Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Tamara Funiciello: «Wir sagen wenigsten klar, was wir wollen.»   screenshot: srf-arena

«Je weisser der Kragen, umso länger lebt man» – der Rentenstreit dreht sich im Kreis

Wie weiter nach dem Nein zur Rentenreform? Die einen wollen es über die Zuwanderung lösen, die anderen über eine Erhöhung der Mehrwertssteuer. Einigkeit gibt es nicht. Davon profitiert Tamara Funiciello. Die Juso-Frau führt in der SRF-«Arena» die gestandenen Politiker vor und präsentiert gewagte Ideen. 



Zwei Minuten läuft die Sendung und SVP-Chef Albert Rösti sagt in seiner ersten Wortmeldung, was für ihn die tatsächliche Lösung aller Probleme ist: die Begrenzung der Zuwanderung. Die Bevölkerung werde immer älter, sie müsse darum länger arbeiten und es brauche auch mehr Jobs. Im Umkehrschluss heisst das: wenn man zu viele Ausländer in die Schweiz lässt, nehmen die uns die Jobs weg.

«Arena»-Moderator Jonas Projer ist zwar sichtlich beeindruckt, dass Rösti innerhalb von wenigen Sekunden den Schwenk von der Rentenreform zum Lieblingsthema der SVP schafft, klemmt ihn dennoch schon zu Beginn ab und lenkt zurück zum eigentlichen Thema: Wie weiter nach der gescheiterten Abstimmung zur Rentenreform?

Play Icon

Video: streamable

Nur wenige Stunden vor der Sendung lud Bundesrat Alain Berset sämtliche wichtige Akteure der Rentenreform zum runden Tisch. Stundenlang wurde debattiert. Als Berset nach den Gesprächen aus dem Sitzungssaal trat, sagte er: «Es herrscht Uneinigkeit über fast alles.»

Das scheint auch in der «Arena» am Freitagabend das Motto zu sein. Es wird gestritten. Über den Inhalt des verworfenen Reformvorschlags, darüber, warum das Volk Nein gestimmt hat und vor allem auch: wie es jetzt weiter gehen soll. Im Studio zu Gast sind nebst Rösti die FDP-Präsidentin Petra Gössi, der Berner SP-Ständerat Hans Stöckli und der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof. 

Man merkt schnell: Die Wunden sind nach dem bissigen Abstimmungskampf noch nicht verheilt. Überzeugende Wege aus der Sackgasse kann niemand aufzeigen. Vielmehr will man sich gegenseitig die Schuld für den Renten-Schlamassel in die Schuhe schieben.

Play Icon

Video: streamable

Einzig die jüngste Referentin im Studio, Juso-Präsidentin Tamara Funiciello, behält den Weitblick, stachelt die gewählten Politiker mit scharfen Voten an und gibt der Diskussion den nötigen Pfiff. 

Zum Beispiel, als Bischof beschwichtigt, jetzt sei nicht die Zeit für eine Erhöhung des Rentenalters. Die anderen nicken dem CVP-Mann zu. Es scheint der einzige Punkt, über den sich die Referenten in der Sendung einig ist. Keiner der vier geladenen Gäste wagt es jetzt noch, weiterhin lautstark eine Erhöhung des Rentenalters zu fordern. Zu gross ist die Angst, das Volk mit dieser Forderung zu verärgern.

Doch Funiciello findet diese Beschwörungen scheinheilig. Dass sie in der Sendung nur in der zweiten Reihe sitzt, hält sie nicht davon ab, den Gästen in der ersten Reihe zünftig über das Maul zu fahren.

Play Icon

Video: streamable

Funiciello soll Recht behalten. In der Beantwortung der Frage nach dem «Wie weiter?» sehen die bürgerlichen Parteien nicht von der Erhöhung des Rentenalters ab. Moderator Projer lässt diese Vorschläge als animierte Grafiken einspielen.

Die SVP will auf die AHV fokussieren und das Rentenalter für die Frauen erhöhen. Die SP will die Mehrwertssteuer und allenfalls die AHV-Beiträge erhöhen. Die FDP möchte das Paket auseinandernehmen und zuerst die AHV und dann die Pensionskasse sanieren. Bei zweiteren will sie den Umwandlungssatz senken und dafür die Beiträge in die zweite Säule erhöhen. Die CVP will weiterhin, dass beide Kassen gemeinsam angepackt und reformiert werden. 

