Schweiz

Kämpft gegen Steueroptimierung (meistens ...) und für die AHVPlus-Initiative: Margret Kiener Nellen. Bild: KEYSTONE

Obacht, Ecclestone, Bertarelli und Co. – SP-Nationalrätin hat sich Einblick in eure Steuerdaten erkämpft

02.09.16, 11:24 02.09.16, 11:57

Die Berner SP-Nationalrätin Margret Kiener Nellen hat sich vor dem bernischen Verwaltungsgericht Einsicht erstritten in Steuerdaten reicher Gstaader. Betroffen sind etwa Ernesto Bertarelli und Bernie Ecclestone.

Das bernische Verwaltungsgericht entschied in einem am Freitag veröffentlichten Urteil, gemäss dem ehemaligen bernischen Steuergesetz seien die Steuerregister der Berner Gemeinden «vorbehaltlos öffentlich». Deshalb müsse die Gemeinde Saanen, zu der der Nobelferienort Gstaad gehört, Kiener Einsicht gewähren.

Die Kontroverse um ihre persönliche Steuersituation

Kiener Nellens ganz persönliche Steuersituation geriet im November 2014 in den Fokus der Öffentlichkeit: Die «Weltwoche» hatte recherchiert, dass die SP-Nationalrätin und ihr Ehemann 2011 null Franken steuerbares Einkommen in der Steuererklärung vermerkt hatten, und das trotz über 12 Millionen Franken Vermögen. Das Blatt warf ihr «hochgradige Steueroptimierung» vor. Kritik gab es auch Partei-intern. Kiener Nellen verteidigte sich in einer flugs einberufenen Pressekonferenz und gestand Fehler ein. (tat)

Werden die Daten veröffentlicht?

Das Gericht stiess damit einen Entscheid der bernischen Finanzdirektion um. Diese hatte 2014 ein «Njet» der Gemeinde Saanen zum Einsichtbegehren Kiener Nellens gestützt. Gegen diesen Entscheid der Kantonsverwaltung beschwerte sich Kiener Nellen beim Verwaltungsgericht.

Der Entscheid des Berner Gerichts kann noch ans Bundesgericht weitergezogen werden. Kiener Nellen will die Steuerdaten nicht «auf ungebührliche Art und Weise verwenden», wie es im Urteil heisst. «Eine entsprechende Absicht bestreitet sie mit Nachdruck».

Geriet mit ihrer Steuersituation selber in die Schlagzeilen: Kiener Nellen anlässlich ihrer Presskonferenz im November 2014. Bild: KEYSTONE

Deshalb ist unklar, ob die Öffentlichkeit je die Steuerdaten 2008 bis 2011 von Unternehmer Bertarelli, Formel-1-Chef Ecclestone und weiteren acht prominenten Bewohnern von Gstaad zu Gesicht bekommt. Kiener Nellen sagte am Freitag auf Anfrage, sie wolle dazu nichts sagen, respektive es sei angesichts des noch nicht rechtskräftigen Urteils für Aussagen zu früh. (tat/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rumbel the Sumbel 02.09.2016 19:43
    Highlight Hoffentlich vergisst Frau Kiener-Nellen ihre eigenen Steuerdaten und die ihres Partners nicht! Oder wurden die bereits gesäubert?
    13 5 Melden
    • Fabio74 02.09.2016 20:17
      Highlight Was haben die 2 gemacht? Steuern optimiert. Legal.
      Wo ist das Problem?
      4 13 Melden
    • Rumbel the Sumbel 02.09.2016 20:28
      Highlight Wasser predigen und Wein trinken!!!
      11 4 Melden
  • zialo 02.09.2016 14:16
    Highlight Gehts hier um die gleiche Finanzkomission, die schon die fraglichen Finanztransaktion von Schneider Amman durchwinkte?

