Schweiz
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Man darf Einbrecher nicht einfach erschiessen: Notwehr soll nicht immer schuldlos sein

13.03.18, 13:41 13.03.18, 13:56


Wer sich aus Notwehr gegen Einbrecher in der eigenen Wohnung wehrt, soll nicht automatisch schuldlos bleiben, wenn diese Notwehr die Grenzen überschreitet. Der Nationalrat hat am Dienstag eine parlamentarische Initiative mit diesem Ziel verworfen.

Aus Notwehr handelt gemäss dem Strafgesuch, wer ohne Recht angegriffen wird oder durch einen Angriff unmittelbar bedroht ist und sich in angemessener Weise verteidigt. Handeln Bedrohte in entschuldbarer Aufregung oder Bestürzung, ist Notwehr auch straffrei, wenn sie die Grenzen überschreitet.

Aufregung entschuldbar

Die parlamentarische Initiative von Lorenzo Quadri (Lega/TI) verlangte, dass durch das Eindringen in private Wohnräume die Aufregung der Eigentümer respektive Mieter entschuldbar ist und eine Bestürzung vermutet wird. Die grosse Kammer lehnte das Begehren mit 117 zu 70 Stimmen ab. Damit ist die Initiative erledigt.

Gewaltsame Überfälle auf Menschen im eigenen Heim kämen nicht nur in Nachbarländern, sondern auch in der Schweiz vor, argumentiert Quadri. Banden suchten sich namentlich in Grenzkantonen Opfer, und die Polizei könne nie rechtzeitig zum Helfen vor Ort sein. Deshalb müssten Opfer mit Waffen rasch reagieren können.

Das Strafgesetzbuch sehe die Selbstverteidigung zwar vor. Menschen, die sich wehren, sind laut Quadri «zermürbenden Gerichtsverfahren» ausgesetzt. Eine Anpassung verlangt Quadri auch bei der Beweislast: Opfer sollen nicht mehr beweisen müssen, dass sie die Grenzen der Notwehr nicht eingehalten haben.

Falscher Anreiz zum Selbstschutz

Die Mehrheit der Rechtskommission sah indes keinen Bedarf, das Strafgesetzbuch anzupassen. Sie warnte vor grossen Gefahren, etwa weil die Initiative als Anreiz zum Selbstschutz verstanden werden könnte oder weil das Notwehrrecht vermehrt missbraucht werden könnte.

Erweiterungen des Rechts auf Notwehr hätten in anderen Ländern zu einer Zunahme von Unfällen und auch von Waffengewalt geführt, argumentierte Sibel Arslan (Grüne/BS) im Namen der Kommission. Die USA hätten mit der «Stand your ground»-Regel schlechte Erfahrungen gemacht.

Eine Minderheit unterstützte die Initiative. In der Schweiz herrsche zwar noch kein Notstand, fand sie. Doch es sollte proaktiv gesetzliche Grundlagen geschaffen werden. Ein Angriff in der eigenen Wohnung sei besonders traumatisch und rechtfertige deshalb einen besonderen Schutz. (whr/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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58
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58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mspu 13.03.2018 21:26
    Highlight Sollte es nicht «Opfer sollen nicht mehr beweisen müssen, dass sie die Grenzen der Notwehr eingehalten haben.» heissen? Andersrum machts für mich keinen Sinn...
    9 2 Melden
  • DocM 13.03.2018 21:02
    Highlight bie mir zuhause habe ich zwei sicherheitszonen:

    die brücke des todes und das killerkaninchen....

    11 0 Melden
  • Radesch 13.03.2018 20:16
    Highlight Schwere Körperverletzung oder Totschlag lässt sich nich mit dem Schutz des Eigentums begründen. Ganz einfache Sache...

    Ich lebe in der Schweiz, nicht in den USA
    18 23 Melden
  • Radesch 13.03.2018 20:10
    Highlight Der Staat hat das Gewaltmonopol. Notwehr ist übrigens auch an die Verhältnismässigkeit gebunden. Einen materiellen Diebstahl mit einem Tötungsdelikt zu vergüten ist alles andere als das.
    16 14 Melden
    • DocM 13.03.2018 20:55
      Highlight Wann ist die Verhältnismässigkeit gegeben?? Jemand steigt durchs offene Schlafzimmerfenster ein, ist dann Notwehr schon gerechtfertigt? Ich würde nicht vergewaltigt, krieg höchstens eins auf die Rübe, aber find ich auch nicht toll. Ob sich aufgrund des zusätzlichen Schaden im Dach mein gesamter Dachschaden vergrössert oder im Exitus landet weiss man erst danach.....