Funiciello ärgert sich, dass in den Vorschlägen ständig mit der höheren Lebenserwartung argumentiert wird. Dass dies eine Erhöhung des Pensionsalters legitimiere, findet sie falsch. Schliesslich spiele die Art des Berufs eine wichtige Rolle, wie alt jemand wird. So lebe ein Bauarbeiter weniger lange als eine Anwältin.

Solche Voten wirbeln Staub auf. Hans Stöckli von der Mutterpartei eilt Funiciello zur Hilfe. Es sei schon so, dass gelte: «Je weisser der Kragen, umso länger lebt man.» Doch Stöckli kommt nicht umhin, Tamara in väterlichem Ton dafür zu schelten, dass sie damals bei der Abstimmung nicht auf seiner Seite gestanden hat. Da ist sie also, eine dieser vielen offenen Wunden. 

Play Icon

Video: streamable

Es gibt zig verschiedene Vorschläge, wie es nun weitergehen soll. Doch welcher ist der Richtige? Um das zu beantworten, muss genau analysiert werden, warum das Volk die Reform an der Urne verworfen hat. Silja Häusermann, Politikwissenschaftlerin an der Universität Zürich, sorgt für ein wenig Durchblick in der hitzigen Debatte. 

Play Icon

Video: streamable

Doch auch auf die Wissenschaftlerin wollen die Politiker nicht hören. Sie haben ihre eigenen Erklärungen und ihre eigenen Lösungen. «Die Leute wollen nicht länger arbeiten», sagt Stöckli. «Es scheiterte an den 70 Franken», sagt Gössi. «Es war, weil das Paket einfach zu gross war», sagt Bischof. Und Rösti? Für ihn bleibt das Problem dasselbe: der Ausländer. 

Play Icon

Video: streamable

Von solchen Ideen hält Funiciello nichts. Auch nicht, dass bei der Bildung, bei den Investitionen in Entwicklungsländer oder bei der Kinderkrippe gespart werden soll. Wo das nötige Geld stattdessen herkommen soll, ist für sie klar. 

Play Icon

Video: streamable

Wer von der Altersreform profitiert – und wer verliert

Play Icon

Video: srf

Presseschau zum Nein zur AHV-Reform.

Unsere «Arena»-Berichterstattung:

Das No-Billag-Bullshit-Bingo (damit die «Arena» heute Abend ein bisschen spannender wird)

Link to Article

Schneider-Ammann packt Capaul bei den Hörnern: So verlief die Hornkuh-«Arena»

Link to Article

No-Billag-«Arena» 2.0 oder wenn Badran zu duzen beginnt, wird's für SVP und FDP gefährlich

Link to Article

Alles Blocher, oder was? Nicht in der EU-«Arena», die wir gesehen haben

Link to Article

Projer, der Profi

Link to Article

Wer wagt, verliert eben auch mal – Warum die Verwahrungs-«Arena» floppte

Link to Article

«Endlich mal s'Füdle ha! » – wie ein Zuschauer in der EU-«Arena» Blocher & Co. einheizte

Link to Article

«Blödsinn!» – «Anständig bleiben!»: SVP-Rösti gegen SP-Nussbaumer in der EU-«Arena»

Link to Article

Alle gegen einen, aber gewinnen tut trotzdem keiner – die SRF-«Arena» zum Rahmenabkommen

Link to Article

Projer nimmt die Bauern in Schwitzkasten: So lief die  «Arena» zur Ernährungssouveränität

Link to Article

«Switzerland first» oder warum SVP-Zanetti in der SRF-«Arena» «Quatsch» erzählt 

Link to Article

Dreamteam aus FDP-Müller und SP-Badran schlägt smarten Jung-SVPler in der Kuhandel-«Arena»

Link to Article

Klima-«Arena»: Wie Franz Hohler die «Füdlibürger» vor dem Weltuntergang warnt

Link to Article

«Dann sind wir tot!» – Bauernchef fürchtet wegen argentinischer Steaks um Existenz

Link to Article

Wie ein Waffenfreund der Waffenlobby ein Bein stellte – das war die SRF-Arena

Link to Article

No-Billag-Initianten kämpfen auch für «No Steuern» – das war die «Arena»

Link to Article

Wie Sommaruga den SVP-Professor in der Selbstbestimmungs-«Arena» vor den Richter zerrt

