Schweiz
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Walt Disney's Mickey Maus, rechts, als Zauberlehrling in einer Szene des Zeichentrickfilms 'Fantasia 2000' mit einem eimertragenden Besen. Nach dem klassischen Stueck 'Der Zauberlehrling' von Paul Dukas wird auch Mickey die Geister, die er rief, nicht mehr los.  (KEYSTONE/AP Photo/HO/Walt Disney Pictures/Buena Vista)

Wehe, wenn die Situation ausser Kontrolle gerät. Zauberlehrling Micky Maus mit seinem Wasserträger-Besen. Bild: AP WARNER BROS. BUENA VISTA

Kommentar zur ECOPOP-Initiative

Die SVP hat ihre Zauberlehrlinge nicht im Griff

Obwohl die Partei Ecopop ablehnt, wird ein Grossteil der SVP-Wähler an der Urne ein Ja einlegen. Es bleibt zu hoffen, dass sie die einzigen sind.

22.10.14, 12:31 23.10.14, 08:12

Alle kennen die Geschichte von Goethes übermütigem Zauberlehrling, der selber ein bisschen wie sein Meister zaubern will und dabei fast die ganz grosse Katastrophe anrichtet. 

Nun findet sich die SVP in einem ähnlichen goetheschen Drama wieder. 

20 Minuten meldet, dass 53 Prozent von rund 13’000 befragten Lesern die Ecopop-Initiative im Zweifelsfall annehmen würden. Gewiss, man kann einwenden, dies sei nur eine unrepräsentative Umfrage eines Onlineportals mit SVP-lastiger Leserschaft. 

Aber dasselbe Onlineportal hatte das Ergebnis der mindestens so unsinnigen Minarett-Initiative mit einer ähnlichen Umfrage richtig vorhergesagt, während die etablierten Demoskopen mit ihren Prognosen um bis zu 20 Prozent daneben lagen und am Abstimmungssonntag fassungslos in ihre Mikrophone stotterten. 

Auch die ersten Parolenfassungen in der SVP unter Einbezug der Basis lassen aufhorchen. Der Hardliner-Kern in der Auns hat die Ja-Parole zu Ecopop beschlossen und die Zürcher SVP nur sehr knapp nicht. 

Dies, obwohl von Bundesrat über Parlament und sämtlichen grossen Parteien die gesamte institutionelle Schweiz eine klare Nein-Parole ausgegeben hat. 

Es sieht so aus, als ob die Lehrlinge des grossen politischen Zaubermeisters der SVP übermütig werden. Was nicht verwunderlich ist. 

Kein klarer Positionsbezug gegen Ecopop

Statt sich klar gegen Ecopop zu positionieren, lanciert die SVP den Wahlkampf 2015 mit einer «Sozialhilfe-Wahnsinn»-Kampagne, die naturgemäss Assoziationen mit den fremdenfeindlich gefärbten Schlagworten «Asylbewerber» und «Einwanderung in die Sozialhilfe» weckt. Und das just in der heissen Phase des Ecopop-Abstimmungskampfes. 

Gleichzeitig können es die üblichen Verdächtigen unter den SVP-Exponenten nicht lassen, dem Bundesrat in Sachen MEI-Umsetzung permanent auf allen Kanälen Untätigkeit vorzuwerfen, und so die Angst zu schüren, das Volks-Ja zur MEI werde schnöde ignoriert. Die alte Gewohnheit des Bundesrats-Bashings abzulegen, ist offenbar auch im Angesicht einer möglichen Katastrophe nicht denkbar. 

Messerstecher, Passräuber, Fremde loswerden

Und diese ganz auszuschliessen, ist nicht gescheit. Denn ein beträchtlicher Teil der Stimmbürger will jetzt haben, was die SVP ihnen über Jahre und Jahre in sämtlichen Wahl- und Abstimmungskämpfen versprochen hat: Die unmittelbare Möglichkeit, an der Urne eine sichere und freie Schweiz zu schaffen. Eine ohne Messerstecher, Passräuber, Scheinasylanten, linke Ratten oder schwarze Schafe. 

