Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Arbeiter entfernen am Mittwoch, 14. Maerz 2012, auf dem Gelaende des Bahnhofs in Brunnen die alten Bahnschienen und Schwellen sowie den Bahnschotter und wechseln diese mit neuem Schotter, Schwellen und Schienen aus. Mit einer fahrenden Fabrik wird vom 25. Februar 2012 bis 30. April 2012 beim Bahnhof in Brunnen die gesamte Gleisinfrastruktur von 4 Kilometern in vielen Nachtschichten rund um den Bahnhof Brunnen in einem Zug erneuert. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Gleisarbeiter dürften in naher Zukunft noch mehr auf dem SBB-Schienennetz anzutreffen sein. Bild: KEYSTONE

Infrastruktur zu wenig erneuert

Die SBB müssen beim Unterhalt des Schienennetzes einiges nachholen. Das wird 500 Millionen Franken teurer als geplant

21.05.14, 11:27 21.05.14, 11:47

Der Nachholbedarf beim Unterhalt des SBB-Schienennetzes ist grösser als bisher angenommen. Wichtigster Grund ist die starke Belastung: Die Geleise werden intensiv befahren, die Züge sind schwerer als früher und beschleunigen schneller. 

Das zeigt der Netzzustandsbericht 2013, den die SBB am Mittwoch veröffentlicht haben. Demnach beläuft sich der Nachholbedarf beim Unterhalt des gesamten Bahnnetzes auf 2,3 Milliarden Franken. Im Bericht 2012 war noch von 1,8 Milliarden Franken die Rede gewesen. 

Nutzungsdauer wird kürzer 

«Die Fahrbahn ist in den vergangenen Jahrzehnten im Verhältnis zur wachsenden Belastung zu wenig erneuert und unterhalten worden.»

Die SBB in einer Mitteilung

Die Fahrbahn sei in den vergangenen Jahrzehnten im Verhältnis zur wachsenden Belastung zu wenig erneuert und unterhalten worden, schrieb die SBB im Communiqué zum Bericht. Dies hätten interne und externe Analysen gezeigt. Die Gleisanlagen könnten nicht wie bisher angenommen 37 Jahre, sondern nur 33 Jahre lang genutzt werden.  

Seit 2013 überprüft die SBB den Zustand ihrer Gleisanlagen mit einem neuen Diagnosefahrzeug. Weil dieses präzisere Resultate liefern kann, wurden dreimal mehr Schäden an Schienen festgestellt wie im Vorjahr. 

Vergangenes Jahr investierte die SBB 129 Millionen mehr in den Netzunterhalt als geplant. Im Netzzustandsbericht beurteilt die SBB Substanz, Sicherheit und Verfügbarkeit ihrer Infrastrukturanlagen. 

Insgesamt guter Zustand

2013 waren rund 71 Prozent in einem sehr guten oder guten Zustand und 22,5 Prozent in einem «mittleren» Zustand. 6,5 Prozent der Einrichtungen wurden als schlecht oder mangelhaft beurteilt. «Akut kritisch» war keine Anlage. 

Der Bericht zeige damit insgesamt einen guten Zustand der SBB-Infrastrukturanlagen, schrieb die SBB dazu. Im Vergleich zum Vorjahr habe die Sicherheit leicht gesteigert werden können. Die SBB führt dies insbesondere auf den laufenden Ersatz der Zugsicherungsanlagen Signum und ZUB zurück. (dwi/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Nach Ende des SBB-Monopols: Ist jetzt das GA in Gefahr?

Das Bundesamt für Verkehr hat entschieden, dass die BLS ab 2020 zwei Fernverkehrsverbindungen der SBB übernehmen kann. Künftig müssen sich die beiden Konkurrenten über Billettpreise einig werden.

Der Wettbewerb ist eröffnet. Am Donnerstag hat das Bundesamt für Verkehr die Weichen gestellt für eine neue Zeitrechnung im Fernverkehr auf den Schweizer Schienen. Die BLS fährt bald auf zwei Linien im Fernverkehr: Bern–Biel und Bern–Olten. Das Monopol der SBB ist vorbei. Bereits im Februar hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) entschieden, dass künftig Fernbusse in der Schweiz verkehren dürfen. Dieser Wettbewerb könnte das Generalabonnement, das Rückgrat des schweizerischen …

Artikel lesen