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Die Service-public-Debatte ist lanciert: De Weck kämpft um jede Stimme – und kriegt dafür aufs Dach

Ein Bollwerk des Qualitätsjournalismus und gegen die Mediengelüste Blochers: So positioniert Roger de Weck die SRG bei Parlamentariern. Das kommt nicht gut an.

21.08.16, 16:30 21.08.16, 20:56

Othmar von Matt / Schweiz am Sonntag



Die Spitzendelegation der CVP um Fraktionschef Filippo Lombardi, Stellvertreterin Viola Amherd und Generalsekretärin Béatrice Wertli fand sich am Mittwoch im Clé de Berne ein, dem edlen Privatclub der PR-Agentur Furrerhugi. Zum Austausch mit SRG-Generaldirektor Roger de Weck. Für kommenden Donnerstag hatte er über die FDP-nahe Agentur ein weiteres Spitzentreffen anberaumen lassen — mit der FDP. Doch es fällt ins Wasser, Präsidentin Petra Gössi ist verhindert.

Dass Roger de Weck im Vorfeld der grossen Service-public-Debatte, die am 29. August in der Fernmeldekommission (KFV) des Nationalrats startet, vor allem die FDP bearbeitet, hat Gründe. FDP-Stimmen garantieren ihm eine komfortable Mehrheit für seine Anliegen. Dazu gehört die Bestätigung des Service-public-Berichts des Bundesrats, ein Nein zur Initiative «No Billag», die wohl 2018 zur Abstimmung kommt. Und ein Nein zur Forderung von SVP-Nationalrat Thomas Müller, das Parlament solle neu für die Konzession zuständig sein.

Roger De Weck, Generaldirektor der SRG SSR begruesst Bekannte am Mittwoch, 15. April 2015, vor dem Festakt zur Verleihung des Schweizer Medienpreises Swiss Press Award 15 im Hotel Bellevue in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Roger De Weck schüttelt Hände. Bild: KEYSTONE

In den drei Bereichen geht es für die SRG um entscheidende Weichenstellungen. De Weck hat deshalb eine Lobby-Offensive gestartet. Mit Spitzengesprächen mit Parteien. Aber vor allem mit bilateralen Gesprächen mit Parlamentariern. Diese führt der eloquente SRG-Generaldirektor quer durch alle Parteien. Er schildert seine Analyse zur Mediensituation unverblümt. Das bestätigen mehrere Quellen, auch aus de Wecks Umfeld.

Zusammengefasst verbreitet er die Botschaft: Die privaten Verleger hätten Mühe, hochstehenden Qualitätsjournalismus in Zukunft zu garantieren, weil dieser nur noch schwer finanzierbar sei (siehe rechts Aussagen de Wecks). Eine geschwächte SRG neben geschwächten Privaten wäre aber für die Schweiz denkbar schlecht. Es brauche die SRG als Bollwerk des unabhängigen Qualitätsjournalismus.

Einteilung der Verlage

De Wecks überbringt aber auch eine (medien-)politische Botschaft. Eine Verlagsgruppe habe sich bereits auf andere Geschäftsfelder verlegt und wolle ihre journalistischen Produkte tendenziell abstossen oder habe sie abgestossen. Dass de Weck an Tamedia und Axel Springer denkt, ist offenkundig.

Eine zweite Gruppe konzentriere sich weiterhin auf journalistische Angebote, so de Weck in den Treffen. Auch hier ist offensichtlich, an wen er denkt: NZZ, AZ Medien und Somedia (Somedia und AZ Medien geben auch die «Schweiz am Sonntag» heraus, letztere finanziert zudem watson). Komme es zu einer grösseren Wirtschaftskrise, könnte diese zweite Gruppe an einen Punkt gelangen, an dem sie gezwungen sei, zumindest einzelne Produkte zu verkaufen, lässt de Weck durchblicken.