Dass es keine SVP-Initiative ist, die das jetzt endlich möglich macht, sondern die von ein paar Einzelmasken gestartete Ecopop, mögen die eingefleischten SVP-Gegner komisch finden. 

Aber das ist es nicht. 

Denn mit einem einfachen «In die Ecke! Besen, Besen, seid's gewesen!» liesse sich Ecopop nicht wieder wegzaubern.  



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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60
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    Alle Leser-Kommentare
  • DerWeise 08.11.2014 20:21
    Highlight Seit der MEI hat sich an folgendem nichts geändert:
    - Riesengewinne bei Unternehmen
    - 40-50 jährige auf dem Abstellgleis trotz "Fachkräftemangel"
    - Stagnation im Wirschaftswachstum/Kopf
    - verwässerte Zweitwohnungsinitiative und Raumplanung
    - krasse Mieten
    - stagn. Löhne
    - hohe Infrastrukturkosten
    - ungelöste Umweltprobl.
    - ect
    übrigens sind dabei Schweizer wie Ausländer gleichermassen betroffen

    und bis jetzt habe ich abgesehen von "Wir müssen uns halt alle etwas einschränken" nichts schlaues gehört. Keine ausgesteuerte Fachkraft wird sich von so einem fantasielosen Kommentar umstimmen lassen
    1 0 Melden
  • DerWeise 08.11.2014 20:09
    Highlight Dass in einem Ecopop-Kommentar so oft "SVP" vorkommt ist schon verwunderlich....
    Die Initiative wurde erstens vor und zweites aus anderen Beweggründen als die MEI lanciert (welche ich auch ablehnte).
    Mann kann von der Initiative halten was man will, aber eine so offensichtlich unsachliche Kampagne von Wirtschaft, Presse und Politik ist wohl eher kontraporduktiv für Seiten der Gegner. Vor allem, da bei der MEI, welche sich nur durch das Offenlassen konkreter Zahlen und dem Inländervorrang unterschieden hatte, die Debatte sehr sachlich wahr. Jeder aufgeweckte Mensch kommt da ins Stutzen...
    0 0 Melden
  • Schneider Alex 23.10.2014 14:56
    Highlight Erstaunlich ist die geringe Sensibilität der Politikerkaste gegenüber der Stimmung im Volk.
    4 2 Melden
  • Zeit_Genosse 23.10.2014 07:30
    Highlight Das gefährliche an Ecopop ist ja nicht das Inhaltliche, sondern eine explizite numerische Beschränkung die in die Verfassung geschrieben werden soll. Das ist wie ein Auto ohne Steuerrad.
    9 3 Melden
  • Amanaparts 22.10.2014 21:02
    Highlight Ich finde Initiativen werden immer mehr zum Problem. Komm wir lösen ein langfristiges Problem mit kurzfristigen katastrophalen Folgen. Ecopop ist nur die Spitze des Scheissbergs.

    Ich habe eine Idee:
    Initiativen definieren nicht wie bisher eine mögliche Lösung sondern schildern lediglich ein Problem. Dieses Problem übernimmt das Parlament und erarbeiten mögliche Lösungen. Lösung SVP, SP, CVP etc. Wir Stimmen danach über alle Vorschläge gleichzeitig ab. Die Umsetzung erfolgt durch die Partei, dessen Vorschlag gewonnen hat.

