Schweiz
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ANLAESSLICH DER PRAESENTATION DES PREISVERGLEICHES VON SANTESUISSE, INTERPHARMA UND VIPS STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, DEM 17. FEBRUAR 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Eine Mitarbeiterin der Apotheke Wyss in Baden, aufgenommen am 13. Juli 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Apotheker als Überwacher: Künftig sollen sie verdächtige Kunden melden. Bild: KEYSTONE

Apotheker sollen mögliche Terroristen beim Einkauf erkennen

Nitrate, Aceton, Wasserstoffperoxid – solche gängigen Chemikalien können zum Bau von Bomben verwendet werden. Das Bundesamt für Polizei fedpol hat deshalb Apotheker dazu aufgerufen, verdächtige Kunden zu melden.



Es ist ein explosiver Brief, den die Apotheken in den vergangenen Wochen erhalten haben. Sie werden darin auf verdächtiges Verhalten von Kunden hingewiesen: Wer sich beispielsweise nervös verhält, eine ungewöhnlich grosse Menge einer Chemikalie kaufen will oder keine Auskunft über die geplante Verwendung geben will, könnte terroristische Motive haben.

Apothekerinnen und Apotheker sollen solche Käufer künftig erkennen und dem fedpol telefonisch oder per Mail melden. Über das Schreiben haben «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» berichtet; es liegt der Nachrichtenagentur sda vor. Zu den Substanzen, die für den Bau von Sprengstoffen verwendet werden können, zählen etwa Wasserstoffperoxid, das in Desinfektionsmitteln vorkommt, Natriumperchlorat in Medikamenten oder Nitrate in Düngemitteln. Insgesamt listet das fedpol 15 frei verkäufliche Chemikalien auf.

Das Personal in Apotheken, Drogerien und weiteren Detailhändlern soll sich jedoch nicht gefährden. Deshalb gibt das Bundesamt Verhaltensempfehlungen ab. «Setzen Sie sich keiner Gefahr aus!», heisst es etwa. Im Verdachtsfall sollen Angestellten die Überwachungskamera einschalten, sich möglichst viele Details zum Kunden notieren und Dokumente oder Gegenstände aufbewahren, welche der Verdächtige berührt hat – es könnten DNA-Spuren nachweisbar sein.

Kriminelle weichen in die Schweiz aus

Der Bundesrat hatte im Dezember das Justiz- und Polizeidepartement EJPD damit beauftragt, gesetzliche Grundlagen auszuarbeiten, um den Handel mit den heiklen Substanzen einzuschränken. Die EU hat dies bereits getan, weshalb Kriminelle nun auf die Schweiz ausweichen könnten.

Der Bundesrat schlägt vor, dass die Strenge der Regelung von der Konzentration abhängt: Tiefe Konzentrationen sollen keinen Einschränkungen unterliegen. Die Regelungen würden lediglich für Privatpersonen gelten, Berufsleute wie Landwirte wären nicht betroffen.

Die EU hatte den Verkauf mit den sogenannten Vorläuferstoffen bereits 2014 eingeschränkt. Ein Auslöser war der Bombenanschlag, den der norwegische Massenmörder Anders Breivik 2011 im Regierungsviertel von Oslo verübt hatte. Er verwendete dabei unter anderem Dünger als Vorläuferstoff. (dwi/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • oXiVanisher 05.02.2017 20:21
    Highlight Highlight Ja genau. -.- Ich bin also in Zukunft auch einer der Verdächtigen, weil ich zum 3D-Drucken Aceton brauche?!? Dann kaufe ich das also nicht mehr in einem Laden, sondern bestelle den ganz (legalen) Stoff einfach über das Internet.

    Ich glaube, dass dies mehr eine "Angst-Mach-Aktion" ist. Warum sollte ein Terrorist in eine lokale Apotheke gehen und diese Stoffe gleich zusammen kaufen? Es ist sehr einfach alle Stoffe aus unterschiedlichen Läden an verschiedene Adressen via Internet zu bestellen. So dumm sind die leider auch nicht!

    IMHO ist das ein schlechter Witz und hilft nichts.
  • Jose Manuel Gutierrez 05.02.2017 18:05
    Highlight Highlight Was sollen die Wassestoffperoxidblonden tun?
    • Madison Pierce 05.02.2017 19:35
      Highlight Highlight Die kaufen es wohl weniger in 30%iger Konzentration. :)
  • Blutgruppe 05.02.2017 17:16
    Highlight Highlight An die vorherigen Kommentatoren: Ich sehe es so: diese Massnahme ist überhaupt nicht einschneidend, verletzt die Privatsphäre nicht so wie andere, z.B. Das massenhafte Datensammeln und wenn auch nur ein Menschenleben dadurch gerettet wird, ist sie mehr als gerechtfertigt. Ihr hättet euch besser beim NDG empört...
    • Deverol 05.02.2017 20:26
      Highlight Highlight Haben wir uns. Tun wir jetzt wieder.
      Immer diese Symptombekämpfung geht weiterhin auf den Wecker. Überwachungsstaat einführen anstatt junge Leuten bessere Perspektiven als "Terrorist" zu bieten scheint aus irgend einem Grund von gewissen Kreisen bevorzugt zu werden.
  • Chrigi-B 05.02.2017 16:48
    Highlight Highlight In der Schweiz kannst du einfach einen Freund im Militär fragen ob noch ein Block C4 per Zufall fehlt 😂
  • atomschlaf 05.02.2017 16:24
    Highlight Highlight Und wieder wird die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht gestellt, statt endlich die bekannt problematischen Gruppen scharf zu überwachen und konsequent aus dem Land zu weisen oder zu verwahren.

    PS: Noch nicht vorhandene gesetzliche Grundlagen können geschaffen werden.
    • who cares? 05.02.2017 16:49
      Highlight Highlight Problematische Gruppen konsequent aus dem Land verweisen? Tönt irgendwie auch nach Generalverdacht.
    • Charlie Brown 05.02.2017 16:51
      Highlight Highlight Wie definierst du die "bekannt problematischen Gruppen"? Und wie gewährleistest du, dass da keine unschuldigen drunter sind, die "(Pfeffer?)scharf überwacht" werden und damit mehr als nur unter"Generalverdacht" stehen?
    • atomschlaf 05.02.2017 17:57
      Highlight Highlight Haben wir ein Problem mit jüdischen Terroristen? Mit Hindus? Mit Katholiken? Mit Mormonen? Mit Buddhisten?

      Nein!

      Also Leute, hört auf, Euch dumm zu stellen... 🙄
    Weitere Antworten anzeigen
  • remeto 05.02.2017 15:56
    Highlight Highlight Da hab ich selber doch als Teenager, Kohlenpulver, Schwefel und Kaliumntirat (Salpeter) gekauft und hatte meinen Spass beim Herstellen von Schwarzpulver. Das ist doch ein Schritt zum Überwachungsstaat, wenn der Apotheker dem fedpol Meldung erstattet. Irgendwo ist der Paranoia doch genug.
  • Charlie Brown 05.02.2017 15:35
    Highlight Highlight Bildstrecke Bild #2; "Milzbrand oder Anthrax"?

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