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Der abgewählte Schwyzer SP-Nationalrat Andy Tschümperlin.
Bild: KEYSTONE

Finanzielle Unterstützung nach dem Polit-Aus: Wie viel Geld sollen Abgewählte erhalten?

Der ehemalige Nationalrat und SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin plädiert für eine Erhöhung der Überbrückungshilfe auf 70 bis 80 Prozent des vorherigen Einkommens – Bürgerliche wehren sich.

29.07.16, 05:55 29.07.16, 18:13

Antonio Fumagalli / Aargauer Zeitung



Der Job als National- oder Ständerat ist begehrt, mehrere tausend Kandidaten bewerben sich jeweils für die 246 Mandate. Er ist aber auch riskant: Fällt man in der Gunst des Wahlvolks durch, muss man sich von einem Tag auf den andern neu orientieren.

Wie im Fall von Ex-SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin kommt das Verdikt oftmals aus heiterem Himmel. Erschwerend wirkt, dass aufgrund der zunehmenden Arbeitsbelastung immer mehr Politiker keinem oder nur noch einem geringen «Haupterwerb» nachgehen (können) – Milizsystem hin oder her.

Während ihrer Amtszeit verdienen Nationalräte durchschnittlich knapp 140'000, Ständeräte gut 155'000 Franken im Jahr. 2003 wurde deshalb die sogenannte Überbrückungsrente ins Leben gerufen, die ausgeschiedene Ratsmitglieder bis 65 Jahre in Anspruch nehmen dürfen. Sie soll ihnen ein Auskommen geben, bis sie sich eine neue berufliche Existenz aufgebaut haben.

Die Rente wird aber nicht automatisch, sondern nur auf Gesuch hin und für maximal zwei Jahre gewährt, wobei sich auch Personen, die gar nicht erst zur Wiederwahl angetreten sind, «bewerben» dürfen.

«Betrag reicht nirgends hin»

Bild: KEYSTONE

Gemäss Angaben der Parlamentsdienste wurde die Rente seit Inkrafttreten bis heute an ungefähr 15 ehemalige Parlamentarier ausbezahlt, was den Bund rund 570'000 Franken kostete. Für 2017 hat der Bund 170'000 Franken für diesen Zweck budgetiert. Nach den Wahlen 2015 haben vier Abgewählte die Unterstützung in Anspruch genommen. Dabei haben sich laut Parlamentsdiensten auch Personen gemeldet, die nicht wieder angetreten sind – ihnen wurde die Rente jedoch verweigert.

«Es wäre angemessen, während einer befristeten Zeit 70 bis 80 Prozent des vorherigen Einkommens zu kriegen.»

Andy Tschümperlin

Durchschnittlich wird die Überbrückungshilfe während rund eines Jahres ausbezahlt. Der Maximalbetrag, den die ehemaligen Parlamentarier beziehen können, ist klar definiert: 28'200 Franken pro Jahr. Daran gibt es nun Kritik: «Dieser Betrag ist viel zu tief, er reicht in der Schweiz nirgends hin», sagt Andy Tschümperlin, der die Überbrückungshilfe von gut 2000 Franken pro Monat während fünf Monaten in Anspruch genommen hat.

Man habe ihm mitgeteilt, dass er beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Unterstützung beantragen könne, falls das Geld nicht ausreiche. «Doch das liess mein Stolz nicht zu», sagt er. Dank des Einkommens seiner Frau sei er auch so über die Runden gekommen. Dennoch plädiert er für einen Systemwechsel: «Es wäre angemessen, während einer befristeten Zeit 70 bis 80 Prozent des vorherigen Einkommens zu kriegen», sagt der vierfache Familienvater.

So wie mit abgewählten Parlamentariern gehe man «mit keinem einzigen Arbeitnehmer um», denn diese kriegten nach einer fristlosen Kündigung noch einige Monate den Lohn. Die Politiker hingegen verleite das aktuelle System, nach dem Ausscheiden aus dem Rat sofort «irgendein Verwaltungsratsmandat anzunehmen», so Tschümperlin – was «demokratiepolitisch höchst fragwürdig» sei. «Sowieso bekommen vor allem bürgerliche Politiker so ein Amt», sagt er.

