Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundesrat Guy Parmelin hoert eine Diskussion an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 6. Maerz 2018 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Verteidigungsminister Guy Parmelin sprach am Samstag in der Sendung «Heute Morgen» von Radio SRF über das Thema Spionage. Bild: KEYSTONE

«Das macht uns natürlich Sorgen»: Spionage in der Schweiz hat grosses Ausmass angenommen

10.03.18, 11:00 10.03.18, 14:38


Die Spionage mit Informations- und Kommunikationstechnologien hat in der Schweiz gemäss dem Bundesrat ein «grosses Ausmass» angenommen. Ziele seien Politik, Wirtschaft, Militär sowie in der Schweiz niedergelassene Organisationen.

«Das macht uns natürlich Sorgen», sagte Verteidigungsminister Guy Parmelin am Samstag in der Sendung «Heute Morgen» von Radio SRF. Man sehe, dass einige Länder versuchen würden, ihre eigenen Interessen besser zu verteidigen.

Es lasse sich eine erhebliche Zahl von «Nachrichtendienstoffizieren unter diplomatischer Tarnung» feststellen, steht zudem im Geschäftsbericht 2017 des Bundesrats, der diese Woche erschienen ist. Bei einem Staat bestehe «der begründete Verdacht, dass mehr als ein Viertel des diplomatischen Personals nachrichtendienstlich tätig ist». Um welchen Staat es sich dabei handelt, steht im Bericht nicht. Auch der Verteidigungsminister wollte den Staat nicht nennen.

Schweiz ein lohnendes Ziel

Mehrere Staaten würden zudem sogenannte reisende Nachrichtendienstoffiziere nutzen, steht in dem Bericht weiter. Diese würden für einzelne operative Tätigkeiten in die Schweiz einreisen. Häufig sei dabei nicht die Schweiz, sondern ein anderes europäisches Land das Ziel einer geplanten Operation.

Im Bericht wird auch die Cyberspionage angesprochen. Für solche staatliche Cyberoperationen sei die Schweiz ein lohnendes Ziel. Dies, weil sich auf Schweizer Staatsgebiet zahlreiche Organisationen mit wertvollen Informationen befinden.

Dabei gehe es vor allem um Informationen, welche einem Staat dabei helfen, seine strategischen Ziele zu erreichen. Als Beispiel werden ausländische Vertretungen, internationale Organisationen, Gemeinschaften sowie Dienstleistungsunternehmen genannt.

Der Nachrichtendienst analysiere dies nun, sagte Parmelin gegenüber Radio SRF. Wenn nötig interveniere anschliessend die Justiz. Über konkrete Gegenmassnahmen wollte er keine Angaben machen. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Mit dem neuen Nachrichtendienstgesetz hätten die Behörden zudem mehr Mittel in der Hand, um Spionagefälle aufzudecken. (viw/sda)

Diese App soll Schweizer Arbeitsplätze verteidigen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Sprint über 42.195 Kilometer: Wie kann ein Mensch so schnell sein?

Du fängst also an zu studieren? Diese 7 Überlebenstipps wirst du brauchen

präsentiert von

Viraler Post: Nein, du siehst auf Facebook nicht nur 25 Freunde

Insgesamt leben mehr Männer als Frauen auf der Welt – aber wie sieht's pro Land aus?

Ein Pausen-Rücktritt, zwei One-Hand-Catches und 6½ weitere NFL-Highlights des Wochenendes

Ist diese Familie der schlimmste Drogen-Dealer der USA? 

Studentin ist auf dem Weg zum ganz grossen Coup – dann kommt diese knifflige Frage

Warum beim Hurrikan «Florence» das Worst-Case-Szenario droht

Von Mimose zu Mimose: Ein offener Brief

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Toerpe Zwerg 10.03.2018 14:58
    Highlight Kommen eigentlich nur dreu Länder in Frage:
    China, USA oder Russland.

    Ich tippe auf China.
    7 2 Melden
    • alessandro 11.03.2018 14:19
      Highlight Ziemlich sicher alle drei. Warum sollte man nicht versuchen sich einen strategischen Vorteil zu verschaffen?
      0 0 Melden

Auch du, Broulis? Russlandreisen des Waadtländer Finanzdirektors werden untersucht

Die umstrittenen Russlandreisen des Waadtländer Finanzdirektors Pascal Broulis haben ein juristisches Nachspiel. Nach einer Befragung von Broulis im Grossen Rat ist die Generalstaatsanwaltschaft der Ansicht, dass eine Voruntersuchung eingeleitet werden muss.

Drei Waadtländer Linksaussen-Politiker haben in einem Brief an den Generalstaatsanwalt vom (gestrigen) Mittwoch den Verdacht geäussert, dass der Geschäftsmann Frederik Paulsen und sein Biopharma-Unternehmen Ferring von seiner …

Artikel lesen