Schweiz
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Polizei kontrolliert 750 Personen

Neun Festnahmen nach Zürcher Derby – drei Personen verletzt

Am Zürcher Derby zwischen GC und FCZ ist es zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei hat in Stadion-Nähe mehrere Dutzend Personen eingekesselt. Unter den Verletzten ist ein Polizist.

Rund um das Letzigrund-Stadion haben sich während dem Zürcher Derby unschöne Szenen abgespielt: Statt sich das Spiel anzusehen, sollen etwa 100 Personen randaliert, Petarden geworfen und Container angezündet haben, berichtete «20 Minuten». 

Die Zürcher Stadtpolizei bestätigte den Einsatz gegenüber watson. Mehrere Dutzend Personen seien in Stadion-Nähe eingekesselt worden, heisst es. Wie viele, sei unklar. Wer sich von der Polizei freiwillig kontrollieren liesse, dürfe den Kessel verlassen, schrieb Tages-Anzeiger/Newsnet

Die Einsatzkräfte hätten rund 750 Personenkontrollen durchgeführt, teilte die Polizei in einem Communiqué mit. Die meisten seien vor Ort wieder entlassen worden. Neun Personen seien vorübergehend festgenommen worden.

Fans verliessen Stadion

Südkurven-Fans hätten nach Spielbeginn das Stadion wieder verlassen, um erneut Einsatzkräfte anzugreifen, schrieb die Polizei. Tages-Anzeiger/Newsnet zitiert einen Leser-Reporter, wonach die Fans das Stadion aus Protest gegen die Polizeiaktion verlassen hätten. Die Polizei setzte Gummischrot, Reizstoff und Wasserwerfer ein.

Der Tramverkehr in der Badenerstrasse war während mehreren Stunden unterbrochen. Um 23.16 Uhr meldeten die Zürcher Verkehrsbetriebe, die betroffenen Bus- und Tramlinien seien wieder frei. 

Bereits vor der Partie kesselte die Polizei Fussballfans ein. Wie die Stadtpolizei Zürich in einem Communiqué mitteilte, hätten beide Fangruppierungen auf dem Weg zum Stadion «massiv Feuerwerkskörper und Leuchtpetarden gezündet.» Ausserdem habe es immer wieder gezielte Angriffe gegen die Polizei gegeben. (dwi/twu/pma)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Gantii 23.02.2015 17:43
    Highlight Highlight Hätte die Polizei ebenfalls angegriffen bei einem solchen Vorfall, auch hätte ich mich nicht Fotografieren lassen und von allen anwesenden Beamten einen Ausweis sehen wollen. Auch würde ich der Stadt Zürich/Polizei die Ticketrechnung + Zusatzkosten verrechnen und vom den Steuern abziehen.
    Polizisten sollten mal lernen wo Ihre rechtlichen Grenzen liegen!
    Das Konkardat kann man als rechtliche Grundlage sowieso nicht akezeptieren da es gegen das Gesetz verstösst!
  • jk8 22.02.2015 18:03
    Highlight Highlight Die Zürcher Fans haben auch ein Statement abgegben:
    http://www.suedkurve.ch/m/
    • EvilBetty 22.02.2015 18:13
      Highlight Highlight Hahaa. Schon das abbrennen EINER Fackel ist verboten. Und natürlich hat die Polizei per Megaphon gesagt, dass alle fichiert werden
  • phreko 22.02.2015 16:01
    Highlight Highlight Sobald es um Fussballfans geht kriechen alle aus ihren Löchern und müssen der Welt ihren Stuss auftischen. An jeder Fasnacht gibt es wegen Gewalt mehr Verletzte als an einem Fussballspiel...
    • phreko 22.02.2015 20:17
      Highlight Highlight Genau, sind ja pro Match jeweils ein paar tausend Hooligans anwesend. Sind in der SVP auch alle Neonazis oder doch nur ein paar vereinzelte?
  • jk8 22.02.2015 11:13
    Highlight Highlight Liebe"News Unfucked" Produzenten, verlasst euch beim schreiben eurer Artikel bitte nicht auf 20 Minuten...!
    Der Fanmarsch der Zürcher war wie bei jedem Derby friedlich unterwegs - als die Polizei sie jedoch hinderte am Spiel teilzunehmen änderte sich dies natürlich.
    Während dem Spiel verliess man das Stadion nicht, um auf der Strasse krawall zu machen. Erst als die hunderten Fans nach dem Spiel immernoch eingekesselt waren! ergaben sich weitere Räuber und Polli spiele...
    • philipp meier 22.02.2015 14:15
      Highlight Highlight @remoloetscher

      zuerst werden alkis, punks und andere randgruppen per wegweisungsartikel aus dem öffentlichen raum vertrieben.

      dann setzt man auf die teenies, die sich, weil sie noch nicht in bars und clubs gehen dürfen, im öffentlichen raum treffen, die sip und die polizei auf den hals.

