Schweiz
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Kinder nicht zum Singen geschickt: Muslimischer Vater verurteilt

500 Franken Busse: Das Bezirksgericht Dietikon bestätigt die Strafe für den Vater, der aus religiösen Gründen seine Elternpflichten verletzt hatte. Er hatte seine Buben von einer Probe für das Weihnachtssingen ferngehalten, die in einer Kirche stattfand.

20.01.18, 17:03 21.01.18, 13:14

David Egger / limmattaler Zeitung



Nachdem ein Vater 2016 seine drei Buben unentschuldigt nicht in den Schulunterricht geschickt hatte, musste er am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Dietikon antraben (die Limmattaler Zeitung berichtete). Das Gericht hat nun den Entscheid des Dietiker Statthalteramts bestätigt und den Mann zu 500 Franken Busse verurteilt, wie der zuständige Dietiker Bezirksgerichtsvizepräsident Bruno Amacker Ende Woche telefonisch mitteilte.

Ausserdem werden dem Mann die Verfahrenskosten des Statthalteramts von 530 Franken sowie die Entscheidgebühr des Bezirksgerichts von 600 Franken auferlegt. Macht total 1630 Franken.

Der Mann hatte seine Buben nicht in den Unterricht geschickt, weil dieser ausnahmsweise in der Kirche stattfand. Konkret ging es um eine Probe für das Weihnachtssingen der Schule. Die drei Buben hätten bei der Singprobe anwesend sein müssen, da es sich nicht um zusätzliche, sondern um die reguläre Unterrichtszeit handelte. Bei den Proben fehlte ein Sohn am 19. Dezember 2016 von 10 bis 12 Uhr, zwei weitere Söhne fehlten am 20. Dezember 2016 zwischen 13.30 und 15.10 Uhr. Im Übrigen wurden die Buben für die Aufführung des Weihnachtssingens wie gewünscht dispensiert.

Als «Zwangsassimilierung» kritisiert

Vieles deutet darauf hin, dass der Vater Beziehungen zu einer Organisation pflegt, die liberalen Muslimen zuwider ist: Nachdem das Gericht schriftlich geurteilt hatte, kritisierte der sogenannte «Islamische Zentralrat der Schweiz» (IZRS) den Entscheid am Samstag in einem Communiqué. Die Medien hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht über das Urteil berichtet.

Das Bezirksgericht Dietikon habe muslimische Knaben zum Weihnachtssingen in der Kirche «gezwungen» und betreibe so eine «religiöse Zwangsassimilierung», liess der IZRS in seinem Communiqué verlauten. Aus Sicht des IZRS stelle das Singen von Weihnachtsliedern einen der islamischen Überzeugung diametral widersprechenden, bekenntnishaften Akt dar, teilte die Organisation mit.

Allerdings versäumte es der Vater selber, sich mit allen Mitteln gegen die Teilnahme seiner Kinder an der Weihnachtssingen-Probe in der Dietiker Kirche zu wehren. Das zeigt der Blick auf die Vorgeschichte: Nachdem der Vater zuerst bei der Schule Dietikon um eine Dispensation seiner Buben vom Unterricht in der Kirche ersuchte, lehnte die Schule Dietikon dies ab. Der Vater zog den Entscheid daher weiter. Doch auch das Ressort Schülerbelange der Dietiker Schulpflege lehnte es ab, die Buben vom Unterricht in der Kirche zu dispensieren. Nach diesem ablehnenden Entscheid hätte der Vater die Sache noch weiterziehen können an den Bezirksrat Dietikon – doch das tat er nicht. Damit wurde der Entscheid des Ressorts Schülerbelange der Dietiker Schulpflege rechtskräftig, schliesslich hatte sich der Vater nicht dagegen gewehrt.

Vater hatte auf Weiterzug verzichtet

Als er sich nun beim Bezirksgericht Dietikon gegen den Strafbefehl des Statthalteramts vom 21. März 2017 wehrte, ging es gar nicht mehr um die Frage, ob die Buben hätten dispensiert werden können, sondern einzig um die Frage, ob der Vater gegen den rechtskräftigen Entscheid des Ressorts Schülerbelange der Dietiker Schulpflege verstossen hatte.

«Das Gericht hatte nur zu überprüfen, ob der Mann den negativen Dispensentscheid missachtet hatte», sagte Richter Amacker. Da der Mann gegen den negativen Dispensentscheid nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft hatte, konnte er sich nun vor dem Bezirksgericht Dietikon nicht darauf berufen, dass er versucht habe, gerechtfertigte Interessen zu wahren, als er seine Buben von der Schule fernhielt.

Wie der IZRS verkündete, will der Vater nun zusammen mit dem IZRS den Entscheid weiterziehen, sodass sich auch noch das Zürcher Obergericht mit der Absenz der drei Buben beschäftigen muss.

«Ein Schlag ins Gesicht der gut integrierten Muslime»

Gegenüber TeleZüri warf der Dietiker SVP-Präsident Rochus Burtscher dem IZRS «Effekthascherei» vor. «Es ist ein Schlag ins Gesicht der gut integrierten Muslime, was der Vater hier produziert», so Burtscher weiter. IZRS-Sprecherin Janina Rashidi meinte hingegen, dass das Verhalten des Vaters kein schlechtes Bild auf die Muslime, sondern auf die Rechtssprechung in Dietikon werfe.

Der Vater und gläubige Muslim ist 31 Jahre alt und in der Schweiz aufgewachsen. Wie seinem Namen und seinen Facebook-Profil zu entnehmen ist, stammt er ursprünglich aus dem mehrheitlich albanischsprachigen Teil Mazedoniens.

Der Dietiker Bezirksgerichtsfall hat inzwischen auch international für Schlagzeilen gesorgt, so berichtete unter anderem auch die österreichische Zeitung «Heute» darüber.

