Schweiz

Der Student Donat Kaufmann will mittels Crowdfunding die Titelseite von «20 Minuten» kaufen. 
Bild:screenshot/youtube

Wieso will dieser Mann die Titelseite von «20 Minuten» kaufen? «Ich fühle mich wie mitten in einem Tornado»

Mit seinem Vorhaben, nach einem SVP-Inserat die Titelseite der Gratiszeitung «20 Minuten» zu kaufen, ist Donat Kaufmann über Nacht berühmt geworden. Der 26-Jährige über Gaga-Wahlkampf, Parteienfinanzierung und den Vorwurf, für «20 Minuten» zusätzliche 126'000 Franken zu sammeln. 

25.09.15, 09:35 29.09.15, 11:55

Donat, du hast das erfolgreichste Schweizer Crowdfunding-Projekt aller Zeiten lanciert! Über 4000 Leute unterstützen dich bereits. Wie fühlt es sich an?
Eigentlich gut. Der Lärm ist auch etwas unheimlich.

Warum unheimlich? Freust du dich nicht?
Doch natürlich freue ich mich. Es ist nur etwas unheimlich, dass ich es plötzlich mit einer riesigen Masse von tausenden unbekannten Menschen zu tun habe. Ich muss ihnen jetzt gerecht werden. Aber das nahm ich ja in Kauf.

Den Inseratenplatz für die «20 Minuten»-Titelseite hast du ja reserviert oder?
Natürlich.

Dann kann ja nichts schief gehen. Was erhältst du für Reaktionen auf dein Projekt?
Die Reaktionen in meinem Umfeld sind sehr positiv. Meine Freunde sind mitverantwortlich, dass das Projekt überhaupt zustande kam. Sie haben mich schon im Vorfeld sehr bestärkt. Auf Social Media wird natürlich nicht zu knapp Häme ergossen, über den Studi mit den langen Haaren, der auch noch Donat heisst und wohl nichts Besseres als das in seinem Leben zu tun hat. Aber dies zeigt genau sehr eindrücklich auf, wie viele Leser sich mit dem Konsum von Schlagzeilen begnügen, um sich eine Meinung zu bilden. Genau das macht man sich im Wahlkampf zunutze.

«Ich war noch nie Protagonist eines Shitstorms.»

«Mir langets!» – Das Projekt

Das Crowdfunding-Projekt «Mir langets!» entstand als Reaktion auf die von der SVP gekauften Titelseite der Gratiszeitung «20 Minuten» vor zwei Wochen. Am 14. Oktober will der Badener Donat Kaufmann mithilfe von 27'763 5-Franken-Spendern die Titelseite von «20 Minuten» für 138'815 Franken ebenfalls kaufen.
Die Namen aller Unterstützer und den Satz «Unsere Aufmerksamkeit könnt ihr kaufen, unsere Stimmen nicht» sollen auf seinem Inserat zu sehen sein.
Das Projekt wurde zu einem grossen Erfolg. Innerhalb von 48 Stunden war bereits über ein Viertel des Projekts finanziert, mehr als 4000 Menschen machten mit, pro Minute meldeten sich zwei neue Unterstützer – ein Rekord für die Crowdfunding-Plattform wemakeit.ch. Geld fliesst erst, wenn das Finanzierungsziel erreicht ist. Doch es sieht gut aus: «Gemäss unserer Erfahrung sind 90 Prozent der Projekte, die 30 Prozent des Finanzierungsziels erreichen, erfolgreich», sagt Melina Roshard von wemakeit.ch. (rar)

Verletzen dich diese Kommentare?
Sie bleiben schon etwas länger haften als die positiven Rückmeldungen, die ja eigentlich überwiegen. Die Situation ist einfach sehr ungewohnt. Ich war noch nie Protagonist eines Shitstorms. Ich fühle mich wie mitten in einem Tornado. Aber damit lernt man wohl umzugehen.

Es ist ja kein richtiger Shitstorm. Du hast einen Nerv getroffen. Kein anderes Projekt auf wemakeit.ch war jemals so schnell, so erfolgreich wie deins.
Tatsächlich scheint es viele Menschen zu beschäftigen. Aber diese Wahlkampf-Kampagne war auch ein Steilpass. Das ist eine Dimension von Klamauk-Wahlkampf, die ich noch nie erlebt habe. Darüber rege offensichtlich nicht nur ich mich auf.