    P.S. Toller Beitrag Maurice! Keep it up.
    9 2 Melden
    • Zeit_Genosse 23.10.2014 07:16
      Highlight Dafür müssen sie erst eine Initiative lancieren und gewinnen. Go for it. Es ist ein guter Ansatz, das WAS als Initiativ-Input per Initiative einzubringen und das WIE dem Parlament zu überlassen, um dann das WAS/WER an der Urne zu entscheiden.
      3 1 Melden
  • MediaEye 22.10.2014 20:11
    Highlight Das hier nenne ich neutral;


    http://www.infosperber.ch/Dossier/Pro-und-Contra
    2 12 Melden
    • goschi 22.10.2014 20:29
      Highlight MediaEye, können Sie der ganzen Userschaft von watson nicht einfach einen Gefallen tun und sich auf die Finger setzen, statt jedes Thema mit unsinnigen Postings zu fluten?
      Es ist eine peinliche Selbstdemontage die Sie hier betreiben, nicht mehr.
      11 3 Melden
    • Angelo C. 23.10.2014 12:36
      Highlight Goschi und MediaEye : Es fällt halt schon unliebsam auf, wie Goschi und Konsorten gegen alles und alle wettern, die sich eine objektive und vom ultralinken Käse abgewandte Ansicht leisten. Diese sollen am am wohl am Besten verschwinden und vermeindlichen Platzhirschen marxistischer Prägung hier unumschränkt das Feld überlassen. Aber so nicht, denn ich gehe (trotz Allem...) nicht davon aus, dass es die Absicht von WATSON war oder ist, hier eine Dependance der WOZ einzurichten ;-)! Sobald man nicht auf einer Linie mit diesen lernresistenten Herren ist, hat man "keine Argumente", ist nur unfreundlich und unerwüscht. Das kanns aber gewiss nicht sein, also wohlan...
      5 5 Melden
    • goschi 23.10.2014 13:12
      Highlight Angelo, derart beleidigt ob der Realität, dass ihr fremdenfeindlichen und ignoranten Aussagen widersprochen wird, dass Sie weiterhin nur beleidigen und abwerten können?
      Sie sind der einzige hier, der hier wiederholt unfreundlich und beleidigend ist.
      3 2 Melden
  • MediaEye 22.10.2014 20:10
    Highlight http://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/Fremdenfeindlich
    2 9 Melden
  • amazonas queen 22.10.2014 18:17
    Highlight Nein, ich denke es wäre gut, Ecopop würde angenommen. Persönlich halte ich sie für falsch. Gleichzeitig ist sie jedoch die einzige Möglichkeit, den Spuk zu beenden. Mit so einer extremen Initiative wären die Bilateralen am Ende. Im Prinzip per sofort. Dann wäre Klarheit, ob es blühende Landschaften gibt oder eine Katastrophe. Vermutlich muss das Volk lernen. Auch das ist direkte Demokratie. Viele glauben, direkte Demokratie bedeutet, dass Volk irrt nie.
    7 14 Melden
    • goschi 22.10.2014 19:30
      Highlight Nur würden die selben, die uns diese Scheisse einbrocken sich dann direkt weiterhin in der opferrolle wähnen.
      Schuld wäre die EU, die nur Böses will und niederträchtigerweise nicht nach des Schweizers Pfeiffe tanzt, ergo wäre der lerneffekt gegen Null, der Schaden immens und die Dummen würden sich in ihrer Wahl sogar noch bestätigt sehen.
      22 5 Melden
  • MediaEye 22.10.2014 17:36
    Highlight äussern sich auf jeder möglichen Plattform zu wort, genau so fanatisch wie die Anhänger von Freikirchen.
    Dass es keine SVP-Initiative ist, die das jetzt endlich möglich macht, sondern die von besorgten Umweltkreisen im Verein Ecopop, mögen die eingefleischten SVP- Anhänger kaum verdauen, und erst recht nicht die von ihrem Idealismus abgefallenen roten und grünen von der SP und den Grünen

    3 15 Melden
  • MediaEye 22.10.2014 17:31
    Highlight Dieser Artikel ist eine absolute Frechheit gegenüber all denjenigen Bürgern, welche sich grosse Sorgen um Umwelt und Lebensbedingungen in der Schweiz machen!
    Ich erwarte eine umgehende Entschuldigung des Autors für dieses niederträchtige und wissentlich falsche Pamphlet !!!!
    Seit wann sind Journalisten nicht mehr neutral und lassen ihre persönliche Sicht einfliessen? Und seit wann ist es denen denn erlaubt, so unter der Gürtellinie gegen die Initianten zu schiessen?

