Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Christophe Darbellay, Philipp Müller und Toni Brunner besiegelten im März 2015 den bürgerlichen Schulterschluss. Ihre Nachfolger setzen ihn um. Bild: KEYSTONE

Der «bürgerliche Schulterschluss» wird Tatsache – und die Linke betreibt Selbstsabotage

SVP, FDP und CVP haben ihre Führung neu bestellt. Die drei Parteien werden künftig geschlossener auftreten, was sich in der Alltagsarbeit bereits auswirkt. Die Linke reagiert auf diese Herausforderung hilflos.

25.04.16, 08:32 26.04.16, 09:47

Alain Berset ist ein besonnener Mensch. Der SP-Bundesrat neigt nicht zum Alarmismus. Umso mehr lässt das Interview aufhorchen, das am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung und im St. Galler Tagblatt erschienen ist. Bei der Reform der Altersvorsorge brauche es einen Kompromiss, «Maximalforderungen haben vor dem Volk keine Chance», warnte der Sozialminister. Insbesondere die automatische Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre wäre für die Vorlage das Todesurteil: «Das muss man klipp und klar sagen.»

Man muss nicht lange rätseln, wer der Adressat von Bersets Warnruf ist: Die bürgerliche Mehrheit im Parlament, die bei den Wahlen vom Herbst noch einmal gestärkt wurde. Und die seither ihre Muskeln spielen lässt.

Alain Berset warnt vor Übertreibungen bei der Rentenreform.
Bild: KEYSTONE

Letzte Woche trat dies an der Sitzung der Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrats deutlich zutage. Sie lehnte nicht nur jeglichen Kompromiss bei der Unternehmenssteuerreform III ab, sondern beschloss auch die Abschaffung aller Stempelabgaben und schanzte den Bauern ein nettes Steuergeschenk zu.

«Teuerste Sitzung aller Zeiten»

«So etwas habe ich in meiner ganzen Politkarriere noch nie erlebt», kommentierte der Basler SP-Nationalrat Beat Jans die Beschlüsse. Seine Partei sprach von der «teuersten WAK-Sitzung aller Zeiten», die Einnahmenausfälle von vier Milliarden Franken pro Jahr zur Folge habe. Das Referendum gegen die Unternehmenssteuerreform hat die SP bereits beschlossen, obwohl die Vorlage im Parlament hängig ist. Hoffnungen auf Nachbesserungen hat sie keine.

Bei der Rentenreform befürchtet die Linke offenbar eine ähnlicher Entwicklung. Anders lässt sich der Warnruf von Sozialminister Berset kaum interpretieren. Man erinnert sich unweigerlich an das Jahr 2003. Nachdem Christoph Blocher auf Kosten der CVP in den Bundesrat gewählt worden war, wurde das Schreckgespenst eines rechten Umbaus der Schweiz durch die neue Regierungsmehrheit von FDP und SVP heraufbeschworen.

Bürgerlicher Backlash

Ganz so schlimm kam es nicht, weil sich die «Alphatiere» Blocher und Pascal Couchepin als inkompatibel erwiesen. Und weil die Bürgerlichen mit einem Steuerpaket Schiffbruch erlitten, bei dem sie dermassen übermarcht hatten, dass die Kantone auf die Barrikaden stiegen. Nach Blochers Abwahl «normalisierten» sich die Verhältnisse, und in der letzten Legislatur von 2011 bis 2015 wurde sogar ein Linksrutsch verzeichnet.

Albert Rösti (SVP) und Gerhard Pfister (CVP) wollen sich nach links abgrenzen. Bild: KEYSTONE

Mit dieser «Herrlichkeit» ist es vorbei, nun ist der bürgerliche Backlash angesagt. Dabei ist sich die rechte Mehrheit bewusst, dass sie zumindest bei der Altersvorsorge nicht über das Ziel hinausschiessen darf. Schliesslich wurden in den letzten 15 Jahren zwei Reformvorhaben in diesem Bereich an der Urne mit Karacho versenkt. Die Erhöhung der AHV um 70 Franken pro Monat als Kompensation für die Senkung des BVG-Umwandlungssatzes wird es jedoch schwer haben.

Die drei «Neuen»

Die veränderten Machtverhältnisse finden ihren Ausdruck auch bei der Neubesetzung an der Spitze der drei grossen bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP. Während SVP-Präsident Albert Rösti per Befehlsausgabe aus Herrliberg «gewählt» wurde (so viel zum Demokratieverständnis der selbst ernannten Volkspartei), hatten Petra Gössi (FDP) und Gerhard Pfister (CVP) keine Gegenkandidaten, obwohl letzterer intern nicht nur Freunde hat.

Immerhin ist Pfister ein politisches Schwergewicht und sowohl intellektuell wie rhetorisch einer der herausragenden Köpfe in Bundesbern. Bei Petra Gössi besteht in dieser Hinsicht Luft nach oben. Das zeigte sich beim «Machtwechsel» vor einer Woche in Bern. Während ihr Vorgänger Philipp Müller, den manche vier Jahre zuvor nur widerwillig gewählt hatten, wie ein Rockstar gefeiert wurde und eine launige Abschiedsrede hielt, blieb Gössi bei ihrem Auftritt blass.

Harmonie ist angesagt

Für eine gute Zusammenarbeit dürfte dies kein Hindernis sein, eher im Gegenteil. Gössi und Pfister stehen weiter rechts als ihre Vorgänger, sie dürften gut mit dem umgänglichen Rösti harmonieren. Anders als bei den drei bisherigen Präsidenten, die «permanent auf Krawall gebürstet» waren, so der Tages-Anzeiger, dürfte die Suche nach dem Gemeinsamen dominieren. Wohin die Reise geht, ist absehbar: Mehr für Unternehmen, Bauern, Armee, Autofahrer, weniger für Umweltschutz, Entwicklungshilfe und Soziales.

Die SP präsentierte sich an ihrer DV in La Chaux-de-Fonds als zerstrittener Haufen.
Bild: KEYSTONE

Man darf die Macht der Präsidenten nicht über-, aber auch nicht unterschätzen. Sie können Pflöcke einschlagen und Richtungen vorgeben. Das neue bürgerliche Trio scheint gewillt, die günstige Gelegenheit zu ergreifen. Albert Rösti sprach im Interview mit der «Aargauer Zeitung» ausdrücklich von einem Neuanfang. Er wisse zwar, dass die Abgrenzung schwieriger werde, wenn die Parteien näher zusammenrutschen: «Aber ich sehe deutlich mehr Vorteile darin, wenn sich die bürgerlichen Parteien wieder klar von Links abgrenzen.»

SP-Flop mit dem EWR 2.0

Dort müssten längst Gegenstrategien entwickelt werden. Doch die Linke agiert nicht, sie reagiert nur. Um wenn sie agieren will, läuft es schief, wie bei bei der SP-Delegiertenversammlung vor einer Woche in La Chaux-de-Fonds. Die Parteileitung wollte ihr einen «EWR 2.0» unterjubeln, um die Schweiz aus der europapolitischen «Sackgasse» zu befreien. Doch die Idee war dermassen unausgegoren, dass die Basis die Wundertüte postwendend an den Absender zurückschickte.

Ausserdem beschlossen die Delegierten die Unterstützung des Referendums gegen das revidierte Gesetz zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF), mit nur einer Stimme Mehrheit. Damit desavouierten sie nicht nur ihre Justizministerin Simonetta Sommaruga, sondern auch die grosse Mehrheit der SP-Fraktion, die dem BÜPF im Parlament zugestimmt hatte. Statt den Bürgerlichen Paroli zu bieten, verfällt die Linke in ihre Tendenz zur Selbstsabotage.

Andere Parteien sind kaum besser. Die Grünen sind so gut wie unsichtbar, ebenso die vor vier Jahren noch gefeierte «neue Mitte». Die BDP macht nur noch dadurch von sich reden, dass sie regelmässig Wahlen verliert. Das erleichtert es den drei «Grossen», ihre Agenda durchzusetzen. Der «bürgerliche Schulterschluss», im März 2015 mit viel Brimborium zelebriert und nur drei Monate später von SVP-Präsident Toni Brunner mit Getöse aufgekündigt, ist Realität geworden.

Natürlich hat die Einigkeit Grenzen. In gesellschaftspolitischen Fragen wird die FDP ausscheren, bei sozialen Themen könnte die CVP andere Akzente setzen. Und bei Themen wie Rechtsstaatlichkeit und Europapolitik wird die SVP gegen ihre «Partner» antreten. In der Wirtschafts- und Finanzpolitik aber wird die «Dreierbande» ihre Macht ausspielen.

Die Linke wirkt hilflos. Auf sie kommen harte Jahre zu, in denen sie vorwiegend mit Abwehrarbeit beschäftigt sein wird.

Das könnte dich auch interessieren:

Entsteht in Italien das Modell eines modernen Faschismus?

