Schweiz

Wer es von ihnen ins Gymnasium schafft, hängt auch vom Geburtsdatum ab Bild: PPR

Darum sind Kinder mit Geburtstag im August, September oder Oktober die besseren Schüler

Eine neue Auswertung zeigt: Wer zu den Älteren einer Klasse gehört, schafft es eher ans Gymnasium. Das Geburtsdatum und der Stichtag der Einschulung beeinflussen damit den schulischen Erfolg – und die Karrierechancen. Spätsommer- und Herbstkinder sind im Vorteil. Und der Effekt wird sich verstärken.

04.11.17, 13:13

yannick nock und samuel hufschmid / schweiz am wochenende

Ein Artikel von

Der erste Schultag: alles neu, vieles spannend, manches einschüchternd. Wer sich erinnert, kennt die Hürden des Schulstarts. Doch nur wenigen ist bewusst, dass die ältere Hälfte der Kinder mit einem entscheidenden Vorteil das Klassenzimmer betritt. Sie haben mehr Lebenserfahrung und sind in ihrer Entwicklung oft deutlich weiter als ihre Klassenkameraden. In der Schweiz sind die jüngsten Erstklässler in der Regel 5½ Jahre alt, die ältesten 6½. Zwölf Monate Vorsprung, die ein Leben prägen können.

Entscheidend ist der Zeitpunkt der Einschulung. Je nach Kanton liegt der Stichtag zwischen dem 31. April und dem 31. Juli. Der Effekt ist überall der gleiche: Jene, die kurz vor dem Stichtag Geburtstag haben, werden immer die Jüngsten in einer Klasse sein. Wer kurz danach feiert, wartet fast ein weiteres Jahr bis zur Einschulung – und ist weiter in seiner intellektuellen, emotionalen und sozialen Entwicklung. Spätsommer- und Herbstkinder sind die Gewinner, Frühjahreskinder die Verlierer. Oder um ein altes Sprichwort umzuschreiben: Wer am falschen Tag zur Welt kommt, den bestraft das Leben.

Grosse kantonale Unterschiede

Eine Auswertung der «Schweiz am Wochenende» zeigt, dass dieser sogenannte relative Alterseffekt bis ins Gymnasium anhält. In fast allen Kantonen schaffen es die älteren Kinder eines Schuljahrgangs eher an die Mittelschule als ihre jüngeren Klassenkameraden. Schweizweit beträgt der Effekt zehn Prozent, das heisst, in den Mittelschulen ist die ältere Hälfte des Jahrgangs um zehn Prozent übervertreten. In manchen Kantonen ist der Effekt noch grösser: In Bern liegt der Unterschied bei 34 Prozent, in Schwyz bei 32, und in Baselland bei 22. Ähnlich sieht es im Aargau (22 Prozent) und Zürich (18) aus (siehe Tabelle).

Bild: schweiz am sonntag/ marco tancredi

Es gibt nur wenige Ausnahmen wie in Genf, wo die Jüngeren in einer Klasse überwiegen. Dass der relative Alterseffekt dort nicht sichtbar wird, liegt auch daran, dass es im Kanton keine Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium gibt. Fast 60 Prozent der Schüler werden zugelassen. Es beginnen demnach viele schwächere Jugendliche die Matura. Das beweist die Abbruchquote: 54 Prozent der Genfer Gymnasiasten machen gemäss Schweizer Bildungsbericht keinen Maturabschluss – landesweiter Negativrekord.

Trotz den Zahlen ist der relative Alterseffekt in der Bildungsdebatte eine Randerscheinung. Selbst Experten ist das Phänomen oft nicht bekannt. Dabei wurde der Effekt mehrfach im Nachwuchssport nachgewiesen. So sagte Dieter Baur, Leiter der Volksschulen in Basel-Stadt, kürzlich zur «Schweiz am Wochenende»: «Dieser Effekt ist mir neu. Auch die meisten Lehrpersonen dürften noch nie davon gehört haben.» Dabei wäre eine Debatte sinnvoll, denn das Problem wird sich verschärfen.

Der Stichtag für den Kindergarteneintritt wurde zuletzt nach vorne verschoben. Die jüngsten Kinder sind heute lediglich 4 Jahre und ein paar Wochen alt, wenn sie den Kindergarten besuchen – und dementsprechend jünger, wenn sie danach das erste Mal ein Klassenzimmer betreten. Das verstärkt den Effekt, denn je jünger die Schüler sind, desto grössere ist der Unterschied in der Lebenserfahrung – und desto anfälliger sind sie: Schlechte Beurteilungen der Lehrer haben einen starken Einfluss auf die weitere Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. «Wer früh schlecht bewertet wird, verliert schneller das Selbstbewusstsein und das Interesse an der Schule und am Schulstoff», sagt Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm. Oft sind die Jüngeren davon betroffen, weil sie mit der neuen Umgebung mehr Mühe haben.