«Die SRG ist ein Bollwerk des unabhängigen Journalismus.»

BDP-Präsident Martin Landolt

Seine unmissverständliche (medien-)politische Botschaft: Es gibt Verlage, die Titel verkaufen wollen. Und es gibt Verlage, die vielleicht Titel verkaufen müssen. Es gibt aber nur einen Käufer. Der sitzt in Herrliberg: SVP-Strategiechef und Milliardär Christoph Blocher, Mitbesitzer der «Basler Zeitung».

In diese Lobby-Gespräche platzte die Recherche des «Schweizer Journalisten» zu den medienpolitischen Gelüsten Blochers. Er plane eine Gratis-Sonntagszeitung. Und er habe Gespräche geführt über einen Abtausch der «Basler Zeitung» mit Tamedias Landzeitungen und der «Berner Zeitung». Die Tamedia-Besitzerfamilie dementierte.

Roger Koeppel, links, Herausgeber der Zeitung

Mischen im Medien-Zirkus mit: Roger Köppel und Christoph Blocher. Bild: KEYSTONE

«Über Blochers Pläne dürfte sich der SRG-Chef Roger de Weck gefreut haben», schrieb Felix E. Müller, Chefredaktor der «NZZ am Sonntag». Damit sähen Tessiner, Welsche, SP und CVP in der SRG «den Schutzwall gegen ein drohendes Blocher-Medienimperium.»

Dass Roger de Wecks Argumente inzwischen an unterschiedlichen Ecken aufpoppen, hat auch mit der Arbeit der Public-Affairs-Agentur Furrerhugi zu tun. Sie berät die SRG in Sachen Public Affairs, genauso wie die Swisscom. Und sie hat auch ein Kommunikationsmandat der Vermarktungsfirma Admeira, die SRG, Swisscom und Ringier gemeinsam gegründet haben.

Gleichzeitig hat sich Furrerhugi mit Aktivitäten zur Vernetzung der Schweiz in Europa profiliert, etwa mit der Gründung des Vereins «Vorteil Schweiz». In SVP-Kreisen gilt die Agentur inzwischen als Schaltstelle gegen die SVP. Co-Inhaber Lorenz Furrer dementiert das. «Ich bin überhaupt nicht grundsätzlich gegen die SVP, oft gar im Gegenteil», sagt er. Bei der SRG sei es aber «oft die SVP, die sie schwächen will», hält er fest. «Hier stehen wir mit grosser Überzeugung für die SRG und den Service public ein.»

Dass die Situation um die SRG total polarisiert ist, zeigen die Reaktionen auf de Wecks Argumente. Sie seien «skandalös und unhaltbar», sagen Mitte-Rechts-Politiker wie FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Gewerbeverbands. CVP-Präsident Gerhard Pfister betont, offensichtlich sei de Weck dabei, «die privaten Verlage schwachzureden, um die SRG als einzigen Garanten darzustellen, der die Meinungsvielfalt sichern kann». Damit instrumentalisiere er «die Angst vor Blocher im Medienbereich für SRG-Zwecke». SRG-Kritiker Pfister sind die Hände gebunden, weil seine Partei Medienministerin (Doris Leuthard) wie SRG-Verwaltungsratspräsidenten (Jean-Michel Cina) stellt. Trotzdem sagt Pfister: ««Ich hoffe, dass Cina auch liberale Aspekte in die SRG bringt.»

Auch Blocher selbst äussert sich. «Es ist nicht der Auftrag des Vorstehers des Staatsfernsehens, private Verlage zu verunglimpfen», hält er fest. «Das ist kreditschädigend für die Verlage.» Natürlich seien sie «im harten Kampf, was Werbung, Internet, aber auch das Staatsfernsehen anbelangt», das durch Zwangsgebühren finanziert werde.

«Offenbar ist De Weck dabei, die privaten Verlage schwachzureden, um die SRG als einzigen Garanten darzustellen, der die Meinungsvielfalt sichern kann».

