Schweiz

Um 20.30 Uhr stürzten mehrere Kubikmeter Fels auf die Berninastrasse herunter, wie die Bündner Kantonspolizei am Samstag mitteilte. Die Fahrbahn wurde auf einer Länge von 20 Metern verschüttet. bild: kantonspolizei graubünden

Felssturz unterbricht Verbindung zwischen Puschlav und Italien

29.04.17, 12:38 29.04.17, 17:15

Ein Felssturz hat am Freitagabend die Strasse zwischen Le Prese und Miralago am Lago di Poschiavo verschüttet. Damit bleibt die einzige Strasse zwischen dem Puschlav und Italien für mehrere Tage unterbrochen.

Um 20.30 Uhr stürzten mehrere Kubikmeter Fels auf die Berninastrasse herunter, wie die Bündner Kantonspolizei am Samstag mitteilte. Die Fahrbahn wurde auf einer Länge von 20 Metern verschüttet.

«Der Hang entlang des Sees ist an dieser Stelle bereits als Problemhang bekannt und deshalb durch Netze gesichert», sagte Polizeisprecherin Anita Senti der Nachrichtenagentur sda. Doch die Felsbrocken hätten die Netze durchbrochen.

Zuerst muss der Hang oberhalb der Strasse gesichert werden, bevor die Strasse geräumt werden kann. bild: kantonspolizei graubünden

Einige kleinere Steine fielen auch auf die parallel zur Strasse geführte, aber weiter unter liegende Bahnstrecke der Rhätischen Bahn RhB. Doch diese Steine richteten laut Senti keinen Schaden an. Dennoch wurde der Bahnverkehr am Freitagabend umgehend unterbrochen und erst am Samstagmorgen um 8 Uhr wieder aufgenommen.

«Die Züge wurden gestoppt, weil man in der Nacht nicht wusste, wie sicher der Hang über der Strecke noch ist», sagte Senti. Geologen hätten den Berghang zunächst bei Tageslicht begehen und die Sicherheit beurteilen müssen.

Die einzige Verbindung zwischen dem Puschlav und Italien bleibt für mehrere Tage unterbrochen.

Hangsicherung geht vor

Eine erste Beurteilung eines Geologen lag am Samstagmorgen vor. Demnach muss der Hang oberhalb der Strasse gesichert werden, bevor die Strasse geräumt werden kann. Die Arbeiten an Hang und Strasse können laut Senti mehrere Tage dauern. Unter anderem müssen die zerrissenen Netze geflickt werden.

Die Strasse am rechten Ufer des Lago di Poschiavo bleibt so lange gesperrt. Eine Umfahrung ist nicht möglich. Die Strasse, die Poschiavo mit Tirano (I) verbindet, ist am See entlang eingeklemmt zwischen steilem Hang und Seeufer. Auf der anderen Seite des Sees gibt es nur einen Wander- und Veloweg, wie Senti sagte.

Züge legen Sicherheitshalt ein

Damit bleibt den Pendlern und Touristen vorläufig einzig der Zug von und nach Italien. Die Züge müssen an der Unglücksstelle einen Sicherheitshalt einlegen und auf das Okay der Verantwortlichen vor Ort warten, bevor sie weiterfahren können.

Die Strasse entlang des Sees ist vor allem in der Sommersaison stark befahren, wenn sich unter die einheimische Bevölkerung viele Touristen mischen. Beliebt ist die Strasse auch bei den Motorradfahrern und -fahrerinnen.

Schwein gehabt

Da aber nur der Berninapass offen ist, die bei den Motorradfahrern beliebten Abzweigung über die Forcola-di-Livigno-Strasse nach Italien aber noch immer geschlossen, waren noch nicht viele Motorräder unterwegs.

Der Felssturz ereignete sich zudem am Abend. Deswegen waren laut Polizei nur wenige Autos auf der Strasse zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Berninastrasse anzutreffen. Diesem Umstand dürfte es auch zu verdanken sein, dass niemand verletzt wurde. (sda)

Aktuelle Polizeibilder: Pfanne mit Oel auf dem Herd vergessen

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • a-n-n-a 29.04.2017 16:43
    Highlight Und da will noch jemand behaupten, der Klimawandel sei eine Erfindung. Ich glaube nicht, dass es nur mein subjektiver Eindruck ist, dass es in den letzen Jahren massiv mehr Felsstürze gegen hat (nicht nur in der CH, im ganzen Alpenraum)..
    2 1 Melden
    • a-n-n-a 29.04.2017 19:20
      Highlight *letzten Jahre ... *gegeben
      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.05.2017 01:44
      Highlight Das Klima hat sich schon immer gewandelt und wird dies weiterhin tun.
      Höchst fraglich ist dagegen der behauptete menschliche Einfluss!
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 29.04.2017 15:18
    Highlight die berninastrasse ist allerdings viel weiter nördlich, so ca ab percosta.
    südlicher heisst diese oft nur via principale oder auch via zarera, vial di curtin (beides posciavo).
    4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 29.04.2017 14:50
    Highlight Forcola di Livigno heisst das, nicht Levigna
    4 0 Melden
    • Raphael Bühlmann 29.04.2017 17:15
      Highlight Danke für den Input, habs korrigiert.
      3 0 Melden

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