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Christa Rigozzi trug die Zuschauer-Tweets ins Studio. screenshot srf

Da schwimmt nicht nur Rigozzi – die «Arena» im KESB-Sumpf

Die Studio-Premiere von Ex-Miss Christa Rigozzi bot schwere Kost: Am Fall des rechtsextremen Behördenschrecks Christian Kast sollte die umstrittene KESB diskutiert werden. Ein beinahe aussichtsloses Unterfangen.

12.06.17, 03:15 12.06.17, 16:54


Stell dir vor: Du trittst einen neuen Job an – und du weisst: deine Teamkollegen gönnen dir den Posten nicht. Im Pausenraum haben sie bereits nach Kräften über dich abgelästert. Und das Produkt, das du verkaufen sollst, steckt tief in den Negativschlagzeilen.  

Willkommen in der Welt von Christa Rigozzi! Die Tessinerin moderierte am Sonntagabend zum ersten Mal an der Seite von Jonas Projer die Sendung «Arena/ Reporter». Im Vorfeld hatte es für die Besetzung des Postens Kritik gehagelt. «Kurzes Röckli holt mit lustigem Tessiner-Akzent Quote», soll eine SRF-Mitarbeiterin den Personalentscheid kommentiert haben.  

Dazu kommt: Auch der Inhalt der Sendung war bereits vor deren Ausstrahlung heftig umstritten. Der «Reporter»-Film und die anschliessende Diskussionsrunde befassten sich mit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), Protagonist des Films war Christian Kast (48), der seine Kinder vor zwei Jahren auf die Philippinen entführt hatte, um so den Behörden zu entkommen. Für manche erlangte er dadurch Heldenstatus, in den Medien durfte er seine Beweggründe ausgiebig darlegen.

Am Sonntagabend nun sollte Kast aus dem Publikum aktiv an der Studio-Diskussion teilnehmen. Weil er auf Facebook offen rechtsextrem auftritt und sich dort auch regelmässig in Gewaltfantasien verliert, stiess der geplante Auftritt jedoch auf massiven Widerstand. Schliesslich sagte der Behördenschreck den Besuch im Studio von sich aus kurzfristig ab.

Unter diesen Vorzeichen war es Rigozzi nicht zu verübeln, dass sie zu Beginn der Sendung etwas gehetzt wirkte. Bald war die «Stimme des Publikums», wie sich die Ex-Miss und studierte Medienwissenschaftlerin vorstellte, aber nicht mehr die einzige, die zuweilen nach den richtigen Worten rang.

SVP-Nationalrat Pirmin Schwander und Frauenrechtlerin Julia Onken waren angetreten, um aufzuzeigen, was in der KESB aus ihrer Sicht so alles schief läuft. Beide hatten sich nach der Absetzung der Familie Kast auf die Philippinen medienwirksam auf deren Seite geschlagen – und erklärt, der Fall sei beispielhaft für die Probleme bei der KESB.

Im Studio fiel es den beiden jedoch schwer, die Behauptung argumentativ zu unterlegen. Von Rigozzi damit konfrontiert, dass in der Familie Kast häusliche Gewalt ein Problem gewesen sei und sich Vater Christian zuweilen gar im Keller eingeschlossen habe, um vor seiner Frau sicher zu sein, räumte der SVP-Politiker ein, das habe er nicht gewusst.

Video: streamable

Onken verstieg sich gar zur Aussage: «Mein Gott, eine Mutter, die dem Alten mal eins schlägt, wenn er blöd tut, das traumatisiert ein Kind nicht schwer.» Auch machte sie die KESB dafür verantwortlich, dass die Beziehung von Christian Kast zu seiner philippinischen Frau Margie nach der Flucht zwischenzeitlich in die Brüche ging.

Video: streamable

Knallhart trat in solchen Situationen die Walliser CVP-Nationalrätin Viola Amherd auf. Sie führte den KESB-Gegnern Widersprüche vor Augen und las ihrem Ratskollegen Schwander die Leviten dafür, dass er den Fall Kast schon als «Skandal » geschrien habe, bevor er die Situation der Familie überhaupt gekannt habe. «Das ist es, was schlimm ist.»

Video: streamable

Auch Patrick Fassbind, an diesem Abend als Vertreter der KESB angetreten, bemühte sich um Nüchternheit. Als seine Beteuerungen, dass Fremdplatzierungen immer das letzte Mittel seien, jedoch zum wiederholten Mal ins Leere liefen, wurde der Leiter der Basler KESB emotional: «Manchmal, wenn Kinder unmittelbar schwer gefährdet sind, müssen sie sofort reagieren. Sonst sind sie tot.»

Video: streamable

Eine Ahnung davon, wie verzweifelt die Betroffenen sein müssen, erhielten die Zuschauer dank der Anrufe, die Rigozzi live in der Sendung entgegennahm. Die Ohnmacht in der Stimme der Anrufer, die fast ausnahmslos selbst in einen KESB-Streit verwickelt sind, war nicht zu überhören. Zwar wirkte es reichlich treuherzig, wenn sich Rigozzi bei ihnen nach ihren Wünschen an die KESB erkundigte. Immerhin schaffte sie es aber, die Debatte von den gegenseitigen Schuldzuweisungen der Politiker zu lösen und dahin zurückzubringen, wo die Saat all der Wut und Enttäuschung schlummert: zu den Menschen, die aus irgendeinem Grund nicht mehr ein und aus wissen.

Am Ende blieb von der Sendung vor allem eine Erkenntnis: Helden gibt es in solchen Geschichten keine.

