Schweiz
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A passenger walks in front of a FlixBus intercity bus at the Carparkplatz Sihlquai bus station in Zurich, Switzerland October 27, 2016.  REUTERS/Arnd Wiegmann

Flixbus ist auf Expansionskurs. Bald sollen auch Linien innerhalb der Schweiz befahren werden. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Flixbus plant Linien innerhalb der Schweiz

Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus will auch innerhalb der Schweiz Buslinien anbieten. Besonders interessant wären nach Ansicht des Flixbus-Chefs die Passagierströme über die Achse St.Gallen, Zürich, Bern und Genf. Was noch verboten ist, könnte bald möglich sein.



Sobald auch Schweizer Buslinien befahren werden dürfen, werde Flixbus aktiv, sagte Firmengründer André Schwämmlein in einem am Montag publizierten Interview mit der Tageszeitung «Blick». Aktuell dürfen grenzüberschreitende Fernbuslinien keine Passagiere von einem Ort zum anderen innerhalb der Schweiz befördern. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) habe aber signalisiert, dass künftig Anträge für inländische Linien eingereicht werden könnten. Man sei in der Vorphase, ein Gesuch für eine solche Linie zu stellen, sagte der Flixbus-Chef.

Flixbus ist auf Expansionskurs. In Österreich und Italien verfügt das Unternehmen bereits über nationale Buslinien. Im nächsten Jahr will man auch in Schweden und Dänemark ein Inlandnetz starten, wie Schwämmlein vor einem Monat gegenüber «Spiegel Online» sagte. Auch innerhalb von Deutschland soll das Netz um 50 neue Städte auf insgesamt 350 ausgebaut werden.

Ein Fernbus-Anbieter sei für die SBB keine substanzielle Bedrohung, sagte Schwämmlein gegenüber dem «Blick». Die Passagierzahlen der SBB stiegen stetig. Die Hauptachsen seien zu Stosszeiten am Anschlag. Zudem würden Busse auch die Strassen entlasten, weil dadurch der Individualverkehr reduziert werde.

Kein Feind der SBB

Dass das Monopol der SBB in Kritik geraten sei, begrüsst Schwämmlein. Mehr Konkurrenz würde seiner Meinung nach dem Markt guttun. Flixbus sieht sich nicht als Feind der SBB. Das gemeinsame Ziel sollte es nach Ansicht von Schwämmlein sein, die öffentlichen Verkehrssysteme so attraktiv zu machen, dass Leute ihr Auto nicht mehr brauchten.

Zurzeit hat Flixbus in der Schweiz jedoch ein Verfahren am Hals. Das deutsche Mobilitätsunternehmen muss sich gegenüber dem Bundesamt für Verkehr erklären, weil Flixbus verdächtigt wird, Personen innerhalb der Landesgrenzen transportiert zu haben. Damit würde das Unternehmen gegen das Kabotageverbot verstossen, was den Transport von Personen innerhalb der Schweiz für Fernbuslinien verbietet. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pisti 06.12.2016 12:59
    Highlight Highlight Wenn die Löhne bezahlen wie die öffentlichen Verkehrsbetriebe ab 5000 Aufwärts und sich auch finaziell am Bau von Haltestellen usw... beteiligen dann von mir aus. Sonst ein grosses Niet.
  • MM 06.12.2016 09:17
    Highlight Highlight Ein Fernbus-Anbieter sei für die SBB keine substanzielle Bedrohung (...). Die Passagierzahlen der SBB stiegen stetig. Die Hauptachsen seien zu Stosszeiten am Anschlag.

    Jaja. Ganz im Gegensatz zu den Strassen sind die Züge dann schon ziemlich voll.
  • c_meier 06.12.2016 07:55
    Highlight Highlight ich bin dann gespannt, wie gut dieser Bus den Fahrplan einhalten kann auf den Linien Zürich-Bern bzw. Bern-Zürich mit Abfahrt um 17.00 Uhr...
    • Amboss 06.12.2016 10:20
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass sich Flixbus auf Fahrten zwischen den Zentren konzentriert. Alleine die Fahrt vom Zentrum zur Autobahn geht ewig.

