Schweiz
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Portugal's flag and Switzerland's flag hang on a window of an apartment building during the Euro 2016 European Soccer Championships, in Geneva, Switzerland, Sunday, June 12, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Die portugiesischen Steuerbehörden bekommen ab nächstem Jahr automatisch Bescheid, wenn ein Bürger in der Schweiz ein Konto hat. Dasselbe gilt auch für alle anderen EU-Staaten. Bild: KEYSTONE

Migranten droht wegen Bankgeheimnis-Aus Ärger – viele ahnen von nichts

Ab nächstem Jahr tauscht die Schweiz mit ausländischen Steuerbehörden Bankkundendaten aus. Nicht nur Diktatoren und Drogenbaronen mit Schwarzgeld-Konten in der Schweiz droht dadurch Ungemach. Auch für Zuwanderer und Auslandschweizer könnte es ungemütlich werden.



Der Kampf von Hans-Rudolf Merz war zum Scheitern verdammt: «An diesem Bankgeheimnis werdet ihr euch die Zähne ausbeissen», warnte der damalige Finanzminister 2008 all jene, die forderten, die Schweiz müsse ihre Bankkundendaten an ausländische Steuerbehörden weitergeben. 

Kurz darauf knickte die Schweiz ein und beerdigte das Bankgeheimnis für Ausländer. Nun ist es so weit: Nächstes Jahr werden erstmals Kundendaten mit den EU-Ländern und weiteren Staaten ausgetauscht. Name, Adresse, Geburtsdatum, Kontonummer, Kontostand und Steuernummer von Bankkunden mit ausländischem Pass gehen automatisch an die Steuerbehörden von deren Heimatländern.

Ziel des Automatischen Informationsaustauschs (AIA) ist es, Steuerhinterziehung zu verhindern. Die Massnahme betrifft aber nicht nur die Drogenbarone, Steuerkriminellen und Diktatoren mit Konten in der Schweiz, die im Zentrum der Schwarzgeld-Debatte standen. Auch Migranten in der Schweiz droht Ungemach, falls sie in ihrer Heimat ein Konto oder Haus haben, das sie den Schweizer Steuerbehörden bislang verheimlicht haben.

Denn: Wer in der Schweiz steuerpflichtig ist, muss hier seinen Lohn und all seine Besitztümer versteuern – auch wenn sie sich im Ausland befinden. War es bisher möglich, dass ein nicht-deklariertes Konto in Spanien jahrzehntelang unentdeckt blieb, kommt es mit dem AIA fast zwangsläufig ans Licht. Auch das Haus in Kroatien dürfte dem Steueramt nicht entgehen, sofern dazu etwa ein Hypothekarkonto existiert.

«Ich treffe immer wieder Migranten, die aus allen Wolken fallen, wenn sie hören, dass sie ihr Haus in der Heimat hier in der Schweiz angeben müssten.»

Cédric Wermuth, SP-Nationalrat

SP-Nationalrat Cédric Wermuth spricht von einer tickenden Zeitbombe: «Ich treffe immer wieder Migranten, die aus allen Wolken fallen, wenn sie hören, dass sie ihr Haus in der Heimat hier in der Schweiz angeben müssten.» Oft gehe es nur um kleine Beträge. «Trotzdem handelt es sich um Steuerhinterziehung – und das ist kein Kavaliersdelikt.» Auf seinem Blog machte der Politiker auf das Thema aufmerksam und forderte Betroffene auf, aktiv zu werden und die Situation zu «bereinigen».

Die Migranten-Sektion der Gewerkschaft UNIA organisiert regelmässig Informationsabende zum AIA – und wird regelrecht überrannt. «In Genf kamen kürzlich rund 600 Personen, wir hatten nicht einmal für alle Platz», so Gewerkschaftssekretärin Marilia Mendes. Laut ihrer Einschätzung haben viele Zuwanderer nicht deklarierte Vermögen oder Einkünfte in der Heimat – neben Häusern und Konten etwa auch Renten oder Lebensversicherungen. Oft wüssten sie aber schlecht über ihre Rechte und Pflichten Bescheid.