«Geld auf die Seite legen»: Ständerat Raphaël Comte. Bild: KEYSTONE

Bei der Verwaltungsdelegation der Bundesversammlung, welche die anonymisierten Gesuche für die Überbrückungshilfe zu prüfen hat, stösst die Kritik aus Schwyz auf taube Ohren. Das Ziel der Überbrückungshilfe sei nicht, der betroffenen Person «ein Leben wie zuvor» zu ermöglichen, sagt Vizepräsident Raphaël Comte. Es gehöre zur Eigenverantwortung jedes Ratsmitglieds, dass es während der Amtszeit «ein bisschen Geld auf die Seite lege» für den Fall einer Abwahl, so der Neuenburger FDP-Ständerat.

«Nicht infrage»: SVP-Nationalrat Jürg Stahl.
Bild: KEYSTONE

Delegationskollege Jürg Stahl bläst ins gleiche Horn: Eine Erhöhung der Überbrückungshilfe komme für ihn «nicht infrage», das jetzige System sei «in der Gesamtbetrachtung sinnvoll». Wäre die Rente grosszügiger ausgestaltet, mindere man die Anreize, «sich bereits während der Amtszeit zu positionieren und abzusichern». Wenn ein Politiker das Risiko einer Abwahl nicht eingehen wolle, müsse er «halt auch nicht antreten», so der SVP-Nationalrat.

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58
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58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • joevanbeeck 31.07.2016 20:55
    Highlight Um einen abgewählten SP-Politiker braucht man sich wirklich keine Sorgen zu machen... die kriegen ja immer ein gutbezahltes Jöbchen in der Sozialindustrie. Bei Tschümperlin ist das auch nicht anders... er ist jetzt für die Bildung der Strafgefangenen zuständig.
    3 0 Melden
  • Jol Bear 29.07.2016 21:14
    Highlight Bemerkung am Rande: "abgewählte" Politiker gibt es NICHT sondern nur "nicht wiedergewählte" Politiker. Gäbe es "Abgewählte", hätten die Wähler die Möglichkeit, bestimmte Namen von Personen auf die Wahlzettel zu schreiben, welche sie im Parlament nicht wieder sehen wollen. Das haben sie aber nicht. Sie sagen, wen sie wollen. Wer nach der Auszählung zu wenig Stimmen hat, ist nicht gewählt resp. nicht wiedergewählt.
    13 0 Melden
  • karl_e 29.07.2016 16:30
    Highlight Es sollen nur noch jene für die eidg. Räte kandidieren, die nicht auf die betr. Entschädigung angewiesen sind. Ich denke dabei an Herren und Damen wie Matter, Martullo-Blocher, Stadler, welche eine Abwahl finanziell lächelnd verschmerzen können. Lohnsklaven gehören also nicht in die nationalen Parlamente, sonst fallen sie am Ende noch dem Staat zur Last. Es gilt somit nach wie vor das, was Mme de Meuron-de Wattewil schon vor Jahren so trefflich formuliert hat: sit dir öpper oder nämet er Lohn?
    5 12 Melden
    • karl_e 29.07.2016 23:47
      Highlight War ironisch gemeint, imfall.
      3 3 Melden
  • paesu57 29.07.2016 13:23
    Highlight "So geht man mit keinem Arbeitnehmer um!" Wirklich?

    Normaler Arbeitnehmer haben eine Kündigungsfrist von 3 Monaten.
    28'200.- / 3 = 9'400.- pro Monat "Kündigungsfrist"

    9'400 * 12 = 112'800.- , was 80.4% seines Lohns von 140'000.- entspricht.

    Er erhält also schon mehr als er eigentlich fordert - halt mit einer "Kündigungsfrist" für normale Arbeitnahmner gerechnet. Sollte eigentlich im Sinne des SP Mannes sein, oder?
    30 2 Melden
    • vmaster97 29.07.2016 17:00
      Highlight Was rechnest du da??
      Man bekommt 28'200 pro Jahr und 2'350 pro Monat. Da das Jahr ja 12 und nicht nur 3 Monate hat. Diese Rente kann man bis zu 2 Jahre lang erhalten.

