Schweiz

Der längste und tiefste Eisenbahntunnel der Welt: Tief unter dem Gotthardmassiv verläuft eine Flachbahn.  Bild: KEYSTONE

Ab 1. Juni hat die Schweiz den Längsten, Tiefsten und Teuersten

24.05.16, 09:18 24.05.16, 12:58

Wenn am 1. Juni der Gotthard-Basistunnel mit einem Staatsakt eröffnet wird, wird die Sicherheit grossgeschrieben. Nur eine handverlesene, ausgeloste Gruppe von 1000 Steuerzahlern und Stimmbürgern darf an der Ur-Durchfahrt teilnehmen. Und damit auch sicher nichts schief läuft, sind alle Teilnehmer von der Bundespolizei sicherheitsüberprüft worden. Zusätzlich gelten an Bord ähnliche Sicherheitsvorschriften wie in Flugzeugen. Keine Sackmesser, keine spitzen Gegenstände, kein Gepäck.

Serie zum Gotthard

Der Gotthard – Sinnbild der Schweiz, Teil des kulturellen Gedächtnis, Festung und Nadelöhr des europäischen Verkehrs. Anfang Juni wird der Gotthard-Basistunnel mit pompösem Staatsakt und Volksfest eingeweiht. In der watson-Serie zum Gotthard liest du alles über den berühmtesten Berg und längsten Tunnel der Schweiz.

Der Aufwand wird nicht nur wegen der Gefahr von Anschlägen auf die neue Bahninfrastruktur betrieben. Es kommt allerhand politische Prominenz in die Schweiz: Unter anderen geben sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident François Hollande und Italiens Premier Matteo Renzi die Ehre. 

Das ist kaum erstaunlich, denn es handelt sich um ein «europahistorisches Ereignis», wie der Direktor des Bundesamts für Verkehr, Peter Füglistaler, bemerkt. Eröffnet wird ein verkehrstechnisches Jahrhundertwerk – der längste Eisenbahntunnel der Welt, der potente europäische Wirtschaftsregionen noch effizienter verbindet. 

Herzstück des «Korridors Rhein-Alpen»

Der neue Bahntunnel mit seinen Rekord-Röhren ist – zusammen mit dem noch im Bau befindlichen Ceneri-Basistunnel – das Kernstück der NEAT, der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen. Und dieses Schweizer Grossprojekt wiederum ist das Herzstück des «Korridors Rhein-Alpen», dem wichtigsten europäischen Güterverkehrskorridor von der Nordsee ans Mittelmeer. 

Korridor Rhein-Alpen von Rotterdam nach Genua: Wichtigste Verbindung für den Nord-Süd-Güterverkehr. Karte: BAV

Mit dem bahntechnischen Kraftakt wahre die Schweiz «ihre verkehrspolitische Position in Europa», hält Füglistaler fest. Zudem verbinde «der Gotthard-Basistunnel, wie das Gesamtprojekt der NEAT-Netzvariante, die verschiedenen Landesteile» und entlaste die Strassen. 

«Die Gotthard-Handelsroute: Von der Twärrenbrücke bis zum Basistunnel.» YouTube/SBB Cargo

Das alles kostet. Allein das Filetstück – der Gotthard-Basistunnel – verschlingt 12,2 Milliarden Franken. Die NEAT kommt inklusive der beiden Basistunnel unter dem Lötschberg und dem Ceneri auf Gesamtkosten von gut 23 Milliarden Franken. 

Nicht höher als Bern

Der Basistunnel macht die Gotthardstrecke zur Flachbahn: Während die Scheitelhöhe der alten Gotthardbahn bei etwa 1100 Meter über Meer liegt, beträgt sie beim neuen Tunnel lediglich 550 Meter über Meer – auf dieser Höhe liegt die Stadt Bern.