      16 8 Melden
  • Blitzableiter 13.03.2018 19:43
    Highlight Im Bericht steht bereits alles nötige geschrieben. Argumente und Gegenargumente inkl. Beschluss des Rats. Die Kommentare sind überflüssig.
    4 23 Melden
  • DocM 13.03.2018 18:58
    Highlight Ich bin dafür, dass ein Einbrecher vor dem Einbruch ein Formular unterzeichnet, bei welchem er allfällige Risiken und Nebenwirkungen aufgrund von Abwehrmassnahmen akzeptiert und bestätigt. Alles andere ist ja aufgrund des Berufsrisikos nicht akzteptierbar. Ich verstehe echt nicht, dass die zuständige Gewerkschaft in diesem Bereich noch nicht aktiv wurde. Stop, der NR hat soeben den ersten Schritt gemacht.....
    28 7 Melden
  • Bruno Wüthrich 13.03.2018 18:23
    Highlight Nur wer eine Waffe hat, kann sie auch benutzen. Wer keine hat, findet eine andere Lösung. Notgedrungen.

    Einbrechen ist immer ein Risiko. Auch wenn der Hausherr keine Schusswaffe hat. Hat dieser Eier in der Hose und ist sich des Vorteils bewusst, den er hat, weil er seine Wohnung besser kennt als der Einbrecher, dann liegen zwar nicht alle, aber viele Vorteile bei ihm. Er weiss, wo er sich verstecken kann und wo ihm der Einbrecher in die Falle laufen kann.

    Meistens kommen aber Einbrecher sowieso dann, wenn niemand zuhause ist. Die Wohnung lässt sich nämlich so viel bequemer ausräumen.
    20 2 Melden
  • atomschlaf 13.03.2018 17:33
    Highlight Himmeltraurig, wie der Nationalrat das Wohlergehen von Straftätern über
    jenes von rechtschaffenen Bürgerinnen und Bürgern stellt.
    Die 117 Nein-Stimmenden sollten sich in Grund und Boden schämen!
    19 27 Melden
    • Arjay 14.03.2018 06:01
      Highlight 117 - finde ich ein tolles, symbolträchtiges Ergebnis: Bei Verdacht, ruf einfach dort an.
      5 2 Melden
  • Pafeld 13.03.2018 16:29
    Highlight Ist statistisch mehrfach belegt, dass Einbruchsopfer häufiger verletzt oder sogar getötet werden, wenn sie selbst bewaffnet dem Eindringling entgegen treten. Zudem weiss man ja nie, ob der Einbrecher noch Komplizen oder so hat.
    Mit Selbstschutz hat das also nicht viel am Hut. Sondern viel mehr mit einer amerikanischen Cowboy-Mentalität und auch einem gewissen Mass an Ignoranz (Dummheit).
    50 40 Melden
  • mikri 13.03.2018 16:28
    Highlight Was ist mit Berufsrisiko von Einbrechern? Scheinbar auf 0 % herabgesetzt. Wer Morgens um halb vier in meiner Wohnung steht und nicht mit einer Einladung winkt, hat umgehend 100% Berufsrisiko. Wir mutieren so langsam zu einer Gesellschaft, die weder Rückgrat unterm Hemd, noch Eier in der Hose hat, sich zu wehren, wenn Unrecht geschieht. Zivilcourage ist ein Fremdwort geworden.
    83 52 Melden
    • PVJ 13.03.2018 18:18
      Highlight Sorry, aber wer unter Zivilcourage den Einsatz von Schusswaffen versteht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
      24 26 Melden
    • nödganz.klar 13.03.2018 18:26
      Highlight @mikri