Selbstanzeigen steigen stark an

Fliegt die Steuerhinterziehung auf, müssen die Betroffenen die hinterzogenen Steuern zurückzahlen – und dazu im Normalfall nochmals eine Busse in derselben Höhe. Es gibt allerdings einen Ausweg: Seit dem Jahr 2010 haben Steuersünder in der Schweiz die Möglichkeit, sich einmal im Leben straflos selber anzuzeigen. Dann müssen sie lediglich die fälligen Steuern für die letzten zehn Jahre bezahlen.

Die Zahl der Personen, die von diesem Recht Gebrauch machen, ist vor der Einführung des AIA sprunghaft angestiegen: Letztes Jahr haben zahlreiche Kantone einen neuen Rekord an Selbstanzeigen verzeichnet. In Zürich etwa sind rund 2100 neue Fälle eingegangen. Mehrere hundert davon betrafen ausländische Liegenschaften und Konten im Ausland.

Bereits jetzt sei klar, dass die Zahl der Selbstanzeigen dieses Jahr «vor allem wegen der Einführung des AIA» nochmals höher sein werde, sagt Roger Keller, Sprecher der Zürcher Finanzdirektion. Mit gutem Grund: Wer sich bis Ende Jahr noch meldet, ist in Zürich aus dem Schneider.

Auf Goodwill von Steueramt angewiesen

Dies ist aber nicht zwangsläufig in allen Kantonen so: Weil die Rechtsgrundlage für den AIA mit den EU-Ländern und weiteren Staaten dieses Jahr in Kraft trat – und verheimlichte Konten im Ausland nun sowieso auffliegen – müssen die Steuerbehörden Selbstanzeigen in solchen Fällen streng genommen nur bis Ende 2016 akzeptieren. Viele Kantone geben auf Anfrage aber wie Zürich an, Kulanz walten zu lassen.

Für Wermuth ist das gerade bei kleinen Beträgen nur «fair». Besser sei es, mehr Energie bei grossen Steuerbetrügern und Off-Shore-Firmen zu investieren.

Auch Schweizer Expats betroffen

Auch SVP-Nationalrat Thomas Matter, ein Gegner des AIA, sagt: «Ein Italiener, der von den Eltern ein Haus in der Heimat geerbt hat, verheimlicht dieses vermutlich nicht aus krimineller Energie vor den Schweizer Steuerbehörden.»

«Expats könnten inhaftiert oder enteignet werden, wenn sie zum Beispiel vergessen, ihr ZKB-Konto anzugeben.»

Thomas Matter, SVP-Nationalrat

Viel gravierender ist aus Matters Sicht aber eine andere Auswirkung des AIA: «Auch Auslandschweizer, die etwa vorübergehend in Brasilien bei Nestlé arbeiten, könnten schwerwiegende Konsequenzen zu spüren bekommen», befürchtet er. Brasilien gehöre zu den korruptesten Ländern der Welt und packe Steuerhinterzieher mit wesentlich härterer Hand an als etwa die Schweiz.

«Expats könnten inhaftiert oder enteignet werden, wenn sie zum Beispiel vergessen, ihr ZKB-Konto anzugeben», so Matter. Daran hätten die Mitte-Links-Politiker nicht gedacht, als sie der Abschaffung des Bankgeheimnisses zugestimmt haben.

Dazu passt: Clinton will Trumps Steuererklärung sehen

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Video: reuters

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    Alle Leser-Kommentare
  • kurt3 08.07.2017 10:21
    Highlight Highlight Ich verstehe, warum ein portugiescher Migrant , vergisst sein Haus in P in der CH zu versteuern. In P gilt ein Haus nicht als Vermögen ( Vermögenssteuer gibt es nicht ) Umgekehrt, als Auslandschweizer bin ich in P steuerpflichtig , aber habe noch ein CH- Konto , darüber werden die Portugiesen jetzt informiert. Das Vermögen auf diesem Konto interressiert nicht . Allfällige Erträge , Zinsen , Dividenen usw. Muss ich mit 28% versteuern.
    • Tavares 09.07.2017 09:25
      Highlight Highlight Naja in der CH-Steuererklärung gibt es ja einen eigenen Abschnitt Immobilien, ich weiss nicht wie man das vergessen kann. Es wird explizit nach Grundstücken, Häuser und anderen Immobilien gefragt. Wer hier nichts angibt hat es nicht vergessen, sondern lügt bewusst
    • FrancoL 10.07.2017 19:30
      Highlight Highlight Ja Tavares, besser kann man es nicht ausdrücken. Kommt noch dazu dass die Steuerämter nicht Unholde sind und auch noch klärend mitwirken können.
      Aber es ist eben so wie mir ein ausländischer Kollege darlegte: Frage ich das Amt an denn werden sie mir sagen, dass ich die Liegenschaft angeben muss. Also lasse ich es lieber bleiben und stelle mich dann dumm.
    • kurt3 11.07.2017 10:51
      Highlight Highlight Tavares, Grundstücke , Immobilien, was ist denn Gefragt ? Nach welchem Wert ? Marktwert? Valor Patrimonial? In Portugal bezahlt Du einfach eine Grundstück Steuer , vielleicht so 300€ . Jahr . Was soll jetzt der Portugiese in der Schweizer Steuererklärung da einsetzen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • mike2s 08.07.2017 08:17
    Highlight Highlight Ich war auch schon für eine grosse Firma im Ausland. In solchen Fällen machen einem Ernest & Young oder andere Firmen die Steuererklärung und die nehmen zum Teil genauer als das Steueramt.
  • Schneider Alex 08.07.2017 06:10
    Highlight Highlight Das Bankgeheimnis ist staatspolitisch verwerflich!