Link to Article

Diese zwei jungen Frauen übernehmen in der Selbstbestimmungs-«Arena» das Zepter

Link to Article

Wo tut's denn weh, liebes Gesundheitssystem? – Eine Diagnose der SRF-«Arena»

Link to Article

Hässiger Auto-Fan trifft auf Vollgas-Forscher – das war die Verkehrs-«Arena»

Link to Article

Glättli kriegt Püggeli und Berset verliert die Geduld – das war die Sozialdetektive-Arena

Link to Article

Wenn zwei Frauen die Männer in den Boden debattieren – das war die Gleichstellungs-«Arena»

Link to Article

Wenn 100er-Noten gezückt werden und Verwirrung herrscht, ist Vollgeld-«Arena»

Link to Article

Die Europarat-«Arena» macht auf Bildungsfernsehen – nur SVP-Heer stört die Schulstunde

Link to Article

In der Anpack-«Arena» versalzt ein angriffslustiger Rösti allen die Minestrone

Link to Article

«Es kann gar nichts passieren!» – FDP-Dittli tappt ins Minenfeld der Waffenexport-«Arena»

Link to Article

SRF-«Arena»: SVP-Rösti schiesst ein Eigengoal und nur einer findet den roten Faden wieder

Link to Article

Projer nimmt Kessler in die Mangel und dieser demontiert sich gleich selbst

Link to Article

«Fast nur positive Reaktionen» – SRF-«Arena» macht weiter mit Slam-Poetin Patti Basler

Link to Article

Asterix Berset, Obelix Rösti und obskure T-Shirt-Botschaften: Das war die «Arena»

Link to Article

Dann, wenn sich selbst Jonas Projer hinsetzen muss, ist No-Billag-«Publikumsarena»

Link to Article

Wie die Velo-«Arena» zu einem kleinen Stück TV-Geschichte kam

Link to Article

Stress-«Arena»: Wie FDP-Gössi den Gewerkschaftler mit Home-Office «ernsthaft erschüttert»

Link to Article

«99 problems but money ain't one» – SVP-Zanetti hat Mühe mit der Transparenz-Initiative

Link to Article

Projer holt sich Verstärkung: Slam-Poetin Patti Basler mischt die «Arena» auf

Link to Article

Wenn sich das Kotz-Emoji gegen seine Schöpfer erhebt, ist Geldspiel-«Arena»

Link to Article

In der Fair-Food-«Arena» führt Berset die Initianten mit ihrem eigenen Abstimmungstext vor

Link to Article

SRF-«Arena»: Warum FDP-Noser die Konzern-Initiative «dumm» findet

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

59
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 29.10.2017 01:20
    Highlight Highlight Der Streit ums Rentenalter ist der Streit der Sklaven.

    Ein paar Jährchen mehr oder weniger schuften.

    Die Superreichen lachen sich krumm, auf ihren Jachten und Inseln und Schlössern.
  • geissenpetrov 28.10.2017 14:14
    Highlight Highlight Die wachsende soziale Ungleichheit wird durch folgende Faktoren beeinflusst: ungerechtes Erbrecht, Maschinen die uns die Arbeit wegnehmen, Lohnkosten die in anderen Ländern niedriger sind, Landflucht, eine alternde Gesellschaft und am Ende kam dann noch die Bankenkrise.
    Fragt man nun nach Lösungen - die einen so: "Ausländer raus!"
    Das ist immerhin eine kreative Leistung, weil das eine beim anderen gar nicht vorkommt ;)
  • ....ich weiss nicht aber: 28.10.2017 13:37
    Highlight Highlight Wir haben in unserem kleinen Land viele Milliardäre, viele Millionäre und die Politik ist nicht in der Lage auf den letzten Metern für die alten, ein angenehmes Ende zu bereiten. Schämt euch ihr Geizkrägen! Am schlimmsten ist, man soll länger arbeiten und schmeisst Leute vor 5zig raus, was soll das Ganze!!!
  • Karl33 28.10.2017 12:35
    Highlight Highlight Gleiches Rentenalter Mann und Frau ist längst fällig.
    Man kann auch das Rentenalter der Männer auf 64 senken, aber die aktuelle Ungleichheit ist nur noch stossend. Dass die Feministinnen diese Ungleichheit halten wollen, zeigt bloss ihre egoistische, männer- und gleichstellungsfeindliche Gesinnung.
  • demian 28.10.2017 12:25
    Highlight Highlight Das sind unsere Volksvertreter? Dann handelt mal im Sinne vom Volk.