Diese 15 Orte darfst du nicht besuchen. Und das ist besser so für dich

Ein schamloser Kuhhandel: Der AHV-Steuer-Deal ist eine schlaue und heikle Idee

11 Gründe, weshalb du den Sommer in der Schweiz verbringen solltest

präsentiert von

Züri-Hools gingen nach Basel zum Prügeln – das hätten sie besser sein lassen

Fact oder Fake? Experte hält Rätsel um MH370-Verschwinden für gelöst

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
137
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
137Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kza 26.04.2016 01:41
    Highlight Es gibt eben noch Parteien, deren Delegiertenversammlungen nicht wie bei den Bürgerlichen nur Abnickgremien sind. Aber sowas geht halt gerne vergessen, wenn man sich von der SP chronisch unverstanden fühlt und deshalb ebenso chronisch gegen sie schreiben muss. Gälledsi, Herr Blunschi.
    4 8 Melden
  • Spooky 25.04.2016 23:23
    Highlight Was macht eigentlich Andreas Gross beim Europarat? Denkt er noch einen Gedanken, pro Tag, an jene naiven Schweizer Bürger, die damals an ihn geglaubt haben und die sich heute mit dem Existenzminimum durchwursteln müssen? Oder denkt er nur noch an seine Karriere?
    5 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 23:49
      Highlight Frag ihn! Soviel ich weiss, hat er einen FB-Account.
      3 5 Melden
    • Spooky 26.04.2016 00:25
      Highlight Andreas Gross mag einen FB-Account haben - aber ich habe keinen. Will Andreas Gross eigentlich immer noch die Schweizer Armee abschaffen? Oder hat er es sich anders überlegt?
      5 3 Melden
  • rodolofo 25.04.2016 22:48
    Highlight Einige Grundprobleme der "Linken":
    Die "Linken" setzen sich für die Interessen von Leuten ein, die nicht stimm- und wahlberechtigt sind, wie AusländerInnen, Secondos und Secondas, Kinder, Tiere, Pflanzen und Natur-Reservate.
    Sie setzen sich für die Interessen von Leuten ein, die das gar nicht wissen, weil sie keine Zeit, oder keine Lust haben zum politisieren.
    Sie können ihren hohen Ansprüchen selbst nicht gerecht werden und sind darum unglaubwürdig.
    Die "Rechten" aber setzen sich für die Interessen von Reichen und Mächtigen ein und werden dafür belohnt mit "Blingbling".
    Wer bezahlt, befielt.
    10 6 Melden
  • Einstein56 25.04.2016 20:30
    Highlight Was schade? Endlich!
    5 11 Melden
  • Lowend 25.04.2016 16:44
    Highlight Wie kann man so schön sagen; Die Schweizer wählten den Fremdenhass und bekamen dafür Sozialabbau und dürfen dann hinterher auch noch die Scherben der neoliberalen Kahlschlag-Party zusammenkehren. Freude herrscht, bei den Profiteuren.
    33 19 Melden
    • Toerpe Zwerg 26.04.2016 07:43
      Highlight Schlagwortparty!
      2 1 Melden
    • Lowend 26.04.2016 11:19
      Highlight Man lernt halt von den hinterhältigen Methoden der Schlagwortpartei Völkischer Patrioten.
      2 1 Melden
  • Margi 25.04.2016 16:03
    Highlight Verdammte Sauerei, aber das war ja vorauszusehen.

    Diesen macht- und geldgierigen Personen geht es nur um ihr eigenes Wohl, die Bauern und das Militär - Menschen interessieren die nicht, deshalb ist die Armut in unserem Lande so hoch wie ich diese noch nie erlebt habe und wird sich - sollte man nicht gegen diese Egoisten vorgehen, noch verschlimmern.

    Wehren wir uns dagegen.
    21 17 Melden
    • Die Erleuchtung 25.04.2016 16:27
      Highlight Ja genau, Bauern sind keine Menschen!
      Und die Tausende, die in der Armee tagtäglich ihren Beitrag für unsere Gesellschaft leisten schon gar nicht.
      Und die Armut ist heute natürlich viel höher als früher 😓

      Finds schön hat jede und jeder seine eigene Realität, manchmal aber auch beängstigend...
      13 20 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 19:47
      Highlight @Die Erleuchtung;

      von Dir:
      Und die Armut ist heute natürlich viel höher als früher 😓

      was soll dieser Satz? Vergleichen wir uns mit Menschen die unter ganz anderen Voraussetzungen arm waren?
      Ist das Deine Logik?

      Haben wir uns weiterentwickelt um den Vergleich zu früheren Jahrhunderten als Massstab beizuziehen und dies auch nur bei der Armut.

      Sind wir nicht viel weiter vorne gestartet und landen womöglich weit hinter unseren Möglichkeiten in Bezug auf ein anständiges Auskommen für eine breite gut arbeitende Mehrheit?
      8 4 Melden
    • Die Erleuchtung 25.04.2016 20:40
      Highlight @FrancoL

      "Vergleichen wir uns mit Menschen die unter ganz anderen Voraussetzungen arm waren?"

      Womit genau vergleichen Sie denn?
      Wann genau war die Armut kleiner als heute? Weltweit? In der CH?

      Zudem macht es einen gewaltigen Unterschied ob wir von relativer oder absoluter Armut sprechen.
      So oder so: Es gieng den Menschen in der CH und auch den Menschen Weltweit (ja ob mans glaubt oder nicht) nie besser als heute.
      Will nicht heissen, dass alles gut ist (ou nein, noch lange nicht! Aber dieses ehwige "die Armut niemmt zu mimimi..." ist:
      1. falsch,
      2. pessimistisch,
      3. destruktiv
      3 7 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 21:27
      Highlight @Die Erleuchtung;
      Ich gebe Ihnen gerne eine Antwort und beschränke mich auf die Schweiz. Und ich ziehe den Vergleich nicht mit dem Ausland sondern Land intern. Nehmen wir die Baubranche, eine nicht kleine Branche mit vielen Beschäftigten. In absoluten Zahlen sind die Löhne nicht in Masse der Teuerung gestiegen, viele billige Jobs wurde geschaffen, teilweise durch eine bewusste Vernachlässigung der Ausbildung. Die Baubranche zeigt vom untersten Arbeitssektor bis zu den leitenden Angestellten und teilweise auch den KMUs eine klare Einbusse zu ihrer früheren Kaufkraft.
      5 2 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 21:35
      Highlight @Die Erleuchtung; Dieser Verlust an Kaufkraft führt je nach Qualifikationsgruppe zur Verarmung der Beschäftigten und das obwohl die gleiche Leistung wie vor 20 Jahren abgerufen werden muss.
      Die Branche selbst hat aber als ganzes gesehen keine Kaufkraft verloren weil die neu eingesetzten Gefässe zB GUs und TUs einen markanten Gewinn abschöpfen, der vorher gar nicht oder nicht im gleich grossen Mass anstand.
      Die untersten Qualigruppen am Bau sind heute klar ärmer als noch vor 20 Jahren, deren Kaufkraft hat abgenommen. Die Preise am Bau sind gestiegen die Verteilung hat das seine bewirkt.
      5 2 Melden
    • Kza 26.04.2016 01:43
      Highlight Äh, welchen Beitrag an die Gesellschaft leisten die Armeeangehörigen genau? Das musst du mir nochmal erklären.
      4 2 Melden
  • Le_Urmel 25.04.2016 15:14
    Highlight Mir wird nur eins klar, wenn ich alt bin und in die Pension gehe werde ich wohl in die "Eurohölle" Deutschland auswandern müssen, weil:
    - DIE Krankenkassen dort auch im Alter bezahlbar ist
    - mein eigenes Haus oder Wohnung mir gehört ohne, dass der Staat oder die Banken ihren Anteil einbehalten
    - auch Rentner noch eine Hypothek bekommen
    - es eine Pflegeversicherung gibt
    - es keine KESB gibt
    - Wohnraum immer noch bezahlbar ist
    - es keine Vermögensteuer gibt
    - die Lebenskosten allgemein niedrig sind
    9 4 Melden
  • Sapere Aude 25.04.2016 14:27
    Highlight Ich glaube nicht, dass sich die SP sich selber sabotiert, wenn die Basis nicht gleicher Meinung ist wie die Parteispitze. Ich hab das Europapapier gelesen, tut mir leid, dass wurde zurecht bach ab geschickt, nicht brauchbar. Weil die Parteispitze immer noch nicht zu geben will, das die Idee einer vereinigten Europa teilen, die EU diese Idee jetzt gerade zerstört und alleine dem internationalen Geldadel dient. Ich hoffe die SP macht nicht den Fehler nur wegen dem Schulterschluss in die Mitte zu rücken, sonst erleidet sie das gleiche Schicksal der SPÖ oder SPD.
    27 2 Melden
  • Lowend 25.04.2016 14:08
    Highlight Gegen millionenschwere Propaganda und die gekauften Medien der Rechten hat die SP nur "Handglismetes" anzubieten. Klar gewinnen da die Profis der Parteipropaganda den Kampf um die politische Agenda, denn die wahre Sorgen und Nöte der Bevölkerung werden heute eh von den hoch bezahlten PR- und Werbeprofis der Rechten und extrem Rechten in den Hinterzimmern ihrer Agenturen bestimmt. Dass 1/2 Million Schweizer arm und Wohnung und Versicherung unbezahlbar sind, interessiert da keine Sau, so lange man dem Volk den Sündenbock in Form der bösen Ausländer und der linkischen Linken präsentieren kann.
    35 21 Melden
    • chicadeltren 25.04.2016 15:05
      Highlight Natürlich ist daran die Rechte schuld: Es gibt nur rechte PR-Berater 😂 und nur rechte Journis 😂 Überhaupt die bösen Medien... Berichten alle tendentiös, wie schlimm!
      13 21 Melden
    • Lowend 25.04.2016 16:40
      Highlight Vergleiche vor dem Verdrehen der Tatsachen einfach mal die Werbebudgets der verschiedenen Parteien.
      http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/index.php/10983/so-viel-gaben-die-parteien-pro-stimme-aus
      http://www.srf.ch/news/wahlen/wahlkampf/inserate-schlacht-der-parteien-laeuft-an
      Dann sage mit eine einzige nationale Zeitung, auf welche die SP einen derartigen Einfluss hat, wie es die Rechten haben, wobei die SVP als Werbekundin inzwischen sogar ganz offen die Redaktionen, die ihnen noch nicht gehören erpresst? Und komm mir nicht mit dem linken SRF, denn da kommen Politiker wie Reimann usw. her.
      15 15 Melden
    • chicadeltren 26.04.2016 01:23
      Highlight Es gibt keine neutralen Medien. Liegt daran, dass die Berichte mehrheitlich von Menschen geschrieben werden. Ob SRF links oder rechts ist - keime Ahnung - aber er ist auf jeden Fall etatistisch. Es gab aber noch nie eine Zeit wo es einfacher war, seine eigene Meinung öffentlich kuns zu tun. Wenn die etablierten Parteien zu blöd sind Social media, Blogs, Youtube etc zu nutzen kann ich auch nichts dafür. Und es gibt sehr wohl linke wie auch rechte Medien.
      5 2 Melden
  • blueberry muffin 25.04.2016 13:56
    Highlight Die Gegenbewegung ist bereits da und sie waechst.