    Wer die Steuergerechtigkeit als staatspolitisches Ziele hochhält, kann nicht mehr für das Bankgeheimnis eintreten. Wie sollen denn die Steuerbehörden an die Informationen über die Steuerbetrüger oder –hinterzieher herankommen wenn nicht über Informationen der Banken? Wer meint, zuviel Steuern zahlen zu müssen, soll doch die Steuergesetze auf demokratischem Wege zu ändern versuchen. Wer Steuern hinterzieht oder dazu anstiftet ist ein „mieser Staatsbürger“ resp. eine „miese Bank“, in welchem Land auch immer und verdient keinen Schutz.
    • FrancoL 10.07.2017 19:32
      Highlight Highlight Gute Darlegung, frage mich wer da blitzen mag, das sind wohl die miesen Bürger, nicht einmal in der Lage etwas zu entgegnen.
  • atomschlaf 07.07.2017 18:18
    Highlight Highlight Tja, da wollten die pathologischen Neider und Gerechtigkeitswächter den Reichen an den Kragen.
    Nun haben diese dummerweise ihre Vermögenswerte längst nach Delaware verschoben und dafür trifft es jetzt südeuropäische Migranten, die in der Heimat ein Häuschen besitzen.

    Dumm geloofen, wie der Berliner sagt...
  • pamayer 07.07.2017 17:29
    Highlight Highlight Und Matter schiebt den Linken die Schuld in die Schuhe.
    Typisch SVP.
    • atomschlaf 07.07.2017 19:17
      Highlight Highlight Die Linken sind sicher nicht alleine Schuld. Eine willfährige Ex-Bundesrätin hat tatkräftig zum Ende des Bankgeheimnisses beigetragen.
    • FrancoL 07.07.2017 23:08
      Highlight Highlight @atomschlaf; Findest Du das Bankgeheimnis etwas Gutes? Wenn ja wieso genau?
      Wieso soll ich als Hausbesitzer bis in die sprichwörtlichen Unterhosen gecheckt werden und wenn ich die gleiche Summe bei der Bank anlege soll da niemand mehr etwas wissen können?
      Ich denke da müssen die Spiesse alle gleich lang sein und die Behörden müssen alle Anlagen prüfen können. Das wäre ein ehrliches Verhalten und kein Versteckspiel.
      Aber klar dass es Menschen gibt die bei den Zugriffen gerne Unterschiede machen vor allem wenn sich damit Gutes Geld machen lässt.
  • Madison Pierce 07.07.2017 17:20
    Highlight Highlight Ja, die Treuhänder haben im Moment genug zu tun mit Selbstanzeigen... Da kommen ziemlich krasse Sachen zum Vorschein. Hier Ergänzungsleistungen beziehen, aber in Italien ein voll vermietetes Mehrfamilienhaus besitzen und so Geschichten.