    Fragt doch erstmal was das Volk will und macht dann ein Paket was für uns stimmt, und nicht nach irgendwelchen Parteiideologien ausgerichtet ist!!!
    • Asho 28.10.2017 14:27
      Highlight Highlight Sorry aber das ist rumgepoldere. So unterschiedlich wie die Meinungen der Politiker sind, so unterschiedlich sind sie auch beim "Volk".
  • Fiona Odermatt 28.10.2017 11:32
    Highlight Highlight Genau spart bei Kinderkrippen damit Frauen weniger arbeiten oder weniger Kinder kriegen. Dann sparen bei der Investition in Entwicklungsländer, damit es mehr Flüchtlinge gibt.
    Sparen bei der Bildung um Flüchtlinge wie Schweizer schlechter auszubilden. Wenn es dann Probleme gibt kann man wieder rumschreien, dass die Grenzen dicht gemacht werden sollten. Wäre schon praktisch für die Svp denn offensichtlich gibt es für die ja keine anderen relevanten Themen.
  • Zeit_Genosse 28.10.2017 10:34
    Highlight Highlight Die Uneinigkeit über die Uneinigkeit wird positiv als Konsens verkauft. Da müssen die Interessengemeinschaften sich erstmal finden und dann eine Lösung entwickeln die vor dem Volk stand hält. Wer das technokratisch anpackt und die heissen Eisen nicht anpackt, hat verloren. Zwischen politischmotivierter Gesinnung und den sachlichen Einflussfaktoren und dem Bauchempfinden vieler besorgter Menschen zu zirkeln ist ein Abenteuer. Wenn man mehr aus einem Topf nehmen möchte muss man mehr hinein tun. So streitet man wer zur Kasse gebeten wird und wer davon profitiert. Das ist mehr Arena als Politik.
  • Fulehung1950 28.10.2017 10:20
    Highlight Highlight Rösti: „Werden immer älter, müssen deshalb länger arbeiten.“

    Rösti, erklären Sie das mal z.B, einem Eisenleger, der mit 50 J. schon so verschlissen ist, dass er morgens eine Stunde extra braucht, um seine Knochen aus dem Bett zu kriegen!

    Oder an jene, die durch die von Ihnen vertretene Wirtschaft mit ihrem ständig wachsenden Druck psychisch fertig gemacht wurden.

    Genau, die arbeiten mit einem gequälten Lächeln noch ein paar Jahre länger.

    Die Bürgerlichen machen Sandkastenspiele, lediglich geleitet von monetären Maximen, ohne jeden Gedanken an die Arbeitnehmer, um die es geht.
    • TheMan 28.10.2017 11:26
      Highlight Highlight Erklär das an den Linken. In der letzten AHV-Initiative stand: die Pensionskasse darf entscheiden, we an die Person, Pensioniert wird. Ob mit 60 oder mit 70. Wen die Pensionskasse sagt mit 70, wirst du zwar mit 65 Pensioniert, aber die Pensionskasse zahlt erst das Geld aus mit 70. Na dan Spass mut der Armut.
  • FrancoL 28.10.2017 10:14
    Highlight Highlight So schwer wäre ein Sanieren der Altersvorsorge nicht wenn man 2-3 Prinzipien beherzigen würde:
    Die AHV stärken gegenüber den PKs, die immer mehr zu seinem Selbstbedienungsladen werden. Stärken der unteren Lohnklassen, durch eine ETWAS flächere Lohnpyramide und Besteuern von Geldtransaktionen in moderatem Mass.
    Damit stünde genügend Geld für die Altersvorsorge zur Verfügung ohne das Rentenalter zu erhöhen, denn schon heute haben es die Ü55 schwer einen Job zu bekommen und das wird sich auch beim Röst-stopp nicht verbessern. Das weiss Röst bestens aber er ist im ständigen Wahlkampfmodus.
  • Makatitom 28.10.2017 10:06
    Highlight Highlight Ohne Kapitalgewinnsteuer, einer Vermögenssteuer, die diesen Namen verdient, Erbschaftssteuer ab Erbmasse 50 Mio aufwärts, einer Finanzstransaktionssteuer für Kapital, das ins Ausland an Lizenz-, Faktura- oder Patentfirmen und ohne die genaue Untersuchung und Besteuerung des Kapitals, welches in Briefkästen auf den Cayman Islands, in Panama oder Delaware liegt, wird JEDER weitere Versuch einer AHV-Reform von mir abgelehnt
  • Thinktank 28.10.2017 09:55
    Highlight Highlight Gemäss der Juso Argumentation müssten also Frauen sowieso viel länger arbeiten. Sie machen keine schweren Arbeiten, Arbeiten nur Teilzeit, haben bei einer Scheidung ausgesorgt und leben auch noch länger.
    • äti 28.10.2017 10:57
      Highlight Highlight ?
    • Duweisches 28.10.2017 11:45
      Highlight Highlight Bürgerliche Ansichten: Frauen machen keine schweren Arbeiten, Arbeiten nur Teilzeit, haben bei einer Scheidung ausgesorgt. Was das mit der Juso zu tun hat müssen sie mir erklären. Ausserdem will die Juso keine Unterscheidung für das Rentenalter aufgrund des Berufs, wie kommen sie darauf?
      Die von Ihnen genannten Punkte sind, pardon, Bullshit.
    • E7#9 28.10.2017 14:49
      Highlight Highlight @Duweisches: „Ausserdem will die Juso keine Unterscheidung für das Rentenalter aufgrund des Berufs, wie kommen sie darauf?“