Nicht alle Ex-Missen blieben nach dem Amtsjahr präsent. Ein Überblick.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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116Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nuka Cola 15.06.2017 12:59
    Highlight Die von der CVPlerin angeführten Optionen sind alle mit hohrn Kosten, welche vorrangig bezahlt werden müssen (Kanton SG zumindest) verbunden, was es defakto verunmöglicht. Ausserdem ist ohne Rechtsbeistand nichts zu erreichen, wie unzählige Fälle beweisen.
    0 0 Melden
  • rodolofo 12.06.2017 20:46
    Highlight Über in Notlagen geratenen Menschen kreisen bald einmal die Geier und sabbernde Hyänen schleichen sich an und werden immer dreister.
    Wir sollten solche Notlagen so sehen, wie sie sind!
    Überall sind Menschen anzutreffen, die sich entweder als wirkliche Freunde und Freundinnen erweisen können, oder die ihre freundliche Maske ablegen und sich schlagartig als Verräter und Profiteure zu erkennen geben.
    Das gilt sowohl für das Staatliche-, als auch für das Private Umfeld.
    Im nächsten Notfall würde ich aber -nach gemachten Erfahrungen- eine Staatliche Einrichtung einer Privaten Einrichtung vorziehen!
    5 2 Melden
  • Anna (1) 12.06.2017 18:59
    Highlight Ich arbeite im Bereich Kinderschutz und bin mittlerweile dafür, dass Fälle die sich an die Presse wenden sofort den Anspruch auf Datenschutz verlieren sollten und die KESB sämtliche relevanten Akten offenlegen kann...

    23 9 Melden
    • Lami23 12.06.2017 20:00
      Highlight Das wäre nicht gut für den Schutz der Einzelnen. Aber ich weiss, worauf du hinaus willst. Sie stellen alle gerne die KESB als den bösen dar, aber wenn die von ihnen zufällig ausgelassenen Fakten ans Licht kämen, würde ihnen das nicht gefallen...
      18 2 Melden
  • bebra 12.06.2017 17:54
    Highlight In der KESB arbeiten einfach zuviele studierte Theoretiker die vom realen Leben keine Ahnung haben. Es fehlt an Leuten, die sich in Kinder-Seelen einfühlen könne. Der schlimmste Familien-Knatsch ist für Kinder weniger schlimm, als in einem Heim unter fremden Leuten leben zu müssen.
    Abgesehen davon ist die Arenea mit Projer eine Katastrophe, er schneidet allen, die ihm nicht passen ständig das Wort ab. Das hat mit Rigozzi nicht s zu tun.
    16 30 Melden
    • Lami23 12.06.2017 18:17
      Highlight Der schlimmste Familienknatsch ist besser als eine sichere Umgebung?
      Kennen sie derartige Familien oder besser gesagt, wissen sie, wie es in Kinderheimen zu und her geht?
      Das was ein Kind braucht, ist eine Umgebung die Liebe und Sicherheit vermittelt. Das ein Heim nicht im gleichen Masse Liebe vermitteln kann wie eine Mutter, ist wahr. Das Kinder aus schlimmem Familienknatsch aber noch viel schwerere Schäden davontragen, ebenso.
      25 9 Melden
  • Einstein56 12.06.2017 14:20
    Highlight Ich bin weder Schwanderfreund noch KESB-Gegnwr. Aber Schwander hat durch technischen K.O. gewonnen. Er war um Welten besser.
    20 24 Melden
    • rodolofo 12.06.2017 21:32
      Highlight Schwander führt eine Art "Heiligen Krieg" gegen die KESB, mit einer ideologischen Filter-Brille, die alle staatlichen Institutionen grundsätzlich verdammt, gleichzeitig aber die Familie, das Dorf und seine Schützlinge, die sich als KESB-Opfer an ihn wenden, zu idealisieren.
      Mit so jemandem kann man eigentlich gar nicht reden, da er bereits alles zu wissen glaubt.
      Viel besser hat mir gestern jedoch Frau Onken gefallen! Sie ist "mit dem Herzen" bei der Sache und sieht darum, was die KESB alles leistet, aber auch, wo Missstände auftreten, die der Chef der KESB natürlich klein redete.
      7 5 Melden
    • Einstein56 12.06.2017 22:45
      Highlight @ rodolofo: ich muss dich wohl enttäuschen
      Auch Julia Onken dürfte SVP sein
      7 3 Melden
    • rodolofo 12.06.2017 22:58
      Highlight @ Einstein
      Julia Onken und SVP?
      Das wäre ja wie Sternenhimmel und Schwarzes Loch!
      2 1 Melden
  • Christian Gerber 12.06.2017 13:20
    Highlight Ich finde die Diskussionsleitung von Projer generell sehr schwach. Das dauernde "Dreingerede" auch in anderen Sendungen ist für den TV Zuschauer eine Zumutung und sollte sofort unterbunden werden.
    32 4 Melden
  • Boogie Lakeland 12.06.2017 13:05
    Highlight Aha. Angenommen meine Freundin würde mich vor unseren Kindern schlagen wäre es nicht schlimm.
    Und wenn ich jetzt umgekehrt meine Freundin von unseren Kindern schlageb würde jedoch schon.
    Ich verstehs nicht ganz
    42 1 Melden
  • Lumpirr01 12.06.2017 12:13
    Highlight Die Sendung war kompl. unbefriedigend. Da bleiben eigentlich nur Fragen: Will der TV Kosument wirklich dauerndes emotionales Dreinreden und polarisieren? Die in den Tel. Anrufen erwähnten Fälle bleiben auch so ungeklärt wie ungelöst in der Luft hängen? Wieso ist ein KESB - Experte wie Herr Fassbind sowohl gegen Sticheleien wie auch gerechte Kritik von Seiten Schwander & Onken nicht resistent und spricht sachlich und ruhig? Wieso verbarrikadiert sich die KESB so stark hinter dem Datenschutz und kommuniziert kaum? Wieso werden die Helfer im Umfeld der Betroffenen von der KESB nicht akzeptiert?
    34 9 Melden
  • Sheldon 12.06.2017 12:10
    Highlight Der Systemfehler liegt nicht bei der KESB, sondern bei den Menschen, für welche letztendlich die KESB zuständig ist. Glaubt ihr Kritiker denn wirklich, diese Elendsverhältnisse würden sich von alleine oder mit "gesundem Menschenverstand" lösen lassen ? Natürlich gilt es, die KESB zu überwachen und es gibt sicher Verbesserungsmöglichkeiten bei der KESB, aber es gibt keine Alternativen zur KESB.
    61 10 Melden
  • FrancoL 12.06.2017 11:45
    Highlight Der Frau Onken sollte man einmal sagen, dass Gewalt gleich in welcher Form , gleich in welcher Ausprägung (Physisch oder psychsich), Gleich VON WEM ausgehend führt zu traumatischen Erlebnissen.