    20Minuten ist nicht die Weltwoche oder die BaZ; aber die Anhänger der Sekte namens Folchspartei und deren Guru vom Herrliberg
    5 27 Melden
    • dickmo 22.10.2014 18:02
      Highlight Sehr geehrte/r Herr/Frau MediaEye

      Vielen Dank für Ihre Reaktion! Sie mögen den Kommentar als niederträchtige und wissentlich falsches Pamphlet auffassen, das ist Ihr gutes Recht.

      Meine Pflicht ist es, in neutralen Nachrichten- und kommentierenden Meinungsbeiträgen über Ecopop zu informieren.

      Vorliegender ist ein als solcher gekennzeichneter kommentierender Beitrag und dient dazu, Transparenz bezüglich meiner Haltung zu Ecopop und SVP zu schaffen.

      Diese Transparenz bin ich Ihnen als treuem Leser schuldig.

      Eine Entschuldigung nicht.

      Mit freundlichen Grüssen

      Maurice Thiriet
      32 1 Melden
    • Gleis3Kasten9 22.10.2014 18:16
      Highlight Da oben steht doch was: Ach ja, "Kommentar". Hm, Sachen gibts, vielleicht ist das weniger eine neutrale Sichtweise und stattdessen ein Kommentar von Seiten des Autors zu einem aktuellen Themas?
      19 1 Melden
    • phreko 22.10.2014 18:32
      Highlight Warum soll ein Journalist neutral sein? Abonnieren sie doch einfach Agenturmeldungen.

      Um ihre "Bildungslücke" zu schliessen, hier noch ein kleiner Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Journalistische_Darstellungsform

      Einfach mal ein bisschen die "Meinungsäussernden Darstellungsformen" bestaunen. Vielleicht Öffnet dies ja ein bisschen die Augen.
      20 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • qumquatsch 22.10.2014 16:54
    Highlight Liebe Watson-Redaktion
    So sehr ich inhaltlich die meisten Beiträge schätze, finde ich (im Gegensatz zur Diskussion über Satire), dass Kommentare als solche gekennzeichnet werden sollten. Das ist nur fair und bietet denen die Möglichkeit, welche vielleicht nicht ganz auf Watson'scher politischer Linie sind, diese auch als solche wahr zu nehmen (von angrenzendem Populismus mal zu schweigen).
    Es geht mir auch darum News und wissenschaftlichen Artikeln, also sogenannt "objektiven Beiträgen" etwas mehr Kraft zu verleihen.
    Ich freue mich über Feedback und hoffe dies wird konstruktiv verstanden.
    2 10 Melden
    • Adrian Eng 22.10.2014 17:12
      Highlight Lieber qumquatsch