      Wenn Funiciello betont, dass das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden soll und anschliessend Beispiele bringt wie „die Lebenserwartung eines Bauarbeiters sei tiefer als die des Anwaltes oder Wirtschäftlers“, dann verstehe ich das durchaus so, als müsse man Unterschiede aufgrund des Berufes machen. Wie soll man es sonst verstehen?
  • p4trick 28.10.2017 09:36
    Highlight Highlight Vermögen höher besteuern, Renditen mit 10% Einkommenssteuer.
    AHV, ALV Sozialhilfe alles in einen Topf => Grundeinkommen!! Dieses Grundeinkommen wird dynamisch erhöht je nach Teuerung.
    Erwachsene 2500, Kinder unter 18 500 z.B.
    Es muss sichergestellt werden dass ein Kind für 10 Tage im Monat für diese 500.- in einer Kinderkrippe betreut werden kann. Mütter oder Väter die selber in der Krippe arbeiten sollte es möglich sein die Kinder gratis "mitzubetreuen".
    Nur so ein Vorschlag
  • E7#9 28.10.2017 09:03
    Highlight Highlight Es wurde sehr wohl gesagt, dass man früher oder später die Diskussion über eine generelle Erhöhung des Rentenalters führen muss, doch man akzeptiert, dass dies im Moment nicht mehrheitsfähig ist.

    Das Argument mit der Kragenfarbe wurde von Bischof mit der längeren Lebenserwartung der Frau gekonnt neutralisiert. Sollte man das Rentenalter an die Lebenserwartung koppeln, dann müssten Frauen ja länger arbeiten als Männer.

    Rösti sprach von Bundesauslagen für Entwicklungshilfe und nicht von Investitionen in Entwicklungsländer. Leider ein sehr grosser Unterschied.
  • dracului 28.10.2017 08:50
    Highlight Highlight Unsere Politiker kriegen das nicht hin. Da bin ich mir sicher! Fangen wir in kleinen Schritten an. Watson kriegt es hin, dass Tamara Funic*i*ello richtig geschrieben wird - ca. 5x 😉.
  • mogad 28.10.2017 08:49
    Highlight Highlight Jemand sagte sinngem. Man senke den Umwandlungssatz bei den Pensionskassen (PK) und mache höhere Lohnabzüge für die PK, damit es nicht zu tieferen Renten komme. Man will also zu Lasten der AHV die Finanzindustrie stärken. Es wird weiter Geld verschoben von der Realwirtschaft zur Finanzwirtschaft.
    Die Realwirtschaft verdient Geld, indem sie Güter herstellt - die Finanzindustrie verdient Geld mit Geld, dem zum Teil kein wirklicher Wert gegenüber steht und bedroht damit die ganze Volkswirtschaft (Blasenbildung) Dass das Gewerbe dies aus ideologischen Gründen gutheisst!
  • Willkommen 28.10.2017 08:47
    Highlight Highlight Ist doch klar du gute frau hat keine chance mit ihrer idee, die Plutokratie ist stärker🤢
  • N. Y. P. D. 28.10.2017 08:44
    Highlight Highlight Also, etwas geht mir einfach nicht in die Birne. Die Vorlage zur Rentenreform ging KNAPP den Bach runter.
    Wenn man aber die Arena verfolgt hat, hat man das Gefühl, die Vorlage sei mit 70% Nein verworfen worden.

