Schweiz
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Die ETH Zürich wird weiblicher: Frauen machen erstmals einen Drittel aller Studierenden aus

10.09.15, 12:08

An der ETH Zürich beginnen am kommenden Montag 2837 Studierende ihr Bachelorstudium. Das sind in etwa gleich viele Studienanfänger wie im vergangenen Jahr. Dagegen steigt der Frauenanteil merklich an und liegt erstmals bei knapp 33 Prozent. Besonders beliebt sind die Studiengänge der Ingenieurwissenschaften.

Der Frauenanteil steigt von 30,8 Prozent im vergangenen Jahr auf 32,5 Prozent, wie die ETH am Donnerstag mitteilte. Für ETH-Rektorin Sarah Springmann ist das sehr erfreulich. Diversität sei essentiell für eine Hochschule.

Sie sei überzeugt, dass sich eine bessere Durchmischung der Geschlechter auch positiv auf den Erfolg der ETH auswirken werde. «Damit tragen wir aktiv etwas gegen den Fachkräftemangel in der Schweiz bei», lässt sich Springmann in der Mitteilung zitieren.

Weniger ausländische Studierende

Der Anteil der ausländischen Bachelor-Studierenden sinkt von 19,5 auf 17,7 Prozent. Der Anteil jener, die ihren Zulassungsausweis im Ausland erworben haben und jetzt für das Studium in die Schweiz kommen, liegt bei 10,9 Prozent. Das sei der tiefste Wert der letzten Jahre, schreibt die ETH.

Der mit Abstand beliebteste Bachelor-Studiengang ist nach wie vor Maschinen-Ingenieurwissenschaften mit 468 Neueintritten. Dahinter folgen Architektur (285 Neueintritte), Informatik (256) sowie Elektrotechnik und Informationstechnologie mit 231 Eintritten.

Erstmals angeboten wird der Masterstudiengang «Science, Technology and Policy», der Naturwissenschaftler, Ingenieurinnen und Architekten dazu befähigen soll, Entscheidungsprozesse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wissenschaftlich zu begleiten und mitzugestalten.

19'000 Studierende

Zusammen mit den 4100 Doktorierenden werden im kommenden Semester gegen 19'000 Frauen und Männer an der ETH Zürich studieren. In diesem Herbstsemester erwartet die ETH Zürich zusätzlich rund 340 Mobilitäts- oder Gaststudierende, die für ein oder zwei Semester die ETH besuchen werden.

Dieter Wüest, Leiter des Rektorats der ETH Zürich, erwartet in den nächsten Jahren eine Abschwächung dieses Wachstums. Bis Ende des Jahrzehnts werde sich die Gesamtzahl Studierender «bei 20'000 oder etwas darüber» konsolidieren. (whr/sda)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 10.09.2015 12:25
    Highlight Über alle Universitäten in der Schweiz liegt der Frauenanteil bei 58%. Männeranteil 42%. An gewissen Studiengängen liegt der Frauenanteil bei 90%. Müssten wir da nicht auch die Männeranteile erhöhen? Weil: "Sie (ETH-Rektorin Sarah Springmann) sei überzeugt, dass sich eine bessere Durchmischung der Geschlechter auch positiv auf den Erfolg der ETH auswirken werde. «Damit tragen wir aktiv etwas gegen den Fachkräftemangel in der Schweiz bei» - ah, beim Männeranteil ist das gaaanz was anderes?
    http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/wp-content/uploads/sites/32/2014/04/Frauenanteile-nach-Fach2.png
    11 4 Melden
    • Monti_Gh 10.09.2015 15:43
      Highlight Fühlst du dich als Mann wieder unterdrückt?
      Brauchst du jetzt eine Portion Mitleid?
      3 12 Melden
    • Karl33 10.09.2015 16:40
      Highlight züri_mg, wer sachliche argumente hat, muss sich nicht unterdrückt fühlen, die kraft der argumente tun das ihrige. empört sein und unterdrückt fühlen ist eine strategie in politik und öffentlichkeit, wenn man keine argumente hat, aber trotzdem mitleid möchte.
      ps. du hast in deinem posting zwar jemanden persönlich angegriffen, aber was wolltest du eigentlich zum thema sagen?
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    • Monti_Gh 10.09.2015 18:19
      Highlight Ich find es lächerlich wenn sich Männer beschweren, dass sie nicht extra Förderung erhalten, auch wenn der Frauenanteil an der Uni höher ist.
      Ein Skandal ist, dass die Frauen immer noch 20% weniger verdienen als die Männer bei gleicher Arbeit und Leistung.
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    • Bowell 10.09.2015 18:27
      Highlight Die Geschlechterquote sagt rein gar nichts aus. Wie sind die Frauen bzw. Männer auf die Studiengänge verteilt? Wenn man das genauer anschauen würde, wäre klar, dass eben keine wirkliche Vermischung in den jeweiligen Studiengängen stattfindet.
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    • gusg 11.09.2015 10:14
      Highlight @zueri_mg: Den Argumenten und Aussagen anderer blind zu vertrauen ohne sich selber zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden, wäre für mich als Arbeitgeber ein guter Grund weniger Lohn zu bezahlen. Es gibt nämlich keine seriöse Studie welche Ihre Aussage bestätigen würde. Der unerklärbare (nicht zwingend "diskriminierend") Lohnunterschied beträgt in der Schweiz 8%. Faktoren welche nicht berücksichtig werden:, sind laut NZZ Berufspausen, Studiengang, Zweitausbildung, Weiterbildung, Sprachkenntnisse, Beschäftigungsgrad. Könnten diese Faktoren evtl. den Unterschied erklären?
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