      heisst Zivilcourage für dich, einen potentiell unbewaffneten Einbrecher über den Haufen zu schiessen? Nur damit du dir beweisst, dass du „Eier“ in der Hose hast? Wenn Unrecht geschieht, hilft uns die Polizei und die Justiz, sicherlich nicht ein Halbstarker wie du.
      21 18 Melden
    • SemperFi 13.03.2018 18:36
      Highlight @Mikri: Markige Worte. Ich hoffe, dass Sie dann über die Professionalität verfügen, um halb Vier aus dem Schlaf gerissen, nicht ihren partytrunkenen Nachwuchs zu erschiessen, der den Schlüssel vergessen hat.
      20 12 Melden
  • Bivio 13.03.2018 16:13
    Highlight Ein sehr schwieriges Thema. Persönlich bin ich der Meinung, dass wenn jemand in eine fremde Wohnung eindringt eine sehr schwere Tat vollbringt, welche die Opfer für sehr lange Zeit (wenn nicht für immer) traumatisiert. Von daher denke ich schon, dass es durchaus gerechtfertigt sein kann jemanden unter allen Mitteln zu stoppen (inkl. Schusswaffe) - gerade wenn z.B. Kinder anwesend sind.
    Das Ausnutzen von solchen Situationen (Nachbar herlocken etc.) ist sehr gering. Dies ist in den USA auch verboten und wird als Mord/Totschlag geahndet.
    44 33 Melden
    • Fabio74 13.03.2018 17:06
      Highlight Alle Mittel eben genau nicht. Und weil keiner über dem Gesetz steht, ist es Aufgabe der Justiz den Fall zu klären.
      13 8 Melden
    • PVJ 13.03.2018 18:16
      Highlight „gerade wenn Kinder anwesend sind“

      Die Gefahr ist dann aber eine andere, nämlich im halbdunkel die eigenen Kinder zu erschiessen, die nachts aus dem nicht erlaubten Ausgang zurückkommen. Nicht ganz durchdacht, Ihr Input.
      19 9 Melden
    • who cares? 13.03.2018 18:30
      Highlight Gerade wenn Kinder anwesend sind, würde ich nicht mit einer Waffe hantieren. Oder willst du etwa in der Hitze des Gefechts dein eigenes hysterisches Kind erschiessen?
      Oder mit gezogener Waffe in den Keller laufen, um zu sehen, dass es nur dein Sohn war, der Kekse klaut und nicht ein Einbrecher? Das traumatisiert.
      17 4 Melden
    • bokl 13.03.2018 20:08
      Highlight @Bivio
      Ich denke das Trauma wird deutlich verlängert, wenn sie neben dem Einbruch noch einen Menschen getötet haben. Ihr Gewissen schützt kein Gesetz.
      15 4 Melden
  • Der_Mario 13.03.2018 15:42
    Highlight Es kann (darf) nicht sein, dass jeder einfach um sich schiessen darf, wenn sich jemand in unberechtigter Weise zu seinem Grundstück oder Haus/Wohnung Zutritt verschafft. Das Wort Notwehr beinhaltet ja schon das Wort Not, Not ist vorhanden wenn ein Leben unmittelbar bedroht ist.
    Ich möchte hier in der Schweiz keinesfalls Zustände wie in der USA.
    60 55 Melden
    • Roterriese 13.03.2018 15:52
      Highlight Nein Notwehr ist nicht nur gegeben, wenn eine unmittelbare Gefahr des Lebens besteht. Bitte überlassen sie diese Beurteilung den Profis
      41 51 Melden
    • Mugendai 13.03.2018 17:12
      Highlight Von welchen der tausenden Zuständen in der USA reden Sie jetzt genau?
      6 4 Melden
    • SemperFi 13.03.2018 18:41
      Highlight @roterriese: Notwehr ist die verhältnismässige Anwehr eines rechtswidrigen Angriffs auf eine Person. Ein simpler Einbruch erfüllt diese Kriterien nicht.
      15 6 Melden
    • Roterriese 13.03.2018 21:02
      Highlight @semperfi sie brauchen mir nicht zu erklären was Notwehr ist:

      Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriff bedroht, so ist der Angegriffene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer den Umständen angemessenen Weise abzuwehren.


      9 0 Melden
  • Nathaniel de Salis 13.03.2018 15:16
    Highlight Ich warte schon lange auf einen Einbrecher ...
    33 37 Melden
  • AustinOsmanSpare 13.03.2018 14:57
    Highlight Entweder lagern wir das Gewaltmonopol an den Staat aus, und lassen die Profis machen, oder wir schaffen den Staat ab und jeder macht sein eigenes Ding.
    50 47 Melden
    • ujay 13.03.2018 17:17
      Highlight @austin....Selbstjustiz hat halt was geiles. So schön mittelalterlich und da kann man noch Mann sein, gell.
      12 7 Melden
    • reich&schön 13.03.2018 17:20
      Highlight Man muss doch deswegen nicht gleich den Staat abschaffen.
      Bei Einbrüchen ist die Polizei fast nie rechtzeitig zur Stelle. Da darf es doch nicht sein, dass der Schutz des Eigentums auch noch bestraft wird, falls der Kriminelle dadurch zu Schaden kommt.
      Absolut unverständlicher Entscheid.
      13 11 Melden
  • Mitsch 13.03.2018 14:40
    Highlight Ruhig verhalten, Polizei anrufen und die Profis ihren Job machen lassen.

