Schweiz

Komiteechef Jean-Philippe Rochat präsentiert die Kandidatur Sion 2026. Bild: KEYSTONE

Der (Alb-)Traum von Olympia: Wie eine tolle Idee kaputt gemacht wurde

Der Bundesrat unterstützt das Olympiaprojekt Sion 2026. Euphorie löst er damit nur beim Kandidaturkomitee aus. Gigantismus, Korruption und Doping haben die olympische Idee ruiniert.

20.10.17, 09:19 20.10.17, 22:30

Für Guy Parmelin war es ein echter Tiefschlag. Kaum hatte der Sportminister vor den Medien erläutert, warum der Bundesrat die Olympiakandidatur Sion 2026 mit bis zu einer Milliarde Franken unterstützen will, wurde er von der eigenen Partei gefoult. Dieser Entscheid sei «zum heutigen Zeitpunkt völlig unverständlich», teilte die SVP mit. Die Landesverteidigung habe Priorität.

Auf der anderen Seite des politischen Spektrums wurde beklagt, dass der Bundesrat gleichentags einen Vaterschaftsurlaub abgelehnt hat. Derartige Aufrechnungen haben einen populistischen Beigeschmack. Mühsam ist auch die Erbsenzählerei der NZZ, die dem Bundesrat vorrechnet, wofür er die Olympia-Milliarde «in Zeiten klammer Kassen» besser ausgeben sollte.

Guy Parmelins Olympia-Pläne stossen in seiner eigenen Partei auf Ablehnung. Bild: KEYSTONE

Es gäbe genug andere Gründe, um eine Schweizer Olympia-Bewerbung zu hinterfragen. Wenn selbst der «Blick», der in sportlichen Belangen gerne euphorische bis chauvinistische Töne anschlägt, in seinem Kommentar Skepsis durchblicken lässt, ist etwas oberfaul. Olympische Spiele sind kein Ereignis mehr, das zum Träumen verleitet. Sie sind zum Albtraum geworden.

Eine wunderbare Idee

Dabei ist die olympische Idee, Sportler aus verschiedenen Disziplinen zum friedlichen Wettstreit zusammenzubringen, eine wunderbare Sache. Und die Spiele selbst sind ein tolles Erlebnis. Ich kann es beurteilen, ich war als Berichterstatter an den Winterspielen 2002 in Salt Lake City. Es war ein absoluter Höhepunkt meiner beruflichen Laufbahn, an den ich gerne zurückdenke.

Heute ist die Einstellung zu diesem Event bei vielen Menschen zwiespältig. Sie fiebern als Fans während den Wettkämpfen mit, stehen der Organisation der Spiele aber kritisch gegenüber. Mit gutem Grund: Olympia in Salt Lake City wurde durch einen Korruptionsskandal überschattet. Das Internationale Olympische Komitee (IOK) versprach Abhilfe. Geschehen ist wenig.

Gerade erst wurde der Olympia-Chef von Rio de Janeiro 2016 wegen Verdachts auf Stimmenkauf festgenommen. Um die Sommerspiele 2020 in Tokio kursieren ebenfalls Korruptionsgerüchte. Noch immer gibt es zu viele IOK-Mitglieder, die sich bei der Vergabe der Spiele nicht von sportlichen Kriterien leiten lassen, sondern von der Frage, wer sie am besten schmiert.

Die Stadionruinen von Athen 2004

Die Dopingskandale werfen ebenfalls einen Schatten auf die olympische Idee. Nichts aber hat ihr in den letzten Jahren mehr geschadet als der Gigantismus und die damit verbundenen Ausgaben. Wenn Jean-Philippe Rochat, Präsident des Kandidaturkomitees von Sion 2026, die Kosten für die Sportstätten mit 97 Millionen Franken beziffert, kann man nur den Kopf schütteln.

Kosten laufen aus dem Ruder

Wo in letzter Zeit Winter- oder Sommerspiele stattfanden, liefen die Kosten aus dem Ruder. Sotschi 2014 mag ein besonders übler Ausreisser sein. Aber für Tokio 2020 musste das Budget bereits verdoppelt werden, von sechs auf zwölf Milliarden Franken. Und die Gouverneurin der Provinz warnte Ende letzten Jahres vor einer Vervierfachung.