      Auch ist es wichtig zu beachten, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man das Geld über einen längeren Zeitpunkt verteilt bekommt oder halt über 3 Monaten, was viel besser ist. Da bei einem neuem Job die Rente wieder wegfällt
      2 6 Melden
  • Gigle 29.07.2016 12:20
    Highlight Wenn man jahrelang 11'000 bis 13'000 Franken im Monat verdient, hat man offensichtlich den Bezug zur Realität verloren.
    41 3 Melden
  • Karoon 29.07.2016 11:03
    Highlight Der gute Mann soll zum RAV, wie das jeder normale Arbeitslose auch macht.
    80 1 Melden
  • Miss_Ann_Thropist 29.07.2016 11:01
    Highlight Politiker so:
    28 4 Melden
  • manhunt 29.07.2016 10:59
    Highlight und nein, herr tschümperlin! nach einer fristlosen entlassung gibt es keine entschädigung. schon gar nicht monatelang. da wird auf den tag genau abgerechnet. so einen stuss von jemandem zu hören, dessen partei immer vorgibt die interessen der arbeitnehmer zu vertreten, setzt dem ganzen die krone auf.
    82 3 Melden
    • Fabio74 29.07.2016 11:33
      Highlight Was sicher ist, dass deine SVP die Arbeitnehmer nicht verteten. Ausländer raus istkein Programm
      12 41 Melden
    • manhunt 29.07.2016 13:44
      Highlight ich wähle mitte links. von mir hat die svp bis heute nicht ein einziges mal meine stimme bekommen. weder bei wahlen, noch bei abstimmungen. ich bin jedoch zunehmend entäuscht von gewissen sp-exponenten, welche m.m.n. an den bedürfnissen ihrer klientel vorbei politisieren. das du mich gleich in die rechte ecke stellst, bloss weil ich kritik an einem sp-ler übe, lässt mich gerade ein bisschen schmunzeln. machst du es dir doch sehr einfach mit deinem urteil über mich. sonst eigentlich eher eine eigenschaft von leuten, welche sich im dunstkreis der von dir genannten partei bewegen ;)
      47 3 Melden
  • emc2 29.07.2016 10:18
    Highlight "Doch das liess mein Stolz nicht zu."

    Wohl doch gut, dass er nicht wiedergewählt wurde.
    90 4 Melden
  • Señor Ding Dong 29.07.2016 10:12
    Highlight Äh jaa...


    Nein.
    54 2 Melden
  • mope 29.07.2016 09:53
    Highlight Wie wärs mit zwanzig Franken für den Bus zum Bahnhof und ein Bier? Oder was bekommt ein gescheiterter Unternehmer?
    50 5 Melden
  • DerHans 29.07.2016 09:10
    Highlight Ein Cüpli-Sozi wie er im Bilderbuch steht! Wo ist denn sein ganzes Geld, dass er über die Jahre verdient hat hin? 1.12 Mio verprasst?
    96 9 Melden
  • Asmodeus 29.07.2016 08:55
    Highlight Man habe ihm mitgeteilt, dass er beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Unterstützung beantragen könne, falls das Geld nicht ausreiche. «Doch das liess mein Stolz nicht zu», sagt er.



    Arroganter Fatzke. Parlamentarier sollten überhaupt nichts kriegen und stempeln gehen wie jeder andere auch.
    90 6 Melden
    • Amboss 29.07.2016 10:30
      Highlight Ich verstehe eben gar nicht, was Tschümperli will.
      Ich hab gedacht diese Überbrückungsrente sei sowieso zusätzlich zu den RAV-Leistungen (die ihm ja zustehen) gedacht.
      RAV und diese Zusatzrente sollte doch zusammen schon um die 70-80% geben...

      ich verstehe also gar nicht, was er eigentlich will.

      Und wenn zu stolz ist zu stempeln - sein Problem. Wir normale Arbeitnehmer müssen das auch - ist keine Schande
      58 0 Melden
    • Asmodeus 29.07.2016 10:58
      Highlight Auch schön die Aussage "bei einer fristlosen Kündigung erhält man in der Privatwirtschaft ja auch noch monatelang einen Lohn".