    Eigentlich traurig und irritierend dass man dies der Frau Onken klar machen muss. Zeigt allerdings auch wo sich Menschen verrennen können und Frau Onken scheint sich sehr stark zu verrennen.
    52 11 Melden
    • Lumpirr01 12.06.2017 14:27
      Highlight Lieber FrancoL, schon richtig, was Du sagst, aber leider nur in der Theorie! Wahrscheinlich hast Du noch nie von einem Fall gehört, wo die Frau eine Familie mit psychischer Gewalt zerstört hat?
      Leider auch so ein Fall mit erfolgloser Behandlung in meinem Umfeld mit der Folge eines Selbstmordes eines Kindes und einer Kampfscheidung............
      11 1 Melden
    • FrancoL 12.06.2017 17:21
      Highlight @Lumpirr01; Lesen ist Voraussetzung!
      Ich schreibe deutlich dass auch die psychische Gewalt zu traumatischen Erlebnissen führt, egal ob Mann oder Frau diese psychische Gewalt ausübt. Ich bin zudem der Meinung dass gerade die psychische Gewalt weit unterschätzt wird, das kann ich aus meiner Kindheit heute mit Abstand so herleiten. Damals entzog meine Mutter subtil mir meinen Vater und ich konnte oder wollte dies nicht wahrnehmen, heute mit der Erfahrung als Vater verstehe ich mehr was damals ablief, nur leider habe ich somit eine Chance mit meinem Vater verpasst.
      5 4 Melden
    • Lumpirr01 12.06.2017 19:03
      Highlight @FrancoL: Die Hauptbotschaft von Onken war, dass es für ein Kind das grösste Trauma ist, von der Mutter weggenommen zu werden und nicht, ob die Mutter dem Vater oder ungekehrt eins gepfeffert hat. Ich glaube nicht, dass Onken diesbezüglich eines traumatischen Einflusses auf Unterschiede werten wollte, auch wenn man das aus dem Gesprächsverlauf so interpretieren könnte. Dass da kein Unterschied ist, bin ich mit Dir gleicher Meinung. Die KESB ist allerdings sofort zur Stelle bei physischer Gewalt, bei psychischer Gewalt geht es sehr lange oder es kommt keine Unterstützung oder Hilfe...........
      7 1 Melden
    • FrancoL 12.06.2017 19:26
      Highlight @Lumpirr01;
      A) ich erwarte von Frau Onken keine lockeren Sprüche mit dem Inhalt "dem Alten" etc. Das sollte man von einer Frau die sich für die Rechte der Frau erwarten dürfen.

      B) Selbstverständlich ist (leider) jede Hilfe in welcher Form auch immer bei physischer Gewalt eher zu erhalten als bei psychischer Gewalt. Man darf aber nicht unterschätzen dass die psychische Gewalt schwer nachzuweisen ist. Ich habe dies mehrfach schon miterleben müssen und häufig kommt erst nach einigen Jahren der volle Umfang der psychischen Gewalt zum Vorschein. Da ist jeder der entscheiden muss nicht zu beneiden
      4 0 Melden
  • olive 12.06.2017 11:42
    Highlight Die KESB wurde gegründet, w e i l eben die zum Teil Söihäfeli-Söiteckeli Aktionen der Gemeinden und Vormundschaftsbehörden ( die heute so heftig zurückgewünscht werden ) nicht optimal waren.

    Zur Sendung: für eine geordnete Diskussion muss unbedingt gesorgt werden vom Moderator, einer nach dem anderen ist die Devise.

    Noch zu Kast's Idee, die Kinder evt. auch die ganze Woche über bei Bekannten und Religionsgemeindemitgliedern zu platzieren: etwas naiv vielleicht, oder ist dort automatisch garantiert, dass alles gut läuft?

    40 4 Melden
  • Lami23 12.06.2017 11:21
    Highlight Ich bin als "Nicht-Pflegekind" in einer Pflegefamilie aufgewchsen. Bei uns waren immer nur Kinder wo zu Hause schon sehr viel schief gelaufen war.
    Wir hatten aber auch diverse Teenies, wo es eher die Überforderung der eltern mit der Pupertät war. Diese blieben meist auch nur ein Jahr o.ä., dann gingen sie wieder zurück zu den Eltern.
    Was wir auch immer wieder hatten, waren Wiederkehrer, wo die Eltern hoch und heillig alles mögiche Versprochen haben und dann hats doch nicht geklappt.
    38 1 Melden
  • cbeats 12.06.2017 10:58
    Highlight Leute, es heisst KESB mit "B" wie Berta und "P" wie Peter. Ist doch nicht sooo schwer. Aber immerhin...andernorts heisst es "KEPS"...