    Man sollte aber gleich ganz reinen Tisch machen und nicht versuchen, doch noch einen Teil zu verheimlichen. Denn die straflose Selbstanzeige kann man nur einmal im Leben machen.
  • Tavares 07.07.2017 16:14
    Highlight Highlight Das ist fucking richtig so!
    Steuerhinterziehung gehört bestraft, ob es sich nun um das geerbte Haus in Italien handelt oder um Millionen auf einem Schwarzkonto!
    Und Sorry, da tut mir keiner leid! Auch einfache Büezer und Ausländer haben Steuern korrekt zu zahlen, nicht nur die "reichen Goldküsten Bewohner"
    • Tavares 07.07.2017 17:31
      Highlight Highlight Für was sind die Blitzer? Antwortet doch mit Argumenten. Danke
    • CASSIO 08.07.2017 08:48
      Highlight Highlight Tavares, Scheiss auf die Blitzer ohne Argumente. Das sind frustrierte Blitzer-Wichte, die blitzen, wo sie nur können, um Dir, der mit seinem Post hier recht hat, den Tag zu versauen. Aber Blitzer ohne Argumente haben keinen Wert, somit multiplizier die Blitze mit 0 umd Du hast 0 Blitzer, ganz einfach.
  • piedone lo sbirro 07.07.2017 16:04
    Highlight Highlight mit dem bankgeheimnis sind UBS/CS nach wie vor die größten offshore-oasen der welt – trotz kunden-informationsaustausch. 24000 mrd. franken ausländisches geld wir in der schweiz verwaltet, mehr als doppelt so viel geld wie aus dem inland.

    die SVP unterstütz alles was armut&flüchtlingsströme verursacht: steuerhinterziehung&offshore-geschäfte, bankgeheimnis, waffenexporte, klimaveränderung usw.

    https://lobbywatch.ch/de/artikel/transparenzliste-2017-nur-jeder-parlamentarier-deklariert-einkommen

    https://www.infosperber.ch/index.cfm?go=Artikel/Politik/Wie-Steueroasen-die-Demokratie-untergraben
    • TheMan 07.07.2017 23:50
      Highlight Highlight Piedone die SVP unterstützt alles was mit Armut/Flüchtling usw zu tun hat? Nimm das V raus dan stimmts.
    • atomschlaf 08.07.2017 02:17
      Highlight Highlight "trotz kunden-informationsaustausch. 24000 mrd. franken ausländisches geld wir in der schweiz verwaltet, mehr als doppelt so viel geld wie aus dem inland"

      Na und? Was soll daran schlecht sein?
    • piedone lo sbirro 08.07.2017 11:35
      Highlight Highlight @atomschlaf

      über den tellerrand denken bleibt anscheinend ein rotes tuch für sie.

      latent gegen ausländer und flüchtlinge hetzen, aber das drecksgeld aus aller welt horten - ziemlich verlogen ihre parteiobrigen, finden sie nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • CASSIO 07.07.2017 15:57
    Highlight Highlight Mattet, häsch en Trip gschluckt.
    • CASSIO 08.07.2017 10:06
      Highlight Highlight ich präzisiere: https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/20160922095056513194158159041_bsd053.aspx
      Matter sagt, ich zitiere "Brasilien gehöre zu den korruptesten Ländern der Welt" und verweigert gleichzeitig den AIA mit Brasilien. Herr Matter, unterstützen SIE somit die Korruption in Brasilien? Und wenn Sie, Herr Matter, als Banker und Mitglied des Parlaments den AIA mit Brasilien in diesem Wissen verweigern, sind SIE, Herr Matter, nicht Teil dieses korrupten Systems? Wie viele Gelder brasilianischer Herkunft werden/wurdenvon Ihnen (Ihrem Unternehmen) verwaltet?
  • piedone lo sbirro 07.07.2017 15:55
    Highlight Highlight steuerhinterziehung lohnt sich für die reichen der SVP. wie blocher, frey, matter, ebner, spuhler usw.

    SVP/FDP haben einiges zu verbergen, einfluss von banken, pharma, atom/tabak/waffen-lobby usw., und sträuben sich deshalb gegen jegliche art von transparenz.
    deshalb verteidigen sie auch das bankgeheimnis und wollen es in der bundesverfassung verankern.
    ...die selbsternannten arbeiterparteien...der millionäre!

    der mittelstand hat den lohnausweis und damit nichts zu verbergen.

    mit dem bankgeheimnis mancht sich die schweiz zur möglichen drehscheibe der terrorfinanzierung.


