Schweiz
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Hatte keinen leichten Stand – Walter Wobmann (SVP) in der Klima-«Arena». Bild: screenshot/srf

Einsam im Treibhaus – SVP-Wobmann steht in der Klima-«Arena» auf verlorenem Posten

Die Klimadebatte bekam letzte Woche mit dem Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen wieder neuen Auftrieb. In der Schweiz sagte der Ständerat derweil Ja zum Übereinkommen. Das sorgte auch in der «Arena» für Gesprächsstoff.



61 Minuten lang verhielt sich Brutus ruhig im Publikum. Dann zückte er den Dolch. Und rammte ihn mit voller Kraft in Walter Wobmanns ungeschützte Flanke. 

«Wir sind so viele Leute auf der Welt und in der Schweiz, wir brauchen gewisse Regeln. Es geht im Verkehr nicht ohne, es geht in der Schule nicht ohne, es geht zuhause nicht ohne. Sie glauben ja wohl nicht, man kann den Staat immer aussen vor lassen.»

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Brutus heisst mit richtigem Namen Christian Müller, ist von Beruf Land- und Energiewirt – und wählt SVP. Und die Standpauke, die er Walter Wobmann hielt, hatte es in sich.

«In ein paar Wochen, wenn die nächste Unternehmenssteuerreform zur Debatte steht, dann schreien Sie wieder nach dem Staat, aber beim Thema Klimaerwärmung nicht. Das ist ein bisschen inkonsequent.»

Wobmann, zwar nicht ein Klimaleugner, aber doch ein Klimaskeptiker («das Klima hat sich schon immer erwärmt, unabhängig vom Menschen»), hatte den ganzen Abend darzulegen versucht, warum sich der Staat beim Thema Klimaerwärmung heraushalten sollte («immer diese Verbote, immer diese Planwirtschaft à la DDR») und dann kommt einer aus den eigenen Reihen und bezichtigt ihn und seine Partei, mit gezinkten Karten zu spielen.

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Den CO2-Gürtel enger schnallen

Das Sendeprogramm versprach eine «heisse Klima-Debatte», aber was da am Leutschenbach serviert wurde, machte über weite Strecken den Anschein eines lauwarmen Tee-Kränzchens, und das lag noch nicht einmal an den vielen müden Wortspielen von Aushilfsmoderator Mario Grossniklaus, der beständig den «CO2-Gürtel enger schnallen» und «Frischluft in die stickige Debatte» bringen wollte, um dann «auf die CO2-Bremse» zu treten, weil sonst «die Temperatur steigt». Es lag vielmehr daran, dass sich in der Sache alle einig waren: Das Klima erwärmt sich. Man muss etwas dagegen tun. 

Einigkeit macht stark, sagt das Sprichwort. Aber offenbar auch ein bisschen langweilig. 

Zum Glück war dann noch Walter Wobmann. Der Präsident der Föderation der Motorradfahrer der Schweiz war nicht nur aus politischen, sondern auch aus geografischen Gründen ein Fremdkörper in dieser Runde. Die Studiogäste Regula Rytz (Grüne), Werner Luginbühl (BDP) und Christian Wasserfallen (FDP) stammen alle aus Bern. Klima-Forscher und Expertengast Thomas Stocker lehrt an der Universität Bern. Und auch Moderator Grossniklaus ist Berner. Wobmann, gebürtiger Entlebucher, war so etwas wie der Lozärner Rollkuchen auf der Berner Platte. 

Ambitionierte Ziele

Zur Rekapitulation: Eine Woche nachdem Trump den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen verkündet hatte, segnete der Ständerat in der Schweiz das Übereinkommen ab. Die Ziele, die die kleine Kammer formulierte, sind ambitioniert: Bis 2030 soll der CO2-Ausstoss im Vergleich zu 1990 um 50 Prozent gesenkt werden. Das soll vor allem mittels einer Erhöhung der CO2-Abgabe bewerkstelligt werden.

Ein ambitioniertes Ziel, wie Regula Rytz, Präsidentin der Grünen, zugab. Aber ein erreichbares, und vor allem: ein alternativloses. «Es muss sein, damit die zukünftige Generation nicht noch mehr leisten muss.»

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Die zukünftige Generation sass in Gestalt von einem halben Dutzend Gymnasiastinnen und zwei angehenden Lastwagenspediteuren im Publikum. Und diese machten deutlich, dass die Klimaerwärmung ein Thema ist auf dem Pausenplatz und auf der Raststätte. Ja, man spreche darüber. Und ja, man versuche auch, sein eigenes Scherflein für eine gesunde und intakte Umwelt beizutragen. 