    Kiener Nellen legt sich in einem Kanton welcher Superreichen Privilegien schenkt, arme Schweizer hart anfasst und massiv Geld aus dem Finanzausgleich bezieht, mit den richtigen an.
    21 11 Melden
    • RETO1 02.09.2016 16:01
      Highlight ..und selber keine steuern zahlt
      18 8 Melden
  • Hayek1902 02.09.2016 13:56
    Highlight Lass mich raten, sie sucht nach Inspiration?
    25 8 Melden
  • dan2016 02.09.2016 13:32
    Highlight Wäre es möglich, die Infos ein bisschen rationaler bereitzustellen?
    1. ist es in einem Rechtsstaat problematisch oder nicht, wenn eine Verwaltung (ohne jegliche Kontrolle) mit Steuerzahlenden irgendwelche Vereinbarungen machen kann? Da ist die FIFA ja ein Hort der Transparenz.... Diese - vermutlich nachvollziehbare - Problematik hat genau gar nichts mit der Person zu tun, welche die Transparenz schafft.
    2. Reicht es, dass die Weltwoche eine Steuererklärung publiziert? Wäre es nicht zumindest sinnvoll, zu Wissen, wieviele Vermögende genau Null Steuer in einzelnen Jahren bezahlen?
    19 7 Melden
    • dan2016 02.09.2016 16:09
      Highlight wobei, wenn ich es mir genau überlege, darf ich eigentlich keine Transparenz fordern (ansonsten ich mich als Cüpli-Sozialist fühlen müsste). Ich gebe offen zu, ich ziehe 'als hochgradigen Steueroptimierer' auch meine PK-Beiträge und sogar meine 3Säule bei den Steuern ab. Insofern darf ich mich natürlich über dubiose Steuerangelegenheiten besser nicht mehr äussern.....
      5 3 Melden
  • Lowend 02.09.2016 13:15
    Highlight Frau Kiener-Nellen hat höchstens gezeigt, dass sie von Steueroptimierung wenig versteht, denn jeder Bürgerliche hätte diesem Einkauf in die Pensionskasse in 4 Tranchen gesplittet und hätte so 4 Jahre hintereinander keine Steuern bezahlt.
    Übrigens hätte die Steuerbehörde diesen Abzug auch von sich aus gemacht, wenn Frau Kiener-Nellen, oder "Die Alte" wie sie hier despektierlich genannt wird, diesen nicht selber gemacht hätte.
    Ansonsten freue ich mich, mal zu sehen wie billig diese steueroptimierten Superreichen in Gstaad die vielen Annehmlichkeiten der Schweiz geniessen?
    24 14 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.09.2016 13:13
    Highlight find ich guet. :-)
    20 17 Melden
  • Geofinder 02.09.2016 13:09
    Highlight Die Steueroptimierungs Expertin hat gesprochen...
    48 15 Melden
  • Radiochopf 02.09.2016 13:01
    Highlight Mit ihrer Vorgeschichte ist sie definitiv die falsche Person für dieses Thema, welches aus meiner Sicht schon zu diskutieren wäre.. das ist etwa die gleiche Geschichte wie die US-Unternehmen, die Steuern legal optimieren/sparen in Europa.. bei Apple regen sich alle auf über die Steueroptimierung, aber bei Promis die in der Schweiz das gleiche machen, sieht das plötzlich wieder anders aus.. verstehe ich irgendwie nicht..
    29 9 Melden
    • Fabio74 02.09.2016 20:19
      Highlight Der Vergleich hinkt.
      Die Konzerne schieben ihr Geld so lange hin und her bis die Kohle dort ist wo nichts mehr zu zahlen ist. Das heisst es wird anderen Ländern Geld entzogen
      4 5 Melden
  • Turi 02.09.2016 12:51
    Highlight Ich nicht, die anderen auch....