    • atomschlaf 07.07.2017 18:15
      Highlight Highlight Immer die gleich abgelutschten Parolen, dabei zeigt der Artikel auf, dass es sehr wohl auch weniger Vermögende treffen kann.
    • piedone lo sbirro 07.07.2017 20:03
      Highlight Highlight @atomschlaf

      frustrierend nicht, wenn man auf die "abgelutschten parolen" keine gegenargumente findet?

      immerhin unterstreichen sie mit all ihren kommentaren hier wieder einmal deutlich ihre partei-zugehörigkeit.👍

      erklären sie uns doch mal was die politik der SVP, insbesondere das bankgeheimnis, ihnen als lohnempfänger schon alles gebracht hat.
      achtung, frust gefahr!
    • atomschlaf 07.07.2017 20:23
      Highlight Highlight @piedone: Ich bin keiner Partei zugehörig.

      Das Bankgeheimnis hat seit Ende des 2. Weltkriegs sicherlich einiges zum Erfolg und Wohlstand der Schweiz beigetragen und auch vielen Lohnempfängern in der Finanzbranche ein (sehr) gutes Auskommen gebracht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 07.07.2017 15:35
    Highlight Highlight Wenn einer in seiner Heimat ein Haus hat und das nun neu hier bei den Steuern angeben muss, so macht das allenfalls aus, dass er in eine höhere Progression rutscht. Dass so etwas "vergessen" gehen kann, ist verständlich, da das Haus ja schon am Standort versteuert wird.
    Anders sieht es mit Konten aus. Die sind voll am Wohnsitz zu versteuern. Einkünfte ebenfalls.
    Die Bussen dafür betragen ca nochmals die anfallende Steuerschuld über die letzten 5 (oder 10 Jahre?).

    Wirklich problematisch dürfte es sein, wenn ein Haus nicht angegeben wurde und man hier gleichzeitig Sozialleistungen bezieht!
    • dä dingsbums 07.07.2017 17:11
      Highlight Highlight Gehört das Haus nicht zum Vermögen? Dann würde man ja nicht in die Progression rutschen.
    • fabsli 07.07.2017 17:56
      Highlight Highlight Aber wieso muss ein Haus, das im Ausland bereits besteuert wird, hier nochmals besteuert werden?
    • Rabbi Jussuf 07.07.2017 19:38
      Highlight Highlight Ein Haus wird am Standort als Vermögen versteuert. Wenn das dann in der Schweizer Steuererklärung auftaucht, wird es wieder abgezogen. Die Progression hingegen wird vom Gesamtvermögen errechnet.
      hat jemand also ein Haus in Italien "vergessen" zu deklarieren, geht es nur um die Differenz in der Progression, das ist im Promillebereich. Das macht von 0 bis ein paar hundert Franken aus, je nachdem wo man in der Progression steht.
      Anders ist es, wenn man mit dem Haus Geld verdient. Das sollte am Wohnort versteuert werden. Gibt man das nicht an, wird es sehr teuer. (Gibt aber auch Spezialregelungen)
    Weitere Antworten anzeigen
  • jebbie 07.07.2017 15:31
    Highlight Highlight interessant find ich dass das bankgeheimnis doch schon 2008 in der finanzkrise offiziell gefallen ist.. es aber noch 10 jahre dauern sollte bis dieser austausch beginnt... ^^ was hab ich verpasst/weiss ich nicht?
  • Grundi72 07.07.2017 14:48
    Highlight Highlight "Für Wermuth ist das gerade bei kleinen Beträgen nur «fair». Besser sei es, mehr Energie bei grossen Steuerbetrügern und Off-Shore-Firmen zu investieren."

    Da ist er wieder, der Widerspruch von Links..

    Au lustig: die Linken wollten das Bankgeheimnis weg haben. Jetzt müssen sie Veranstaltungen durchführen um ihr Klientel von den Folgen zu warnen. Tolle Leistung, momoll! Da würdenichbdoch glatt wieder SP wählen...