    Und zur Sendung: Sehr emotional! Für mich verständlich, dass auch ein Herr Fassbind mal die Geduld verliert - wird ständig kritisiert, er mache alles falsch. Dass er Herr Schwander mehrmals dazu aufgefordert hat, sich mit ihm zu treffen, hat Herr Schwander grosszügig überhört.
    67 12 Melden
    • cbeats 12.06.2017 12:04
      Highlight Sollte natürlich "nicht P wie Peter" heissen :)
      7 0 Melden
  • benjaminschlegel 12.06.2017 10:25
    Highlight Ich fand die Sendung unmöglich:
    - Schwander kam immer nur mit Details mit dem einzigen Ziel die KESP zu diffamieren
    - Onken behauptet häusliche Gewalt sei ok
    - Amherd sagt nach jedem Telefon, sie kenne den Fall nicht und können deshalb nicht darauf eingehen (tönte für mich nach Ausweichmanöver)
    - Fassbind redete dauernd drein, was bei mir ein Fragezeichen lässt, ob dieser Herr wirklich eine KESP führen kann. Dort ist ja gerade zuhören wichtig. Wenn der bei einer Familie auch dauernd drei redet, kann es ja nicht gut rauskommen.

    Also überzeugt hat mich keine dieser vier Personen.
    34 24 Melden
  • Dieter Widmer 12.06.2017 10:22
    Highlight Zuerst: ein grosses Kompliment an Christa Rigozzi. Trotz der kaum mehr überbietbaren Hetzkampagne hat sie ihren Part hervorragend gemacht. Die Sendung an sich war zum Davonlaufen. Das Problem: Die Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmer benahmen sich wie kleine Kinder im Sandkasten. Ich habe mich geärgert, dass diese Leute nicht miteinander diskutieren konnten. Jonas Projer und die Redaktion müssen sich etwas einfallen lassen, damit eine geordnetere Diskussion möglich wird.
    78 13 Melden
    • Alnothur 12.06.2017 11:48
      Highlight "Die Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmer benahmen sich wie kleine Kinder im Sandkasten. Ich habe mich geärgert, dass diese Leute nicht miteinander diskutieren konnten. "

      Ja. Allerdings nicht nur in dieser Sendung. Das ist ein allgemeines Problem der Arena, und für mich *der* Grund, warum ich mir die Sendung seit mittlerweile Jahren nicht mehr antue...
      21 2 Melden
  • solothurner_stein 12.06.2017 10:07
    Highlight Für mich ist die KESB ein System-Fehler. KESB ist zentralisiert, juristisch und zu weit von den Betroffenen entfernt. Was fehlt ist ein Geschworenengericht mit Besetzungen aus der Gemeinde. Die Geschworenen kennen die betroffenen Personen und haben eine bessere Sicht zur Lage, als ein Beamter in Bern. Bei Patrick Fassbind könnte ich wetten, dass er keine Kinder hat. Ein Beamter denkt und handelt nicht gleich wie ein Vater.
    31 131 Melden
    • Macke 12.06.2017 10:43
      Highlight Du beschreibst in deinem Post gerade das Problem, das ein Geschworenengericht mit sich bringt: "Die Geschworenen kennen die betroffenen Personen [...]". Wer traut es seinem Grillbuddy schon zu, dass er seine Tochter missbraucht? Oder seine Frau schlägt? Wer traut es seiner Nachbarin zu, dass sie ihrem Sohn zum Wodka kaufen in den Volg schickt, weil sie noch in ihrer Kotze von gestern liegt?
      Die Beispiele sind polemisch, das weiss ich. Aber ich vertraue in diesen Sachen Fachpersonen, nicht meinen Gemeindemitgliedern. Denn erstere sind dazu ausgebildet, sich abzugrenzen, letztere nicht.
      119 11 Melden
    • Peedy 12.06.2017 10:45
      Highlight Genau. Und dann hockt in dem Geschworenengericht der kinderhassende Nachbar der froh wäre, wenn diese "Lärmbelästigung" endlich weg wäre. Das kann nicht sein. Man muss jeden Fall neutral beurteilen können und das kann man nicht, wenn man die Leute kennt...
      76 11 Melden
    • Daniel Caduff 12.06.2017 10:53
      Highlight Meine Güte, man weiss gar nicht wo man anfangen soll...
      Die KESB ist keine Strafbehörde. Es geht nicht um Schuld oder Unschuld wie bei einem Gericht. Die KESB ist auch nicht in Bern, sondern in den einzelnen Gemeinden und Bezirken, wie die früheren Laienbehörden auch. Und der Beamtenstatus ist in der Schweiz schon lange abgeschafft. Aber auch Staatsangestellte können Väter sein...
      88 13 Melden
    • John Carter 12.06.2017 11:02
      Highlight Man hat die Betreuung den Gemeinden weggenommen und die KESB gegründet, weil es in den Gemeinden nicht funktionierte.

      Da waren zu viele unprofessionelle Personen in Entscheidungspositionen und Vorurteile im Dorf gegen andere Bewohner.

      Die verantwortlichen in den Gemeinden sind einfache Bürger wie Du und ich gewesen ohne spezielle Fachkenntnisse. Teilweise wurden haarsträubende Entscheidungen getroffen.