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105
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105Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Makatitom 22.01.2018 16:32
    Highlight Ich mache ss ja wirklich äusserst ungern, aber hier muss ich dem SVP-Mann eindeutig recht geben. Schmeisst all die Blanchos und Illis endlich raus, oder buchtet sie ein
    2 0 Melden
    • Oxymora 22.01.2018 22:07
      Highlight Also Makatitom, man kann doch nicht all die Leute einbuchten, die glauben, dass es nur einen/ihren Gott gibt. Erstens sind das zur Zeit noch recht viele und zweitens können sie nichts dafür, dass Phantasievorstellungen ihre Gedanken dominieren.
      0 0 Melden
  • Asmodeus 21.01.2018 11:30
    Highlight Mal wieder die typischen Kommentare und Herzchen.

    Man stelle sich das Gejammer vor, ein christlicher Vater hätte eine Strafe bezahlen müssen, weil er seine Kinder nicht in eine Mosche zum muslimische Songs singen schicken wollte.

    (Hier ist noch zu erwähnen. Scheinbar wehrte sich der Vater nicht gegen die Weihnachtslieder und das singen, sondern darum, dass es in der Kirche stattfindet).
    18 22 Melden
    • Roterriese 21.01.2018 16:23
      Highlight Wir sind hier in der Schweiz und nicht in Saudi Arabien.
      15 13 Melden
    • Asmodeus 21.01.2018 17:54
      Highlight Sprach einer der einer Partei folgt die am liebsten eine christliche Scharia verfolgen würde.
      6 12 Melden
    • Roterriese 22.01.2018 09:27
      Highlight @Asmodeus, tut mir leid, aber die Scharia ist etwas islamisches und nicht christliches.
      6 4 Melden
    • Makatitom 22.01.2018 16:33
      Highlight Dann halt einen Kreuzzug, und den dazu gehörenden Absolutismus
      1 1 Melden
  • Restseele 21.01.2018 10:36
    Highlight Religion und Politik spalten die Gesellschaft. Schon immer....
    10 7 Melden
  • AlteSchachtel 21.01.2018 10:33
    Highlight Das ist ein fundamentalistisches Problem und gelangt durch die Schweizer Fundis IZRS ins Rampenlicht.

    Die Mehrheit der Muslime in der Schweiz hat überhaupt keine Probleme mit Weihnachtssingen und die Mehrheit der muslimischen Kinder ist auch jedes Jahr dabei. Üblicherweise ist dieses Singen, trotz Bevorzugung von kirchlichen Räumen aus Platz- und Akustikgründen als Tradition zu sehen. Der Missionierungsverdacht ist in diesem Fall vom IZRS gebastelt.
    21 9 Melden
    • Oxymora 22.01.2018 12:45
      Highlight @ AlteSchachtel

      “Üblicherweise ist dieses Singen, trotz Bevorzugung von kirchlichen Räumen aus Platz- und Akustikgründen als Tradition zu sehen.“

      Wie das zu sehen ist, können Sie niemandem befehlen.

      Angenommen man erkennt darin Tradition; was spricht dafür an ihr fest zuhalten?

      Das Mittelalter ist vorbei und die Verfassung enthält kein Fortschritt- und Entwicklungsverbot.

      Den Missionierungsverdacht hat die Schule durch ihr Verhalten selber geschaffen, der IZRS profitiert davon.
      0 2 Melden
    • Makatitom 22.01.2018 16:34
      Highlight Der Missionierungsverdacht wurde auf der IZRS-Akademimimimimi ausgearbeitet
      0 0 Melden
    • AlteSchachtel 23.01.2018 16:04
      Highlight @ Oxymora
      Ich befehle gar nichts.
      Kinder lieben dieses märchenhafte Fest mit den Lichtlein und die heutigen Weihnachtslieder handeln in der Regel eher vom Guetzlä.
      Ich sehe nicht ein, wieso Erwachsene mit irgendwelchen Ängsten und Religionsphobien so ein Trara veranstalten.
      Man könnte einfach die Kinder selbst entscheiden lassen, ob sie wollen oder nicht.

      Der Koran verbietet die Anpassung im Gastland übrigens auch nicht, solange deswegen nicht konvertiert werden muss.
      Es ist ein Fundiproblem, wie bei Freikirchlern, die ihre Kinder von "der kleinen Hexe" dispensieren.
      2 0 Melden
  • Randy Orton 21.01.2018 06:54
    Highlight Ich finde das Urteil eine Frechheit. Niemand sollte gezwungen werden, in eine Kirche zu gehen, schon gar nicht Schüler.
    27 27 Melden
    • Darling 21.01.2018 18:46
      Highlight Gebe dir Recht im Punkt, dass niemand gezwungen werden sollte.
      Seh ich genauso und verstehe deswegen auch die Blitze nicht.
      9 7 Melden
  • reconquista's creed 21.01.2018 01:15
    Highlight Ist es für ein muslimisches Kind unzumutbar 1x in einer Kirche zu singen?
    Nein!
    29 27 Melden
    • the devil's advocat 21.01.2018 13:51
      Highlight Doch, kann es sein. Sei nicht so verkorkst.
      14 16 Melden
    • Randy Orton 22.01.2018 07:35
      Highlight Ich bin nicht muslimisch und fände es für meine Kinder unzumutbar.
      8 7 Melden
    • reconquista's creed 22.01.2018 08:51
      Highlight Wenn ich aus der Schweiz in ein muslimisch geprägtes Land ziehen würde, meine Familie und ich unsere christliche Religion dort in Freiheit und Toleranz ausüben dürften, würde ich es akzeptieren wenn ein Kind von mir in einem einzelnen Ausnahmefall in einer Moschee etwas singen müsste, ganz klar.
      Hat halt auch etwas mit Toleranz zu tun.
      5 6 Melden
    • Randy Orton 22.01.2018 11:17
      Highlight @Domsh, Staat und Religion gehören getrennt. Die Schule hat deshalb keine religiösen Veranstaltungen durchzuführen.
      4 3 Melden
    • reconquista's creed 22.01.2018 11:51
      Highlight Im Prinzip richtig, aber in der Absolutheit nicht korrekt. Man sollte die Vernunft wallten lassen.
      Gewisse Schnittpunkte gibt es und müssen im kleinen und vernünftigen Rahmen auch möglich sein. Was ist mit z.B. mit Sternsingen, Religionsunterricht, Sachunterricht, Arbeitswochen, Ludotheken in Pfarrhäusern usw?
      2 3 Melden
    • Oxymora 22.01.2018 14:07
      Highlight @Domsh
      Wenn ich eine schweizer Schule wäre, hätte ich Kenntnis von Artikel 15 der Bundesverfassung. Ich würde den Schulbetrieb möglichst religions neutral führen (ohne gewisse Schnittpunkte), dann gäbe es auch keine schulischen Angebote, an denen Schüler/innen aus religiösen Gründen nicht teilnehmen können.
      Und Religiösen wäre keine Plattform gegeben sich als armes, drangsaliertes, verfolgtes Opfer darzustellen.
      Toleranz wird dafür nicht benötigt.
      1 0 Melden
  • Joe Smith 20.01.2018 23:10
    Highlight Alle, die dieses Urteil verteidigen: Wie würdet Ihr reagieren, wenn die Schule Eure Kinder zwingen würde, an einem 1.-Mai-Umzug mitzulaufen und dort die Internationale zu singen? Ach, das ist etwas ganz anderes?
    39 57 Melden
    • mogad 21.01.2018 10:36
      Highlight Die kommunistische Diktatur ist überwunden, der Scharia-Islamismus nicht! Das ist der Unterschied.
      16 23 Melden
    • vera.vox 21.01.2018 10:48
      Highlight Nein, nichts anderes

