Schweiz

Seit dem 8. Mai ist die Badesaison in der Schweiz eröffnet.
Bild: KEYSTONE

Alles, was du diese Badi-Saison über Preise, Burkini und Ertrinkstatistik wissen musst

21.05.16, 09:57 03.06.16, 16:15

Seit dem 8. Mai sind rund die Hälfte aller Schweizer Freibäder geöffnet. Im Verlauf der nächsten Woche soll der Rest auch noch folgen. Das freut auch die Wasserratten in Bern, wo ein Besuch im allseits beliebten Marzilibad oder ein Schwumm in der Aare von den Gemeinden finanziell mitgetragen wird. 

«An das Portemonnaie muss niemand denken. Das Badivergnügen ist überall erschwinglich», schreibt die «Berner Zeitung». Die Eintrittspreise bewegen sich in Bern zwischen vier und sieben Franken. Einige Bäder, zum Beispiel das «Marzili», sind sogar gratis. Davon können die Badigäste in anderen Kantonen nur träumen. Im Lido Locarno zum Beispiel bezahlt man für einen Einzeleintritt mit Wasserrutschen saftige 18 Franken.

Hier fünf weitere nützliche Fakten zu den Schweizer Schwimmbädern.

Die sechs «Baderegeln»

Na, kennst du sie alle? Die sechs «Baderegeln» sollen Ertrinkungsunfälle in Schweizer Gewässern und Schwimmbädern vorbeugen. Hier sind sie:

Ergänzt werden diese durch je sechs Fluss-, Eis- und Tauchregeln. Weil sich 2015 die Badeunfälle von Menschen mit Migrationshintergrund stark gemehrt haben, wurden die Bade- und Flussregeln in sieben weitere Sprachen, unter anderem Arabisch und Somalisch, übersetzt. 

2015 sind in der Schweiz 50 Menschen ertrunken

Laut der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG sind 2015 50 Menschen in Schweizer Gewässern und Schwimmbädern ertrunken. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr (27) fast eine Verdoppelung. 41 davon waren erwachsene Männer. Die meisten Unfälle passieren in Flüssen und Seen. 

Die Zahl der tödlichen Badeunfälle nimmt stetig ab. Sie ist jedoch auch mit den Wetterschwankungen verbunden. Im Hitzesommer 2003 ertranken zum Beispiel 83 Menschen, doppelt so viel wie im folgenden Jahr. Eine ausführliche Statistik seit 1933 findest du hier.

Die Seerettungspolizei auf der Suche nach einem Ertrunkenen im Luganersee. Bild: TI-PRESS

Für Asylsuchende gibt es mancherorts spezielle Regeln

Wie der Fall in Meggen (LU) zeigt, wo nur drei Asylsuchende auf einmal ins Bad dürfen, gibt es an manchen Orten Einschränkungen für Asylsuchende. Die Sozialvorsteherin der Gemeinde erklärte gegenüber watson, dass es sich um eine Öffnung der «sensiblen Zonen», also Sportanlagen der Schulhäuser, für Asylsuchende handle und nicht um eine neue Einschränkung. Fakt ist allerdings, dass weiterhin nur drei Asylsuchende gleichzeitig in das Hallenbad dürfen.

Die Story hatte Anfang Jahr auch im Ausland für Aufsehen gesorgt.

Ausserdem wird in manchen Bädern spezielle Betreuung für Asylsuchende betrieben. Im Hallenbad Altstetten gibt es sogar einen «Flüchtlingsbademeister», der die Asylsuchenden auf die Gefahren beim Schwimmen hinweist und bei den ersten Schwimmversuchen betreut. Grund für diese drastische Massnahme waren mehrere Zwischenfälle, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt.

In verschiedenen Badis gelten verschiedene Kleiderordnungen

Die meisten Bäder haben eigene Verhaltens- und Kleidervorschriften. So ist es in manchen Schwimmbädern nicht erlaubt, diese mit Strassenkleidung zu betreten. Dies sorgte in der Badi Eglisee in Basel für Aufsehen, weil auch weite Burkinis unter diese Regelung fallen.

«Wir konnten die weiten Burkinis nicht mehr von der Strassenbekleidung unterscheiden», begründet Sportamtsleiter Peter Howald den Entscheid gegenüber der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Allgemein sind die Burkinis in der Schweiz umstritten.

Ebenfalls für Diskussionen sorgt aber auch ein kleineres Stück Textil: Die männliche Unterhose unter der Badehose. Diese seien «Bakterien-Bomben» und «unhygienisch», meinen verschiedene Bademeister. Daher sind sie in den meisten Badis auch explizit verboten. Der Trend hält sich trotzdem seit Jahren vorwiegend bei Jugendlichen.