      Ein bisschen Abstand tut gut. Oder hättest Du Freude, wenn Deine Nachbarin über euer Wohl entscheidet. Wohl kaum!
      29 2 Melden
    • solothurner_stein 12.06.2017 12:10
      Highlight Ich verweise gerne auf den Film "Die zwölf Geschworenen". Fehlen heisst nicht ersetzen. Eine Fachperson ist geblendet und eingeschränkt durch seine Erfahrungen. Ein Denken im grossen Horizont fehlt. Festzustellen in der Informatik, Politik oder Gericht. KESB ist eine Behörde. Fassbind ist volkstümlich ein Beamter, der wie gut festgestellt auch Vater werden kann. Sein gestriges Verhalten deutet darauf hin, dass er kein Familienvater ist.
      6 36 Melden
    • Macke 12.06.2017 15:12
      Highlight @Solothurner Stein: Du wirfst Fachpersonen vor, dass sie durch ihre Erfahrungen "verblendet und eingeschränkt" seien. Und das wäre bei Laien nicht der Fall? Und was soll der Quatsch mit dem fehlenden "weiten" Horizont? Eine Fachperson hat bei diesem Thema automatisch einen weiteren Horizont, da sie täglich mit dieser Thematik konfrontiert ist als ein Laie, der ausnahmsweise mal entscheiden muss. Bevor du hier weiter gegen Fachpersonen pöbelst, informiere dich bitte über deren Ausbildung, Berufsprofil, Abläufe innerhalb der Institution etc., deine Aussagen sind unlogisch und falsch.
      17 4 Melden
    • rodolofo 12.06.2017 21:50
      Highlight Alles Fachwissen ist zwecklos, wenn es nicht mit einem mitfühlenden Herzen verbunden werden kann!
      In diesem Sinne wurde ich damals auch nicht von Fachleuten geheilt, sondern von herzlichen MitpatientInnen!
      Fachleute können aber einen geschützten Rahmen schaffen, in dem sich die "Opfer" selber helfen können.
      Die Kinder von Kast hätten möglicherweise im Kinderheim FreundInnen fürs Leben gefunden, Ähnlich gelagerte, die sie verstanden hätten.
      Aber die Grossfamilie und das Fischerdorf ihrer Mutter haben den Vorteil, dass es ihrer Mutter dort jetzt besser geht, und das ist auch gut für die Kinder.
      1 1 Melden
  • Angelo C. 12.06.2017 10:01
    Highlight Wie erwartet verlief die Sendung recht kontrovers, hinterliess durchaus auch offene Fragen über umstrittene Modalitäten der KESB, wobei Frau Onken - wie meist - einen oft zwiespältigen Eindruck hinterliess...

    Während Co-Moderatorin Christa Rigozzi einen guten Job machte, wie zwei andere Medien dies heute berichten.

    TAGESANZEIGER :

    Rigozzis Anmoderation war souverän – danach referierte sie ebenso souverän Tweets und Zuschauer-Telefonate.

    BLICK :

    Christa Rigozzi machte einen soliden Job und präsentierte Stimmen aus dem Publikum – obwohl sie im Vorfeld hart kritisiert worden war.

    42 3 Melden
  • Trump's verschwiegener Sohn 12.06.2017 10:00
    Highlight Schwander und seine SVP hatten ja schon mit dem Thema Verdingkinder ihren sehr "eigenen" Umgang bei der Vergangenheitsbewältigung, wie auch bei allen anderen dunkeln Kapiteln der CH-Geschicht wie z.B. dem Nazigold (welches den Juden nach dem Vergasen von den gezogenen Zahnen getrennt wurde). Für einen Patrioten hat das eigene Land nie etwas falsch gemacht.
    11 5 Melden
  • HeraclitusForEver 12.06.2017 09:58
    Highlight Professionalisierung dürfte durchaus Sinn machen. In vielen Kantonen scheint dies jedoch vor allem durch eine Verstärkung juristischer Kompetenzen umgesetzt worden zu sein.

    Immerhin, im Kt. Bern müssen die KESB Präsident/innen (KESB) künftig nicht mehr zwingend Juristen sein:
    "Die im Juristenjargon verfassten Verfügungen seien für die Betroffenen oftmals nicht verständlich. Und wenn Juristen das Sagen hätten, und nicht etwa Sozialarbeiter, gerate die Menschlichkeit in den Hintergrund.