Die Aussagen der jungen Frauen und Männer erwärmten das Herz von Wasserfallen, der sich allem Anschein nach gut erholt hatte von der Niederlage bei der parteiinternen Ausmarchung für die Regierungsratskandidatur.

Wasserfallen pochte wie Wobmann vor allem auf die Eigenverantwortung der Wirtschaft und der privaten Haushalte. Und auf Flexibilität bei der Gesetzgebung. «Je liberaler die Gesetzgebung, desto schneller und einfacher kann man investieren.» 

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Dass Gesetze alleine die Temperatur nicht senken, räumte auch Luginbühl ein. Der BDP-Nationalrat klagte über die jungen Engländer, die heutzutage übers Wochenende nach Riga fliegen, um sich dort mit billigem Alkohol «die Lampe zu füllen» (Wobmann ironisch: «Dann muss man halt den Alkohol teurer machen»). Man müsse die Leute auch sensibilisieren, nicht einfach nur Verbote aufstellen, forderte Luginbühl.

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Was für Luginbühl die Easyjet-Generation, das ist für Rytz die SUV-Fraktion. «Ich verstehe nicht, warum die Leute immer noch grosse Autos kaufen», so Rytz in aufrichtiger Empörung. 

Wobmann hingegen ortete das Problem vor allem bei der Zuwanderung. Kein Wunder, nehme der Verkehr und damit auch der CO2-Ausstoss gesamthaft zu, schliesslich habe man ja im Vergleich zu 1990 auch zwei Millionen mehr Menschen im Land. Bei Luginbühl und Rytz löste das gebetsmühlenartige Wiederholen der ungebremsten Zuwanderung belustigtes Kopfschütteln aus.

Auf die «freiwillige Basis» setzt Wobmann beim Thema CO2-Ausstoss. «So weitermachen, wie wir bis jetzt unterwegs sind». Ohne Verbote, ohne «Planwirtschaft à la DDR».

Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt, konterte Rytz mit Immanuel Kant.

Die anderen, das sind die kommenden Generationen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 11.06.2017 08:35
    Highlight Highlight Es sollte angekommen sein. Das Klima verändert sich. Wir Menschen tragen unterschiedlich dazu bei. Wir wollen das Klimasystem nicht zum kippen bringen. Deshalb wollen wir staatlich verordnete Lenkungseingriffe machen zur Korrektur. Doch im Klimasystem gibt es unzählige Variablen. Hat man sich auf eines (z.B. CO2) geeinigt, will man mit voller Kraft Einfluss nehmen, erlässt Gesetze und merkt, dass das System Jahrzehnte braucht um zu reagieren. Da eine politische Amtszeit kürzer ist, drückt man aufs Gas und greift massiv ein um zu beschleunigen. Das System wird übersteuert um Politik zu machen.
  • WilliMu 10.06.2017 23:14
    Highlight Highlight Ich staune immer wieder, wie viele unserer SVP'ler mit Trump übereinstimmen. Zuerst der Köppel von der Weltwoche, der die heutigen Klimaprobleme mit denjenigen der Antike vergleicht. Und jetzt kommt auch noch der Wobmann, der wahrscheinlich gar nicht so recht weiss, was überhaupt die Antike war. Sicher ist er wahrscheinlich aber, dass man die Einreise von Muslimen verbieten sollte. Und dass Katar noch der grössere Sauhaufen als die Saudis sind. Was sagt er denn zum angeblichen Waffendeal von Trump mit den Saudis? Ich bin mir fast sicher: er glaubt's!
  • Thomas Binder 10.06.2017 14:15
    Highlight Highlight Fukushima, die grösste atomare Katastrophe der Menschheitsgeschichte, die uns noch zehntausende von Jahren beschäftigen wird, liegt offen vor uns. Dennoch gelang es der Propagand...äh...Public Relations Industrie dieses in einer Riesenleit(sic!)medienlücke und die Planung und den Bau von immer noch mehr Atomkraftwerken hinter einer Wolke aus vermutlich weitgehend unschädlichem CO2 verschwinden zu lassen. Bei allem Respekt mit Verlaub, haben wir nicht ganz schön einen am Sträusschen?