Was regt dich denn so auf?
Diese Amerikanisierung des Wahlkampfs finde ich problematisch. Show und Politik vermischen sich immer mehr. Gerade in einem Land wie der Schweiz, wo Bürger verhältnismässig viel Mitbestimmungsrecht haben, ist es doch wichtig, Themen nicht emotional aufzublasen, sondern sachlich anzugehen. Es kann nicht sein, dass die Partei mit dem griffigsten Slogan und dem grössten Budget die Wahlen gewinnt und nicht die mit den besten Argumenten und Lösungen.

«Offengelegte Budgets helfen, das Bild einer Partei zu vervollständigen und federn die Ungleichheit zumindest ein bisschen ab.»

Was willst du dagegen tun, dass die eine Partei mehr, die andere weniger Geld zur Verfügung hat?
Für mich als Wähler ist in erster Linie wichtig zu wissen, woher dieser Überschuss kommt. Wer nimmt Einfluss auf eine Partei? Wer hat ein Interesse daran, dass eine bestimmte Partei gewinnt? Und aus welchen Gründen? Offengelegte Budgets helfen, das Bild einer Partei zu vervollständigen und federn die Ungleichheit zumindest ein bisschen ab.

Zur Person

Donat Kaufmann studiert Germanistik, Anglistik und Philosophie an der Universität Zürich. Der 26-Jährige Badener ist Gitarrist bei der Schweizer Band One Sentence. Supervisor. (rar)

Würdest du Parteiwerbung in Medien komplett verbieten wollen?
Es soll durchaus Plattformen geben, auf denen Parteien ihre Meinung äussern können. Ungünstig ist, wenn sich nur jene Parteien mit dem grossen Portemonnaie diese Plattformen leisten können und bestimmen, worüber geredet wird. Es bräuchte also gewisse Regeln, um zu verhindern, dass es zu dieser Einseitigkeit kommt. Aber ich bin kein Politiker. Die Regeln können die gewählten Politiker aufstellen. 

«Ich nehme jetzt halt in Kauf, dass Tamedia an mir, oder besser an uns, gutes Geld verdient.»

Denkst du nicht, dass die Menschen genug intelligent sind, sich nicht zu stark von Parteiwerbung beeinflussen zu lassen?
Ich denke, nicht jeder kann oder will sich die Zeit nehmen, um sich vor den Wahlen intensiv mit Parteiprogrammen, Vorstössen und Kandidaten auseinander zu setzen. Deswegen haben Headlines in Medien und griffige Slogans von Parteien einen so grossen Einfluss – egal ob sie wahr sind oder nicht, egal ob sie dem Parteiprogramm entsprechen oder nicht. Das muss uns bewusst sein.

Denkst du, deine Kampagne kann das vermitteln? 
Ich hoffe es. Immerhin reden wir gerade darüber.

Um das zu erreichen, sammelst du aber 126'000 Franken für den grossen Medienkonzern, der die Titelseite seiner grössten Zeitung überhaupt erst an die SVP verkauft hat. 
Das stimmt. Grundsätzlich finde ich das eine berechtigte Kritik. Nur geht es bei dieser Aktion eben nicht in erster Linie um die Machtkonzentration in der Medienlandschaft, sondern um die Art und Weise, wie Wahlkampf betrieben wird. Auch ich finde es problematisch, dass die Schweizer Medienlandschaft dominiert wird von zwei bis drei grossen Konzernen. Aber man kann nun mal nicht alle Themen auf einmal ansprechen. Man geht Kompromisse ein. Und ich nehme jetzt halt in Kauf, dass Tamedia an mir, oder besser an uns, gutes Geld verdient.

Gerade jetzt müsstest du doch lieber Geld für die Flüchtlinge sammeln.
Diese zwei Themen gegeneinander auszuspielen, bringt nichts. Flüchtlingsprojekte sind extrem wichtig, doch es gibt bereits dutzende Organisationen, die sich diesem Thema angenommen haben. Was Flüchtlinge vor allem brauchen, sind politische Lösungen. Und diese fordern einen sachlichen Umgang mit der Thematik. In einem fairen Wahlkampf kann ich jene Politiker wählen, die das tun. So wird den Flüchtlingen noch viel besser geholfen.