    http://www.derbund.ch/bern/kanton/Weniger-Macht-den-KesbJuristen------/story/13345853
    5 1 Melden
  • mogad 12.06.2017 09:48
    Highlight Rigozzi hat ihre Sache gut gemacht. Was schon gut ist kann nur noch besser werden. Ganz stark: Frau Amherd. Was mich am meisten stört, hat nichts mit der Sendung zu tun, sondern mit dem Datenschutz. Während ein Herr Kast alles sagen darf, alles behaupten darf, von dem vielleicht nicht alles wahr ist, darf die KESB aus Gründen des Datenschutzes nichts zum Fall sagen. Sie kann immer nur auf die Stellen und Statistiken hinweisen, die ihre gute Arbeit bestätigen und mit dem Gesetz kommen. So ungleich lange Spiesse sind eines demokratischen Rechtsstaates unwürdig.
    69 6 Melden
  • Unverständlich 12.06.2017 09:33
    Highlight Fakt war doch, dass die KESB im vorliegenden Fall nicht korrekt gehandelt hat. Ob es richtig war, was Kast gemacht hat, soll jeder für sich entscheiden. Sich allerdings KESB-Leiter hinzustellen und Lausbubenhaft mehr Geld zu verlangen statt sich der Verantwortung zu stellen ist genauso daneben wie sich ein Urteil zu bilden ohne die Fakten zu kennen. Dabei ist es doch im Prinzip einfach: Das Wohl des Kindes muss im Mittelpunkt stehen. Dabei sollen die Massnahmen sorgfältig abgewogen werden. Im Fall Kast konnte ich das nicht erkennen. Auch die Wegnahme der Kinder von den Eltern traumatisiert...
    12 60 Melden
    • Cubbie 12.06.2017 10:44
      Highlight Dann bist du also dafür, dass man Kinder problemlos in einem Umfeld aufwachsen lassen kann, in dem sich die Eltern schlagen? Was, wenn sich die Eltern nicht mehr nur gegenseitig die Köpfe einschlagen, sondern sich noch Schwächere zum Prügeln suchen? Wann sollte denn die KESB eingreifen? Erst wenn die Kinder physischer Gewalt ausgesetzt sind? Ist es dann nicht schon zu spät? Nur mal so zum Nachdenken, falls du in deiner Nachbarschaft mal etwas bemerken solltest.
      44 5 Melden
    • Macke 12.06.2017 10:49
      Highlight Woher weisst du, was bei den Kasts im Haus abgegangen ist? Von Herrn Kast selbst? Der ein massives Interesse daran hat, sich selbst als Märtyrer hinzustellen?
      Um einen Einblick in die Arbeit vom Jugendamt in Deutschland zu erhalten, kann ich dir Sophie Seebergs Bücher empfehlen (trotz der reisserischen Titel). Danach kriegt man einen anderen Blick auf Institutionen, die sich mit Familienstreitigkeiten und Missbrauch beschäftigen. Keine Behörde nimmt einfach so die Kinder aus den Familien raus. Dazu braucht es handfeste Gründe.
      42 2 Melden
    • Unverständlich 12.06.2017 15:44
      Highlight @Cubbie
      Du unterstellst mir hier etwas, dass ich gar nicht gesagt habe. Lies bitte Postings, bevor Du reagierst. Ich bin nicht dafür Kindsgefährdungen zu dulden. Meiner Meinung nach (basierend auf dem Film) hat die KESB hier aber Ihre Arbeit nicht getan und keine Hilfestellung angeboten. Die Kinder aus Ihrem Umfeld zu reissen schadet den Kinder sicherlich mehr seelisch gesehen. Mir fehlt eine Begleitung vom KESB und eine Unterstützung für die offenbar überforderte Mutter (und höchstwahrscheinlich auch dem Vater)
      2 4 Melden
    • Cubbie 13.06.2017 11:18
      Highlight Wir haben doch den selben Bericht gesehen? Du hast explizit geschrieben, dass die KESB nicht korrekt gehandelt hat. Darauf bin ich eingegangen. Meine Schwägerin arbeitet bei der KESB und sie begleitet die Familien, in denen Probleme auftreten. Wie soll die KESB denn einer Familie helfen, wenn der Vater die Kinder ausser Land schafft? Wir haben im Beitrag sehr viel von Herrn Kast gehört, die Stellungnahme der KESB fehlte aus juristischen Gründen. Und dann interpretierst du irgendwelche Dinge hinein. Darum mein Satz, dass du hier wohl nicht auf das Kindswohl achtest.
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  • Kunibert der fiese 12.06.2017 09:31
    Highlight "Mein Gott, eine Mutter, die dem Alten mal eins schlägt, wenn er blöd tut, das traumatisiert ein Kind nicht schwer."

    Man ersetzte das wort mutter durch vater und macht aus "dem alten" die alte und dann bin ich gespannt was frau onken dazu sagen würde.
    Häusliche gewalt geht oftmals vom mann aus, aber diese aussage entlarvt frau onkens doppelmoral und erweist dem feminismus einen bärendienst
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    • JoeyOnewood 12.06.2017 11:03
      Highlight alles richtig in ihrem Kommentar ... wäre es allerdings nicht geschickter, den Nickname zu ändern, wenn wir schon übr Gewalt und Geschlechter sprechen? der Post wirkt irgendwie absurd dadurch...
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    • Kunibert der fiese 12.06.2017 11:51
      Highlight Ich mag wortspiele. Aber ja, das watson diesen namen durchgehen liess ;-)
      5 2 Melden
    • FrancoL 12.06.2017 11:55
      Highlight Frau Onken ist schon lange eine Selbstläuferin, die der Sache der Frau eh nichts mehr bringt.
      Solche Auftritte zeigen dass man sie besser für Mann und Frau nicht mehr beachten sollte.
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    • Kunibert der fiese 12.06.2017 13:15
      Highlight @joey wurde angepasst :-)
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  • Thinktank 12.06.2017 09:29
    Highlight Die Welt ist total aus den Fugen. Es wird geköpft, explodiert, erstochen, mit Fahrzeugen Menschen wie Vieh abgeschlachtet. In ihrer Hilflosigkeit versuchen die guten Menschen das Übel wie immer an der Wurzel zu packen und Gewalt generell zu verbieten. Niederschwellige Gewalt ist aber eine Form der Kommunikation. Ohrfeigen, Fluchen, Beleidigungen sind letzte Warnungen nach Grenzüberscheitungen, bevor gröberes Geschütz aufgefahren wird. In der Schweiz werden zigtausend Menschen sinnlos kriminalisiert und der Kinder beraubt, weil Linke ihren rosaroten Kuschelzoo und Gefängnis installiert haben.
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    • Daniel Caduff 12.06.2017 11:20
      Highlight Ich bin sicher, für die Behauptung "zigtausend Menschen sinnlos kriminalisiert und der Kinder beraubt" hast Du irgend eine nachprüfbare Quelle, die Du nur vergessen hast anzugeben.
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  • Stichelei 12.06.2017 09:14
    Highlight «Mein Gott, eine Mutter, die dem Alten mal eins schlägt, wenn er blöd tut, das traumatisiert ein Kind nicht schwer.» Genau wegen Personen wie Onken ist für mich "Feministin" mittlerweile zum Schimpfwort verkommen, obewohl oder gerade weil ich zu 100% für die Gleichberechtigung der Geschlechter bin. Zusammen mit Alice Schwarzer trägt Onken den Femminismus zu Grabe.
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    • olive 12.06.2017 14:37
      Highlight Sorry, aber Sie tun Schwarzer Unrecht. Beobachten Sie einmal aufmerksam, was sie heute tut und was die modernen Gender-Feministinnen tun..
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  • pun 12.06.2017 08:37
    Highlight Fand die Sendung fast unerträglich. Erst die Fremdscham Onken und Schwander gegenüber, die sich offensichtlich verrannt haben, ohne die Fakten zu kennen. Dann - das war nicht wirklich anders zu erwarten - am Telefon direktbetroffene und aufgewühlte Familien, die dank Schwander denken, es würde eine politische Hexenjagd gegen sie geführt werden, statt anzuerkennen, dass ihre Kinder nicht ihr Eigentum sind und sie auch unabhängig von den Eltern Rechte haben. Zu ihren Fällen konnte eh niemand etwas sagen, weil niemand die Akten kannte.