SBB-Cargo wirbt für den Gotthard-Basistunnel.
YouTube/SBB Cargo

Das eröffnet neue Möglichkeiten: Waren die Güterzüge auf der alten Bergstrecke auf zehn bis zwölf Waggons limitiert, die von drei Loks gezogen wurden und mit durchschnittlich 60 km/h über die Schienen tuckerten, kann eine Lok künftig 40 Waggons  mit 100 km/h (maximal 160 km/h) durch den Basistunnel ziehen. 

Auch für Zugreisende bringt der Tunnel Vorteile: Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke ohne enge Kurven und mit geringem Gefälle werden die Personenzüge mit Spitzengeschwindigkeiten von 200 km/h (maximal 250 km/h) unter dem Gotthard durchbrettern. 

25 Minuten Zeitersparnis 

Dadurch dauert die Fahrt durch den Gotthard für Personenzüge nur noch knapp 20 Minuten. Reisende von Zürich nach Lugano sparen so 25 Minuten Reisezeit ein. Wenn 2020 der Ceneri-Tunnel eröffnet wird, verkürzt sich die Fahrt sogar um 45 Minuten. Die Reise von Zürich nach Mailand soll nur noch etwa 2 Stunden 40 Minuten dauern, rund eine Stunde weniger. 

Bauarbeiten im Osttunnel. 
Bild: KEYSTONE

Eine Idee aus dem 19. Jahrhundert

Die Idee eines Basistunnels unter dem Gotthard wurde schon im 19. Jahrhundert vorgebracht – noch bevor der Scheiteltunnel von Göschenen nach Airolo gebaut war. Der Geologe Arnold Escher schlug bereits 1864 vor, einen Tunnel zwischen Wassen und Madrano zu bauen.

Erst 1947 nahm Carl Eduard Gruner, Verkehrsplaner in Basel, die Idee wieder auf. Sein Vorschlag: Ein Basistunnel zwischen Amsteg und Biasca.  
Den Weg von Gruners Projekt zum jetzt verwirklichten Tunnel zwischen Erstfeld und Bodio zeigt die folgende Bildstrecke: 

Wie der Teufel dank der NEAT aus dem Gotthard verscheucht wurde: Die Geschichte des längsten Tunnels der Welt

Modernste Technik

Gebaut wurde der Gotthard-Basistunnel von der Alptransit Gotthard AG, einer hundertprozentigen SBB-Tochterfirma. Zum Einsatz kam modernste Technik, beispielsweise die gigantischen Tunnelbohrmaschinen, mit denen rund vier Fünftel der gesamten Tunnelstrecke ausgebrochen wurden. 

Tunnelbohrmaschine: Der Bohrkopf ist mit Schneidrollen bestückt.   Bild: gottardo2016.ch

Animation Tunnelbohrmaschine Gotthard-Basistunnel.  YouTube/Alptransit Gotthard

Im harten Gestein kamen die Bohrtrupps gut voran – obwohl bis zu 2000 Meter Fels über der Röhre lasteten und die Felstemperatur bis zu 50 Grad erreichte. Die Rekordstrecke wurde 2009 erreicht, als sich eine der Tunnelbohrmaschinen innerhalb von 24 Stunden durch nicht weniger als 56 Meter Hartgestein frass. Problematischer für die gigantischen Bohrer waren die geologischen Störzonen mit weicherem Gestein wie die Piora-Mulde. 

Schema des Basistunnels. «TBM» bezeichnet Abschnitte, die mit einer Tunnelbohrmaschine ausgebrochen wurden.  Grafik: Wikipedia/Cooper

Querstollen für den Notfall

Die beiden einspurigen Tunnelröhren liegen rund 40 Meter auseinander und sind alle 325 Meter durch Querstollen verbunden. Durch diese könnten Reisende im Notfall in die andere Röhre flüchten, wo ein Evakuationszug sie aufsammeln würde. In den Stollen herrscht Überdruck, damit kein Rauch eindringen kann. 

Neben den Geleisen verlaufen über die gesamte Tunnelstrecke rund ein Meter breite Bankette, das sind erhöhte Gehwege. An den beiden Multifunktionsstellen Sedrun und Faido, die von aussen zugänglich und klimatisiert sind, gibt es in jeder Fahrtrichtung Nothaltestellen. 

