Schweiz

Bilanz und Ausblick

SRF hat bis zu 41 Prozent Marktanteil – diese neuen Formate sind geplant

Fernsehen SRF erreicht am Hauptabend einen Marktanteil von 41 Prozent – mehr als die nächsten sieben Konkurrenten zusammen erzielten. Auch beim jüngeren Publikum ist SRF führend.

13.01.15, 15:41 13.01.15, 17:16

Fernsehstudios im Zürcher Leutschenbach. Bild: SRF

Die TV-Nutzerzahlen des Schweizer Fernsehens SRF konnten sich auch im vergangenen Jahr sehen lassen. Gemäss Nutzerdaten war Fernsehen SRF letztes Jahr klarer Favorit des Deutschschweizer TV-Publikums. Die drei Kanäle SRF1, SRF2 und SRF info, erreichten zusammen 32,2 Prozent Marktanteil. Am Hauptabend waren es laut SRF-Direktor Matter 41 Prozent - mehr als die nächsten sieben Konkurrenten zusammen erzielten. Auch beim jüngeren Publikum sei SRF am Hauptabend führend.

Das zeitversetzte Fernsehen machte letztes Jahr knapp fünf Prozent der Gesamtnutzung aus, wie SRF-Sprecherin Andrea Wenger auf Anfrage sagte. Ende 2013 waren es gut 4,4 Prozent. Gefragt ist gemäss Matter auch der SRF-Webauftritt. Durchschnittlich wurden jede Sekunde fünf Livestream- oder On-demand-Angebote von SRF gestartet.

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Neue Sendungen

«Wahlfahrt» heisst eine vierteilige Fernsehsendung im September: Mona Vetsch chauffiert Spitzenpolitikerinnen und -politiker durchs Land und befragt sie. Und Radio SRF will beim «Präsidenten-Zmorge» die Parteipräsidenten näher kennenlernen - auch von einer persönlichen Seite. Beide Produktionen wollen Menschen ansprechen, die sonst nicht so viel mit Wahlen und Politik am Hut haben.

Dies sind aber nur zwei von zahlreichen Sendungen zu den Wahlen vom 18. Oktober: Vorgesehen ist unter anderem eine 12-stündige Live-Sendung am Wahlsonntag. Viermal - im April, Juni, September und Oktober - wird zudem ein Wahlbarometer erstellt.

Neu aufgelegt wird im Fernsehen die Show «Die grössten Schweizer Talente». Mit Ex-Fussballtrainer Gilbert Gress und Moderator Sven Epiney sitzen zwei Neue neben DJ Bobo und Christa Rigozzi in der Jury.

Zwei neue Schweizer «Tatort»-Folgen

Ermittelt weiter: Kommisar Flückiger. Bild: Getty Images Europe

Sechs neue SRF-Fernsehfilme werden im kommenden Jahr ausgestrahlt - darunter zwei Schweizer «Tatort»-Folgen, wie SRF-Direktor Rudolf Matter am Dienstag vor den Medien in Zürich sagte. Nicht zu diesen Folgen gehört «Tatort Matterhorn»: Im zweiteiligen Dok-Film geht es um das tödliche Drama bei der Erstbesteigung des Matterhorns am 14. Juli 1865. Vier Alpinisten stürzten dort vor 150 Jahren unter ungeklärten Umständen in den Tod.

Einen neuen Krimi gibt es aber auch: «Das Team». SRF hat den transeuropäischen Vierteiler koproduziert. Er wird jeweils an Samstagabenden ausgestrahlt. Mit von der Partie ist Carlos Leal.

Frauenfussball-WM

Erstmal bei der WM: Die Schweizer Frauen-Nati. Bild: KEYSTONE

In sportlicher Hinsicht steht im Sommer auf Fernsehen SRF der Frauenfussball im Zentrum. Umfassend wird von der FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft der Frauen in Kanada berichtet. Das Schweizer Frauenteam hat sich - eine Premiere - für eine Endrunde qualifiziert. Schon im Frühling steht die Frauen-Eishockey-WM in Malmö auf dem Programm. (whr/sda)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jonasn 14.01.2015 09:37
    Highlight ich zweifle nach wie vor an der Korrektheit der verwendeten Systeme, um diese Zahlen zu erheben. Besonders bei den jungen Leuten ist es für mich unvorstellbar, dass SRF dort den grössten Marktanteil hat. Ich glaube (und mehr als eine Behauptung ist es nicht), dass da gewaltig gemauschelt wird. Bzw. die Erhebungen nicht wirklich repräsentativ sind.
    4 0 Melden
  • owlee 13.01.2015 18:43
    Highlight Bindestrich ≠ Gedankenstrich!
    0 0 Melden
  • Oban 13.01.2015 18:35
    Highlight Interessant wie sich solche Umfrageergebnisse je nach Newsseite unterscheiden.
    Der Anteil "Bin gegen ein gebührenfinanziertes TV" ist bei unseren Stammtischfreunden vom Blick sicher wesentlich höher.
    8 0 Melden
  • JayAge 13.01.2015 16:59
    Highlight Wow, die Auswahl an Umfrage-Antworten ist aber auch gar nicht tendenziös...
    4 1 Melden

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