    Geschossen ist sehr schnell, aber:
    - wer auf jemanden schiesst, riskiert das zurückgeschossen wird (und/oder dass der andere schlicht der bessere Schütze ist)
    - weiss man im Zweifel nie, wer hinter der Wand steht, die die Kugel nach dem Täter durchschlägt.

    Ich bin voll dafür, dass man sich schützen soll... aber ich bin dann doch eher der Alarmanlagen, Sicherheitsglas, Überwachungskamera und Flutlicht Anhänger...
    120 69 Melden
    • reich&schön 13.03.2018 17:18
      Highlight Mitsch, du bist ein lustiger Vogel.

      Bis die Polizei da ist, sind die Einbrecher schon längst über alle Berge.

      Es geht keineswegs nur um Schusswaffen. Man kann auch verurteilt werden, wenn man einen Einbrecher z.B. erfolgreich mit einem Baseballschläger oder einem geeigneten Haushaltsgegenstand ausser Gefecht setzt. Das jemand für einen solchen Akt der Selbstverteidigung auch noch vor Gericht muss und womöglich verurteilt wird, ist hochgradig stossend.
      20 9 Melden
    • flugsteig 13.03.2018 18:52
      Highlight Das klappt vieleicht in einer Stadt, bei uns dauert das 1-2 Stunden bis die Patrouille vor Ort ist.
      13 5 Melden
    • Iltis 13.03.2018 18:58
      Highlight Naja,
      Beim Bekannten war die erste Frage der Profis: "Täter noch vor Ort?" - Nein
      "ok, dann kommen wir in 3 Stunden"
      Alle Erbstücke der Grossmutter weg und die ganze Familie traumatisiert.
      Pech gehabt.
      15 6 Melden
    • Mitsch 14.03.2018 07:58
      Highlight Geht es hier wirklich darum wie lange es dauert bis die Polizei bei euch ist? Ich finds wichtiger, den nächsten Tag noch zu erleben.
      Einbrüche sind tragisch und traumatisierend, können aber durch eine entsprechende Hausplanung effizienter verhindert werden, als durch eine Knarre. Meine Prio ist, das niemand ohne Schlüssel überhaupt ins Haus kommt. Ergo erledigt sich auch die Wumme im Schrank. Kostet aber halt mehr als eine Bleispritze.

      Mir ist mein Leben mehr Wert als einen Dauerständer in der Hose zu haben weil ich eine Knarre im Nachttisch habe.

      Kann man natürlich auch anders sehen...
      2 3 Melden
    • reich&schön 14.03.2018 09:41
      Highlight "Meine Prio ist, das niemand ohne Schlüssel überhaupt ins Haus kommt."

      Natürlich hat dies oberste Priorität. Aber vollständig ausschliessen kann man einen Einbrucht trotzdem nicht, zumindest nicht mit vertretbarem Aufwand.
      Man will ja auch nicht in einer Festung leben.

      Das ändert aber nichts daran, dass es höchst stossend ist, wenn jemand vor Gericht muss und vielleicht sogar verurteilt wird, wenn er sein Heim und Eigentum erfolgreich gegen solches Gesindel verteidigt hat.
      5 1 Melden
    • Mitsch 14.03.2018 10:43
      Highlight @reich&schön

      Einbruchssichere Tür: 15k
      Einbruchsichere Fenster: 50k
      Alarmanlage: 15k

      Knarre: 3k
      Anwalts- und Gerichtskosten: 60k
      Strafe und Genugtuung: 30k

      Für mich ist klar, welcher Aufwand hier vertretbarer ist. Leider kann man mit physischer Sicherung des Zuhauses nicht so geil angeben wie mit einer Glock im Nachttisch...
      1 3 Melden
    • reich&schön 14.03.2018 10:48
      Highlight Wie gesagt, Mitsch, es geht nicht um "entweder oder" sondern um "sowohl als auch".