      Wer das Brot christlich teilt, weis, dass das Brot (die Arbeitsplätze, das Dach über dem Kopf ...) täglich geteilt werden muss, damit alle Menschen leben können.

      Christen haben täglich 1.Mai.

      Der Tag wurde lange genug von Kommunisten, Atheisten etc. instrumentalisiert, obwohl biblisch. Unser Schöpfer ist mit profitgierigen Geschäftsgebaren nicht einverstanden. Z.B: Geschichte vom reichen Kornbauer im Lukas-Evangelium ein Getreidespekulant der Antike.

      Da die SP den wahren Wert der Religion erkennt, wird der Tag bald wieder seine christliche Bedeutung erlangen.
      5 21 Melden
    • Makatitom 22.01.2018 16:42
      Highlight Hier bringt Vera ein gutes Beispiel, wie dringend vor der absolut realen und gefährlichen Freikirchlerisierung gewarnt werden muss. Der Tag ist nicht gottegegeben, sondern hat etwas mit dem Sonnenauf- und Untergang zu tun. Und hätte er dann Blocher nicht schon längst übelst bestraft, wenn er mit Profitgier und Betrug nicht einverstanden wäre? Eine CH SP. die mit solchen Argumenten kommt, wird noch tiefer fallen als die DE SP wegen der GroKo
      1 0 Melden
  • vera.vox 20.01.2018 21:05
    Highlight Sehr fortschrittlich,
    dass der staatliche Schulunterricht wieder vermehrt in den Leib der Kirche zurück findet. Religiöse Bildung ist für unsere christliche Nation enorm wichtig.
    Schön das unsere Behörden das erkannt haben.
    31 90 Melden
    • Emanzipator 20.01.2018 23:56
      Highlight Ironie?
      43 7 Melden
    • abuladze 21.01.2018 00:16
      Highlight You're a dreamer, vera
      4 5 Melden
    • Walter Sahli 21.01.2018 06:34
      Highlight Oh nein, Emanzipator, mitnichten!
      2 4 Melden
    • Linus Luchs 21.01.2018 07:08
      Highlight Dein Kommentar zeigt, dass es dringend nötig wäre, sich an die guten Ideen der Aufklärung zu erinnern und Schule und Religion noch viel strikter zu trennen.
      18 5 Melden
    • mogad 21.01.2018 10:40
      Highlight @Linus Luchs. "...Religion noch viel strikter zu trennen." Ihre Aussage kann nur für das Christentum gemeint sein. Denn die Scharia-Islamisten denken nicht im Traum daran, Religion und Privates zu trennen. Im Gegenteil. Im Scharia-Islamismus gibt es keine Trennung zwischen Staat und Religion. Siehe Iran, Irak, Afganistan, Pakistan, Saudi Arabien usw..
      6 11 Melden
    • Asmodeus 21.01.2018 12:34
      Highlight @abbaio

      Und was haben diese Länder mit der Schweiz zu tun?
      8 4 Melden
    • Emanzipator 21.01.2018 12:41
      Highlight Abbaio: so wie die Buddhisten Juden, Krishnas usw. meinen sie??

      5 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 21.01.2018 13:30
      Highlight >> Schule und Religion noch viel strikter zu trennen

      > Denn die Scharia-Islamisten denken nicht im Traum daran, Religion und Privates zu trennen.

      Wo in der Schweiz zwingen Scharia-Islamisten Schulkinder dazu, Lieder in einer Mosche zu singen?

      Warum dürfen das nur Christen? Fändest du das gut, wenn Muslime das hier auch tun würden?