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    • Juliet Bravo 10.06.2017 17:34
      Highlight Highlight Einen am Sträusschen (cooles Wort) haben aus meiner Sicht Leute, die auch an die aller abstrusesten Verschwörungstheorien glauben😉
    • exeswiss 10.06.2017 21:26
      Highlight Highlight @Thomas Binder musste nur den 1. "Professor" googlen und musste schon den kopf schütteln.
      im video steht zu Tim Ball "Dept of Climatology"

      zitat wikipedia: "Im Prozess räumte er schließlich ein, lediglich acht Jahre Professor gewesen zu sein und dass seine Promotion in Geologie statt in Klimatologie erfolgt war"
    • rodolofo 11.06.2017 07:56
      Highlight Highlight Natürlich ist Fukushima weiterhin eine tickende Zeitbombe, da laufend radioaktiv verseuchtes Kühlwasser ins Meer abgelassen wird und der geschmolzene Kern des Reaktors nur "ruhig gestellt" werden konnte, ohne dass jemand auch nur für kürzeste Zeit ins Innere des zerstörten Reaktorgebäudes gehen könnte!
      Aber das ändert doch nichts an der Dramatik des Klimawandels, der jetzt in Afrika mit einer Jahrhundertdürre viele Millionen Menschen bedroht und in die Flucht zwingt!
      Wenn ich auf mein Kopfweh weniger achte, weil mir der Fuss schmerzt, habe ich trotzdem Kopfweh...
  • neutrino 10.06.2017 12:54
    Highlight Highlight In einem Punkt hat Wobmann Recht: das ist Planwirtschaft nach Lehrbuch. Man nimmt einen Wirtschaftszweig, und definiert, welche Ziele man bis wann und mit welchen Mitteln erreichen will. Das Ganze unter Einsatz von Steuergeldern, unter Ausschluss jeglicher marktwirtschaftlichen Prinzipien wie Angebot und Nachfrage.

    Haben wir zB. in 10 J. ein Überangebot an Alternativenergie, dann kann der Marktpreis auch unter 0 sein, der Rechtsanspruch auf Subvention besteht weiterhin - und wird gemäss grundlegenden staatsrechtlichen Prinzipien (Vertrauensprinzip zB.) auch weiterhin bestehen.
    • mogad 10.06.2017 14:37
      Highlight Highlight Planwirtschaft? Verfolgen Sie die aktuelle Berichtetstattung über den Milchpreis?? Stichwort Schoggigesetz. Da wird per Gesetz der Milchpreis künstlich tief gehalten damit Nahrungsmittelmultis wie Nestle ihre Produkte konkurrenzfähig ins Ausland verkaufen können. Dabei machen diese Konzerne Millionen und Milliardengewinne, während die Milchbauern so wenig Geld kriegen für ihre Milch, dass sie z.Z. nicht nur nichts verdienen, sondern draufzahlen. Planwirtschaft ist halt nicht Planwirtschaft!
    • neutrino 11.06.2017 00:44
      Highlight Highlight Meiner Meinung stimmt das so nicht ganz: der CH-Milchpreis ist über dem desaströs tiefen EU-Milchpreis. Damit daraus im Export keine Nachteile entstehen (weil die Milchprodukte schlicht zu teuer wären), sieht das Schoggigesetz Exportsubventionen vor. Das ist durchaus im Sinne der Bauern. Sonst würden noch mehr Milchprodukte im Ausland, mit ausl. Milch hergestellt.

      Nestlé zahlt doch einfach den CH-Milchpreis, der festgesetzt wurde? Und ja, die Landwirtschaft ist ebenfalls eine Planwirtschaft, das stimmt.
    • JoeyOnewood 11.06.2017 09:38
      Highlight Highlight @neutrino: Du vermischst hier Energiestrategie und Pariser Klimaabkommen. Das Ziel der Energiestrategie ist es, aus der Atomenergie auszusteigen (welche notabene CO2-Neutral ist), beim Klimaabkommen darum, den CO2-Ausstoss zu senken. Den CO2-Ausstoss möchte man mit einer Lenkungsabgabe verringern - und Lenkungsabgaben ist ein VWL-Lehrbuch-Werkzeug um die negativen Auswirkungen von Handlungen zu internalisieren. Sprich: Du darfst viel CO2 verbrauchen - aber du musst den Schaden, den du anrichtest auch bezahlen. Und da sind wir wieder bei Kant...
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  • retrogott 10.06.2017 12:20
    Highlight Highlight "übers Wochenende nach Riga fliegen, um sich dort mit billigem Alkohol «die Lampe zu füllen» (Wobmann ironisch: «Dann muss man halt den Alkohol teurer machen»)." macht immernoch keinen Sinn - wir können doch nicht den Alkohol im Ausland teurer machen..?! Wobmann hat gesagt dass er dann halt im Inland billiger werden soll.
    • retrogott 10.06.2017 12:46
      Highlight Highlight Kann mir mal einer der Blitzer erklären inwiefern das Sinn macht?
    • bibaboo 10.06.2017 14:22
      Highlight Highlight So wie ich das verstanden habe, hat Wobmann gesagt, dass man dann halt den Alkohol günstiger machen müsse. Insofern ergibt diese - wenn auch sicherlich nicht ganz ernste gemeinte - Aussage durchaus Sinn.
    • retrogott 10.06.2017 15:53
      Highlight Highlight Das hab ich ja gemeint - günstiger und nicht teurer wie's im Artikel steht.
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  • Thomas Binder 10.06.2017 12:13
    Highlight Highlight Wer auf fehlender wissenschaftlicher Basis eigensüchtig Horrorszenarien multimedial an die Wand unserer Platonschen Höhle projiziert, um uns in die von ihm gewünschte Richtung zu lenken und diejenigen, welche dies mit defragmentierten kontextualisierten Fakten entlarven als "Klimalügner" diffamiert, ist ein "Klimaterrorist".