    Die Glaubwürdigkeit hat die SP-Politik längst abgelegt. Es geht primär ums Sichern der eigenen Pfründe. Und darum, anderen ans Bein zu pinkeln.
    35 23 Melden
    • R&B 02.09.2016 15:27
      Highlight Ach ja! Erzählen Sie mal Details. Bin gespannt!
      13 8 Melden
  • Candy Queen 02.09.2016 12:47
    Highlight Mit fehlen die Worte...
    12 8 Melden
  • Zarzis 02.09.2016 12:37
    Highlight Ich hoffe Ssie zeigt Auszüge aus diesen Steuererklärungen. Bin überzeugt, das die meisten Schreibern hier dann der Nuggi so raushaut das der danach um den Mars fliegt!
    Dqann wird mal anschaulich wir Wir alle von der 1promille der Bevölkerung richt über den Tisch gezogen werden.

    Ich vermute die Aversion beruht auf dass, das man es doch lieber nicht wissen will. Könnte zum Nachdenken anregen. das eventuell die selber gewählten doch nicht für die Arbeiten.
    23 24 Melden
  • cassio77 02.09.2016 12:35
    Highlight wenn ich die kommentare lese, die noch nicht zahlreich sind, dann darf ich doch mit genugtuung feststellen, dass mme "wie-heisst-sie-doch-nochmals-?" ein eigentor geschossen hat. angesichts dessen, dass bertarelli (zusammen mit wyss) immense beträge an ein forschungszentrum in genf spendet. diese mme soll den ball flach halten und sich um ihre eigene steuererklärung kümmern.
    22 23 Melden
  • pwidmer 02.09.2016 12:27
    Highlight Echt widerlich, dieser Pleitekanton Bern! Letztes Jahr bezog er 1,2 Milliarden Fr. aus dem NSA. Die Armen werden ausgequetscht, den Reichen leckt man den Arsch. Ein BRAVO der mutigen Frau
    .
    26 30 Melden
    • Scott 02.09.2016 14:25
      Highlight Sie wissen aber schon, dass die "mutige" SP-Frau und ihr Mann trotz gut bezahlten Jobs und mit über 12 Millionen Vermögen angeblich kein Einkommen erzielt und deshalb auch keine Steuern bezahlt?
      18 10 Melden
    • dan2016 02.09.2016 16:40
      Highlight @Sie wissen aber schon, dass es sich um eine einmalige Einzahlung handelte? Und dass Sie im Folgejahr (vor dem WW Artikel) mehr als 120'000 Steuern bezahlte.....
      6 7 Melden
    • Scott 02.09.2016 17:22
      Highlight Eine einmalige Einlage von CHF 400'000.- aus der Portokasse, warum auch nicht.

      Unter Druck der Öffentlichkeit unterliess das Ehepaar seither grössere "Steueroptimierungen".

      Aber jetzt wäre wohl wieder mal eine fällig...
      8 3 Melden
    • Fabio74 02.09.2016 20:20
      Highlight @Scott: Was legal ist darf und soll gemacht werden
      Jeder der es nicht tut, wäre nur dumm!
      Warum stopft der SVP/FDP-Kanton Bern die Lücken nicht?
      Weil die eigene Klientel es auch macht.
      3 7 Melden
    • cassio77 11.09.2016 21:11
      Highlight @Fabio74: Bern ist nicht ein SVP/FDP-Kanton, sondern ein SVP-/SP-Kanton, und eine SP-Hauptstadt. Hier liegen die Probleme begraben. Links, wie rechts sind nicht im Stande, die Finanzen in Ordnung zu bringen. Die Berner sollen zudem mal in den Spiegel schauen, und sich dieser rechts- und linkspopulistischen Aussagen widersetzen, weil der Kanton Bern - und somit viele SVP- und SP-Wähler - ein Parasit innerhalb des NFA ist. Die Schweiz krankt nur an den Polen, die sind das Problem (und nein, ich meine nicht die Nationalität!!!).
      1 1 Melden
  • Scott 02.09.2016 12:23
    Highlight Sie ist doch unschuldig, ihr Ehemann hat die Steuererklärung ausgefüllt...
    45 13 Melden
  • kleiner_Schurke 02.09.2016 12:13
    Highlight Wow, der steueroptimierte Sozialadel schlägt zurück. An Peinlichkeit kaum noch zu überbieten. Wer wählt solche Vollpfosten eigentlich?
    75 25 Melden
    • pamayer 02.09.2016 13:13
      Highlight Ich.