      und jetzt ist also auch feuerwerk im öffentlichen raum verboten (natürlich nur bei bestimmten anlässen. per zufall grad bei fussballfans)

      interessanter weise betrifft es immer diejenigen menschengruppen, die in der öffentlichen wahrnehmung einen miesen ruf (= keine lobby) haben.
    • EvilBetty 22.02.2015 14:35
      Highlight Highlight Phillip Meier: Feuerwerk ist schon lange verboten und zwar für jeden, nicht nur für die armen, aaarmen Fussball Fans, und diese als Lobbylos zu bezeichnen ist ha wohl ein Witz. 1. August und Silvester sind Ausnahmen.
    • philipp meier 22.02.2015 18:58
      Highlight Highlight @remo: ich habe nur vorgänge im öffentlichen raum beschrieben. wenn du das mit «polizeistaat» gleichsetzt, dann ist das deine wortwahl. ich habe es nirgends so formuliert. und wer sich für lobbylose randgruppen stark macht, ist umgehend ein «randgruppenglorifizierer»?
      du spielst mir viel zu stark auf den mann. schreibe es doch, wie du es siehst: der öffentliche raum ist nur noch für diejenigen da, die dem grossteil der gesellschaft in den kram passen und (immer öfters, weil immer mehr öffentlicher raum privatisiert wird) für diejenigen, die ordentlich konsumieren.
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  • einfach ich 22.02.2015 08:44
    Highlight Highlight es wurde nicht mehr gezündet als in den letzten Jahren. Zudem war diese Aktion auch geplant, komisch genau im Wahlkampf...
    • einfach ich 22.02.2015 13:25
      Highlight Highlight dann hof ich für dich das du an silvester nicht am see bist und am 1. august auch nicht das feuerwerk anschauen gehst!
    • einfach ich 22.02.2015 19:56
      Highlight Highlight dann gib mir mal bitte die Antwort wo das es mehr Verletze/Tote gibt? 1. august & silvester oder fussball match mit pyro. also wo ist es sicherer ?! ;)
  • TschGadEis 22.02.2015 06:16
    Highlight Highlight Ein absoluter Skandal. Es gab erst "Ausschreitungen" als man schob ca 1h eingekesselt war. Ein Polizist sagte mir: "Klar, diese Aktion ist völlig unverhältnismässig." Zudem wurde mir zwischen den Zeilen mitgeteilt, dass diese Aktion so geplant war, unabhängig wie der Marsch verlaufen sollte.