Doppelt so oft gemobbt

Ein Grund, warum sich der Alterseffekt bis ins Gymnasium halten kann, liegt an der frühen schulischen Weichenstellung. Schon nach der 6. Klasse wird in vielen Kantonen direkt oder indirekt über den Eintritt in das Gymnasium entschieden. Sei es durch den Übergang ins Langzeit-, Untergymnasium oder in die Sekundarstufe. «Wer dann nicht zu den Besseren gehört, hat es schwerer, die Matura zu machen», sagt Stefan Wolter, Bildungsökonom des Bundes. Für die Chancengleichheit wäre es deshalb am besten, wenn die Entscheidung möglichst spät fällt. Allerdings gebe es Eltern, die beklagen, dass ihre Kinder gebremst würden, wenn die Klassen erst spät nach Leistung separiert werden.

Nicht nach unten gucken! Der schwindelerregendste Schulweg der Welt

Andere Länder sind in der Debatte weiter. In England wurde vor zwei Jahren im Parlament über Massnahmen diskutiert. Dort ist der Stichtag der 31. August. Somit sind die im August geborenen Kinder die jüngsten einer Klasse, die im September geborenen die ältesten. Eine Untersuchung der Nuffield Foundation aus London zeigte, dass August-Kinder in den Hauptfächern Lesen, Schreiben und Mathematik dreimal häufiger ungenügende Noten nach Hause bringen als die im September geborenen. Ausserdem werden die jüngsten doppelt so oft gemobbt und fühlen sich in der Schule weniger wohl als ihre älteren Klassenkameraden.

Untersuchungen in anderen Ländern kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Aus Südeuropa ist bekannt, dass die Klassenjüngsten eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit haben, eine Klasse wiederholen zu müssen. Ausserdem wird bei den Kleinen häufiger ADHS diagnostiziert. Trotzdem ging der Einschulungstrend in der Schweiz in den vergangenen Jahren meist nur in eine Richtung: Je früher, desto besser, dachten sich viele Eltern.

Andere Benotung für Jüngere?

Selbst wenn Lehrer und Schulen um den Effekt wissen, ist es schwierig, ihm entgegenzuwirken. Einen Stichtag wird es immer geben. Jüngere Kinder einer Klasse weniger streng zu benoten, ist im Schulalltag kaum umsetzbar, weil alle die gleichen Lernziele erreichen müssen. Im Nachwuchssport gibt es die Idee des wechselnden Stichtages: So würden die Jüngsten in der nächsten Klasse die Ältesten – und umgekehrt. Doch das ist ebenso schwer umzusetzen.

In England kamen die Behörden zum Schluss, die Rechte der Eltern zu stärken. Falls ihr Kind zu den jüngsten einer Klasse zählen würde, dürfen sie selber entscheiden, ob sie ihr Kind einschulen oder noch ein Jahr warten. In der Schweiz können Eltern in den Gemeinden ihre Bedenken kundtun, die Entscheidungshoheit liegt aber – anders als in England diskutiert – nicht bei ihnen.

Trotz der verschiedenen Studien darf der relative Alterseffekt gemäss Experten nicht überschätzt werden. Urs Moser, Bildungsforscher an der Universität Zürich, relativiert: «Es sind verschiedene Faktoren, die den Schulerfolg eines Kindes prägen», sagt er. Der Altersunterschied – isoliert betrachtet – sei sicherlich nicht entscheidend. Heute gebe es in mehreren Kantonen altersdurchmischte Klassen. Viele Kinder würden davon profitieren, nicht darunter leiden. Auch Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm weist darauf hin, dass sich eine frühe Einschulung gerade bei begabten Kindern positiv auswirkt.

Das Thema steht bald auf der Agenda der Schweizer Bildungspolitik. Im Frühling erscheint der alle vier Jahre publizierte nationale Bildungsbericht. Darin wird der relative Alterseffekt an Schweizer Schulen erstmals genauer beleuchtet.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Neunundneunzig 05.11.2017 00:22
    Highlight Das Datum mag ein Faktor sein, mit der späteren Einschulung ist es aber nicht getan. Der Schulerfolg hängt nach wie vor mit primären Herkunftseffekten zusammen. Die Weichen werden beim Übertritt und während der Sek I gestellt. Hinzu kommen sekundäre Herkunftseffekte (Entscheidungen über den weiteren Bildungsverlauf, beeinflusst z.B. durch die Familie (Erhalt der soz. Stellung, z. B., bedeutet für ein Kind aus der Arbeiterfam. nicht das Gleiche wie für ein Akademikerkind, etc.). Diese sekundären Herkunftseffekte führen häufig dazu, dass Jugendliche kein Gymnasium besuchen (möchten, können).

