Schweiz

Roaming-Gebühren: Konsumentenschützer zeigt Swisscom wegen Betrugs an

23.08.17, 09:24 23.08.17, 09:50

Die Stiftung für Konsumentenschutz reicht eine Stafanzeige gegen Swisscom ein. Der Telekommunikationskonzern habe über Jahre Roaming-Gebühren verrechnet, die gar nicht angefallen seien, teilte die Stiftung am Mittwoch mit.

Die Swisscom habe Abonnements-Kunden, die im Ausland Voicemail-Nachrichten erhielten, übervorteilt. Für den Handy-Kunden, der sich im Ausland aufhalte, fielen hohe Kosten an, wenn jemand auf die Voicemail-Box spreche, schreiben die Konsumentenschützer.

Anti-Tromboning-System

Der Kunde bezahlt Roaming-Gebühren, wenn der Anruf ins Ausland geleitet wird und nachher wieder zurück auf den Voicemail-Server. Bei den Roaming-Gebühren für solche eingehende als auch für abgehende Anrufe werde jede angebrochene Minute aufgerundet, so die SKS.

Doch Swisscom wende sei einigen Jahr einen Trick an, um mehr zu verdienen. Der Telekomanbieter habe ein sogenanntes Anti-Tromboning-System eingeführt. Laut Mitteilung erkennt dieses, ob sich der Angerufene im Ausland befindet. Spricht nun jemand aus der Schweiz auf die Combox, leite das System den Anruft direkt auf das Schweizer Netz zu Swisscom um.

Betrug und unlauterer Wettbewerb

Obwohl die Swisscom so Roaming-Gebühren spare, verrechne sie diese jedoch seit mehreren Jahren weiterhin ihren Kunden, kritisieren die Konsumentenschützer.

Die Swisscom lege zwar nicht offen, seit wann das System in Kraft sei, sagt André Bähler vom Konsumentenschutz. Die Gebühren summierten sich aber schnell auf Millionen, schätzt er. Als Tatbestände seien Betrug und unlauterer Wettbewerb im Fokus. (whr/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • patnuk 23.08.2017 15:57
    Highlight Ist ja nichts Neues, ist bei allen Telekomanbieter so. Und wieso soll dass ein Trick sein, ist ja technisch bei allen Telekomanbieter so integriert und wer bezahlt heute noch Roaming bei der Swisscom oder lässt einen Anruf ins Ausland umleiten. Sollte eigentlich jeder wissen dass das kostet.
    4 4 Melden
  • Marco31 23.08.2017 12:53
    Highlight Die Swisscom wird gebührentechnisch nichts ändern solange die Kunden trotzdem bei ihnen bleiben. Ich dachte ja schon bei der Einführung der extrem teuren Infinity Abos das dies geschehen wird, habe mich da aber wohl verschätzt.
    7 3 Melden
  • spring1 23.08.2017 10:49
    Highlight Endlich geht was. Was die Swisscom mit ihrem geerbten Quasi-Monopol seit Jahren veranstaltet ist Abzocke.
    37 5 Melden
  • My Senf 23.08.2017 10:06
    Highlight Ja super unsere Swisscom! Irgendwie muss der "gute" Service ja finanziert werden. Nach der Swiss nun die Swisscom. Jetzt fehlt nur noch ein abzock Bericht über die Post und dann sind wir komplett. In weiser Voraussicht wechselte ich ja zur schlechteren Service Anbieterin orange damals. Hab dafür viele Gebühren gespart!
    18 3 Melden
  • EMkaEL 23.08.2017 09:56
    Highlight Da fällt mir ein, jetzt, da die Ferien vorbei sind, könnte ich meine combox wieder aktivieren..
    30 1 Melden
  • virus.exe 23.08.2017 09:42
    Highlight Die Combox war schon früher (2005) extrem teuer im Ausland. Jemand spricht dir drauf und du bezahlst diese Zeit. Deshalb ausschalten das unnütze Ding.
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