    Die Buergerlichen sind bei ihrem letzten Sturm. Die Millenial Generation ist "frightengly Liberal". Es ist vorbei. Climate Change will be fought. Capitalism will be fought. Racism will be fought. Sexism will be fought. Our opponents are dying. We will prevail.
    15 14 Melden
    • chicadeltren 25.04.2016 14:57
      Highlight Weil die im Geschichtsunterricht offenbar nicht aufgepasst haben. Und dann haben wir Sozialismus 2.0 bis alle merken, dass es ihnen so noch schlechter geht...
      16 23 Melden
    • Die Erleuchtung 25.04.2016 16:42
      Highlight Schön, dass heute jeder in seinem persönlichen Echoraum träumen darf ohne von diesem nervigen Detail namens Realität gestört zu werden.

      Kenne viele Millenials aber kaum eine oder einen, die/der diese linkspopulistisch, polemischen Schlagsätze unterschreiben würde. Aber Hauptsache irgend eine Behauptung in den Raum schmeissen und als Fakt verkaufen: Die millenial Generation IST.... Träum weiter ;)

      Das ist pure Wahlpropaganda - nothing else. Wer's nicht merkt ist selber Schuld.
      8 9 Melden
    • Emperor 25.04.2016 18:51
      Highlight Ich kann nur hoffen, dass du Recht behalten wirst blueberry!
      In the name of democracy!
      4 3 Melden
  • Herbert Anneler 25.04.2016 13:48
    Highlight Die Linke müsste sich auf einige wenige wichtige Themen fokussieren wie die schultergeschlusste Rechte auch. Wenn ich überlege, was mir bei Links heute in den Sinn kommt: Velowege, Kifferversuche, Ballone und Trillerpfeifen und ein Gewerkschaftsbund auf einem neoliberalen Amoklauf. Ich denke, eine pragmatische Linke mit einer intellektuell starken Führung tut bitter Not - eine Führung, die auf einen sozialliberalen Kurs hinsteuert. Dort gibt es ein Reservoir, welches die FDP, die BDP und in Zukunft auch die CVP wohl nicht mehr bedient. Allerdings hat dieses mit linken Wirrköpfen nichts am Hut.
    23 4 Melden
  • Andy 25.04.2016 13:39
    Highlight Danke für die treffende Analyse.. Nur eins könnte man noch hinzufügen: Die aktuelle Situation ist zum grossen Teil auch leider von Links verschuldet. Wenn nicht ewige Klientelpolitik betrieben werden würden - bei welcher das Prinzip mehr als die Realität zählt - hätte rechts niemals diese Macht erlangt. Und es wird noch schlimmer, denn rechts weiss die Emotionen des Volks geschickt populistisch zu nutzen während links in der eigenen "Bubble" gefangen ist. Als Wähler ist man dem hilflos ausgeliefert und strandet irgendwo in der Mitte, wo das Resultat praktisch Glückssache ist...
    18 5 Melden
  • Der Zahnarzt 25.04.2016 13:21
    Highlight Die Kernaufgabe der Linken sollte es sein, für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen. Leider scheint das die SP vergessen zu haben. Viele, die heute SVP wählen, fühlen sich durch die Linke nicht mehr vertreten und lassen sich von den Demagogen hinters Licht führen. Bsp.: Wenn ausländische Diplome oder Maturitäten bei uns anerkannt werden, dann sollten sie auch nach gleich strengen Kriterien geprüft sein. - Lieber fordert die Linke Frauenquoten, die nur einer kleinen Minderheit von meist kinderlosen Frauen nützt, die SVP oder FDP wählen.
    22 4 Melden
    • Andy 25.04.2016 13:53
      Highlight Ganz genau so ist es. Als kinderloser unverheirateter Mann mitte 30 welcher eher für Gleichstellung als für Quoten und Feminismus ist, welcher Multikulti mag, aber durchaus erkannt hat, dass wir Schweizer von der Wirtschaft gegen Expats ausgespielt werden (die könne nichts dafür!) - aus Ländern wo ein Uni-Abschluss so normal ist, wie bei uns eine Lehre - kann ich schlicht nicht SP wählen. Nichtmal hinsichtlich Datenschutz vertritt links noch meine Interessen. Und dass ich es eine Frechheit finde, was für Löhne in gewissen Berufen der "linken Lobby" bezahlt werden, macht es nicht besser.
      28 1 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 14:48
      Highlight Ich gehe mit Ihnen einig:
      Die Gerechtigkeit in den Mittelpunkt setzen, die Gerechtigkeit in allen Bereichen unseres Lebens, dies wäre, in einer Zeit in der alles auseinander driftet und weniger gerecht wird, eine FUNDAMENTALE AUFGABE. Man würde auch einige Fliegen mit einem Schlag treffen ohne sie einzel zerpflücken zu müssen.
      ABER es stellt sich die Frage: Sind wir Menschen denn so richtig ehrlich auf die Gerechtigkeit aus? Haben wird noch den Sinn für Gerechtigkeit? oder wieviele von uns sind wirklich noch Verfechter einer gerechten Sache. ich befürchte nicht mehr genügend.
      5 3 Melden
    • Wolfsblut 25.04.2016 15:40
      Highlight Zahnarzt: Sehe es genau gleich. Da sind Hunderttausende ü50 ohne Arbeit und man redet über ein Rentenalter 67. Die Mieten steigen in nie gekannte Höhen. Die Löhne sinken in allen Branchen – nicht nur in der Industrie. Erfahrung zählt nichts mehr, nur noch teuer erkaufte Theorie. Die Schweiz zerfällt in zwei Teile. In die, die noch Arbeit haben und in die, die früher oder später bei der Sozialhilfe landen. Und was setzt die SP auf ihre Agenda? Europa! Es ist zum Schreien.
      12 0 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 16:17
      Highlight @Wolfsblut; Solange unter EU die Aufarbeitung und Sicherung das Zuganges zum EU-Markt zu verstehen ist kann man aber durchaus EU freundlich sein.

      Der EU-Betritt muss weder kurz- noch mittelfristig also in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht auf der Agenda sein.
      2 3 Melden
    • Andy 25.04.2016 17:05
      Highlight @FancoL: Absolut richtig. Das Problem ist nur dass die SP kaum das meint... Generell ist ja eine 10 Mio Schweiz laut SP kein Problem etc. Man muss nicht rechts eingestellt sein um das nicht zu wollen. Das bittere ist das die SP mit ihrer "weltoffenen" Haltung dem rechten Neo-Liberalismus ala "Fachkräftemangel" in die Arme spielt. Wohl einer Bereich wo die SVP und die SP gleicher Meinung sind (auch wenn die SP sich immerhin gegen Lohndumping - wenn auch zahnlos - einsetzt). Eigentlich zynisch, dass der rechte Wutbürger nicht versteht, dass er 180 das Gegenteil erreicht von dem was er will...
      5 3 Melden
    • Die Erleuchtung 25.04.2016 17:10
      Highlight Von welcher Gerechtigkeit sprechen wir hier genau?
      Verteilungsgerechtigkeit?
      Tauschgerechtigkeit?
      Beteiligungsgerechtigkeit?
      Etc...

      Gerechtigkeit nach:
      Bedürfnisprinzip?
      Vertragsprinzip?
      Leistungsprinzip?
      Gleichheitsprinzip?
      Zufallsprinzip?
      Gleichberechtigungsprinzip?
      Maximinprinzip?
      Nachhaltigkeitsprinzip?
      Kommunistisches Prinzip?
      Etc...

      In der Ponyhof-Welt gibt es DIE Gerechtigkeit und Menschen sind nur zu böse und egoistisch um gerecht zu sein.

      In Realität gibt es verschiedenste Gerechtigkeitsdefinitionen, die alle Vor- und Nachteile haben und sich leider ziemlich häufig wiedersprechen.
      7 5 Melden
    • Wolfsblut 25.04.2016 17:22
      Highlight FrancoL: Europa war eine tolle Idee. Die Umsetzung aber hat Ungleichgewichte innerhalb der Gesellschaft und auch innerhalb der Mitgliedstaaten massiv verstärkt.
      4 1 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 17:51
      Highlight @Wolfsblut;
      Die EU noch nicht am Ende.
      Es ist nicht ganz belanglos wie die EU funktioniert, der EU-Markt ist für die Schweiz von grösstem Interesse. Sollte die EU auseinander fallen dann wird es auch für die Schweiz schwierig in die EU grosszügig zu exportieren, die Einzelstaaten werden auch wieder mit Zöllen operieren, was den Zugang für die eh schon teuren Schweizer Produkte noch mehr belasten wird.
      Die Ungleichgewichte wurden auch durch die Globalisierung verstärkt wie man weltweit sehen kann mit oder ohne EU. Auch das Ungleichgewicht in der CH zwischen Arm und Reich wurde ohne EU grösser
      3 3 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 18:00
      Highlight @Andy; Ich glaube dass auch ein guter Teil der SPler meine Version der EU-Frage teilt, vielleicht steht es nicht so in den "Statuten", aber das scheint mir nicht so wichtig.

      Eine Schweiz mit 10Mio sehen die Wachstumsfanatiker und dazu gehört sicher mal nicht die Basis der SP.