      Vielen Dank für ihren Hinweis. Dazu kann ich Ihnen folgende Antwort geben: Kommentare sind bei uns durch drei Merkmale zu erkennen. 1. Steht in der Oberzeile immer «Kommentar», 2. Ist der Titel immer kursiv und 3. ist das Bild des seine Meinung äussernden Redaktors im Teaser abgebildet.
      Wir sind der Ansicht, das dies zur Abgrenzung von Informationsartikeln genügt. Denn - Sie haben völlig Recht - diese Unterscheidung muss ersichtlich sein.
      21 1 Melden
    • TJ Müller 22.10.2014 17:18
      Highlight Ist doch schon gekennzeichnet? Ganz oben heisst es "Kommentar zur ECOPOP-Initiative". Wer dies nicht versteht oder einfach überliest ist in meinen Augen selber schuld, sowas kann man von einem Leser doch noch erwarten. Zudem finde ich, dass Satiere NICHT gekennzeichnet werden sollten, oder sicher nicht noch offensichtlicher. Denn ich finde man soll den Lesern das Denken nicht abnehemen, auch wenn das irgendwie wohl dem Zeitgeist entspricht. Im Gegenteil, ich finde man sollte den Leser auch etwas herausfordern, damit sich die Leute wieder angewöhnen das Ding zwischen den Ohren zu benutzen...
      15 1 Melden
    • MediaEye 22.10.2014 17:38
      Highlight Kommentar steht da zwar, aber nichts ist kursiv; ausserdem ist dieses Machwerk eine Beleidigung für alle aufrechten und besorgten Bürger in diesem Land und Forum
      4 30 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo Wottaupott 22.10.2014 14:53
    Highlight Eine aufgeblasene Wirtschaft gibt einen lauteren Knall als eine "gesunde" wenn sie "explodiert" grüezi ECOPOP.
    14 19 Melden
    • Zeit_Genosse 23.10.2014 07:24
      Highlight Ist das Ihre einzige Sorge, wie laut der Knall ist. Der Effekt wir massiver sein und nicht mit dem Resultat das sie sich wünschen. Guet Nacht Schweiz.
      5 1 Melden
  • hektor7 22.10.2014 14:52
    Highlight Die Partei lehnt die Initiative vielleicht ab. Traurig über eine Annahme wäre rein inhaltlich wohl trotzdem niemand. Das einzige, was die SVP an dieser Initiative ernsthaft stört ist, dass sie nicht von ihnen ist und dass sie nach der Annahme der MEI jetzt halt zu einem für sie sehr unangenehmen Zeitpunkt auf der Agenda gelandet ist. Dass die Wählerinnen und Wähler solche strategischen Überlegungen bei ihrer Stimmabgabe nicht machen, ist ja wohl logisch. Wüsste man es nicht besser, würde die Ecopop wohl jeder als SVP-Initiative wahrnehmen. Gleiche Retorik, gleiche Kampagnenführung.
    19 5 Melden
    • aengler 22.10.2014 17:17
      Highlight Da wäre ich nicht so sicher. Sicher ist die SVP so fremdenfeindlich, dass ihnen Ecopop in dieser Hinsicht zu ihr passen würde, aber viele SVP-VertreterInnen sind (im Gegensatz zum grössten Teil der Basis) wirtschaftsnah, und eine Initiative, die so weit geht wie Ecopop und schon auch für die Wirtschaft ein Problem wäre, lehnen deshalb wahrscheinlich viele SVP-Politiker tatsächlich ab (nicht nur weil sie nicht von ihnen ist). Die SVP versucht normalerweise einen Spagat, gegen Ausländer und die EU zu sein, aber nicht so extrem, dass wirtschaftlich nicht zu grosse Nachteile hat.
      10 2 Melden
    • MediaEye 22.10.2014 17:40
      Highlight wobei die ECOPOP-Initiative ja eigendlich die echte ist, von der Folchspartei mit der MEi aber unterlaufen wurde, um die Oberhoheit im Luftraum über dem Stammtisch nicht zu verlieren
      7 2 Melden
    • hektor7 22.10.2014 18:46