    Immer höhrt man, dies und jenes ist tabu.
    Nichts ist TABU, keine einzige Stellschraube.
    Berset war so nahe dran am Durchbruch mit seiner Rentenreform, jetzt sind wir wieder Lichtjahre davon entfernt.

    Also mit all den Röschtis und Gössis kommen wir nicht mehr weiter. Als würde man in einem Raum stehen, wo seit einer Woche nicht gelüftet wurde. Fenster auf.
    • mogad 28.10.2017 08:57
      Highlight Highlight Wir müssen aber mit den Röstis und Gössis weiterkommen! Warum hat man plötzlich noch diese 70 Fr. auf die Reform gepfropft, nachdem das Volk wenige Monate zuvor nein gesagt hat zu einer 10%igen Erhöhung der AHV-Renten. Es war doch absehbar, dass diese 70 Fr. plus dann den Bach runter gehen. Grobfahrlässig sag ich. Die Frage ist jetzt, welches Lager knickt zuerst ein und macht Kompromisse gegen den eigenen Strich. Dabei muss die Linke halt berücksichtigen dass Mitte-rechts eine Mehrheit hat in Bundesbern. Ist einfach so. Vom Wähler gewollt.
  • mogad 28.10.2017 08:40
    Highlight Highlight Tenor: Die Leute werden älter, drum haben wir bald leere Kassen. Falsch. AHV/PK hangen ev. weniger von der Überalterung ab, als von den Löhnen. Was leert die Kassen wirklich? Seit 20 Jahren haben wir eine durchschn. Arbeitslosigkeit von konstant über 3%; die Reallöhne stagnieren; das Einkommen aus Kapital (Dividenden) wird im Gegensatz zum Lohneinkommen zu wenig besteuert; div. Finanzgeschäfte auch; die Verwaltungskosten bei den PK belaufen sich auf 4 Milliarden Franken pro Jahr - ein Selbstbedienungsladen. All diese Faktoren sollte man der Überalterung gegenüberstellen.
    • Posersalami 28.10.2017 09:19
      Highlight Highlight Ach hören sie doch auf mit ihren Fakten!

      Den bürgerlichen ist es schlicht ein Dorn im Auge, dass in der AHV noch etwas umverteilt wird. An einer konstruktiven Diskussion ist denen gar nicht gelegen.
    • mycredo 28.10.2017 09:30
      Highlight Highlight Einfach mal was in die Welt hinausposaunen und mit einer Prise Antikapitalismus garnieren...
      Für die Schieflage von AHV und 2.Säule ist natürlich primär die demographische Entwicklung und die immer längere Rentenbezugsdauer von grösster Relevanz. Machen Sie sich doch mal schlau
    • Chili5000 28.10.2017 09:51
      Highlight Highlight Absoult deiner Meinung! Es ist doch die Errungenschaft unserer Gesellschaft das wir immer älter werden dürfen und das Leben nach der Pensionierung nochmal geniessen dürfen. Dafür müssen nunmal die die am meisten haben UND immer reicher werden Ihren Anteil dazu beitragen. Das heisst nichts anders als Kapitalsteuern erhöhen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • salut 28.10.2017 08:17
    Highlight Highlight Toller Vorschlag von Funicello! Dieser Vorschlag würde die 'normal' Bevölkerung am wenigsten tangieren.
  • Caballero 28.10.2017 08:14
    Highlight Highlight Kein Politiker wagt es, folgende Lösung vorzuschlagen: Flexible Renten. Den Artikel von Beat Kappeler (https://www.vorsorgeforum.ch/bvg-aktuell/2017/8/13/beat-kappeler-die-vorlage-zur-ahv-reform-ist-mies.html) legt dar, dass dies in anderen Ländern bereits funktioniert.
    • mogad 28.10.2017 09:01
      Highlight Highlight Geht gar nicht anders. In vielen Branchen kann man nicht bis 67 arbeiten, weil der Körper nicht mehr mitmacht.
  • rodolofo 28.10.2017 08:12
    Highlight Highlight Ich habe die Sendung gestern verpasst, weil ich früh schlafen ging.
    Böse Zungen behaupten, dies passiere altersbedingt...
    Hat Gössi wieder gesagt, dass das Ziel sei, die AHV zu sanieren, ohne Geld auszugeben?
    Ja, wenn die Präsidentin des mächtigen Wirtschaft-Freisinns ein solches Ziel definiert, dann muss das natürlich für alle gelten, oder etwa nicht?
    Mit solchen Leuten zu verhandeln, hat doch einfach keinen Sinn!
    Denn sie kennen das Resultat der Verhandlung ja bereits, dem sie dann noch -mit einem Etikettenschwindel als Trick- "Kompromiss" sagen.
    Da gehe ich doch lieber schlafen...
  • Nuka Cola 28.10.2017 07:36
    Highlight Highlight So wenig ich Funicello mag, hier hatte sie meiner Meinung nach schon am ehesten Recht.