    Ein gutes Stück mit vier mutigen kanadischen Klimawissenschaftlern...

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    • Thomas Binder 10.06.2017 14:26
      Highlight Highlight So rasch wie hier geblitzt wird, kann ich einfaches Gemüt mich nicht fundiert selbst mit den defragmentierten kontextualisierten Fakten auseinandersetzen und nicht einmal dieses Video schauen. Ich bitte, meine menschlichen Schwächen und Fehler zu entschuldigen.
    • exeswiss 10.06.2017 21:31
      Highlight Highlight wenn ich hundert wissenschaftliche studien habe, 99 zeigen in die eine richtung, 1 in die andere, welche haben wohl mehr gewicht? und nein die alte mär von wegen "aber die 99 anderen sind regierungsfinanziert" zieht bei mir nicht.
    • Qui-Gon 11.06.2017 00:28
      Highlight Highlight "mit defragmentierten kontextualisierten Fakten" schreit ja - unabhängig vom Inhalt - geradezu nach Blitzen 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas Binder 10.06.2017 12:01
    Highlight Highlight Panisch vor dem wahrscheinlich irrealen Schreckgespenst CO2 übersehen wir das offen vor uns liegende Schreckliche: Fukushima.
    • Thomas Binder 10.06.2017 13:57
      Highlight Highlight Ich mache mir Sorgen um unseren Menschenverstand und um die Zukunft unserer Kinder, werter Rendel.

      Die erste mächtige Promotorin der damals aufgrund Korrelation von CO2 und Temperatur über mehrere Jahre verständlicherweise aufgekommenen Hypothese der anthropogenen Erderwärmung, seit 1998 die Temperaturen nicht mehr relevant steigen des durch die Realität bereits quantitativ widerlegten anthropogenen Klimawandels, und Mitbegründerin des IPCC war Margaret Thatcher, eine hardcore Atomlobbyistin - R.I.P.