      Highlight @aengler: Grundsätzlich sehe ich das schon ganz ähnlich wie du. Wirtschaftliche Überlegungen stehen bei der SVP-Elite sicherlich oftmals im Zentrum. Je länger je mehr habe ich aber das Gefühl, dass Ausländerfragen dann doch immer vorgehen. Beispielsweise wird ständig gegen Einschränkungen des freien Marktes gekämpft, um welches Thema es sich auch immer handeln mag. Geht es aber darum, den Firmen einen Inländervorrang aufzuzwingen, ist das dann voll in Ordnung.
      5 0 Melden
  • mauchmark 22.10.2014 14:20
    Highlight Alle Stimmbürger die mit der Stimmabgabe "ein Zeichen setzen wollen" spielen ein sehr gefährliches Spiel, das die direkte Demokratie auf kurz oder lang zerstören wird.
    Bedauerlicherweise sind aber an dieser schädlichen Entwicklung auch die Politiker nicht ganz unschuldig, indem sie Volksentscheide immer weniger als bindend anerkennen und somit diese dumme "Zeichensetzen-Entwicklung" noch fördern!
    26 7 Melden
    • goschi 22.10.2014 15:05
      Highlight Man muss aber auch sagen, dass die Volksentscheide immer weniger umsetzbar sind, zB weil sie gegen inhärente Grundlagen des Rechtstaates verstossen oder mit anderen Verfassungsartikeln kollidieren.
      Es ist immer leicht der Politik vorzuwerfen, Initiativen nicht umzusetzen, wenn diese schlicht nicht umsetzbar sind, die MEI ist dahingehend nur das neueste Beispiel.
      Dass viele Initiativen dann auch während der Abstimmunsgsphase verharmlost werden und absehbare Probleme abgetan werden ("Die MEI ist voll kompatibel zur PFZ"), hilft dann auch nicht, da werden absichtlich falsche Erwartungen geschürt.
      32 5 Melden
    • Kastigator 22.10.2014 15:48
      Highlight Ich schliesse mich Goschi an: Initiativen, die gegen die Verfassung und/oder die Menschenrechte verstossen, sollten gar nicht zugelassen werden. Den Parlamentariern fehlt allerdings meist der Mut dazu - was auch nicht erstaunt angesichts der Macht der SVP und der Wut des von ihr aufgehetzten Mobs.
      Blocher verliess den Nationalrat, um zukünftig das Parlament mittels Initiativen zu umgehen - und mit seiner Polemik und seinem Geld rechnet er sich gute Chancen aus.
      Dass die SVP nun aus der EMRK austreten will, ist ein weiteres Indiz.
      Da sollte auch rechten Demokraten gschmuech werden.
      25 4 Melden
    • MediaEye 22.10.2014 17:41
      Highlight Dies darf aber eben NICHT den Parlamentariern überlassen werden, sondern es braucht jetzt endlich ein unabhängiges Verfassungsgericht, um die Misstände zu beseitigen
      7 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas F. 22.10.2014 13:01
    Highlight Noch nie habe ich SVP gewählt und werde es wohl auch nie tun. Ich würde mich politisch eher in die Mitte einordnen. Ich überlege mir ernsthaft, ein JA in die Urne zu werfen. Mein JA ist nicht fremdenfeindlich, sondern eine Kritik an Teile der Grosskonzerne und der Wirtschaft, die vor lauter Profitmaximierung die Lebensgrundlage nach und nach zerstört.
    25 55 Melden
    • Kastigator 22.10.2014 13:20
      Highlight Und was genau erhoffst du dir davon, wenn du dein Stimmrecht missbrauchst, um "ein Zeichen zu setzen"? Und wie kannst du den offensichtlichen fremdenfeindlichen Grundgedanken einfach ausblenden? Wenn du gegen Grosskonzerne konkret etwas unternehmen willst, nimmst du die Initiative zur Abschaffung der Pauschalsteuer an und setzt dich ein für das Referendum gegen UStR III.
      Sich aus derart undurchdachten Motiven mit den "Birkenstock-Rassisten" (amtl. bewilligte Bezeichnung) in ein Boot zu setzen, ist - mit Verlaub - grenzdebil.
      63 15 Melden
    • Howard271 22.10.2014 13:20