Wen wirst du denn wählen?
Für die Kampagne spielt das eigentlich keine Rolle.

Bild: helvetzin

#GoVoteCH

#GoVoteCH ist eine Compilation mit 3 x 26 Tracks aus der Schweiz. Und #GoVoteCH will die Wahlbeteiligung erhöhen: Die 78 Artists rufen deshalb für den 18. Oktober 2015 zur Wahl auf. Denn: «Im Bundeshaus wird vieles entschieden, das im Alltag Auswirkungen hat. Wählen ist ein Privileg. Wer kann, soll.» #GoVoteCH ist ein Projekt der Zeitschrift «Helvezin».

Die SVP ja wahrscheinlich nicht. Hast du nicht Angst, am Ende noch Werbung für die Partei zu machen?
Es geht mir ja auch nicht bloss darum, die SVP schlecht zu machen. Ich will, dass wir uns überlegen, was für einen Wahlkampf wir wollen. Mag sein, dass die Kampagne auch die Befürworter des SVP-Wahlkampfs mobilisiert. Die Gegner werden aber genauso mobilisiert, wenn nicht noch stärker.

Donat Kaufmanns Spendenaufruf auf Youtube. 
YouTube/Mir langets

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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Helvezin 10.10.2015 17:39
    Highlight Lieber Donat, wir freuen uns auf den 14.10.2015. Ein schönes Symbol.
    0 0 Melden
  • Petrarca 25.09.2015 14:27
    Highlight Was im aktuellen Wahlkampf läuft ist ja wirklich fast schon tragisch. Wer tatsächlich eine Partei (oder Politiker, egal welcher politischen Gesinnung) wählt, bloss weil sie "lustige" Youtube-Videos hat, einen "witzigen" Song in der Charts bringt oder am besten über andere motzen kann, sollte das Wahlrecht abgeben müssen. Mal ehrlich, wählt man so auch seinen Chirurgen aus? "Hmm, also der hier hat ein Studium, Fachtitel und zehn Jahre Berufserfahrung. Aber hey, schau mal, der da hat ein lustiges Video auf Youtube und schreibt, der andere Arzt sei scheisse. Den nehm ich!"
    66 13 Melden
    • INVKR 25.09.2015 16:14
      Highlight Er würde eben nicht nur sagen der andere Arzt sei scheisse, sondern er würde dir einreden, dass du schlimme Krankheiten hast von denen du bisher noch gar nichts wusstest und dass er der einzige Arzt sei der sie behandeln würde. Die anderen seien alle wahlweise korrupt oder imkompetent. So funktioniert SVP.
      52 9 Melden
  • Tropfnase 25.09.2015 12:22
    Highlight Apropos Donat! Dunking Donats kommt in die Schweiz freu!! 😊
    54 14 Melden
  • DerWeise 25.09.2015 11:28
    Highlight Die SVP ist zwar "am lautesten" und stellt am meisten "Freaks", aber warum der Durchschnitts-Linke nur bei diesen drei Buchstaben aufschreit und z.B. bei FDP und CVP keinen Murks macht, obwohl sich deren Politik zum grossen Teil nur im Stil von der SVP unterscheidet und ansonsten genauso schädlich ist für den Normalbürger, wird mir immer ein Rätsel bleiben....

    Sein Ziel find ich gut, aber diese Aktion ist für die Tonne, wie die Zeitung selbst, welche als Plattform dient. Aber danke für die Kohle....
    40 78 Melden
    • Kastigator 25.09.2015 11:49
      Highlight Das ist schlicht nicht wahr. Das Problem ist, dass die SVP in den Medien am meisten Kommentare und damit Klicks auslöst. Entsprechend wird über andere Parteien (und Opposition gegen andere Parteien) viel weniger geschrieben. Und wenn man sich nun wie du seine Infos nur an wenigen Orten holt, kann dieser Eindruck entstehen.
      63 19 Melden
    • DerWeise 25.09.2015 12:34
      Highlight Offenbar hast meinen Kommentar weder gelesen noch verstanden.