      Nein tut man nicht wenn man nicht im oberen Management sitzt. Man bekommt nen Tritt in den Hintern und beim RAV noch Sperrtage aufgebrummt.
      59 3 Melden
    • Amboss 29.07.2016 11:36
      Highlight Ist schon so.

      Ich staune einfach immer wieder über die SP.
      Da sitzen intelligente, gebildete Menschen und sie bringen immer wieder solche dummen Vorschläge, wo Otto Normalverbraucher nur den Kopf schütteln muss.

      Keiner geht gern zum Zahnarzt - aber wenns nötig ist, muss man halt.
      Es geht auch keiner geht gern zum RAV - aber eben. Wenns sein muss, geht man halt, und ist ja auch keine Schande. Wieso soll es für abgewählte Politiker anders sein.
      33 0 Melden
  • Charlie Brown 29.07.2016 08:29
    Highlight Der Vergleich mit der fristlosen Kündigung hinkt. Wenn dann sprechen wir von einem befristeten Arbeitsvertrag, welcher nicht erneuert wurde. Und da gibts... Genau nix von Arbeitgeber. Nur den Gang aufs RAV. Ähnlichkeiten sind weder zufällig noch ungewollt.
    93 2 Melden
    • FrancoL 29.07.2016 09:28
      Highlight Was würden Sie als Arbeitgeber sagen wenn Ihr Angestellter während dem befristeten Arbeitsverhältnis auf seine Kosten weiterbildet? Dabei allerdings die Arbeit vernachlässigt (jede Belastung hat eine Grenze) und um sich in seiner nächsten Arbeit gut einbringen zu können auch noch einige Internas aus der befristeten Arbeit in Ihrer Firma mit auf den Weg ins neue Arbeitsverhältnis nimmt?
      Schauen Sie einmal wie es sich bei den wichtigen befristeten Arbeitsverhältnissen verhält! Wie sich der Arbeitgeber absichert und verhindert dass man zB sich mit Internas davon schleicht, dafür zahlt er aber!
      6 15 Melden
    • walsi 29.07.2016 12:04
      Highlight @FrancL: Wenn ich ein befristetes Arbeitsverhältnis habe beginne ich rechtzeitig mich um eine neue Stelle zu kümmern. Das RAV verlangt, dass man spätestens drei Monate vor dem Ende dieses mit Bewerbungen beginnt. Macht man diese nicht kriegt man Einstelltage. Wenn Sie ihre Wohnung gekündigt haben beginnen Sie auch nicht erst am Tage des Auszuges mit der Wohnungssuche.
      18 1 Melden
    • Charlie Brown 29.07.2016 14:50
      Highlight @Franco: NR ist kein 100%-Job. Es gibt Leute, die führen das Amt neben einem CEO-Posten einer multinationalen Unternehmung aus. Da muss daneben Zeit sein, sich um die Zukunft zu kümmern, ohne dass das Mandat leidet. Wir haben nicht umsonst ein Milizparlament.
      15 1 Melden
    • FrancoL 29.07.2016 15:05
      Highlight @Walsi;Ich spreche eigentlich von befristeten Verträgen die ähnlich zu einer Leistung in der Politik aufgesetzt werden. Wenn ich einem Entwickler einen befristeten Vertrag gebe, dann kann ich Dir versichern dass er kaum viel Zeit hat sich da noch nach einem Folgeauftrag umzusehen oder sich gar weiter zu bilden, denn der Leistungsauftrag ist ordentlich befrachtet. Darum bezahle ich ihm allerdings auch eine grössere Summe zusätzlich, damit er diese Leistung die ich abrufe auch so erbringen kann und kein Nachteil für die Folgemonate hat. So läuft es zB im IT Entwicklungsmarkt.
      0 5 Melden
    • FrancoL 29.07.2016 15:11
      Highlight @Charlie Brown; Ich weiss, es ist anscheinend kein 100%-Job. Ich staune aber immer das die die Du erwähnst mit einem ganzen Stab an Beratern unterwegs sind die sogar die Reden schreiben die der NR im Parlament vorliest.
      Ich mache da eine andere Erfahrung; Die Themen sind heute derart komplex dass einige VORDENKEN und andere den Knopf drücken, das Milizparlament ist schon lange an seine Grenzen gestossen. Ich kann Dir versichern, dass zB bei der Raumplanung die betroffenen NR kaum zugegen sind, sondern lauter Sekretäre die dann die Zusammenfassung schreiben. Dies ist für mich keine Politik.
      3 2 Melden
  • Matthias Studer 29.07.2016 08:15
    Highlight Was hier fehlt.