CVP-Präsident Gerhard Pfister.

Heftig reagiert Somedia-Verleger Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands Schweizer Medien. «Dass der SRG-Direktor die privaten Verleger in Gesprächen mit Parlamentariern schlechtmacht, empfinde ich als Skandal», sagt er. Die privaten Verlage seien «in einer schwierigen Zeit», sagt Lebrument. Das gebe er zu. «Die Zeitungen der meisten Verlage entstanden aber lange vor dem Fernsehen und sind über 100 Jahre alt. Es ist eine absolute Erfindung des Staatsangestellten de Weck, dass wir Verleger Produkte einstellen, nur weil wir in gewissen Schwierigkeiten stecken.» Die Ergebnisse der Privaten seien «nicht hervorragend», aber «ordentlich». Lebrument: «Die publizistische Kompetenz geben wir nicht ab.»

Pietro Supino, links, VR-Praesident Tamedia AG, Hanspeter Lebrument, Mitte, Praesident Verband Schweizer Medien, und Gilbert A. Buehler, rechts, Praesidium Verband Schweizer Medien an einer Medienkonferenz in Zuerich am Dienstag, 26. Januar 2016. Der Verband Schweizer Medien fordert die Pruefung alternativer Modelle zum geplanten Joint Venture von SRG, Swisscom und Ringier. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Schwergewichte der Medienbranche: Pietro Supino, links, VR-Präsident der Tamedia, Hanspeter Lebrument, mitte, Präsident Verband Schweizer Medien, und Gilbert A. Bühler, rechts, Präsidium Verband Schweizer Medien im Januar 2016. Bild: KEYSTONE

Andere Töne kommen von Mitte-Links. «Es scheint, als ob es zur Zeit um das Spiel ‹Alle gegen die SRG›» ginge, sagt SP-Nationalrat Matthias Aebischer. «Da kann man der SRG nicht vorwerfen, wenn sie sich für den Service public zur Wehr setzt.» Es störe ihn nicht, wenn de Weck in persönlichen Gesprächen über seine Beurteilung der Gefahr einer Medienkonzentration spreche. BDP-Präsident Martin Landolt betont: «Ich verstehe, dass Roger de Weck Klartext redet. Was er sagt, sind ja keine Hirngespinste.» Und: «Die SRG ist ein Bollwerk des unabhängigen Journalismus.» De Weck dürfe seine Meinung einbringen, findet auch GLP-Präsident Martin Bäumle. Er habe gern klare Worte.

Private Verleger gegen SRG, Mitte-Rechts gegen Mitte-Links: In Sachen SRG stehen sich zwei unversöhnliche Lager gegenüber. Mit einer Ausnahme: Regula Rytz. Die Grünen-Präsidentin ist beunruhigt über den «Scherbenhaufen», der droht. Sie kommt zum Schluss, dass es eine Reform brauche, um Werbeeinnahmen und Nutzer auf Schweizer Plattformen zu halten. Rytz: «Ich möchte die Polarisierung aufbrechen, die zwischen privaten Qualitätsmedien und SRG herrscht.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 23.08.2016 02:59
    Highlight SRG und Service public