    Spannende Versuchsanlage, mit diesem Thema aber unmachbar.
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  • _kokolorix 12.06.2017 08:12
    Highlight Ich finde es ist schlicht dumm auf den paar wenigen grenzwertigen Entscheidungen von einzelnen KESP Mitarbeitern herumzureiten. Das ist typischer SVP Stil, man pflückt ein paar negativ Beispiele heraus und reitet dann mit aller Macht darauf herum. Dass die Behörde in tausenden von Fällen richtige Interventionen macht, ganz viele Kinder und Behinderte vor Missbrauch schützt und viele überforderte Eltern davor bewahrt gewalttätig zu werden geht völlig unter. Wenn es trotzdem Mal zu einer Eskalation kommt, dann ist die KESP schuld weil sie nicht eingriff...
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  • Daniel Caduff 12.06.2017 08:00
    Highlight Julia Onken erinnerte mich gestern mal wieder an Alice Schwarzer: Zwei ehemalige Ikonen der Frauenbewegung, die offenbar irgendwann mal falsch rechts abgebogen sind. Dass eine Frau, die sich jahrelang für die (weiblichen) Opfer häuslicher Gewalt einsetzt, im Fernsehen propagiert "es sei nicht so schlimm, wenn eine Frau dem Alten mal eins schlägt" dürfte ihre eh schon angeknackste Glaubwürdigkeit nachhaltig beschädigen. Vielleicht sollte sie sich besser mit Alice Schwarzer und Eva Hermann zum Kaffee treffen, anstatt noch mehr im TV aufzutreten.



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    • Karl33 12.06.2017 09:03
      Highlight Trotzdem ist es gut, wenn Feministinnen hin und wieder ihr wahres Gesicht zeigen. Wenn man bedenkt, dass Gewalt und Misshandlungen gegen Kinder in jungen Jahren in der Mehrzahl von Frauen bzw Müttern ausgeht, ist es wichtig, dass man dies erstens aufzeigt und zweitens Gewalt von Frauen genauso verurteilt.
      Heutzutage argumentieren jedoch viele Feministinnen so wie Onken, frau sieht sich ja stets selbst als Opfer, also seien Schläge Notwehr und gegen Männer sogar feministische Pflicht.
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    • Baccara 12.06.2017 10:11
      Highlight ..okay - ich sehe jetzt den Zusammenhang mit Alice Schwarzer nicht. Alice Schwarzer ist immerhin die einzige der aktiv auftretenden Feministinnen die den Hype um die Moslems und deren Frauenunterdrückung nicht teilt. Oder sollte sie etwa auch, damit die Kirche (oder Moschee) im Dorf bleibt?
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    • Daniel Caduff 12.06.2017 11:17
      Highlight @Karl 33
      Ziemlich viel Chauvinismus zwischen Deinen Zeilen... Nicht "Feministinnen" haben ihr "wahres Gesicht gezeigt", sondern Julia Onken hat Scheisse erzählt. Und Frau sieht sich auch nicht "stets selbst als Opfer". Gibt viele Frauen, die das nicht tun.

      @Baccara
      Den Zusammenhang habe ich in der Formulierung "falsch rechts abgebogen" versteckt.

      Schwarzer wird mittlerweile von PEGIDA zitiert, Julia Onken an der Seite von Leuten wie Schwander, dessen Partei dagegen war, dass Vergewaltigung in der Ehe strafbar ist.

      Leute wie Du, die vom "Moslem-Hype" lafern, zeigen klar, wo sie stehen.
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    • Baccara 13.06.2017 07:55
      Highlight Herr Caduff - ich nehme schwer an, Du hast dich definitiv nicht mit dem Islam an und für sich auseinander gesetzt. Und ich spreche nicht vom IS, sondern von den frauenverachtenden Haltungen der mehrheitlich islamischen Länder.