Bahntechnik für den Gotthardtunnel. YouTube/VBvisualch

Versuchsbetrieb bis Dezember

17 Jahre nach den ersten Sprengungen an den Zugangsstollen Amsteg und Faido wird der Gotthard-Basistunnel nun – ein Jahr früher als geplant – in Betrieb genommen.  Am 1. Juni beginnt allerdings erst der Versuchsbetrieb. Der fahrplanmässige Alltagsbetrieb startet erst am 11. Dezember. 

Wer sich nicht bis dann gedulden möchte, sollte am 4. und 5. Juni das Volksfest zur Tunnel-Eröffnung besuchen und eine der Tunneldurchfahrten mit den Gottardo-Shuttles buchen (Billette gibt es online oder an den SBB-Schaltern). Der Eintritt in die Festgelände – gefeiert wird im Norden bei Erstfeld und Rynächt und im Süden bei Pollegio und Biasca – ist dagegen frei. 

Kein Billett oder keine Lust? Hier kann man den Tunnel virtuell durchfahren: 

Gotthard Basistunnel – Von Nord nach Süd.
YouTube/Ale Sandro

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • nrzh 02.06.2016 21:15
    Highlight Kurze Übersicht der Facts sehr einleuchtend Danke :)
    57.1km
    Also nur 250 km/h?
    Die Züge in China und Japan haben doch 350 km/h

