Schweiz
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Roger Nordmann steht neu an der Spitze der SP-Fraktion

20.11.15, 17:56 21.11.15, 08:49


Der Waadtländer Nationalrat Roger Nordmann präsidiert neu die SP-Bundeshausfraktion. Er tritt die Nachfolge von Andy Tschümperlin an. Der Schwyzer war am 18. Oktober als Nationalrat nicht wiedergewählt worden.

Muss unterschiedliche Flügel zusammenhalten und Koalitionen schmieden: Roger Nordmann.
Bild: KEYSTONE

Nordmanns Amtskollegin Barbara Gysi (SG) und Amtskollege Beat Jans (BS) hatten bei der Wahl für den neuen Posten das Nachsehen. Die Fraktion zog den Romand im dritten Wahlgang der Ostschweizerin Gysi vor, wie Christian Levrat am Freitagabend vor den Bundeshausmedien in Bern sagte. Jans war nach dem zweiten Wahlgang aus der Entscheidung gefallen. Er war im Vorfeld von vielen Medien als Favorit gehandelt worden.

Nordmann ist fast perfekt zweisprachig

Der Waadtländer Nordmann sitzt seit elf Jahren im Nationalrat und ist unter anderem Mitglied der Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK). Gegen Nordmann sprach, dass er wie Parteichef Christian Levrat aus der Westschweiz stammt. Nordmann hat aber in Bern studiert und gearbeitet und ist beinahe perfekt zweisprachig.Das hat wohl auch die Fraktion überzeugt. Mit Levrat und Nordmann stehen nun zwei Westschweizer an der Spitze der SP.

«Die Person sollte die Fähigkeit haben, Koalitionen zu schmieden, um mit bürgerlichen Parteien Mehrheiten zu schaffen», sagte der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth kürzlich in der Sendung «HeuteMorgen» von Radio SRF. Sie oder er sollte auch in der Lage sein, die unterschiedlichen Flügel der Partei zusammenzuhalten. Offenbar trifft das für die Fraktionsmehrheit am ehesten auf Nordmann zu. (sda)

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Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

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