    NÖD!
    • Sir Affe 07.07.2017 15:57
      Highlight Highlight Mein Mitleid hält sich in Grenzen.. Grüsse von links 😎
    • Grabeskaelte 07.07.2017 17:59
      Highlight Highlight Welcher Widerspruch? Die grossen besteuern und die kleinen entlasten ist logisch... Ganz im Gegensatz zu den Dingen welche die Rechten wollen. Unternehmenssteuern senken und dafür auf den ganz kleinen wie IV/Sozialhilfebezüger und Asylanten rumhacken. Darin sind sie stark während sie Millionen am Fiskus vorbeischleusen...
    • Fabio74 07.07.2017 19:20
      Highlight Highlight Lieber unterstützt du Steuerbetrüger und andere Kriminelle.
  • Thinktank 07.07.2017 14:36
    Highlight Highlight Witzig. Gegen schweizer Steuerbetrüger und jene wettern, die ihre Putzfrau nicht melden ist die Lieblingsbeschäftigung der Linken. Die Ausländer machen seit Jahren Steuerbetrug, nur kommt es nun ans Licht. Wieso genau soll man Mitleid haben mit Ausländern, die ein Haus oder Konten besitzen und sich nun selbst als dämlich deklarieren aber beim Beanspruchen von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe absolut virtuos unterwegs sind.
    • almlasdn 07.07.2017 14:41
      Highlight Highlight Witzig, immer sofort alles den Linken in die Schuhe schieben, ohne Argumente versteht sich.
      Aber ja, wieso sollte man Mitleid haben?
  • FrancoL 07.07.2017 14:32
    Highlight Highlight Ich lese da immer, dass jemand etwas vergessen hat; Ein Konto, ein Haus oder sonst etwas das man eigentlich nicht vergessen sollte. Die Steuerpraxis ist kein Unding, auch in den Nachbarländern nicht, nur sollte man sich wie bei allem im Leben informieren und nicht "bewusst" den Unwissenden spielen.
    Aber ich befürchte dass eben die Steuerhinterziehung von vielen doch als Kavaliersdelikt betrachtet wird und habe keinerlei Mitleid mit den Steuerhinterzieher.

    Für mich ist Steuerhinterziehung eh ein Unwort. Herziehen heisst für mich betrügen, also Steuerbetrug.
    • rodman 07.07.2017 15:27
      Highlight Highlight Steuerhinterziehung und Steuerbetrug sind zwei verschiedene Delikte.
    • kupus@kombajn 07.07.2017 16:13
      Highlight Highlight Ich habe im Laufe des letzten Jahres mit vielen Ausländern darüber gesprochen. Die haben das nicht vergessen, die waren schlicht der Meinung, dass man nur in der Schweiz versteuern muss, was man in der Schweiz hat. Und über so etwas wie Eigenmietwert (ja, auch der muss für Auslandsimmobilien versteuert werden) haben sie noch nie gehört.

      Natürlich: Unwissen schützt vor Strafe nicht, aber in den meisten Fällen steckte da wirklich keine absichtliche Steuerhinterziehung dahinter.
    • FrancoL 07.07.2017 16:15
      Highlight Highlight @Stipps; Das mag wohl sein, interessant ist dass ein grosser Teil dieser Steuerfluchtgelder immer den Weg in die Schweiz fand und wie sagt es doch Roger Köppel süffisant: die sollen doch tiefere Steuern ansetzen dann gäbe es auch weniger Steuerfluchtgelder.
      Das ändert nichts an der Tatsache dass in den meisten Fällen der Hinterziehung der Betrug premeditiert war, also klar ein Betrugsdelikt.

      @rodman; Der Unterschied zwischen Hinterziehung und Betrug ist ein ganz kleiner zum Teil ist er völlig inexistent.
      Da lohnt es sich die Passagen zur "Absicht" bei der Hinterziehung zu lesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald 07.07.2017 14:15
    Highlight Highlight Da kann man nur den Kopf schütteln. Haben wir die Leute gewählt, die unsere Daten an andere Länder liefern?
    • Eron 07.07.2017 14:40
      Highlight Highlight Ja, leider ist das so und was viele nicht merken ist, dass man die normalen Leute jagt. Die Reicheren lässt man ziehen oder sie können sich wie in Deutschland üblich anonym freikaufen.
    • Restless Lex 07.07.2017 15:05
      Highlight Highlight Das ist ja ein zweischneidiges Schwert. Die Schweiz profitiert ja in selbem Masse davon. Da sich die Amerikaner und Deutschen in den vergangenen Jahren aufgrund der Bankenskandale und Steuer- CDs selbst angezeigt haben, werden die Einbussen für die Schweiz vermutlich geringer sein als die Einnahmen. Und weshalb sollte ein Ausländer diesbezüglich einen Vorteil gegenüber einem Schweizer haben?
    • mrgoku 07.07.2017 15:25
      Highlight Highlight Es werden die Daten geliefert die den Staaten zustehen. Ganz einfach.
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