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Hauptgebäude der ETH Zürich. Bild: KEYSTONE

Mobbing an der ETH – Professorin freigestellt, Untersuchung ausgeweitet

17.01.18, 18:16 18.01.18, 06:35

Die ETH Zürich hat gegen eine Professorin des ehemaligen Instituts für Astronomie eine Untersuchung wegen Verdachts auf Fehlverhalten in der Forschung eingeleitet. Nach Mobbing-Vorwürfen läuft bereits eine unabhängige Administrativuntersuchung. Die Professorin wird bis zum Abschluss beider Untersuchungen freigestellt.

Mit der Einleitung des Verfahrens folgt die Schulleitung dem Antrag der Vertrauensperson der ETH Zürich für Integrität in der Forschung, wie die Hochschule am Mittwoch mitteilte. Geklärt werden soll, ob es tatsächlich zu Verstössen gegen die Integritätsrichtlinien gekommen ist.

Mit der Ausweitung der Untersuchung soll sichergestellt werden, dass auch allfällige, nicht durch die Administrativuntersuchung abgedeckte Unregelmässigkeiten einer eingehenden Prüfung unterzogen werden, wird Detlef Günther, Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETH Zürich, in der Mitteilung zitiert. Bis zum Abschluss der Untersuchungen gelte die Unschuldsvermutung.

Sowohl die Administrativuntersuchung als auch das neue Verfahren sollen voraussichtlich bis Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Im Februar 2017 wurde die Schulleitung von den Ombudspersonen und von anderen ETH-Angestellten über Vorwürfe von mehreren Doktorierenden gegen eine Professorin im Institut für Astronomie informiert. Die Professorin soll «ein ungenügendes Führungsverhalten an den Tag gelegt haben». Die «NZZ am Sonntag», welche den Fall publik machte, schrieb von Mobbingvorwürfen.

Als Sofortmassnahme wurden die betroffenen Doktorierenden im März einer anderen Betreuungsperson zugeteilt. Zudem wurde das Institut für Astronomie im August «stillgelegt» und Teile davon ins neue Institut für Teilchen- und Astrophysik integriert. (sda)

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Video: srf

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Kekzus 17.01.2018 18:38
    Highlight Beim Science gibts einen Beitrag zum Fall Marcella Carollo welcher ein wenig mehr Details liefert für die interessierten:

    http://www.sciencemag.org/news/2017/10/swiss-university-dissolves-astronomy-institute-after-misconduct-allegations
    47 1 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 17.01.2018 20:31
      Highlight Merci für den Hinweis!
      9 2 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 17.01.2018 21:41
      Highlight Jaja natürlich liegt's am Geschlecht was sonst. Kann ja nicht sein dass sich Leute über eine Frau beschweren weil sie sich daneben benimmt? Bestimmt dürfen alle Professoren an der ETH ungestraft mobben nur Professorinnen dürfen das nicht. Was sonst?
      So ein Zufall dass dieser Quatsch aus den USA kommt....
      14 52 Melden
    • Hensamatic 18.01.2018 01:11
      Highlight Üner den Fall hat auch Watson damals schon ausführlich berichtet. Einfach mal die Links im Artikel anklicken.
      4 0 Melden
    • SonShine 18.01.2018 05:12
      Highlight @Es ist Nachgerichtet

      Genau solch pauschalisierende Aussagen über Männer bringen viele sogenannte Feministinnen in eine verdienterweise unglaubwürdige Position. Sehr kontraproduktiv, wirklich. Auch Frauen können sich schlecht verhalten. Daran ist nichts sexistisch.
      19 1 Melden

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