      Aber ja macht ja nichts, wenn man sich darüber keine Gedanken macht, als Mann ist man auch nicht tangiert.
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    • Daniel Caduff 13.06.2017 09:12
      Highlight Ich bin ungläubig und halte wenig bis nichts von Religion. Ich wehre mich gegen menschenverachtende Haltungen, egal im Namen welches komischen Gottes sie begangen werden. Man kann aber nicht einerseits argumentieren, man sei gegen Frauenverachtung und umgekehrt ist dann aber Verachtung einer ganzen Glaubensgruppe legitim.

      Du hättest meine vollste Unterstützung, wenn Du die Verachtung unabhängig des Absenders anprangern würdest. Und dich mit derselben Vehemenz auch gegen die Protagonisten aus "Abrahamitische Märchen Teil 1 + 2" stellen würdest.
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    • Baccara 14.06.2017 08:59
      Highlight ...Daniel - grundsätzlich bin ich gegen jede Verachtgung gegenüber Menschen. Wer sich aber freiwillig z.B. dem Brüderverein anschliesst, tangiert mich in meiner Freiheit ja nicht. Wenn ich aber den ganzen Protektionismus und die Verständnishescherei der 'Feministinnen' gegenüber moslemischen Flüchtlingen sehe, wird mir übel.
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  • SJ_California 12.06.2017 07:49
    Highlight Der Reporter-Film war ziemlich einseitig. Vieles, was für die Diskussionen relevant gewesen wäre, wurde leider nicht beleuchtet. Die beiden Kasts sind mir nach dem Film jedenfalls unsympathisch geworden und es ist klar ersichtlich, dass zwischen den beiden mehr Probleme vorhanden sind als sie zugeben. Ohne die Akten genau zu kennen glaube ich deshalb, dass die Kesb nicht ganz unrichtig gehandelt hat.
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    • huck 12.06.2017 09:39
      Highlight Ja, gut, wenn man an die KESB nicht mehr Ansprüche hat, als dass "sie nicht ganz unrichtig handelt", dann ist ja alles gut.
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    • _kokolorix 12.06.2017 21:45
      Highlight @huck
      In den Situationen wo die KESP intervenieren muss ist 'nicht ganz unrichtig' verdammt nah am Optimum. Es ist viel einfacher alles falsch zu machen, wie es vorher mit der Laienvormundschaft ab und zu geschehen ist
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  • pamayer 12.06.2017 06:42
    Highlight Helden gibt es in solchen Geschichten keine.

    Wenn die Kesb ins Spiel kommt, ist schon viel mehr als Geschirr zerschlagen. Da geht es wohl nur noch um Schadensminderung.

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  • Sapere Aude 12.06.2017 05:23
    Highlight Eine Frauenrechtlerin die häusliche Gewalt von Frauen gegenüber Männer bagatelisiert kann ich nicht ernst nehmen. Als Direktbetroffener kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Kind dadurch genau so traumatisiert wird. Nur spricht niemand über diese Form der häuslichen Gewalt.
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    • Jakal 12.06.2017 08:43
      Highlight Der Sapere Aude kriegt für diesen Beitrag Blitze. Das finde ich fast noch unglaublicher als die Aussage von Frau Onken ...
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    • FrancoL 12.06.2017 09:45
      Highlight Das ist völlig richtig, zudem es wird über viele Formen von häuslicher Gewalt nicht gesprochen!

      Offensichtlich ist ein Teil der Gesellschaft nur bereit die rohe Gewalt, das Zuschlagen zu verurteilen.

      Doch psychische Gewalt ist mE, gleich von wem sie ausgeübt wird, genau so traumatisierend wie die rohe physische Gewalt.

      Da müsste man besser hinschauen und nicht alles übersehen, weil es eben auch Fälle gibt wo die psychische Gewalt auch von Frauen aus geht.
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    • Baccara 12.06.2017 10:20
      Highlight Genau, ich sehe jetzt nicht, wo der Unterschied ist zwischen Frau schlägt Mann oder Mann schlägt Frau.
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    • Sapere Aude 12.06.2017 10:39
      Highlight Ich hatte das Glück, dass mein Vater mich mit 3 Jahren zu meinen Grosseltern gebracht hatte, denn damals gab es sowas wie das KEBS nicht. Ich hatte zwar nie bewusst und direkt miterlebt, wie mein Vater von meiner Mutter geschlagen wurde. Als ich mit 9 Jahren davon erfuhr, war alleine dieses Wissen jedoch genug traumatisch um mein Leben nachhaltig zu beeinflussen. Mir geht es auch nicht um das Ausspielen von Männer gegen Frauen und umgekehrt. Leider wird von Frauen verübte Gewalt gegenüber Männer bis heute aus gesellschaftlichen Gründen tabuisiert und ich finde das muss angesprochen werden.
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    • Sapere Aude 12.06.2017 15:59
      Highlight Der Blitzer oder die Blitzerin meines letzten Kommentars scheint entweder etwas persönliches gegen mich / die KEBS zu haben oder anzuzweifeln das Männer ebenso Opfer von häuslicher Gewalt werden kann. Getraut sich diese Person sich auch dazu zu äussern, oder versteckt sie sich lieber hinter der Anonymität des Internets?
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Innerer Dialog - Heute: Sommer

Motzzentrum: Immer so heiss. Immer so heiss. Immer so heiss.  

Empathie: Silvia hat imfall auf Facebook gepostet, dass es bei ihr in den Wanderferien im Death Valley noch viel heisser ist.  

Ironie: Etwa mit einem Screenshot der Wetter-App?! Neiiiii, wie originell, du.  

Logik: Wenigstens sind die im Death Valley ehrlich mit der Namensgebung, ich war gestern in Bern, das im Moment eigentlich «Burn» heissen müsste.  

Ironie: Ou du, Gratulation, ein Hitze-Wortspiel, …

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