    Wieso fahren unsere Züge nur 250 km/h?
    0 0 Melden
  • Hüendli 26.05.2016 17:40
    Highlight Da ist sie ja, in der Fact-Box... Die gute, alte Watson-Schrift 😍
    (sorry für OT, aber die Umstellung habe ich Euch noch nicht verziehen)
    3 0 Melden
  • demokrit 24.05.2016 17:34
    Highlight Leider ist das bereits veraltete Technologie.
    3 8 Melden
    • zettie94 24.05.2016 18:13
      Highlight Was ist veraltete Technologie? Der Gotthard Basistunnel ist derzeit wohl das modernste Tunnelbauwerk der Welt!
      10 2 Melden
    • demokrit 24.05.2016 18:46
      Highlight Die klassische Eisenbahn ist veraltete Technologie. Siehe Hyperloop und die beerdigte Swissmetro.
      1 13 Melden
    • zettie94 24.05.2016 21:19
      Highlight Sorry, aber das ist Quatsch. Bis der Hyperloop einsatzfähig ist werden noch Jahrzehnte vergehen und bis dann ein zur Eisenbahn konkurrenzfähiges Netz aufgebaut ist dauert es noch viel länger - wenn es überhaupt so weit kommt.
      Die Swissmetro ist wie du selbst sagst beerdigt, was durchaus seine Gründe hat. Zudem war sie nie für den Güterverkehr vorgesehen (und für den wird die NEAT primär gebaut - die Beschleunigung des Personenverkehrs ist "nur" ein Nebeneffekt).
      10 2 Melden
    • Fabio74 24.05.2016 21:28
      Highlight Die Technologie ist sicher nicht veraltet. Sie ist ja nicht 1825 stehen geblieben.
      8 1 Melden
    • demokrit 24.05.2016 23:08
      Highlight zettie94: Da bist du schlecht informiert: Bis der erste Hyperloop steht, vergehen keine Jahrzehnte. Man hätte halt von Anfang an in die Swissmetro investieren müssen, aber im Bundesrat war und ist halt Verwalter- statt Unternehmergeist vorherrschend. Selbstverständlich könnte man damit auch Güter transportieren (siehe HL). - Der Personenverkehr. Die Verlagerung auf die Schiene ist schon jetzt gescheitert, weil die Italiener bekanntlich nicht mitspielen. Ausserdem war es reichlich dumm nur eine Röhre zu bauen, da die lahmen Güterzüge so mit 100km/h den Personenverkehr 250km/h schön ausbremsen.
      3 8 Melden
    • demokrit 24.05.2016 23:09
      Highlight Fabio74: Doch, das ist sie, sie ist absolut ausgereizt.
      2 6 Melden
    • zettie94 25.05.2016 00:14
      Highlight Wie lange es mit dem Hyperloop geht werden wir ja dann sehen. Bis dieser aber in Europa konkurrenzfähig zur Schiene sein wird, wird es auf alle Fälle noch Jahrzehnte dauern, wenn es überhaupt dazu kommt.
      Meinst du, die Italiener würden beim Hyperloop besser mitspielen? Bei der NEAT geht jetzt wenigstens mal etwas, wenn auch langsamer als erhofft.
      Die Kapazität des GBT reicht aus für 2 Personen- (200 km/h) und 6 Güterzüge (100 km/h) pro Stunde und Richtung. Das ist auf Jahrzehnte hinaus genug Reserve, auch, weil zudem längere Güterzüge als heute möglich sind.
      6 0 Melden
    • zettie94 25.05.2016 00:17
      Highlight Die Kapazität des GBT ist übrigens grösser als die der Zufahrtsstrecken (auch in der Schweiz). "Mehr Röhren" würden also gar nichts bringen (und erinnert mich etwas an die Diskussion betreffend Gotthard-Strassentunnel - der Engpass verschiebt sich nur, er verschwindet nicht).
      4 1 Melden
