Schweiz
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Das Dorf Corippo TI, aufgenommen am Dienstag, 14. Januar 2014.  Corippo ist die nach Zahl der Einwohner (Stand 1. Janaur 2013: 18 Einwohner) kleinste politische Gemeinde der Schweiz. Der Dorfkern wurde 1975 unter Denkmalschutz gestellt. Das Dorf liegt im Taleinschnitt des Flusses Verzasca, am noerdlichen Ende des Stausees Lago di Vogorno. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)
*** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Das Tessiner Dorf Corippo soll zu einem Hotel werden. Bild: TI-PRESS

Die kleinste Gemeinde der Schweiz wird zu einem Hotel – 2018 kommen die ersten Gäste

Einst zählte die Tessiner Gemeinde Corippo 300 Einwohner, jetzt sind es noch 14. Nun versuchen findige Köpfe dem Dorf neues Leben einzuhauchen. Es soll zu einem Hotel werden.



In der Tessiner Gemeinde Corippo kennt tatsächlich jeder jeden. Zugegebenermassen: Bei 14 Einwohnern keine grosse Kunst. Das Dorf im Verzascatal, dessen Häuser wie an den Hang geklebt wirken, ist die kleinste Gemeinde der Schweiz. Und wohl bald eines der aussergewöhnlichsten Hotels im Land.

Um zu verhindern, dass Corippo endgültig zum Geisterdorf wird, will die Stiftung «Corippo 1975» das Dorf in eine verstreute Herberge verwandeln. Ein Konzept, das bisher vor allem in Italien bekannt ist.

In rund einem Dutzend verlassener Häuser im Dorfkern sollen Hotelzimmer realisiert werden. Die Rezeption und der gemeinsame Speisesaal sind in der örtlichen Osteria Del Paese geplant.

Um dem Dorf, das einst stolze 300 Einwohner zählte, zusätzliches Leben einzuhauchen, sollen weiter auch die alte Mühle, der öffentliche Backofen und die Trockenkammer für die Kastanien instand gesetzt werden, wie das Newsportal Swissinfo berichtet.

Mit diesem Video bewarb sich das Dorf für den Innovation Award

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Video: YouTube/GastroJournal

Das Konzept ist bereits vor der Eröffnung preisgekrönt. Gastrosuisse zeichnete das Gesamtprojekt diesen Sommer mit dem Hotel Innovation Award 2017 aus. 

«Seit wir diesen Preis gewonnen haben, kontaktieren uns Leute, die ein Zimmer reservieren möchten. Nur gibt es dieses Hotel noch gar nicht.»

Fabio Giacomazzi, Präsident der Stiftung Corippo 1975, zu Swissinfo

Wegweiser in Corippo.

Der Wanderwegweiser in Corippo: Nach Lavertezzo, zu den «Malediven von Mailand», braucht man zu Fuss rund eine Stunde. Bild: flickr/benediktv

«Seit wir diesen Preis gewonnen haben, kontaktieren uns Leute, die ein Zimmer reservieren möchten. Nur gibt es dieses Hotel noch gar nicht», sagt Architekt Fabio Giacomazzi, Präsident der Stiftung Corippo 1975, zu Swissinfo. Stand heute werden die ersten Gäste ihre Zimmer im Frühling 2018 beziehen.

Eins kann man dem beinahe verlassenen Dorf nicht absprechen. Es hat Charme: «Die typischen Häuser mit ihren Steindächern sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts praktisch unverändert geblieben und von einer weitgehend intakten Landschaft umgeben», sagt Giacomazzi. Das Hotel will nicht nur klassische Feriengäste anziehen, sondern auch solche, die einmal für einen ganzen Monat in eine andere Welt eintauchen wollen.

Von Corippo aus lohnt sich ein Ausflug an die berühmte Staumauer im Verzascatal oder natürlich nach Lavertezzo mit seiner Bogenbrücke – «die Malediven von Mailand», wie sie ein Videoblogger kürzlich in einem Film betitelte und damit einen Run auf die Tessiner Badestelle auslöste. 

Insgesamt wird das Dorfhotel rund sechs Millionen Franken kosten. Die Projektverantwortlichen sind noch auf der Suche nach weiteren Investoren. (fvo)

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Video: watson

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JayCee 09.08.2017 19:06
    Highlight Highlight Super Sache, ich war dieses Jahr selber in einer ähnlichen Anlage in fer Toscana, Hapimag Pentolina - einfach wunderschön!
  • Liberté 09.08.2017 18:00
    Highlight Highlight Bin dabei!
  • Amboss 09.08.2017 16:46
    Highlight Highlight Super Sache

    Aber irgendwie erstaunlich, dass sich dieses Dorf dermassen entvölkert hat.
    In einer halben Stunde ist man in Locarno, in 45min in Bellinzona.
    Also "abgelegen" sieht definitiv anders aus.
  • Sveitsi 09.08.2017 14:13
    Highlight Highlight Super Sache!
  • NeemaPur 09.08.2017 11:32
    Highlight Highlight Super Idee! Dass im Dorf nicht mehr viele Leute leben ist wohl der Lauf der Zeit. Solche Projekte koennen das Kulturerbe schuetzen und vielleicht dreht sich ja der Spiess um und das Dorf wir noch in 100 Jahren bewohnt sein.
  • Makatitom 09.08.2017 11:29
    Highlight Highlight So geht das, liebe Schweiz Tourismus und liebe CH-Hoteljammeris. Nicht jammern und immer mehr Subventionen verlangen, sondern handeln!
    • crik 10.08.2017 02:37
      Highlight Highlight Na ja, zuerst müssen jetzt mal 6 Millionen investiert werden. Selbst wenn das keine klassischen Subventionen sind, gehe ich davon aus, dass das Geld nicht nur von Investoren kommt, die einen Profit erwarten.
  • N. Y. P. D. 09.08.2017 11:27
    Highlight Highlight Coole Sache ! Werde auch vorbeischauen..

Panne bei Schalt-Arbeiten: Kurzes Blackout am Zürcher Hauptbahnhof

Blackout am Dienstagmorgen in Teilen des Zürcher Hauptbahnhofs. Marie Oswald, Sprecherin der Elektrizitätswerke Zürich (EWZ), bestätigt den Stromausfall auf Anfrage von watson. Sie sei selber zufällig vor Ort gewesen. Im Bereich der Geleise 43 und 44 sei das Licht etwa eine Minute ausgefallen. Die Züge seien aber normal verkehrt.

Vom Stromausfall betroffen waren grosse Teile des Bahnhofs, auch viele Läden waren für kurze Zeit ohne Licht.

Offenbar haben die EWZ und die SBB heute Morgen gemeinsam …

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