      Wenn die Linken sich einsetzen für menschenwürdige Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und dies JA auch für die Zugewanderten wird dies von der Rechten als Werbung für die Zuwanderung ausgelegt, doch das ist es nicht. Menschenwürdig sollte nicht ein Werbeslogan sein sondern eine Selbstverständlichkeit für alle.
      3 2 Melden
    • Maragia 25.04.2016 18:06
      Highlight @Andy, genau so sehe ich das auch. Ziemlich gut auf den Punkt gebracht.
      4 0 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 18:11
      Highlight @Die Erleuchtung;
      Ich habe weder Hof noch ein Pony und glaube auch nicht dass wir Menschen alle lieb und frei von Boshaftigkeit sind.
      Auch spreche ich nicht von der ultimativen Gerechtigkeit die die beiden Waagschalen auf gleicher Höhe hält. Es würde voll auf genügen etwas gerechter die Bedürfnisse, die Arbeit, die Leistung, die Nachhaltigkeit zu gestalten und dazu müssen wir nicht alle in den Ponyhof, es würde genügen wenn wir uns auf etwas weniger Egoismus besinnen könnten und uns nicht ständig leiten liessen, denn eigene Gedanken sind oft weniger ungerecht als Leitgedanken.
      4 2 Melden
    • Wolfsblut 25.04.2016 18:30
      Highlight FrancoL: Das sind doch genau die Argumente, die man immer wieder hört. Auch ich glaubte an sie und stimmte immer für die Bilateralen. Doch was nützts, wenn die, die davon profitieren, immer weniger Steuern zahlen, günstige Arbeitskräfte importieren und treue und teurere Arbeitskräfte auf die Strasse stellen? Wird dann aufgemuckt, drohen die Firmen mit Abwanderung.
      5 0 Melden
    • Der Zahnarzt 25.04.2016 19:28
      Highlight @Die Erleuchtung: Sparen Sie sich Ihre Nebelpetarden und Ihre sinnlosen Aufzählungen. Sie und Ihresgleichen wissen ganz genau, was mit Gerechtigkeit gemeint ist oder es fehlt Ihnen offenbar das Gefühl für Gerechtigkeit, Fairness und Anstand. Ich empfehle Ihnen die NZZ, dort fürchtet man die Gerechtigkeit wie der Teufel das Weihwasser und wird nicht müde, komplizierte Worte, Argumentationen etc. zu publizieren um von dem eigentlichen Skandal abzulenken, dass nämlich unser Wirtschaftssystem Ungerechtigkeit belohnt.
      6 1 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 19:38
      Highlight @Wolfsblut; Wir knicken zu schnell gegenüber den Drohungen ein. Wir sind zu vorsichtig mit dem Anzeigen (nicht bei der Polizei) von Missständen in der Gesellschaft, wir lieben das Ausgeglichene und dafür gehen wir zu schnell Kompromisse ein.
      ZB; Die ü50 die keinen Job mehr haben, schämen sich, sie klagen nicht an, sie ducken sich und verstecken sich und ja mitunter sind sie auch zuwenig flexibel und am falschen Ort zu stolz und in der Wut laufen sie zudem meistens in die falsche Richtung. Wir sind aber auch zuwenig konsequent, gehen ein paar Schritte und wenn es nicht klappt, rechtsumkehrt.
      2 2 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 19:51
      Highlight @Die Erleuchtung;
      Sie erinnern mich an meine Studienzeit. Wenn immer wir Studenten eine Aufgabe nicht erledigt hatten versuchten wir uns in unzählige Aufsplitterungen der eigentlichen Fragestellung zu flüchten, zumindest bis die Stunde vorbei war.
      Das war damals untauglich und ist es heute noch. Es zeigt lediglich dass man die Aufgabe noch nicht bewältigt oder gar verstanden hat.
      1 1 Melden
    • Die Erleuchtung 25.04.2016 20:28
      Highlight @FrancoL
      Wer jetzt hier weniger verstanden hat lassen wir mal im Raum stehen..
      Sie schreiben oben:

      "Die Gerechtigkeit in den Mittelpunkt setzen..
      die Gerechtigkeit in allen Bereichen..
      in einer Zeit in der alles auseinander driftet und weniger gerecht wird, eine FUNDAMENTALE AUFGABE.
      ....Sind wir Menschen denn so richtig ehrlich auf die Gerechtigkeit aus? Haben wird noch den Sinn für Gerechtigkeit?...."
      Bei solcher Fokussierung auf einen einzigen Begriff würde ich die Frage nach dessen Definition nicht so flappsig als lächerlich hinstellen.
      1 1 Melden
    • Die Erleuchtung 25.04.2016 20:31
      Highlight Grosse Reden schwingen kann und tut jeder! (Gilt vorallem auch für nicht-Politiker, die ganz genau wissen, wie alles besser wäre, aber noch nie versucht haben praktisch etwas zu bewirken)
      Wenns aber um Umsetzung geht, ist es dann sehr entscheidend was Sie mit Gerechtigkeit meinen (diesmal extra für FrancoL, damit Sie die Zielkonflikte erkennen):
      -Jedem das Selbe?
      -Jedem das Seine?
      -Jedem das was er erarbeitet?
      -Jedem das was er nötig hat?
      -Jedem das was er verdient?
      -Jedem das was er an Mehrwert für Gesellschaft bringt?
      -etc. (Bei Bedarf mit Gerechtigkeitstheorie zu befassen schadet nicht)
      1 2 Melden
    • Die Erleuchtung 25.04.2016 21:46
      Highlight @Zahnarzt:
      "Sie und Ihresgleichen.."
      Schön, dass Sie mich und meinesgleichen so gut kennen (gespenstisch)

      "..wissen ganz genau, was mit Gerechtigkeit gemeint ist.."
      Ich weiss nur was ich unter Gerechtigkeit verstehe, bin aber nicht so arrogant, von mir auf andere zu schliessen.

      "...oder es fehlt Ihnen offenbar das Gefühl für Gerechtigkeit, Fairness und Anstand."
      Aha, wir sind also bei den Gefühlen, (Gefühle = per Definition subjektiv) wie soll denn diese Welt gerechter werden, wenn wir Gefühle als Massstab nehmen? Ihr Gefühl für Gerechtigkeit? Meines?
      1 2 Melden
    • Die Erleuchtung 25.04.2016 21:55
      Highlight @Zahnarzt
      Ich beschäftige mich konkret mit der Lösung der Probleme, die hier so gerne diskutiert werden. Mit Ihrem "Gefühl" kommen Sie da nicht weit (weil, ich wiederhole mich: subjektiv). Das merken Sie "und Ihresgleichen" aber erst, wenn Sie mal versuchen würden etwas konkret zu bewirken. Für einen tollen online Kommentar reicht es jedoch allemal ;)
      1 3 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 22:07
      Highlight @Die Erleuchtung;
      Sie gehen Ihren Weg (das sei Ihnen sicherlich nicht genommen) das scheint mir unmissverständlich, Sie versuchen einen Begriff, der auch sicherlich verschieden ausgelegt werden kann, aber in groben Zügen bei einer grösseren Mehrheit ähnlich verstanden wird zu zerpflücken und zu relativieren weil viele Unterschiedliche Interpretation beim Zerpflücken anfallen können. Das brachte meinen Mitstudenten nichts und wird auch Ihnen nichts bringen.
      4 3 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 22:14
      Highlight @Die Erleuchtung;
      Offensichtlich sind Sie auch der Meinung , wie sie im Post an Zahnarzt schön erwidern, dass mit "Gefühl" kommt man nicht weiter, weil per Definition subjektiv. Ok kann ich verstehen.
      Sie posten eine lange, lange Liste von Gerechtigkeitsvarianten, deren Zuordnung nun mal je nach Sichtweise nur noch subjektiv sein kann, auch wenn die Namen jeweils den Standpunkt andeuten sollen, der ja auch wiederum subjektiv ist.
      Eigenartig, Subjektivität zu mahnen und selbst solche in den Raum zu stellen.
      2 2 Melden
    • Die Erleuchtung 25.04.2016 23:30
      Highlight Die von mir gepostete Liste ist eben gerade nicht subjektiv, sondern (ein kleiner Ausschnitt) aus d. Gerechtigkeitstheorie, die unter anderem Teil d. Philosophie, Ökonomie, Soziologie & Politologie ist. Das sind Geisteswissenschaften die zum Ziel haben solche subjektiven Dinge zu Kategorisieren/Systematisieren, damit nachher alle (zumindest diejenigen, die sich die Mühe machen sich damit zu befassen) vom Selben sprechen,?ein wissenschaftlicher Diskurs & letztendlich auch realistische Lösungen möglich sind.

      Schon klar kommen wir nicht weiter, wenn alle wieder bei Adam und Eva beginnen müssen😔
      0 2 Melden
    • FrancoL 26.04.2016 00:08
      Highlight @Erleucht'g; Denken Sie wirklich dass wie sie erzählen "solche Subjektiven Dinge", also auch Gerechtigkeit, nach dem Kategorisieren/Systematisieren eine weniger subjektive Sicht und Wertung erfahren wird?

      Wenn dies Ihr Ansatz ist und dabei die Subjektivität aus der Betrachtung der Gerechtigkeit gepresst werden kann, dann fangen wir wirklich bei Adam und Eva an, nicht ich aber Sie.

      Bis Sie einen wissenschaftlichen und realistischen Diskursboden finden, werden uns die Probleme schon weit überholt haben. Gute Nacht und träumen Sie, denn das ist ein Teil der Realität, so wie die Armut eine ist.
      1 3 Melden
  • chicadeltren 25.04.2016 13:13
    Highlight Wer jetzt noch nicht sieht, dass wir mit der aktuellen Rentensitustion geradeaus an eine Wand fahren, der ist wohl blind. Ob AHV oder BVG: überall erwarten uns Milliarden Schulden auf Kosten der jungen Generation! Es ist einfach nur traurig, dass Politiker, die keinen Einfluss auf Lebenserwartung und Demographie haben, mit Rentenpolitik auf Stimmenfang gehen! Das Rentensystem MUSS entpolitisiert werden und zwar sofort!
    16 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 13:19
      Highlight @chica - ...und genau weil uns überall Schulden erwarten, senken die Bürgerlichen die Steuern und bescheren uns einen Steuerausfall in Mrd.-Höhe?