      Die CO2-Burka dient (auch) dazu, dass global ungeniert immer mehr AKW gebaut werden.
    • Qui-Gon 11.06.2017 00:30
      Highlight Highlight @T. Binder; Sie sind sicher ein Gescheiter. Aber können Sie nicht normal reden/schreiben?
    • rodolofo 11.06.2017 08:07
      Highlight Highlight Ja das ist wahr: Die AKW-Lobby versucht den Kampf gegen zu viel CO2 in der Atmosphäre als Argument für neue AKW's zu missbrauchen.
      Das ist leider weit verbreitet in politischen Diskussionen, dass Leute mit einem starken Willen die Argumente als Mittel zum Zweck benutzen.
      Dabei übersehen sie, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, um den CO2-Ausstoss zu senken, ohne weitere AKW's zu bauen:
      Humus-Aufbau durch Naturschutz und Biolandwirtschaft beispielsweise, anstatt Humus Abbau durch Konventionelle Raubbau-Landwirtschaft und durch die Abholzung der Urwälder z.Bsp.!
      Im Humus wird CO2 gebunden.
  • D.L. 10.06.2017 11:58
    Highlight Highlight Ja, Wobmann steht alleine da. Und was bedeutet das? Die Mehrheit hat recht? Kann wohl nicht stimmen, wenn man die Weltgeschichte kennt. Die Zukunft wird es weisen.
    • kebabverkaufer 10.06.2017 14:22
      Highlight Highlight das problem bei der sache ist, ist der klimawandel real und wir machen nix dagegen wirds irreparabel sein. ist der klimawandel nur schmu haben wir wenigstens bisschen was für unsere umwelt getan...
    • rodolofo 11.06.2017 08:10
      Highlight Highlight Und nur weil Wobmann dieses Mal zur schrumpfenden Minderheit gehört, soll dieses Mal die schrumpfende Minderheit recht haben, obwohl sich Wobmann sonst immer so gerne an der Spitze des souveränen Volkswillens sieht, den es gegen die Zwängereien der Minderheiten durchzusetzen gelte?
      Eigenartige Gedanken-Loopings, die die "Rechtsnationalen" da fliegen...
    • Moti_03 11.06.2017 13:43
      Highlight Highlight Ach rodolfo, echt traurig. Merkst du was? In jedem Kommentar von dir spielst du immer links gegen Rechts gegeinander aus. Und rechts ist immer bös und deine Aussage mit gedankenloopings kannst genau bei jeder Partei bringen. Du bist leider so was von nicht objektiv und nur ideologisch geprägt. Wenn du so ein rechtnatonales verfolgungsproblem hast, würde ich den Wohnort wechseln oder dringend ärztliche Hilfe annehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • na ja 10.06.2017 11:16
    Highlight Highlight Werfe nochmals was in die Runde... alle sprechen von Autos, Industrie und Heizen... was ist denn mitden vielen Flugzeugen, die Kerosin weit weit oben verpesten?
    In den 70er war es nur eine Handvoll Leute die mit dem Flieger in die Ferien ging. Heute eine Handvoll, die noch nie geflogen sind (aussert aud die Nase und da ist die Landung noch nicht ausgereift.)!
    • rodolofo 10.06.2017 14:47
      Highlight Highlight Ja das stimmt.
      Warum fliegen so viele Leute irgendwo hin, damit sie ihre Selfies vor einem exotischen Hintergrund machen können?
      Dieser Massen-Torismus ist tatsächlich sehr bedenklich, weil er genau das plattwalzt, was er sucht, nämlich ein einfaches naturnahes Leben in einer intakten Umwelt.
      Wir können dieses einfache, naturnahe Leben in einer intakten Umwelt finden, und zwar direkt vor der Haustüre!
      Überrascht?
      Ich war auch überrascht, als ich das endlich herausgefunden hatte.
    • Juliet Bravo 10.06.2017 17:39
      Highlight Highlight Die Fliegerei macht aber halt im Gegensatz zur Industrie und zum Strassenverkehr viel weniger aus. "Nur" 3% des weltweiten CO2-Ausstosses gehen aufs Konto der Fliegerei.
    • na ja 12.06.2017 13:51
      Highlight Highlight Wers glaubt, Juliet Bravo...
  • Raphael Stein 10.06.2017 10:06
    Highlight Highlight Einer der Hauptsponsoren von W. Wobmanns Partei, ist Autoimporteur. Der andere Hauptsponsor stellt Kunststoffe her, die auch im Automotive Bereich verwendet werden.
    Noch versuchen die ihre ersten Schritte in die Zukunft zu machen. Bis das auch klappt, verkaufen die noch den alten Mist.
    • Raphael Stein 10.06.2017 23:05
      Highlight Highlight Potz Donner und heiliges Auspuffrohr, also auf 200 Blitze kriegen wir das noch hoch.
    • Raphael Stein 15.06.2017 06:57
      Highlight Highlight Bin stolz auf Euch
  • DonDude 10.06.2017 09:34
    Highlight Highlight Also aus dem Text geht eigentlich hervor, dass man dank der Klimaveränderung neue Gebühren/ Steuern erheben kann.
    Der Regierung geht es einzig um Einnahmen zu generieren.
    • äti 10.06.2017 10:53
      Highlight Highlight .. Dude stimmt
    • Luca Andrea 10.06.2017 12:17
      Highlight Highlight Wenn man an die Einnahmen eine Lenkungsabgabe knüpft kann das Geld investiert werden, um Klimaziele zu erreichen.
    • äti 10.06.2017 13:05
      Highlight Highlight @luca, überfordere einen Dude bloss nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zarzis 10.06.2017 08:52
    Highlight Highlight Was soll die Diskusion, wenn es nicht Menschengemacht ist, soll uns der Klimawandel nicht stören?

    Eh, das ist etwa so wie wenn ich Lungen Krebs habe und Raucher bin. Dann werde ich Behandelt. Bin ich aber nicht Raucher. Dann soll ich do gefälligst zufrieden Sterben!