Die Grössten, Beliebtesten und Schönsten

Das grösste Freibad der Schweiz findest du in Lausanne: Das «Piscine Bellerive-Plage» erstreckt sich auf einer Fläche von 75'000 Quadratmeter. Zu den beliebtesten Badis gehört unbestritten das Berner Marzilibad. An Spitzentagen soll es von über 13'000 Badegäste besucht werden. 

Die längste Rutschbahn ist im Wallis zuhause. 182 Meter lang ist die Rutsche im Thermalbad Brigerbad. Weitere Superlative der Schweiz:

Bonus: Hier findest du alle Schweizer Badis

Für Entdecker: Auf badi-info.ch findest du alle Schweizer Frei- und Hallenbäder mit Beschreibung und Bewertung. Solltest du also von deiner «Stammbadi» nicht länger überzeugt sein, kannst du diese Seite nach einer neuen durchstöbern. Speziell für Kinder und Familien geeignete Badis findest du auf kidz4fun.ch. (leo)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Tom 21.05.2016 13:39
    Highlight Darf ein Bademeister der keine Frau ist grundsätzlich eine Burkini trägerin vor dem ertrinken retten ohne sie noch mehr in Gefahr zu bringen ?
    59 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.05.2016 11:25
    Highlight Was ist der Zweck unter der Badehose noch die Unterhose zu tragen? Gibts dafür irgendeinen Sinn?
    64 11 Melden
    • Monkey Shoulder 21.05.2016 11:58
      Highlight Mode

      Und z.B Kelly Slater trug auch immer noch Boxershorts unter den Badehosen.

      Ausserdem haben manche Badehosen kein Netz, dort gibt es durchaus sinn Boxershorts darunter anzuziehen.
      23 34 Melden
    • Quool-Puut 21.05.2016 12:13
      Highlight Spekulation: Die pubertierenden Jungs können ihre Erektion besser verstecken.
      53 7 Melden
    • Nameless Hero 21.05.2016 12:32
      Highlight Teilweise haben die Badehosen kein Netz-Futter und da soll wohl die Unterhose als Ersatz dienen, wurde mir so gesagt.
      Ich bin aber immerhin nicht so doof, übergaupt silche ohne Netz zu kaufen...
      35 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.05.2016 12:33
      Highlight Dann soll man sich Badehosen mit Netz kaufen und gut ist. Mode hat mich noch nie interessiert.
      Aber danke für die Antwort :-)
      22 14 Melden
    • so en shit 21.05.2016 12:58
      Highlight Zum verstecken des besten Stückes ;)
      16 3 Melden
    • Maett 21.05.2016 13:14
      Highlight @Quool-Puut: korrekt. Manchmal reicht da das Netz halt nicht, weil es nicht elastisch ist.
      8 3 Melden
    • SJ_California 21.05.2016 14:21
      Highlight Alternative: Speedos, dann sollte eine Erektion gar nicht mehr möglich sein ;)
      16 3 Melden
    • blueberry muffin 21.05.2016 14:37
      Highlight Safe wenn die Badehose runterutscht. Arr. >:D
      9 0 Melden
    • The Destiny 21.05.2016 14:58
      Highlight Ich sehe da eigentlich kein Problem, mache es selbst, aber natürlich mit einer sauberen Unterhose und nicht mit einem ein oder zwei Tage alten Exemplar :/ .
      10 27 Melden
    • Pond 21.05.2016 16:53
      Highlight Sie sind nur zu faul, sich umzuziehen.
      8 4 Melden
    • Maett 21.05.2016 17:15
      Highlight @The Destiny: naja, normale Unterwäsche sollte man schon nicht tragen...

      Ich trage immer eine enge Badehosen unter meinen Shorts (so eine, wie man sie früher getragen hat, bevor die Shorts in Mode kamen).

      Wenn ich so darüber nachdenke, trage ich die Shorts auch nur, weil enge Badehosen nicht mehr gerne gesehen sind. Wenn man am Strand (oder in der Badi) liegt, zeigt man eine Erektion ja doch nicht so gerne, verhindern kann man sie aber auch nicht - woher diese Einstellung stammt weiss ich auch nicht, vielleicht aus der Erziehung?
      12 3 Melden
    • Maragia 21.05.2016 18:04
      Highlight Naja, die engen Badehosen sind eigentlich schon immer noch "in".
      3 10 Melden
    • SJ_California 21.05.2016 18:29
      Highlight Kann man sie wirklich nicht verhindern?
      5 1 Melden
    • Fabio74 21.05.2016 20:09
      Highlight es hat keinen Sinn. Es gibt Typen die Shorts kaufen, die aber keine Badehosen sind, darum kein Innenslip haben.
      6 2 Melden
    • Fabio74 21.05.2016 20:10
      Highlight Mag enge Badehosen lieber... :-)
      4 6 Melden
    • Maett 22.05.2016 10:16
      Highlight @SJ_California: nein, unter keinen Umständen.
      2 0 Melden

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