      Welcome to the SVP-World.
      23 9 Melden
    • chicadeltren 25.04.2016 14:27
      Highlight Die Renten sollten eben nicht über das allgemeine Bundesbudget finanziert werden. Sprich Kapitaldeckungsverfahren, einheitlicher Beitragssatz, Umwandlungssatz an Lebenserwartung und Konjunktur angepasst. Das würde allen Bürgern ab einem Einkommen von 3000 Fr. mehr einbringen als der Status Quo, gleichzeitig könnte der Bund um 10 Mrd entlastet werden und davon könnte man dann noch locker diejenigen finanzieren, die so durch die Maschen fallen.
      3 1 Melden
  • Asmodeus 25.04.2016 12:19
    Highlight Und wir rutschen tiefer und tiefer in amerikanische/deutsche Verhältnisse.

    Weg von einer Politik der Kompromisse, tiefer in eine Politik des "ich hab mehr Stimmen als du :p"
    34 5 Melden
  • pamayer 25.04.2016 12:09
    Highlight Wer burgerlich wählt wird bürgerlich ernten. Und bezahlen. Jetzt, morgen und spätestens wenn jemand krank wird, die stelle verliert (umstrukturierung) oder ins rentanalter kommt.
    Oder kinder hat...
    35 16 Melden
  • Wolfsblut 25.04.2016 12:06
    Highlight Danke, Peter Blunschi, dass Sie die fatale Hilfslosigkeit der SP zum Thema machen. Vielleicht findet sie mit Watsons Hilfe den Weg zurück zu ihren Wurzeln und Exponenten, die mit Saft und Kraft für eine gerechtere Gesellschaft einstehen und gehört werden. 🌻
    25 3 Melden
  • Robert K. 25.04.2016 12:04
    Highlight Bürgerliche Politiker geben immer vor sich für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft einzusetzen, aber verhindern sogern Wettbewerb, sobald es für ihre Sponsoren von Nutzen ist, aktuelles Bsp. Fidleg, die Banken wehren sich, dass Anleger faire Informationen über Anlagemöglichkeiten bekommen sollen, und bereitwillig sind die Bürgerlichen Parteien, Fidleg abzuschwächen, wenn nicht zu verhindern.
    17 5 Melden
  • dracului 25.04.2016 11:58
    Highlight Die Linken erfreuen sich vor allem an ihrer eigenen Nestwärme und an ihrer historische Gewerkschaftsarbeit, während laufend Jobs abgebaut werden in der Schweiz, Inländer diskriminiert werden und Ü50 beim RAV Schlange stehen. Es wird höchste Zeit, dass sich die SP den real existierenden, gesellschaftlichen Problemen widmet!
    31 6 Melden
    • Resche G 25.04.2016 12:50
      Highlight Macht sie doch!!! Wir müssen einfach endlich auch danach abstimmen. Es ist der "schweizer" Chef der gerne einen unterbezahlten Ausländer anstellt um mehr Profit zu haben (Lohndumping Zürich abgelehnt).

      Das anlocken von Vermögen durch Steuergeschenke wird führt dazu das die Schweiz immer unattraktiver wird für die Industrie, da diese gerne dort produziert wo es nichts kostet, da hilft es auch nicht die Währung künstlich zu verbilligen.

      Oder wie währe es mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen für alle welche vom Neoliberalismus überrannt werden ? Ach ja lieber Rentenalter auf 67 ;(
      25 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 14:15
      Highlight Erklärungsversuch @Resche G. 1. Sozialpolitiker sind leider nicht dafür bekannt in der Privatwirtschaft (die mit den Herausforderungen der Globalisierung konfrontiert ist) stark vertreten zu sein. SP steht für Fairness, aber nicht beruflichen, finanz. Erfolg. 2. In der Lebenseinstellung vieler sind „die Obersten“ das Mass aller Dinge. Siehe Fussball. In einer Liga stehen praktisch immer die gleichen 2 Team$ im Finale. Die, die am meisten Kohle haben. Langweilig, doch genau diese Teams (FDP SVP) nehmen Spieler (aus Arbeiterklasse, Mittelstand) als Orientierung um auch "erfolg-reich" zu werden.
      8 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 11:32
    Highlight Schön, wie da der Geri Pfister dem Albi Rösti ein lange Nase macht... Oder handelt es sich um eine optische Täuschung?
    7 5 Melden
  • äti 25.04.2016 10:53
    Highlight Sobald das Volk merkt, dass beim tollen sparen eigentlich immer und bloss es gemeint ist und das direkt, vergeht vielleicht Euphorie.
    48 10 Melden
    • Töfflifahrer 25.04.2016 11:51
      Highlight Stimmt schon, aber ich glaube mittlerweile diese Erkenntnis ist erst da wenn es keinen Mittelstand mehr gibt, die Mehrheit am Existenzminimum rumkrebst und wir bis 70 Anbieten müssen. Dabei die Krankenkassenprämien nicht mehr bezahlt werden können.
      Also all zu optimistisch bin ich leider nicht.
      22 3 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 25.04.2016 10:32
    Highlight Eine automatische Erhöhung des Rentenalters nach statistischer Lebenserwartung ist unbedingt notwendig, daran führt über kurz oder lang kein Weg vorbei.
    52 26 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 11:33
      Highlight @keinkommentar - Und was machen Sie mit den Menschen ab 50 Jahren, die keinen Job mehr finden?
      31 4 Melden
    • seventhinkingsteps 25.04.2016 11:39
      Highlight Dann aber nur mit einem ausgebauten Kündigungsschutz über 50.
      19 8 Melden
    • Fabio74 25.04.2016 11:51
      Highlight Auf keinen Fall einen Automatismus
      14 6 Melden
    • interessierter Leser 25.04.2016 11:58
      Highlight Für die künftige Finanzierung der AHV sicher eine gute Lösung; in der Theorie. Die Erhöhung des Rentenalters würde jedoch bedeuten, dass die immer weniger werdenden Jobs auf noch weniger Arbeitnehmer verteilt werden könnten. Ein Kostenanstieg in anderen Sozialwerken wäre vorprogrammiert. Ob eine Verlagerung des Problemes wirklich die Lösung sein kann?
      20 0 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 25.04.2016 12:49
      Highlight @banda69:
      Wir sind im Internet, bitte kein Siezen, danke!.

      @banda69 & @interessierter Leser:
      Ihr stellt eine Kündigung von älteren Personen als Problem dar was ich auch so sofort unterschreiben kann, aber ich frage mich nach einer besseren Lösung. Wie können ältere Personen wieder attraktiv gemacht werden? Viele vor allem einfache Jobs werden mehr und mehr verschwinden.
      Habt ihr hier Lösungen parat?
      5 5 Melden
    • Resche G 25.04.2016 13:00
      Highlight So wir werden älter das ist so. Nun möchten wir noch ein weniger nachhaltiger Leben um nur noch halb so viel Müll herstellen. Das würde dann auch weniger Arbeitsplätze benötigen uns den Müll anzupreisen. Dazu kann und wird die Technik uns einfache Arbeiten abnehmen...

      Aber ja wiso nicht immer länger arbeiten... macht doch sinn.

      Währe es nicht sinnvoll ein Wirtschaftssystem zu haben welches als ziel hat das ALLE ein gutes LEBEN mit möglichst wenig ARBEIT haben ?
      8 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 13:15
      Highlight @keinkommentar - Nein, habe ausser dem BGE keine Lösung, aber ich bin auch nicht für die Erhöhung des Rentenalters.
      6 0 Melden
  • FrancoL 25.04.2016 10:31
    Highlight Ein Ansatz für die SP wäre; das Anbieten von Lösungen für die Menschen im Land und nicht für eine bestimmte Klientel.

    Die Probleme sind heute kaum mehr an die Klientel gebunden.

    Die Herausforderungen der Zukunft, wie zB weniger Jobs, Umwelt, Migrationgsströme um nur einige zu nennen, belasten alle oder einen guten Teil der Menschen in der Schweiz.
    Dieser weit grössere Teil der Menschen in der Schweiz ist sehr heterogen zusammengesetzt, die Probleme hingegen wenn richtig erkannt sehr klar strukturiert. Ziel der SP sollte sein für übergeordnete nicht Klientel gebundene Lösungen zu sorgen.
    30 10 Melden
    • Sillum 25.04.2016 10:39
      Highlight Kostspielig aber tatsächlich dringend notwendig wäre das Anbieten von Schulungen für "FrancoL's" welche für Argumente gegen Andersdenkende nichts anderes als tumbe Beleidigungen zur Hand haben. Leider werden diese Verunglimpfungen in den Kommentarspalten von Watson geduldet, natürlich nur, wenn sie sich an Bürgerlich gesinnte Schreiber richten.
      19 51 Melden
    • poga 25.04.2016 10:42
      Highlight @FrancoL der erste gute Kommentar den ich von dir lese.
      11 3 Melden
    • Kastigator 25.04.2016 10:56
      Highlight Sillum, wo machst du hier eine Beleidigung aus?
      30 3 Melden
    • winglet55 25.04.2016 10:56
      Highlight @Sillum, ich kann im Kommentar von FrancoL, nirgends eine Verunglimpfung sehen, sondern einen Kommentar der die Probleme der SP beleuchtet. Vielleicht würde es Ihnen gut anstehen, mal die Kommentare anderer unvoreingenommen zu lesen & kommentieren.
      30 3 Melden
    • Electric Elephant 25.04.2016 10:59
      Highlight @Sillum: Naja, er hat zumindest ein paar Argumente, während ich von dir bisher vor allem Schlagwörter ohne Begründung gesehen habe... Sorry! Völlig undifferenzierte Kommentare schreiben und nachher empfindlich sein! Mimimi... Aber klar, Du bist der einzig aufrechte Winkelried hier unter all dem linken Gesocks!
      27 5 Melden
    • Fabio74 25.04.2016 11:52
      Highlight @Sillum: Wo ist im Kommentar eine Beleidigung zu finden???
      16 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 12:09
      Highlight @Sillum Schliesse mich den anderen an. Wo ist da eine Beleidigung??
      - Könnte es sein, dass der formulierte Lösungsvorschlag von FrancoL an und für sich, für Sie eine Beleidigung ist.
      - Oder aber finden Sie den Vorschlag, nicht mehr an gewisse Klientel gebunden zu politisieren, eine Beleidigung?