    Was Wobmann und Gesinnungsgenossen bedenken sollten. Es gibt einen Wandel und wir haben die Unglaubliche möglichkeit diesen zu Verlangsamen. Aber tuen es aus Bequemlichkeit nicht!
    Das ist ein Luxus, der wir uns nicht Leisten können.
    • Töfflifahrer 10.06.2017 09:59
      Highlight Highlight Nicht nur aus Bequemlichkeit, nein auch aus kurzsichtigem und kurzfristigem Gewinnstreben einiger weniger.
    • rodolofo 10.06.2017 14:53
      Highlight Highlight Ich glaube, wenn wir immer betonen, wie mühselig und allem Schönen und Gefreuten entsagend ein Weg in Richtung ökologische- und soziale Nachhaltigkeit ist, werden wir den "Inneren Schweinehund" nie besiegen können.
      Wenn wir aber dem "Inneren Schweinehund" sagen, dass dieser Weg Spass macht und in einer ökologisch- und sozial nachhaltigen Welt Innere Schweinehunde als Pro Spezie Rare einen weitgehenden Naturschutz geniessen?
      Ja, dann werden sie mitmachen, die Schweinehunde, und sich so richtig austoben und beruhigen dabei.
    • rodolofo 11.06.2017 11:44
      Highlight Highlight @ R.Peter
      Das Klima lässt sich ebenso wenig genau prognostizieren, wie das Wetter.
      Aber wir können die Folgen von Veränderungen beobachten und abschätzen.
      Die Kybernetik, das Denken in Netzwerken, ist dabei zentral!
      Wenn ich an Faktor A schraube, was passiert dann mit den Faktoren B und C?
      Was für Rückwirkungen der Veränderungen von B und C ergeben sich wiederum für Faktor A?
      Usw.
      Die Natur ist ja ein sich selber regulierendes System.
      Wenn die Menschen sich unsensibel gegenüber der übrigen Natur verhalten, verpasst ihnen die Natur eine solche Ohrfeige, dass sie das lange nicht mehr vergessen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fly Baby 10.06.2017 08:46
    Highlight Highlight Erstaunlich, der Wobmann ist jetzt plötzlich auch ein Experte in Sachen Klima.
  • dracului 10.06.2017 08:27
    Highlight Highlight Die Menschheit hat, ausser sich selbst, keine natürlichen Feinde und ist deshalb nicht vom Raubbau aller Ressourcen abzubringen. Selbst die ambitiösen Klimaziele sind nur ein Placebo zur Kompensation der fehlenden Einsicht. So bleibt nicht der Klimawandel das Problem, sondern der Umgang mit dem Parasitenbefall Mensch. Die gute Nachricht ist, dass sich letztlich alles selber reguliert. Parasiten sterben spätestens aus, wenn sie alle Ressourcen aufgebraucht haben. Spätestens dann kann die Natur wieder richtig durchatmen und sich erholen.
    • Töfflifahrer 10.06.2017 10:05
      Highlight Highlight Das Problem an Parasiten und Viren ist, die sind verdammt zäh.
      Aber ich stimme dem zu, wir zerstören unserer Lebensgrundlage, also ist früher oder später wohl mit dem Ende der Menschheit zu rechnen. Ein grosser Fehler in der aktuellen Debatte ist, dass da von der Zerstörung der Natur gesprochen wird, dies ist falsch. Wir vernichten nur das schmale Band, das uns als Lebensgrundlage dient. Der Natur selbst ist das Wurst. Auch "das Leben" wird sich erholen, in welcher Form ist noch offen. Sicher ist nur, ohne Menschen.
  • Pitsch Matter 10.06.2017 08:05
    Highlight Highlight Wir haben 246 Parlamentarier und unzählige gute Experten und Politiker auf Kantonsebene, aber in der Arena sind immer die gleichen 30 Nasen.
  • mogad 10.06.2017 08:04
    Highlight Highlight Auspuffklappe hoch, brumm brumm und dann die entlegensten Talschaften im Motorenlärm ersäufen! Oder im SUV das Seefeld rauf und runter brettern. Wer das aus Klimagründen kritisiert wird mundtot gemacht mit Sätzen wie "nicht noch mehr Gesetze" - "Freiheit" - "Selbstverantwortung" - "Planwirtachaft a la DDR". Gestern hat man wieder gesehen, solche Beschimpfungen funktionieren nicht, wenn man die Meinung der Mehrheit gegen sich hat. Vielmehr outet man sich als inkompetent, wenn die andern Neoliberalos fachkundig argumentieren und auf Polemik verzichten.
  • na ja 10.06.2017 07:24
    Highlight Highlight Ändern muss man was, keine Frage. Aber solange es Geld zu scheffeln gibt, werden Alternativen zur herkömmlichen Energien, trotz Fördergelder, nicht wirklich gefördert, geforscht und entwickelt! Da kann man noch viele Diskusionen führen.
    • Schlumpfinchen 10.06.2017 09:49
      Highlight Highlight Firmen die wirklich voraus denken und in die Zukunft investieren haben schon längst erkannt, dass es mit den alternativen mehr zu holen gibt. Irgendwann werden die leiden, die den alten Zeiten nachträumen und nichts tun. Die Forschung tut's schon lange, denn mit Patenten auf neue Entwicklungen im alternativen Bereich lässt sich einiges verdienen, schon jetzt und vor allem in Zukunft.
    • pachnota 10.06.2017 10:07
      Highlight Highlight Na ja