Die Kosten für zusätzliche Infrastrukturen und Sicherheit sind dabei meist nicht enthalten. Und am Ende werden viele aufwändig erstellte Sportstätten kaum mehr genutzt. Besonders schlimm steht es um die Arenen für Athen 2004, für die der Dauerkrisenstaat Griechenland kein Geld hat. Auch in Rio zeigen einige Anlagen nur ein Jahr nach den Spielen bereits Verfallserscheinungen.

Das zweite Bündner Nein

Solche Beispiele versetzen der Olympia-Euphorie einen gehörigen Dämpfer. Das Bündner Stimmvolk versenkte im Februar mit 60 Prozent Nein zum zweiten Mal eine Olympia-Bewerbung. Am letzten Wochenende lehnten die Tiroler eine Kandidatur für 2026 ab. In der Alpenmetropole Innsbruck, die 1964 und 1976 erfolgreich Winterspiele durchgeführt hatte, sagten zwei Drittel Nein.

Fit für Olympia? Die Bündner waren im Februar anderer Meinung. Bild: KEYSTONE

Vor einiger Zeit rissen sich die Städte noch um die Spiele. Heute gehen dem IOK die Bewerber aus. Die Doppelvergabe der Sommerspiele 2024 und 2028 an Paris und Los Angeles war auch aus der Not geboren. Mehrere Kandidaten hatten sich zuvor zurückgezogen. In Rom zog die neue Stadtpräsidentin der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung die Notbremse, in Hamburg sagte das Stimmvolk Nein, und zuletzt verzichtete Budapest wegen der Opposition in der Bevölkerung.

Bachs Bekenntnis

Immerhin sind Paris und Los Angeles traditionsreiche Sportstädte. Beide haben bereits zweimal Olympische Sommerspiele veranstaltet. Und beide wollen fast ausschliesslich bestehende Sportanlagen nutzen. Das entspricht der Agenda 2020 von IOK-Präsident Thomas Bach. Er möchte die Spiele bescheidener und nachhaltiger durchführen und damit mehrheitsfähig machen.

Solche Bekenntnisse gegen den Gigantismus aber hat man zu oft gehört, um sie einfach zu glauben. Würde das IOK zum Beispiel einwilligen, wenn bei Sion 2026 das Skispringen auf der Grossschanze in Engelberg (OW) stattfindet, weil die Berner keine Lust haben, eine solche Anlage in Kandersteg zu bauen, wo diese Wettkämpfe eigentlich durchgeführt werden sollen?

Skepsis auch im Wallis

Ein Knackpunkt ist auch die in Aigle (VD) geplante Eisschnelllauf-Halle. Die Organisatoren fürchten auch in diesem Fall die jährlichen Folgekosten. Sie schlagen als Alternative eine temporäre Freiluft-Anlage vor. Es wäre ein Back to the Roots. Eisschnelllaufen fand früher stets im Freien statt, auch an Olympia bis Albertville 1992. Ob das IOK zustimmen würde, ist eine offene Frage.

Die gescheiterte Kandidatur 2006 hat man im Wallis nicht vergessen. Bild: KEYSTONE

Vielleicht muss sie nie beantwortet werden. Am 10. Juni 2018 stimmen die Walliser über das Projekt ab. Sagen sie Nein, ist eine weitere Schweizer Olympia-Bewerbung am Ende.

Bislang sagten sie mehrfach Ja, zuletzt vor 20 Jahren zur gescheiterten Kandidatur Sions 2006. Doch die Begeisterung hat sich auch im Wallis abgekühlt, wie SRF berichtet. Man fürchtet die hohen Kosten und hat nicht vergessen, wie Sion 2006 als technisch beste Bewerbung gegen das raffinierte Lobbying der vom Fiat-Konzern unterstützen Italiener aus Turin unterlag.

Komiteechef Jean-Philippe Rochat ist sich bewusst, dass es Widerstand von vielen Seiten gibt, «den wir überwinden müssen». Es wäre keine Überraschung, wenn er scheitert. Die olympische Idee ist eine tolle Sache, doch das IOK hat ihre Glaubwürdigkeit ruiniert. Es wird mehr brauchen als nur schöne Worte von Thomas Bach, um sie wiederzubeleben.