    • 7immi 25.05.2016 00:18
      Highlight @demokrit
      eine technologie, die es nur auf dem papier gibt? zuerst muss es mal einen prototypen geben auf einer teststrecke, dann muss die serienreife erreicht werden. dann müssen die ganzen tunnels etc. gebaut werden usw. zur erinnerung: mit einer schon vorhandenen technologie hatten wir nun 30 jahre, ein vergleichbarer hyperloop würde deutlich länger dauern. das ganze ist also sehr vage.
      es wäre auch nicht das erste revolutionäre projekt, das scheitert. z.b. wie der luftkissenzug in frankreich in den 70ern. die einzige anwendung findet man heute am flughafen zürich (skytrain).
      7 0 Melden
    • 7immi 25.05.2016 00:29
      Highlight @demokrit die 2.:
      die leute, die das ganze geplant haben waren nicht ganz so dumm wie du vermutest. so fahren die güterzüge rund 160. das ganze wird so abgestimmt, dass die personenzüge etwas später in den tunnel einfahren, damit sie die güterzüge aufholen, nicht aber einholen. das etcs regelt das ganze. somit wird niemand ausgebremst.
      übrigens ist alte technologie nicht automatisch scheisse. so ist auch das elektromobil älter als das verbrennerauto... dennoch sind heutige elektroautos komplett anders als die damaligen. denn auch die technologie an sich entwickelt sich weiter...
      7 0 Melden
    • demokrit 25.05.2016 00:57
      Highlight zettie: Der Güterverkehr ist sowieso bereits gescheitert und die Alpeninitiative längst von Frau Leuthard beerdigt (deshalb wollte man auch eine 2. G-Röhre). Nicht einmal die wohlhabenden Deutschen haben ihre Bahn entsprechend ausgebaut. Die Güterzüge wird es wohl eher auf der Strasse geben (Stichwort: Platooning). Ein vollumfängliches Netz ist auch nicht notwendig, um eine Magnetbahn-Schnellstrecke zu betreiben. Der Halbstundentakt des GBT ist natürlich für den Personenverkehr besonders ärgerlich und zeigt wie unausgegoren und veraltet die Lösung ist. Soviel zur ausreichenden Kapazität.
      3 10 Melden
    • Fabio74 25.05.2016 07:09
      Highlight Die Technologie ist nicht ausgereizt. Sonst würde man nicht weltweit in Hochgeschwindigkeitsnetze investieren. Was am 30 Min Takt falsch ist? Was hat das mit veraltet zu tun?
      Die Deutschen investieren Milliarden in den Aufbau des ICE Netzes. aktuell Nürnberg-Erfurt. Die Rheintallinie ist im Ausbau und wird wenn fertig 4spurig von Mannheim bis Basel sein. Geschwindigkeit bis 250 km/h
      4 1 Melden
    • demokrit 25.05.2016 10:12
      Highlight Fabio74: Doch ist sie, bei ca. 250km/h ist Schluss. In der kurvenreichen Schweiz im Netz wohl bereits bei der Strecke Zürich-Bern. Ein 30-Minutentakt (bei dem die Geschwindigkeit das Personenverkehrs übrigen bereits nach unten korrigiert wurde, um den Durchsatz des lahmen Güterverkehrs zu erhöhen) ist für ein Jahrhundertbauwerk sicher keine Option, zumal damit Mailand erschlossen werden möchte und sich die Schweizer Einwohnerzahlen im nächsten Jahrzehnt auch massive erhöhen werden. Züge im ICE-System entgleisen regelmässig. Die Güterverlagerung wird von den deutschen nicht unterstützt.
      2 5 Melden
  • giguu 24.05.2016 15:12
    Highlight Mimimi clickbait titel...