    Der Lohn eines Parlamentaries ist relativ tief. Dann kommen verschiedene Gelder dazu wie auch Spesen usw. Dadurch müssen sie wenig versteuern, man kriegt aber von der ALV auch wenig wenn man den Job los ist. Noch was, durch den tieferen Lohn, zahlen sie auch wenig in die Sozialkassen.

    Vielleicht sollte man zuerst am Lohnsystem beginnen bevor man von Renten spricht.
    13 62 Melden
    • Nosgar 29.07.2016 09:15
      Highlight 140000 für einen Teilzeitjob ist ein tiefer Lohn?
      53 6 Melden
    • Bene883 29.07.2016 09:42
      Highlight 140k tief? Wo lebst du denn...
      45 6 Melden
    • Matthias Studer 29.07.2016 10:23
      Highlight Nein, die 140k setzt sich aus verschiedenen Gelder zusammen. Grundlohn, Sitzungsgelder, Spesen usw. Der Lohn für Vorbereitung ist monatlich 26k und steuerbar. Ebenfalls die Tagesgelder von 440 Nicht die monatlich ausbezahlen Entschädigung für Sach- und Personalausgaben von 33k.
      Stand 2015
      6 35 Melden
    • Karoon 29.07.2016 11:05
      Highlight Es ist das wichtig, was auf dem Bankkonto landet und nicht das, woraus sich der Lohn zusammensetzt. 140'000 Franken für ein Teilzeitmandat, was man als Bundesparlamentarier hat, ist grosszügig.
      40 2 Melden
    • Fabio74 29.07.2016 11:35
      Highlight @Fretzman: defakto istves ein Fulltime job. Die Bauern haben die Subventionen. Kassieren also doppelt.
      5 18 Melden
    • Matthias Studer 29.07.2016 11:51
      Highlight Einige scheinen etwas nicht zu begreifen. Der Grundlohn wird durch die ALV gedeckt. Nicht die ganzen 140k.