    Bitte, Watson, schreibt nicht bei 20min und dem Polizeischreiben ab! Auch in der Schweiz gibt es Polizeiwillkür. Ausserdem wurde Gummischrot auf Gesichtshöhe abgefeuert und jede ID erfasst und jeder Fan fotografiert, obwohl es ein Marsch wie jeder andere seit zig Jahren war.
  • Plebs 21.02.2015 23:54
    Highlight Highlight Von wegen "news unfucked". Leider genau glich worde wie alli andere au...:(
  • philipp meier 21.02.2015 23:52
    Highlight Highlight die polizei hat die ausschreitungen provoziert. am anfang der eskalation stand das, was im artikel erst am schluss notiert ist: ein friedlicher fanzug wurde eingekesselt (siehe kommentar von @dingsda)
    man muss nicht polizeitaktiker/-psychologe sein, um sich die absehbaren folgen auszumalen. das war reichlich naiv oder halt bewusst, um irgendeine agenda zu verfolgen.
    • sambeat 22.02.2015 00:05
      Highlight Highlight Naja. Soo friedlich ist er dann ja nicht gewesen, der Fanzug, oder? Ich meine: Was sind das für Leute, die ausrasten, wenn sie Polizisten vor sich haben? Sie werden an ihrem Vorhaben behindert, okay, nicht so toll. Aber gleich scheiss Pyros zünden, die im Stadion dann eh hochgegangen wären? Pfff...
    • philipp meier 23.02.2015 09:10
      Highlight Highlight @sewi: es ist immer eine frage von aufwand und ertrag. z.b. wird auch die höchstgeschwindigkeit auf strassen nicht flächendeckend durchgesetzt. obwohl das gewaltmonopol beim staat liegen würde und die geschwindigkeiten ständig überschritten werden.
    • Gantii 23.02.2015 17:50
      Highlight Highlight @sambeat bei über 80% meiner Begegnungen mit Polizei habe ich negative erfahrungen gemacht, wurde als "tumme siech" oder "penner" betittelt weil ich in trainerhosen herumlief oder ähnliches. unfreundlich und respektlos? komm doch auch zur Polizei, so seh ich das.
      Viele Polizisten nutzen ihr Machtposition (beziehungsweise das unwissen der Bürger) aus!
  • FlorianH 21.02.2015 22:57
    Highlight Highlight Hoert doch auf mit dem medial-provozierten ruf nach mehr kontrolle und repression! Das bringt einfach nix!!! Wie viele jahre muessen vergehen bis die grosse masse der schweizer das begreift? Agression und Eskalation sind eine riesige spirale, die durch das verhalten aller beteiligten und unbeteiligten nur weiter dreht...
  • sambeat 21.02.2015 22:48
    Highlight Highlight Einfach eine furchtbare Schande. Man fragt sich unweigerlich, was sowas noch mit Sport zu tun haben soll...
    Ohne schärfere Gesetze wird es zukünftig immer mehr solche Ereignisse geben, befürchte ich :(
    • Santo 21.02.2015 23:29
      Highlight Highlight deine Ignoranz ist kaum zu übertreffen. Fakt ist, dass vor dem Hooligankonkordat die Gewalt in und um das Stadion merklich abgenommen hatte. Nach der Repressionswelle schlägt es logischerweise zurück. Aktion = Reaktion. Fanarbeit lautet die Devise!
  • Plebs 21.02.2015 21:41
    Highlight Highlight 1. Sind die fans schon vor dem spiel eingekesselt worden,
    2. sind es weit mehr als 40. Vlt ist das die jetzige lage, jedoch waren zu beginn mehrere hundert personen eigekesselt.
  • EvilBetty 21.02.2015 21:13
    Highlight Highlight Jeden Club, dessen Fans randalieren von der laufenden Saison disqualifizieren, und zwei Ligen runterstufen.
    • Mett-Koch 21.02.2015 23:21
      Highlight Highlight Meines Wissens waren einige "Basler" heute in Zürich im Umfeld des Stadions. Klar muss die Aktion auch von Zürich-"Fans" gebilligt worden sein, bzw. sie arbeiteten "Hand in Hand". Aufgrund des Transparents in der Südkurve muss davon ausgegangen werden...
      Traurig was sich abspielte... Sehr traurig...
    • SofaSurfer 22.02.2015 00:23
      Highlight Highlight Genau. Und alle einsperren, peitschen und in eine Verhaltenstherapie stecken. Dazu noch neue Verbote aussprechen, neue und härtere Gesetze verfassen und alle Fans denunzieren sowie lebenslanges Stadion- und Erwerbssverbot aussprechen. Und die ausländischen Fans gleich ausschaffen... Mann, bist du naiv!
    • EvilBetty 22.02.2015 10:39
      Highlight Highlight _4144s: nö, nix neue Verbote, es gibt ja schon eine rechtliche Handhabe. Dass mit Strafen direkt bei den Fans nix zu machen ist sehen wir, also strafen wir die Klubs. Das wird leider nicht möglich wäre aber langfristig die einzigen Möglichkeit gegen Fussball-Fans.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dingsda 21.02.2015 20:50
    Highlight Highlight toll liebe polizei, eine weitere aktion die fälschlicherweise eure daseinsberechtigung unterstreichen soll? einen friedlichen, traditionellen fanmarsch einzukesseln und somit die fans provozieren bis sie ausrasten, weil sie das spiel nicht sehen können. ich lief schon viele solche märsche mit und es passierte nie etwas, ausser das der verkehr für etwa 10 minuten blockiert wurde. meistens eskalierte es als die polizei kam und die fans bedrohte.
    • Nyi Phy 21.02.2015 23:33
      Highlight Highlight Danke, dass ihr den Verkehr blockiert. Dafür haben ja alle Verständnis, gell. Ich mach das auch immer bei jedem Handball, Basketball, Tennis, Tischtennis,.. -Match.

      Benehmt euch doch einfach und die Polizisten können ihren Samstag Abend bei ihren Familien geniessen anstatt auf euch aufzupassen. Die haben nämlich nicht alle Dienst..
    • EvilBetty 22.02.2015 11:55
      Highlight Highlight Na dann wärs doch ganz einfach, sich benehmen, NICHT an den «traditionellen» (hahaa, ich schmeiss mich weg) Fanmärschen teilnehmen, ergo nicht eingekesselt werden und sich das Spiel anschauen können. Dann gibts keinen Grund auszurasten. Problem gelöst.
    • philipp meier 22.02.2015 14:29
      Highlight Highlight ich gehe mit meinen kids (7+11) an die fussballspiele des fcz; und seit letztem herbst sogar in die südkurve.

      was ihr hier schreibt klingt nach meiner tante, die sich nicht an die langstrasse getraut, weil dort ständig jemand niedergestochen wird;)

      bei sportgrossanlässen, bei grossen kommerzevents, beim monday-night-skate, bei der streetparade und bei vielen, vielen anderen anlässen wird auch der verkehr blockiert. beim fanmarsch ist es sogar nur eine vergleichsweise kurze zeit und kurze strecke.
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  • WC-Entchen 21.02.2015 20:47
    Highlight Highlight Es ist jedes Mal dasselbe bei einem Derby...

Bald könnte die 5. Initiative gegen Tierversuche kommen

Das Schweizer Stimmvolk dürfte erneut über ein Tierversuchsverbot entscheiden können. Eine entsprechende Volksinitiative ist auf der Zielgeraden.

Das Komitee der Initiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt» sammelte bereits über 111'000 Unterschriften, wie dessen Website zu entnehmen ist. 100'000 sind für das Zustandekommen nötig.

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