      Highlight Eine Solche Kritik kann man auch anders ausdrücken. Ein Ja zur Initiative als "Kritik am Grosskonzernen" wäre etwa so, als würde man einem Übergewichtigen zum abnehmen statt weniger zu essen gar nichts mehr geben. Resultat: er verhungert. Dasselbe gilt für alle Konzerne - seien es nun grosse oder kleine: es ist nicht einfach ein Zeichen an sie, sondern es würde viele von ihnen komplett zerstören. Immerhin bieten diese "bösen" Konzerne vielen Leuten Arbeit. Wenn Du also ein Zeichen gegen gewisse Grossfirmen setzen willst, dann gibt es da bessere Formen, die den anderen nicht schaden.
      33 9 Melden
    • Kastigator 22.10.2014 13:28
      Highlight Im Übrigen gab und gibt es Dutzende linke Initiativen, die sich gegen die Wirtschaftsdominanz richteten und die soziale Marktwirtschaft wieder etablieren wollten - sie wurden von genau denselben, zumeist rechten Kreisen abgelehnt, die nun so unreflektiert über "die Wirtschaft!" herziehen. Genau dieselben Kreise wehren sich auch gegen straffe Raumplanung und Stärkung der Arbeiterrechte - also gegen Massnahmen, die TATSÄCHLICH etwas gegen die von Ecopop angeblich behandelten Probleme ausrichten könnten.
      Und sieht man sich die Villen der Ecopopper auf Google Maps an, ist die Heuchelei sonnenklar.
      43 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kastigator 22.10.2014 12:47
    Highlight Auf Newsnet danken etliche der rechten Kommentatoren der SVP für Ecopop - es mangelt ihnen sogar an minimalsten Kenntnissen. Wie die direkte Demokratie funktionieren soll, wenn ein so grosser Teil des Stimmvolks derart verblüffend blöd ist, lässt sich nicht nachvollziehen.
    -
    Hinzu kommt, dass Blocher seine Aufwiegelungstour skrupellos fortsetzt - schon sein Rücktritt aus dem "unnützen" Parlament war Programm - und Brand die Stimmenden direkt auffordert, "ein Zeichen zu setzen" (gestern auf Watson), was ein happiger Missbrauch des Stimmrechts ist.
    SVPler sind schlicht keine Demokraten mehr.
    56 10 Melden
    • Angelo C. 22.10.2014 13:23
      Highlight Selten soviel Bockmist in nur einem einzigen linksgefärbten Posting gelesen. Muss ja ein Riesenhass sein, der zu soviel Inobjektivität führt :-)! Dass Blocher aus dem BR durch Verrat und Komplott gemobbt wurde, hat Ihnen gewiss ungeheuer viel Beifall abgerungen, aber aus dem NR freiwillig zurückzutreten, diese Freiheit würden ihm Hetzer wie sie nie zugestehen. Also viel warme Luft in Ihrem transparenten Votum...
      11 44 Melden
    • jdd 22.10.2014 13:24
      Highlight Sie zählen sich offenbar zur intelligenteren Hälfte der Schweizer Stimmbürger... vielleicht täuschen Sie sich. Aber selbstverständlich dürfen die Linken gegen das Bundesrats-Bashing wettern und im gleichen Atemzug die grösste Schweizer Partei verunglimpfen - was von Ihnen natürlich als gerecht empfunden wird. Dabei müssen Sie wissen, dass auch Emotionen eine Form der Intelligenz sind. Dass diese die Entscheidung vieler Bürger beeinflusst, verstehen Sie vielleicht nicht. Solche Menschen aber als dumm darzustellen, ist eine Dummheit!
      9 34 Melden
    • Kastigator 22.10.2014 14:36
      Highlight Tja, habe ich also recht mit der diagnostizierten Fakten- und Leseschwäche.
      - Blocher wurde nicht "rausgemobbt", sondern angesichts seines Verhaltens und seines schwachen Leistungsausweises nicht wiedergewählt - und in den BR rein kam er nur, weil Metzler rausgeworfen wurde, was ihr nur zu gern vergesst.
      - Aus dem NR zurückzutreten, ist sein gutes Recht - diesen aber als unnütz zu bezeichnen, nicht. Das vom Volk gewählte Parlament ist ein wesentlicher Pfeiler unserer Demokratie.
      - jdd, wer der SVP dankt für Ecopop, ist ahnungslos. Genau das schreibe ich - das ist keine Verunglimpfung.
      37 6 Melden
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