    Warum recherchiert die SRG nicht, was der SRG-Kunde konkret von der SRG erwartet? Meines Erachtens zum Beispiel eine leichte Gebührenreduktion und etwas weniger Werbung zum Preis einer Reduktion von bildungsfernen Programmteilen (Gewaltdarstellungen, Formel-1- und Töffrennen) sowie Unterhaltung, welche auch Private und ausländische Sender anbieten (können).
    0 0 Melden
  • Töfflifahrer 22.08.2016 07:03
    Highlight Ah dürfen nur die durch die Politiker zugelassenen Lobbyisten Weibern und für eine Privatisierung werben? Gegen Ricki, Kuppel, Blocker und Konsortien muss auch ein Gegenpol zugelassen werden. Speziell, da diese Exponenten mit dem unabhängigen Journalismus und Berichterstattung nachweislich nichts am Hut haben.
    Und jetzt bitte Daumen runter!
    6 4 Melden
  • _kokolorix 21.08.2016 21:50
    Highlight Ich kann nicht verstehen, dass sich einige Leute derart über die paar Fränkli aufregen die wir für die srg aufbringen.
    Für die Krankasse zahle ich für meine Familie fast 10000.- im Jahr und bekomme eine immer schlechter werdende Dienstleistung, die ich auch noch fast nie in Anspruch nehme.
    Bei der srg ist doch für fast alle etwas dabei und vieles ist erst noch um Längen besser als das schrille, aufdringliche Getue der Privaten. Klar müssten keine Superstar Sendungen dabeisein, aber die Einschaltquoten sagen halt etwas anderes
    11 19 Melden
    • rodolofo 22.08.2016 08:24
      Highlight Das erinnert mich irgendwie an die "Egoshooter" der Milchkuh-Initiative:
      Selber fahren sie einen Porsche oder teuren BMW, aber ein wenig den Öffentlichen Verkehr querfinanzieren wollen sie auf keinen Fall!
      Nur immer mehr Strassen und mehr Parkplätze für ihre "Protz-Boliden", und für die Anderen am Strassenrand gibt's noch mehr Lärm und Gestank!
      Das Selbe wollen sie nun auch für die Medien:
      Berichte über eine oberflächliche Glitzerwelt der "Schönen und Super-Reichen", kombiniert mit Brutalo-Action-Thriller und noch grausigeren Tagesschau-Berichten zum täglichen Geschehen in Sodom und Comorra"..
      3 4 Melden
  • Herbert Anneler 21.08.2016 19:49
    Highlight Interpretieren wir de Weck so: Dass die SRG im Informationsbereich nachweisbar Massstäbe setzt, kann unserer Demokratie nur gut tun! Je besser die Informationsleistungen, desto grösser das Vertrauen in die Medien und desto intensiver die Mediennutzung - dies ist langfristig im Inteteresse der schweizerischen Medienwelt insgesamt. Rickli, Bigler und Co. geht es jedoch nicht um Politik und eine funktionierende Demokratie, sondern allein um den Stutz! Und dann haben wir eine politische Katastrophe à la USA: Gegensetiges Kaputtmachen und Lähmung statt konstruktive Kompromisse.
    13 19 Melden
  • rodolofo 21.08.2016 19:11
    Highlight Bei srf Radio+Fernsehen herrscht offenbar ein sehr gutes Betriebsklima!
    Die ModeratorInnen der Sendungen sind bei aller Professionalität locker und humorig drauf.
    Das Konzept "Natürliche Schönheit" hebt sich wohltuend ab von der künstlichen affektiert "daueraufgestellten" Art, mit der sie uns bei den Privatsendern zu beeindrucken versuchen.
    Natürlich ist das gelebte Beispiel eines erfolgreichen und erst noch sympathischen Staatsbetriebs den "Rechtsbürgerlichen" ein Dorn im Auge!
    Ihr Dogma des allein selig machenden Wettbewerbs wird -für alle sichtbar- widerlegt, mit "Qualität statt Quantität"!
    16 36 Melden
    • cedric weber 21.08.2016 23:54
      Highlight Lieber Rodolfo, "...herrscht offenbar ein sehr gutes Betriebsklima!" Kennen Sie denn den Betrieb aus persoenlicher Erfahrung oder kennen Sie Personen die bei SRF arbeiten? Dann waere Ihnen sicher auch bekannt, dass eine Guenstlings- und Angstkultur kultiviert wird und das "gelebte Beispiel eines erfolgreichen und erst noch sympathischen Staatsbetriebs" bald wesentliche Teile der Administration outsourcen wird.