      Es gibt leider auch mit alternativen Energien, ziemlich viel Geld zu scheffeln.
    • neutrino 10.06.2017 10:29
      Highlight Highlight Schön und gut - aber in "Zukunft investieren" etc. sind leere Floskeln. Stand heute investiert die Schweiz in subventionierte Energiejuristen, Energielandwirte, etc. Der Schnellzug in Sachen Solarpanel-Entwicklung, Brennstoffzellen-Produktion, etc. ist in anderen Staaten wie China oder Japan am davonfahren.

      Das neue Energiegesetz bringt null Anreiz, dass die Schweiz mithilft stärker auf die Grundlagenentwicklung von alternativen Energieträgern zu setzen - das ist ein massiver Fehler - ev. nicht heute, aber in Zukunft.
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  • rodolofo 10.06.2017 07:15
    Highlight Highlight Der Auftritt von "Brutus" verdeutlicht den Graben, der das Rechtsnationale Lager spaltet zwischen Ultra-Liberalen Totengräbern des Sozialstaates und des Umwelt- und Naturschutzes (kombiniert mit umso mehr Militär) a la Trump und den Befürwortern eines starken Service Publique auch in abgelegenen Regionen.
    Unter diesen "Gemässigten SVP'lern" sind sehr viele Bauern.
    Insbesondere im Berggebiet wissen diese Leute sehr genau, dass sie in einer völlig deregulierten Marktwirtschaft, wie sie Wobmann und seine raffgierigen Leute predigen, unter die Räder eines gnadenlosen Wettbewerbs geraten würden!
    • neutrino 10.06.2017 07:37
      Highlight Highlight Im Grundsatz hast du Recht, aber Wobmann ist absolut kein raffgieriger liberaler Kapitalist - mehr ein ultranationalkonservativer Bewahrer à la Le Pen.
    • rodolofo 10.06.2017 08:17
      Highlight Highlight @ neutrino
      Okay. Dann gibt es also eine weitere Bruchlinie im bröckelnden "Betonblock SVP":
      Die Bruchlinie zwischen ultranationalkonservativen Bewahrern, welche gleichzeitig Fans sind von hochtechnologisch modernen Atomkraftwerken und Hightech-Kampfflugzeugen und ultranationalkonservativen Pflegern alten Brauchtums, wie dem Alpkäsen von Hand, mit Kupferkessi und Holzfeuer, oder von traditionellen Trachtentänzen.
    • neutrino 10.06.2017 08:36
      Highlight Highlight Ist für mich keine Bruchline - "nationalkonservativ" ist natürlich gesellschaftlich-wirtschaftlich gemeint hier, nicht technisch. D.h. man ist gegen gesellschaftliche Veränderungen (Homo-Ehe, etc.), Erhaltung und Sicherung der Grenzen (durch mehr Armee u.a), gegen neue Energiegewinnungsformen (für AKWs), etc



  • neutrino 10.06.2017 06:59
    Highlight Highlight Vorneweg: der Klimawandel findet statt, und man muss was dagegen tun - aber diese total einseitige und unreflektierte Watson-Arena-Berichterstattung nervt total. Es war nicht Wobmanns bester Tag, aber so total abgesoffen ist er jetzt auch wieder nicht. Und mit reflektiert meine ich: warum sind viele sog. Energiewirte (was für ein Wort!) der SVP für die Energiewende durch den Staat? Nicht weil sie ein grasgrünes Herz haben oder weil sie es als moralische Verpflichtung sehen unseren Planeten auf 1000 Jahre zu retten, sondern: weil es massig Subventionen gibt!!
    • neutrino 10.06.2017 08:02
      Highlight Highlight Und ja, Staatseingriffe braucht's, aber warum immer die Subventionsregulierungslösung?! Das ist doch VWL 1. Semester, dass es günstigere und effizientere Regulierungsmöglichkeiten gibt! Im Strassenverkehr belohnt man auch nicht denjenigen, der das Tempo einhält, sondern bestraft jene, die's überschreiten. Subventionslösungen sind teuer und fördern das gewünschte Verhalten in einem Übermass, das dem Ganzen nicht förderlich (vgl. auch Energiewende in Deutschland). Oder im Strassenverkehr würden bei meinem Beispiel dann einfach tausende sinnlos mit Tempo 50 rumkurven, um Subventionen abzugrasen.
    • rodolofo 10.06.2017 08:29
      Highlight Highlight Du befürwortest einen Staat nach "Alter Schule", der immer nur strafend und einengend auftritt, ähnlich wie früher der Patriarch, oder der Patron oder der strenge Lehrer überall für Angst einflössende Zucht und Ordnung sorgten.
      Aber heute sind wir viele Schritte weiter!
      Ein guter Chef traut seinen Mitarbeitern etwas zu, lässt ihnen Freiraum und kann sie durch seine Leidenschaft und Begeisterung mitreissen und motivieren!
      So etwas stelle ich mir eben auch für die Staatlichen Behörden vor:
      Sie WOLLEN eine nachhaltige Entwicklung für alle und reissen uns mit in Richtung Qualität statt Quantität!
    • neutrino 10.06.2017 08:44
      Highlight Highlight Nein, ich finde deinen Ansatz auch besser als meinen. Ich finde es auch besser, wenn der Chef/Lehrer die einzelnen Mitarbeiter/Schüler individuell motiviert und mitreisst, und bei gutem Verhalten belohnt.