      Und ja, es ist ein sehr hoher Lohn wenn man keine Verantwortung trägt und vor dem Gesetz zusätzlich geschützt wird. Aber das ist nicht die Frage.
      8 3 Melden
  • MaskedGaijin 29.07.2016 07:59
    Highlight Typischer Champagner-Sozialist. Nicht verwunderlich das immer weniger Büezer SP wählen.
    100 13 Melden
  • Rabautax 29.07.2016 07:45
    Highlight Die Politiker wieder. Unglaublich mann müsste denen mal an der Gehaltsschraube Drehen. Jedesmal wenn sie eine Abstimmung im Saal Verpassen 1000 Fr Lohnabzug, ausser sie sind Krank. Dazu dürfen sie nur max 8 Jahre dienen und ab 65 ist fertig. Damit sie wieder in die Reele Berufswelt tauchen können.
    59 8 Melden
  • manhunt 29.07.2016 07:37
    Highlight an abgehobenheit fehlt es herrn tschümperlin offenbar keineswegs.
    82 6 Melden
  • walsi 29.07.2016 07:36
    Highlight Auch für Nationalräte gilt, spare in der Zeit so hast du in der Not. Wenn die Frau verdient, und wie es scheint nicht so schlecht, dann sollte es möglich sein sich mit einem Einkommen von CHF 140'000.--/Jahr ein Pölsterchen zu schaffen.
    69 3 Melden
  • Kaiserin 29.07.2016 07:24
    Highlight ALV beziehen hat nichts mit Stolz zu tun. Es ist schlicht und einfach dein Recht, nachdem du x Jahre einbezahlt hast. Es ist eine Versicherung, keine Sozialhilfe.
    111 5 Melden
    • walsi 29.07.2016 07:37
      Highlight Die Frage ist ob man auf die Sitzungsgelder und Entschädigung für Politiker Beiträge in die ALV bezahlt. Anspruch hat nur wer auch Beiträge bezahlt hat.
      30 0 Melden
    • FrancoL 29.07.2016 07:40
      Highlight Richtig, das ist aber nur ein Randthema: Man zielt doch eher auf eine Zukunftsplanung und Zukunftssicherung während der Amtszeit und dies kann ich nicht als Positiv betrachten, denn genau da liegen dann die Abhängigkeiten!
      Ich würde mich bedanken wenn meine Mitarbeiter 1-2 Jahre vor dem Stellenwechsel sich schön mit dem neuen Job abgeben, sich da einleben würden und gar noch einige Internat zur besseren Jobsicherung an einem neuen Ort mitnehmen würden.
      Man darf nicht vergessen NR und SR haben Einsicht in sehr entscheidende Dossiers dies kann die Gefahr darstellen dass man Internas "vergoldet".
      4 17 Melden
  • FrancoL 29.07.2016 07:12
    Highlight Ist diese Aussage von Stahel nicht herrlich:
    "mindere man die Anreize, «sich bereits während der Amtszeit zu POSITIONIEREN und ABZUSICHERN»
    Er meint als Wort wörtlich, dass jeder während der Amtszeit also auch die jeweilige Zukunft zu planen und zu sichern hat.
    Nicht schlecht die Aussage.
    Mir als Bürger stösst diese doch sehr sauer auf:
    Soll er eventuell sich einen lukrativen Job sichern durch Bevorteilen? oder
    Soll er gar ein Batzen sich zustecken lassen um etwas vorzusorgen? oder
    Soll er seinen Aufwand bei der Dossierberarbeitung zurücknehmen um sich in einen Job sauber einzuarbeiten?
    29 60 Melden
    • walsi 29.07.2016 07:41
      Highlight Auch als normaler Angestellter ist man verantwortlich sich auf seine Zukunft vorzubereiten, sprich sich arbeitsmarktfähig zu erhalten. Wer kann Ihnen garantieren, dass Sie den Job, den Sie heute haben, auch noch in fünf Jahren haben. Vielleicht geht Ihr Arbeitgeber Konkurs, dann müssen Sie sich eine neue Stelle suchen. Da hat es definitiv Vorteile wenn man sich mit Kursen und Weiterbildungen beruflich auf einem aktuellen Stand gehalten hat. Das erleichtert die Stellensuche enorm.
      44 3 Melden
    • Capt. Crunch 29.07.2016 07:46
      Highlight Oder soll er sich ein Sparkonto einrichten und von beginn an etwas auf die Seite legen?
      Der Job ist ja nicht so schlecht bezahlt.
      Jeder weiss auch das der "Vertrag" nach 4 Jahren nicht automatisch verlängert wird.
      63 4 Melden
    • manolo 29.07.2016 08:10
      Highlight sie haben das ganze nicht kapiert!
      es macht mich "sauer", wenn es leute wie sie gibt,
      die hier mitreden wollen und komentare abgeben
      weit weg von der sache!
      5 24 Melden
    • FrancoL 29.07.2016 08:29