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43s

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • redeye70 21.10.2017 07:55
    Highlight Raffiniertes Lobbying? Schmiergeldzahlung wäre da ehrlicher und näher an der Wahrheit. Wenn Sion sich tatsächlich bewirbt, möchte ich aber auch darüber abstimmen. Das Wallis könnte die Spiele kaum selbst berappen und bräuchte sehr viel Geld vom Bund. Mein Nein ist sicher, diese korrupten IOC-Heinis erhalten keinen einzigen Franken meiner Steuergelder.
    21 2 Melden
    • Midnight 22.10.2017 09:30
      Highlight Entsprechent müsste die Schweiz aber auch die FIFA boykottieren. Die ist ja noch viel korrupter als das IOC...
      2 0 Melden
    • redeye70 22.10.2017 10:21
      Highlight @Midnight
      Selbstverständlich müsste derselbe Massstab auch bei der FIFA angewendet werden. Korrupter sind die aber nicht. Die sind beide auf Augenhöhe. Ich finde es auch beschämend, dass wir diesen Organisationen beherbergen und noch dazu von Steuern befreien. Erst als die US-Justiz unserer Beine machte, geschah endlich etwas. Ich würde keiner dieser Institutionen auch nur eine Träne nachweinen, würden die unser Land verlassen. Die sollen dorthin ziehen, wo sie hingehören. In irgendein korruptes Clanwirtschaft-Land ohne Rechtsstaat.
      2 0 Melden
  • Tobiwankenobi [ZH] 20.10.2017 14:28
    Highlight Ich freu mich schon jetzt darauf den Wallisern das Olympiadefizit zu bezahlen...

    43 8 Melden
  • walsi 20.10.2017 13:31
    Highlight Ein Ort oder Region die den Zuschlag erhält müsste diesen für mindersten vier mal hintereinander erhalten, das würde die hohen Kosten eher rechtfertigen.
    25 3 Melden
  • Peter Knecht 20.10.2017 13:03
    Highlight Als ich noch jung war, war alles noch gut!!!!!
    19 5 Melden
    • Kstyle 20.10.2017 17:09
      Highlight Schön für dich!!!
      8 3 Melden
  • Schnuderbueb 20.10.2017 12:32
    Highlight Ich bin dafür!!! Dass wir dagegen sind.
    61 3 Melden
  • Tomtom64 20.10.2017 11:38
    Highlight Olympia krankt auch daran, dass viel zu viele realtiv unpopuläre Sportarten berücksichtigt werden. So der Gedanke dieser Art von Förderung ist, er erhöht den Bedarf an Sportstätten, Unterbingungsmöglichkeiten, Sicherheitsdiensten und somit die Kosten.
    Ein weiterer Negativpunkt ist, dass nebst dem IOK meistens nur die Landbesitzer und Baufirmen verdienen, der Rest der Steuerzahler aber zur Kasse gebeten wird.
    Dehalb dürften, wie "supremewash" schon geschrieben hat, WM/EM von Einzeldisziplinen auf grössere Unterstützung stossen.
    39 6 Melden
  • Jaing 20.10.2017 11:19
    Highlight Ich sehe es grundsätzlich gleich. Nur sollte man die Winter- nicht mit den Sommerspielen vergleichen. Die sind ein ganz anderes Kaliber.
    53 4 Melden
  • piedone lo sbirro 20.10.2017 11:13
    Highlight von olympia profitieren einige lobbyisten sowie die IOC-mitglieder rené fasel, gian-franco kasper bzw. swiss olympic mit adrian amstutz und jürg stahl.

    https://lobbywatch.ch/de/daten/organisation/157/Swiss%20Olympic%20Association

    wir brauche eine rentenreform und bezahlbare kk-prämien - und keine grössenwahnsinnigen olympische spiele à la parmelin für 1 milliarde franken auf kosten der bürger!
    das VBS war schon unter ueli maurer ein misthaufen. parmelin soll dort leistung zeigen - statt mit prestige projekten klientelpolitik zu betreiben bzw. um von missständen abzulenken!
    147 12 Melden
  • supremewash 20.10.2017 10:37
    Highlight Die Schweiz fährt doch besser, diese Summe über mehrere Jahre in WM/EM von Einzeldisziplinen zu stecken.
    Das klappt mit Ausnahme weniger ja heute schon gut und breite Unterstützung ist vielerorts vorhanden.
    93 2 Melden
  • Scaros_2 20.10.2017 10:24
    Highlight Ach das ganze wird nie in die Schweiz kommen. @Watson. Zeigt doch der leserschaft auf an welchen Punkten innerhalb der Schweizer Politik eine solche Kandidatur scheitern könnte. Wie viele Kantone müssen darüber abstimmen etc.? Wir haben zudem immer noch den Volkswille der es eben bachab schicken kann.