      Ich denke eher, die würden eher Fahrten ab dem Stadtrand anbieten,zB Schlieren - Bern-Wankdorf (mit dem Zug 2x umsteigen, auf der Strasse schneller)

      Oder man bieten Angebote an, die es nicht gibt, zB Nachtfahrten (Ankunft am flughafen 04:30 Uhr)

      Generell wird es aber ein hartes Brot für Flixbus, da unser ÖV gerade für Vielfahrer mit dem GA quasi gratis ist.
  • spiox123 06.12.2016 07:18
    Highlight Highlight Solange die nur Personal zu Dumpinglöhnen betreiben gehört das verboten. Schafft diesen Fahrern ein GAV und somit faire Anstellungsbedingungen. Dann ist Flixbus eine Alternative.
  • Lukaz84 06.12.2016 06:37
    Highlight Highlight Wie kann man Rosinenpickerei und Dumpinglöhne als gesunde Konkurrenz bezeichnen? Natürlich ist Konkurrenz gut für den Markt, dann aber bitte für alle zu den gleichen Bedingungen (Randregionen und Randzeiten, faire Löhne).
    • atomschlaf 06.12.2016 08:33
      Highlight Highlight Hast Du das Gefühl, die heutigen ÖV-Anbieter würden Randregionen und Randzeiten aus purer Nächstenliebe bedienen?
      Diese Dienstleistungen werden Jahr für Jahr mit Milliarden an Steuergeldern subventioniert!
  • velolove 06.12.2016 06:27
    Highlight Highlight Dann soll sich Flixbus aber auch am Service Public beteiligen und nicht nur die rentabelsten Strecken bedienen.
    • Döst 06.12.2016 07:36
      Highlight Highlight Du weisst schon, dass die Ticketpreise im CH ÖV zu 50% subvrntioniert sind. Warum? Eben um den service public zu ermöglichen.
      Flixbus hat 0 Subventionen, kann daher nicht service public spielen.
    • Donald 06.12.2016 08:42
      Highlight Highlight Machen sie sicher gerne, wenn sie auch 50% der Betriebskosten vom Bund zurückbekämen...
    • Amboss 06.12.2016 08:48
      Highlight Highlight Ich glaube, wenn man Flixbus dafür entschädigt, so wie man heute zB das Postauto entschädigt, dann würde Flixbus durchaus auch eigentlich unrentable Strecken zu unrentablen Zeiten übernehmen
  • Grundi72 06.12.2016 05:53
    Highlight Highlight Sehr gut! Dann kriegen die linksgrünen Beamten bei der SBB etwas Dampf unter den Arsch!
    • Licorne 06.12.2016 07:42
      Highlight Highlight "Linksgrüne Beamte bei der SBB"

      Hihi :-D
  • Psychonaut1934 06.12.2016 00:54
    Highlight Highlight Das wird Meyer und seinen Vasallen nicht gefallen. Sehen ihn schon jetzt von mir, mit seinem verstohlen schelmischen grinsen, jammern und die hohen Preise rechtfertigen. Aber mir soll es recht sein. Freue mich auf die Ruhe im Zug, wenn die "geiz ist geil Menschen", das Partyvolk und sonstiger Pöbel, auf der Autobahn im Stau stehen.
    • Döst 06.12.2016 07:38
      Highlight Highlight Schon mal Flixbus gefahren? Kunden unterscheiden sich kaum von Bahnfahrern. Vielleicht mehr Studenten und Touristen, generell etwas jüngeres Publikum, aber weder Partyvolk noch Pöbel.
  • atomschlaf 06.12.2016 00:07
    Highlight Highlight Gute Sache. Etwas Konkurrenz tut unseren ÖV-Unternehmen gut.
    Es muss aber sichergestellt sein, dass auf innerschweizerischen Strecken einheimische Chauffeure zu Schweizer Löhnen beschäftigt werden.
    • zombie woof 06.12.2016 04:51
      Highlight Highlight Schweizer Chauffeur 4500 CHF Brutto, ausländischer Chauffeur 1500 Euro Brutto...merkst du was?
    • Amboss 06.12.2016 08:40
      Highlight Highlight @atomschlaf: Dies müsste natürlich schon so sein. Es kann nicht das Geschäftsmodell sein, ausländische Fahrer zu ausländischen Löhnen im CH-Markt einzusetzen.