      Wäre wirklich interessant zu wissen, wo für Sie die Beleidigung steckt.

      Schreiben Sie es uns.
      13 0 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 25.04.2016 13:08
      Highlight Ich denke Sillum hat sich einfach beim Antworten im Post vertan... er meinte diesen Post von FrancoL ein bisschen weiter unten:
      "Für Silum scheinen 35% Parlamentsbeteiligung in den letzten 25 Jahren eine Mehrheit darzustellen. Man sollte wirklich nicht mehr an der Bildung sparen und vielleicht für Klassen, die mit Sillums belegt sind, die Klassengrösse auf maximal 2-3 Schüler verkleinern, damit die einfachste Basis des Rechnens besser vermittelt werden kann."

      Nicht das ich Sillums Meinung wär... ganz und gar nicht. Aber hier einfach mal als Lösung des Rätels...
      9 0 Melden
    • Lowend 25.04.2016 14:15
      Highlight Die Beleidigung besteht wohl darin, dass Franco L es wagt eine andere Meinung als die Mainstream-Meinung der SVP zu haben. Sillum versucht den alten PR-Trick, sich nicht als Täter, sondern als als Opfer dieser bösen Linken darzustellen. Genau wie es der Gott der Extremisten mit seinem Holocaust-Vergleich probiert hat.
      11 10 Melden
  • interessierter Leser 25.04.2016 10:23
    Highlight Da nach dem Parlament nun auch die Parteispitzen von FDP und CVP nach rechts gerutscht sind, werden linke Anliegen im Parlament in den nächsten vier Jahren wohl oder übel Chancenlos sein. Die parlamentarische Linke wird zu defensivem Handeln gezwungen sein. Wenn ich die vergangene DV der SP ansehe, scheint dies in der Parteileitung jedoch noch nicht angekommen zu sein.

    Die nächsten Jahre werden teuer für die Unter- und Mittelschicht, aber sie bieten der Linken eine Chance sich neu zu positionieren. Ich hoffe die SP und Grünen vermögen sie zu packen!
    40 11 Melden
    • pun 25.04.2016 12:12
      Highlight Zeit für die SP, in den Bewegungsaufbau zu investieren, statt sich im Parlament wie beim Büpf an die bürgerliche Mehrheit anzubiedern, weil man ja achso kompromissbereit ist und seine eigene fichierte Vergangenheit vergisst.
      Insofern ist es gut, wie die Rechten gerade ihre Muskeln spielen lassen, vielleicht wachen so ein paar unserer KonsenspolitikerInnen auf.
      9 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 12:20
      Highlight Es gehört bekanntlich zur Politik, dass die FDP und CVP ihre Position verändern. Mussten sie doch, nach dem Verlust von Wählerstimmen.
      Die Sozialdemokratische Partei ist relativ stabil und logisch, wenn die bürgerlichen sich verschieben, verändert sich alles und es bilden sich neue Mehrheiten. Es wird nicht einfach.


      5 1 Melden
  • Resche G 25.04.2016 10:11
    Highlight Das Dilemma von linken Parteien in wohlhabenden Länder besteht darin, der Basis zu erklären, dass wir für eine gesunde Welt auf etwas von unserem Wohlstand verzichten sollten. Das sieht der einfache Bürger jedoch nicht ein... lieber versuchen alle mit rechtem Egotismus ihren Wohlstand gegenüber dem Nachbarn zu bewahren.

    Finanzsystem und Wirtschaftssystem werden so nicht langfristig weiter betrieben werden können. Das werden wir wohl erst einsehen wenn es global ökologisch und sozial brennt. Deshalb hilft es wohl den Wagen gerade zu behalten und in die Wand zu fahren !!!

    39 19 Melden
    • poga 25.04.2016 10:58
      Highlight Da bin ich anderer Meinung. Bei der MEI war manch einem Wähler klar, dass es abstriche geben könnte trotzdem wurde sie von rechts angenommen. Im Parteiprogramm der SP steht nichts von teilweise aufgeben unseres Wohlstands. Im Gegenteil. Und ein weiteres Problem kommt dazu. Wenn man mit dem Abbau des Wohlstandes nicht noch gleichzeitig in der Kultur Platz schaffen müsste für andere Kulturen, würde dass wohl auch viel eher hingenommen. Aus diesen Gründen kann eine SP auch nie der Bevölkerung erklähren warum sie auf einen Teil ihres Wohlstands verzichten soll.
      15 9 Melden
    • Resche G 25.04.2016 12:23
      Highlight Sogar verständlich, dass man ein lauschiges Plätzen gerne für sich oder seines gleichen hat.

      Was ich jedoch nicht leiden kann, ist diese Doppelmoral. Für Steuergeld von Firmen welche 99% ihres Gewinn in 3. Welt Regionen erwirtschaftet findet man doch auch immer Platz.

      Kriegsmaterial exportiert man grosszügig... Flüchtlinge will man nicht. Entwicklungshilfe ach für was... Wir kaufen dafür lieber Kampfflieger um all die Menschen ohne Perspektiven zu bekämpfen.

      Billig ist geil... unterbez. Arbeiter aus dem Ausland, einkaufen in Koblenz, Ferien in Österreich und sich dann über MEI aufregen ;(
      8 2 Melden
    • poga 25.04.2016 12:36
      Highlight @Resche ich wollte nur darauf hinweisen, dass die SP keinesfalls dazu bereit ist weniger Wohlstand in Kauf zu nehmen. Zumindest nicht für die breite Bevölkerung. Und auch dass das Klientel der SP eher bereit ist auf Wohlstand zu verzichten, als die Rechtswähler stimmt so nicht. Meiner Meinung nach.
      4 0 Melden
  • Theor 25.04.2016 10:08
    Highlight Politik ist ein grosses "Gigampfi" (oder zu Deutsch: Wippe). Einmal kommen die Linken an die Macht, bis die Leute unzufrieden sind und dann die Rechte an die Macht lassen. Bis es ihnen dann wieder zu viel wird und die Linken wieder dran dürfen...

    Kapito? Man sollte das ganze Politikgehabe nicht zu ernst nehmen, als ginge jedesmal die Welt unter. Die SVP regiert auch nur so lange, bis die Linke wieder ran darf.
    28 10 Melden
    • Tsunami90 25.04.2016 14:18
      Highlight Wann war die jemals an der Macht wie sie sagen? Dazu kommt dass dank der 7-Köpfigen Regierung eben kein alzu grosses gigampf entsteht.
      4 0 Melden
  • Amboss 25.04.2016 10:04
    Highlight Insgesamt sehr treffende Analyse.

    Man kann es auch so sagen: Dass die SP auf Abwehrhaltung geht (schon länger) ist ganz natürlich. Denn sie hat in ihren Themen etwa das erreicht, was es zu erreichen gibt.
    Mehr zu fordern (zB gerade im Bereich "Soziales") wird als ungerecht empfunden und nicht verstanden.

    Ein "grosses" Ziel fehlt.

    Natürlich gibt es noch Themen, wo die Partei dranbleiben muss, aber die ziehen nicht so richtig (zB. Energiewende, Umweltschutz, Vaterschaftsurlaub, etc...).

    Aber ihre Hauptaufgabe ist es, das bestehende zu bewahren und gegen die Abbau zu verteidigen.

    20 2 Melden
  • Luca Brasi 25.04.2016 09:50
    Highlight Gössi hat noch "Luft nach oben". Ein netter Euphemismus. Das hat mein Lehrer beim Elterngespräch über meine Leistungen in meinem Hassfach auch gesagt.
    Zur SP: Schon schlimm, wenn es innerhalb einer Partei unterschiedliche Meinungen gibt. Wie nannte man das schon wieder? Ach ja, Demokratie und Meinungsfreiheit. So sabotiert man sich nur selbst.
    37 2 Melden
    • René Obi 25.04.2016 11:16
      Highlight Das Problem ist, wenn man vor lauter Ausdiskutieren der Differenzen und kaum fertig damit, wieder neu beginnen, die eigentliche Politik vergisst. Irgend wann muss man doch zu einem Schluss kommen. Zu einer Konsens oder zumindest Kompromiss, den man dann auch verfolgen kann. So können die drei Rechtsparteien aber locker ihre Ziele - für die Reichen im Land - verfolgen, ohne dabei ernsthaft gestört zu werden.
      8 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 09:44
    Highlight Eigentlich bräuchte es nun eine Partei für liberale Schweizer die sich auf der Links/Rechts-Skala zwischen der SP und der CVP und FDP befinden. Denn die FDP scheint sich immer weiter von dieser Position wegzubewegen, und wie man aus Interviews mit Gössi schliessen kann wird nun auch der letzte Rest an verbleibender Liberalität ausgerottet. Eine ähnliche Entwicklung scheint es in der CVP zu geben, wo sich die Parteispitze auf den christl. Konservatismus zurückzubesinnen versucht. Eventuell kann die SP hiervon profitieren, denn mit der Nähe zur SVP werden beiden Parteien auch Wähler vergraulen.
    29 6 Melden
    • Fabio74 25.04.2016 11:54
      Highlight Nun steht jedem frei eine solche Partei zu gründen und es zu versuchen. Viel Erfolg
      8 2 Melden
    • Asmodeus 25.04.2016 12:22
      Highlight Der Begriff wäre "Sozialliberal".