    Daher

    Don't panic, wird eh nicht kommen.

    Hätten sie lieber anderweitig investiert das Geld.
    52 4 Melden
  • meine senf 20.10.2017 10:22
    Highlight Vielleicht könnte ja auch mal hinterfragen, ob die Olympiade zwingend jedes Mal woanders sein muss. Das stammt ja noch aus Zeiten, als Reisen sehr viel länger dauerten und es noch keine Übertragungsmöglichkeiten gab und gleichzeitig die Ansprüche bezüglich Anlagen viel geringer waren.

    Ein Standort auf jedem Kontinent würde doch reichen.
    85 4 Melden
    • CasRas 20.10.2017 11:40
      Highlight Herzchen, auch wenn die Olympiade die Periode zwischen zwei Olympischen Spielen bezeichnet. :)
      24 2 Melden
  • Duscholux 20.10.2017 10:14
    Highlight Sollte die Olympiade 2026 wirklich in Sion stattfinden, hoffe ich mal dass die A9 bis dahin fertig ist. Aber daran glaube ich nicht.
    69 4 Melden
  • Troxi 20.10.2017 10:10
    Highlight Die Schweiz könnte durchaus eine Olympia durchführen nur sollte dann Schweiz und nicht Sion oder St.Moritz 2026 stehen. Wir haben so gut wie alles. Skipisten, Bobbahn, Skischanzen, Eishockeystadien usw. Von der Infrastruktur ist sehr vieles da, daher warum nicht?
    57 16 Melden
    • Hardy18 20.10.2017 12:21
      Highlight Leider passen keine Mrd Besucher an und in den Austragungsorten. Und somit verdienen sie kein Geld. Deswegen muss alles neu und grösser sein damit man auf dem Rang 312 mit dem Fernglas noch zuschauen kann. 😁
      27 4 Melden
  • Sir Konterbier 20.10.2017 09:41
    Highlight Dass die kosten bei den Spielen aus dem Ruder laufen, hat nicht viel mit Olympia zu tun sondern viel mehr mit den lokalen Gegebenheiten.

    Das einzige, was es mit Olympia zu tun hatte war, dass gewisse Baufirmen den bau verlangsamten, um mehr Geld einfordern zu können, weil der Eröffnungstermin derart wichtig war. Aber das sind ja irgendwie auch lokale Gegebenheiten.
    47 26 Melden
  • Rüdiger Rasenmeier 20.10.2017 09:39
    Highlight Olympia wär einfach geil! Bei uns muss nix grosses gebaut werden, Ifrastruktur und ÖV vorhanden, Übernachtungsmöglichkeiten auch. Wer London 2012 live erlebt hat, weiss was ich meine. Es tut einem Land und der Bevölkerung gut, Euphorie und Spass zu haben. Vergleiche mit Rio oder WM in Südafrika und Brasilien sind falsch. Wir haben was dort fehlt, also lasst die Spiele beginnen!
    36 119 Melden
    • Linus Luchs 20.10.2017 10:02
      Highlight In Japan ist die bestehende Infrastruktur sehr gut, aber über die Olympischen Sommerspiele 2020 steht im Artikel: "Für Tokio 2020 musste das Budget bereits verdoppelt werden, von sechs auf zwölf Milliarden Franken." Solche Summen sind irrwitzig!
      124 5 Melden
    • Sir Konterbier 20.10.2017 11:16
      Highlight Ich behaupte einfach mal: das passiert in der Schweiz nicht. Wir haben sogar die Kosten beim Gotthardtunnel unterschritten, das kriegen wir auch diesesmal hin.