      8 2 Melden
    • tomdance 22.08.2016 07:51
      Highlight @ Cedric Weber: Fakten bitte?
      1 0 Melden
    • rodolofo 22.08.2016 08:15
      Highlight @ cedric weber
      Wie bei anderen Betrieben, wo Interna in der Regel nicht an die Öffentlichkeit gelangen, kann ich meine Ansichten als Medien-Konsument von srf Radio+Fernsehen nur vermuten.
      Wenn ich z.Bsp. sehe, wie eigenwillig und humorig der "Engländer" im Tagesschau-Team die Nachrichten verliest, als eine Art "Sascha Rufer der Tagesschau", oder wie frech Mike Müller und Viktor Giaccobo ihren eigenen Arbeitgeber herausfordern, dann sagt mir das rein gefühlsmässig, dass UNSER "Service Public" auf einem guten Weg ist.
      Etwas Streit und Knatsch gehört auch bei jeder guten Wandergruppe mit dazu.
      2 0 Melden
  • äti 21.08.2016 18:35
    Highlight Qualitätsjournalismus ist eine taffe Aufgabe und hat so seinen Preis. Im Vergleich zum Ausland dürfen wir (noch) stolz sein. Selber bin ich mit SRG zufrieden (meckern tue ich auch, aber andere meckern ja auch an mir rum).
    16 20 Melden
  • K. Ommentar 21.08.2016 18:20
    Highlight Natalie Rickli lobbiiert seit Jahren fleissig für Ihren Arbeitgeber GoldbachMedia gegen die SRG. Warum soll die SRG nicht auch das Recht haben, ihre Ansichten zu vertreten?
    Und bei einem gebe ich deWeck Recht: Das Parlament darf keinesfalls über die SRG bestimmen. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen soll möglichst unabhängig bleiben und nicht politisiert werden. Sonst haben wir bald mal italienische Verhältnisse.
    31 39 Melden
    • rodolofo 21.08.2016 18:48
      Highlight Wäre Natalie Rickli auch dazu bereit, uns alle bei ihrem Arbeitgeber Goldbach Media mitreden zu lassen in Sachen Programmgestaltung und Personal?
      Natürlich nicht!
      Bei den "Privaten" herrschen Hierarchische Verhältnisse und der Zahlungskräftige Kunde ist König.
      In einem "Service Public" kann es aber nicht darum gehen, die Reichen und Mächtigen zu hofieren!
      Und genau das macht srf Radio+Fernsehen unter der Leitung von Roger De Weck auch ziemlich gut, ein Medium von den hier lebenden Menschen für die hier lebenden Menschen!
      Und für die "Schönen und Reichen" gibt es erst noch "Glanz und Gloria"!
      15 27 Melden
  • rodolofo 21.08.2016 17:45
    Highlight Bigler und Konsorten haben doch offensichtlich das Ziel, srf Radio+Fernsehen zu zerschlagen und die lukrativen "Filet-Stücke" zu privatisieren!
    Dafür benutzen sie die Möglichkeit, demokratisch über den Service Public mitzureden...
    Nach einer solchen "Amerikanisierung" hätten wir dann sehr viele Privatsender, auf denen allen der gleiche Massenschrott läuft, ständig unterbrochen von langen Werbeblöcken.
    Nach meiner Rückkehr aus USA war ich sehr froh, wieder Öffentlich-Rechtliche Sender schauen und hören zu können!
    Übrigens ist der Dienstags-Themenabend auf "arte" eine gute Ergänzung zu srf u.Co!
    23 26 Melden
    • planeto 22.08.2016 10:40
      Highlight Die langen Werbeblöcke gibt es beim SRF heute schon.
      1 1 Melden
  • Der Zahnarzt 21.08.2016 17:35
    Highlight Wenn Herr de Weck wirklich die Meinungsvielfalt fördern will, soll er doch einen Teil der Gebühren an die WOZ, an den Infosperber etc. weiterleiten. - Weder Herr de Weck noch Herr Blocher wollen Meinungsvielfalt, beide glauben, sie besitzen die Wahrheit: Herr Blocher spricht für das Volk und Herr de Weck ist der Intellektuelle, der schon weiss, was für das Volk gut ist und was nicht. Man muss sowohl die Macht von Herrn Blocher wie auch die von Herrn de Weck einschränken.
    32 27 Melden
    • Spooky 21.08.2016 20:42
      Highlight @Der Zahnarzt
      "Herr Blocher spricht für das Volk und Herr de Weck ist der Intellektuelle, der schon weiss, was für das Volk gut ist und was nicht."