      Find's von ihr als so frau einen groben faux-pas.

      Dass sie den superreichen hinterhersteigt gefällt mir sehr.
      23 27 Melden
  • Grundi72 02.09.2016 12:09
    Highlight ui ui ui die Neid-Hexe geht um...

    Für jeden Arbeitsplatz der verloren gehen sollte übernimmt sie imfall die Steuerausfälle inkl. Arbeitslosengelder etc.
    41 65 Melden
    • Zarzis 02.09.2016 12:33
      Highlight @Grundi72

      ja, ich bin es den Reichen auch Neidig!!
      Ich kann nur schwer damit Leben, dass die % weniger Steuern Bezahlen als ich, dass von der Bürgerlichen Politik 100te Steuerlöcher bekommen, wären mir bald jedes jahr die Abzug möglichkeiten gekürzt werden. Das wir mehr Steuern Bezahlen damit diese jedes jahr, ohne Arbeit, mehr auf dem Konto haben!
      Und das meine Rente immer kleiner wird, aber diese Typen sich jedes jahr, ein Trinkgeld Abgeben müssen.

      zbs. Eccelstone, 5-6 Mia Schwer, macht 100te Mio mit der Formel 1 und Zahlt in der Schweiz Pauschall Steuern von wenigen Mio!
      27 14 Melden
    • Fabio74 02.09.2016 20:20
      Highlight Ohje Gruni72: Neidisch?
      3 5 Melden
  • sanmiguel 02.09.2016 11:58
    Highlight Die Alte ist an Heuchlerei echt nicht zu übertreffen...
    76 40 Melden
    • leu84 02.09.2016 12:04
      Highlight Zusammen mit Oberholzer
      35 24 Melden
    • Päsu 02.09.2016 12:07
      Highlight Die geht mir tierisch auf die Eier...
      53 27 Melden
    • Zarzis 02.09.2016 12:26
      Highlight Wieso?
      Noch nicht Verkraftet das diese Frau mit einem Arbeitgeber Verheiratet ist und den absolut Legalen Umstand Nutzte sich in die eigene Pensionskasse einkaufte!
      Skandal, wo? Nirgends, nur in den Köpfen einiger!

      Zusätzlich will diese Dame doch euch nur mal zeigen, wie super die Bedinnungen für die Reichen sind, von denen ihr alle nur Träumen könnt!
      Aber genau das wollen vermutlich die meisten nicht, sehen wie einigen der Zucker in den A.... geblasen wird und bei den anderen wird jeder Franke nicht genau Versteuert.
      26 22 Melden
    • Turi 02.09.2016 12:53
      Highlight leu, war das die SP-Politikerin, die gegen Zeitwohnungen kämpfe und sich vor der Abstimmung selbst noch eine heimlich kaufte, mithilfe einer obskuren AG, und es danach leugnete?
      27 8 Melden
    • leu84 02.09.2016 13:48
      Highlight Ja genau Turi. Mir persönlich ist es egal ob ein Politiker oder sonst wer eine Zweitwohnung besitzt. Auch wenn diese bei der SP Mitglied ist. Doof ist halt nur, man ist und wirbt aktiv für die Zweitwohnungsinitiative vom Weber und kurz vor Abstimmung bringt man eine Zweitwohnung ins trockene. Man muss ja nicht immer gleicher Meinung sein wie die Parteileitung.
      8 4 Melden
    • Päsu 02.09.2016 21:31
      Highlight Ach Zarzis, wenn es doch nur das mit der PK wäre. Nein es kommt noch das dazu welches Turi erwähnt hat und was sie sich als Präsidentin vom mieterverband des Kt. Bern erlaubt hat. Nicht das ich denke andere Politiker seien anders, getoppt wird sie für mich aber nur noch von Jolanda Spiess-Hegglin!
      3 2 Melden

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