      Ich kann auch nichts dafür dass das kaum ein anderes Land hinkriegt, aber solche Argumente "verhebed" für mich irgendwie nicht. Nicht mal Deutschland schafft es immer wie man sieht...
      15 54 Melden
    • Lami23 20.10.2017 18:14
      Highlight Neat hust hust
      15 0 Melden
  • Wehrli 20.10.2017 09:31
    Highlight Olympia 2026 geht: Freiluft, temporäre Bühnen, Schweizweit verteilt die bestehende Infrastruktur nutzen.
    Weniger Profis und mehr Spass, keine Gigantischen Eröffnungsfeiern.

    Simpel oder gar nicht.
    112 13 Melden
    • Makatitom 20.10.2017 09:34
      Highlight Gar nicht!
      119 25 Melden
    • Globidobi 20.10.2017 09:45
      Highlight Mit Freiluft könnte es halt trotzdem ein Problem geben, falls in diesem Jahr der Frühling ein paar Tage früher Hallo sagt. Würde es dann Tartanschnelllauf geben oder Kunsteisschnelllauf? Man stelle sich vor, Usain Bolt an den Olympischen Winterspielen ;D
      17 21 Melden
    • Max Dick 20.10.2017 09:47
      Highlight Olympia im bescheidenen Rahmen ist völlig utopisch. Da gibt es kein back to the roots. Es ist nebst glanz und glamour auch mit gigantischen Investitionen in Infrastruktur verbunden. Das kann positiv sein - im Fall von Vancouver wurden u.a. eine schon lange fällige Schnellstrasse Vancouver-Whistler und eine neue U-Bahn-Linie gebaut. Im Falle vom Wallis aber braucht esderartige Infrastrukturinvestitionen kaum. Daher klares Nein zu Milliardenverlochung für ein paar Wochen Rampenlicht.
      91 4 Melden
    • kupus@kombajn 20.10.2017 09:52
      Highlight Ich finde auch: gar nicht! Diese gigantischen Sportereignisse gehören nicht in Länder wie die Schweiz.

      Die Olympischen Spiele sind mittlerweile so gigantisch, dass auch die simple Variante immer noch viel zu gross und teuer ist. Nach unserem Verständnis "simple" Olympische Spiele will die Welt nicht sehen.
      74 6 Melden
    • Sir Konterbier 20.10.2017 11:19
      Highlight Die frage ist ob sich die Schweiz in die Reihe "Gigantismus" einreiht oder bescheidene Spiele ausrichtet und neue Standards setzt.

      Man kann für oder gegen das jetzige Projekt sein aber gigantistisch ist es nicht.
      5 20 Melden
    • Makatitom 20.10.2017 11:29
      Highlight Nein, die Frage ist: ist der Bürger bereit, sich schon wieder von der Politik verarschen zu lassen. Für die AHV ist kein Geld vorhanden, bei Bildung und Sozialem soll immer mehr gespart werden und dann wird, laut Bundesrat, 1 Milliarde für 14 Tage "Vergnügen" eingesetzt. Und wenn der BR etwas ausrechnet, kostet es meistens mindestens das 3 wenn nicht das 4fache
      67 6 Melden
    • Wehrli 20.10.2017 11:36
      Highlight Von der 1 Milliarde kommt auch wieder etwas zurück. Von der Politik verarscht? Du hast Sie gewählt, jetzt jammer nicht wie ein Kleinkind hier ...
      15 41 Melden
    • Makatitom 20.10.2017 12:43
      Highlight Alle, aber wirklich alle Olympiaaustragungsorte der letzten 30 jahre knabbern heute noch am Defizit rum, es kommt also zu wenig zurück, falls überhaupt
      37 3 Melden
    • Max Dick 20.10.2017 12:51
      Highlight Wehrli. Was soll da konkret zurückkommen im Fall von Sion? Überreste an nicht gesoffenem Edelchampagner?
      24 1 Melden
    • Wehrli 20.10.2017 12:59
      Highlight Tourismus, know-how, und ein bisschen Stolz.

      Aber was erzähl ich euch Griesgrämer? Eure Meinung ist eh gemacht. Also drauf gschissn.
      6 36 Melden
    • Wehrli 20.10.2017 13:00
      Highlight Und da ich ja zwanzigmal mehr dran zahle als Ihr, kanns Euch ja auch wurst sein ...
      5 35 Melden
    • Makatitom 21.10.2017 00:15
      Highlight Aber dir nicht, Wehrli, deine Stimme zählt nämlich auch nur einmal, egal wie viel Steuern du abdrückst
      15 1 Melden

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