Schweiz

Spielte in Wimbledon und Roland Garros: Jorge Lemann, aktuell reichster Schweizer.  Bild: Getty Images North America

Der reichste Schweizer ist 3 Milliarden reicher geworden – nun will er Roger Federer helfen

26.06.16, 05:27 26.06.16, 11:01

sacha ercolani / schweiz am Sonntag

Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Der in Rapperswil-Jona SG wohnende Jorge Lemann lebt bescheiden, Fastfood mag er nicht und auch Alkohol trinkt der 76-jährige Patron keinen. Dies, obwohl er mit dem Kauf von unter anderem Burger King, dem Ketchup-Hersteller Heinz oder den Anteilen am weltgrössten Bierkonzern Anheuser-Busch Inbev zum Multi-Milliardär wurde.

Aktuell besitzt Lemann gemäss dem US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» dank einem guten Start ins Geschäftsjahr 2016 ein Vermögen von umgerechnet 30 Milliarden Schweizer Franken – also rund 3 Milliarden mehr als noch vor einem halben Jahr!

Damit ist er definitiv der reichste Schweizer, denn der 90-jährige Ikea-Gründer Ingvar Kamprad (über 40 Milliarden Franken Vermögen) lebt seit kurzem wieder in seiner Heimat in Schweden.

Tenniskarriere aufgegeben

Jorge Lemann ist der Sohn eines von Langnau im Emmental nach Brasilien ausgewanderten Käsehändlers und ging nach seinem Studium nach Genf, wo er einen Praktikumsplatz bei der Credit Suisse erhielt.

Viel lieber spielte er jedoch Tennis, wurde sogar Schweizer Meister, schaffte es 1962 ins Schweizer Davis-Cup-Team und spielte in Wimbledon und in Paris am Roland Garros Grand Slam. «Als ich realisierte, dass ich es nicht unter die zehn Besten schaffe, gab ich meine Tenniskarriere auf», sagte er in einem Interview mit der «Bilanz». Danach startete er als Finanzinvestor durch.

Doch noch heute ist der schweizerisch-brasilianische Doppelbürger Jorge Lemann ein grosser Tennisfan und ein guter Freund von Roger Federer (34) und dessen Familie. Und so wird Federer mit seiner Entourage während der Olympischen Sommerspiele im kommenden August in Rio de Janeiro angeblich in Angra dos Reis wohnen. In der beliebten Hafen- und Ferienstadt, die rund 150 Kilometer westlich von Rio liegt, besitzt Jorge Lemann unzählige Luxus-Immobilien und selbst eine Riesenvilla.

Noch fehlt Federer jedoch die Sonderbewilligung der lokalen Behörden, um mit dem Helikopter zu den Spielen anfliegen zu können, denn mit dem Auto dauert der Transfer von Angra dos Reis nach Rio bis zu sechs Stunden. Jorge Lemann höchstpersönlich will sich nun für seinen Freund einsetzen – koste es, was es wolle.

Wo Federer schon überall Tennis gespielt hat

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • humpfli 26.06.2016 18:55
    Highlight Krank! Da würde ich würde das Geld an eine wohltätige Organisation spenden. Aber sicher nicht um solche abgehobene Luxuswünsche zu erfüllen. Muss Federer unbedingt mit einem Helikopter an ein Spiel, geht dies nicht anders?
    20 12 Melden
  • Maria B. 26.06.2016 12:41
    Highlight Mich würde vor Allem interessieren, wie man(n) selbst bei reichlich Eigenkapital in bloss einem halben Jahr drei Milliarden generieren kann.