      Ich bin gegen Missionierung, vorallem bei Kindern!
      12 4 Melden
    • Linus Luchs 21.01.2018 15:37
      Highlight Abbaio, in der islamischen Welt gab es bisher keine Epoche, die in der christlichen Welt als Aufklärung bezeichnet wird. Die Trennung von Schule und Religion, die in Frankreich viel konsequenter umgesetzt wird, folgt dem Prinzip der Trennung von Staat und Kirche, und damit ist JEDE Religion gemeint. Die Schule ist dem Wissen resp. der Wissenschaft verpflichtet, Religion ist Privatsache. An diesem Grundsatz sollten wir uns auch in der Schweiz orientieren.
      12 2 Melden
    • Makatitom 22.01.2018 16:47
      Highlight Ganz im Gegenteil, liebe freikirchliche Fundamentalistin. Der Staat gehört noch viel weiter säkularisiert. So lange unser Staat (die Kantone) die Mitgliederbeiträge für diese Sekte einsammelt, haben wir keinen wirklich säkulären Staat, was aber eigentliich wünschenswert wäre
      1 0 Melden
  • Oxymora 20.01.2018 20:16
    Highlight Wenn Schulen den regulären Unterricht in Kirchen verlegen; müsste man eigentlich die Schulen und ihre Aufsichtsbehörden büssen.
    Schulen haben einen Bildungs- und nicht einen Missionsauftrag.
    65 56 Melden
  • Ökonometriker 20.01.2018 19:37
    Highlight Darf man Kinder zwingen, in einer glaubensfremden Kirche Lieder eines anderen Glaubens zu singen? Warum kann man den Kindern nicht einen anderweitigen schriftlichen Auftrag erteilen? Ab wann wird Religionsfreiheit geschützt? Es gibt hier gute Argumente für beide Seiten. Dies werden sicherlich interessante Urteile.
    @Watson: Bitte bleibt hier am Ball!
    64 62 Melden
    • sambeat 20.01.2018 20:56
      Highlight Ich finde, das darf man. Sie leben bei uns und müssen sich deswegen bis zu einem gewissen Grad einfach anpassen! Schliesslich hat sie niemand dazu verdonnert, hier zu leben...
      69 55 Melden
    • Hierundjetzt 20.01.2018 21:04
      Highlight Chabis. Der Einzelrichter beurteilt nur, ob die Strafe gerechtfertigt ist oder nicht.

      Ist Sie.

      Weil der Vater nicht bei der Schulpflege Einsprache erhob. Pardon „vergass“.

      Somit wurde nur die Rechtmässigkeit der Busse beurteilt. Nicht der Sachverhalt als ganzes.

      Den:
      Busse = Strafe
      Nicht in die Schule gehen = Ordnungswidrigkeit

      Sind zwei verschiedene Paar Schuhe ☺️
      77 2 Melden
    • Ökonometriker 20.01.2018 22:01
      Highlight @Hierundjetzt: danke für den Hinweis. Der Artikel ist seit meinem Kommentar noch gewachsen.

      Da ist es tatsächlich ein klarer Fall und keine Rechtsgüterabwägung mehr.
      29 2 Melden
    • Hierundjetzt 20.01.2018 22:57
      Highlight Gerne. Der Tagi hat dies eben bereits vor watson gebracht. Daher meine überaaaagende Fachkompetenz 😜
      34 1 Melden
    • Asmodeus 21.01.2018 11:32
      Highlight @HierundJetzt
      Aber ganz ehrlich. Jedem war klar, dass auch das weiter ziehen absolut nichts gebracht hätte.

      Jedes Elternteil hätte in so einer Situation gesagt "leckt mich am Arsch".
      6 5 Melden
  • Hoppla! 20.01.2018 19:25
    Highlight Den Zwang an einem religiösen Fest mitzumachen, finde ich als Atheist sehr störend. Meine Kinder wären da wohl auch nicht dabei.
    77 79 Melden
    • Julian Roechelt 20.01.2018 20:15
      Highlight Deine Kinder sind dein Eigentum?
      63 44 Melden
    • zeromaster80 21.01.2018 02:48
      Highlight Du empfindest Weihnachten als religiöses Fest? Als Atheist solltest du es besser wissen, darfst deine Kinder entsprechend informieren und trotzdem mit ihnen unter dem ach so christlichen Baum feiern ;-) Und ja, Du darfst sie auch erziehen Brauchtum zu respektieren und mal ein Lied zu singen, welches irgend eine religiöse Figur besingt.
      18 9 Melden
    • Hoppla! 21.01.2018 10:26
      Highlight @ Julian Roechelt

      Heisst das, dass ich meinen Kindern nichts verbieten darf weil sie nicht mein Eigentum sind?

      @ zeromaster80

      Oh ja, das tue ich. Aber Respektieren und Tolerieren heisst nicht zwangsläufig mitmachen. Oder hältst du z.B. den Ramadan ein oder feierst du den Koningsdag?

      Solange der Zwang zum Mitmachen von Traditionen besteht, ist es noch ein weiter weg zu einer freien Gesellschaft. Ernüchternd.
      14 8 Melden
    • mogad 21.01.2018 10:42
      Highlight Würden Sie sich in einem islamischen Gottesstatt als Atheist outen, würden sie zu Tode gesteinigt.
      10 12 Melden
    • Asmodeus 21.01.2018 11:33
      Highlight @zeromaster80
      Ich bin Agnostiker und betrachte Weihnachten eher als Familienfest und traditionellen Brauch.

      Die Weihnachtslieder hingegen sind durchaus grösstenteils religiös und von daher grenzwertig wenn es ums Thema Religionsfreiheit geht.
      12 9 Melden
    • Hoppla! 21.01.2018 12:55
      Highlight Abbaio, und deswegen müssen wir dasselbe tun statt sich unserer Freiheit zu erfreuen? Oder was möchtest du uns da über die "unzählige" Gottesstaaten auf der Erde mitteilen?
      12 3 Melden
  • Caturix 20.01.2018 18:54
    Highlight Ich bin Katolisch und habe kein Verständniss für das Urteil. Religion ist privatsache und ich möchte meine Kinder auch nicht in einer Kirche sehen wärend der Schulzeit um zu singen oder sonnst etwas dort zu machen.
    59 63 Melden
    • mogad 21.01.2018 10:54
      Highlight Es geht um Kompromisse und Anpassung an unsere Kultur. Kompromisse entstehen, wenn man miteinander redet. Weihnachten feiert die Geburt Jesu - im Islam der Prophet Isa, der vor Mohammed kam und sehr verehrt wird. Im Islam ist Jesus in etwa das, was im Christentum Johannes der Täufer ist. Da könnte man schon mitsingen. Es waren übrigens Moslems die sich beschwerten, als Charlie Hebdo auf dem Titel Jesus am Kreuz mit erigiertem Geschlechtsteil zeigte. Mit diesem Bild wollte Charlie Hebdo die Missbrauchsskandale in der Kirche darstellen.
      2 6 Melden
    • Asmodeus 21.01.2018 12:36
      Highlight @Abbaio

      Warum sind es immer Leute wie Du die zwar Kompromisse und Anpassung fordern, aber absolut nicht Willens sind selbst Kompromisse einzugehen?