    1 1 Melden
  • Herzquotient 1.24 (-0.02) 04.11.2017 22:37
    Highlight Eine Übervertretungvon 34% bedeutet, statt 50% sind es 84% aus der zweiten Hälfte des "Jahrganges"? 84% vs 16% wäre ein ausgesprochen krasses Missverhältnis. Oder liege ich falsch? Sind es "nur" 67% vs. 33%?
    0 0 Melden
  • Vio Valla 04.11.2017 20:29
    Highlight Bei uns in der Gemeinde sind sie im Schulrat zum Glück sehr felxiebel. Wenn ein Kind im Juni oder Juli geboren wurde, ist es für die Eltern kein Problem dieses Kind ein Jahr zurück zu behalten. Auch ein Jahr Kindergarten mehr machen ist eine oft gewählte Option. Bei uns im Dorf gibt es somit viele Juni Juli Kinder, die ein Jahr später in die Schule gehen. Auch meine Tochter gehört dazu.
    7 0 Melden
  • Laia 04.11.2017 19:16
    Highlight Oh jeeeeeh
    Es gibt echt über alles irgendwelche Studien.. Ich war mit Geburtstag am 15. April, Stichtag 30. April, fast immer die jüngste der Klasse und war immer unter den besten..
    Wäre ich später eingeschult worden, hätte ich mich im Kindergarten zu Tode gelangweilt..
    Es gibt nie eine Lösung, welche für alle perfekt passt.
    3 7 Melden
  • äti 04.11.2017 19:14
    Highlight .. wenn ich da die 9 Monate zurückzähle, war immer irgendwo Fastnacht.
    5 0 Melden
  • Hcd 04.11.2017 18:10
    Highlight Bei uns in Graubünden gibt es gar keinen Stichtag. Alle Klassenstufen bilden sich nach Jahrgang (Es gibt natürlich Ausnahmen: Überspringen, repetieren) Somit sind die Kinder die Anfangs Jahr geboren sind im Vorteil, da sie im August bereit 7 Jahre und ein paar Monate alt sind (Ja, in Graubünden wird man erst im 7. Lebensjahr eingeschult), während die Herbstkinder nicht 7 Jahre alt sind. Deshalb ist die Statistik in Graubünden total überflüssig und nichtsaussagend.
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  • kleiner_Schurke 04.11.2017 16:47
    Highlight August, September oder Oktober entsprechen den Sternzeichen Löwe, Jungfrau, Waage.
    3 14 Melden
    • Charlie Brown 04.11.2017 19:04
      Highlight Du bist doch Dr. in einer Naturwissenschaft? Was hat ein derart gebildeter Mensch mit Sternzeichen am Hut?
      7 1 Melden
    • kleiner_Schurke 05.11.2017 00:43
      Highlight Gar nix. Ich habe nur geschrieben das die Sternzeichen den Monaten entsprechen. Mit dem Artikel hat das nichts zu Tun.
      0 1 Melden
  • Dan Rifter 04.11.2017 16:18
    Highlight Allenfalls hab ich es überlesen.. aber es gibt (zumindest im Kt. ZH, wie ich meine) für Eltern die Möglichkeit, ihr Kind ein Jahr später einzuschulen.

    Was die genauen Bedingungen (z.B. innerhalb 3 Monate der Deadline oder so) dafür sind , weiss ich aber nicht.
    6 4 Melden
  • Peace93 04.11.2017 16:01
    Highlight Meiner Sicht her kann jeder ein guter Schüler sein, der es will und sich Mühe gitb. Unabhängig von seinem Geburtsdatum aber ja, Studien halt 🙄
    13 38 Melden
    • Charlie Brown 04.11.2017 16:48
      Highlight Deine individuelle Sicht sei dir gegönnt. Studien untersuchen halt gesamtheitliche Effekte, Tendenzen und statistische Verteilungen. Was daran zum Augen verdrehen ist, bleibt mir hingegen verschlossen.
      30 3 Melden
  • Yippie 04.11.2017 15:31
    Highlight Als jüngster einer Klasse kann ich die Aussagen in diesem Artikel bestätigen. Ich hatte vor allem im Einschulungsjahr grössere Mühe mitzuhalten und musste beinahe das erste Schuljahr wiederholen. Danach konnte ich jedoch schulisch wieder aufschliessen und habe es doch noch in die "Sek" geschafft (damals noch mit Unterscheidung "Real/Sek")