    Da kommt doch etwas Neid auf ;-)!
    41 7 Melden
    • pamayer 26.06.2016 16:13
      Highlight du musst die kleinen, die fünferli, bei aufsteigendem mond in torferde pflanzen, mit deinem eigenen mist bedecken und warten. nach rund 6 monden eigenhändig ausgraben und du wirst staunen!
      35 1 Melden
  • Karl33 26.06.2016 09:18
    Highlight Für solche Superreiche wie Lemann macht die EU Politik. Für den Ausstieg aus der EU haben in Grossbritannien andere gestimmt: Die Armen, denen die Wirtschaftspolitik das Geld aus den Taschen gezogen hat, zwecks Umverteilung nach oben.
    63 50 Melden
    • Bijouxly 26.06.2016 11:28
      Highlight In diesem Artikel geht es aber ausnahmsweise mal nicht um die EU. Die EU macht aber auch keine Politik für Superreiche, sondern sie wurstelt sich überall mehr schlecht als recht durch, sodass am Schluss weder Arbeiter, Firmen noch Politiker zufrieden sind. Mit den Superreichen hat das nichts zu tun (notabene hat Herr Lemann übrigens gearbeitet und vermutlich auche eine Portion Glück gehabt, bezweifle sehr stark, dass sein Vater als Käser ihm Milliarden vermacht hat).
      57 15 Melden
    • stadtzuercher 26.06.2016 12:09
      Highlight Biouxly, als Finanzinvestor erarbeitet man seine Gewinne nicht. Man kriegt das Geld, das man durch geschicktes Zocken anderen Menschen (Arbeitern, Versicherten, Wohnende etc) wegnehmen kann. Deshalb stehen die einkassierten Milliarden auch in keinem Verhältnis mehr zur tatsächlichen Arbeit.
      58 17 Melden
    • kliby 26.06.2016 12:50
      Highlight Mit ehrlicher Arbeit verdient man keine Milliarden, Bijouxly.
      55 15 Melden
    • Bijouxly 26.06.2016 18:11
      Highlight Dann ist man entweder nicht neidisch, oder man wird Finanzinvestor.
      15 5 Melden
    • Spooky 26.06.2016 18:51
      Highlight @Bijouxly
      Neidisch sein ist okay. Wenn die Franzosen damals nicht neidisch auf ihren Adel gewesen wären, hätte es 1789 nicht gegeben.
      10 4 Melden
    • Maett 26.06.2016 19:57
      Highlight @kliby: wenn man vieles richtig macht schon. Ich werfe weder Gates, Jobs oder Zuckerberg vor, unehrlich zu ihren Milliarden gekommen zu sein. Sie haben die Möglichkeiten unserer Welt genutzt. Über die Möglichkeiten kann man ja lamentieren - unehrlich ist der damit erreichte Reichtum aber noch lange nicht.
      12 2 Melden
    • kliby 26.06.2016 22:32
      Highlight maett, gates jobs und zuckerberg haben ihr geld mit innovationen verdient. das ist hier bei diesem finanzspekulanten nicht der fall.
      3 6 Melden
    • Maett 26.06.2016 23:02
      Highlight @kliby: das war mehr auf Ihre generalisierte Aussage bezogen: "Mit ehrlicher Arbeit verdient man keine Milliarden"
      3 0 Melden
    • Bijouxly 26.06.2016 23:14
      Highlight @kliby: sorry aber ehrlich, wer hat vor diesem "Artikel" schon mal von diesem Herr Lemann gehört? Niemand. Also sich aufgrund eines Textes mit 0 gehaltvollem Inhalt und der Länge einer besseren Randnotiz eine Meinung über die Lebensweise eines Menschen und seinen Weg zum Milliardär zu bilden, ist einfach unnötig und unmöglich.
      5 0 Melden
    • exeswiss 26.06.2016 23:49
      Highlight @kliby und diese wurde durch investoren, dazu gehören auch finanzinvestoren, finanziert. na? klingelts?
      2 2 Melden
  • cassio77 26.06.2016 09:16
    Highlight 6 Stunden von Angra nach Rio? In der Vergangenheit brauchte man von São Paulo nach Rio nur 6 Stunden. Der Verkehr hat natürlich zugenommen, bestimmt jedoch nicht in diesem Ausmass. Blick in Google Maps hilft.
    15 6 Melden
    • stadtzuercher 26.06.2016 12:11
      Highlight Milliardäre werden wie in Brasilien üblich mit dem Helikopter fliegen. Eine Sache von 20 Minuten.
      24 3 Melden
    • cassio77 26.06.2016 14:50
      Highlight Na klar, Stadtzürcher. Bist Du schon mal in São Paulo im Stau gestanden? Überhaupt schon mal Schüsse von Verbrechern im echten Leben und nicht nur im TV gehört? In Brasilien gibt's oder gab's Shows, die jeweils die täglichen Verbrechen dokumentieren, teils live mitverfolgen. Lemann ist verständlicherweise in die Schweiz gekommen, weil hier das Leben sicherer ist. So lange Brasilien das Verbrechen nicht konsequent bekämpft, werden die reichen Brasilianer mit dem Heli zum Arbeitsplatz fliegen, denn Zeit ist nur ein Faktor, Sicherheit der Wichtigere.