      Aber leider sind die aktuellen Parteien die sich so bezeichnen nicht wirklich das, was man gerne hätte.
      3 2 Melden
    • Tsunami90 25.04.2016 14:22
      Highlight Vieleicht wäre es an der Zeit für eine solche Partei. Das Gründen wäre auch nicht das Problem. Ein Zugpferd würde benötigt. Hat wer jemand im Sinn?
      0 0 Melden
  • Sillum 25.04.2016 09:38
    Highlight Der leider einmal mehr nicht als solcher bezeichnete persönliche "Kommentar" von Peter Blunschi zeigt nichts mehr und nichts weniger als die umgekehrte politische Situation der vielen unmittelbar vergangenen Jahre. In einem hemmungslosen Rausch bedienten sich die Linken der Staatskasse. Allein der Aufbau der Sozialindustrie verschlang Milliarden. Dass sich jetzt die Linkspopulisten enervieren zeigt wie wenig sie von der Demokratie halten.
    31 83 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 25.04.2016 09:51
      Highlight Können Sie mir bitte aufzeigen, wann eine Links-Mitte oder gar Linke Mehrheit das Parlament dominierte? Man dankt.
      69 9 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 09:59
      Highlight Für Silum scheinen 35% Parlamentsbeteiligung in den letzten 25 Jahren eine Mehrheit darzustellen. Man sollte wirklich nicht mehr an der Bildung sparen und vielleicht für Klassen, die mit Sillums belegt sind, die Klassengrösse auf maximal 2-3 Schüler verkleinern, damit die einfachste Basis des Rechnens besser vermittelt werden kann.
      47 8 Melden
    • kleiner_Schurke 25.04.2016 10:20
      Highlight Nein, aber ich kann ihnen all die Velostationen und ähnliche Einrichtungen zeigen, die ihre “Klienten“ einander gegenseitig weiter reichen. Höchstes Ziel sei die Integration der “Klienten“ in den Arbeitsmarkt. Können Sie mir die Berichte vorlegen, wie viel “Klienten“ denn nun tatsächlich integriert worden sind? Beim Versuch das herauszufinden, werden Sie wohl genau so erstaunt sein über die kärgliche Ausbeute als auch die fürstlichen Gehälter gewisser “sozial engagierter“ Menschen.
      15 14 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 25.04.2016 10:25
      Highlight Naja, das stützt Ihre Aussage jetzt nicht grad:

      "Der Bund schliesst das Jahr 2015 mit einem ordentlichen Finanzierungsüberschuss von 2,3 Milliarden ab; budgetiert war ein Überschuss von 411 Millionen. Die Verbesserung ist auf die tiefer als budgetierten Ausgaben zurückzuführen (-1,9 Mrd.)."
      20 2 Melden
    • Fabio74 25.04.2016 11:58
      Highlight Oben gegen FrancoL schiessen, und hier lästern Sie faktenfrei über die böse Linke, die gar nie eine Mehrheit hatte in diesem Land.
      Was ist unter Aufbau der Sozialindustrie zu verstehen? Es dürfte alles vom Volk abgesegnet sein.
      Wenn Sie auf Hilfe verzichten wollen, wenn Sie arbeitslos werden, tun Sie das
      14 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.04.2016 12:37
      Highlight nachdem die linken regelmässig den rechten saustall ausmisten müssen? nachdem svp fdp den bauern und unternehmern grade wieder 4mrd. zugeschanzt haben? ihr fall zeigt mir, dass bei leuten wie ihnen mit fakten nichts zu machen ist. die rechten könnten auch noch die nationalbank plündern. da wären dann auch wieder die phösen linken schuld. sie brauchen keine argumente. nur ein feindbild. passt dann aber auch zu ihnen. und ja, das war vorverurteilend gemeint.
      6 2 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 12:49
      Highlight @Fabio74;
      Sillum hatte wohl meinen obigen Post von 09.59 im Auge.
      Der ist wirklich nicht sehr nett geschrieben, doch es geht mir langsam auf den Keks wenn man immer wieder versucht den Linken, die nie mehr als 30-35% der Parlamentarier gestellt haben die Beschlüsse der "ungehemmten" Ausgaben in die Schuhe zu schieben.
      Wer Mehrheiten über Jahrzehnte gestellt hat sollte auch in der Lage sein die Beschlüsse dieser Mehrheiten zu stützen und als solche zu werten.
      Bei den 30-35% geht es zudem nicht um ein Gefühl oder eine Annahme sondern um nachweislich klar belegbare Zahlen.
      8 3 Melden
  • René Obi 25.04.2016 09:22
    Highlight Schlimme Zeiten. Weniger Bildung, weniger Umweltschutz, weniger Soziales, mehr Ellbogen, mehr hemmungsloses Geldverdienen, grössere Schere zwischen reich und arm... und die Linke versagt auf allen Ebenen. Schlimme Zeiten.
    80 16 Melden
  • Erdling.Nik 25.04.2016 09:22
    Highlight Die Schweizer Sozialdemokraten und Sozialisten werden von der SP am laufenden Band enttäuscht. Die älteste Partei des Landes hat viel von ihrem Glanz und ihrem Einfluss verloren. Die Schuld sehe ich dabei einzig und allein bei der Parteileitung, welche zuliess, dass sich die SP zu einer elitären Partei entwickelt. Ich finde, die Basis, das Volk, die Proletarier, sollten von unten nach oben die Partei neu organisieren. Die SP-Politik sollte sich ebenfalls neu ausrichten. Vielleicht kann Sanders als Vorbild dienen? Fest steht jedoch, dass die SP in dieser Form weiter enttäuschen wird.
    47 11 Melden
    • Hayek1902 25.04.2016 09:44
      Highlight Guten Morgen, es ist das Jahr 2016 und es existieren keine Proletarier mehr, nur Kapitalisten (2. Säule, Säule 3a, private portfolios). Marx lag falsch. Willkommen in der Realität. Ergo macht eine Partei "fürs Proletariat" auch keinen Sinn mehr, weils dafür keine Nachfrage mehr gibt. Aber das wusste die neue Linke schon in den 60er Jahren.
      29 14 Melden
    • Amboss 25.04.2016 10:57
      Highlight @Nik: Auch ich sage dir: Willkommen im 2016.
      Begriffe wie "Proletarier" passen einfach nicht in diese Zeit. Auch die SP sollte das mal begreifen.

      Betreffend "elitärer Partei" gebe ich dir absolut recht. Die SP hat ein echtes Problem: Sie kennt die Arbeitswelt nicht.
      Die normale Karriere eines SP-Politikers verläuft etwa so: Studium - Politik - danach kommen sie in Verbänden oder Gewerkschaften unter...
      Mir fällt ehrlich gesagt niemand ein, der irgendwann einfach einen normalen Job ausführt, oder dies mal gemacht hat...
      14 4 Melden
    • Erdling.Nik 25.04.2016 11:04
      Highlight Vielleicht mag der Begriff veraltet sein. Aber mit Proletarier meine ich alle hart schuftenden Arbeiter in der Schweiz, die sich gegen die Kapitalisten behaupten müssen. Ob Lehrer gegen die Kürzung der Bildungsausgaben durch "bürgerliche" Politiker, Fabrikarbeiter gegen die Verlegung der Produktionsstätten in den billigen Osten oder KMU gegen den Einfluss der Grosskonzerne. Von daher stimmt das schon. Das Proletariat wird sicher nicht mehr so genannt, aber es existiert weiterhin, wie ich finde.
      11 5 Melden
    • karl_e 25.04.2016 12:12
      Highlight @Hayek. Träum weiter. Das Proletariat heisst heute Prekariat und hat bestenfalls eine ganz schlanke 2. Säule, aber sicher keine dritte und schon gar kein private portfolio, wie du dem so schön neudeutsch sagst. Nun ja, immerhin hast du deinen Nickname sehr treffend gewählt.
      9 1 Melden
    • Hayek1902 25.04.2016 12:33
      Highlight Dann schau dir marx' definition von proletariat an. Das hier ist klagen auf hohem niveau. Jeder, der nicht total auf den mund gefallen ist und immer alles ausgibt kommt in der schweiz im verlauf des lebens zu einem kleinen vermögen.
      1 10 Melden
    • karl_e 25.04.2016 13:35
      Highlight @Hayek, träum weiter. Die meisten Schweizer sind cirka zwei Monatslöhne von der Pleite entfernt.
      8 0 Melden
  • Electric Elephant 25.04.2016 09:22
    Highlight Nicht schon wieder das Märchen von der Mitte-Links-Mehrheit von 2011-2015... Das wird durch Wiederholung nicht wahrer. So waren die Mehrheit der CVP und BDP-Parlamentarier klar rechts der Mitte... Und sogar wenn man annimmt, dass die Hälfte der CVP und BDP tatsächlich Mitte oder Links gewesen sind (man bedenke da hat es rechtsbürgerliche dabei wie Pfister), käme man auf 106 Sitze für Rechts und auf 95 für Mitte-Links... Die Schweiz hatte noch nie eine Mitte-Links Mehrheit. Das ist ein SVP-Märchen um die Linke für alles Verantwortlich zu machen...
    77 18 Melden
    • Danyboy 25.04.2016 09:43
      Highlight So funktioniert das halt... Auch wenn die SP sicher auch Selbstverschulden trägt, haben wir einfach Zeiten, in denen rechtes Gepolter wieder salonfähig wird. Und selbst die populistischsten Hetzereien als notwendig erschtet werden. Teilweise liegt darin auch Versagen der "alten" Patteien, insgesamt aber sind es die ersten Abwehrreaktionen auf ein knarzendes System. Dass die Rechten darauf kaum Lösungen haben, bzw selbst alles mitverursacen, werden die Leute schon noch merken. Und wenns halt wehtun wird...
      24 4 Melden
    • Peter 25.04.2016 12:57
      Highlight Der alles andere als rechtsbürgerliche Politgeograf Michael Hermann hat im NZZ-Parlamentarier-Rating einen "klaren Linksrutsch" in fast allen Politikfeldern nach den Wahlen 2011 diagnostiziert. Auch wenn es rechnerisch keine Mitte-links-Mehrheit gab, so kann man trotzdem kaum von einem Märchen sprechen.

