klar, der Bund soll dafür bezahlen?!? Weshalb nicht ganz einfach: Wer Leistungen nutzt, soll diese bezahlen. Im Coop bezahle ich mein Brot auch selbst, ihr vermutlich auch...?
    Die Allgemeinheit/der Bund hat entgegen der SP Ansicht nicht unbegrenzt Cash...
    17 72 Melden
    • dä dingsbums 15.11.2017 08:07
      Highlight Der Vergleich hinkt, bei Coop bezahlst Du für das Brot auch keinen Nachtzuschlag.

      Aber hey, Hauptsache Du hast gegen die SP gewettert. Toll.
      81 16 Melden
    • Charlie Brown 15.11.2017 08:27
      Highlight @airflow: Hast du das Prinzip Staat und Solidarität nur im Ansatz verstanden oder gehen deine diesbezügliche Fähigkeiten nur bis zum Kauf eines Brotlaibs?
      33 3 Melden
    • phreko 15.11.2017 10:00
      Highlight Airflow, hast du den Bäckern gerade einen Nachtzuschlag offeriert? Die hätten garantiert nichts gegen höhere Löhne...
      13 2 Melden
    • bibaboo 15.11.2017 10:14
      Highlight Das Brot bezahlst du zwar selbst, die Milch jedoch ist gesponsert.
      13 3 Melden
  • Chääschueche 15.11.2017 06:45
    Highlight Augenwischerei. Kostet eben das Billet dann für alle mehr. 😊
    23 4 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 15.11.2017 06:32
    Highlight Dann sollen die Leute alle mit Uber nach Hause. Fertig ZVV-Nachtzüge und -busse. Man muss der Moderne Rechnung tragen. Und am besten geht's wenn man den Leuten so ans Bein pinkeln, sie sie es auch tun. Uber wird sich freuen. Und wenn die überlastet sind, dann die Taxifahrer, die ja nur noch jammern.
    Ansonsten: Nein, der Nachtzuschlag soll bleiben. Der soll aber vollumfänglich den Angestellten zugute kommen, die dann auch nachts arbeiten.
    16 40 Melden
  • Cyman 15.11.2017 06:30
    Highlight Wer in den Ausgang geht hat keine 5 Stutz übrig um sich an den Zusatzkosten zu beteiligen für die Nachtarbeit der Bahnangestellten? Ich schätze das Angebot und bezahle meinen Zuschlag immer gerne - denn er ist fair und belastet nicht diejenigen, welche das nicht in Anspruch nehmen wollen. Damit legitimieren wir doch regelrecht, dass es kein Recht auf Ruhezeit der Angestellten während der Nacht mehr gibt.
    231 68 Melden
    • DailyGuy 15.11.2017 08:16
      Highlight Dein letzter Satz stimmt doch nicht? Sorry, aber was ist mit den Ärzten, Pflegefachpersonen, Piloten und auch Industriearbeiter? Ich arbeite in einem Betrieb wo 3 Schichtig produziert wird. Kein Mitarbeiter arbeitet mehr als der andere. Sie kriegen aber alle eine Schichtzulage, weil sie eben jede Woche eine neue Schicht haben. Ist das Ideal? Das mus jeder für sich selber wissen. Aber jeder Mitarbeiter arbeitet gleich viel. Somit können die Ruhezeiten bei Schichtbetrieb durchaus eingehalten werden.
      44 4 Melden
    • Charlie Brown 15.11.2017 08:29
      Highlight @Cyman: Und das Recht auf Ruhezeit lässt sich mit Geld übersteuern? Lustige Argumentation.
      25 1 Melden
    • seventhinkingsteps 15.11.2017 08:57
      Highlight Nicht jedesmal wenn man nach Mitternacht unterwegs ist war man im Ausgang...
      29 0 Melden
    • ScreamingLord 15.11.2017 09:01
      Highlight Naja, ich habe 10 Jahre in einem sehr grossen Nahrungsmittelproduktionsbetrieb gearbeitet. Es wurde 3 Schichtig produziert. Hast du jemals für Waren im Detailhandel welche in der Nacht produziert wurden einen Aufschlag bezahlt?! nein, denn man macht eine Mischrechnung. Genau so sollte das der ÖV auch machen.
      27 1 Melden
    • E. Edward Grey 15.11.2017 09:21
      Highlight Der Artikel spricht auch vom Ausbau des Nachtverkehrs. Bei mir würde dies eine Vervierfachung der Busfrequenz bedeuten. Sind sie auch bereit CHF 20-25 für einen Nachtzuschlag zu zahlen?
      1 6 Melden
    • Olaf! 15.11.2017 09:47
      Highlight "Damit legitimieren wir doch regelrecht, dass es kein Recht auf Ruhezeit der Angestellten während der Nacht mehr gibt." Da gibt es noch andere Vorgaben und Gesetze glaub mir...

      Findest du es fair, dass mein Kollege der dir das Essen kocht, wenn du mal am Abend fein essen gehst, den Nachtzuschlag zahlen muss? Der kommt im Gegensatz zu dir nämlich von der Arbeit und nicht aus dem Ausgang.
      18 2 Melden
    • meine senf 15.11.2017 10:26
      Highlight Wo ist denn der prinzipielle Unterschied z.B. zu Wandergruppen, die am Sonntag unterwegs sind? Ist ja auch eine Randzeit, warum müssen die keine Zuschläge zahlen? Und die Auslastung der Nachtkurse ist ja oftmals besser als am Sonntagvormittag. Die sollten doch auch Fr. 5.-- übrig haben. Das ist doch irgendwie willkürlich?

      Entweder sollte die Preise immer gleich sein. Oder es müsste während der ganzen Woche feine Abstufungen geben, je nach Lohnkosten und Nachfrage.
      11 2 Melden
    • danmaster333 15.11.2017 10:47
      Highlight Also Fahrdienstleiter arbeiten auch Nachts wenn keine S-Bahnen meh unterwegs sind. Güter- und Bauzüge sind dann noch genug unterwegs ;-)
      8 1 Melden
    • Pond 15.11.2017 14:44
      Highlight Wenn Du findest, dass Angestellte ein Anrecht auf Ruhezeit haben sollen, warum nutzt Du dann in der Nacht den ÖV? Wäre es dann nicht fairer einen Fahrdienst zu wählen, bei dem der Fahrer freiwillig und/oder bewusst zu Nachtzeiten fährt?
      2 3 Melden
    • Markus Kappeler 15.11.2017 17:09
      Highlight DailyGuy, hast Du jemals in der Nacht gearbeitet? Wer 8 Stunden in der Nacht arbeitet hat definitiv viel mehr geleistet, als derjenige der am Tag 8 Stunden gearbeitet hat. Derjenige, der in der Nacht arbeitet, muss mit dem Auto zur Arbeit fahren, zumindest unter der Woche, das kostet schon mal mehr und ist stressiger. In der Nacht herrscht Ruhe, niemand darf Rasenmähen und kein Flugzeug darf fliegen, aber wie ist das am Tag, wenn der Nachtarbeiter schlafen sollte? Piloten haben dank Nachtflugverbot gute Arbeitszeiten und in der Nacht ist im Spital kaum einer am arbeiten.
      2 1 Melden
    • DailyGuy 17.11.2017 10:43
      Highlight Die Piloten arbeiten in der Nacht nicht? Was denkst du geschieht mit den Piloten welche am Morgen früh von Fernost landen? Die arbeiten dann nicht während des Fluges, der auch durch die Nacht geht?
      Natürlich ist Nachtarbeit nicht ideal, dass habe ich auch nie behauptet.
      2 0 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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