      Ausserdem kannst Du auch ohne Schusswaffe in Teufels Küche kommen, wenn Du Dich erfolgreich gegen einen Einbrecher zu Wehr setzt!
      3 1 Melden
    • Mitsch 14.03.2018 10:58
      Highlight Klar, und das ist auch gut so: Wenn Du in Teufels Küche kommst hast Du offensichtlich exzessiv reagiert, was zu bestrafen ist.

      Wenn Du einen unbewaffneten Einbrecher mit dem Baseballschläger erschlägst, war Deine Reaktion nicht angemessen, punkt.

      Wenn du einen Einbrecher, der eine Sackmesser bei sich hat einfach erschiesst, und erst dann die Fragen stellst, war Deine Reaktion ebenfalls nicht angemessen.

      Ich glaube niemand ist gegen "angemessene Reaktionen", ich, für meinen Teil, bin aber klar dagegen, den Gebrauch einer tödlichen Waffe als "in jedem Fall angemessen" zu akzeptieren.
      2 6 Melden
    • reich&schön 14.03.2018 12:28
      Highlight "Wenn Du einen unbewaffneten Einbrecher mit dem Baseballschläger erschlägst, war Deine Reaktion nicht angemessen, punkt."

      Das ist genau das Problem: In dieser Situation hat man nicht die Zeit, noch lange Verhältnismässigkeiten abzuwägen.
      Auch kann man u.U. gar nicht erkennen, ob der Einbrecher bewaffnet ist oder nicht.

      Dann sollte ich also abwarten bis er die Knarre zieht und mich schlimmstenfalls umlegt, bevor ich mich adäquat wehren darf? Das kann's ja nicht sein!

      Ich halte mich legal im Haus auf, der andere ist illegal eingedrungen. Dieser Unterschied muss endlich berücksichtigt werden.
      3 0 Melden
    • Mitsch 14.03.2018 13:32
      Highlight Ich glaube wir können die Diskussion noch ewig weiterführen, oder uns einfach drauf einigen, dass wir uns nicht einigen werden ;-)!
      2 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 13.03.2018 14:37
    Highlight Der Revolver Zuhause in der Kommode sollte verboten sein weil nachweislich mehr Unfälle passieren als sie schützen. Sinnvoller wäre es, nicht tödliche Waffen einzusetzen (Pfefferspray, Taser, Schrillalarm...).
    75 76 Melden
  • AustinOsmanSpare 13.03.2018 14:33
    Highlight Lass es uns tun wie in den USA: Kletter der Junge über den Zaun in meinen Garten um seinen Ball zu holen, ballere ich Ihn aus den Schuhen und kratze dann seine Reste vom Zaun. Wenn ich glück habe, war der Junge sogar dunkelhäutig und ich ernte den Applaus meiner Nachbarn ...
    173 132 Melden
  • Chrigi-B 13.03.2018 14:25
    Highlight Alle Menschen sollten das Recht haben, sich in den eigenen 4 Wänden zu schützen. Eine absolutr Frechheit! Die netten Bundesräte haben ja seit neustem Polizeischutz😑. Und wir sollen uns das bieten lassen?
    86 138 Melden
    • Marlon Mendieta 13.03.2018 14:49
      Highlight Dieses Recht hat Dir auch niemand weg genommen.
      Man verzichtet nur darauf Dir einen
      pauschales Recht zu geben, auf alles zu ballern, was zur Tür reinkommt.
      126 34 Melden
    • AustinOsmanSpare 13.03.2018 14:55
      Highlight Am besten zuhause eine Raktenwerfer installieren, man weiss ja nie.

      Und die Pumpgun, wenn die Leute von der Steuerbehörde vorbeikommen ...
      70 23 Melden
    • Snowy 13.03.2018 15:00
      Highlight Wenn Dich jemand mit einer Waffe bedroht, darfst Du Dich natürlich wehren.

      Finde es aber absolut i.O. dass man sich danach vor einem Richter erklären muss, wenn man jemanden umgebracht hat. Die Umstände sind ja nicht einfach immer per se klar...
      Siehe die riesigen Probleme in den USA mit dem "stand your ground" Gesetz.
      72 15 Melden
    • x4253 13.03.2018 15:06
      Highlight Ehm, die Waffe holen, laden und dann den Eindringling niederstrecken, das ganze im Dunkeln, schlaftrunken, in aufregung und in Boxershorts.

      Der Schuss geht wohl eher ins Bein, als dass es wirklich hilft. Noch blöder wirds, wenn der Einbrecher der Waffe Herr wird.