      http://www.nzz.ch/schweiz/wahlen2015/rutsch-nach-links-ld.1816
      3 4 Melden
    • Danyboy 25.04.2016 13:47
      Highlight Richtig, es gab ein paar Jahre einen Linksrutsch, was aber nicht heisst, dass es eine linke Mehrheit gab. Es steht ja: Es war ziemlich genau 50:50. Wenn in der Schweiz bei einem solchen Verhältnis bereits von Linksdominanz gesprochen wird, zeigt das nur wie bürgerlich die Schweiz "normalerweise" ist... ;)
      7 0 Melden
    • Electric Elephant 25.04.2016 14:09
      Highlight @Peter: Und warum steht dann im Artikel immer noch Mitte-Links Mehrheit, auch wenn Du selber sagst, dass es rechnerisch keine ist.. Bitte passt das doch an, denn es stimmt einfach nicht. Ein Linksrutsch 2011 (den ja auch niemand bestreitet) und eine Mehrheit sind NICHT das selbe!
      4 0 Melden
    • Peter 25.04.2016 14:29
      Highlight @Electric Elephant Im Parlament vielleicht nicht. Aber im Bundesrat? Je nach Standpunkt bestand dort tatsächlich eine Mitte-links-Mehrheit. Und auch im Parlament gab es Entscheide (Energiewende im Nationalrat, Altersvorsorge im Ständerat), die in der heutigen Konstellation kaum noch möglich sind. Aber gut, vielleicht passe ich den Text an.
      2 4 Melden
    • Electric Elephant 25.04.2016 14:46
      Highlight @Peter: Aber auch im BR stimmt das nicht.. Sogar wenn man Doris Leuthard zur Mitte zählt.. Widmer-Schlumpf war auch ganz klar rechts der Mitte, auch wenn sie gesellschaftspolitisch ein bisschen aufgeschlossener war... Bei den klassischen links-rechts Themen (Finanzpolitik, Wirtschaft, Steuern) ist die BDP klar rechts!
      3 0 Melden
  • Mehmed 25.04.2016 08:37
    Highlight Die SP ist in der Tat selbst mitschuldig, dass sie Einfluss verliert. Wer seine Klientel nur noch bei den Frauen aus der Oberschicht, den Flüchtlingen und den Staatsangestellten sieht, wird kaum Mehrheiten schaffen können.
    68 65 Melden
    • cassio77 25.04.2016 08:54
      Highlight Die SP hat die Basis schon lange verloren. Das sagen altgediente Sozialdemokraten schon lange. Sie schämen sich mittlerweile, dass die SP eine elitäre Partei geworden ist, die sich einen Sch*** um die wahren Sorgen der schweizerischen Arbeiterschicht kümmert.
      68 23 Melden
    • Dewar 25.04.2016 08:57
      Highlight Leider hat das schon was Wahres. Aber gerade in der Steuerpolitik steht die SP am zuverlässigsten für den Mittelstand ein.
      Erstaunlich ist eher, dass die SVP in dieser Hinsicht Politik für eine kleine Elite betreibt, aber trotzdem vor allem ausserhalb dieser Klientel Stimmen holt.
      94 15 Melden
    • kurt3 25.04.2016 09:16
      Highlight Mehmed : Klientel bei den Flüchtlingen ? Ja haben die denn Stimmrecht in der Schweiz ?
      47 10 Melden
    • Fabio74 25.04.2016 09:21
      Highlight Ach immer dieselbe falsche Leier. Leider zieht Neid und Hass mehr als vernünftige Politik. Wann hat die SVP mal was fürs Volk gemacht?
      44 18 Melden
    • kurt3 25.04.2016 09:22
      Highlight Alias : mit Ausländerfeindlichkeit kann man sogar Sozialabbau und Verteilung von nach oben verkaufen . Du weist schon : Kälber und Metzger
      40 11 Melden
    • Serjena 25.04.2016 09:25
      Highlight @Mehmed und @Cassio77 allerdings betreibt die "rechte" schon lange keine Politik mehr für die sogenannten "Arbeiter" oder wie auch gerne genannt "für das Volch" denn die großzügigen Steuergeschenke, letzte Woche im Parlament beschlossen kommen tatsächlich einer "speziellen Klientel" der "gehobenen Klasse" zugute. Wer dies "ausbaden" darf ist wohl klar. Aber ich gönne euch euren Glauben "diese Politik ist für mich"
      47 7 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 09:30
      Highlight Ich nehme das Ganze eher als ein Abrechnung und Abgrenzungspolitik wahr. So zB der folgende Aussage von Rösti:
      «Aber ich sehe deutlich mehr Vorteile darin, wenn sich die bürgerlichen Parteien wieder klar von Links abgrenzen.»
      Wir sind unterwegs zu einer Lagerpolitik und die Lagerkämpfe steht im Vordergrund.
      Langfristig ist das keine Konsenspolitik sondern eine Regierung/Opposition Politik. Ich frage mich ob da die Zauberformal noch dienlich ist oder der Ausstieg der SP aus dem Bundesrat nicht sinnvoller wäre.
      23 4 Melden
    • Töfflifahrer 25.04.2016 09:35
      Highlight Mal sehen wie lange die noch rumwursteln. Entweder die SP besinnt sich auf ihre Wurzeln, das sind die Arbeiter oder die SP versinkt in der Bedeutungslosigkeit.
      Zu dem was sich bürgerlich nennt, was hier nichts anderes ist als das Auspressen des Otto Normalverbrauchers, braucht es einen kompetenten und starken Gegenpol. Da ist die SP leider sehr weit davon entfernt!
      32 6 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 25.04.2016 09:43
      Highlight Ich lese immer wieder, dass die SP sich nicht auf ihre Wurzeln besinnt und die Arbeiter nicht vertritt. Aber wie stellt ihr euch denn das vor? Was soll die SP genau machen? In den Kommisionen wird ja alles was in diese Richtung geht abgeblockt.
      Konkrete Vorschläge?
      27 7 Melden
    • poga 25.04.2016 10:34
      Highlight la paillade Die SP hat übersehen, dass der normale Arbeiter zwar durchaus gerne solidarisch ist, aber nicht um jeden Preis. So fühlen sich viele normale Büezer schlicht verarscht, wenn Ihre Partei lieber möglichst jeden sagen wir mal "unnötigen Sozialhilfebezüger" mit ihrer Energie unterstützt, statt ihre ganze Energie darauf zu verwenden, Missbrauch klar zu verhindern oder zumindest zu verurteilen. Gleiches gilt im Asylrecht. So zeigt sie sich schon länger als Partei mit einer Ideoologie der bunten Durchmiscchung, statt einer Partei mit einer besonnenen Zuwanderung. Als Beispiel.
      11 5 Melden
    • Töfflifahrer 25.04.2016 12:00
      Highlight @LaPaillade: Stimmt schon, nur weil es schwierig wird heisst das nicht, dass die nichts tun sollen. Ich habe am Wochenende mal so rumgefragt wofür die SP denn eigentlich steht (ohne Internet zu konsultieren). Die Antworten gehen von Schulterzucken über Verliererpartei und akademisierter, intellektueller Gutemenschenpartei zu absolute Phantasien mit den falschen Prioritäten.

      Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Industrie 4.0 wird der Arbeitsmarkt markant dureinandergewirbelt. Die reine Existenzsicherung wird ein Thema, wie wärs dazu Konzepte zu erarbeiten und zu diskutieren? Als Beginn
      3 1 Melden
    • Fabio74 25.04.2016 12:03
      Highlight @poga: Was ist ein unnötiger Sozialhilfebezüger? Auch die SP will keinen Missbrauch, das sagt sie oft genug. Aber 0% sind nicht zu erreichen, ausser mit exorbitanten Kontrollkosten. Ob das Sinn macht?
      Mir wören schärfere Kontrollen zum Thema Lohndumping wichtiger und schärfere Strafen. Wie im Fall der polnischen Nachtschwestern. Aber hier mauert die Rechte. Zuviel Dreck am Stecken?
      8 2 Melden
    • Martiis 25.04.2016 13:48
      Highlight Wie soll man das jetzt verstehen? Politik für Oberschichtsmänner wäre ja schön, aber wenn auch noch Frauen und Flüchtlinge profitieren, ist der Spass vorbei? Wähl doch einfach SVP, die steht ironischerweise genau für das, was du forderst.
      8 2 Melden
    • FrancoL 25.04.2016 14:25
      Highlight @Martiis; Ich denke Du triffst den Nagel auf den Kopf. Irgendwie wird in den letzten Wochen versucht aus der SP eine SVP-light zu machen und das macht nun wirklich keinen Sinn. Mit der FDP und der CVP haben wir bereits genügend SVP-ähnliche Ausgaben von Parteien, das sollte fürs erste mal genügen.
      Die SP hat verloren weil sie sich von der SVP (und tw FD) treiben lässt. Sie muss ihren Weg selbständig suchen, finden und gehen auch wenn es wieder Wählerstimmen kostet.
      Allerdings würde ich der SP raten weniger Parteibüchlein mehr Sachfragen aktiv angehen.
      7 2 Melden

SP-Nationalrat Cédric Wermuth: «Was heute Mainstream ist, war vor 30 Jahren rechtsextrem»

Die SP eilt derzeit von einem Wahlerfolg zum nächsten. Sie profitiere von der «Arroganz der Bürgerlichen», glaubt Nationalrat Cédric Wermuth. Und er erklärt, was sich bei der SP nach dem Rücktritt von Parteipräsident Christian Levrat ändern muss.

Herr Wermuth, die SP gewinnt derzeit in der ganzen Schweiz Wahlen – in den Kantonen Genf und Bern, in den grossen Städten, in der Agglo. Haben die Sozialdemokraten einen Zaubertrank entdeckt?Cédric Wermuth: Nein, unser Erfolg hat vor allem mit harter Basisarbeit zu tun, nicht mit magischen Elixieren. Ich betrachte das Formhoch der SP unterdessen tatsächlich als stabilen Trend. Ich habe immer gesagt, dass wir die Wahlen in Bern als flächen- und bevölkerungsmässig grossen Kanton abwarten …

Artikel lesen