      Mein Problem ist eher die praktische Realität: mitreissende und motivierende Staatsangestellte sind eher selten, und das noch grössere Problem: das kostet ja alles auch irgendwie Geld. Und irgendwer muss ja dieses Geld erwirtschaften - in einer Branche, die nicht durch Subventionen alimentiert wird.

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  • ujay 10.06.2017 04:04
    Highlight Highlight Jaja Wobmann, die Zuwanderung ist an ALLEM Schuld. Ich werf mich hin vor lachen😂😂😂
    • juergy 10.06.2017 07:06
      Highlight Highlight und ich dachte die russischen Hacker..!!
    • Sauäschnörrli 10.06.2017 07:36
      Highlight Highlight Vor allem hatten die Migranten vorher bestimmt einen CO2-Austoss von 0g.

      Ich dachte immer die SVP denkt dir Schweiz sei eine Insel, aber scheinbar glauben sie die Schweiz ist ein eigener Planet.
    • ujay 10.06.2017 08:28
      Highlight Highlight Dass die Zuwanderung an allem Schuld ist, hat hier anscheinend viele Anhänger, die es anscheinend nicht für nötig halten, das Hirn einzuschalten....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 10.06.2017 03:52
    Highlight Highlight Die empirische Evidenz für die These, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht ist, ist noch nicht hinreichend. Die These ist aber plausibel.
    Zudem ist die Schweiz von Ölimporten abhängig. Und die Luft als Abfalleimer zum Missbrauchen ist generell keine gute Idee.

    Eine höhere CO2 Abgabe wäre daher die vernünftigste Lösung - auf jedenfall smarter als die Energiestrategie, die ökonomisch betrachtet nur eine Umverteilung von Geldern der Konsumenten an Unternehmen ist...
    • rodolofo 10.06.2017 07:25
      Highlight Highlight @ Ökonometriker
      Siehst Du die Anzahl Blitze?
      Ich glaube, Du hast den Wutbürger-Mob auf Dich aufmerksam gemacht...
      Und ich bin jetzt auch "auf dem Radar" der "Besorgten Bürger", die sich Sorgen machen, weil die Umweltverschmutzung bald bestraft werden könnte.
      Am besten, wir verdrücken uns!
      Die Lage ist zur Zeit äusserst ungemütlich, oder anders gesagt: Die Luft ist alles andere als rein...
    • road¦runner 10.06.2017 09:22
      Highlight Highlight Nur weil es mehr Herzli oder Blitze sind lässt dies noch nicht auf die Wahrheit schliessen, sondern lediglich welche Ansichten die Watson Leser vertreten.
      Die Mehrheit hat nicht automatisch Recht.
    • neutrino 10.06.2017 10:08
      Highlight Highlight Der Klimawandel ist menschengemacht, ich glaub, da gibts genug Beweise.

      Aber diese Subventionsstraegie ist ein Holzweg: das führt dazu, dass der normale Bürger idR. Unternehmen finanzieren wird, welche sich spezifisch auf diese Subventionsabgraserei ausrichten. Und warum den ganzen Energiezweig verstaatlichen? Das braucht Verwaltung, Kontrollbehörden und massig Juristen, welche die zig neuen Gesetze und VO (die das neue Gesetz in hoher Zahl vorsieht) umsetzen.

      Obwohl ich hier in der Minderheit bin mit meiner Meinung: mehr Juristen und mehr Gesetze bringen ein Land nicht weiter, im Gegenteil.
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  • pamayer 10.06.2017 02:38
    Highlight Highlight Wenn Wobmann von SVP Wählern in die Schranken gewiesen wird, muss er sehr grob neben den Schuhen stehen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

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