    Nein, im Ernst. Steiler Artikel. Wegen dir habe ich mir gerade ne 45min Doku über den Gotthardtunnel auf Youtube angeschaut anstatt zu arbeiten... wird wohl heute wieder später 😂
    9 0 Melden
  • Maya Eldorado 24.05.2016 13:28
    Highlight Der neue Tunnel ist ja sicher sehr eindrücklich mit den Superlativen.
    Aber der alte Tunnel mit den 3 Kehrtunnels sind einfach sehr eindrücklich.
    Mit dem neuen Tunnel geht es wohl viel schneller. Das ist das, was heute zählt. Aber die wunderschönen Landschaften die man bis jetzt geniessen konnte, das ist vorbei.
    6 1 Melden
  • Luca Brasi 24.05.2016 12:33
    Highlight Tststs. Seit wann ist der Seikan-Tunnel in China? ;)
    6 0 Melden
    • Daniel Huber 24.05.2016 16:44
      Highlight Hoppla, stimmt natürlich. Haben wir korrigiert, vielen Dank!
      4 0 Melden
  • gitalra 24.05.2016 12:18
    Highlight Könnte die SBB auch mal etwas Geld in ihre Informationstechnik investieren!?!
    Soeben 1.15 Stunden am Bahnhof Olten und in 3 verschiedenen Zügen verbracht, ohne relevante Infos
    2 18 Melden
    • osaliven 24.05.2016 14:30
      Highlight Grund dafür war ein Personenunfall im Bahnhof Aarau. Diese werden seit dem Fahrplanwechsel nicht mehr kommunizieret um nachahm Taten zu veringern.
      12 0 Melden
  • droelfmalbumst 24.05.2016 11:43
    Highlight vor 2-3 Tagen kam auf n-TV eine Doku über den Tunnel. War echt eindrücklich. Nicht unbedingt der Tunnel selber sondern das ganze Drumherum... abartig was das für Aufwände sind :o
    18 0 Melden
  • Knut Knallmann 24.05.2016 10:49
    Highlight Als kleinkarierter Nörgler und Besserwisser muss ich zur sehr schönen Watson-Grafik noch anfügen, dass der Seikan-Tunnel in Japan und nicht in China steht :)
    25 0 Melden
    • Daniel Huber 24.05.2016 16:45
      Highlight Danke für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.
      4 0 Melden
  • Nicosinho 24.05.2016 10:48
    Highlight da können wir als Schweizer echt stolz drauf sein :-)
    19 1 Melden
  • Kaspar Floigen 24.05.2016 10:38
    Highlight Darf man darauf mal stolz sein? Ich finde darauf darf man mal Stolz sein.
    24 0 Melden
  • zettie94 24.05.2016 10:27
    Highlight 10 bis 12 Wagen? Woher stammt denn diese Fehlinformation? Züge mit 3 Loks befördern heute über die Bergstrecke locker 30 Wagen (oder 15 Doppelwagen).
    Für 10 bis 12 Wagen braucht es keine 3 Loks.
    23 2 Melden
    • remono 24.05.2016 12:54
      Highlight Mit den Angaben hast du wohl Recht. Ergibt mit dem neuen, flachen Streckenverlauf trotzdem noch immer eine Effizienzsteigerung (nur auf Lok-Wagon-Verhältnis berechnet) von +300%.
      5 1 Melden
  • 7immi 24.05.2016 09:54
    Highlight ein durch und durch spannendes und fasziniernedes bauwerk. danke für die interessante serie!
    23 0 Melden
  • Daenerys Targaryen 24.05.2016 09:52
    Highlight Irgendwie hemmer all zwei Jahr es neus Tunnel bim Gotthard... Aber wemmer de längst hend isch ja alles in Ordnig 😏
    17 27 Melden
    • zeromg 24.05.2016 13:21
      Highlight Bin gespannt auf deine Tunnelliste. Aber schön sortiert im 2-Jahres-Rhythmus ;-)) PS: Aber nur die beim Gotthard, wie du so schön sagtest.
      9 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 09:48
    Highlight Ab der ganzen Lobhudelei ging vergessen, zu erwähnen, dass die nördlichen und südlichen Zufahrten des "wichtigsten europäischen Güterverkehrskorridors" um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte im Rückstand sind.
    Und die Reisezeit von Zürich nach Mailand ist auch künftig noch meilenweit von den vor der Abstimmung versprochenen "gut zwei Stunden" entfernt.
    23 8 Melden
    • zettie94 24.05.2016 10:56
      Highlight "Gut zwei Stunden" ist sowieso nicht möglich. Dazu bräuchte es zusätzlich den Zimmerberg-Basistunnel II (bei dem fraglich ist, ob er überhaupt kommt) und diverse Ausbauten auf der italienischen Seite (ich weiss nicht genau, wie da geplant wurde). Zürich - Lugano wird man in knapp zwei Stunden schaffen, wenn der Ceneri-Basistunnel mal eröffnet ist.
      15 1 Melden
    • Fabio74 24.05.2016 11:32
      Highlight Die Fahrzeiverkürzung nach MI wär nur realisierbar mit dem Zimmerberg, Axen und Umfahrung Bellinzona.
      Anschlüsse in D im Bauballerdings durch Einsprachen verzögert. Stehen aber nachher durchgehend 4 Gleise zur Verfügung. FV 200-250km/h.
      Italien will Güter bei Novara nicht in Chiasso. I baut aber Flachbahn Genua -Novara
      4 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 11:34
      Highlight @zettie: Ich weiss, dass diese Fahrzeit mit der heutigen Infrastruktur nicht möglich ist. Ändert aber nichts daran, dass dies damals vor der Abstimmung versprochen wurde.
      10 4 Melden
    • greeZH 24.05.2016 13:10
      Highlight @simply smarter: Die verkürzte Fahrzeit wurde benutzt um die kurzsichtigen ins Boot zu holen. Geschwindigkeit klingt einfach sexy. Der Hauptgrund für das Projekt ist die Erhöhung der Kapazität.
      8 3 Melden
  • Peeta 24.05.2016 09:30
    Highlight Schöner Titel 😜
    24 5 Melden
    • osaliven 24.05.2016 09:32
      Highlight Die push Nachricht war auch nicht schlecht;)
      15 1 Melden

Die Brücke über den «yberschwänchlich waszerflusz» – abgetrotzt vom Teufel höchstpersönlich

Uns erscheint der Gotthardpass  als natürliche Verbindung über die Alpen nach Süden. Die Gotthardroute ist heute mit Abstand die wichtigste Alpentransversale – für den Personenverkehr wie den Warentransport. Ihre  Vorzüge sind offensichtlich: Hier ist das Gebirge schmaler als sonst, weil das Reusstal von Norden und die Leventina von Süden her weit ins Herz der Alpen einschneiden. Hier muss nur ein einziger Gebirgskamm überwunden werden, und überdies verläuft die Route …

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