      Zum Beispiel einzusehen, dass ein muslimischer Vater nicht möchte, dass seine Kinder in einer christlichen Kirche christliche Lieder singen?

      Du bist ein Heuchler.
      8 5 Melden
    • Hoppla! 21.01.2018 13:00
      Highlight Ich finde es etwas befremdlich wenn ein "Kultur-
      und Traditionszwang" entseht. Solange Grundrechte respektiert werden, sehe ich keinen Grund, mich irgendeiner Kultur anzupassen. Weder religiös noch andersweitig.

      Wieso lässt man Menschen nicht einfach leben wie sie möchten? Das stört doch niemanden.
      12 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 21.01.2018 13:44
      Highlight > Anpassung an unsere Kultur

      An deinen Christenheidenkulturmix werde ich mich nie anpassen.
      8 3 Melden
    • mogad 21.01.2018 16:45
      Highlight @asmodeus. Sie haben Recht. Muslime müssen nicht in einer Kirche christl. Lieder singen! Aber ich seh es in einem grösseren Zusammenhang. Kein Schwimmunterricht für Mädchen, kein Turnen, kein Klassenlager. Und damit Mädchen in der Schule das Kopftuch tragen dafür gehen die islamistischen Väter bis vor Bundesgericht. Und das Kopftuch bei Muslimas ist kein religiöses Symbol????
      4 7 Melden
  • kleiner_Schurke 20.01.2018 18:32
    Highlight Was der IZRS will ist, mediale Aufmerksamkeit um jeden Preis. Unsere Rechtsordnung gilt auch für den IZRS. Also Lasst ihn uns einfach ignorieren und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
    161 7 Melden
    • mogad 21.01.2018 10:34
      Highlight Fundamentalistische Moslem bekämpfen unser Rechtssystem, weil sie die Scharia wollen. In Deutschland touren Männer in Warnwesten mit der Aufschrift "Scharia police" durch die Nachtlokale um bei anderen Moslems
      "sittliches" Verhalten auch in Bezug auf Kleidung einzufordern. Da haben wir die Parallelgesellschaft, bald den Staat im Staat! Deshalb sag ich immer wieder: Die Burka ist nicht einfach ein Stück Stoff, ein Kleiderstil, sondern ein Symbol für diesen Scharia-Islamismus.
      5 14 Melden
    • kleiner_Schurke 21.01.2018 13:51
      Highlight Der IZDS steht in nicht für den fundamentalistischen Islam. Das Vorzeige Pärchen Qaasim und Nora Illi haben mit dem Islam rein gar nichts am Hut. Qaasim aka Patric Illi war zunächst christlicher Fundi, dann Technoveranstalter (Schulden Illi), dann rechtsradikales AUNS Mitglied und nun Psudo Moslem. Seine Frau Nora ist Katholikin, war eine Punkerin und nun Psudo Muslimin. Die Kleidung welche die beiden tragen ist ein Witz und hat nichts mit der islamischen Kultur zu Tun, der sie ja auch nicht entstammen. Sehr erhellend ist diesbezüglich der umfassende Artikel hier https://www.woz.ch/-7096
      7 2 Melden
  • G. F. 20.01.2018 18:31
    Highlight Leider war mein Tochter/Sohn am XX.XX.20XX krank und konnte nicht zum Schuluntericht. Ort, Datum, Unterschrift... erledigt
    86 23 Melden
    • Asmodeus 21.01.2018 11:34
      Highlight Dann würden aber die Kinder den ganzen Tag zuhause bleiben und den Unterricht verpassen.

      Etwas heftig wegen 1-2 Stunden.
      3 8 Melden
  • Nico Rharennon 20.01.2018 18:17
    Highlight Ha meine Tochter ist jetzt gerade 4 Tage alt und sie wird NIE Religionsunterricht besuchen geschweige denn in einer Kirche dämliche Weihnachtslieder singen gehen.
    Den tausender zahl ich dann lachend!
    62 76 Melden
    • axantas 20.01.2018 20:17
      Highlight ...und wenn sie trotzdem hingehen möchte, weil alle anderen Kinder diesen Glitzer und Weihnachten mögen, weil es so schön ist?
      77 12 Melden
    • DerTaran 20.01.2018 21:52
      Highlight Dann darf sie das sicher. Das schöne am Atheist sein ist, dass uns der Hokuspoku einfach egal ist.
      34 10 Melden
    • öpfeli 20.01.2018 22:40
      Highlight Religionsunterricht kommt für unser Kind auch nicht in Frage. Wir geben unserem Kind Werte mit auf den Weg, welche die Kirche anders lebt.
      Weihnachten ist aber wieder ein anderes Thema.
      @Nico, ist Weihnachten bei euch Zuhause inexistent?
      18 15 Melden
    • Linus Luchs 21.01.2018 07:20
      Highlight Nico, wenn du das so durchziehst, wird deine Tochter in der Pubertät einer Freikirche beitreten, nur um dir eins reinzubremsen. Entspann dich. Gib Liebe. Dann kommt alles gut.
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    • Nico Rharennon 21.01.2018 11:35
      Highlight @axantas, natürlich darf sie Glitzer und Party haben, einfach ohne Kreuz, Pfarrer, Kumabaya oder Jesus. Abgesehen davon steht Mama auch mega auf Glitzer, wird sie bestimmt nicht zu kurz kommen.
      @öpfeli, nein nicht inexistent einfach religionsfrei. Die Diskussion mit dem Baum führe ich gerade mit der Mama, wird wohl auf einen Kompromis hinauslaufen. (Baum ohne Stern und nur mit Glitzer oder so)
      @Linus, wieso schliesst du aus meiner Aussage ich gebe keine Liebe?
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    • DerTaran 21.01.2018 12:59
      Highlight @Nico: Vielleicht, weil manche denken das Christentum hat die Liebe erfunden und ohne den Glauben an Jesus gäbe es keine Liebe?
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  • einmalquer 20.01.2018 18:11
    Highlight das freut natürlich den IZRS

