Schweiz
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Stefan Meierhans, Schweizer Preisueberwacher, vor der Jahresmedienkonferenz, am Donnerstag, 26. Febraur 2015, in Bern. Der Preisueberwacher will dieses Jahr der Politik genauer auf die Finger schauen. Um die Wettbewerbsfaehigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz in Zeiten des starken Frankens zu erhalten, fordert er von den Behoerden

Ist sich wieder einmal nicht einig mit der SBB: Preisüberwacher Stefan Meierhans.
Bild: KEYSTONE

Preisüberwacher will verhindern, dass die Fahrt durch den neuen Gotthardtunnel teurer wird



Der Steuerzahler, der den Gotthardtunnel finanziert hat, soll für die Bahnfahrt durch die neue Röhre mehr bezahlen – das geht dem Preisüberwacher zu weit. Stefan Meierhans hat laut der «NZZ am Sonntag» seinen Einspruch gegen den Plan eingelegt, dass SBB-Tickets auf der Gotthardstrecke ab Dezember mehr kosten sollen.

Die SBB wollen offenbar einen Franken oder gut 2,6 Prozent mehr verlangen als heute auf der Bergstrecke. Begründung: Bessere Qualität dank der neuen Verbindung, welche die Fahrt ins Tessin um rund eine halbe Stunde verkürzt. Für den Preisüberwacher kommt das aber laut dem Blatt nicht in Frage, weil so der (bahnfahrende) Steuerzahler zweimal zur Kasse gebeten würde.

Die Uneinigkeit um den Billettpreis am Gotthard ist Teil eines grösseren Streits. Der Preisüberwacher wehrt sich grundsätzlich gegen die geplante Tariferhöhung des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV), nach dessen Willen die Billetts im Schnitt rund drei Prozent teurer werden sollen. Der Aufschlag sollte laut Meierhans tiefer ausfallen. Die Gespräche verlaufen nach seinen Angaben aber «schwierig».

Kommt es nicht zu einer Einigung, könnten die Bahnen laut «NZZ am Sonntag» die Preiserhöhung dennoch verordnen. Sie riskieren dann aber ein Bussenverfahren, das ihnen nebst einer Strafe von bis zu 100'000 Franken vor allem einen Imageschaden einbringen dürfte. Richter in diesem Verfahren wäre Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. (trs) 

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    Alle Leser-Kommentare
  • SwissGTO 17.07.2016 06:58
    Highlight Highlight Einfach nur lächerlich. Wegen einem Franken. Man bekommt ja auch eine Mehrleistung durch die stark verkürzte Reisezeit.
    • Hypnos350 17.07.2016 08:31
      Highlight Highlight Gleicher Gedanke😉
      Würde mich mal interessieren wie es um das kosten/nutzen Verhältniss bei unserem Preisüberwacher steht.
    • andy y 17.07.2016 09:12
      Highlight Highlight Eg geht hier um eine Grundsatzfrage. Wie bei allem in der Schweiz wird es nicht bei 3inem Franken bleiben. Wir Schweizer haben das ganze ja schon finanziert.
    • Hoschijan 17.07.2016 10:09
      Highlight Highlight @andy y: Dass wir es über die Steuern schon finanziert haben, heisst ja nicht, dass die Finanzierung nicht verursachergerecht amortisiert werden kann über die Fahrgäste welche jetzt von der kürzeren Reisezeit profitieren. Die Erträge kommen ja wieder dem Bund als Eigentümer der SBB zu Gute.
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