  • peterli90 28.10.2017 06:41
    Highlight Highlight "Gewagte Idee" - ja welche? Funiciello trägt rein gar nichts zum Konsens bei jedwelchen politischen Diskussionen bei. Rentenalter 60, 25-Stundenwoche.

    I can't handle it, mal eine VWL-Vorlesung besuchen würde evtl helfen.
    • Chili5000 28.10.2017 22:47
      Highlight Highlight Sehen wir an den Bankern und Verwaltungsräten wieviel das bringt...
  • Toerpe Zwerg 28.10.2017 06:17
    Highlight Highlight Und weil ein Anwalt länger lebe als ein Bauarbeiter, darf man nicht mit längerer Lebenserwartung argumentieren in einer Debatte über die Altersvorsorge?

    Das einzige, was dieses Votum demonstriert, sind der Grad der ideologischen Verblendung und totale Verantwortungslosigkeit.
    • Nuka Cola 28.10.2017 09:58
      Highlight Highlight Eigentlich müsste man halt für reelle Chancengleichheit bei der Bildung sorgen. Dann kann man nachher sagen, er hat sich für diesen Job entschieden.
      Ausserdem will ich mal behaupten, dass der Beruf des Anwaltes aber sixherlich die höhere Suizidquote hat, als der des Bauarbeiters, da der psychische Druck wohl auch in die "Alterung" miteinfliesst.
    • Candy Queen 28.10.2017 12:59
      Highlight Highlight @nuka Cola: wo bitte herrscht in der CH keine reelle Chancengleichheit in der Bildung? Wie soll man 'er hat sich für diesen Job entschieden' verstehen?
    • Nuka Cola 29.10.2017 12:24
      Highlight Highlight @Candy Queen,

      Fängt mal damit an, das im Bildungssystem noch immer keine Harmonisierung gibt.
      Geht weiter, das es gewisse Kantone jetzt noch nicht hinbekommen haben, eine IMS zu lancieren, oder diese wenn dann auch nur auf Wirtschaft ausrichten.