    warum das auch die Schulpflege freut, ist allerdings nicht nachvollziehbar

    sie hätte die Kinder ohne weiteres von der Singerei in der Kirche freistellen können, sogar müssen

    Schulstunden haben nicht in Kirchen stattzufinden, dafür gibt es Schulhäuser und Schulzimmer
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  • FensterAuf 20.01.2018 18:10
    Highlight Als sich die Schweiz eine Verfassung gegeben hat, haben sich unsere Vorfahren für die Trennung von Kirche und Staat entschieden. Die Schule Dietikon hält sich nur ganz knapp daran (die Kinder müssen in die Kirche gehen und Lieder über "Gottes Sohn" hören, werden aber immerhin nicht zum Mitsingen gezwungen, was illegal wäre). In anderen Schulgemeinden ist es für Freidenker, Muslime, Juden oder Zeugen Jehovas kein Problem, einen Dispens für solche Anlässe zu bekommen oder einen Jokertag einzuziehen. Warum zerrt Dietikon den Vater vor Gericht?
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    • Hierundjetzt 20.01.2018 21:06
      Highlight Der Vater machte Einsprach, darum gibts ein Gerichtsverfahren.

      Lies den Tagi dazu ☺️
      22 2 Melden
  • Emanzipator 20.01.2018 18:08
    Highlight Also in der 4. Klasse, 1990, war es ganz selbstverständlich das unser Zeuge kein Kreuz trug und ein Tier spielte, der Jude gar nicht mitmachte und die lichter bediente.... man suchte nach lösungen und fand diese auch!

    Übers schwimmen kann man sich meinetwegen streiten aber in eine Kirche oder eine religiöse Feier mit zu machen sollte niemand gezwungen werden!
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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 20.01.2018 18:07
    Highlight Mhmm im vergleich zu den ganzen Schwimmgeschichten sehe ich hier schon die Religionsfreiheit gekrazt, auf der anderen Seite, wie borniert muss man sein, sein Kind nicht ein paar Lieder in einer Kirche singen lassen zu wollen? Wenn schon das den Allmächtigen erzürnt dann gute Nacht.
    Auch ein schönes Detail, die Nationalität wird nicht gennant, man kann sie sich aber einigermassen herleiten (Name). Man soll doch einfach die Nationalität nennen und die Menschen darauf sensibilisieren, von Nationalitäten auf Einzelpersonen zu schliessen, das ist sonst nur ein Trauerspiel.
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  • rauchzeichen 20.01.2018 18:05
    Highlight wollte der knabe da hin gehen? von dem hängt alles ab. ohne eine antwort auf diese frage, kann man die story unmöglich einordnen. fahrlässig, solche unfertigen journalistischen produkte, welche essentielle fakten weglassen, oder ohne kenntniss davon, die story bringen.
    27 7 Melden
  • Petrarca 20.01.2018 17:33
    Highlight Heute gross in der Tageswoche zu lesen: Basler Eltern, die ihre Kinder GAR NICHT zur Schule schicken. Mit einer Busse von 4'000 Franken ist die Sache dann erledigt. Aber wehe eine Handvoll muslimischer Kinder schwänzt den Schwimmunterricht oder den Weihnachtschor. Da steht der Wutbürger dann Kopf...
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  • DerTaran 20.01.2018 17:28
    Highlight Sorry das ist ein Unding und eine staatlicher Anmassung gegenüber den Eltern, wegen einer verweigerten Unterrichtsstunde solch eine Strafe zu verhängen (wegen eines einmaligen Singens). Dies hat nichts mit dem Bildungsauftrags zu tun (wir reden nicht über Mathematik, Französisch oder Schwimmen).
    Das Gerich hat sicherlich richtig entschieden, dass aber die Schulpflege solch ein Theater macht ist unglaublich (noch einmal: Wegen Singen).

    An alle SVP Trolle, hier werden die Eltern entmachtet, etwas, das eure Partei als Argument gegen staatliche Kinderhorte anbringt.

    Ich bin übrigens Atheist.
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    • durrrr 20.01.2018 17:56
      Highlight Was mit dem Bildungsauftrag zu tun hat und was nicht, hast nicht du sondern die zuständige Schulpflege zu entscheiden. Der Vater hätte ausserdem den Entscheid anfechten können, was er nicht tat. Und dass du Atheist bist, tut hier nichts zur Sache.
      56 23 Melden
    • Mss.Fork 20.01.2018 17:58
      Highlight Bin total deiner meinung. Ich weiss nicht wie heute mit dem thema religion in der schule umgegangen wird, aber offensichtlich herrscht mindestens teilweise ein zwang. Wenn dann wäre mmn. Allerhöchstens ein objektiver, allgemeinbildender unterricht welche jede religion abdeckt wünschenswert. Ich finde es allgemein kritisch kinder mit religion zu konfrontieren...
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    • axantas 20.01.2018 18:09
      Highlight Unsere Gesellschaft lebt von gewissen allgemeinen Normativen, an die sich alle zu halten haben. Schulpflicht mit Obligatorien gehört dazu. Hält man sich nicht an diese Regeln, gibt es Sanktionen und das ist gut so.