      "Und wenn man sich nun wie du seine Infos nur an wenigen Orten holt"

      Danke für die Beleidigung, wie kommst du den darauf?
      21 12 Melden
    • Capoditutticapi 25.09.2015 14:27
      Highlight Ich sehe es auch so, dass die anderen Rechtsparteien ähnliche Positionen wie die SVP vertritt. Die sind ja auch legitim. Wie du aber richtig schreibst: Es ist der Stil der SVP, der für mich schlicht gar nicht geht. Sie berteiben Polemik und verbreiten Unwahrheiten und lassen dem allgemeinen Dummbürger so Sorge um seinen Job machen. Überhaupst Ängste schüren scheint mir das Erfolgsrezept der SVP zu sein. Jedes Politikplakat dieser Partei droht mit einem Horrorszenario, dass niemals eintreffen würde. Tja, aber so gewinnt mal Wahlen
      22 9 Melden
    • Kastigator 25.09.2015 14:58
      Highlight Davon musste ich ausgehen, o DerWeise, weil dir ansonsten die Proteste gegen CVP- und FDP-Vorstösse bewusst wären. Aktuell z.B. in Luzern, gegen den CVPler Graf und den Parteilosen (FDP-nahen) Schwerzmann. Ich kann das "wie du" aber auch gern streichen.
      1 3 Melden
    • stiberium 25.09.2015 15:23
      Highlight Weil FDP und CVP eben nicht so ein TamTam machen wie die SVP. Das zeigt sich ja eben in den Abstimmungsresultaten der letzten Jahre. Genau darum läuft ja die Aktion von Donat.

      Wenn von 1'500'000 erreichten Menschen täglich nur 10 % sich Gedanken machen weshalb sie für eine bestimmte Partei stimmen ist das doch sicher ein Erfolg und nicht für die Tonne?
      11 1 Melden
    • DerWeise 25.09.2015 16:54
      Highlight @Kastigator

      Tja, ich dachte es geht primär um die Parteienfinanzierung. Oder liest du weder Artikel noch Kommentare richtig?

      Mein Punkt war, das die FDP z.B. genau so viel Kohle ( und wahrscheinlich indirekt noch viel mehr durch die ganzen Wirtschaftsverbände) einsetzt, dies aber Dummy nicht beachtet wird, weil dieser - weil er evt wie du "seine Infos nur an wenigen Orten holt" - und so das Gefühlt hat, dass nur noch die SVP (schlechte) Politik gegen den Normalbürger betreibt. Und immer und überall, wo SVP draufsteht gleich Pickel kriegt, während FDP und co (nennen wir sie doch die anständigen Asozialen) im Stillen ihre Schandtaten begehen.
      5 5 Melden
    • Kastigator 25.09.2015 17:38
      Highlight Dein Kommentar erwähnt die Parteienfinanzierung allerdings mit keiner Silbe. Aber ich versteh jetzt, was du meinst. 2011 hat die "Bilanz" allerdings hochgerechnet, dass die SVP viermal mehr Geld eingesetzt hat als die anderen Parteien zusammen.
      9 4 Melden
  • Libertas 25.09.2015 10:57
    Highlight Die "Amerikaniesierung" der Politik ist nur zu begrüssen. Die SVP macht das vorbildlich und holt die Politik aus ihrem Dunstkreis der Langeweile heraus und macht sie einer breiteren Masse zugänglich. Politik ist sexy, sie ist nicht immer so bitterernst, wie viele tun, sie kann Spass machen, sie ist manchmal Show und Entertainment. Letztlich geht es in der Politik darum, wie wir unser Leben in der Gemeinschaft führen wollen. Und da sollen alle mitreden können. Der gute Donat hat sich da etwas verrannt. Aber ich begrüsse diese Inszinierung, auch wenn er damit das tut, was er eigentlich ablehnt.
    35 273 Melden
    • stadtzuercher 25.09.2015 11:04
      Highlight oje, libertas. "Und da sollen alle mitreden können", aber wenn dann der donat und viele andere tatsächlich mitreden, dann "haben sie sich verrannt"? erst gehirn einschalten, dann posten.
      171 22 Melden
    • herpderpschlerp 25.09.2015 11:09
      Highlight für diesen entertainment brunz dürfen sie gerne RTL und Pro7 einschalten und sich von leuten ihres niveaus berieseln lassen. politik ist nunmal was ernstes und das ist auch richtig so, sie soll, meiner meinung nach, nicht sexy und entertaining sein
      146 13 Melden
    • farrah 25.09.2015 11:24
      Highlight politik hat rein gar nichts mit sexy und entertaining zu tun, das sind wichtige entscheidungen, die die zukunft der schweiz bestimmen und vorallem auch die jungen betreffen, da gehts nicht um spass!
      109 5 Melden
    • Dewar 25.09.2015 11:33
      Highlight Da bin ich ganz klar anderer Meinung. Politik hat in erster Linie sachlich zu sein. Für "Show und Entertainment" gibt es Comedians, das Internet und Katzenvideos. Es sollte die Sache im Mittelpunkt stehen, nicht die Person. Heute ist es bereits so, dass viele Politiker wichtige Abstimmungen verpassen, weil sie sich lieber um ihren Wahlkampf kümmern. Und Mitspracherecht hat jetzt schon jeder, dazu brauchen wir keinen Blocher in Badehosen o. ä. Für mich persönlich wird Politik immer unattraktiver, je näher sie einem Zirkus kommt, in dem sich jeder nur selbst inszeniert.
      61 2 Melden
    • DerWeise 25.09.2015 11:34
      Highlight @Libertas

