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Ab 10. September 2018 legen die InterRegio-Züge von Olten nach Basel um 8:40 und 9:40 Uhr in Muttenz für die FHNW einen Extrahalt ein. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

SBB will, dass Studenten länger schlafen und die wollen das auch

01.11.17, 16:28 01.11.17, 17:57

Ein Deal der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der SBB für den neuen Campus in Muttenz soll die Pendler-Spitzenzeiten entschärfen: Ab Herbst 2018 halten dort zwei InterRegio-Züge, dafür beginnt der FHNW-Unterricht teils später. Der Bahn-Deal soll Schule machen.

Eine umfassende Studie hatte gezeigt, dass mindestens 80 Prozent der Studierenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Hochschule reisen.  Eine Umfrage bei rund 800 Studierenden ergab zudem, dass sich rund 40 Prozent spätere Vorlesungszeiten vorstellen könnten oder sogar wünschen.

3700 Studierende

In knapp einem Jahr wird die FHNW im Muttenzer Polyfeld wenige Schritte vom Bahnhof entfernt ihren neuen Campus mit rund 3700 Studierenden und 800 Mitarbeitenden beziehen – mehr als dreimal so viele wie heute. Mit einer kantonalen Sekundarstufen-Reform werden zudem 2024 weitere Schulen ins Polyfeld ziehen.

Doch schon heute ist die S-Bahn am Morgen ausgelastet, das Tram zu weit weg und die Busanbindung bescheiden. Die Mehrheit der Muttenzer FHNW-Studierenden kommt mit dem Zug von Olten her, je nach Ausbildungsgang nicht nur aus den FHNW-Kantonen Aargau, Basel und Solothurn, sondern auch von weiter weg.

Sitzen und Sparen

Zusätzliches Rollmaterial hat die SBB aber nicht auf der Halde. Mehr Verbindungen bezahlen müsste im Regionalverkehr zudem die öffentliche Hand. Platz hat es jedoch in Zügen ausserhalb der Pendlerzeiten, und den will man nun besser nutzen, wie Verantwortliche am Mittwoch vor den Medien ausführten.

So legen ab 10. September 2018 die InterRegio-Züge von Olten nach Basel um 8:40 und 9:40 Uhr in Muttenz für die FHNW einen Extrahalt ein. Bisher hält dort nur die S-Bahn sowie ein früher InterRegio von Zürich her.

Im Gegenzug will die FHNW den Unterricht für einen Drittel der Studierenden später ansetzen, damit diese nicht zu Pendlerzeiten nach Muttenz fahren. Für den FHNW-Campus bringt das kaum Mehraufwand, soll der doch ohnehin 24-Stunden an sieben Tagen in der Woche offen sein. (whr/sda)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ton 01.11.2017 22:32
    Highlight Ich denke es an jedem Vorlesungstag, an dem ich im Pendlerstrom mitfliessen muss. Eine (halbe?) Stunde später und die Pendlerspitze würde gebrochen. Mir wärs als Student ja wirklich egal.
    18 1 Melden
  • Thinktank 01.11.2017 21:14
    Highlight Solche Optimierungen sind kurzfristig möglich. Die Bevölkerung wächst aber weiter und die Infrastruktur nicht.
    2 19 Melden
  • Pafeld 01.11.2017 20:47
    Highlight Wieviel braucht es eigentlich noch, um diesen veralteten 08:00-Terror endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu schicken? Es ist unglaublich, wie sehr man bereit ist entgegen zig sachlichen Argumenten an diesem althergebrachten Fleisssystem festzuhalten. Nur weil man damit irgendwelche moralischen Phantasien verbindet.
    37 6 Melden
  • Donald 01.11.2017 19:05
    Highlight Nur dumm, dass dieser Zug ohne halt über die idiotisch geregelte Tarifzonengrenze fährt.
    3 5 Melden
  • Schpaetzu 01.11.2017 17:55
    Highlight Gerne in Brugg auch etwas später :)
    9 0 Melden

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