      Wenn jeder noch seine eigene Extrawusrst einfordern würde, könnten wir den Laden über kurz oder lang zumachen.

      Es gibt ausserdem Regionen auf dieser Welt, in denen die Kinder keine der offensichtlich verhassten Weihnachtslieder singen müssen, weil es dort nicht Usus ist.
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    • Rabbi Jussuf 20.01.2018 19:27
      Highlight Taran
      Der einzige, der Theater gemach hat, war der muslimische Vater.
      Ist mir unbegreiflich, dass man das nicht sehen kann.
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    • Waschgiri 20.01.2018 19:27
      Highlight Ganz meine Meinung. Meine Eltern haben vor 20 Jahren versucht, mich (christlich) vom Schülergottesdienst fernzuhalten, da dieser sehr konservativ war. Wurden dann vom ganzen Dorf beschimpft. Bitte macht Singen in der Kirche nicht wieder zur Bürgerpflicht...
      41 15 Melden
    • Rolfgt 20.01.2018 19:36
      Highlight Auch Atheisten sind schulpflichtig.
      37 5 Melden
    • DerTaran 20.01.2018 20:16
      Highlight Ok, ich bin absolut für Schulpflicht. Aber muss die Schule mein Kind zwingen Gott zu preisen in einer Kirche? Ich bin der Meinung, dass hier ein Exempel statuiert wurde. Und das ist nicht ok.

      Es ist mir egal was andere Religionen verlangen, ich lebe in der Schweiz, in der Staat und Kirche getrennt sind und unsere Schulsysteme sollte das akzeptieren.

      Hier wird immer wieder - oft zu recht - bemängelt wie intolerant der Islam ist, aber viele hier sind ehrlich gesagt genauso schlimm und beraten damit die ideale der Demokratie.


      38 15 Melden
    • DerTaran 20.01.2018 20:25
      Highlight Atheist zu sein habe ich erwähnt um klar zu stellen, das es mir im Gegensatz zu besagtem Vater nicht um den religiösen Aspekt der Debatte geht. Sondern, dass ich tatsächlich die SVP Angst vor Entmündigung der Eltern durch den Staat teile. Das gilt eben auch, wenn es mal nicht gegen linkes, sonder gegen rechtes Gedankengut oder wie hier gegen religiöse Bevormundung geht.
      Übrigens, als ich jung war, war klar, dass ich als protestantisches Kind nicht in eine katholische Kirche gehen muss. Vor 45 Jahren ging das noch.
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    • Rabbi Jussuf 20.01.2018 20:39
      Highlight Waschgiri
      Hier geht es nicht um Gottesdienst, oder Religionsunterricht.
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    • Maracuja 20.01.2018 21:08
      Highlight @DerTaran

      Singen ist in der Schweiz ein obligatorisches Schulfach genau wie Schwimmen und m.W. hatten Eltern nie ein Mitspracherecht, was die Musikauswahl betrifft, von einer Entmündigung der Eltern zu sprechen ist also Schwachsinn. Problematisch ist im vorliegenden Fall die fehlende Trennung von Kirche und Schule. Musikveranstaltungen von Schülern die Auftritte in Kirchen beinhalten sollten freiwillig sein. In den Schulen, die meine Kinder besuchten wurde das so gehandhabt, trotzdem haben fast alle an Weihnachtssingen mitgemacht, auch Kinder von muslimischen und atheistischen Eltern.
      20 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.01.2018 21:41
      Highlight Maracuja
      Es ging um eine Probe, nicht um eine Aufführung.
      So wie ich den Artikel lese, haben die Jungs bei Proben in der Schule mitgesungen.
      Es geht also eigentlich nur darum, dass eine "Schulstunde" in einer Kirche abgehalten wurde, nicht um die Lieder und nicht um eine christliche Aufführung. (Das wäre in der Tat ein anderes Thema.)
      7 14 Melden
    • DerTaran 20.01.2018 21:48
      Highlight @Maracuja, einverstanden, ich habe auch nichts gegen das Singen. Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben die Kinder auch bei allen Proben mitgesungen, ausser bei der in der Kirche. Wegen diesem einen Fernbleiben solch ein Theater zu veranstalten und gleich 500 Franken Busse auszusprechen ist ein tiefer Eingriff in die elterliche Autorität. Es geht hier schliesslich nicht um ein allgemeines Fernbleiben vom Unterricht, sonder um eine einzige Singprobe.
      13 5 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.01.2018 23:43
      Highlight Einzige Singprobe...
      Warum macht dann der Vater ein solches Theater?
      14 10 Melden
    • α Virginis 21.01.2018 00:28
      Highlight Naja, ich möchte die Kommentare lesen, wenn ein nicht Muslimisches Kind zum Lobpreisen des Propheten in einer Moschee gezwungen wird...

      Religion sollte meiner Meinung nach generell aus den Schulen gehalten werden. Auch wenn es um althergebrachte Traditionen geht.

      Der Vater hat natürlich nicht das Recht, ein vollstrecktes Urteil zu ignorieren, das geht nicht. Dass er sich an den IZRS wendet ist zwar ein Hinweis, aber kein eindeutiger, auf irgendwelche "islamistischen" Tendenzen. Dazu müsste man mehr über den Fall wissen.