      Amerikanisierung? Warum?

      Etwas damit auch absolute Spinner und Hirnbeschnittene wie Erich Hess sich in die Reihe von gekauften Politiker a la Sarah Palin, Bachmann und co einreihen könnnen?

      Na dann gute Nacht
      54 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.09.2015 12:31
      Highlight Die Amerikanisierung meint weniger den von Libertas gewünschten Unterhaltungswert als vielmehr die Tatsache, dass immer mehr nur noch das Geld und nicht mehr das Volk entscheidet. Entweder ist also Libertas Multimillionär, denn in den USA können nur solche sich einen ernsthaften Wahlkampf leisten oder er versteht einfach die Welt nicht.
      27 8 Melden
    • Karl33 25.09.2015 17:58
      Highlight In der Tat tut die SVP genau das.
      Und ein Viertel der Schweizer findens geil.
      Weil sie A) entweder milliardenschwer und Profiteure einer solche Entwicklung sind, oder weil sie B) bildungsfern und naiv sind.
      18 1 Melden
    • Darkside 27.09.2015 06:35
      Highlight Wenn Politik zu Show und Entertainment verkommt haben wir alle verloren
      3 0 Melden
  • 7immi 25.09.2015 10:42
    Highlight Nun zu den Fakten:
    Der wahlkampf 2011 zum Vergleich.Auf vimentis findet man folgendes zitat:"Zum Beispiel gab die SVP für den eidgenössischen Wahlkampf 2011 mit 7.7 Mio. Sfr. am meisten aus. Darauf folgten die FDP mit 7.1 Mio. Sfr.,die SP mit 4 Mio. Sfr., die CVP mit 3.8 Mio. Sfr., die Grünen mit 2.4 Mio. Sfr. und zuletzt die BDP mit 1.3. Mio. Sfr."
    Das ergebnis bei den wahlen?Am meisten hatte die svp,dann sp und dann fdp.Der aufmerksame erkennt,dass sp und fdp den rang gewechselt haben,obwohl die fdp rund 3 mio mehr investiert hat.Also hinkt der direkte zusammenhang ausgaben/erfolg erheblich.
    23 123 Melden
    • Benjmi 25.09.2015 11:27
      Highlight Sie schauen sicherlich auch manchmal Fussball, glauben sie auch da dran das das Geld der Klubs keine Rolle spielt? Nur weil die Ausgaben nicht immer mit der Rangliste übereinstimmen?
      88 8 Melden
    • 7immi 25.09.2015 11:37
      Highlight Nein, schaue ich nicht. Und genau diesen umstand will ich ja zeigen. Es kommt mehr darauf an, mit welcher partei sich mehr leute identifizieren können als wer wieviel ausgibt.
      8 36 Melden
    • Kastigator 25.09.2015 11:56
      Highlight Vimentis ist SVP-dominiert. Die "Bilanz" hat die Kosten des SVP-Wahlkampfs 2011 auf 22 bis 25 Mio. geschätzt. Mit dem von dir genannten Betrag hätte sie nicht flächendeckend alle grösseren Bahnhöfe über Wochen ausnahmslos mit ihren hässlichen Plakaten in Nazi-Farben (Schwarz-Weiss-Rot) usurpieren können. Ausnahmslos jeder Leuchtkasten zeigte ausschliesslich SVP-Werbung. Von der Gratiswerbung durch die Bauern ganz zu schweigen.
      Und 2015 gab die FDP bereits in den letzten Monaten mehr für Inserate in der Sonntagspresse aus, als die SP für den ganzen Wahlkampf zur Verfügung hat (TA).
      52 13 Melden
    • 7immi 25.09.2015 15:25
      Highlight @kastigator
      Nope. Vimentis, ehemals vernunft schweiz, ist ein gemeinnütziger verein. Er wird regelmässig von links und rechts beschuldigt, nicht neutral zu sein, was durchaus für neutralität spricht.
      7 3 Melden
    • Kastigator 25.09.2015 15:49
      Highlight Das ändert nichts an den tatsächlichen Kosten des Wahlkampfs. Und die SVP ist auf Vimentis sowohl in den Beiträgen wie den Kommentaren überrepräsentiert.
      4 4 Melden
  • jk8 25.09.2015 10:38
    Highlight Donut for President!
    103 26 Melden
  • TheRabbit 25.09.2015 10:34
    Highlight Gutes Interview, gute Statements und vorallem sachlich geführt. Danke
    173 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.09.2015 09:55
    Highlight Vielleicht haben gewisse Parteien auch einfach mehr Geld, weil sie von vielen leuten unterstützt werden. Schon mal daran gedacht, lieber Donat? Und weil erfolgreiche Leute die Parteien unterstützen. Leute die hart arbeiten, die was für den Wohlstand in unserem Land beitragen.
    53 244 Melden
    • Menel 25.09.2015 10:25
      Highlight Oder weil sie von Unternehmen finanziert werden, deren Interesse sie im Parlament (nicht mit Parolen und irrwitzigen Initiativen) vertreten.
      Einfach mal Parlamentsabstimmungen anschauen, dann sieht man nämlich, wer sich wirklich für das Volk einsetzt. Kleiner Tipp, es ist nicht die Partei, die das V-olk im Namen trägt.
      181 19 Melden
    • ovatta 25.09.2015 10:30
      Highlight Ist es denn so falsch, wissen zu wollen in wessen Interesse diese gewissen Parteien agieren?
      145 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.09.2015 10:31
      Highlight Mehr Leute? Das ist unrealistisch. Reichere Leute und Firmen, Industrie und Wirtschaft. DIE bringen das grosse Geld. Nicht 100 oder meinetwegen auch 1'000 Durchschnittsbürger mehr.