      Highlight Das Problem ist nicht das Modell der möglichen Vorsorge für die Zukunft, da gehe ich mit Ihnen einig. Das Problem ist wie man diese Vorsorge denn angeht. Ich stosse mich seit Jahren an der Tatsache dass so viele Politiker im Nachgang Verwaltungsratsmandate bekommen oder Berater werden und dies meist auf Gebieten in denen sie gute Dossiereinsichten hatten. Es gibt fast mehr Beispiele die sich so "weiterbildeten" als andere! Dies beginnt schon auf Gemeindeebene. Aber wenn Sie damit gut leben können einer Politik aufzusitzen die mitunter schon im kleinen bezahlt ist dann soll es mir recht sein.
      11 10 Melden
    • FrancoL 29.07.2016 09:15
      Highlight @manolo; Weit weg von welcher Sache? Haben Sie mit Politikern zu tun und sehen in die Dossierbearbeitung? Sind Sie so nahe an den Entscheiden, dass sie beurteilen könnten ob Entscheide frei von Verbandelungen gefällt wurden oder verwundert feststellen müssen dass man das halbe Dossier umkehrt um den geeigneten Entscheid zu fördern? Argumente bitte wieso ich weit weg von der Sache sein sollte.
      4 11 Melden
    • Capt. Crunch 29.07.2016 12:15
      Highlight @FrancoL
      Ich verstehe ihre befürchtung mit der geplanten Vorsorge.
      Das ganze System mit den Lobbyisten und Beispiele wie Hr. Leuenberger schwächen das nötige Vertrauen in die Politik sehr.
      @ manolo
      Bitte begründen.....
      4 1 Melden
    • FrancoL 29.07.2016 14:40
      Highlight @Kalauer; Nun doch mal einer der diese Problematik mit den Abhängigkeiten zumindest in Betracht zieht. Freut mich.
      Allerdings finde ich die Wahl von Leuenberger als Muster-Lobbyisten etwas seltsam, da es doch noch einige gibt die da in Sachen Lobbyieren mehr zu bieten haben, aber da werden wohl unsere politischen Sichtweisen etwas auseinander gehen.
      1 3 Melden
    • Capt. Crunch 29.07.2016 19:05
      Highlight Ich bediente mich an seinem Beispiel da es für mich das bekannteste ist in Sachen Job nach dem Amt.
      Bei Lobbyismus gibt es in der Tat bekanntere Gesichter.
      Unabhängig Politischer ausrichtung
      gibt es leider zuviele negativ Beispiele.
      3 0 Melden
  • Lukas Röllin 29.07.2016 07:02
    Highlight «Es wäre angemessen, während einer befristeten Zeit 70 bis 80 Prozent des vorherigen Einkommens zu kriegen» gibt es doch auch, wenn er aufs RAV ginge (zumindest in der Privatwirtschaft)? Der Mann ist Lehrer, das ist gesucht. Weniger jammern bitte, der NR-Lohn war ja auch nicht zu verachten und sparen sollte damit möglich sein...
    87 3 Melden
  • Sanchez 29.07.2016 06:54
    Highlight Überbrückungshilfe? Man könnte meinen, die Damen und Herren National- und Ständeräte seien gerade noch knapp dem Obdachlosendasein entkommen. Viele von den eben genannten führen den "Job" im Parlament als Nebenjob aus, haben also noch weitere Einkommen. Da können pro Jahr locker 60 Kisten auf die hohe Kante gelegt werden (wenn man den will). Zudem haben viele noch Verwaltungsratsmandate hier und dort. Es gibt also keinen Grund zu jammern! Den Finger raus nehmen und arbeiten gehen. Wie wir auch!
    114 3 Melden
  • phreko 29.07.2016 06:50
    Highlight Der Klassiker: Wer es sich nicht leisten kann, soll nicht in die Politik.

    Oder mach so Politik, dass die SMI-Konzerne dir was schuldig sind.
    44 9 Melden
  • Energize 29.07.2016 06:32
    Highlight "Zu Stolz für das RAV"? Und das von einem SPler? Das stösst bei mir auf völliges Unverständnis.
    120 3 Melden

Verdächtiger Koffer ist harmlos: Grosseinsatz am Flughafen in Basel

Am Euro-Airport in Basel ist gemäss Medienberichten ein Grosseinsatz im Gange. Grund dafür ist ein verlassenes Gepäckstück in der Abflughalle. Teile des Flughafens sind derzeit geschlossen. 

Laut dem Regionalsender «Telebasel» wurde der Betrieb nach einer Stunde wieder aufgenommen. Der verdächtige Gegenstand entpuppte sich als harmlos. 

Die Passagiere müssen mit Flugverspätungen rechnen. 

Update folgt...

(ohe)

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