Schweiz

Herr Tschümperlin, ist die Sozialhilfe ein Sanierungsfall?

04.05.15, 15:28 04.05.15, 15:54

Im Video-Interview: Andy Tschümperlin und Sylvia Schenker von der SP.  Video: keystone

Die SP Schweiz will sich auf nationaler Ebene für nationale Mindeststandards in der Sozialhilfe stark machen. In einem Massnahmenpapier fordert sie zudem, dass ein Rahmengesetz geschaffen wird. Ein Ausgleichsmechanismus soll dafür sorgen, dass die Kosten der Sozialhilfe gerechter zwischen den Kantonen verteilt werden.

Die rechtsbürgerlichen Parteien veranstalteten seit Monaten eine unwürdige Hetzjagd auf die Institution der Sozialhilfe sowie auf diejenigen, welche von der Sozialhilfe abhängig sind, hiess es am Montag an einer Medienkonferenz in Bern. Das sei brandgefährlich und vor allem falsch, denn die Sozialhilfe funktioniere erstaunlich gut.

Die Sozialhilfe sei als soziales Fangnetz unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Die SP setze sich aber für eine Modernisierung ein, sagte SP-Nationalrat Stéphane Rossini (VS) gemäss Mitteilung.

Als Grundlage dient der Partei das nun vorgestellte Massnahmenpapier. Als nächstes will die SP nun die darin enthaltenen Hauptforderungen in Form politischer Vorstösse ins Parlament bringen. (aeg/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • stadtzuercher 04.05.2015 22:34
    Highlight Man muss sich ja nichts vormachen. Die Sozialhilfe ist kein altruistischer Akt, sondern knallhart kalkulierte Strategie der Vermögenden. Ohne Sozialhilfe würde ein guter Teil der Bevölkerung nicht so ruhig und träge sitzenbleiben, Baltimore lässt grüssen. Nicht nur die unzufriedenen Individuen, sondern auch die Gangs, die ganze Stadteile wörtlich beherrschen etc
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    • Gelöschter Benutzer 04.05.2015 23:26
      Highlight Du bist ein Romantiker! Es gibt keine Verschwörung der "Vermögenden" oder der "Herrschenden Klasse". Das sind altlinke Verschwörungsfloskeln! Es ist banal: Der Kapitalismus ist die einzig funktionierende Wirtschaftsform weit und breit..aber halt auch extrem unfair und gemein. Und wir z.b. haben das riesige, komplett unverdiente Glück, das wir unsere 70-80 Jahre Lebenszeit an einem Ort verbringen können, wo genug Geld vorhanden ist, um sich auch um die Verlierer anständig kümmern zu können. Da ist kein Kalkül oder Plan dahinter, sonder pures Glück!
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    • stadtzuercher 05.05.2015 08:49
      Highlight chuck, pures glück? aus der sicht des indiviuums möglicherweise. aber anstonsten: bestimmt nicht. im letzten P.S. war ein interessanter artikel von badran, wo sie darauf hinwies, dass unsere komplexen steuergesetze von privaten beratungsfirmen wie pricewaterhousecoopers geschrieben werden: die wissen ganz genau, wie sie ihrer klientel steuerschlupflöcher verschaffen können. kein politiker versteht diese mechanismen. dasselbe gilt für handelsverträge etc. die welt/der kapitalismus ist nicht einfach so entstanden, sie wurde von menschen geprägt. von dir auch? öhm nein?
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  • Gelöschter Benutzer 04.05.2015 15:46
    Highlight Bessere Kontrollmechanismen müssen dennoch eingeführt werden.
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