      111 10 Melden
    • tschoo 25.09.2015 10:36
      Highlight Genau, und das Schlüsselwort gibst du mit "vielleicht" gleich selber. Wir werden es nie wissen, weil die Geldflüsse eben nicht transparent sind. Die Kernaussage der Kampagne scheint somit leider an dir vorbeigegangen zu sein.
      82 4 Melden
    • Thomas F. 25.09.2015 10:38
      Highlight Da möchte ich wiedersprechen. Die SVP Wählerschaft wird gemäss der Wahlanalyse von 2011 von Vimentis wie folgt umschrieben:

      "Die so­zio­demo­gra­fi­sc​he und sozioökonomische Ana­lyse der Wählerschaft der Verlierer-Partei der Wahlen 2011 ergibt fol­gen­des Bild: SVP-Wähler sind überdurchschn​ittlich alt leben vorwiegend in ländlichen Regionen weisen ein tiefes Bilungsniveau auf haben ein tiefes Einkommen"

      Das hohe Budget der SVP kommt also von sehr wenigen, sehr wohlhabenden Personen, deren Beitrag zum Wohlstand in der Schweiz bescheiden ist.


      107 5 Melden
    • Kian 25.09.2015 10:38
      Highlight Vielleicht. Vielleicht sind es auch einige wenige schwerreiche Parteimitglieder. Schwer zu sagen, da es in der Schweiz kein Gesetz zur Offenlegung von Parteispenden gibt.
      107 5 Melden
    • TheRabbit 25.09.2015 10:40
      Highlight 1. Das Sozialsystem ist wohl der Eckpfeiler der Erfolgsgeschichte Schweiz. Wohl oder übel nicht die Errungenschaft der SVP.
      2. Ich vermute mal, dass die Grossspender der Parteien keine Wohltäter sind. Jeder Rappen der gespendet wird hat einen Hintergedanken.
      3. Wenn die Personen so erfolgreich sind, dann wird es Ihnen auch nichts ausmachen, dass die Parteien die Spenden offenlegen.
      78 7 Melden
    • stadtzuercher 25.09.2015 11:06
      Highlight man hört allenthalben, dass die svp+fdp von ausländischen firmen unterstützt wird, um diesen in der politik mehr einfluss zu geben... beispiel kasachstan mit den lobbyfirmen farner etc zeigt wie das geht. weshalb will die svp die fremden geldgeber nicht offenlegen?
      52 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.09.2015 11:15
      Highlight Naja, gegen eine Offenlegung der Geldgeber habe ich auch gar nichts gesagt. Aber ich finde die Finanzierung durch grosse Firmen nicht weiter schlimm. Den grosse Firmen sind wichtig, zumindest für jeden der nicht von Luft und Liebe lebt. Und auch reiche Firmenbosse, vor allem, wenn sie die Firmen gegründet haben, sollten nicht immer die Bumänner sein. Denn was gibt es sozialeres als eine Firma zu gründen und anderen Menschen somit eine Arbeit zu sichern? Den unsere gute Gesellschaft lebt nicht von denen, die rumsitzne und meckern. Sondern von denen die was wagen und auf die Beine stellen.