      19 11 Melden
  • _kokolorix 26.06.2016 08:50
    Highlight Tja, Sorgen haben die Reichen...
    56 9 Melden
    • Mia_san_mia 26.06.2016 11:15
      Highlight 6 Stunden mit dem Auto ist wirklich mühsam...
      13 11 Melden
    • Bijouxly 26.06.2016 11:30
      Highlight Ich glaube nicht, dass sie wirklich Sorgen haben, sondern eher, dass es neben der EM nicht viel zu schreiben gibt. Ich vermute, RF und Lemann ist es herzlich egal.
      21 3 Melden
  • Maya Eldorado 26.06.2016 08:11
    Highlight Wieso braucht der Roger finanzielle Hilfe?
    Bisher habe ich gar nicht gehört, dass er verarmt ist.
    Dies hier ist beschämend für all jene, die krampfen und es doch kaum fürs Existenzminimum reicht.
    81 45 Melden
    • Mia_san_mia 26.06.2016 10:13
      Highlight Wo steht, dass er finanzielle Hilfe braucht?
      66 6 Melden
    • EvilBetty 26.06.2016 15:19
      Highlight Der Titel ist allerdings so gewählt dass man denken könnte dass Lemann RF hilft, weil er 3 Milliarden mehr hat. Nur ganz leicht suggestiv...
      43 2 Melden
    • Mia_san_mia 26.06.2016 18:59
      Highlight Es ist egal was im Titel steht. Bevor man Kommentiert sollte man auch den Artikel lesen.
      12 5 Melden
    • Maya Eldorado 26.06.2016 21:59
      Highlight Natürlich, der Titel ist suggestiv. Das habe ich auch gemerkt. Ich habe den ganzen Artikel gelesen.
      Natürlich greift der Jorge dem Roger unter die Arme. Er kann in einer seiner Luxusvillen wohnen. Dann muss ein Helikopter her, weils mit dem Auto von dort zu weit ist. Da sorgt der Jorge auch dafür.
      Und ja - ich habe wirklich den Vergleich gemacht. Bei uns gibt es Obdachlose, denen niemand wirklich hilft.
      4 6 Melden
  • ponebone 26.06.2016 06:27
    Highlight Ich bin wirklich Fan von Roger (und werde es auch bleiben) aber er gibt sich schon grosse Mühe zum so richtig unsympathisch wirken.
    43 84 Melden
    • Mia_san_mia 26.06.2016 08:22
      Highlight Wieso denn? Was macht ihn in diesem Bericht unsymphatisch?
      61 18 Melden
    • Bijouxly 26.06.2016 10:20
      Highlight Du würdest in einem fremden Land sicher auch lieber bei Freunden wohnen wollen, nicht? Deine Freunde haben vermutlich keine 30 Milliarden, aber ich habe auch noch nie gehört, dass man mit ü1 Milliarde das Attribut "Freund" verliert.
      45 9 Melden
    • ponebone 26.06.2016 19:01
      Highlight @mia san mia: er könnte es sich ohne Probleme leisten, in der Nähe der Tennisanlagen ein ganzes Haus oder von mir aus sogar eine ganze Villa zu mieten inkl. Sicherheitsdienst, aber das er es bevorzugt an einem Ort zu verweilen von dem man nur per Helikopter in annehmbarer Zeit am Spielort sein kann hebt jetzt sein Sympathielevel nicht unbedingt an. Vor allem wenn man den ursprünglichen Gedanken von den olympischen Spielen im Kopf hat. Mir ist schon klar, dass man den schon seit langer Zeit rauchen kann und ich verstehe auch, dass er nicht im olympischen Dorf wohnen kann, aber so?
      8 7 Melden
    • Mia_san_mia 26.06.2016 21:58
      Highlight Hä wieso kann man den Rauchen? Ich verstehe Leute wie Dich echt nicht. Wir müssen in der Schweiz stolz sein, dass unser Land einen solch grossartigen Sportler hat! Ihr solltet euch schämen so über Federer zu reden! So einen gibts in der Schweiz vielleicht alle 100 Jahre...
      6 8 Melden
    • ponebone 27.06.2016 00:29
      Highlight Naja weil die olympischen Spiele schon lange nichts mehr mit ihrem ursprünglichen Gedanken zu tun haben. Wenn du meinen ersten Kommentar richtig liest, dann steht da als erstes, dass ich Fan bin und immer sein werde. Aber solche Aktionen hätte er doch gar nicht nötig. Oder in solche beknackten Werbespots wie den von Sunrise mitzumachen. Oder für die Credit Suisse zu werben, welche grad erst wieder 6000 ( oder warens 8000?) Stellen weltweit abgebaut haben. Er ist immer noch der am drittmeisten verdienende Sportler weltweit. So wirkt es einfach so, als würde er den Hals nicht voll genug kriegen.
      3 2 Melden

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