      Religion und Schule sind immer problematisch und gehören getrennt.
      13 3 Melden
    • reconquista's creed 21.01.2018 01:20
      Highlight Es hat mit dem schulischen Integrationsauftrag zu tun!
      Egal welche Hautfarbe, Religion oder Lohn der Eltern, alle bekommen dieselbe Bildung und denselben Unterricht - das ist die beste Integrationsarbeit, leider zu oft von Fundamentalisten torpediert.
      Nur weil sie vorhinein gegen “SVP-Trolle“ anschreiben heisst dass noch lange nicht dass ihre Aussage durchdacht ist.
      7 9 Melden
    • AlteSchachtel 21.01.2018 10:44
      Highlight Schulen im Kanton Zürich haben keine christlichen Religionslektionen. Das Fach, das in der Primarschule unterrichtet wird, ist Religion+Kultur (Beschreibung siehe Link) und soll eigentlich zur Völkerverständigung und Toleranz unter verschiedenen Kulturen beitragen.

      https://vsa.zh.ch/dam/bildungsdirektion/vsa/schule_und_umfeld/eltern/uebersetzungen/religion_kultur/elterninfo_religion_kultur.pdf.spooler.download.1411475714158.pdf/elterninfo_religion_kultur.pdf

      aber klar, Fundis und fanatische Atheisten laufen auch dabei die Wände hoch.
      3 3 Melden
    • Maracuja 21.01.2018 10:45
      Highlight @Rabbi Jussuf: einzige Singprobe

      Wie du den Kommentaren entnehmen kannst, wäre eine einzige Singprobe von Weihnachtsliedern in einer Kirche auch manchen Atheisten zu viel. Hätte sich ein atheistischer Vater gewehrt, hätte er Beifall bekommen für sein Engagement für die konsequente Trennung von Kirche und Staat. Ein Muslim erntet aber Unverständnis, weil er hiesige Kultur nicht achtet, das ist m.E. Doppelmoral. Besser Kirche und Schule trennen und dafür bzgl. Schwimmunterricht, Sexualkunde, Klassenlager usw. knallhart auf Schulpflicht pochen.
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    • Maracuja 21.01.2018 11:00
      Highlight @Rabbi Jussuf

      Im übrigen teile ich deine Sorge, dass sich immer mehr die wahabitische Auslegung des Islams verbreitet. Als meine Kinder in die Primarschule gingen (zw. 1999 und 2011) erlaubten muslimische Eltern ihren Kindern die Teilnahme an solchen Events, obwohl keine Pflicht dazu bestand und die Aufführungen ausserhalb der Schulzeit stattfanden, sogar die Kinder eines Imams nahmen teil. Mittlerweile gelten in manchen Moscheevereinen bereits Festtagsgrüsse als Verfehlung: https://bazonline.ch/basel/stadt/ich-moechte-das-beste-fuer-jeden-menschen/story/18077730
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    • Rabbi Jussuf 21.01.2018 12:35
      Highlight Maracuja
      Viell. habe ich es überlesen, aber ich habe keinen Atheisten entdeckt, der etwas gegen eine einzelne Probe in einer Kirche gehabt hätte. (Das wäre noch blödsinniger als die Gipfelkreuzdebatte!)
      Die, die empört waren, haben den Artikel nicht richtig gelesen.
      1 4 Melden
    • Asmodeus 21.01.2018 12:41
      Highlight @Maracuja

      Je mehr man Menschen in die Ecke drängt und kritisiert desto eher radikalisieren sie sich.

      Wir fördern also rückständige Ideologien indem wir jeden kritisieren und unterdrücken der auch nur in die Nähe davon kommt.

      Das ist ebenfalls einer der Gründe wieso die Alt-Right so erstarkt ist, wieso Fussballhooligans sich stärker zusammen rotten etc.

      Du wirst nie eine Gruppe von aussen heraus zerschlagen können. Du musst den Leuten von innen heraus zeigen, was falsch läuft.

      Ist bloss anstrengender und weniger sexy als auf dem Stammtisch rum zu poltern.
      3 5 Melden
    • DerTaran 21.01.2018 12:45
      Highlight Domen: Dann ist für sie die Einmischung in Elterliche Angelegenheiten (Kirchenbesuch) also Integration? Der Wutbürger ist immer der erste der schreit, ich kann mich noch genau daran erinnern wie ihresgleichen sich (zu recht) über Zwangs-Hochdeutsch im Kinski aufgeregt hat. Oder wie fänden sie das, wenn ihr Kind in der EU Botschaft „Freude schöner Götterfunken“ singen müsste (oder die „Internationale“ im SP-Sitz) ?
      Der obige Fall,ist mir egal und ich habe keine Sympathie für den Vater und den IZRS der die Idiotie der Schulpflege propagandistisch Ausschlachtet, hier geht es mir ums Prinzip.
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    • DerTaran 21.01.2018 12:55
      Highlight @Maracuja, ich teile diese Sorge ebenfalls, von mir aus soll jeder Glauben was er will, ich missionieren den Atheismus nicht, aber die radikalisierung der Religionen (ja Plural) und der Wiedereinstieg in das Konzept Staatsreligion (wie auch hier in den Leserbriefen als angeblicher Teil unserer Kultur propagiert) macht mir ebenfalls Angst.
      11 1 Melden
    • Maracuja 21.01.2018 16:42
      Highlight @Asmodeus: je mehr man Menschen in die Ecke drängt und kritisiert desto eher radikalisieren sie sich.

      Trifft teilweise zu, trotzdem kann niemand (weder rechts, links, religiös, atheistisch, Veganer, Karnivore u.ä.) eine allfällige eigene Radikalisierung einfach anderen in die Schuhe schieben mit der Behauptung ohne die Kritik der anderen hätte man sich nicht radikalisiert. Kritik gehört zu einer freien Gesellschaft und sollte nicht unterbunden werden, nur um zu verhindern, dass sich jemand radikalisiert.
      6 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.01.2018 17:14
      Highlight Mit dem, was Asmodeus propagiert, gewinnt man keinen Blumentopf.
      Vorauseilender Gehorsam nennt man das!
      Oder Appeasement.
      Von innen heraus????
      Aber was frag ich. Er weiss doch selber nicht, was er damit meint.
      1 6 Melden
    • reconquista's creed 21.01.2018 17:20
      Highlight Es geht darum, dass alle Schüler unabhängig von Kultur, Status, Hausfarbe etc. dasselbe zusammen machen, ohne Ausnahmen und Spezialfälle.
      DAS ist Integration, zu zeigen dass diese Dinge nicht zählen sondern der Mensch.
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