      16 34 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.09.2015 11:30
      Highlight @menel - Das S und das V im Namen dieser Partei sind blanker Hohn.
      26 11 Melden
    • Angelo C. 25.09.2015 12:06
      Highlight @kian : Richtig, und hier ist es meist nur Einer, der sich diese Kampagnen finanziell mit links leisten kann, nämlich das führende Parteimitglied, der Vizepräsident und Multimilliardär Christoph Blocher. Und wenn da noch der Auto-Frei mitzieht, dann sieht man, dass da nicht gross ausserhalb der Partei um Spenden von Lobbyisten gerungen werden muss. Jedes Parteimitglied kann mit seinem Geld die Seinen ganz legal finanziell unterstützen, gegen das ist auch nichts einzuwenden.

      Persönlich bin aber der Ansicht, dass eine Offenlegung der Legate Sinn macht, da dies mehrheitlich int. Standard ist.
      30 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.09.2015 12:33
      Highlight Thomas F.
      Glaubst du ernsthaft, dass die offengelegte svp-Wählerschaft mit ihren wichtigsten finanziellen Gönnern übereinstimmt?
      9 9 Melden
    • Kastigator 25.09.2015 12:43
      Highlight Thermomix, was soziales Unternehmertum ist, sehen wir jeden Tag ... Auch und gerade bei der durch Blocher-Tochter Martullo geleiteten Ems: In den letzten Jahren wurden über 1000 Arbeitsplätze in die EU ausgelagert, die Firma beschäftigt in der Schweiz 45% Ausländer - und fakturiert wird über ein luxemburgisches Steuerschlupfloch. Moubotz, "Schweizer Qualität", wie die SVP sich in glänzender Realsatire beschreibt.
      29 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.09.2015 12:43
      Highlight Je mehr man von svp-Wählern liest, desto klarer wird, warum die svp diese Leute so an der Nase herumführen kann.
      Wäre so viel Desinformation nicht so erschreckend, müsste man laut darüber lachen. Das Problem ist, dass man es ihnen leider nicht mal erklären kann, weil es dafür zwischen Angst, svp-Religion und Aggression keinen Platz mehr gibt in diesen Köpfen.

      Jetzt werd ich gleich wieder als Linke beschimpft, obwohl ich auch das noch nie war. Aber das ist genau dieses Kopf-Problem dort. Da gibts nur Schwarz oder Weiss und auf keinen Fall selbständiges Denken. Nur Parolen oder Nachplappern.
      33 14 Melden
    • stiberium 25.09.2015 15:35
      Highlight @Rhabarber
      <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3
      Von mir bekommst du nur Herzli!!
      8 5 Melden
    • ovatta 25.09.2015 23:40
      Highlight Nennt sie nicht svp, denn das ist sie nicht.
      5 3 Melden

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