    Der körperliche Unterschied bereitete mir mehr Sorgen als die schlechten Schulleistungen. Das macht sich dann aber eher so gegen 6-7 Schulklasse bemerkbar, wenn körperliche Veränderungen später eintreten als bei den Mitschülern - Schwanzvergleich halt ;)
    31 4 Melden
  • CasRas 04.11.2017 15:29
    Highlight Zum Titel: Ausser in Kantonen, an denen der Stichtag nicht im Sommer liegt.
    5 1 Melden
  • dommen 04.11.2017 15:25
    Highlight Ich würde mal behaupten, das soziale Umfeld trägt da den wesentlich grösseren Teil dazu bei. Aber ja, nette Theorie...
    Ich bin im Juli geboren. Ergebnis erster Bildungsweg: Lehre im Detailhandel 😛
    12 7 Melden
    • Charlie Brown 04.11.2017 16:51
      Highlight Wenn nun aber die Verteilung über jegliches soziales Umfeld hinweg eine statistisch relevante Differenz zeigt? Wie - ausser mit dir als Einzelfall - begründest du deine Kritik?
      8 4 Melden
    • dommen 04.11.2017 18:12
      Highlight Ist denn das der Fall? Das ist aus dem Text leider nicht ersichtlich.
      0 2 Melden
    • dommen 04.11.2017 18:14
      Highlight Wobei Ich mir ziemlich sicher bin, dass Herkunft und soziales Umfeld eindeutig statistische Signifikanz aufweisen, was die Unterschiede in den späteren Werdegängen anbelangt...
      1 0 Melden
    • Charlie Brown 04.11.2017 22:05
      Highlight Nun, wenn die Verteilung über die Gymnasien eines ganzen Kantons ausgewiesen wird... Was soll es denn sonst sein?
      1 0 Melden
  • Troxi 04.11.2017 14:48
    Highlight Im Kt Luzern war oder ist es immernoch der 1. November der Stichtag. So war ich Ende Oktober immer der Jüngste, orientierte mich an den älteren Mitschülern und konnte mit ihnen mithalten. Je länger ich die Schulbank drückte desto mehr Schüler liess ich hinter mehr. Selbst in der Berufsschule bin ich oftmals Klassrnbester, auch wenn ich dort wiederum der jüngste bin. Dass der Stichtag nach vorn verlegt wurde begrüsse ich!
    4 6 Melden
    • Zat 05.11.2017 01:58
      Highlight Im Kanton LU ist der Stichtag inzwischen löngst der 31. Juli. Zudem können die Kinder problemlos von den Eltern 'zurückgestellt' werden. Ergibt zusammen mit dem neu eingeführten freiwilligen zweijährigen Kindergarten eine grosse Bandbreite, sprich Altersdifferenz im Kindergarten. Da die Kinder je nach individuellem Stand 1-3 Jahre in den Kiga gehen, relativiert sich diese Differenz bis zum Schulstart wieder. Darauf wird in diesem wichtigen und guten Artikel nicht eingegangen, dass die Wege nicht gleich verlaufen und sich so vieles wieder angleicht.
      0 0 Melden
  • Evan 04.11.2017 14:40
    Highlight Eigentlich müsste die Schule alle 6 Monate statt alle 12 starten, dann hätte man den Effekt um 6 Monate verringert 😌
    29 1 Melden
    • MisterM 04.11.2017 19:43
      Highlight Sehr interessanter Aspekt... Moll, da denke ich nun gerne weiter darüber nach. Sorgt sicher für interessante Diskussionen im Lehrerzimmer nächste Woche.
      2 1 Melden
  • Hendiadyion 04.11.2017 14:19
    Highlight Immer das Gleiche: der eine „Bildungsexperte“ relativiert sofort, der andere weiss nicht Bescheid. Dabei ist der Befund nicht einmal neu; auch Watson hat z.B. 2014 schon darüber berichtet: https://www.watson.ch/Schweiz/Schule%20-%20Bildung/879734954-Wer-am-falschen-Tag-zur-Welt-kommt--hat%27s-im-Leben-schwerer
    Solche Befunde haben in anderen Branchen üblicherweise wenigstens ein Nachdenken zur Folge, nicht aber im Bildungswesen. Wenn man nur die Augen ganz fest zumacht, sieht man den Abgrund ja auch nicht mehr kommen...
    7 3 Melden
  • EvilBetty 04.11.2017 13:23
    Highlight No shit, Sherlock!?
    24 8 Melden

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Der Zuger Nationalrat Thomas Aeschi ist neuer SVP-Fraktionschef. Die Bundeshausfraktion hat den 38-Jährigen am Freitag zum Nachfolger von Adrian Amstutz gewählt. Der Berner Nationalrat gibt das Amt nach sechs Jahren ab.

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Aeschi sitzt seit 2011 im Nationalrat. Ins nationale Rampenlicht getreten war er bereits 2015, als er erfolglos für die Nachfolge von Bundesrätin Eveline …

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