      Was mich doch zur Frage führt: Wie ist das eigentlich zB im ICE geregelt, der von Basel nach Interlaken-Ost fährt?
      In der Lok, im Bistro, als Kondukteur. Ist da eine deutsche oder eine schweizer Equipe im Einsatz?
    • Pachyderm 06.12.2016 08:55
      Highlight Highlight Zumindest bei den Fernverkehrszügen aus Österreich wechselt der Kondukteur im Bereich der Grenze (bzw. auch innerhalb Österreichs während der Fahrt - vermutlich damit dieser nach einem Arbeitstag wieder ungefähr am Startort ist). Der Lokführer vermutlich auch. Bistropersonal bleibt das gleiche.

      Ich vermute dass das bei den DB ähnlich ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tepesch 05.12.2016 23:47
    Highlight Highlight Aber nur unter der Auflage, das auch eine Verbindung von Vorder- nach Hinterpfufingen betrieben wird.
    • Döst 06.12.2016 07:41
      Highlight Highlight Wenn Flixbus dafür soviele Subventionen bekommen wie SBB, Post & co, ist Flixbus sicher dabei.
    • Amboss 06.12.2016 08:35
      Highlight Highlight ÄÄÄÄÄAh, jeder Bus, jede Bahn die nach Vorder- und Hinterpfupfingen fährt, wird vom Kanton bestellt und bezahlt.
      Ich denke, wenn man Flixbus dafür bezahlt, werden die eine solche Verbindung schon anbieten.
  • Maett 05.12.2016 23:39
    Highlight Highlight Das wäre geil.

    Bereicherung dank steuerfinanzierten Strassen auf Kosten der steuerfinanzierten Bahn, was einer Privatisierung der Gewinne aus der aus Steuergeldern geschaffenen Infrastruktur gleichkäme.

    Keine Ahnung was das BAV reitet, Anträge von solchen Blutsaugern prüfen zu wollen.
    • meine senf 06.12.2016 07:16
      Highlight Highlight Man sieht es ja an anderen Kommentaren warum:
      "Man kann dann den SBB/den faulen Beamten/dem Staat/den Rot-Grünen eins auswischen".

      Leider denkt bald die Hälfte der Menschen in der Schweiz auf diese Weise. Mittlerweile gibt es genung Menschen, die seit ihrer Geburt mit entsprechender Propaganda aufgewachsen sind und entsprechend geprägt sind.
    • Döst 06.12.2016 07:44
      Highlight Highlight Mit dem Velo fährst Du auch auf steuerfinanzierten Strassen gratis herum, ergo bist Du nach Deiner Defintion ein Blutsauger.
    • Maett 06.12.2016 14:00
      Highlight Highlight @Dast S.: richtig, ich bezahle ja auch Steuern, womit Strassen gebaut werden - Flixbus hingegen würde das bereits finanzierte Strassennetz zur Gewinnmaximierung nutzen.

      Und nein, die Strasse wird nicht nur über die Strassenverkehrsabgabe finanzierte (welche die Velofahrer nicht bezahlen) - die hat lediglich den Sinn, die Beschädigungen verursachergerecht abzurechnen (Autos haben etwas mehr Gewicht als Velos).
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