Schweiz
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«Riesige Not»

Bundesrat will Tausende Syrer aufnehmen

06.07.14, 04:50 06.07.14, 09:47
A young Syrian-Kurdish refugee carries a jarrycan of water at the Quru Gusik (Kawergosk) refugee camp, 20 kilometres east of Arbil, the capital of the autonomous Kurdish region of northern Iraq, on June 19, 2014. AFP PHOTO/KARIM SAHIB

Ein syrisches Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Irak. Bild: AFP

Simonetta Sommaruga bereitet die Aufnahme von mehreren Tausend Kriegsflüchtlingen aus Syrien vor. Dies erfuhr die «SonntagsZeitung» aus dem Umfeld der SP-Bundesrätin. Die Rede sei von rund 5000 Flüchtlingen. Das fordert auch Beat Meiner, Generalsekretär der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. «Angesichts der riesigen Not muss sich die Schweiz jetzt dringend in grösserem Umfang engagieren», so Meiner.

Die Vorbereitungen dazu seien schon seit einiger Zeit im Gang, sagt eine Vertreterin der Kantonsbehörden. Ein Hindernis seien aber lang die fehlenden Unterkünfte gewesen. Angesichts der sich zuspitzenden humanitären Lage hat nun offenbar ein Umdenken stattgefunden.

Swiss Justice Minister Simonetta Sommaruga speaks to media during a news conference after the weekly meeting of the Federal Council in Bern June 20, 2014. Sommaruga presented the concept for implementing the

Bundesrätin Simonetta Sommaruga will etwas gegen das Leid unternehmen. Bild: THOMAS HODEL/REUTERS

Mehr Flüchtlinge

Generell wird die Schweiz künftig wohl mehr Flüchtlinge aufnehmen als bisher: Der Bund geht davon aus, dass die Schweiz in nächster Zeit bis zu 1400 Flüchtlinge pro Monat aufnimmt. «Das Bundesamt für Migration schätzt, dass die voraussichtliche Zahl der Schutzgewährungen bis August 2014 in einer Bandbreite von monatlich 1100 bis 1400 liegt», heisst es laut «NZZ am Sonntag» in seinem vertraulichen, monatlich erscheinenden Bericht mit dem Titel «Verteilung von Asylsuchenden» an die Kantone. 

Schutzgewährungen sind Aufnahmen von Asylsuchenden als anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene. Anfang 2014 lag diese Zahl noch bei rund 1000 pro Monat, in den letzten drei Jahren bei 300 bis 600, wie die «NZZ am Sonntag» weiter schreibt. Damals waren viele Tunesier und Nigerianer als Asylsuchende in die Schweiz gereist, die wieder ausgeschafft wurden. Heute sind es vor allem Syrer und Eritreer, die hier bleiben dürfen. Weiter rechnet das Bundesamt für Migration in nächster Zeit mit mehr als 2000 Asylgesuchen pro Monat. (rey)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 06.07.2014 09:45
    Highlight In Europa hat man noch nicht begriffen, dass der Mittlere Osten für die USA kein Problem mehr darstellt. Flüchtlingsboote stranden nicht an der US-Küste und Gas und Öl fördert man selbst genug. Europa ist im Mittleren Osten nun allein zu Hause. Und die Problemzonen reichen bereits von Weissrussland bis nach Tunesien und in den Irak. Hillary Clinton brachte die neue US-Strategie in einem Interview auf den Punkt: "Zuerst ist jetzt Europa dran!"
    Daher wird es langfristig auch für die CH nicht bei "Tausende Syrer" bleiben wie man sich das beim Bundesrat erhofft.
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    • Romeo 06.07.2014 12:31
      Highlight Leider zuerst Unheil anrichten, dann abhauen. Das Problem soll Weltweit gelöst werden. Die UNO ist einfach ein Saftladen.
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  • Alfred Steiner 06.07.2014 06:57
    Highlight Wir sind wieder auf dem besten Weg, wieder ein paar Muslime mehr zu importieren. Der Islam, in der Schweiz, ist importiert. Zuerst hat man Arbeitskräfte aus dem Balkan und der Türkei geholt und nun nehmen wir Tausende von Moslems an Bord. Humanität ist ja schon gut, aber alles hat Grenzen. Es wird wieder viele dabei haben, die sich in unsere Gesellschaft nicht integrieren werden, mit Vollverschleierung rumlaufen und ein Minarett wollen. Wir Schweizer haben den arabischen Frühling nicht ausgelöst und sind an Syriens Problemen nicht schuld, weil wir sie nicht verursacht haben.
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    • Romeo 06.07.2014 12:29
      Highlight Das schliesst aber doch nicht aus, dass wir mit dem Tod bedrohte Flüchtlinge aufnehmen. Sind sie so herzlich oder haben sie nicht genug überlegt vor dem Post? Und nein ich bin kein Linker.
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