      Hehe! Super! Geniale Typisierung der beiden markanten Figuren (finde ich). Danke.
      6 6 Melden
  • Amboss 21.08.2016 17:26
    Highlight Erster, einfachster Ansatz: Die SRG zieht sich aus dem Online-Bereich zurück.
    So würden die privaten Verlage da gestärkt, und die Welt sähe mal etwas anders aus.

    Zweitens: wieso ist eigentlich in Stein gemeisselt, dass nur die SRG Gebührengelder erhält?
    Eigentlich erbringen auch die privaten Verlage Service public...
    30 27 Melden
    • K. Ommentar 21.08.2016 18:15
      Highlight Ui, Amboss, da biste schlecht informiert. Diverse Privatmedien bekommen ein ordentliches Stück von den Gebührengeldern. Das sind bei einer Regional-TV-Station wie TeleBärn bspw. gut zwei Millionen pro Jahr.
      Und wegen Online-Verbot: Einem Medium die Zukunft zu verbieten, wäre sein Tod.
      22 11 Melden
    • Dönerstag 21.08.2016 18:18
      Highlight Leider so dass das online geschäft allgemein wenig Geld einbringt und fast alle Verleger darunter leiden. Die SRG ist service public weil sie unabhängig und neutral berichten und wir Konsumenten alle gleich vom Angebot profitieren. Die wenige Werbung ist das was das SRF etc. von den profitorientierteren Privaten unterscheidet.
      8 8 Melden
    • Jol Bear 21.08.2016 19:33
      Highlight @K.Ommentar: so "ordentlich" ist das Stück der Gebührengelder für die Privatmedien nun auch wieder nicht: 92 % der Gebühren wandern zur SRG... Und Werbung gibts auf SRF auch reichlich, die öffentlichrechtlichen Sender in andern Ländern müssen z.B. ab 20 Uhr auf Werbung verzichten, nicht so SRF.
      19 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 21.08.2016 17:18
    Highlight In der Schluss-Phase des Tages-Anzeigers mit dem Chef-Redaktor Res Strehle war ich von dieser Zeitung total begeistert!
    Der neue Chef-Redaktor war letzthin in einer Ziischdigs-Club-Diskussionsrunde eingeladen und erschien mir eher "schnoddrig". Während im Watson sehr schnell über die brutalen Russischen Bombardements in Aleppo berichtet wurde, erschien im Tages Anzeiger Tags darauf gar nichts. Die Qualität des Tages Anzeiger Magazins ist stark gesunken. Und dann kommen die News über eine Kooperation mit Blocher's BAZ...
    Da laufen doch Macht- und Richtungskämpfe um die Kontrolle der Medien!
    14 16 Melden
  • Richu 21.08.2016 17:02
    Highlight Zum Glück haben auch die Nationalräte Gerhard Pfister, CVP Präsident und Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Gewerbeverbandes bemerkt, wie unehrlich der SRG Chef, Roger de Weck, ist!
    26 21 Melden
    • Fabio74 21.08.2016 22:12
      Highlight naja Bigler ist von Ehrlichkeit auch meilenweit entfernt und Pfister als Missionar für sein Christentum brauch ich auch nicht.
      7 4 Melden

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