      Bring dich (und deine Familie) beim Verdacht auf einen Einbruch in Sicherheit, und ruf die Polizei, statt den Dirty Harry zu machen.

      Alles andere hat massiv Potential in einem Drama zu enden.
      57 25 Melden
    • Madison Pierce 13.03.2018 15:33
      Highlight Natürlich darfst Du Dich, Deine Familie und Dein Eigentum schützen, notfalls auch mit der Waffe.

      Aber es muss immer die mildest mögliche Massnahme ergriffen werden: vertreibt lautes Rufen den Einbrecher, darf man ihn nicht erschiessen. Muss man die Waffe nehmen, aber er bleibt stehen, darf man ihn ebenfalls nicht erschiessen. Eigentlich logisch. Die Waffe ist das letzte Mittel zur Selbstverteidigung, nicht zur Vergeltung.

      Tipp: zu oberst im Magazin eine nicht-tödliche Patrone (Gummigeschoss) laden.
      49 10 Melden
    • Fabio74 13.03.2018 15:50
      Highlight Es wär halt schön man würde einen Text auch verstehen. Niemand spricht dir ab dich zu verteidigen. Aber eben auch du stehst nicht über dem Recht.
      34 13 Melden
    • Snowy 13.03.2018 16:04
      Highlight @Madison: Korrekt ausser der letzte Satz.

      Wenn man eine Waffe zieht, muss man auch bereit sein zu schiessen. *
      Jemanden z.B. mit der Waffe zu verteiben oder Angst einzujagen ist eine denkbar schlechte Idee.

      *Das Gegenüber weiss in dem Moment nicht, dass die erste Patrone nicht lethal ist und wird sich entsprechend verhalten.
      12 6 Melden
    • Obey 13.03.2018 18:31
      Highlight Hoffentlich verhält er sich entsprechend ja: er legt sich auf den Boden, nimmt die Hände auf den Rücken und beide warten friedlich auf die Polizei. Oder er nimmt reissaus und stürzt zum Fenster/Tür raus wo er hergekommen ist. Ist mir beides recht. Versucht er allerdings mich anzugreifen, sehe ich mich in meiner Gesundheit gefährdet und verteidige mich entsprechend. Eigentlich einfach oder?
      8 3 Melden
    • Madison Pierce 13.03.2018 19:19
      Highlight @Snowy: Auf jeden Fall muss man bereit sein zu schiessen. Mit einer ungeladenen Waffe zu drohen ist gefährlicher als ohne Waffe.

      Aber ich denke (und hoffe), dass ein Gummigeschoss genug Schreckwirkung hat, um einen Angriff zumindest zu verzögern. Ein zweiter Schuss ist ja schnell abgegeben und der "gilt" dann.

      Wobei ich sowieso davon ausgehe, dass es ein Einbrecher nicht zum Kampf kommen lässt, wenn er in eine Waffe blickt.

      Bei einem Bekannten hat mal jemand an der Verandatür manipuliert. Der Bekannte hat ungezielt in den Garten geschossen. Das gab kein Feuergefecht, sondern eine Flucht.
      8 5 Melden
    • Snowy 13.03.2018 20:02
      Highlight Mit Verlaub Madison. Ihr Posting (Gummigeschoss, bei Einbrecher Warnschuss in den Garten abgeben) ist einziges Plädoyer dafür, dass Waffen nur in die Hände von Menschen gehören, welche intensiv an denselben ausgebildet wurden.
      8 2 Melden
  • Snowy 13.03.2018 13:53
    Highlight Völlig falscher Ansatz! Wer jemanden tötet oder schwer verletzt soll sich natürlich dafür rechtfertigen müssen. Ganz egal was der Ursprung war und auf wessen Grundstück der Vorfall passierte... für das gibts ja das Verfahren.

    Wurde er vom Einbrecher mit einer Waffe oder einem gefährlichen Gegenstand bedroht, ist die Tötung/Verletzung in Notwehr rechtens. Erschiesst man einen Unbewaffneten Einbrecher bspw auf der Flucht, soll man unbedingt verurteilt werden.
    158 132 Melden
    • Driver7 13.03.2018 17:07
      Highlight Krass.. fasst 50% Blitze.. also 50% finden die Todesstrafe für einen Einbruch ok.. und das auf watson.. wie würde das wohl auf Blick & co. aussehen.. hmm
      15 7 Melden

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