      Beispielsweise, hätte ich die IMS gemacht, zu dem Zeitpunkt wo ich mich mangels Optionen IMS Optionen für die WMI entschied, hätte ich jeden Tag total 4h pendeln können, oder in eine Privatschule gehem können (wenn man denn das Geld dazu hätte)
      Jetzt machr ich eine zwar interessante Ausbildung, welche aber nicht direkt zielführend und lame ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fcsg 28.10.2017 05:00
    Highlight Highlight
    Wir werden immer gesünder im Alter, die Lebenserwartung ist enorm gestiegen in den letzten Jahren und das Schwergewicht der Arbeit hat sich in Richtung (körperlich weniger anstrengender) Dienstleistungen verschoben. Warum soll eine Erhöhung des Rentenalters (wie in praktisch allen EU-Staaten vorgesehen) nicht möglich sein?
    Klar in gewissen Berufen ist es aus körperlichen Gründen nicht möglich länger zu arbeiten, aber für viele finde ich eine Erhöhung von 1-2 Jahre durchaus zumutbar. Allenfalls auch durch ein Modell mit sukzessiver Reduktion des Arbeitspensums.
    • mogad 28.10.2017 09:06
      Highlight Highlight Die Lebenserwartung ist "enorm gestiegen"? Sie sollten nur Statistiken glauben, die Sie selber gefälscht haben. Die Lebenserwartung stagniert seit Jahren. Nur die Männer holen gegenüber den Frauen um wenige Wochen pro Jahr auf. Immer mehr Menschen sterben zw. 50 und 65 an Krebs, Herzinfarkten und Lungenkrebs. Warum? zunehmender Leistungsdruck, Hektik, Lärm, Umweltverschmutzung, Überernährung usw..Nachweis? Bitte selber nachschauen im Sinne einer Umkehr der Beweislast.
    • fcsg 28.10.2017 09:17
      Highlight Highlight @Wölfli beim Lämmli
      Bitte (hab ich nichts selbst gefälscht, sondern das Bundesam für Statistik):
      https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/geburten-todesfaelle/lebenserwartung.html
      Die Lebenserwartung hat bei Männern seit 1981 um 9 Jahre und bei den Frauen um 6 Jahre zugenommen. Das Rentenalter blieb aber immmer bei 65 resp. 1-2. Jahre tiefer bei Frauen. Das irgendwann das Limit der Steigung erreicht ist, ist nur logisch, aber das ändert nichts daran das meine Aussage richtig ist. Wir haben übrigens eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit.
    • mycredo 28.10.2017 09:35
      Highlight Highlight @Wölfli: Ich weiss nicht welche Statistiken Sie anschauen, aber versuchen Sie es doch mal hier: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/geburten-todesfaelle/lebenserwartung.html
      Fazit: Ja, die Lebenserwartung steigt stetig!
  • saderthansad 28.10.2017 04:38
    Highlight Highlight Sie war gut und klar, die Tamara. Sehr erfreulich!
    Aber unsere Heldin heisst Funiciello, liebe Cellistinnen und Cellisten.
  • Pasch 28.10.2017 03:59
    Highlight Highlight Eine gute Rentenreform beginnt da wo die Arbeitgeber mehr in die Pflicht genommen werden. Zu gerne wird die AHV auf die Arbeitnehmer abgeschoben. Eine sichere Rente ist das was die Schweiz nach dem Krieg gross gemacht hat (also das Volk)
    Wenn sich Arbeitgeber über juristische Wege nun versuchen ihrer Pflicht von Ihrem Standortvorteil zu drücken, dann müsste hier auch eine MEI greifen.
    Es kann nicht sein das wir von ausländischen Unternehmen überrannt werden, und wir nur da hocken und uns daran aufgeilen das Konzerne ihren Sitz in die CH versetzen ohne Nutzen für die Allgemeinheit!
    • mogad 28.10.2017 09:08
      Highlight Highlight Schweizer Firmen werden von ausländischen Grossinvestoren aufgekauft. Und 1, 2 Jahre später wird dann der Standort Schweiz stillgelegt und alles ins Ausland ausgelagert. Bin gespannt wie lange die Syngenta-Jobs hier noch erhalten bleiben.
    • just sayin' 28.10.2017 10:09
      Highlight Highlight die autorin des artikels scheint ja mächtig fan von fumiciello zu sein!😂

Zukunfts-«Arena»: Jungpolitiker schlagen sich «wie die alten Säcke»

Die erste «Arena» des Jahres beschäftigt sich mit dem Thema Zukunft. Dafür wurden vier Jungpolitiker und der Nationalratspräsident Jürg Stahl (SVP) eingeladen. Erstmals wird die «Arena» nicht nur vom Schweizer Fernsehen, sondern auch live von den vier jungen Gästen auf Facebook übertragen. Eine völlig neue «Arena»? Nicht wirklich.

Die erste Sendung «Arena» im neuen Jahr startet etwas holprig: Weil die vier jungen Gäste ihre Sicht der Sendung live auf Facebook streamen, kämpfen die Techniker des Schweizer Fernsehens mit Schwierigkeiten. Der Stream von SVP-Jungparteipräsident Benjamin Fischer will nicht so recht funktionieren. JCVP-Präsident Tino Schneider meint spitz: «Die SVP verhindert wieder nur.» Alle lachen. Moderator Jonas Projer gefällt's: «So ausgelassen war es hier noch nie!»

Junge Gäste, junges Publikum und …

Artikel lesen
Link to Article